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2-

GRAMMATIK DER GRIECHISCHEN PAPYRI AUS DER PTOLEMÄERZEIT

MIT EINSCHLUSS DER GLEICHZEITIGEN OSTRAKA UND DER IN ÄGYPTEN VERFASSTEN INSCHRIFTEN

BAND II 2

SATZLEHRE

ANALYTISCHER TEIL

ZWEITE HÄLFTE

1. LIEFERUNG

VON

EDWIN MAYSER

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BERLIN UND LEIPZIG 1933

WALTER DE GRUYTER & CO.

VORMALS G. J. GÖSCHEN'SCHE VERLAGSHANDLUNG / J. GUTTENTAG, VERLAGS- BUCHHANDLUNG / GEORG REIMER / KARL J. TRÜBNER / VEIT & COMP.

VORWORT.

fiyeiiOviKcöxaTov Kai lityioTov dyaOov sv

irpdypaaiv t6 ttocvt* oiKovoiaeiaOai KaGapcög.

P. Par. 63 col. VIII = UPZ 144, 28.

Wenn ich in diesem Band (II 2) die Analyse der einzelnen Satz- teile abgeschlossen vorlege, bin ich mir wohl bewußt, daß die völlige Durchdringung und Verarbeitung des gesamten Materials, das in den letzten zehn Jahren, namentlich mit den Zenon-Papyri, einen ungeahnten Zuwachs erfahren hat, die Kraft eines Einzelnen übersteigt. So kann ich meine Sammlungen und Darlegungen in manchen Fällen nur als ersten Versuch bezeichnen, die kaum übersehbare Menge der Sprach- erscheinungen in ein grammatisches System zu bringen, zumal da ich mir vornahm, nicht nur die von der Literatursprache abweichenden, sondern auch die normalen und regelmäßigen Ausdrucksformen tun- lichst zu berücksichtigen: denn erst die Gegenüberstellung und Ver- gleichung der allgemein gebräuchlichen und der neuen Konstruktionen kann ein klares Bild von der Sprachentwicklung der drei letzten vor- christlichen Jahrhunderte vermitteln. Denselben Sinn hat es, daß ich im Anführen und Ausschreiben der Belegstellen weiter gegangen bin, als es vielleicht manchem, rätlich und nötig erscheint; werden doch nur ganz wenige die Möglichkeit haben, in den weit zerstreuten, oft schwer zugänglichen Papjnruspublikationen die Stellen nachzuschlagen, und so wird vielleicht eher das Zuwenig als das Zuviel der Beispiele Tadel finden.

Auf die überaus minutiöse Drucklegung hat der Verlag Walter de Gruyter & Co. besondere Sorgfalt verwendet. Bei den Korrekturen sind mir sachverständige Kollegen treulich beigestanden. Die meiste Förderung verdanke ich wieder meinem Freund und Altersgenossen Prof. Dr. Wilhelm Schmid (Tübingen), der nicht nur die Revisionen mitlas, sondern mir auch eine Menge wertvoller sachlicher Beiträge lieferte. Auch Prof. Dr. Emil Wendling (Ludwigsburg) und mein Schwiegersohn Studienrat Eugen Staiger (Stuttgart) haben durch unermüdliche Mitarbeit an der Korrektur meinen herzlichen Dank ver- dient. Staiger hat außerdem (wie in II i) das Sach- und Wortregister verfaßt, die dem Buch erst seine volle Brauchbarkeit geben.

■yj Vorwort.

Endlich fühle ich mich der Württemberg. Landesbibliothek zu Dank verpflichtet, die mir seit Jahren nicht nur die vorhandene Literatur ohne zeitliche Grenzen zur Verfügung stellte, sondern auch auf Antrag ihres Direktors Prof. Dr. Franz Schmid jeden Wunsch bezüglich Neu- anschaffung von Papyrustexten bereitwillig erfüllte.

So möge auch dieser Band meines Lebenswerks, der den Namen des Meisters der deutschen Papyrologie an der Spitze tragen darf, sich brauchbar und nützlich erweisen!

Der abschließende synthetische Teil der Satzlehre (II 3) wird bald folgen.

Ludwigsburg im Februar 1933.

Edwin Mayser.

INHALT.

Seile

Vorwort V

Inhaltsangabe VII

Literaturübersicht X

Erklärung der Klammern und Ziffern XIV

SATZLEHRE.

Des analytischen Teils zweite Hälfte. Einzelwortformen, deren syntaktische Bedeutung durch An- schluß an andere Satzbestandteile bestimmt wird : die Bildung

von Wortgruppen innerhalb des Satzes.

ERSTES HAUPTSTÜCK.

Nominale Wortgruppen: die Formen der näheren Bestimmung beim Nomen sub- stantivum und adiectivum.

I. Der Artikel.

1. Individueller Artikel bei Eigennamen.

§ 53. Götternamen i

§ 54. Personennamen 6

§ 55. Der anaphorische Artikel bei Eigennamen 9

§ 56. Der Artikel bei geographischen Eigennamen, Winden und Ge- stirnen, Festen und Monatsnamen 12

2. Der Artikel bei Gattungsnamen.

§ 57. Individueller und anaphorischer Gebrauch im allgemeinen.... 21 § 58. Schwankender Artikelgebrauch bei einzelnen Kategorien von Gattungsnamen: i. öeös; 2. ßao-iÄEUs; 3. Gattungsnamen, die als Eigennamen gebraucht sind (ttoäi?, iroTapiog, oOpavög, f|Aios, aeXrjvri); 4. Lokalnamen (oüAri, Spöpos, EpTTÖpiov, -rrpuTaveiov, TÖTTOS, iJiepis, Teixos, 9po0piov, 9uAaKri, ^^uypiös) ; 5. Naturbegriffe, Stoffbezeichnungen und nur einmal vorhandene Dinge (aAs. yn. OäAaaaa, TreAoyos, OScop; Oävorros; TrAoIov, 9uAri und 5fi|Jos roit Attribut); 6. Nomina abstracta; 7. Zeitbestimmungen; 8. Zahl- wörter 25

§ 59. Fehlen des Artikels nach Präpositionen 35

VIII Inhalt.

Seite

§ 60. Der generelle Artikel 41

§ 61. Der distributive Artikel 42

§ 62. Der Artikel im Sinn des Possessivpronomens 44

§ 63. Wiederholung des Artikels bei zwei oder mehr Substantiven 47

II. Attributives Verhältnis:

Bildung der Attribute und Stellung ihrer Bestandteile.

§ 64. Adjektivische Attribute 51

§ 65. Erweiterte adjektivische und partizipiale Attribute 59

Attributive Pronomina und Pronominaladjektiva.

§ 66. Pronomina possessiva 64

§ 67. Attributives aÜTOs 75

§ 68. Attributive Demonstrativpronomina 78

§ 69. Pronomina relativa, interrogativa, indefinita 84

§ 70. Pronominaladjektiva 87

Substantivische Attribute, a) im gleichen Kasus:

§ 71 . Die Apposition 103

b) in verschiedenen Kasus (adnominale Kasuslehre):

§ 72. Der Gebrauch des adnominalen Genitivs 118

§ 73. Stellung des attributiven und partitiven Genitivs 143

§ 74. Der adnominale Dativ 145

§ 75. Der adnominale Akkusativ 151

§ 76. Attributive Präpositionalausdrücke (adnominale Präpo- sitionslehre) 152

§ 77. Häufigkeit und Stellung der attributiven Präpositionalausdrücke 161

§ 78. Attributive Adverbien 168

ZWEITES HAUPTSTÜCK.

Verbale Wortgruppen:

nähere Bestimmungen beim Verbum.

I. Adiectiva.

§ 79. Prädikativer Gebrauch des Adjektivs (Partizip und Pronomen) 172

II. Adverbia.

§ 80. Häufigkeit, Gebrauch und Stellung der Adverbien 175

III. Kasuelle Zusätze. A. ohne Präpositionen (ad verbale Kasuslehre).

§ 81. Eigentümlichkeiten im Gebrauch des Nominativs 185

Der adverbale Genitiv. I. Der echte Genitiv.

§ 82. Der Genitiv der Zugehörigkeit (possessivus) 188

§ 83. Der Genitiv des Personen- und Sachbetreffs (Genit. relationis) 189

§ 84. Der Genitiv des geteilten Ganzen (partitivus) 194

§ 85. Der partitive Genitiv als regelmäßiger Objektskasus verschiedener

Verbalklassen 196

Inhalt. IX

Seite § 86. Der Genitiv der Beschaffenheit (Gen. quaUtatis, mensurae, pretii) 218 § 87. Der freie Gebrauch des Genitivs bei Orts- und Zeitbestimmungen 223

II. Der ablativische Genitiv.

§ 88. Der Genitiv der Trennung (Genit. separationis) 227

§ 89. Der adverbale komparative Genitiv 234

§ 90. Der Genitiv bei verba composita 237

Der adverbale Dativ. I. Der eigentliche Dativ. § 91. Der eigentliche Dativ als regelmäßiger Objektskasus verschiedener

Verbalklassen 240

§ 92. Der adverbale Dativ der Zugehörigkeit und des Besitzes 269

§ 93. Der Dativ des persönlichen Interesses (commodi, incommodi), der gemütlichen Teilnahme (ethicus) ; bei passiven Begriffen und relativen Zeitangaben 270

II. Der Dativ als Vertreter des Instrumentalis. § 94. Der komitative oder soziative Dativ 274

§ 95. Der eigentlich instrumentale Dativ und der Dativus relationis 282

III. Der Dativ und die für ihn eintretenden Präposit ionalkonstruktionen bei Verbalkompositen.

§ 96 285

IV. Der freie lokativisch-temporale Gebrauch des Dativs.

§ 97. Der Dativ als Vertreter des Lokativs 295

§ 98. Der temporale Dativ 296

Der adverbale Akkusativ.

§ 99. Der Akkusativ des äußeren Objekts bei transitiven Verben.... 298

§ 100. Der Akkusativ bei ursprünglich intransitiven Verben 310

§ loi. Der Akkusativ des inneren Objekts 317

§ 102. Der doppelte Akkusativ 320

§ 103. Der Akkusativ beim Passiv 323

§ 104. Der Accusativus relationis und adverbialis 326

§ 105. Der Akkusativ der Ausdehnung über Raum und Zeit 330

§ 106. Der freie Akkusativ in Titeln, Rubriken, Tabellen und Rech- nungen, sowie in distributiver Bedeutung 333

ERGÄNZENDER NACHTRAG ZU DER IM I. UND II. BAND AUFGEFÜHRTEN LITERATURÜBERSICHT.

I. Ptolemäische Urkunden und Inschriften.

P. Artemisia: Neue Lesung von Gerstinger, Wiener Studien 44, 218.

F. Bad. = Veröffentlichungen aus den badischen Papyrussammlungen, herausg. von Friedrich Bilabel. Heft 2: Griechische Papyri (Nr. I 45). Heidelberg 1923. Heft 3: Ein koptisches Fragment über die Begründer des Manichäismus (Nr. 46) 1924. Heft 4: Griech. Papyri (Nr. 47 in) 1924. Vgl. Archiv VII 302. A. Calderini, Aegyptus IV 340/1. W. Schubart, Orient. L.-Z. 1924 Sp. 21/2.

BGU = Ägj/ptische Urkunden aus den staatlichen Museen zu Berlin. Griechische Urkunden VII. Band; Papyri, Ostraka und Wachs- tafeln aus Philadelphia im Fayüm. Bearbeitet von Paul Viereck und Friedrich Zucker. Berlin 1926.

VIII. Band: Spätptolemäische Papyri aus amtlichen Büros des Herakleopolites. Bearbeitet von Wilhelm Schubart und Diedrich Schäfer. Berlin 1933.

F. Berl. Möller = Sigurd Möller, Griechische Papyri aus dem Berliner Museum. Inauguraldissertation, Göteborg 1929.

F. Cornell I = William Linn Westermann, Account of lampoil from the estate of Apollonios. Class. Philology XIX Nr. 3 (1924) S. 229 ff. Abgedruckt im Sammelbuch griechischer Urkunden aus Ägypten Bd. HI von Friedr. Bilabel Nr. 6796 (1926).

F. Cornell = William L. Westermann and Casper J. Kraemer Jr., greek Papyri in the Library of Cornell University with 19 plates. New York Columbia University Press 1926.

F. Edgar [früher Cair. Zen.] = Selected Pap)^-! from the Archives of Zenon bv C. C. Edgar, Annales du Service des Antiquites de l'ligypte ig'iSff. Nachzutragen XXII 209 ff. (Nr. 67— 72); XXIII 73 ff. (Nr. 73—76) ; 187 ff. (Nr. 77—88) ; XXIV 17 ff. (Nr. 89— in). Vgl. SB III Nr. 6773— 6994. Archiv VII 292; VIII 66.

F. Freib. 12 38 = Joseph Bartsch, Mitteilungen aus der Frei- burger Papyrussammlung 3. Juristische Urkunden der Ptolemäer- zeit mit einem Vorwort und Anhang herausg. von Ulrich Wilcken. Abh. d. Heidelb. Ak. d. W. phil.-hist. Klasse 7. Abteilung. Heidel- berg 1927.

F. Giss. bibl. = Hans Kling, Griechische Papyrusurkunden aus ptol. und röm. Zeit (P. bibl. univ. Giss. i 16) = Schriften der hes-

Ergänzender Nachtrag zu der im I. und 11. Band aufgeführten Literaturübersicht. XI

sischen Hochschulen, Univ. Gießen, Jahrg. 1924 Heft 4. Archiv

VIII 79. P. Göt. = Hjalmar Frisk, Papyrus grecs de la Bibliotheque

Municipale de Gothembourg. Göteborg 1929. P. Hamburg I Heft 3 = P. M. Meyer, Griechische Papyrusurkunden

der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek. Teubner 1924

(Nr. 57 117). Nr. 105 117 (kleine Fragm.) gehören zur Zenon-

korrespondenz. P. Lille I Nr. 30 60 = Pierre Jouguet avec Paul Collart et

Jean Lesquier (f) Papyrus Grecs I fasc. III. Paris 1923. Vgl.

Archiv VII 296. Fasc. IV. Additions et Corrections. Index. Planches

I— XII. 1928. P. Mich. 45 = P. Michigan 45: A. E. R. Boak, A Zenon Letter of

256 B. C. Aegyptus III 284 ff. Vgl. Archiv VII 295. P. Mich. Zen. = C. C. Edgar, Zenon-Papyri in the University of Michigan

Collection. University of Michigan Studies, Humanistic Series, vol.

vol. XXIV. An Arbor, University of Michigan Press 1931. Olsson ep. pr. = Bror Olsson, Papyrusbriefe aus der frühesten Römer- zeit. Inaug.-Diss. Uppsala 1925 (80 Briefe verschiedenen Inhalts von

30 a. 100 p. Chr.). P. Russ. = Papyri russischer und georgischer Sammlungen herausg.

von Zereteli und 0. Krüger. Bd. I. Tiflis 1925. PSI = Pubblicazioni della Societä Italiana. Vol. VII (1925). Ptole-

mäisch Nr. 854 869 (aus dem Zenonarchiv) ; VIII: (Nr. 871^ 920)

Texte aus der früheren und späteren Kaiserzeit. Vgl. Archiv VIII

86 f. Vol. X (Nr. 1097 1099 ptol.). P. Wis, Inv, 1 = W. L. Westermann and A. G. Laird, A new Zenon

Papyrus at the University of Wisconsin. Journ. Eg. Arch. IX (1923)

S. 81 ff. SB III = Sammelbuch griechischer Urkunden aus Ägj'pten, begründet

von Fr. Preisigke, fortgesetzt von Friedr. Bilabel. III. Band.

I.Hälfte: Nr. 6001 6824. Leipzig-Berlin 1926; 2. Hälfte: Nr. 6825

bis 7269. 1927. Suppl. epigr. = Supplementum epigraphicum Graecum adiuvantibus

P. Roussel, A. Salac, M. N. Tod, E. Ziebarth redigendum curavit

J. J. E. Hondius. I. IL Leiden 1924. 1925. Zen. pap. = C. C. Edgar, Catalogue general des antiquites Egyptiennes

du musee du Caire. Vol. 79: Nr. 59001 59139 Zenon-Papyri vol. I.

Le Caire 1925; vol. II: Nr. 59140 59297. Le Caire 1926; vol. III:

Nr. 59298 59531. Le Caire 1928; vol. IV: Nr. 59532 59800. Le

Caire 1931.

II. Zeitschriften und Abhandlungen.

Aegyptus, Rivista Italiana di Egittologia et di Papirologia. Milano.

Blass-Debrunner: Grammatik des neutestamentlichen Griechisch.

5. Aufl. Göttingen 1921; 6. durchgesehene und vermehrte Aufl. 1931.

XII Ergänzender Nachtrag zu der im I. und II. Band aufgeführten Literaturübersicht.

Dieterich, K. : Die Suffixbildung im Neugriechischen = Balkan-Archiv,

Bd. IV {1928). Glitsch, Helmut: De Ptolemaei et Apollonii Glauciae filiorum chartis

quaestiones linguisticae. Diss. Leipzig 1929. Gromska, Daniela: De sermone Hyperidis [studia Leopolitana edidit

Stanisl. Witkowski III]. Leopoli 1927. Hasebroek: Das Signalement in den Papyrusurkunden (Pap.-Inst.

Heidelberg, Schrift 3) 1921. Helbing, Robert: Die Kasussyntax der Verba bei den Septuaginta.

Göttingen 1928. Hörn, Rob. Chisolm: The use of the Subjunctive and Optative moods

in the nonliterary Papyri. Philadelphia 1926. Johannessohn, M. : Der Gebrauch der Präpositionen in der Septuaginta

(= Mitteilungen der Ges. d. Wiss. in Göttingen Bd. 3 Heft 3). Berlin

1926. Krebs, Franz: Die Präpositionen bei Polybius (= Beitr. zur histor.

Syntax der griech. Sprache, herausg. von M. Schanz, i. Heft). Würz- burg 1882.

Die präpositionsartigen Adverbia bei Polybius, I. Teil: Progr. Regens- burg 1882.

Die Präpositionsadverbien in der späteren histor. Gräzität. Progr. I. München 1884; II 1885.

Zur Rektion der Kasus in der späteren histor. Gräzität. 3 Programme. München 1887 90.

Lambertz, M. : Zur Doppelnamigkeit in Ägypten (26. Jahresber. über das Elisabeth-Gymn. in Wien). Wien 1911.

Ljungvik, Herman: Studien zur Sprache der apokryphen Apostel- geschichten (Upsala Universitets Ärsskrift). 1926.

Ur Papyrus brevens Spräk = Eranos vol. XXVII (1930) 166 ff. Majer-Leonhard, Ernest: 'AypäniJicxTot in Aegypto, qui litteras scive-

rint, qui nesciverint ex papyris graecis quantum fieri potest exploratur. Frankof. ad Moenum A. Dickmann 1913.

Preisigke, Friedrich: Wörterbuch der griech. Papyrusurkunden, herausg. von Dr. Emil Kiessling. I. Berlin 1925; II 1927; III (Besondere Wörter- liste) 1931.

Radermacher, Ludwig: Neutestamentl. Grammatik. Zweite vermehrte Aufl. Tübingen 1925.

Regard, P. F.: Les prepositions dans le Nouveau Testament. Paris 1919.

La phrase nominale dans le N. Test.

Reinhardt, Ludwig: De Heronis Alexandrini dictione quaestiones

selcctae. Diss. Münster i. W. 1930. Salonius, A. H.: Zur Sprache der griech. Papyrusbriefe (Societ. litt.

Fennica). 1927. Schnebel, Michael: Die Landwirtschaft im hellenistischen Ägypten.

I. Bd.: Der Betrieb der Landwirtschaft. Mit Beiträgen von W. Otto

und F. Pluhatsch (Münchener Beiträge zur Papyrusforschung und

antiken Rechtsgeschichte 7. Heft). 1925.

Ergänzender Nachtrag zu der im I. und II. Band aufgeführten Litcraturübcrsicht. XIII

Sudhoff, K.: Ärztliches aus gricch. Papyrusurkunden. Leipzig 1909.

Theimer, Alois: Die Präpositionen eis, ev, ek im N. Test. Beiträge zur Kenntnis des Sprachgebrauchs im N. T. I. II. Programme zum 24. u. 29. Jahresbericht des niederösterr. Landes-Real- und Obergym- nasiums Hörn. 1896. 1901.

Ursing, Urban: Studien zur griech. Fabel. Diss. Lund 1930.

Waldis, Joseph: Die Präpositionsadverbien mit der Bedeutung »vor« in d. Septuaginta. Jahresber. der Kantonschule in Luzern. 1921/22.

Ziemann: De epistularum graecarum formulis sollemnibus quaestiones selectae. Diss. Halis Saxonum 1911.

ERKLÄRUNG DER KLAMMERN UND ZIFFERN.

[ ] Lücke im Original.

^ jj Tilgung durch den Schreiber.

< > Hinzufügung bzw. Veränderung durch den Editor.

{ } Tilgung durch den Editor.

( ) Auflösung von Abkürzungen durch den Editor.

Kardinalzahlen = a, ß, y, 5 usw.

Ordinalzahlen = cc, ß, y, 5 usw.

Brüche = ß' oder L ('/a), y' {V3), 5' (V4) usw.

ERSTES HAUPTSTÜCK. NOMINALE WORTGRUPPEN:

DIE FORMEN DER NÄHEREN BESTIMMUNG BEIM NOMEN SUBSTANTIVUM UND ADIECTIVUM.

I. DER ARTIKEL. s

I. INDIVIDUELLER ARTIKEL BEI EIGENNAMEN').

§ 53. Götternamen 2).

Götternamen bedürfen als nomina propria bei der erstmaligen Nennung des Artikels nicht, der denn auch in den ptolemäischen Papyri weitaus häufiger fehlt als gesetzt wird. In vielen Fällen ist zwar ein Grund 10 für Notwendigkeit oder Entbehrlichkeit des Artikels nicht mehr zu er- kennen ; doch lassen sich mit einer gewissen Regelmäßigkeit des Gebrauchs folgende Gruppen unterscheiden:

I. Alleinstehende Götternamen ohne Artikel a) in der Breviloquenz der Weihinschriften, Tempellisten, Tabellen 15 und Rubriken:

Weihinschriften: vaöv Kai teijeuos 'Ay5iaT£i (phryg. Göttin) iSpüaoTO Or. gr. 28, 5 (285— 70^). 'ApßaKTSi Kai MspoKt Oecöi Kai "lai Or. gr. 52 {25^^). Tepievos 'OCTipei Or. gr. 60 (247 221'^). t6v vccöv "laei Kai 'ApiTOKpäTrii 61 (247 2i3'). "laiSi Kai ZapaiTiSi Kai 'ApTTOxpaTrn 62 (ebenso). SapctTTiSi "latSi töv 20

I) Krüger § 50,2,11. Kühner-Gerth I 598 ff. Brugmann-Thumb* S. 486. Gildersleeve, on the articie with proper names. American. Journ. of philology 19,4830.; Syntax II § 536 ff. W^iner-Schmiedel § 18,5!. Blaß- Debrunner N. T.^ § 260. L. Radermacher N. T.^ 116. Moulton Einl. i2Sf. H. Kallenberg, Philol. 49 (1890) p. 515 47. Derselbe, Studien über den griech. Artikel. Berlin 1891. Schmid Attic. IV 611 f. A. Deissmann, Der Artikel bei Eigennamen in der späteren griech. Umgangssprache, Berl. Phil. Woch. 1902, 1467 f. Völker Synt. § 7 ff. Zucker, Beobachtungen über den Gebrauch des Artikels bei Personennamen in Xenophons Anabasis. Progr. Nürnberg 1899.

*) Kühner-Gerth I 600. Meisterh.-Schwyzer 222 f. Gildersleeve § 541 fi. Völker 1. c. S. 9. A. Pfeifauf, Der Artikel vor Personen- und Götter- namen bei Thukydides und Herodot. Innsbruck 190S (mit der Anzeige von H. Meltzer, Burs. Jahresber. Bd. 159, 298 ff.).

Mayser, Papyrusgrammatik. II 2. 1

2 Der Artikel. § 53.

vaöv Kai tov iTEpißoAov 64 (vor 244^); 82 (221 205^). "laiSi, ZapotiriSt, 'AttöA- Acovi 89 (ebenso). ArmriTpi Kai Köpri Kai AiKaiooüvri (d. i. *lai5i) 83 (ebenso). 'AttöA- Acovi 88, 4 (ebenso). 'Oaöpcoi te Kai 2apäin5i Kai "Icti5i Kai 'AvoußtSi 97, 5 (193—181*). 'AoKAirmcot 98 (188 81*). 'AcfpoSiTrii 142 (146—1161). 'Av- 5 Taicoi (nicht griechischer Heros, sondern ägyptischer Gott) 109 (172 146=^) usw. Tempelliste: Petr. III 97, 4 "lai5os Kai ZapäinSos, 5 AriiirjTpos Kai Köp-qs, 7 AiOCTKopcov (III— IIa). Mumienverzeichnis: Par. 5 col. 35, 6 'A-rrecos; eben- so col. 45, 10; 46, I (114a). Rechnungen: iepels Zoux"* Rein. 9 (bis) 11 (Il^f). ZoKVEpTÜvei Teb. I 114, 17 (iii*); 115,31 (115-113») usw. In einer Weihin- 10 Schrift Or. gr. 121, 3 (um 172») sind auffallenderweise 'lais Kai ''Wpos nachträglich anstatt menschlicher Namen als Stifter eingesetzt; ebenso 122 (gleichzeitig).

b) abhängig von einem Substantivum, das selbst keinen Artikel hat : ispeus ZoOxou Kai 'A9po5iTris Grenf. I 25, 2, 11 (114*); 27, 2, 7 (109a);

44, 2, 1 (11^); II 33, 3 (loo^); 35, 4. i6 (98a). ispeOs ZouKveß-rOvEcos Teb. I 115, 20 15 (115 13»); II 280, 5 (126»); 281, 14 (125a); iEpElXoüxou II 281, 3 (125a). itpEi A165 Teb. I 120, 128 (97 od. 64a). TraaT09Öpos 'EptioC/ Par. 5 col. 5, 11; col. 31, 11; 38, 8; 42, 6 (114»). •n"po9riTTis 'H9aiaTou ebenda col. 3, i (114»). ÖECcycöv Zoüxou Lond. III nr. 120S (p. 19) 14 (97»); Teb. 121, 76 (94 oder 61»). ÖEOtyois Goripios Teb. I 61 (b) 59 (118—17»); 72,210 (114— 113»). lEpäs (sc. yfis) ZoKVEßTÜvios 20 Teb. I 61 (b) 324 (ii8a); 98, 28 (nach 112»); Zouxou 85, 56. 104. 142 (113^); 87, 37 (II» f.). MEaTaaÜTpios ßaaiAiKfi yfi Teb. I 106, 9 (loi»). liExpcoi ZoKvo(Traiou) Teb. I 208 descr. (95 od. 62»). ev Kcbiirj! Zoüxou Teb. II 281, 17 (125») etc. Über ZcKvoiraiou vfiaos s. unten S. 5, 38.

c) abhängig von einer Präposition:

25 VEiasCTis öcTTÖ Ai6s Par. 63 col. 9 = UPZ 144, 50 (165»). Trpös Aiog Par. 64 =

UPZ 146, 17 (11»™).

2. Alleinstehende Götternamen erhalten den Artikel a) in emphatischem Ton (bei Eidschwüren, Gebeten, Ver- wünschungen, Flüchen, feierlichen Erklärungen u. dgl.):

30 Eidschwur: opvüco tt^v ''iaiv Kai t6v Saparriv Eleph. 23, 12 (223»); Pap. Gra-

denwitz 4 = Preis. Samm. 5680, 5 (229»). öiiuOco töv Sdpamv Par. 47 = UPZ 70, 2 (um 153»). öpvuco TÖV SctpoTriv Kai tt\v ''Ictiv Petr. II 46(») = III 57(») i (200»). Teb. 78, 13 (110—08»). Dagegen opivüco ßaaiAsa rTToA£|iaTov Kai ßaaiAiaaav BEpEviKTjv Kai Zdpamv Kai ''iaiv Magd. 11, 2. Hand (222»); hier blieb der Arti-

35 kel weg unter dem Einfluß der vorausgehenden artikellosen Eigennamen. Auch in der gesetzlichen Aufforderung öiavOrco Se Aia °Hpav TTocteiScö Hai. i, 216 (III») ist der emphatische Ton nicht angebracht.

Fluch: Im Artemisiafiuch = UPZ i herrscht der Artikel entschieden vor: 1 ot iJiETOc Toö 'OaEpcnrios KaOtipiEvoi, 7 Otto toO 'OaEpctTTios, 8 ^£Td toö 'Oaspä-

40 TTios, ebenso 10; 9 t6v 'OaEpaTTiv; nur 4 5öri oi 'OaEpöms u. 8 'OCTepaTnog (IV»). Im feierlichen Eingang des Rosettadekrets : 3 (TTToAE|iaiou) ovo ''H9aiaTOS e5oK{|Jiaaev, d)i 6 "HAios eScokev ttiv viktiv, eIkövgs jcbaris toü Aiös, uioö toö 'H- Aiou; ebenso fiyaTTrjpiEvos uttö toü 09ä 4. 8. 37. 49 (196»).

Denkbar ist die emphatische Nuance des Ausdrucks auch in folgenden Fällen,

4S wenn nicht die im nächsten Abschnitt (b) gegebene Auffassung eher zutrifft: PSI VI 634,2 [EÖüaa ?]UEV Tc5i 'AttöAAcovi (III»). cOÖEva excouev (= EXopiEv) ßoiriööv (sie) ÖAA' fi Kai t6v ZdpaTTiv Lond. I nr. 24 (p. 26) = UPZ 52, 8 (161») und ebenda nr. 35 (p. 25) = UPZ 53, 9; ferner nr. 24 (p. 26) = UPZ 52, 5 eIttös lioi evötti TOÖ ZäpoTTt 1). Ebenso in Wunschformeln: 5oI aoi 6 Zapams Kai f) Eiais Dresd.

') Vgl. zu dieser Auffassung Wilcken (contra Sethe) Arch. VI 193: ,,Von

§ 53« Götternamen. 3

verso II = UPZ 34, 5; Leid. D = UPZ 36, 11 ; E II = UPZ 33, 8; Par. 30 = UPZ 35, 12 (alle 162 61^). öecöi Sapäirei 6s 5i5oir| aoi iJeTct Tfjs "latog v(kt|v Leid. B = UPZ 20, 3, 62 (164a).

b) wo von bestimmten lokalen Kultformen die Rede ist, insbesondere wenn der Verfasser am Kultort anwesend ist oder selbst s unter dem Schutz des betreffenden Gottes steht:

rTeTvfjis °6öpou iatov6|ios ÜTT8P Tfis "laios (für seine Göttin) Petr. III 82,5 (III^). Die Künstlerzunft in Alexandreia wird mit Rücksicht auf den dort hei- mischen Dionysoskult bezeichnet als oi TEXviTat ol Trepi t6v Aiövuctov Gr. gr.

50, I (24o3'); 51, I T0I5 TTEpi TÖv Aiövuaov, 6 irpös t6v A., 14 irepi töv A., 19 töv A. 10

Vgl. Hai. I, 261 [toOs ] TÖc Trepi t6v Aiovuaov (III'*). Wenn die im Sara-

peion Ev KaTO)(fi befindlichen Personen (der Glaukiassohn Ptolemaios und die Zwillingsschwestern) von ihrem Schutzgott sprechen, gebrauchen sie meist den Artikel: z. B. iva toc vonijoiJieva TWi Zapäfrei Kai Tf^i "laEi ETTiTEÄcötiEv Par. 26 = UPZ 42, 49 (i62'i). Vom Sarapeion aus: twv TrapocKCCTEXopievcov Cnrö is ToO ZapäiTios OepocTTEUT&ov Lond. I nr. 44 (p. 34) UPZ 8, 19 (161^). fi^i- coKO TÖV Zäpatriv Kai Triv ''Ictiv Par. 51 UPZ 78, 22 (159^). Vgl. die oben unter a) aufgeführten Belege, bei denen auch emphatische Auffassung zulässig scheint. Auch in dem Brief eines Dionysios an Ptolem. Glauc. Par. 49 = UPZ 62,

2 scheint sich der Schreiber diesem Brauch anzuschließen: Toaaürriv e^ocutoö 20 IAEU0ep[i6T]ri[Ta] EKTeÖEiKa 5iä te t[6v] Säparriv (Deinem Sarapis zu lieb) Kai TTiv CTfjv £A£u6E[pia]v (um 153^). Vgl. auch von einem Sarapisverehrer Zen. pap. 59034, 4 TÖV Sapairiv |Jioi xP^ni^cf^'S^*^ TrAeovÖKis £v Tois uirvois (257a'). Die Hierodulen im Sarapeion betrachten auch den Asklepios, dessen Heiligtum an das Sarapeion stieß und von dem sie Naturalbeiträge erhielten, als ihren Schirmherrn: 25 Lond. I nr. 41 R = UPZ 57, 5 6 'AffKÄriTTiös exei AiÖEiva aTTovSfja; 6 löog saTi <TTr£v5Eiv Tcoi 'AcKÄTiTTicöi, ebenso 9 und 11 (161 a). Vom heimischen Lokalgott ist auch zu verstehen: yEiv6|Jievov tcoi rTETEaoüxcoi Teb. I 33 = W. Chr. 3, 13 (112^). Die Beispiele ließen sich leicht vermehren.

c) Hat das Substantivum, von dem ein Gottesname abhängt, den 30 Artikel, so erhält ihn regelmäßig auch dieser:

oi ispEls Toü Atös Or. gr. 65, 11 (247— 21^); toü Zouxou Petr. I 52 (b)

III 126, I (250^); Grenf. II 14 (d) i (III^'); TTJg 'AÖEpvEßEVTaiyECOS Giss. I 37, 2, 5. II. 17 (134a); TOÜ 'ApovpaaovOfjpos ebenda 39, 13 (130a); Lond. I nr. 3 (p. 46) 29 (146a). TÖV ispea Tfjs 'AOriväs Gr. gr. 120, 3 (181 1461). ö yEVÖHEVOS 3S äpxHEpEÜs (sie) TOÖ SoKOVoßTuvios Petr. III 53 (p) 2 (III*). iEpöv Tfis "laiSös Or. gr. 139,23 (146— 1x6^). irpö ToO vecö toü AtovOaou Or. gr. 50, 12 (240*);

51, 25 (239a). TOÖ iEpoö TTÄoiou TOÖ 'Oaeipios Kanop. Dekr. 51, 64 (236^). tcöv -iTaCTT09Öpcov TOÖ Souxou Petr. III 123 (III^); ttis 'A9po5iTris Par. 11 = UPZ 119, 18 und verso 36 (156a). fj toö 'HAiou OuydTrip Kanop. Dekr. 55 (237^). 40 ö TT[S "Ictios Kai 'OCTipiog uiös Rosettast. 10, 26 (196*). toö te "Attios Kai toö

MvTiOios TTiv ETTiiiEÄEiav TTOioövTat Kanop. Dekr. 9 (237*). toös ypa^iicrrTs toö 'AoKAriTTioö 1) Lond. I nr. 41 R = UPZ 57, 31 ; ebenda 7 ö ßuKÖÄos (sie) toö 'Oao- pä7n(i6ia). ettI toö Spöpou toö Soüxou Teb. I 61 (b), 386 (118— 17^); 72, 390 (114

13a). TOÖ Tfi5 "Hpas 5p6|Jiou Par. 15 bis (Not. et extr. p. 225) 4 (121^). etti toö 45 5pöpou Tfjg °Hpas Kai Arip-nTpos Tor. I 2, 21 (116^). irpös tt]! ÖEparTEiai toö

unserem Standpunkt aus wird man hierin den schlichten Ausdruck des vollen Ver- trauens des Sarapisdieners zu seinem Gotte erkennen."

') Wilcken UPZ 57, 31 liest 'AcrKAriuiou und faßt dies 'AoxATjTTiEiou, eine Schreibart, die in dieser Zeit einzig dastünde.

1*

4 Der Artikel. § 53.

ZapccTTtos Kai ttjs "laios Par. 31 = UPZ 32, 7 (162'^). kv tcoi oikcoi toO "Aiipicovos Par. 50 = UPZ 79, 5 (159''). TTiv vfjaov toö Zoüxou P. Cairo = W. Chr. 11 A col. II 34; B3 (123*). Or. gr. 130, 5 (146— ii6ä). TOÖ ttsvOous toö "Attios Par. 22 = UPZ 19, 24; 25 = UPZ 21, 9 (162^). TOÖ TTgvOous TOÖ Mvfiyeios Par. 55 (bis) = 5 UPZ 96, 2 (159'*). otTTÖ Tfis dvayoyfjs (sie) toö 'OaopÖTnos Lond. I nr. 18 (p. 23) = UPZ 54, 22 (161^). £v Tfii Trposö5coi Tfjs 'AÖEpvEßevTaiecos Giss. I 37, 2, 15 (I343'). ÖTrö Tcöv iepwv -rrposöScov toö Soüxou Teb. II 281, 6 (125^). ttiv Ta9'nv TOÖ "Attios kqi Mvriaios (1. MvrjOtos) Teb. I 5, 77 (118^) usw.

d) Der anaphorische Artikel steht bei Götternamen wie bei 10 sonstigen Eigennamen, worüber unten § 55 S. 9 ff.

3. Götternamen mit Epitheta '). a) Beide stehen ohne Artikel:

a) Der Zusatz ist der Name einer vergötterten Königin (Privatkult, vgl. Wilcken Chrest. Grundzüge 100 f.): 'A9po5iTris BepsviKris Magd. 2, 3 (222'') =

IS W. Chr. loi; Petr. II 32 (2 a) 3. 23 (um -z^o^); III 32 (g) veiso 14 (III^). 'A9po5iTTis

'ApCTivörjs Petr. III i (= I 21) col. 2, 7 (232^). Vgl. Wilcken Petr. III p. XI.

p) Das Epitheton ist ein Adjektiv; ispoSouAot Guripios ueydTvTis Hib.

35, 3 (nach 250^). Ali 'OAuniricot Kai Ali luvcoiaooicoi Or. gr. 65, 8 (247— 21^).

üavi Eü65coi Or. gr. 38, 3 (254^); 70, i = 71 = 72 (Kai 'Etttikocoi) (III^); 132, 12

20 (130^); SB 3448 (Weihung um iiS»). 'April NiKr|96pcoi Euäypcoi Or. gr. 86, 5

(209— 05'!). 'AttöAAcovi 'YActTTii, 'ApTeiaiSt Ocoa96pcoi, 'ApTe|ii5i 'EvoSiai, Ari-

Toi Eütekvcoi, 'HpoKAei KaAAiviKcoi Or. gr. 53 (111»^). 'ApTepiiSos rfepyairis Ptol.

Inschr. Arch. II 560 nr. 43 (IV^?). 'Aörjvairis TToAidSos ebenda III 133 nr. 11 (IVa).

y) Das Epitheton ist ein appositionellcs Substantiv (gewöhnlich nach-

25 gestellt) mit oder ohne adjektivisches Attribut: Aiös ZcoTfjpos Ptol. Inschr. Arch. iri 133 nr. 10 (IV») = SB 2262. Ali IcoTf^pi Or. gr. 733, 6 (um 186»); 734 (172 169a). 2apäin5i "laiSi ScoTfipai Or. gr. 87 (nach 209^). 'ApT£iii5i ScoTEipai Or. gr. 18 (306— 285*); "laiSi McoxiäSi ZcoTeipai 94 (vor 193^). 'Op- a£V0U9i05 öeoö Teb. I 63, 27; 64 (a) 8 (116— 115a); 82, 40 (115^); 98, 32 (nach 112»).

30 ÜETEaoöxos 6e6s 93, 55. 58. 62. 66; 98, 30 (nach 112^). ZoKvepTÜvt Qscoi 84, 10. 92 (ii8a). OeTeaoüxou öeoö KpoKoSiAou Teb. I 63, 25; 84, 73. iii (118»). OE^ßpofipts 6. Kp. 87, 108 (Iiaf). ZoKvopTUvios (sie) 6eoü peyäAou Teb. I 42, 2 (um 114*); ebenso nach SoKVOTraiou Amh. 35, 16 (132^); 56, 3; 57,2 (146 oder 135^); 58,4 (132^); 60, 4 (151 oder 140a); nach ZoOxou Teb. I 60, 40 (118^); 81, 28; 82, 3 (115^);

35 84, 154 (ii8a); nach MeaTaaÜTiiios Teb. I 105, 13 (103^)2). "Hpcovi Oecöi peyöAcoi Or. gr. 740 (loi 88a). lleTeaoöxov öeöv psyav Or. gr. 187, 3 (58^). 'Aporipst Oecoi HeydAcoi 'AttoAAcovi (dem großen Gott Aroeris-ApoUon) Or. gr. 114 (181 146^). rFv£9£pcoi 6£cöi iJieyäAcoi iJEydAcoi SB 6252, 7 (137a); 6253, 9 (um 137a). "Hpcovi eecöi |ji£ydAcoi pEydAcoi 6309,5 (67a); 6310,4 (dreimal psydAcoi) (c. 131a). Zou-

40 xou ÖEOÖ iJEydAou pEydAou Teb. I 60,9; 61 (a) 152 (ii8a); 63,5 (116— 15a); 64 (a) I (116— 15a); 84,183.185 (ii8a); Or. gr. 176, 4 (98a); 178,2 (96— 5a); Preis. Samm. 1570 Inschr. (44—30*). Ebenso nach ZoKVEßTÜviog Teb. I 60, 10 (ii8a); 63, 18 (116— 15a); 62,7:84,10.92 (iiSa); nach ZoKavoßKOVECOS Fay. 18, 3 (1090 der 73a); nach MECTTaaÜT|Jiios Teb. I 72, 27 (114a); nach NEXÖapaÖTi Grenf. II 33, 5

45 (looa). "IctiSi ÖEÖi liEydArii Or. gr. 92, 3 (205 i8ia). ''laios NE9opafiTOS öeö? MEyicTTTis Amh. 35, 4. 33 (132»); 41,2 (IIa); ßU 993 U 10 (127a); Or.gr. 741 (53 52a); Ptol. Inschr. Arch. III 131 nr. 8 (78a). ZiTairvEßouäv TvEßoucrros öeS [xt- yiOTTj Preis. Samm. Inschr. 172 (um 200a). 'AporjpEi öecöi pEyiCTTCoi Or. gr. 167

1) Krüger §50, 7, 10.

^) Über v-iyas 6e6s vgl. die Diss. von Br. Müller, Diss. Halenses 21, 3.

§ 53- Götternamen. 5

(ii6— loS^'). ZoKvoTraicoi Kai N69epafii ÖEoIg ueylaTois Or. gr. 177, ig (95*). Sapd-TTiSos (= Kai) "laöos (sie) öecov ZcoTripcov Strack, Dyn. d. Pt. S. 239, 66 (221 202^). iepoö TTcbAou "IctiSos psyäAris prjTpös Oecov Rein. 14, 7 (iio*); 15,6 (loga). Pai. 5, I, 2 (114a). BU 994 II 5 (113*); 995 II 8 (log"*); 996 II 5 (107a). Grenf. I 25,2,5 (114*); 27,2.3 (109^). Lond. III nr. 880 (p. 8) 5; nr. 1204 (p. s 10) 10 (113'*); nr. 881 (p. 12) 13 (io8a). Or. gr. II 739,9 (112») usw.

Die Apposition vorangestellt: dveOriKe 6e6v HEyav 'HpaK(A)fiv (t6v) Kai 'ApTTOxpÖTriv SB 6047 (25*).

b) Göttername und Epitheton mit Artikel:

cos öeAei 6 SeKveßTÖvis ö KÜpios Qeös Teb. II 284, 5 (I^). t6 TrposKuvr||ia lo Trapoc Tf\\ 'IctiSi xfii Kupiai Or. gr. 185, 6 (ög^*). 6 ''H9aiaTOS 6 päyas Rosettast. 2 (igö^). TTiv Elaiv ttiv dyiav Par. 50 = UPZ 7g, 22 (159^).

c) Der Artikel steht nur einmal, entweder beim Namen oder beim Epitheton :

a) nur beim Namen: 6 "HAios liEyag ßaaiÄeus Rosettast. 3 (196^). toO ^5 SoKVOTTaiou 0£oö iJisydAou Amh. 35, 3. 11. 24. 32; dagegen 16 fjs yEcopyouCTiv lEpäs yfjs ZoKvoTraiou 6eoü lasydAcu (132a-). toO 2okvePtüvi<os) öegO pEydAou Teb. I 13,8 (114a). Tcöi Zrjvi Qrißaicoi auf einer archaischen (hieroglyphisch- griech.) Weihinschrift SB 1694 (nach Smith VI»).

ß) nur bei dem (meist voranstehenden) Epitheton: töv |i£yav Aiövuaovso Or. gr. 50, 7 (240^). irpös TÖv 5aiiiOva Kvfi9iv Par. 51 = UPZ 78, 35 (159*). töv Oeöv Zdpcnriu PSI IV 435 = Zen. pap. 59034, 3 (257a). irpös ttiv Qsav ''law SB 6152, 17 = 6153, 19 (93^). Trapd Tfji Kupiai "laiSi Or. gr. 188, 6; i8g, 4 (57^); igo, 2 (51^); 191, 5 (55 Si*^). tcöv iJiEyiaTcov Oewv "laios Kai Zapdmos Leid. B UPZ 20, I, 3 (1643'). Tqv pEyiaTfiv Oedv KUpiav ZcÖTEipav ''Ictiv Or. gr. 184, 6 (74^). ^s Nachgestellt: 'Epufis ö HEyas Kai |i£yas Rosettast. ig (igö^-).

4. Scheinbar unmotivierte Schwankungen im Artikelgebrauch bzw. Abweichungen von den oben angeführten Typen sind zu konsta- tieren in folgenden Fällen:

a) Ausnahmen von der Kategorie i^ sind nicht selten: 30

NtKÖtiaxos lEpEus Toö Aiös Or. gr. 103, 8 (181 721). TTpo9fiTris toö XvoOßios Or. gr. III, 18.21 (163a); 168,31 (115^). rTETEapCTEnOeüs TraaT096pos Tfjs 'A9po5iTris Lond. III nr. 883 (p. 22) ig (88^). Die nachgesetzte Apposition bei kurzer Titulierung entbehrt gerne den Artikel vor dem artikulierten Gottes- namen: FTETfiais dpx£VTa9iacrTfis toö 'OCTopd-mos Kai 'OCToppivEuios Leid. H = 3S UPZ 108, 10 und J := UPZ 107, 12 (gg^); aber H 22 ohne Artikel.

b) Seltener begegnen Abweichungen von 2^:

Trapd aÜTÖei Aiös (statt toö Aiös) lEpöv Teb. I 3g, 21 (114^). £K xfis 2oKvoTraiou vriaou Amh. 35, 6 (132*). ev ttii ScKvoiraiou vriacoi 43, 5. 17 (173*) = 59, 3 (151 40^) und eis tt^v ScKvoTraiou (sc. vtictov) 43, 11; dagegen 60. 2 40 6 CTiToAö(yos) [kcou(cov) (DiAott Jdropos Kai SoKV£(Traiou) vri(aou), geschr. zwischen 150 u. I403'. Der Dorfname lautet früher und später gewöhnlich SoKVETtaiou Nfj- cos: so Petr. II 28 col. i, 20; col. 3,7; col. g, 8 ZcKve-rraiou vri(CTOu) v. III^; in römischer Zeit ZoKVOTraiou vfjaos Grenf. I 47, 3 (148P); 48, 7 (igiP). Amh. 74, 2 (147P). Fay. go, 7 (234P); 6g, i ; 70,1 (II— IUP) usw. Der als Ganzes empfundene 45 topographische Begriff hat also in zusammenhängender Rede den Artikel er- halten, der gewöhnlich und namentlich in der Kürze eines Titels fehlt. Vgl. unten S. 16, ,5.

6 Der Artikel. § 54.

Ein lebhaftes Schwanken nach verschiedenen Seiten zeigt der Kalender

Hib. 27 (300— 240^): 60 'Oalpis TTEpiTrAei, 64 eopTTi OiTcopcoios, 69 °Hpa KÖei,

76 iravfiyupis sv läi ttis 'Aörjväs, 85 npoiitiöeoos eopTf], 112 xfis "Hpas, 145

Boußä<jTio5 eopTT), 173 ToO 'Avoüßios eopTf), 1S6 'AttöAAcovos eopTri, 205 ttjs

5 'Ictios yeveOAia.

Aus den angeführten Beispielen, die auf Vollzähligkeit keinen An- spruch erheben, ist zu ersehen, daß absolut bestimmte Regeln für den Artikelgebrauch bei Götternamen sich nicht aufstellen lassen, da sicherlich vielfach psychologische Gründe vor rein grammatikalischen den Ausschlag 10 gegeben haben : immerhin lassen sich einige besonders geläufige Typen erkennen, aus deren relativer Häufigkeit auf den Sprachgebrauch der Zeit geschlossen werden kann.

§ 54. Personennamen')'

I. Personennamen ohne Attribut und Apposition erhalten bei 15 der erstmahgen Erwähnung wie in der klassischen Sprache keinen Artikel; wo dieser auftritt, wird die Person entweder als bekannt bezeichnet (so namentlich in amtlichen Urkunden) oder scheint manchmal (in privaten Mitteilungen) ein gemütlich-familiärer Ton, wie er der Umgangssprache eigen ist, anzuklingen.

20 a) fi5[ico]Kev TÖv ßaaiÄea f) 'HpaKAeia Petr. III 21 (g) = Mitt. Chr. 21,

9 (226 25^). Im Anfang des Gerichtsprotokolls wird die Klägerin als bekannt vorausgesetzt. Ebenso im Eingang eines Pachtangebots tt^v yfiv toö TTivupios Eleph. 21, 3 (223a). In einer amtlichen Korrespondenz Teb. I 19, 5 ist mit toö 'AaKArjTriäSou eine dem Briefschreiber und -empfänger wohlbekannte Person, wie

25 es scheint der Finanzminister, gemeint (114^). KCxAöös av iroiriaais Kaxaypäv^as ttiv oiKiav ToO (des wohl aus den Akten bekannten) "GOpou Petr. II 23 (4) i (IIianQ). In dem brieflich formulierten Traumbericht Par. 51 = UPZ 78, 44 (159^) hat Wilcken Arch. VI 206 hergestellt 6 'Ap[cöais] fiKEt eir' k\ii. Gemeint ist der dem in Tempelhaft befindlichen Schreiber wie dem Empfänger nahe stehende Ver-

30 treter des Oberpriesters des Sarapeion, der schon Par. 35 und 37 = UPZ 5 u. 6 in derselben Funktion genannt ist. Ähnlich ist zu beurteilen ToO KoTUOS \xr\ ßEßou- At^uevou äTToSoOvai Teb. I 22, 7 (112^). Bei der Verbindung TraAaioO x^lJ^ccroS toö 'Attivou (zu 'A-rrivas) Petr. III 37 (a) col. 2, 4; (b) col. 3, 13; col. 4, 2. 14 (III^) scheint eine Ortsbezeichnung nach einer bekannten Persönlichkeit (Heros?) vor-

35 zuliegen. Übrigens Petr. II 39 (a) 7 (in einer Rechnung) eis ttiv ^uAiTtv Tqv irepi 'Attivou 'IctieTov (III»). In einer Transportrechnung Lille 25, 45 6 irapd toO 'HpaKAeiSou liöxilJOS (HI*) handelt es sich wohl um einen Beamten, der vielleicht im verlorengegangenen Anfang genannt war. Dasselbe gilt von dem Kriegsbericht Petr. II 45 (= W. Chr. i) col. I 13 irapct toO 'Av5picn<ou (um 246*); ebenda col. II

40 kann toTs TTEpl Tfjv AaoSiKriv nicht auffallen, da die ganze Affäre sich um einen Krieg mit Laodike, der Königin Mutter in Antiocheia, dreht.

b) Dem ungezwungenen, gemütlichen Ton der Umgangssprache ist es wohl zuzuschreiben, wenn in einem Privatbrief Teb. I 58,8 (iii*) bei der Eröffnung

I) Zur Literatur vgl. oben S. i Fußnote i und 2. A. Pfeifauf. Der Artikel vor Personennamen bei Thukydides und Herodot. Innsbruck 1908. Gildersleeve Synt. § 537 ff.

§ 54. Personennamen. 7

eoTiv 'AKOuaiÄaos ö toO FFacoTOS, toö Grißaiou yecoiiETpou der Vater des Akusilaos trotz der appositionellcn Charakteristik durch Heimat und Beruf noch mit dem Artikel versehen wird; ebenda 40 SeScoKOV Tcöi MeAavt, 56 auvireCTiv tcöi 'Avikt)- Tcoi. Sogar in einer diensthchen Anweisung Eleph. 15, 2 EKXOopoüvros TWi Sevcovt Tcöv y dva9opcov (223^1) glaubt man den familiären Verkehrston herauszufühlen. 5 ÄhnHch in einer Privatrechnung Tcb. I 120, 132 iJi£tJii(a6coKa) TÖv ötpiTreAcöva riEni-iEi, £9' cbi 5obaEi Tcoi " Wpcot KotTcc x'Ptöva (TÖAavTa) ß (97 oder 64^). In dem sehr vulgär gehaltenen Traumbericht Par. 51 = UPZ 78, 9 (159^) heißt es bei der erstmaligen Erwähnung £V Tcö SiSaaKaArjCO toü To6n[TOS], dagegen 12 f|KOUaa To0fi5 ÄEycov (= Toötitos AEyovTOs). Über 6 'An[cöais] ebendort Z. 44 10 vgl. oben unter a).

2. Die Bezeichnung des Kindesverhältnisses durch den Genitiv des Vaternamens wird in betreff des Artikels verschieden behandelt, je nach dem Kasus, in dem der Name des Sohnes oder der Tochter steht :

a) nach Nominativ, Dativ, Akkusativ folgt der Vatername is regelmäßig ohne vermittelnden Artikel (Ausnahmen selten und teils durch Anaphora teils aus besonderen Gründen zu erklären).

Der Typus A-qnriTpios OiÄcovos, 'HSiaTt) NiKävopos herrscht im Nom., Dat. und Akk. aller Schriftstücke vom III. I. Jahrh. v. Chr. entschieden vor. Z. B. die Hibeh-Pap. (III^) enthalten ohne jegliche Abweichung von der Regel 14 Nominative, 12 Dative, 5 Akkusative. Auch die Reinach und Amh.-Pap. weisen keine Ausnahme auf. In den Epist. priv. v. Witkowski ^ findet sich die einzige Ab- weichung 'AKOuaiAaos 6 toö FlacÖTOS Nr. 56 = Teb. I 58, 8 (iii^), die oben be- sprochen ist. Ähnlich ArmriTpicoi tcöi toO NißoiTOU (zum erstenmal genannt) Teb. I 23, 3 (119 oder 114*) amtliche Korresp. [ 'Apco]T£Tou töv toü FTeTE- 25 ap9pEious Teb. 1 12, 5 (iiS^) amtlich. Petr. III 11,22 ÜToAEtiaTov tov TTto- Aemoiou (237a). ßaaiAiaaav 'Apaivörjv tt^v TlToAEtiaiou Kai BepevIktis Or. gr. 33 (nach 270^). irapEÖETO Gecovi tivi tcöi nafi[TOS] Par. 35 = UPZ 6, 21 (163*) aber in der Dublette 37 = UPZ 5, 25 TTapE0£TO Gecovi rTaf)TOS. Nur der Vater- name hat den Artikel: Odyas toO 'AßirjVTOU (vorher nicht genannt) Eleph. 20, 14 (223a). Mappeös toü MmoOOou Teb. I 85, 46 anaphorisch, weil schon 40 ge- nannt; übrigens 52 Mappfjs 'l|iou6ou (113^). [naߣA]9is toü rT£T£[ap£v5cbTou] (nicht anaphorisch) Par. 37 UPZ 5, 33 (163^). Schlechtes Konzept einer Bittschrift.

b) Steht dagegen der Name des Sohnes oder der Tochter selbst im Genitiv, so ist die Formulierung regelmäßig 'AAE^dvSpou toü 'AAE^dvBpou, 3s 'ApfftvÖTis Tfj5 NiKoAdou. Diese Regel erleidet im Zusammenhang der Urkunden amtlichen wie privaten Stils vom III. I. Jahrh. v. Chr. so gut wie keine Ausnahme. Die Hib.-Pap. (III a) enthalten 33 derartige Beispiele männlichen, 7 weiblichen Geschlechts; auch die Teb. I und II (11^) mit zahlreichen Belegen, die Reinach-Pap. (mit 5 Beispielen), 40 sowie die Epist. priv. von Witkowski beobachten in der zusammenhän- genden Darstellung durchweg diesen Gebrauch ^).

I) Daß der Artikel hinter dem Sohnesnamen auf den Sohn zurück- bzw. auf ein zu supplierendes uioü (SuyctTpös) vorausweist, zeigt deutlich die weibliche Aus- drucksform in Fällen wie iTapd NaoiJCTricjios tt[S Sttehhivios Bad. 3, 3 (109*). BepE- vkris Tfis Nmdvopos Zen. pap. 59173, 2 (254^^); ebenda 592S9, 3 BiAicttixtIS Tfjs OiAcovos (250^). MEVEKpocTEias Tf\^ ÖiAdiiuovos Petr. III 6 (a) 20 (237^). 'ApiaTO- \iä.yj\s Tfis rfToAEiJiaiou BGU VI 1273, 45 (222^); 'Apaivöiis Tfis Zcoaißiou ebenda

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§ 5S.

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8 Der Artikel. § 54.

Dagegen in der Breviloquenz i), d. h. in Brief eingängen, Auf- und Überschriften, Titeln, privaten Rechnungen und Empfangsbescheini- gungen wird der Kürze halber auch einem genitivischen Namen der Vater- name ohne vermittelnden Artikel angeschlossen; seltener wird in amt- 5 liehen Tabellen und Kontrakten diese Kürze angewendet.

Briefeingänge und -Überschriften: Trapöt 'AttoXAcoviou 'EpiJiou Grenf. II 14 (a) verso (270 oder 233*). Trapä Mappsoug Ziaoüxou Amh. 59, 4 (151 140^) aber 60, 4 irapa M. toO ZiaoOxou (gleichzeitig). Trapcc ÜToAEnaiou TAca^iou Par. 23 = UPZ 18 verso (162 161^). rrapä riariCTios toö Kai [rTajTfi-

10 aios Ke9aAaTOS Rein. 17, 2 (109^) usw.

Aufschriften, Titel: öpKog GoTpicbaios 'Apaiog Eleph. 7, i (225 24^). cövfi 6aiJOu(vios) TT£Teapaen9(ecos) Lond. III nr. 8S2 (p. 13) 2 (loi^). Im Präskript des P. Amh. 43 = W. Chr. 105, 2 liest Wilcken £9' iepecos 'HpccKAsoScopou 'ATToAAo9ävou und 3 SapcrmdSos 'AttoAAcov{iou> ohne Tfjs (173^).

15 Privatrechnungen: Zahlreiche Belege Teb. I Nr. 112 123: z.B. Ttapct

ArinriTpiou 'Epiaiou 112, 112 (112^). irapä rTEToaipios TTeTeaouxov; 116, 12; 22 irap' "OOpou TTeTexoövTos (11^*). 5id 'HpocKAECOvos MeAavos 117,2 (99^). uirep "CQpou K6(tuos) 119, 7. 13 (105 oi^). Ähnlich 120, 5. 17. 22. 23. 31. 102. iii. 119. 121. 123. 130 (97 oder 64a'); 209 descr. (95 oder 62^) usw.

20 Empfangsbescheinigungen: £xei TTäais Trapd TTdpiTOS ZiCTußaiou Hib.

85,8 (261^). -rrapct 'Aa9£a °60pou Hib. 70 (b) 6 (nach 228^). OiTEp Aio5cbpou K£9äAAcovo5 (sie) Hib. 103, 5 (2^1^); 104, 7 (2252.). £X£i NiKÖTCop irapct 'Opae- V0O910S rTccxvoüßios Leid. Q 2 (260^*).

In amtlichen Tabellen, Steuerkatastern u. dgl. herrscht der Typus ÜTO-

25 A£|Jiaiou ToO Meviokou, z. B. Teb. I 60—86 (H'^^) über 120 Fälle. Vereinzelt Bei- spiele wie Armr|Tpiou 'Epijiou Teb. I 25, 25 (117*). 'Am/yxios TTocbpiog 61 (a) 87 (ii8a); in demselben Stück elfmal der Artikel, irepi M£Aav6iou Cl)iAcovos Hib. 11 1, 25; 31 KaAAiSpötiou GripaiJEVou (um 250a). Pfändungsliste.

Auch in Verträgen ist die artikellose Verbindung nicht häufig: Eyyuo;

30 Zeiji99£cos ° CdpoKJ Hib. 94, 10 (258— 57^). Tfjs "fEVTafiTos lisydAou 'EcrT9rivios oiKiaj (Kaufangebot für das Haus des älteren Ps., Sohnes des E.) Eleph. 24, 3; 27 (a) 5 (223a).

1275,6(218*); 1262,3 <l^iAriaoOs tt^s ArmriTpiou (216— 15*). Zoisp. = UPZ 114 I 2 Trapd ZcoiSos Tfjs 'HpokAeiSgu (150^). Teb. 52, 3 Trapd TaTTEVTcoTOS Tfis "(jOpou (nach 114^) usw. Es wäre kaum nötig darauf hinzuweisen, wenn nicht A. Deißmann, Berl. Ph. Wchschr. 1902, 1468 die mißverständliche Regel aufge- stellt hätte: ,,Sehr häufig ist von der Ptolemäerzeit an der Gebrauch des Artikels bei Vater- oder Mu tternamen im Genitiv, dieeinem Personennamen beigefügt sind" Auch H. Meltzer (Burs. Jahresb. Bd. 159, 298) drückt sich nicht ganz klar aus: ,, Dagegen muß der Vatername dann mit Artikel angeschlossen werden, wenn er (?) wie der Name selbst im Genitiv steht." Vgl. auch Meisterhans- Seh wyzer 224, 8. Ganz klar und bestimmt drückt sich Preisigke WB S. 149 aus: ,,In der Wendung 'HpccKAEiSou TOÖ NiKdvopos bezieht sich das toö stets auf den ersten Namen, nicht auf den zweiten."

') Völker in seiner Untersuchung über den Artikel in den Papyri (Münster 1903) hat das Verdienst, zuerst auf den Unterschied im Artikelgebrauch je nach der Stilart, ob Kontext oder Breviloquenz, aufmerksam gemacht zu haben. Wir werden im folgenden seine Aufstellungen kontrollieren und benützen; aber zum alleinigen Einteilungspunkt, wie Völker, möchten wir dieses Prinzip nicht machen, da es nicht überall fruchtbar, oft sogar gezwungen erscheint und der Begriff ,, Breviloquenz" vielfach fließend ist.

§ 55' Anaphorischer Artikel bei Eigennamen. 9

Anmerkung i. Selten hat in der Breviloquenz nach dem Genitiv der Vater na me den Artikel, was nur bei weiblichen Namen zu erkennen ist: so Uirpas TOÖ YEvevoÜ9ios (vorher nicht genannt) Amh. 54,4 (112^). Bankquittung. oiKia TdyriTos toö XtioiiTTpEOUS (nicht genannt) Leid. N col. 2, 11 (103^). Kon- trakt. ettI t6v ZevTrofipios toö 'Ovvcb9pios tottov Amh. 31, 9 (112^) vorher s nicht genannt. Kavr|96pou BepsviKrj? toO NiKävopos Zen. pap. 59173, 2 (255a).

Anmerkung 2. Der Name des Großvaters nach dem Genitiv des Vater- namens steht gelegentlich ohne dazwischentretenden Artikel: *Ep|iOKpcxTr|5 'AttoA- Acoviou ToO Kai TTaväTOS NEX^üpios Giss. I 36, 17; 19 r7ToA£tJiai(coi) 'EpiiOKpd- (tous) toö Kai rTaiievcoTOS navocTOS (135*). Mit Artikel Lond. III nr. 1206 10 (p. 15) 5 = (p. 16) 18 irapa ToßKEvoÖTris Kai TaOcÖTis tcöv TToTriTOs toö KaA- Aiou (99^). Eine kaum wiederkehrende Häufung von Stammbaumgliedern, wie sie der verknöcherten Sprache der ptolem. Kanzlei eigentümlich und ohne figürliche Darstellung kaum aufzufassen ist, bietet Grenf. II 26 (eine Darlehns- urkunde) v. 103'^: 3 öiioAoyEl "^COpos TTaoÖTOs CTUvAEAuaOai riETEapaEiiÖET Kai is riETEaoüxtoi Kai Tew-tictei Kai Oaycovi toIs 5 tcov T\avoß)(^o\Jv\os (4 Söhne des P.) tcöv TapErjCTios (der selbst ein Sohn der Tareesis ist) Tfis riaTOÖTOS (der Tochter des Patous) Tfis TTaoÖTOS litiTpös (zugleich der Mutter des Paous) toö TTpoyEypaiJUEVou TTorrpös ° COpou (des genannten Vaters des Horos).

Anmerkung 3. Nicht selten wird, teils im Interesse der Klarheit, nament- 20 lieh bei Häufung von Genitiven, teils in gehobenem, feierlichem Ton das Kindes- verhältnis durch ulös und 6uycn"r|p, sogar mit eigenem Relativsatz, ausgedrückt. Z. B. 'AircAAcovias koI 'AcppoSiaias ä|J90T£pcov ApÜTCovog 6uyaT£pcov Lond. III nr. 401 (p. 13) 2 (116— iii'i). TTEpi TeteiijouOios tt^s TaufiTos, t\ ecttiv nToAEiaaiou OuyÖTrip Goodsp. 3, 13 (III*). etti tt^v riETECTOUXOU uioö (eines Sohnes) toö 25 noAEpcovos [oiKiav] Teb. I 16, 11 (114^). Trapä TTaiJiäTios toö uioö rTaiiömos Petr. III 37 (b) verso col. 4, 16; aber 18 irapa TTäpiTos toö 'Ovvdb9ptos (Iliam). ßaaiAeOovTos TTToAepaiou toö TTToAEiJaiou Kai toö uioö TTToAEtiaiou (des jüngeren Pt.) Petr. II 24 = III 52 (a) i (269—2581); Hib. 92, i (263a); 85, i (261^). TTEpi ZcoTTupou TOÖ ScoCTiyEVOUS uioö Zen. pap. 59045 verso (257a'); 'AAE^dvSpcoi tcoi 30 NiKcivopos uiöoi ebenda 59057 verso (257a). AiovuaoScopcoi tcoi Aiovuaiou uicoi 59120, I (256*). AriiiTiTpIou TOÖ TOÖ üapiJiEVicovos uioö Hib. 47, 2 (256^) usw. In emphatischem Ton: 'ApTEpuairj f) Aaiictaios öuydTrip Artem. pap. = UPZ i, i (IVa). ßaaiAEÜs piEyas TTToAEiJiaTos uios ßaaiAECog ÜToAEiJaiou Kai ßaaiAiaaris 'Apaivoris Gr. gr. 54, i (247 21^). KaOäiTEp ^OOpos ö Tfis "lo-ios Kai 'Oaipios 35 uiös Rosettast. 10 (196^). ÜToAEiaaiou E-mKaAoupiEvou 'AAE^ctvSpou toö uioö öecöv CDiAopiTiTÖpcov BU 997 II I (103a). 'AAE^dvSpou toö uioö toö ßaaiAscos SB 1568, 2 (IIa) usw.

§ 55. Der anaphorische Artikel bei Eigennamen»).

Da der Artikel als ursprüngliches Demonstrativpronomen vor allem 40 die Fähigkeit besitzt, anaphorisch auf einen vorher erwähnten unbe- stimmten, also ohne Artikel eingeführten Begriff zurückzuweisen, wird er von jeher Eigennamen (wie Appellativen) bei wiederholter Erwähnung beigegeben. Auch in den ptol. Pap. fehlt es nicht an Belegen für diesen Sprachgebrauch, doch ist hier nach Schriftgattungen und Zeitperioden 4S zu scheiden.

') Kühner-Gerth I 597,8; 598 a. Blaß-Debr. N. T.s § 260. Meister- hans-Schwyzer 223. Gildersleeve Synt. II § 537. Völker § 22.

10 Der Artikel, § 55.

Amtliche Stücke, in denen der anaphor. Artikel fehlt oder selten vorkommt :

III. Jahrh. v. Chr. Die älteste uns erhaltene amtlich redigierte Urkunde, der Ehevertrag von 311 v.Chr. (Eleph. i), verschmäht, trotzdem die Namen der

5 Eheschließenden ('HpaKA£i5ris Kai AriiiriTpia) häufig wiederholt werden, durchweg den anaphorischen Artikel: auf 16 Linien liest man 15 mal 'HpccKA£i5r|s, 14 mal AriMTiTpia. Auch die sorgfältig stilisierten Verträge Eleph. 3 und 4 (284 3a), der Pachtvertrag Hib. 90 (222^) zeigen bei vielfachen Wiederholungen der kon- trahierenden Personen keine Spur von Anaphora. Dasselbe gilt von den Ver-

10 trägen Hib. 84 (a) v. 285 43; 85 (260*); 89 (239^); 91 (244 oder 219a); 96 (259^); HO verso (offizielles Postverzeichnis v. 270^).

II. I. Jahrh. v. Chr. Vom Ehevertrag Genf. 21 -f Oxf. + Monac. = Arch. III 387 (11^) gilt dasselbe was von Eleph. i : lomal MsveKpdrris, 9mal 'Apaivörj, nur imal (7) TT^v 'ApCTivöriv. Desgleichen enthalten die Verträge am Schluß des

IS III. Bandes der BGU Nr. 994—1000 (113—983), Amh. Nr. 43, 45, 46, 50 (113 loö^), Par. 7 (99a), sowie Grenf. II Nr. 23 (a)— 33 (107— loo^) keinen einzigen anaphor. Artikel bei zahlreichen Eigennamen. In dem großen Pachtvertrag Teb. I 105 (1033) tritt der Artikel gegenüber 35 artikellosen Wiederholungen nur 4mal (19. 21. 31. 55) auf. In der Landvermessungstabelle Teb. I 61 (b) v. 118 17*

20 mit 430 Zeilen und zahlreichen Namenrepetitionen findet sich nur 274 Otto tou 'A|J9iKA£ious (der 263 erwähnte Finanzminister), während ein anderer Minister 'Apxißios 3mal (23. 224. 281) genannt ist, jedesmal ohne Artikel. Ebenso im Bericht des Dorfschreibers Teb. I 72 (114-1133) auf 461 Zeilen mit einer Menge wieder- holter Namen nur 452 toO Eiprivaiou (449 Eiprivaiou). Überhaupt ist in den lang

25 und breit angelegten, von Namen wimmelnden Flurberichten, Steuerkatastern, Rechnungen amtlicher Art wenig Neigung zur Verwendung des anaphor. Artikels zu beobachten. Trotzdem ist das Bild keineswegs so einheitlich gefärbt.

Offizielle Urkunden und Korrespondenzen, in denen der anaphor. Artikel mehr oder weniger sorgfältig gesetzt ist:

30 III. Jahrh. v. Chr. Im Nauarchenbericht Petr. II 45 = W. Chr. i col.

11 6 'Apißajos 13 Toö 'Apißäjou; ebenda col. I 23 TTuGayöpas 10 irepi TÖv FTuOcryöpav; II 5 eis ZeAeuxeiav 22 eis T-qv ZeAeÜKeiav (um 2463). Kurzer Bericht des eTriCTTäTris Tfis Kcburis an den Strategen Petr. II 2 (2) i Acopi^oxos 4 Tcöi Acopindxcoi; 2 Aigvuctigu 3 t6v A., 4 toö A. (2213). Amtliche Korre-

35 spondenz: Lille 4, 35 errei oöv y£ypa9ev IxpaTOKAfis (erstmals genannt) ö tccktö- piaöos Kai 6 AaiaioKOS (schon genannt) eTTiyeypa9£v (218—173). Hib. 73, i rrepi KcAAiSpöpou Acopioovi 40 KaAAiSpotios Se t6v Acopicova, 11 töv KaAAi5po|iov, 18 Tcöi Acopicovi (243 2423). Halbamtliche Bittschriften: Hib. 34 (2433). Lille 7, 21 (1113). Magd. 2, I. 4. 7 (2223); 2, I. 6. 10; 13, 11; 24, 11; 29, 3 (2193). Da-

40 gegen Magd. 13, i. 2. 3. 4. 6 ist OiAiinTOU 5mal ohne Artikel wiederholt, ebenso stets 'Ayä6cov ohne Artikel. Zen. pap. 59093, 10 MEveKAfjs, 14 töv MeveKAfiv, 15 6 M.

(257^)-

II. I. Jahrh. v. Chr. Für das II. Jahrhundert mögen als typische Bei- spiele sorgfältiger Setzung des anaphorischen Artikels die Protokolle des Hermias-

45 Prozesses gelten: Tor. I = Mitt. Chr. 31 (ii63) hat nicht weniger als 52 anapho- rische Artikel bei allen Hauptpersonen (auch bei dem Ortsnamen AiösttoAis gmal), nur bei untergeordneten Personen fehlt der Artikel. So ziemlich dieselbe Praxis befolgt Par. 15 (i2o3) mit 15 Fällen; desgleichen Leid. A = UPZ 124 (c. 150) mit 4 Beispielen und Tor. XIII (1473), Ausfertigung eines Kontumazialurteils der

50 Chremati.sten (mit 5 Fällen). Im geordneten Kanzleistil Grenf. I 11 (1533) sorg- fältige Anaphora; ebenso Par. 13 = UPZ 123 (um 1573) in einer Eingabe wegen öypa90s yÖMOS und in einer längeren Klageschrift Petr. II 32 (i) = III 36 (d) v. 197 oder 1743. Amh. 30 = W. Chr. 9 (169—643), Gerichtsprotokoll mit 4 Beispielen.

§ 55- Anaphorischer Artikel bei Eigennamen. 11

Vgl. ferner Amh. 31, 23 (112^); 33 (Bittschrift) 24 (nach 157*); 40, iS (II*); 47, 3. 7.15 (113*); 48, 3. 6. 14 (106*). BU 993 III 2 (127a); 998 II 8 (loi»); 1012, 16 (um 170^). Grenf. II 25 (Cession) 13. 17 (103*); 26, 16; 28, 15. 30 (io38'); 31, 13 (104*). Lond. I nr. 24 = UPZ 2,6.10.11.17.21.29 (163a). Tab. I 15 (Polizeibericht) II. 12. 13 (114*); 12, 17. 21 (ii8a); 13, 10. 21 (114a); 16, 20; 22, 10 (114^); 30, 19. 5 27. 28 (115^^); 39, 21 (115a); 41, 21 (119a'); 48, 31 (nach 113a); 61 (a) 130 (Tabelle, 118 117a, sonst in langen Tabellen wenig Neigung zur Anaphora); 81 (Kleruchen- liste, nach 148*). Reinach 7 (1418^), Bittschrift.

Es läßt sich demnach für den Amtsstil des III. I. Jahrh. keine allgemein gültige Regel aufstellen, vielmehr nur ein ziemlich grundsatz- loses, individuell gefärbtes Schwanken konstatieren; von einer ausge- sprochenen Neigung zum Gebrauch des anaphorischen Artikels im Kanzleistil dieser Zeit sollte also nicht geredet werden (vgl. Völker S. 18 f.), wenn auch eine zahlenmäßige Statistik vielleicht zugunsten des anaphorischen Gebrauchs ausfallen dürfte. Anders im Vulgärstil is der privaten Stücke: hier ist so gut wie keine Tendenz vorhanden, bei der Wiederholung eines Personennamens den Artikel zu setzen.

In den Epist. priv. von Witkowski finden sich nur 2 anaphorische Artikel: Nr. 25 = Eleph. 13, 2 Trapayevonevou ZavcÖTOS 3 iTTUvOavonriv toö ZavöoTos (223 22^) und Nr. 36 = Vat. A4 Maids 11 f) 'laidg (i68a). Dagegen 20 vermißt man den Artikel an 4 Stellen: Nr. 4 = Petr. II 16, 6 CpiAcoviSris 5e

11 [Trajpcc OiAcovi5ou (Iliam); Nr. 16 = Lille (I) 17, 3 OiAcova 7 KcrraTrAel ydp eis 'AAe^dvSpeiav cDiAcov (III^); Nr. 47 Par. 46, 6 'AttgAAcövios 16 öttcos auTot 'AttoAAcovicoi TrapayyeiArns (153^); Nr. 58 = Grenf. I 43,3 'A9po5iaiat

12 'A9po5iCTiai (II*). Wie wenig selbst in einer halbamtlichen Eingabe (frei- 25 lieh niedersten Stils) das Bedürfnis gefühlt wurde, bei unmittelbar aufeinander folgenden Eigennamen den Artikel zu setzen, zeigt Lond. I nr. 23 (p. 41) = UPZ 14, iioff. : lirjTriveKa (= iiETr)veyKa) eis t6 yAoyiaTripiov AicaKoupiSri (= Sei) tw ypaniiocrei Kai AioaKoupiSei (für D.) Xaipr)|aoJvi Kai Xaiprmcovi 'ATToAAoScbpcoi ; (p. 42) 133 Kai pexriveKKa eis t6 6iTta<To)Aoypa9eT<o)v tcö Zapairicovi, irap' 30 auToO EOßicoi Kai irap' auTou Acop<i)covt . . . Kai TrdAiv Zapa-rricovi Kai Eüßicoi Kai ypd9ei NiKdvopei . . . Kai ue[Tfi]v6[yKa] SapaTricovi Kai ypd9ei NiKdvopei (158*) usw. 1). In einem Pachtvertrag des Ariston mit 2 Pächtern PSI X 1098 vermißt man den Artikel beim Namen 'Apiorcov überall: Z. 15. 16. 19. 22. 24. 27

(51^)- 35

Als Ersatz bzw. zur Verstärkung des anaphorischen Artikels bei Eigennamen (wie Appellativen) dienen (namentlich im Kanzleistil) im Interesse der Deutlichkeit und Bestimmtheit sehr häufig Partizipia,

') Man könnte leicht geneigt sein, die ebenfalls sehr vulgär gehaltenen Bitt- schriften des Ptolemaios Glauc. und der Zwillinge aus dem Sarapeion (Par. 22 49, Lond. I p. 7 ff., Leid.) heranzuziehen; aber gerade wegen ihres halbamtlichen Charakters zeigen diese Stücke hin und wieder Ansätze zu anaphorischer Ausdrucks- weise: z. B. Par. 22 = UPZ 19, 4 Ne9ÖpiTos 6 f) SriAounevr) Ne9Öpis, 17 und 18 f) Ne9Öpis (um 163*); 23 = UPZ 18, 4 OiAiinrcoi 5 6 5e O., 18 TTToAetialos 20 ö 5e FTt. (165a); 26 = UPZ 42, 23 'Axo^dpprll 26 töv 'A. (162^); 35 = UPZ 6, 7 'ApicÖCTios 21 6 'AncÖCTts, 12 'luoOeou 26 toö 'liioüOou. Par. 51 = UPZ 78, 35, TÖV Sainova Kvf)9iv 38 töv Kvn9iv (159^). Lond. nr. 17 (p. 9) = UPZ 23, 2 Zapcnricovi (p. 10) 13 erri töv Zapa-rricova (162"*); nr. 21 (p. 13) 13 MevviSei 16 TOÖ 5e M., 19 6 M., 24 27 tcöi M.

12 Der Artikel. § 56.

wie 6 TtpoyEypapipävos, irpoEipriUEVos, armaiv6|iEvos, SrjAoOiJiEvos, TTpo5E5r|Acopi£vos, £^ovonaj6|jLEvo5, und zwar der Stellung nach in zweierlei Typen : 6 irpoyE- ypapiiJEvos rTTOÄEiJiaios und TTToAEiaalos 6 irpoyEypa^nEvos ^).

1. Typus: f) TTpoyEypapiiJiEvn N£96pis Leid. B = UPZ 20, 40 (164'*); Teb. 5 I 50, II. 22 (112a); Wess. St. z. Pal. I i, 8 (11^); Grenf. 11 23 (a) col. 2, 5 (107a)

Heidelb. 1280 = SB 4638, 4 (167 oder 136*); Rein. 26, 9 (104^); Teb. I 105, 16 (103^) Teb. II 283, 18 (93 oder 60»); Teb. I 156 descr. (91^); Vat. F = UPZ 16, 11 (156a), BU 1002,6.8 (55a) usw. 6 CTTiiJiaivoiievos 'laiScopos Tor. V 13 (177— 165a) = VI 13 (IIa); Xeb. I 13, 10 (114a); 14, 12 (114a) usw. f) 5riAou(jievri NE96pis lo Par. 22 = UPZ 19, 6; 8 6 5riAoü|a£vos OiAnTTTOs (c. i6oa).

EV TTJi TtpoSESriAcoiJiEvrii Kcbpirii Magd. 27,3 (221a). etti xfit E^ovona- ^oiiEVT]! GotufJTi Tor. XIII = Mitt. Chr. 29, 9 (147a).

2. Typus: TToAEiacov 6 TrpoyEypaniiEvos Magd, i, 5 (Iliaf); 28, 4 (218a); Amh. II 30 = W. Chr. 9, 9 (169 64a); Grenf. II 18, 7 (127a); 23 (a) col. 2, 9 (107a); Rein.

15 9, 29 (iiia) usw. 'Aydöcovi tcöi TTposipriiJievcoi Magd. 13, 7 (Iliaf).

§ 56. Der Artikel bei geographischen Eigennamen, Winden und Gestirnen, Festen und Monatsnamen.

I. Völkernamen 2).

Die verhältnismäßig wenigen in den ptol. Pap. und Inschriften vor-

20 kommenden Ethnika im Plural zeigen, was den Artikelgebrauch betrifft,

keine durchgreifende Gesetzmäßigkeit, so daß manchmal im gleichen

Ausdruck und Zusammenhang der Artikel stehen oder fehlen kann.

a) Der Artikel fehlt in unbestimmtem Sinn von der Gesamtheit: acoÖEis £K TpcoyoSuTCÖv (aus dem Land, nicht etwa aus der Hand d. Trog.) Or. gr. 70 u.

25 71 (247— 2ia). privös lav5iKoü TcTpctSt, AiyuTTTicov Se Mexeip ÖKTCOKaiSEKorrii Rosettast. 6 (196a); ähnlich Lille I i recto i etous k^ koI AiyuTTTicov dk t6 aOro (259— 58a). nrjvös lav5iKoO, AiyuTrricov privös ME/ip Hib. 92, 6 (263a). [pirivos 'EAArivcov ijiev] Aaiaiou, AiyuirTicov 'Aöup Magd. 32, 4 (218a).

b) Der Artikel steht in derselben Bedeutung: £0os ectti toIs AiyuiTTiois 30 Lond. I nr. 24 (p. 32) = UPZ 2, 12 (163a). irapä toIs AiyuTrriois Hib. 27, 92

(Kalender 300— 240a). dvaAEyönEvot tccs rmspas ek tcov AiyurrTicov Eud. col. 3, 16 (IIa). i-n-i -rfjg auvopias tcov AiOiöttcov Or.gr. 168,18 (115a). Vielleicht in etwas verengter Bedeutung von bestimmten Vertretern einer Gesamt- heit: crvv9covriCTC(VTCOV de irpös aÜToOs tcov te ZoAeicov (die Abgeordneten von 35 Soloi?) Kai <TCÖv) CTTpoTicoTCÖv Petr. II 45 = W. Chr. i col. II 8 (um 246a). oaa Otto tcov ÜEpacöv (den persischen Eroberern) iEpd e^ AiyOirTOU E^nxÖTi Or. gr.

54, 21 (247 2ia). (JUVCCKOAOUÖOUVTÖS TE TOÖ NlKävOpOS £1$ TO KOtTOcAupia TCÖV

'ApaivoiTcov (die Herberge, in der die Gäste von Arsinoe einkehrten) Par. 34 = UPZ 120,5 (157a). Trapa tcov 'louSaicov Kai tcov 'EAArivcov Petr. I

') Völker Synt. S. 19, 2.

2) Krüger § 50, 2, 11 (die Plurale der Völkernamen können den Artikel ent- behren). Kühner-Gerth I 598 f. (der Artikel steht anaphorisch oder von bekannten Personen). Meisterhans- Schwyzer 225, 14 (Völkernamen im Plur. haben keinen Artikel). Winer-Schm. § 18, 6 f. (im N. T. fast stets der Artikel). Blaß- Debr. N. T.^ § 262 (Artikel fehlt bei der Gesamtheit). Völker § 9.

§ 56. Länder, Winde, Gestirne, Feste, Monate. 13

Introd. p. 43 = W. Chr. 55, 6 (III^-). Gemeint sind die im Dorfe Psenyris als 2 gesonderte Klassen rechtlich unterschiedenen Juden und Hellenen, ^v ttji Trpoa- euxfii Tcöv Mou5aicov (in der jüdischen Synagoge zu Alcxandru Nesos) Magd. 35 = W.Chr. 56,5 (217a).

c) Schwankungen in gleichen und parallelen Ausdrücken: [eSo^ev T]f)i 5 ßouAfii Kai Tcöi 5riiJicoi [TTToAenaielcov Or. gr. 47, i; ebenda 5 Tf)! riToAe- IJiaiECOv -TTÖAei (285 47 oder 247 21^). Tfjs rTToAepaiECOv ttöAecos 49, 1 1 (285 47''). Dagegen eis Tfjv iröÄiv tcov TTToAEiaaisco v 50, 6 (240»). In demselben Satz: Trepl tcov Kpivopieucov AiyuTrricov rrpos "EAXrivas; (allgemein) Kai Ttepl twv 'EAArjvcov tcov irpös ToOg AlyurrTious f| Aiyu(TrT{cov) rrpös "EAArivas Teb. I 10 5,207 (ii8a); ebenda 211 toOs cn;vT]AAocxÖTas "EAArjaivi) AlyuTTTious.

d) Sind nur Teile einer Völkerschaft gemeint, fehlt natürlich der Artikel: so in einer militärischen Meldung bei Preis. Samm. 51 11 (pap.) = 6134, 2 KaT£- ßriCTav Aieio-Ttes (IH^).

Über singularische Ethnika im appositionellen Gebrauch vgl. S. 109,31. 15

2. Länder- und Inselnamen 2).

a) Der Artikel steht regelmäßig bei 'Aaia (als Weltteil), einmal bei AlOtoTTia und MsCTOTroTaiJiia, wiederholt bei ATyu-n-Tos (Ausnahmen unter b) ; ferner bei den ägyptischen Gau- und Distriktsnamen, die teils Übertragungen anderer Länder- und Lokalnamen sind wie 20 'Apaßia, AeAtc, Aißuri, AipvTi, teils durch ein Adjektivum oder einen Präpositionalausdruck mit meist zu ergänzendem, seltener dazugesetztem vopiös, nepis gebildet werden; endlich hat der sog. chorographische Genitiv aller Ländernamen den Artikel.

a) TCüv dcTTÖ Tfjs 'Aaias cixpaAcÖTCov Petr. II 29 b = III 104, 2 (244— 43*1). 25 e^ecTTpctTEUCTev eis ttI^ 'Aaiav Or. gr. 54, 8; ebenda 18 Tr|V MeCTOTTOTapiiav (247—21'*). TÖTTOis Trapopiois Tf)i AiOiOTTiai Or.gr. 168, 56 (115*). tous tt\v AiyuTTTOv KCtTOiKOÜvTas Kanop. Dekr. 18 (237^); Rosettast. i. 11. 12. 33. 39 (196a).

ß) Gaunamen 3): ir\i 'Apaßiai Rev. L. 31,9; ttiv 'Apaßiav 65,18; 30 66, 2; ev TTJi 'Apaßiai 65, 13 (258^). ettI toO KoxAcxkos ttjs 'Apaßias Lond. II nr. 401 (p. 13) 10 (116— iii^). Bad. 7,4; 8, 7 (IPf). ettI toO AeAto Zen. pap. 59090, 7 (257a). Tf]! AißuTii TTCtarii Rev. L. 40, 14 (258^). ev Tfji AißOrii Lond. I

') Über "EAArjVES ohne Artikel bei Herodot im Gegensatz zu oi pdpßapoi vgl. Gildersleeve Synt. II § 538 und Blaß-Debr. N. T.^ §262. evtgis "EAAtjctiv Par. 66 = W. Chr. 385, 32 (HI^) scheint eine Ortsbezeichnung (= ev tcöi 'EAArivicoi) zu sein. PSI V 488,12 (258—57). Zen. pap. 59593,8 (IH^)- Völker I.e. S. 10, i.

2) Kühner-Gerth I 5981. Meisterhans-Schw. 225, 15 (kein Artikel außer f) 'Attikt), f) 'EAAds, r\ 'Actio sc. yfj). Gildersleeve Synt. II § 547 ff. Winer- Schm. § 18, 5 d. Blaß, Rh. M. 44 (1S89) 12--14; Blaß-Debrunner N. T.^ § 261 (f) 'Aai'a, f\ EupcoTTT), aber nur Aißur), f| MECTOTTOTapia, f\ Muaia, f) 'EAAäs, immer nur AiyurTTOs). Radermacher N.T.- 116 (der Artikel verbindlich, soweit der adjektivische Charakter des Namens noch empfunden wird, wie i\ MECTOTTOTania (yTJ). ^ 'Aaia, aber AiyuiTTOs). H. Kallenberg, Philol. 49 (1890) 515 536. Völker § 10.

3) Ein Verzeichnis der vo|Joi gibt Strabon XVII i § 18 ff. (C. 801). Vgl. G. Parthey, ,,Zur Erdkunde des alten Ägyptens" in Abhandl. Akad. Berl. 1857 S. 513. Mahaffy, Rev. L. p. L f .

/

14 Der Artikel. § 56.

nr. 3 (p. 46) 8 (146a). KCüHcov Ttis Aißüris Tor. VIII 9. 10 (iiQ^)- ek Tfjs Ai^vrl5 Rev. L. 69, 2; 72, 12; ev Tfii Atiivrit 71, 5; 31, 12 (258^). Gaunamen auf ittis, die stets den Artikel bei sich haben, sind : 6 'AöpißiTris, 'ApaivoiTrig, 'A9po5iTOTroAiTri5, BoußaaTiTTis, BoucripiTris, AiottoAIttis, 'EptiOTToAiTris, ' HäiottoAIttis, 'HpccKÄeo-

5 TTOÄITTIS, KOTTTITTIS, KuVOTTOAlTTlS, KcOlTTlS, AEOVTOTToAiTriS, AtITOTTOAItTIS, AlMVlTTlS,

Me|ji9iTris, 'OMßiTris, 'O^upuyxiTris, naöupiTris, TTpoacoTTiTris, Saixris, SeßevvuTTis, ZsOpcoiTTis, TaviTTis, cl5appai6iTris usw.; mit Präpositionalausdruck 6 Trepi Qrißas; als Distriktsbezeichnung t\ Grißais (sc. pspis)- Als Beispiel für viele mag die Auf- zählung Rev. L. 31, 4 ff. gelten: i[x pEV Tf^t AißOrii Kai Tcöt Ia(T[Tii Kai . . .]

10 TToAiTTii Kai npoCTcoTTiTTii KOI 'AöpißiT[rii ] KOI AsAxa, 7 8v 5s TÖoi AeovtottoAittii KOI ZeepcoiTTii Kai OapßaiTiTrii (sie) Kai tt]! 'Apaßiai Kai BoußaaTiTTii Kai TaviTr|i Kai M6iJi9iTrii Kai AtitottoAitth Kai 'EpiaoTroAiTrn Kai 'O^upuyxiTrii Kai KuvoTroAiTrn Kai Tfii Aiuvrii Kai 'HpaKAEOTToAiTrii Kai 'A9po5iTOTroAiTrii, 14 ev 5e Tf^i 6r|ßai5i (258^). Vgl. auch das Gauverzeichnis Rev. L. 60—72.

IS y) Chorographische Genitive: £v Tois Meiavoveiois T-qs Aißuris Lond. I

nr. 3 (p. 46) 41 (146^). eis fFcöiv Tfjs AißOris Tor. VIII 28. 53 (119'*). 2axni toO AriTOTToAiTou Par. 48, 14 (153^^). £v KpoKoSiAcov ttöAei toü riaOupiTou Goodsp. 6, I (129a). ev 'EpucbvÖEi toö naOupiTOU Tfjs GtjßaiSos BU (III) 993 II 8 (127^). ev TaEvevTj (sie) toO 'AuoAAcovottoAitou Eleph. 23, 15 (223a') usw. Vgl. die

Lehre vom Genitiv § 72.

Anmerkung i. Wenn der Name einer kleinen Nilinsel bei Philä mit einem Isistempel t6 "AßaTOV lautet: wie tcöv ev twi 'AßccTooi Kai OiAais iepwv Or. gr. III, 19 (nach 163^); 137, 3; 138, 3; 139, 3 (alle 146— 116^), so scheint die Bedeu- tung des Appellativs nachzuwirken, vielleicht mit Ergänzung von ispöv «).

25 b) Der Artikel fehlt in Aufzählungen, häufig unter dem Ein-

fluß einer Präposition, manchmal in der Kürze des Tabellenstils, a) TTapaAaßcbv Triv ßaaiAsiav AiyÜTTTOu Kai Aißuris (im weiteren Sinn) Kai lupias Kai Ooiviktis Kai AuKias Kai Küirpou Kai Kapias Or. gr. 54,5 (247 21a); 13 KupiEÜaas tt^s te evtös E09pdTou X"P°5 "rrdaris Kai KiAiKiag Kai TTap9uAias

30 Kai Moovias Kai toO 'EAAriaTTÖVTou Kai ©pdiKiis; 18 ttjv MeaoTroTaniav Kai Baßu- Acoviav Kai Souaiavfiv Kai TTEpaiSa Kai MriSIav. Möglich freilich, im letzteren Falle sogar wahrscheinlich, daß der angeschlagene Artikel über alle Namen (Adjektiva !) fortwirkt.

ß) Daß der Artikel überhaupt leicht nach einer Präposition schwindet, ist

35 nicht zu bestreiten. Vgl. Gildersleeve Synt. II § 554. Völker § 18 und unten § 59. Dies tritt namentlich auch bei den Ländernamen deutlich zutage, ohne daß natürlich ein zwingendes Gesetz davon abzuleiten wäre. Manchmal mag die all- gemeine Kürze des Stils den Anstoß dazu geben.

6 EV KiAi(Ki)ai aTporriyös W. Chr. i = Petr. II 45 col. II 6 (um 246»).

40 8K lupias Rev. L. 54, 17 (258^). eis lupiav Zen. pap. 59093« 5 (257^)- ^^ xe Zupias Kai OoiviKris Kai Kuirpou Kanop. Dekr. 17 (237*). eis ATyuTTTOV Zen. pap. 59015 verso 18 (259a); 59591, 5 (IIP) ; ebenso Or. gr. 54, 12. 22; ebenda £^ AiyÜTrTOU (247— 21*); ev AiyÜTTTCoi (neben Tr\v AiyuuTov i. 11. 21.33.39) Rosettast. 12 (196a). Tous ev A<i)yÜTTTCOi QeoOs Leid. U = UPZ 81, 2, 11 (11*) sehr vulgär;

45 ebenda 4, 2 Kar' A<i>yuTnTTOV (sie). Preis. Samm. 620, 3 (Insc.hr.) toIs kot' AiyuTTTOv iEpois (97/6*). EV ToTs Korä AEaßov Kai GpäiKrjv t6-ttois Teb. 18 = W. Chr. 2, 8, 10 ToOs diTÖ Ka(pias?), 16 tcöv Kaxd AuKiav dpyu(piKcöv) TTpoaöScov, 30 KOTd AuKiav (um 201*). ecos BocKTpiavfis Or. gr. 54, 19 (247—221*). ettI nan9uAias Preis. Samm. 1684 Aschenurne (III*). k[x OotviKrii Zen. pap. 59 088, 10 (258 57*).

I) Völker 1. c. S. 12 zitiert "AßaTOV TtoAüaEiivov I. Aeg. 120; aber ev twi 'AßoTCoi ebenda 26, 3 (127*); 127; 105.

§ 56. Länder, Städte, Dörfer. 15

y) Manchmal kann der Ausfall des Artikels auf Rechnung der Breviloquenz gesetzt werden (Völker § loa), doch ist das Prinzip keineswegs streng durchgeführt:

In einer Quittung KXeiTäpx&oi TponrejiTrii KooItou (sc. vo|aoü) Hib. 66 verso (228a). In einer Rechnung ev toIs TTEpl Aiiivriv Lille I 10 frg. 2, 2 (III^).

3. Namen von Städten und Dörfern »). s

Im allgemeinen kommt den Namen von Ortschaften der Artikel

nicht zu. Auch in den ptol. Texten kann er nur aus besonderen Gründen

hinzutreten :

a) meist in anaphorischem Sinn (vgl. § 57), d.h. mit Beziehung auf vorher genannte oder bekannte Plätze.

a) Einfache Namen: eis ttjv SeAeÜKeiav Petr. II 45 = W. Chr. i col. II 22; vorausging II 5 £!s SEAeÜKSiav, ig £v SsAEUKEiai (um 246a-). ek xfis Me^9Ea)s Par. 26 UPZ 42, 29; aber 3 Trpos M£|Ji9ei, iS £v M£H9ei (162^). eis tccs OiAas Or.gr. 139,5; aber 4 £V OiAais (146— 116^). ev toTs TTEpi ttiv KEpKEoaiptv TiESiois Teb. I 53, 9 (iioa)kann nach KspREoaipECOS (2) nur anaphorisch gefaßt werden; 15 sonst freilich durchgängig iTEpi KEpKEoalpiv, z.B. 30,3.8. 17; 21,4 (115^) usw. Auch E15 Toc 'O^öpuyxoc (sie) Dorfname, nicht zu verwechseln mit der be- kannten Stadt 'O^Opuyxos Magd. 21, 2 (221^) ist vielleicht anaphorisch zu verstehen, da in den vorausgehenden Linien der ganze Inhalt der Beschwerde verloren ist. Sonst stets ohne Artikel, z. B. Magd. 21, 7 ev 'O^opüyxois; Petr. 20 II IG (2) 3 (nach 240a). Lille 8, 2 (III^). Petr. III 66 (b) col. 2, 6 (III^). Magd. 42, I. 2 (221^) usw.

ß) Zusammengesetzte Namen: In den Gerichtsprotokollen des Hermias- prozesses wird wie die Personennamen (vgl. oben S. 10, 43), so auch der Stadtname AiosTToAtg bei Wiederholungen sorgfältig mit dem anaphorischen Artikel versehen: 25 Tor. I 1,1.16; 3,25 AiösTToAis fi lasydAri; aber £v ttii AiosttöAei i, 3.22; 2,6. 17; 3, i; 4, 28; 5, 27. 34; 7, 30 (ii6a). Ebenso Tor. II 10 £V AiosttöAei, 16 ev Tfji AiosttöAei, 22 Tfjs A., 29. 34 tt^v A. (116^). Tor. VIII 3 twv ccttö AiosttöAecos;

6 £V Tfii AiosttöAei == 11. 16 usw. (iig^^). Par. 15, i. 12. 17 £v AiosttöAei, 16 Tfis A., 20 TT\v A., 66 TT^i A. 3 mal (i-zo^). Ebenso Par. 7 in der Aufschrift £V Aios- ttöAei, aber 3 twv cnrö tt^s AiosttöAecos \ocC)(}jtcov (99^).

b) Nur wenige Ortsnamen haben bei der ersten Erwähnung den Artikel.

a) Die appellative Grundbedeutung wirkt nach: ev ttji 'ErrTaKOOpiat Or. gr. 52 (253^). Das Wort bedeutete wohl ursprünglich einen Komplex von 35

7 Dörfern, ehe es, wie es scheint, Name eines Dorfes geworden ist. Ähnlich wohl evTfit TpiKoniai ( =TpiKCOiJiiai?) 3) Par. 47 = UPZ 70, 24 (um 153^). Sonst

I) Kühner-Gerth I 598 f. Meisterhans-Schwyzer 226, 18 (kein Artikel). Gildersleeve Synt. II § 555 57. Winer-Schm. § 18,56 (Artikel fehlt stets nach einer Präposition). Blaß, Rh. Mus. 44 S. 13; Blaß-Debrunner N. T.^ § 261, i (nur anaphorischer Artikel). H. Kallenberg, Philol. 49 (i8go) 536 ff. Völker § 11.

*) Trotzdem Wilcken und Witkowski in der Lesung TpiKO^iat übereinstimmen, kann ich meinen Zweifel nicht unterdrücken, ob nicht doch im Zusammenhang mit dem trostlosen Ton des Briefes und mit Rücksicht auf dvccKÜ^^ai die Lesart von Letronne ev xfii TptKU|jiai einen besseren Sinn gibt. Vgl. I. Bd. S. 34. Auch der Artikel ist auffallend, da sonst diese Bildungen als reine Nomina propria keinen Artikel haben. Freilich bietet auch, wie es scheint, ein neu ediertes Fragment UPZ 76, 4 f. TTEpiTTopeÜETai T[fi]y TpiKoiJiav (aus der Feder desselben Apollonios wie Par. 47).

16 Der Artikel. § 56.

stets ohne Artikel ev TpiKco|iiai Magd. 33, i (221^); MiÖpa5ä[TOU] TpiKco(iiias) Petr. III58 (e)col. 3, 20; 78,4; 79 (a) 4 (Ilia). eis AlKco^iav Hib. 47, 28 (256^). Deutlich tritt die Appellativbedeutung hervor im Ausdruck ev Talj Ka|ii vois (Dorf) Petr. I 18 (i) IG (237a); Zen. pap. 59530, 3 (III^) ; tqs KaiaEivous Petr. III p. 121, 9 5 (246a); Wilck. Ostr. 1168, 2 (unb. ptol.). Sonst Kam'vcov Petr. II 28 = III 66(a) col. IV 7 (III"); Magd. 28, i (218»). Ähnlich ist vielleicht zu beurteilen etti toO KöxAaKOS (Dorf) Tfis 'Apaßias Lond. II nr. 401 (p. 14) 10 (116— 111»); ötTTÖ Toü KöxAoKOS TOÖ TToteupiTOU Tor. VIII 46 (119^). Auffallend ist £V Tcöt Bou- ßctaTcoi Par. 50 = UPZ 79,4 (160*) sehr vulgärer Traumbericht'). Sonst

10 nur EV Boußäcrrcot, z. B. Petr. I 12, 13 (III^); III 90 (b) 5 (III**); ky BGußdaTOU Petr. II 32 (23') 9 (um 2^8^). Ein in der Nähe von CDiAa5£A9£ia gelegenes Dorf, das Petr. III 117 (k) Kolrai (III*), in röm. Zeit (z. B. Genf. 81) 'OvviTWV KoiTai heißt, begegnet Hamb. I 27,4. 7. 10. 12 durchweg in der Form f) KoiTri (250^). Zen. pap. 59386, 10 und 59596, 13 eis tös Koitos (III'').

J5 ß) Zusammengesetzte Namen haben manchmal im Kontext den Artikel,

während sie sonst und jedenfalls in der Breviloquenz ohne Artikel stehen. Über f) ZoKvoTraiou vfiaos vgl. oben S. 5, 38. Ebenso tcov ek Tfjs 'AAe^dv5pou v[r)aou] Magd. 20, 2 (221*), aber Tcov dtr' 'AAE^dvBpou vriaou 24, i (218^). tcov ev Tf^t 'AAe^dv5pou vfiacoi 35, i (217^). In der Breviloquenz stets 'AAe^dvSpou vfiaos,

20 z. B. Petr. II 27 (a) 2 (236*); III 58 (e) col. i, 32; 3, 16; 66 (b) col. i, 13; 117

(a) 24; (e) iS; (g) col. i, 6; col. 2, 14. 19. 21. 25. 29. 38. 40; (h) col. 2, 7 (III*) usw.

EV Tcöt EV Tfjt KpoKo5iAcov ttöAei lEpcoi Teb. I 24, 26 (117*). Sonst stets ev KpoKO-

5iAcov ttöAei, z. B. Magd. 14, 2 (221*); Petr. III i (= I 21) col. 2, i (237*) und oft.

y) Vereinzelt in Fremdnamen: ev Tf]! Tupcot Zen. pap. 59 016, i (259*);

25 dagegen 5 eis BripuTÖv. PSI IV 495,16 eis ti^v TpiTroAiv (in Phönizien) (258 57*). Mich. Zen. i, i e|Ji TTaTdpois (259'''); 10, 12 sis TTdrapa (257'').

c) Ein Einfluß der Präposition ist in diesem Fall nicht zu erkennen,

da diese Namen auch ohnehin artikellos behandelt werden. Übrigens

sind Ortsbezeichnungen mit Präpositionen numerisch weitaus in der

30 Überzahl und zwar (abgesehen vom anaphorischen Gebrauch) durchweg

ohne Artikel.

4. Namen von Gebirgen, Flüssen und Meeren^). Sie haben regelmäßig den Artikel; Ausnahme möglich bei Präpositionen.

a) Gebirge: Trpos tt\v ÜTrepßoA'nv tou TaOpou (bekanntes Gebirge) Petr. 35 II 45 = W. Chr. I col. 2, 14 (um 246*).

b) Flüsse 3): TÖv E09pdTriv -rroTanöv Or. gr. 54, 17; dagegen mit Präposi-

I) Wilcken, UPZ 79, 4 emendiert ev tco BoußaaT<ei)cp und bemerkt mit Recht, daß der Artikel bei BoußaaTOS jedenfalls weiblich sein müßte.

*) Kühner-Gerth I 599 f. Meisterhans-Schwyzer 226 e. f. (Meere stets mit Artikel, Bergnamen schwanken). Gildersleeve Synt. II § 558— 561. Winer- Schmiedel § 18, 5. Blaß-Debrunner N. T. § 261. H. Kallenberg 1. c. 543 47 (Meeresnamen regelmäßig mit Artikel). Völker § 12.

3) Für die von H. Kallenberg, Studien über den griech. Artikel II (Berlin 1891) S. 16 als unregelmäßig bezeichnete und beanstandete Stellung TTOTaiiös ö NEaiOos (Strabo VI i, 12) gibt Andreas Kocevalov, Rh. Mus. N. F. 79 p. 48 aus Inschriften seit dem Ende des 4. Jahrh. v. Chr. mehrere sichere Belege: auf den Tafeln von Herakleia (IG XIV 645) I 17 und 88 dxpi ES TTOxaiiov t6v 'AKipiv; II 24 Tdv ^.s TTOTa^öv töv "AKipivyav; Gortyn SGDI 5024 A 26 Kai tto- TaiJÖv TÖV TTiA£9iAav; Latos 5075, 51 d|i TTOTapiöv töv Kuiaalov (beide kretische In-

§ 56. Lokalnamen. 17

tion Tfjs evTÖs EÜ9päTOU x^^^pas ebenda 13 (247 27»). tcoi NeIäcoi Or. gr. 168, 10 übrigens als Gott gedacht; daher 7 ö Meyag Oeos NelXos, 9 fj toO NeiÄou Trriyr) (115^). Toö TE NeiAou TT^v dvAßaaiv peydÄriv TTOiriaanevou Rosettast. 24 (196*). Aber im Dorfnamen stets NeiAou ttöäis, was wie ein "Wort empfunden wurde (cf. AiöaiToAis): z.B. Amh. 30,1 (11^); Teb. 24,84 (117^). 5

c) Meere und Meeresteile: eK Tfjs 'Epu9päs eaAäaaris Or. gr. 69, 6 (III»^). aTpaTTiyos Tqs 'IvSiKfjs koI 'Epuöpäs öaAdo-aris Or. gr. 186, 4 (58»); 190, 8 (51*). TOÖ 'EAXriCTTTÖVTOU (womit übrigens mehr das umliegende Land ge- meint ist) Or. gr. 54, 14 (247 217a').

5. Lokalnamen '). 10

Ägyptische Lokalnamen, wie Heiligtümer, Stadtteile, öffentliche Plätze u. dgl., haben den Artikel; Ausnahmen kommen nur bei tabella- rischer Kürze vor.

a) Tempel: toO 'ATroÄAcovieiou Lond. III nr. 1200 (p. 2) 7 (192 oder 168»); TOÖ 'ATroÄÄcoviriou Ostr, Lamer = W. Chr. iio^, 8 (110^). sv Tcöt 'AcrKAriineicoi 15 Petr. I 30 (i) 5 (III'*). fiveyKa <-TTpös> t6 'A<ppo5iCTiov Petr. III 42 H 7 (Iliam). 8Trl ArinriTptov Tor. I 1,29 (116^). eis t6 'Epii(aTov) Kai t6 Iouxi(£Tov) Teb. 121,71 (94 oder 61a). EIS t6 'Hpaiov Tor. I 8, 19 (ii6a); etti toö 'HpaiouOr.gr. 168, II (115*). EIS t6 'HpokXeTov Hib. iio, 5 (nach 270*); iv Tcöi 'HpoKAEicoi Par.

46, 13 (153^); ETTl TOÖ 'HpOKAsOU (sic) W. Ostr. 1050, 4 (134^). ETTl TOÖ 'H9aiCTTiEiou 20

Leid. K = UPZ 109, 13 (99^). ctTTÖ toö Mctieiou Lille 5, 24 (260— 59»); eis 'lCTifi(o>v Teb. 120, 82 (97 oder 64a). etti toö KpovEiou Grenf. I 11 col. 2, 14 = i, 16 (153^). EK TE TOÖ SapaTTiEiou KCl 'AffKAriTTiEiou Par. 26 = UPZ 42, 6 (163 2^), 12 tcoi te SapamEi'coi Kai tcoi 'AffKAtiTTiEicoi, 32 ek toö XopcariEiou, 33 ek toö 'AaKÄriTnEiou; EIS SapaTTifjv Par. 47 UPZ 70, 20; 22 £v tcoi 'AvoußtEicüt (um 153^); fiKa- 25 UEV EIS 2apa-TTi£iov Par. 48 = UPZ 72, 9 (153»). etti toö XEOEßairiou (Name des Chonstempels in Karnak) Ostr. Lamer = W. Chr. iio-'^, 3 (iioa-) usw. Bei sirl TOÖ Aaßupivöou Petr. II 20 col. 4, 6 (252a'); £15 töv AaßupuvOov (sic) Lille I verso 31 (259a) und ev tcoi AaßupOvdcoi ebenda 9, 11 (III^) scheint die Bedeu- tung des Appellativs ('Haus mit der Doppelaxt', vgl. I. Band S. 39 f.) nachzuwirken. 30

Ausnahmsweise ohne Artikel: in einer Rechnung eis tt^v ^uATtiv Tr)ViT£pi 'Attivou (oder 'Attiuoö?) MctieTov Petr. II 39 (a) 7 (III^); ebenso Tinorri lEpel 'iCTiriou Teb. 120, 26 (97 oder 64^). In einer Quittung: -rrapä Gayf^TOS Kai QaÖTOS 5i5uii(cov) SapaiTiEiou Lond. I nr. 27 (p. 14) = UPZ 30, 5 = nr. 31 (p. 16) (UPZ 29) 10 (162»). In der Breviloquenz einer Adresse Par. 45 = UPZ 69 verso 'AttoXAcovicoi 35 fiyeiicbvi (sic) Kai EiriaTctTEt 'AvoußiEiou (152^). Aber auch TipiöviKos tcoi toö 'Avoußi[Eiou ETTiCTTdjTEi Leid. H = UPZ 108, i (99=^). In einer Priestereingabe um Asylieverleihung £y vötou BoußaoTiEiou pEXPi tcöv irposövTCOU aTTÖ ßoppci: Tä9C0V Inschr. von Batn-Herit = W. Chr. 70, 16 (57— 56»). In der Aufzählung toüs ev toIs eAccctcoctiv lEpoTs, Kai MaiEiois Kai ißi'cov Tp(o9aIs) Kai 'AvoußiEiois Kai lEpcxKEiots Teb. 5, 70 (ii8a) wirkt der Artikel fort, weil diese Begriffe als Beispiele für lAda- cova lEpä zu verstehen sind.

b) Stadtteile und andere topographische Punkte haben ebenfalls regel- mäßig den Artikel: TCt MEpvövEia (thebanischer Stadtteil bei den Memnonkolossen, die Nekropole am Westufer des Nil) Lond. I nr. 3 (p. 46) 9. 41 (146^). Amh. 31, 7 45

Schriften aus dem Ende des 2. Jahrh. v. Chr.). ,, Wahrscheinlich war diese Stellung zwar nicht so verbreitet wie die Stellungen Artikel + Flußname + troTauös oder Flußname + TroTapiös, doch schon seit alters im Gebrauch."

^) Gildersleeve Synt. II § 562. Meisterhans-Schwyzer 227, 21 (attische Lokalnamen in klassischer Zeit ohne, seit IV» auch mit Artikel). Völker § 13.

Mayser, Papyrusgrammatik. II 2. 2

18 Der Artikel. § 56.

(112^). Par. 15, 14 (i2oä); 5 I 5 (114^). Tor. I i, 24; 2, 14. 24; 4, 29; 8, 10. 20 (116»); V 5 (177 oder 165^); VIII 7 (iig^); XI 17 (177 oder 165»). Leid. N II 5. 9 (103a), aber ebenda £v tco otirö vötco (= vötou) pepei Meiivovecov (Kürze !). ev TOis KepaiJieiois Grenf. I 21, 15 (126^). Tor. VIII 17 (119^). Wilck. Ostr. 1208,4 s (unb. ptol.). £v T0T5 XrivopocTKiois (Ort bei Diospolis parva) Grenf. I 42 = W. Chr. 447. 14 (II'^)-

6. Winde und Gestirne ').

a) Die Namen der Winde stehen in den Urkunden zur Bezeichnung der Himmelsrichtung stets ohne Artikel 2) ; in astronomischen Stücken 10 (Hib. 27 und Eudox. pap. = Par. i) schwankt der Artikelgebrauch.

a) ötTTÖ dcTTriAiobTOU eis Aißcc Lille i recto 6; ebenda 5 ä-rrö vötou eis ßoppäv (259 58^). Sehr vulgär in einem Traumbericht Par. 51 = UPZ 78, 3 coiiriv ßari- jeiv (sie) |i£ diTÖ Aeißös £cos dTTriAidoTou (löo^'). Inschriftlich auf einer Sonnenuhr bei Preis. Samm. 358, 1 1 arinaiv£i 3£9upou ttvotiv (IH^). |J£Tpa vötou Eiri ßop-

15 päv ty, Atj3ös ett' ccTtriAtcbTriv (Zahl ausgefallen) Or. gr. 176, 13 (98^); 178, 9 (95^) und so unzähligemal bei Ortsbestimmungen, namentlich die Genit. ßoppä,

VÖTOU, CCTTTlAlcbTOU, AlßÖS.

ß) vÖTOS ttveT Hib. 27, 71. 86. 77, eTTjaiai 125, ßopsai jrveiouaiv öpviOiai 59

(Kalender 301 240^). Tqve[Trl] vötov iropsav = iropsiav Eudox. 38; 233 und 239

20 Ol TTpos vötov, 507 eis 3£9upov (pap. 3£9upav), 50S ärrö 3£9Üpou; 30 ev tcöi ßoppat,

34 £is Tov Aißa, 35 £K Toü Aißös, 42 ev töoi vötcoi, 482 ev tcoi dpyeaTfii, 4S3 ei<

TOÜ ÖTTTlAlcbTOU, 484 EV TCÖl 3e9ÜpCOt, 486 £K TOÜ eOpOU, ev TCÖI Alßl (Ilani).

b) Sterne und Sternbilder, Bilder des Tierkreises haben in astro- nomischen Stücken fast ebenso oft den Artikel wie sie ihn entbehren,

25 a) Hib. 27, 56. 202 'ApKTOöpos; 58. 187 ZT£9avos; 64. 95. 182 rTAeidSes;

67. 197 'YöSes; 73. 83 Aupa; 90. 93. 160. 182. 190. 194 ZKopirios; 107 'Aetös;

iio. 146 AEA9is; 113. 132 '(jöpioov; 130 TTpoTpuyriTrjs ; 135 Kücov (301 240^).

Eudox. 118. 126 'Ecos9Öpos; 122 "EaTrspos; 127. 130 ZTiAßcov; 132. 137

Oa£0cov; 138. 140 cDaivcov; 492. 502 ccttö 'COpicovos eis Kuva; 493. 504 dTTÖ 30 Kuvös; col. 24 alle 12 Bilder des Tierkreises: Kpiös, TocOpos, Ai5u|ioi, KapKivos, Aecov,

FTapeEvos, XriAai, SKop-rrios, Tö^ov, AiyÖKEpcos, 'YSpoxöos, Mxöues (H^).

ß) Hib. 27, 62 EV TCÖl Kpicöi, 66 iv Tcöi Taüpcoi, 88 £V tois Ai5Ü|jiois, 107 tcöi

KapKivcoi (= Eud. 219. 468), 129 £V tcöi Aeovti (301 240^). Eudox. 147. 172.

195 al "ApKTOi, 189 6 TOÜ '(jOpicovos cb|ios, 1S9 ö Kücov Kai 6 TTpOKucov, 190 01 35 Toö Kt]9£cos daTEpES, 198 oi dirö toü ZT£9ävou dcrrepEs, 202 ö 'GOpicov, dirö

Tcöv TTAeidScov, 221 ev Tals XriAals, 222. 472 ev tcöi AiyoKEpcoi (vor 165^) usw.

c) Bei fjAios und aEArivii herrscht bei den Astronomen wie im Urkundenstil der Artikel vor; er fehlt fast nur in stehenden Ausdrücken wie fjAiou KaTa9opd, Tpoirai, EKAeivfis; aeArivris rropEiaund nach einer

Präposition.

a) ö fiAios f] aeArivr): irdaris x^pQ'S 'HS ö "HAios (personifiziert)

e90p5i Lond. I nr. 23 (p. 38) = UPZ 14, 30 (158a). Im Kalender Hib. 27, 29 Tds

TTopEias TOÜ fjAiou, 116 dvccTEAAEi ö f|Aios, 221 töv f|Aiov (301 240'^). Der

Eudoxuspap. hat 50 mal ö f|Aios, etwa 30 mal f] a£Af)vn (Ilam). Auf einer Sonnen-

45 uhr bei IVeis. Samm. 358, 11. 19 oripaivEi tov f|Atov Elvai (III''').

ß) f^Aios aEArivri: f|A(ou iTEpi KCCTa9opdv ovtos Petr. II 45 = W. Chr.

I) Kühner-Gerth I 602 f. Blaß-Debrunner N. T.^ § 253. ») Völker § 16. Blaß-Debrunner N. T.^ § 253,5.

I 56. Winde, Gestirne, Feste, Monatsnamen. 19

I col. IV 20 (um 246»). Im Kalender Hib. 27, 120 fjAIou Tpoiral eis ©epos (300 241^). [cos 5' av fjAtos] 5uTii, lariSe eis evex^pa^cTco priSe -rrplv fi[Äiov dvccTeÄÄeiv] (Ergänzung nicht ganz sicher) Hai. i, 240 (111^). Auch fiA[io]s Petr. III 134, 10 (III^) ist zu fragmentarisch erhalten. Eudox. 389 ducrreAAovTOS fiAiou, 417 r) laeyiaTT) fiAlou eKAeivjyis. Ebenda 89 aeAfivris TTOpeia (Überschrift). 5

Nach einer Präposition: toTs Kaxd aeArivriv npiepais Hib. 27, 41 (301 240^) = Eudox. 73. Eud. 90 Toö Kaxd aeArivriu Spöiiou, iSi eK Te yfis Kai aeArivTis Kai fiAiou, 290 6 tiels 6 Kaxd aeAfjvriv, 296 6 koö' fiAiov evtauTÖs urivas iye\ ToOs Kord CTeArjvriv iß, 298 toö Kaö' fjAiov eviouTOÖ, 299 toü 5e Kard aeAri- vriv; ebenso 303. 305. Notwendig ist der Artikel in der Verbindung t6 [ikv KQxd 10 t6v f|Ai6v (der Sonne gegenüber) eaxiv oÜTfis uepos rrpcÖTOV AanTrpöv Eud. 284 und opiJiriaaCTa ydp f) aeArjvri diro toO fiAiou eirl töv fiAiov 291 = 350 (von einem Sonnenaufgang zum anderen).

Anmerkung. Auch andere astronomische Kunstausdrücke stehen oft wie Eigennamen ohne Artikel: z. B. auf einer Sonnenuhr bei Preis. Samm. 358, 2 15 cor' dvoToAcöv errl Süaeis, 6 d-rro xei^^P'vcöv TpoTrcöv IttI 6epivds Tporrds, 14 dfrö öepivcöv 5e Tpo-rrcov eirl xs*IJ^^P'^°'S Tpoirds, 21 irAeidSos 50aiv (Ilia).

7. Feste ^) haben, abweichend vom klassischen Sprachgebrauch, in der Mehrzahl der Fälle den Artikel, der nach dem Prinzip der Kürze gelegentlich fehlen kann. 20

a) Feste mit Artikel (meist mit Beziehung auf bestimmte bevorstehende oder stattgefundene Festfeiern): ö a\J toIs ArmriTpiois d-rreaTeiAas Zen. pap. 59028, 7 (258^). ScoTicov Td (die bevorstehenden) Icoxripia l-rravyeAAcov Or. gr. 36, 5 (276*). dvayopeüaat töv crTe9avov toTs (den nächsten) Aiovuaiois Or. gr. 50, 9 (240^); ähnlich 51, 17 (2^9^). la. 'Epiiala PSI IV 391, 24 (242a'); ebenda V 528, 9 25 Td Mouaela (Iliam); tcov ©ea5£A9eicov iepeia IV 431, 3 (III^); tc lTe9avr|9Öpia

V 514, 2 (252^). ÖTav Td KiKTiAAia dyriTai Kanop. Dekr. 64 (237^). Treipd0riTi eAöeiv eis Td (auf die bevorstehenden) 'Apaivöeia Petr. II 11 (1)4 (IH^). dpiöpöv laeCTÖai ek tcov 'Apaivoeioov II 16, 13 (III^). toOs veviKrjKÖTas Td BaaiAeia Kai Td TTToAenala (bei den letzten Festspielen) Hai. i, 262 (III^™). Mit attributiven 30 Zusätzen: Td yeveOAia toO ßaaiAecos Kanop. Dekr. 5 (237^); Rosettast. 46 (196^). Td laiKpd BoußdCTTia Kai Td peydAa BoußdaTia Kanop. Dekr. 37 (237^). Auch die Apis- und Mnevistrauer kann unter die ägyptischen Feste gezählt werden: eiTiyevriOevTos 5e toö FTevöousToö "Attios Par. 22 = UPZ 19, 24; 25 == UPZ 21, 9 (um 163a). TOÖ TTevSous TOÖ Mvriyeios Par. 55 (bis) = UPZ96, 2 (159^). iJir|vös eye- 3s VETO TTevOos Lond. I nr. 17 (p. 10) = UPZ 23, 14 (162^); dtTÖ toö rTeuOous nr. 35 (p. 25) = UPZ 53, 28 (161^). Tfji NtjaTeiai (Fastenzeit) Tfjs ArjuriTpös Zen. pap. 59350, 5 (244^)

b) Feste ohne Artikel (allgemein oder in der Breviloquenz): im Kalender Hib. 27, 205 Tfjs 'laios yeveOAia (301 240*). excoi Tinriv Ttupoö wuts eis tt^v ovvoSov ZapcnTirjOis (für die Versammlung am Sarapisfest) Teb. 119,25 (105 loi*) Kürze der Quittung. In einem sehr fehlerhaften Traumbericht Leid. C (p. 118) = UPZ 77 col. I, 14 evÜTTveiov, 6 eiSev TTToAeiJiaTos ZeArjveifiois (— SeAr)- vieiois) = am Mondfest (158^).

8. Monatsnamen 2). 45

I, Die makedonischen und ägyptischen Monatsnamen ohne \it\v stehen

') Krüger § 50, 2, 11. Kühner-Gerth I 600. Meisterhans-Schwyzer 228, 23 (Festnamen haben keinen Artikel). Völker § 14. Gildersleeve Synt. II§562. 2) Gildersleeve Synt. II § 562. Völker § 15.

20 Der Artikel. § 56.

a) ohne Artikel in Datierungen, Auf- und Unterschriften, Tabellen und Rubriken, Rechnungen und Quittungen, ob ein Tagesdatum darauf folgt oder nicht:

a) ohne Tagesdatum: eis toOto ypä90UCTi y£[ivEa6ai] Mexip (TpicbßoAov), 5 OaiJEVcbö (TpicbßoAov) (fitJiicoj3£Aiov), Oapiioüöt oOSev, üccxcovs (Sporxucis) ^5 usw.

Hib. 115 col. 2, 4 ff . (nach 250^); vgl. col. 3, 23 fE. 29 ff. Oapnoööi CTiToperpia Hib. 118, 37; 40 TTaövi CTiTopexpia ; 67 MeCToprj (folgen Posten) (nach 250^). <I)ap- lioOQi (TTUpoö) 5 Petr. III 129 (a)6; 7 TTotxcbvs (rrupoO) a (III^). Mit Präpo- sitionen: dTTÖ Aiou Rev. L. 37, 14 (258^). dirö Aaiaiou Hib. 82,17 (239^).

10 EIS Xoiox Petr. III 71, 7; 76 verso col. 4, 6 (III^). ecos Meaoprj Petr. III 132, 17 (Ilia); Hai. 13, 5 (III^); Par. 25. 9 (163a). ecos 'A6up Petr. II 30 (d) 6 (235a); III 75, 6 (III^). ficos (sie) MsxEip Par. 23 verso = UPZ 82, 24 (163 61^). cctto 'Apre- laiaiou ecos Tlav-rmou Eleph. 28, 5 (III''). ccttö MExeip icos 000091 Hib. 114, 4 (244»). ÖTTÖ MexEip ECOS MEaopri Lond. I nr. 35 (p. 25) = UPZ 53, 11. 13 (löi^^). Kürzer

15 MExip ecos 'ETT£i9 Hib. 116, 3 (nach 245^); Lond. I nr. 18 (p. 22 f.) = UPZ 54, i ff. (löiii). ecos OaiJiEVcbö Par. 51. 42 = UPZ 78 (159^) usw.

Ausnahmen nur bei ägyptischen Namen, deren Casus obl., da sie indeklinabel sind, nur durch den Artikel kenntlich zu machen sind: sotoO TTaxcov (Kpi0o- m/pou) piß Petr. III 76 col. 2, 6 (III^). toO 'AOOp Petr. II 33 (a) 28; (b) 5 (111").

20 Toü Xoicxx Kai Tößi Petr. III 128, 3 (IH^). öcttö toO Mexeip ecos MEaoprj Lond. I nr. 18 (a) (p. 22) = UPZ 54, I ; (b) = UPZ 55, 2 (161^); Leid. B = UPZ 20, 39 (164a). CCTTÖ OaiJievdbO |i£Xpi '^ov MeCTopri Lond. I nr. 17 (p. 10) =UPZ 23, 14 (162^). öttö rTouvi ECOS ToO 9aÜT Petr. III 141, 24; 26 eis tov GoOt (Rechnung) (IH^).

P) mit folgendem Tagesdatum: lavSiKoö ä (= TTpooTrii) Petr. I 19

25 = III 19 (a) 15; 20 lavSiKOÖ vouMiriuiat (225^). 'YTrEpßepETaiou vouiariviai Petr. III 54 (i) col. I, 5 (Iliam). 'ATTEAÄaiou ß Hib. 32, 17 (246^). Adbiou k? Xoiok iy Magd. Nr. 1 6 (222^). AaiCTiou j<3, 'A9üp k6 Magd. 10 verso (218^). MeCTopf] k5 Par. 63 = UPZ iio, 19 (165^) usw. Abhängig von einer Präposition: ecos Xoi- ox Ä Petr. III 71, 7; 93 verso col. 4, 6 (HI^). öcttö MeCTopfi vq ecos 9cöu9 Ä Petr.

30 III 113,3. 6 (III*); Lond. I nr. 35 (p. 25) = UPZ 53, 16 (161^). Q&vQ ä fjcos Mexeip A Lond. I nr. 18 (p. 22) = UPZ 54, 4. 6. 7. 11. 13. 25 (161"). ecos Haüvi Tpia- KÖSos Leid. O = UPZ 125, 17 (89a) usw.

b) mit Artikel:

a) ohne Tagesdatum im Zusammenhang der Rede: SictypavfctTCO t6 |ji6V

35 fipucru (sie) ev tcoi Hauvi Petr. I 16 (2) 9 = Petr. III Introd. p. 14; 11 edv pf^ cnro- AuCTCopiai ev tcöi üciOvi Kai 'ETTei9 (230*). aiTou toO iie|aeTpr||iEvou ev tcöi 'ETTE19 Hib. 117, 4 (239 oder 214a). TaaaopiEvoi kot' Ivioutöv toü 'ETTei9 Kai Meaopr) eTTißdAAov Eleph. 14, 20 (Hla). ctoü fi^icoKOTOs TTposurrotielvai ecos toO TToüvi Petr. II 9 (2) 7 (241a). Ol Kco|ioypa|j|iaTeIs oi KOTOTTAEOaavTES ev tcöi Mexeip Teb.

58, 45 (iiia) usw.

ß) mit voranstehendem Tagesdatum, das selbst in fortlaufender Rede den Artikel meistens bei sich hat, während er in der Kürze des Ausdrucks (namentlich nach Präpositionen) fehlen kann: voupriviai toü TTaüvi Kanop. Dekr. 37; 39 T'H* voupriviai toO rToOvi (237a). Ebenda 5 eis ttjv TTeuTrrriv toü Aiou; 25 Tfji

45 TTEtiTTTTii ToO Aiou. TTii 6 ToO rTccOvi Petr. II 40 (b) 4 (Ilia). eis ttiv A toü 'AOup Par. 65, 19 (146—135*). Tfii T^ TOÜ Mexeip Par. 49, 11 (164—583). t^i [.] toü 6cou9 P. Cairo = W. Chr. 11 A4 (123a). ecos Tris Ä toü Tlaxcbv Teb. 58, 59 (ina). ecos A TOÜ FToxcov Petr. II 9 (2) 4 (241*). ottö fi (= 6y5öris) toü Mexeip ecos Meaopri Ä Lond. I nr. 18 (p. 22) = UPZ 54, i = (b) 2 (i6ia). ecos 6 (= evöttis) toü Oap-

50 (joüei Teb. 5, 5 (ii8a). octtö ict toü Meaopri Amh. 50, ii_(io6a) usw. Ganz Singular ist die Datierung Amh. 56, 6 ex<JO TTopct aou ev Tcot As (etei) xoAkoü Spox- päs X'^'otS ^^ T"'^' 000091 TJ TOÜ cxuToü (eTous).

§ 57- Individueller und anaphorischer Gebrauch. 21

II. Der Monatsname mit priv. a) Ohne Tagesdatum:

a) ohne Artikel, \xt\v steht voran: in Breviloquenz und Kontext

(vgl. § 71)-

piTivos Alou Eleph. 1,2 (311^); prjvös fopinalou 2, i (285 4^); urjvös 5 *ApT£|iiaiou 3, I (284a). \XT\vös Meaopri Hib. 85, 7 (261a'). privös SavSiKoö, AiyuTTTicov prjvos MexEip Hib. 92, 7 (263^). \iT\vbs 'EAXrivcov laev Aaiaiou, Ai- yuTTTicov Se 'AöOp Magd. 32, 4 (218^). £|ji \ir\v\ Aataicoi Hib. 99, 5 (270^); i\i \XT\vi TTavT)MCOi 84 (a) 5. 21 (285»). eis un(va) 'ApTepiaiov Eleph. 28, 7 (HI») usw.

ß) mit Artikel, lariv steht nach: meist im Kontext (vgl. § 71). 10

TTiv dva9opäv toö Xoiax tirjvös Petr. III 53 (1) 13 (lll^). toö 0cöu6 \XT\v6s Petr. III 124 (a)co].l4 hier in Breviloquenz (III^). Trpos5iaypd4;(jo iv Twi Meaopei liTjvi Petr. I 16 (2) 13 (230*). diro toö Meaopri |ir|v6s oO SOvor' EKKopiiaaaöai aüvTa^iv Lond. I nr. 21 (p. 13) = UPZ 24, 22 (162^). owTexccKTai fi5ri £co5 ToO rTavTiiJou privös Hib. 47, 9 (256^). u9iaTa|jiai xd^aaSai ev twi '£7119 is {privi) Eleph. 17, 38 (223^). rrepi t6v Xoiax IJ^ilva Teb. 24, 17 (117^). rrpos- TreiTTcoKev flacov dvcarXelv ev tö5i Tüßi p(r|vi) W. Chr. 10, 9 (131*) usw.

b) Mit Tagesdatum stets ohne Artikel, nrjv geht voraus, Datum folgt ohne Artikel nach: in allen Stilarten gebräuchlich.

Ijiri(v6s) TOßt TpiTTit eix' eiKdSt Eleph. 5, 17 (284^). priuös lavSiKou 20 TeTpdSi, AiyuTTTicov 5e Mexsip ÖKTC0Kai5eKdTr|i Rosettast. 6 (196^). privös Aiou evdTT^ Kai eiKdSi Amh. 42, 28 (179^); lirjvös navfiiJiou eßSöpirit 44,5.22 (138 37'^); ^Tjvös Acbiou TpeisKaiSeKdTTii Mexeip TpeisKaiSeKdTrii 43, 5 (173^). pr|v65 Xoiax ÖKTCOKatSeKdrrii BU 993 II 8 (127^). Weit häufiger ist der Tag durch Zahlzeichen ausgedrückt: pTivös AOSvaiou A (= TpiccKOCTTfji) Petr. III 2, 12 (237^); privös 25 'ApTEiaiCTiou 7 4 (2) 17; \iT\v6s foprriaiou Ky ebenda i. 6 (237^); iJirivos Oaco9i i<ä 32 (g) recto (b) 2 (III^).

2. DER ARTIKEL BEI GATTUNGSNAMEN'). § 57. Individueller und anaphorischer Gebrauch im allgemeinen.

I. Der individualisierende bzw. anaphorische Artikelgebrauch bei Gattungsbegriffen hat sich in herkömmlicher Weise nicht nur in gut stilisierten amtlichen und privaten Stücken, sondern auch in vulgären schlechter redigierten Texten noch vielfach erhalten. Eine Auswahl von Beispielen, die vorwiegend aus Schriftstücken niederen Stils entnommen sind, soll dies zeigen. 35

9p6vTiaov, OTTCOS |ifi dSiKrjöfii ö dvöpcoTTOS (der betreifende Mann, an Stelle des vorausgegangenen Eigennamens, wie sonst 6 dvrip) P. Passal. = Witk. ep. pr. * 34,9 (III*). Vgl. Plat. Phaidon 1176 (ZcoKpdTTjs) KcrreKAiöri Otttios" oOtco ydp EKeAeuev ö dv0pcoTros. [ouJ-ttco exonev oOSe Td 666 via (die nötigen Gewän-

') Krüger § 50, 2, 12. 13. 15. 16. Kühner-Gerth I 5S9 ö. Blaß-Debrun- ner N. T.^ § 252—59, 5—8. Winer-Schmiedel § 18, i ff. §19. Gildersleeve Synt. II § 565—67. 569. 571 72. Schmid Attic. III 64; IV 64. Völker § 16 f.

22 Der Artikel. § 57.

der; nach Wilamowitz, Reden und Vorträge S. 250 „wir haben nicht einmal das Hemd auf dem Leibe") Petr. I 30 (i) 3 = Witk. ep. pr.* i (HI^). £TOl^ä3eTal yccp f] 5ia5oxTl (die erwartete Ablösung) Kai oi Kuvriyoi (die dazu nötigen Jäger) ETTiAEAeyMEVOi Eiaiv Petr. II 40 (a) = Witk. ep. pr.^ 24, 14 (223»). Kai [xi] 50va-

5 aöai pe 5oüvai laeAsi (= lieAi), d. h. den verlangten Honig Par. 32 = Witk. ep. pr.2 37, 15 (loa'*). ECtv Se \iv\ Eupcoaiv t6 (d. gehörige) TrAfiOos tcöv dpoupcöv KOTEaTTapiJEvov Rev. L. 41, 5; genauer 43, 7 t6 TrAf^öos t6 5iaypa9EV (258^). ECtv 58 lari Bcoctiv t6v A6yov (die schuldige Rechenschaft) Rev. L. 54, 8 (258^). TrapayEvopEvou (= irapayEVOÖ Wilcken) eis ttiv fiiiEpav (nämlich zum Hoch-

10 zeitstag), Randbemerkung zu einem Brief Par. 43 = Witk. ep. pr.^ 59 (154*). a a' oO SeSüvriCTiJat (Witkowski) 5iaCTa9fiCTai 5ict toö ETTiCTToAiou (in diesem Brief) Par. 45 = Witk. ep. pr.- 46,6 (153^). Otto Tf[S copag EKKAsiCTÖEVTas (unter dem Drang der damaligen Umstände „presses par l'heure") Magd. 12, 4 (218*). \xr\d' EyßöAAEiv TÖv riToAEpiaiov rrpö toö xP°^°^ {^^^ ^^r bestimmten Zeit) Teb.

15 105, 31 (103a); 106, 23. 25 (loi'»). 5ia t6v xpovov SieAriAueevai Teb. 72, 188 (114—113=^) usw.

2. Wenn der Artikel in einzelnen Fällen bei individuell bestimmten, vorher genannten oder als bekannt vorausgesetzten Gattungsbegriffen fehlt, so hat dies in der Regel einen stilistischen Zweck im Streben nach 20 Kürze des Ausdrucks, so namentlich in der Kanzleisprache und im Tabellenstil; manchmal scheint saloppe Ausdrucksweise, vielleicht auch Schreib versehen vorzuliegen.

a) In einer Teilung des Chrematistengerichts : Tipiaicüi TTEVEVoOpios pap5o96- pou TTupyos 5icbpu90S, crTaGtioüxcoi (gemeint ist der in den Akten genannte Oä-

25 |Jir|5) Toc EiriyEia Petr. II 19 (2 c) = III 20 col. 3, 9; ebenso 14 OTaOiioüxcoi t6 TTpösesiia (246a). ÖEia 'HpOKArioTÖpou (= 5ia 'HpoKAEioScbpou) toü dvTiypa90- PEVOU Ttapä ßaaiAEiKOÜ ypapnaTECog (im Dienste des kgl. Schreibers) Lille 21, 17; 22, 18; 23, 17 (223a). Ebenso Amh. 60,6 6 dvTiypa9(6iJi£VOs) [nicht dvTi- ypa9(E0s) wie in der Ausgabe] irapa pa(aiAiKoO) ypa(tiiiaT£Cos) auvpspETprmai

30 (nach 151 oder 140^). Titel und Präposition entschuldigen den Ausfall des Artikels in der Breviloquenz. Bei militärischen Titeln kann der Artikel in der Breviloquenz fehlen: 'n-p6sypa90i TpiTTis ari|i£as (der 3. Kompagnie) Preis. Samm. 1436 (In- schr.) 9 (IIa). In einer Subskription Grenf. I 37, 15 ETnAEypaTOS dvayvcoa0£VTOS (nach Verlesung der Bittschrift), geschr. 11^^ In Überschriften, wie öpKOS, öv

35 cc\xocy£V Kai £X£ipoypä9TiaEV lEiiÖEÜs SB 5680 (Pap. Gradenwitz) 2 (229^). Nachdem im Bericht der ypaijpoTEis Lond. I 23 (p. 40) = UPZ 14, 61 5övtos evteu^iv vor- ausgegangen, wird 67 fortgefahren evteu^ecos (statt ttis evteu^ecos) exoOcttis xP^I" IJariCTiJiov (158a). Ein amtlicher Brief beginnt: [KA£]av5pos oiKo[vö]tJ[Ois, vopidp- [XaiS], ßaaiAiKois ypcniiOTE öai, 9uAaKiTais, KcoiJidpx[aiS]. Kcoiaoypap-

40 paTEÜai x°'P£>v Petr. II 42 (a) i (Iliam). Vgl. Rev. L. 37, 2 (mit Artikel). In Tabellen: EpEUVT^Tal ttAoiou oivou Ko(TOAai) 15 (yivExai) (Spoxpial) s Par. 60 (bis) = UPZ 149, 15 (um 150^). Kcbiiiit (das vorher genannte Kerkeosiris) ctuv irEpiCTTdCTEi = Dorf mit Umgebung Teb. 60,4 (118^). Im Mumienverzeichnis Par. 5 col. 2 ff. fehlt bei Verwandtschaftsnamen vielfach der Artikel, was übrigens (nach

45 Krüger § 50, 3. 8; Kühner-Gerth I 604 d) auch dem klassischen Sprachgebrauch nicht fremd ist: col. 3, 4 TraTTip KoAAoOaTOU, 5 TTorrip rTocoptos; col. 5, i dvi^p Ta- v£x6oÜTios; col. 6, 12 dvfip ZEvapudios; col. 9, 12 Mdacovos irarrip; col. 33, i ui6s Gapioüvios (der Sohn des Th.) usw. (114"). In einem Kaufvertrag bei Auf- zählung der Käufer Lond. I nr. 6 (p. 46) 10 'Imouötis Zttotoötos aiiv tekvois,

so 20 TTaTEOTriiaEt oüv tekvois (146 oder 135^) ■).

») Zum Abfall des Artikels bei Verwandtschaftsnamen auch außerhalb der

§ 57- Fehlen des individuellen Artikels. 2o

Eine typisch wiederkehrende Kürze des Amtsstils ist es, wenn beim körper- lichen Signalement in Steckbriefen die Körperteile (mit oder ohne Attribut) fast ausnahmslos ohne Artikel angeführt werden •). Z. B. cbTO [T£Tpri]neuos Petr. I 19 = III 19 (a) 24 (225'^). cos Se^iöv Teiptiiievo? Grenf. II 15 col. 2, i (139*). Lond. II nr. 219 (p. 3) 4 (II*). oOAfi petcöttcoi Petr. I 15 = III 2, 6 (237»); I 17 (i) 5 = III 14, 18 (235*). oOAt) pETCOTTCOi peacoi Petr. I 16 (1) i (237*); III lo, 5 (235*); I 19 = III 19 (a) 14 (225a). Leid. N II 12 (103»). oOAf] pivi Petr. I 21 = III i col. 2, 21 (237*). ouAfi pivi pcarj BU (III) 993 II 12 (127*). oOäti aiayovi Petr. I 20 = III 19 (b) IG (2258'). oOAfi 65ÖVT1 BU (III) 999 1 5 (99**). 9cck6s TpaxriAcoi Grenf. II 15 col. I, 12; col. 2, I oOAfi KpoTd9coi 5e^icöi (139*). oOAfi Kapircoi Ss^icöi Goodsp. 10 6, 4 (1298-); Grenf. I 10, 9 (174*). 90CKÖS E^ dpiaTEpcou lauKTfjpi Petr. 115 = III 2, i (237*). AEUKCOtJia ö(fQaK\i6v = den Staar am Auge Grenf. I 33, 14 (1033-). Kai dAAr; (sc. oüAfi) iJieTCÖTTCoi iJieacoi Kai dAAri ^etcottcoi üirsp 69püv Ss^iäv Petr. 115 = III 2, 16 (237a'). oOAri liriAcp dpiaTspcö BU (III) 998 I 4 (loi^*). ouAti etti urjAou irap' 69PÖV Petr. 115 = III 2, 15 (237"^). 9aK6s TTapd piva Par. 10 = UPZ 121, 6 (156a). 15 dAAri ÜTTÖ tiUKTfipa dpiCTTEpdv Petr. I 19 = III 19 (a) 9 (2253'). ouAf] üirö ysvEiov (Smyly) Petr. I p. 42 = III 17 (a) 7 (111^). oüAf) Otto Tpixa Petr. I 11 = III 12, 14 (235*); III 2,6 (237*). ouAf) ÜTTO ßA£9apov dpioTEpöv Petr. III 12,20 (235*); dAAriv UTt' Ö9eaAiJi6v III 14,3 (237*); ouAf) Ott' cbs Se^iöv III 19 (c) 15 (225^). oOAfi Oirep xocAivöv (Mundwinkel) Par. 10 = UPZ 121, 7 (156*) usw. Ganz vereinzelt 20 mit Artikel: 9aK6u Ixcov TTapd t6 Se^iöv oös Petr. III (2) 26 = I 13 (3) 9 (237*). ETTiCTxdjcov (= ETTiaKdjcov) Tov TToSo Se^iöv BU (III) 997 II 5 (103a'); 998 I 5 (101=^). Vgl. Hasebroek, Das Signalement in den Papyrusurkunden (Pap. Inst. Heidelberg, Schrift 3) 1921.

b) In der aphoristischen Sprache eines Traumberichts Par. 50 ^ UPZ 79, 9 25 KÜpios OÜK dTToAAOei tov aOTOÜ TTOlSa kann KÜpios ebenso gut generell = ,,ein Herr" wie individuell = ,,der Herr" aufgefaßt werden; dagegen 17 <jp[xr\v oiKiav KoOaipEaOai ist oiKiav doch wohl individuell = das Haus; ebenso vermutüch 7 £9aip£is (= ETTaipEis?) [Wilcken £9aip' £15 := £9£p' eis] X^P*^^ ßouAöuEvog TTord^ai auTÖv(i6o2'). Im Notizenstil eines anderen Traumberichts Par. 51 = UPZ 78, 13 Kora- 30 OTTiao|Jiai <(Tds) 5i5u|Jias (die bekannten Zwillingsschwestern) und ebenso 43 TrapotKaAsiTai (= -te) 5i50[|jas] (tröstet die Zw.), wo freilich Wilcken vorschlägt TTapaKÖAEi Tag 5i50pa[s eAOJIv (159^). Als ein Schreibversehen in der .^ufschrift eines Protokolls ist wohl zu betrachten Lond. III nr. 8S2 (p. 13) 6 ßEßai(obTpia) ctTTo(5i5oiJi£VTi) statt f) dTToSiSopiEvri die (genannte) Verkäuferin (loi^). 3S

Anmerkung. Paarweise beigeordnete Begriffe, die eine Gesamtheit ausdrücken, können wie in der klassischen Sprache den Artikel verlieren *): Starpi- (fas vuKTa Kai fiHEpav (d.h. immerfort) Petr. II 23 (i) 4 (HI*). 5£56a6at 5' aÜTCüi Kai Eyyövois (= EKyövois) aiTtiaiv Or. gr. 49, 13 (285 473^). (übt Otttjpxev f) yf], auTcöi koI EKyövots Lille 4, 26 (218 217*). auToOs te Kai EKyövous 40 Hai. I, 264 (HI*). SB 7246, 19 (III II'i). fjialv Kai Eyyövois d. h. allen Stammes- gliedern Teb. 124, 25. 33 (nach ii8a); (jieveT [Se poi] Kai lyyövois Amh. 68, 23 (vgl. Bd. I S. 228). yuvq Kai uioi im Mumienverzeichnis Par. 5 (114'*) nach der Statistik von Völker (S. 19) 76mal, daneben iimal f) yuvfi Kai oi uioi, 7omal f) yuvn Kai uioi, 5mal yuvf^ Kai oi uioi. Vgl. auch S. 48, 10. 45

3. Bei manchen öfter wiederkehrenden Ausdrücken macht sich im Gebrauch des Artikels ein auffälhges Schwanken geltend, das teils den

Breviloquenz vgl. Artemisiapap. = UPZ i, 5 pfi Tuxsiv ek uai5cov (von selten seiner Kinder) OriKris (e. Grab) (IV*). Vgl. auch im Deutschen: Mama hat das Tanzen erlaubt.

1) Völker § 16, 2.

2) Kühner-Gerth I 6046. Winer- Schmiedel § 19,7. Völker § 23.

24 Der Artikel. § 57.

Eindruck subjektiver Willkür und sprachlicher Gleichgültigkeit er- weckt, teils wohl auf die wachsende Vorliebe für formelhafte Wen- dungen zurückzuführen ist ^).

a) Als Variante ohne tieferen Grund ist es zu betrachten, wenn derselbe 5 Schreiber statt der gewöhnlichen Phrase tcov ev koctoxtii övtcov, die sich dutzendfach

belegen läßt, Leid. E II (Wessely) tcöv ev Tfjt K. 6. und Lond. I nr. 44 (p. 34) = UPZ 8, 10 (161^) ev Tfji KOTOxfii yeyovcbs schreibt^); ebenso wenn statt der typischen Formel TOis iSiois dvriAobiJiaaiv gelegentlich iSiois ävriAcbnaaiv be- gegnet: Grenf. I 18,17 (132^); 23,12 (118^); 28,4 (loSa); Amh. 47, 11 (113^).

10 i5ico[i dvaAcbiJia]Ti Hib. 90, 13 (222^). AitJicoi -TrapoaroAAüiievos Petr. III 36 (a) verso 4 (III^) und Zen. pap. 59160, 5 (255^) ist ungewöhnlich gegenüber Tcöi (Tfji) Atiawi in ähnlichen Ausdrücken; so im gleichen Pap. Petr. III 36 (a) verso 28 uri pe dTToAearii (= -crai) tcöi Aiiacoi; Zen. pap. 59291, 7 TrapooroAXuiievous Tfji Aeipcöi (251 50»); 5iaAOeCT0at tcoi Aipcöi Par. 27 = UPZ 47, 13; 28 = UPZ

IS 48, 13; 38 = UPZ II, 27 (160*); Tfii AiMCÖi Lond. I nr. 24 verso (p. 26) = UPZ 52,18; nr. 35 (p. 25) = UPZ 53,20 (i6ia); UTTÖ Tfis Aiuoö Par. 26 == UPZ 42, 9 (163a); 5iaAu6iJi6vai (Wilcken) tcoi Aeiiicoi Leid. E III = UPZ 49, 13 (um 162^); Otto Tfis AinoO Par. 12 = UPZ 122, 22 (157^). Zwischen dpia xfii fiuepai Petr. II 45 = W. Chr. I col. I, 21 (um 256*); Zen. pap. 59203, 4. 10 (254^) und dpa

20 finepat Hib. 168 descr. (nach 245^); Teb. 12, 19 (iiS^); 17, 3; 18, 3 (114*) läßt sich schwerlich ein Bedeutungsunterschied feststellen.

b) Kanzleimäßige Kürze und Neigung zu formelhafter Ausdrucks- weise führte zum Ausfall des Artikels in Verbindungen wie: Te(TCXKTai) Kard 5iaypa9Tiv Meiivovos Kai 'Eppiou Amh. 53, i (i^*^); Kaxd 5iaypa9fiv Yevxcoo-ios

2554,1 (112''). Ebenso Kaxd -rrpögTayua Acopicovos Hib. 34, 2 (243»). Dagegen Te(TCCKTai) KOTd T-qv TTcrrajiJivos Kai tcov pietöxcov Siaypacpriv Amh. 52, i (139^)- Ebenso ey AoyicrTripiou TrapayeypaiiUEVOt eiaiv Eleph. 18,2 (223^) gegenüber IXOUCTiv f\dT] HK Toü AoytCTTr)piou Hib. 40, 14 (261^). ey ßaaiAiKoij und ek toü ßaaiAtKoO, eis ßaaiAiKÖv halten sich so ziemlich die Waage: EKKEiTai sy ßaatAi-

30 Koü Hib. 51, 6 (245a); EiAri9aai Ey ßaaiAiKoö Petr. I 24 (3) 3 (254a'); Petr. I 17 (2) = III 15, 10 (235a). Par. 23, 25. 27 (165a); Theb. Bk. I i, 4. 22; 2, 6; IV 2, 11 (130^). Aber dvEvrjvdxoto-iv E15 t6 ßaaiAiKÖv Hib. 50, 2 (nach 257*); 47, 23 (256^); Eleph. 14, 2 (III^); 19, 15 (HI^). ey Uev toO ßaaiAiKoij Par. 27 = UPZ 47, 15; Leid. C verso (p. 21) = UPZ 31, 5 (162*) usw. Datierungen nach dem Neumonds-

35 tag werden auch mit Beziehung auf einen bestimmten Monat bald durch Tfii voutiTiviai bald durch voupiriviai ausgedrückt: Tf)i vouijriviai toü TToü- VI Kanop. Dekr. 39, aber 37 vou|JTiviai toö TTauvi (237^). d-rrö Tfjs vou- urivias TOÜ 6ööu9 Rosettast. 50 (196a), aber dirö vouprivias toO 6cöu6 Or. gr. 177,17 (g^^). eco5 Tfis vounrivias Petr. II 4 (2) 6 (255 54=*). 'YTrEpßEpETaiou 40 vouiJiTiviai Petr. III 54 (i) col. i, 5 (III^). 5av5iKOÖ vouiiriviai Petr. I 19 = III 19 (a) 20 (225^). d9' dAco ist mehr formelhaft als dfro Tfis dAco, das (mit Beziehung auf eine bestimmte Tenne) dem Kontext angehört: toü 09' dAco (KpiOorrüpou) Petr. III 76 recto col. 2, 7; col. 4, 8; verso col. 4, 11 (222^). äy {y} vecov tcöv eTTi- övTcov dir' dAco (sie) Hib. 84 (a) 5. 20 (285 4=1). irpos Td £K96pia, d Ö9£iAo|jev

I) Radermacher N. T.2 113 redet mit Recht in der KOtvri von , .einer ge- wissen Willkür" im Artikelgebrauch und führt S. 114 die Auslassung des Artikels zum Teil darauf zurück, ,,daß der Formelschatz der Sprache zunimmt". Auch Schmid Attic. III 64 konstatiert im i. christhchen Jahrhundert , .Lässigkeit im Gebrauch des Artikels". Vgl. auch H. Kallenberg, Rh. M. 62, 9 fE.

») Leid. E II = UPZ 33, 2 liest Wilcken ev KOTOxfit; Lond. I 44 = UPZ 8, 10 EV Tf^i KaTOxfji, aber ebenda 3 ev KOTOxfit.

§ 5S. Schwankungen im Artikelgebrauch. ob

-otTTÖ Tfis ccAco (frisch von unserer Tenne) Alex. (Botti) 6, 14 (III^). Tiapaiie- TpEiTCö dcrrö Tfis «Aco Rev. L. 39, 10; KO\ii2iaQo3 octtö ttis aAco 41, 19 (258^).

Über den Einfluß einer Präposition auf den Artikel s. unten § 59.

§ 58. Einzelne Kategorien von Gattungsnamen, bei denen der Artikelgebrauch schwankt. s

I. öeös i) wird gebraucht

a) ohne Artikel, und zwar

a) im Singular, zunächst im Sinne von Gottheit überhaupt, •dann in appositioneller Verwendung mit oder ohne Attribut sowohl bei ■einem Götternamen als beim Beinamen eines vergötterten Herrschers. 10

öecöi TTAEioTTi x^tpiS Petr. III 53 (o) 5 (111^). dirÖKEiTai irapöc e[eoö] 2) Hfjvts ToTs \XT\ KaTÖt t6 ßsATtaGov (sie) rrpoaipouiJievois 2f\v Par. 63 col. 9, 47 (165^). Itou5 15^ CDaptioööi i<ä eis ttiv Korra Qeöv Leid. U II 2 = UPZ 81 (geschr. 11^), nach Wilcken z. St. = zur Bezeichnung der natürlichen Zeiten (opp. koct' äorpo- ^oyous). Vgl. Eud. 3, 26 Kocra Oelov (Blaß KOTCt öeöv) dvaAeyoiaevoi xds fiiaepas '5 (11*). 0SOÜ EuAoyi'a (Aufschrift der Weihinschrift eines Juden, der einen bestimmten Gottesnamen ängstlich vermeidet und sich möglichst allgemein ausdrückt) Or. gr. 74 (III*); 73 etwas bestimmter EÜAcyeT tov (seinen) öeöv. Belege für Oeös, Oeös piyas, Qsä laEyctAr), 6e6s liEyas liEyas, 0eös peyiaTOs, Osös KpoKoBiAos als Apposition bei Götternamen s. oben S. 4, 240. Als Beiwort eines vergötterten Herrschers: OeoG 'ETn9avo0s Rosettast. 5 (196*). ÖEcij OiAonriTopos, 6eoO EO-rräTopos Kai öeoö OiAonfiTopos Kai e£oO EÜEpyexou Par. 5 col. i, i f. (114^). 6e"i OiAo|ifiTopi Kai ÖEÖt CDiAa5£A9coi Leid. G 9 f. (99^) usw. [ßaaiAEus nToAEiaalos |i]£yas Oeös Or. gr. 168, I (115*). lEpöv Zupias 6eoü (wohl als ein Eigenname empfunden) Magd. 2, 3 (222**). ÖECoi Ovf'iaTCOi Or. gr. 96 (205—181?*) so bezeichnen die =5 Juden ihren Gott (|1^'?J?) ^^''^ Widmung einer Synagoge; ebenso Preis. Samm. 589 Inschr. v. Alexandria (11^).

ß) Der Plural Oeoi steht ebenfalls zunächst ganz allgemein in ge- wissen Verbindungen, dann in halb poetischem Ton und besonders häufig als Beiwort vergötterter Könige (Kultbeiname). 30

Toc TTpos ÖEoOs EÜspyETiKcös SiccKEipiEUGS Rosettast. 10 (196*). Der solenne Aus- druck vom Tode des Königs oder eines Mitglieds des königlichen Hauses ist eis Oeous äiTEAeETv Petr. II 13 (19) 7 (um 252*). eis Oegus pExfiAeEV Kanop. Dekr. 55 (237*) 3). Der Leidensis U = UPZ 81 (Traum des Nektonabos), dem teilweise ein Isishymnus zugrunde liegt (vgl. I. Band S. 26), enthält col. 2, 10 das poe- 35 tische Epitheton öecüv avaaov (sie) ''Ictiv, 17 OECt 6ec6v, Kpdros EXO'-'o-a liEytarov, 19 jcbjouaa (sie) OeoOs ttocvtes (= trävTas); dagegen in der prosaischen Erzählung col. 3, 9 TTiv Tcöv 6ecöv cvaaaov (= avaaaav), geschr. 11*™.

Beispiele für die Kultbeinamen 6eoI ScoTfjpES, 'A5eA<poi, EÜEpyrrai, (I^iAopriTopES, (tiiAoTTÖTopes, 'ETn9avETs bieten die zahllosen Aktpräskripte in 4^

I) Blaß-Debrunner N. T.^ § 254.

») Wilcken liest UPZ 144, 47 e£[co]v lif^viS-

3) E. Kornemann, Beitr. zur alten Gesch. I p. 61, i. In der Grabschrift Itous As Kai ä eis OeoOs 'EiT£i(p icr}, Ptol. Inschr. v. Strack, Arch. III 128 ■(145*) ist nach eis Oeous zu ergänzen hettjAöe.

26 Der Artikel. § 58,

Menge '). In Titulaturen und appositionellcr Verwendung steht 6soi stets ohne Artikel vor dem Königsbeinamen; in fortlaufender Darstellung tritt gewöhnlich der Artikel dazu in zweierlei Typen: Tcov EuepysTcöv öecov und (seltener) tcov Sewv EuepyeTcov. Als Muster eines Aktpräskripts gelte Amh. 43 = W. Chr. 105: ßaai- s AeuovTOS TTToÄEiJaiQU toö rTToAepaiou Kai KAeoTTÖTpas 6ecov 'ETn9avcöv (Appos.) E9' iepECOs 'HpccKAEoScbpou 'ATroAAo9ävou 'AAE^ävSpou Kai Oecov Zcoxripcov Kai ÖEcöv 'A5eA9c5v Kai Oecov EOspyeTcov Kai Oecöv OiAoTraröpcov Kai öecov 'ETn9avcöv Kai 6ECOV OiAoiiTiTÖpcov usw. (173*^). Im Kanop. Dekr. wird streng unterschieden zwischen der artikellosen Form im Präskript und in Apposition einerseits und der

10 Form mit Artikel im Kontext andererseits: i £9' lEpEcog 'AttgAAcovISou toO Moa- Xicovos 'AAE^dvSpou Kai Oecöv 'A5£A9cöv Kai Oecov EOepyeTcöv (Präskript); 7 rfToA£|jaiou Kai 'Apaiv6r|s öecov 'A5eA9cöv (Appos.), 8 ßaaiAsus TTToAEiaaios Kai BEpEviKTi, ÖEoi EÜEpyETai (Appos.), 21 ßaaiAEi FTToAEpaicoi Kai ßaCTiAiaarii BEpsviKT)!, ÖEOis EOspyExais, ebenso 22 öeoIs ZcoTfipcriv, 36 öeoTs EuEpysTaig, 46 öecou

'5 EÜEpyETCÖv. Dagegen im Kontext: 7 £V Tcoi £v KavcoTTCOi lEpcoi twv EÜEpyETCov ÖEÖov, ebenso 22; 25 TTToAEtiaiou toü tcöv öewv 'A5£A9cov, 31 9uAfi tcov EüspyETcov öeööv, ebenso 32. 33. 44. 46. 54. 57; 75 tiijcövtes toüs EÜEpysTas öegus (236").

b) ÖEÖsmit Artikel bezieht sich im Singular immer auf einen bestimmten, vorher genannten oder vorschwebenden Einzelgott. Im

=^° Plural herrscht der Artikel überhaupt vor (abgesehen von der oben erwähnten Verwendung) sowohl allgemein als von bestimmten Göttern. EIS t6v toö Ö80O (Soknopaios) Aöyov Amh. 35, 44 (132^). toö öeoö ettei- TÖ^avTCS (sie) Par. 23 = UPZ 18, 30; ebenso 21 ttevöeIv tcöi Öecöi (163^). Ge- meint ist Sarapis, von dem im ganzen Stück die Rede ist. In dem freilich sehr

=s fragmentarisch erhaltenen Pap. Petr. II 19 (i) 2 d^icö ae ouveko toö öeoö Kai toö KaAcÖ5 ExovTos (III*^) ist 6 öeös nicht allgemein = um Gottes willen, sondern sicherlich von dem Gott zu verstehen, dem der Hilfefiehende sich anvertraut. Plurale: ToTs ÖEOlg TroAAf) X°P'5 Hib. 79,6 (nach 260*); Petr. I 29,2 (III*). EXOilJi otv ToTs ÖEoTs rroAAfiv X'^P^^ Mich. Zen. 23, 2 (257*). toc irpos TOÖg öeoOs

30 EÜCTEßoös Rosettast. i (196*). ouvOonEV toüs öegOs Teb. 22, 13 (112^). toIs öeoTs E0x£C7Öai Petr. II 2 (3) 2 (260^); Lond. I nr. 42 (p. 30) = UPZ 59, 3 (168*). T0T5 ÖEoTs EOxapiOTETv ebenda 11; Teb. 56, 10 (130*). Tolg öeoTs £TnTpoTrf)v 5i5o|i£t (sie) Par. 45 = UPZ 69, 4; ebenda 5 dvEU tcov öecov ouöev yivETai (153*). vfi T0O5 ÖEOÜs dycovicö Par. 49 = UPZ 62, 29 (164—58*). ettiteAeTv to. vopijöiJiEva toTs öeoTs

35 (mit Bezug auf bestimmte Kulte) Teb. 6, 48 (140*) und oft. Ebenso uriÖEV tcov dviEpcopsvcov (geweiht) toTs ÖeoTs Teb. 5, 57. 60 (118*).

2. ßaaiAEÜs. Ursprünglich bedeutet ö ßaaiAEus der regierende

König, eine Bedeutung, die in vielen Fällen noch deutlich zutage tritt.

ßaaiAeOs ist = König überhaupt als Staatsoberhaupt und Vertreter

40 der Regierung. Die Praxis wird nicht überall streng festgehalten, und

Grenzüberschreitungen nach beiden Seiten kommen vor.

a) 6 ßaaiAEÜs von der Person des regierenden Ptolemäers: tcöi ßaaiAEi oucTTaöriCTEaöat Petr. II 11 (i) 5 (III*). KaödirEp ö ßaaiAEÖs airouSdjEi (wünscht) Hib. 74, 4 (249*). Trpös ttiv AcoaiÖEOU HETd toö ßaaiAECos (im Gefolge 45 des Königs) rrapouaiav Grad. 2, 5 (225*). KorraTrAElv HEAAopiEv rrpös töv ßaaiAEa Par. 48 = UPZ 72, 19 (153*). ÖTrcos 5cÖaiv auToTs X^P'^ ^°^^ iJiop9fiv Ttpös töv ßaaiAEa Kai Tf|v ßaaiAiaaav Leid. K = UPZ 109, 9 (98*). In vielen Fällen tiitt die Person des Königs zurück gegenüber seiner amtlichen Würde an der Spitze

I) Zur Sache vgl. Wilcken Grundzüge S. 98 f.

§ 58. Der Artikel bei Oeös, ßaaiAeüs, 116X15, iroTaMiös, oüpavos. 27

der gerichtlichen, militärischen und finanziellen Verwaltung: so in der häufigen Verbindung 6 ßaaiAeüs Tiepl ccütcöv 5iayvcba£Tai Amh. 29, 18 (nach25oä); Rev. L.

13, 13 (258*). £9' iepecos toO övtos ev tcoi toö ßaaiAecos orpcn-OTTeBcoi BU (III) 993 II 3- 7 (127*). Bei Eingaben, die oft nur nominell an den König gerichtet sind (vgl. unten): 56vtcov fjucöv aoi Evxeu^iv eis toö ßaaiAecos övopia Petr. II 2 (i) 3 5 (222 21*). oaroaTeAAeTcoaav T-qv ypa9fiv irpös TÖpi ßaaiÄea Rev. L. 51, 22 (258*). TOÖ y]J\JKTf\pos Trapa tcöi ßaaiAel (bei der königl. Gerichtsstelle) Ioti ypa9r) Zen. pap. 59044, 10 (257'*). TTpoaavriuEyKev TaTas TTpoaT£Ta)(£vai töv ßaoiAea Tor. I 2, 26 (iiö!^). ärroSeSopiEvris tcoi ßaaiAel evT£Ü^£cos Lond. I nr. 20 (p. 9) = UPZ 22, 5; nr. 17 (p. 10) = UPZ 23, 9; 17 (p. 11) UPZ 26, i; nr. 23 (p. 38) = UPZ 10

14, 2 (um 160^). irpos Se töv ßaaiAEa |jif|T£ pcKpcts ETriaToAöcs iJir)T£ TrEpi äTrdvrcov ypä9£iv BU loii II 5 (11*^). ottcos ttAeTov yiuriTai tcöi ßaaiAEi (dem königl. Fiskus) Eleph. 19, 23 (223^). as diroiJiETpriaco tcöi ßaaiAei Lille 9, 15 (III*^). TrAelöu ti rrspi- TTOiou|Ji£voi TÖöi ßaaiAfl Amh. 34 (d) 2 (nach 157^). coctte ocv 5iä90pa ouk öAiya TCÖI ßaaiAEi Kai tcöi lEpcöi dva9£p£a6ai P. Cairo = W. Chr. 11 B 8 (123^). Kai oüesv is tcöi ßaaiAEl 5iaTTear|i Teb. 41,62 (nach 119^). iva \XT\Qiv TrapaAEiTTtiTai toöv TCÖI ßcCTiAel xp'no^iP"J^v Hib. 82, 21; 30 ottcos f^ Tiiaf] TiECTrii tcöi ßaaiAEl (239*) usw.

b) ßaaiAEÜs steht unbestimmt vom jeweiligen Staatsoberhaupt in Er- lassen: Petr. III 20 recto (= W. Chr. 450) col. 4, i Gecovos dvoyyEiAavTos ßaai- AEa TrpcsTd^ai (aber 6 ecos otv 6 ßaaiAEÖs (nämlich Ptol. Philadelphos) irepi 20 TOÜTCov £TTiaK£<friTai und 11 Korrd [toö] ßaaiAECos TTpösTcrypa); ebenda verso col. I, I ßaaiAecos irposTd^avTCS (= ,,in Königs Namen"), aber col. 3, 10 oi aTaO- poi TTEpiECTTCüoav Tcöi ßaCTiAei (III^). ßaaiAECOs irposTd^avTOs Amh. 29, 20 (nach 250*). ßaaiAscov (die Majestäten) rrpooTa^duTCOv Teb. 7, i (114*). kot- OKoAoueriaavTES toTs ütto ßaaiAscüv TrposTEToypEvois Tor. I 9, 27 (116*) Ein- 25 führung eines Richterspruchs der Chrematisten. ßaaiAel häufig = in die königl. Kasse: TreiTTCOKev ßaaiAEl W. Ostr. 1338, 3 (III^); Lond. III nr. 1200 (p. 2) 3 (192 oder 168^). TETOtKTai etti ttiv TpdrrEjav ßaaiAEi Tipiriv yns fiTreipou BU (III) 992 I 2 (162*). Tre(TrTCOK£v) etti ttju ev Kpo(Ko5iAcov) Trö(A£i) Tpd(TTE3av) wotb ßacriAEl (zugunsten der königl. Kasse) Fay. 17, i (121*); so ist wohl auch 18, 3 30 (109 oder 73a) herzustellen statt tcö ßaaiAei; Teb. II 280,3 {126^); I 119, 3. 11 (105— Ol*); 188 descr. (11*^—1*). Ferner steht ßaaiAeus ohne Artikel als Titel vor dem Königsnamen (vgl. ,, König Karl"). So im Königseid: öiivOco ßaaiAea ÜToAEiJaiov Petr. III 56 (a) 2; (b) 5 (270— 59*); Hib. 38, 11 (252— 51»); Magd. II, 2. Hand (222a); Eleph. 23, 8 (222*). Theb. Bk. XI 2. 19 (116»); 35 Teb. 78, 13 (iio— 83'). Desgleichen beginnen alle Rechtsschutzgesuche ßaaiAEi ÜToAepaicoi, gleichviel ob der König selbst die Entscheidung trifft oder die evteu^is nur nominell an ihn gerichtet ist und von seinen Beamten behandelt wird '). Vgl. insbesondere die Magdolapapyri (sämtlich ums Jahr 220 v. Chr.). Wie ßaaiAEUS allein, kommt auch ßaaiAEÖs peyas gelegentlich als Titel vor : Or. gr. 54, i ßa- 40 aiAeüs i.i£yas rTToAEiJiaios (247 21^) von Ptol. III. Euergetes; Oirep ßaaiAECos pe- ydAou ÜToAEiJiaiou Or. gr. 187 (58^).

Ganz vereinzelt begegnet ßaaiAeus = ö ßaaiAEUS mit bestimmter Be- ziehung auf den regierenden König: etti ßaaiAECOs aicovoßiou Lond. I nr. 3 (p. 46) 18 (146*). EVTÖs 9poupiou ßaaiAECOs BU 1002, 7 (55*). 45

3. Gattungsnamen, die zugleich als Eigennamen oder an Stelle von Eigennamen gebraucht werden, können den Artikel entbehren oder erhalten 2). Hierher gehören ttöAis == Hauptstadt, iroTapös = Nil, oüpavös. Über fjAios und o-eArivri vgl. oben S. 18 f.

') Vgl. zur Sache Mitteis Gnindzüge S. 2 u. 13. *) Kühner-Gerth I 602 b.

28 Der Artikel. § 58.

a) TT ö Ais kann je nach dem Zusammenhang die nächste Metropole bezeichnen. Die meisten erhaltenen Beispiele sind Präpositionalausdrücke und gehören dem Tabellenstil an : ttöAecos im Einnahmebuch der kgl. Bank von Krokodilopolis Petr. II 28 bedeutet ,,die Hauptstadt" col. 2, 4. 12. 25; col. 3, i ff. ; col. 5, 2. 7; col. 6, 34;

s col. 7, 8. 13. 15. 17 fif. (III^) ')• SB 6820, 15 oi örn-oaraAevTes eis ttöAiv (Iliam). dorö ZxsSias vocüAov eis ttoAiv Hib. iio, 31 (nach 270^). 'Airei eis iröAiv Hib. iii = Mitt. Chr. 38, 24 (nach 250*). In einer Landvermessungsliste Teb. 86, 2 Trepi- axaais ttoAecos (Krokodilopolis); ebenso 6. 17. 29. 31. 39. 45; aberTfis TTÖAecos n- 23; Tiapä TTiv TTÖAiv 24 (II**). In Privatrechnungen: Teb. 120, 79 ev iröAei, 83

10 ai £K TToAecos; aber 73 und iio eis Triv ttöAiv (97 oder 64^); 121,3 eis TTÖAtv dpyu(piou) (Spoxpocl) 2, 4 ebenso, 42 'Apauaei eis ttöAiv, 50 vctöAov Tropf) (cov) eis TTÖAiv XK (94 oder 61^). nToAenalos aTparriyos TröAecos (Alexandria?) Or. gr. 743 (I^ oder IP ?). Im Kontext der Rede: dTTr|A0O|iev eis ttöAiu (Alexandria) Lille I verso 33 (259^) 6|JoAoyei 'Aypcov peiaeTpfjaöai (erhalten zu haben) eK

15 Tcov irepi ttöAiv dpTdßas X''^io'S P- Cairo 10250 = Arch. II 80, 6 (227^). ol Kaxd TToAiv (die Stadtbewohner) Zen. pap. 59021,29 (258^); 59315, i eypa^^ev T\[iiv ek TTÖAecos (250^); 59367, 14 EiJi TTÖAei (240^). pap5o9Öpcoi tcoi Kocrd rröAiv PSI IV 332, II (257— 56a). TTap' fiiicov en itöAei KOiJufii Zen. pap. 59053, 11 (257*); 13 cos av Trapayevr|i eis ttöAiv; 59066, 7 lieTaTretiTreaOat eis iröAiv (257^). PSI IV 361, 12

20 Kcrrapieveiv ev TTÖAei, 13 Iva xds XP^'o^S ^°^ TTapexTlTai ev ttöAei (Alexandria) (251^); 369, 4 EU TTÖAei (250*); 407, 14 eis ttöAiv (III^-); V 533, 7 ev ttöAei (Ilia^) usw.

In fortlaufender Darstellung ist f) ttöAis = Hauptstadt weitaus häufi- ger: EIS TTlv TTÖAiv (Alexandria) KOtrcnTepvpai Eleph. 10, 7; 11,6 (223!*). cocrre dTToaTelAai aÜTÖv eis '^'hv ttöAiv (Alex.) Grenf. II 14 (c) 2 (III*). ydp eoriv

25 ev Tfii TTÖAei (Oxyrhynchos) UT]aa\xov Hib. 43, 4 (261*). KorraTTAeOCTai eis ttiv ttö- Aiv (Alex.) Magd. 22, 3 (221*). ettI tcTs SsSonevais aüroTs eTnaToAals eK ttis tto- Aecos (Alex.) Magd. 11, 11; 16 dvccKOHiCTÖfivai TTpös ttjv ttöAiv (Alex.) (222*). kcct- ETT£|a99T) Eis TTivTTÖAiv (Alexandria) PSI IV 384, 8 (248a-). ev Tfji ttöAei f)V0cyKda6Tiv EveyKai tos cruyypacpds Amh. 30, 32 (169—64*). 5id Eis tiiv ttöAiv (Alex.) [xb

30 6eA£iv Soövai Par. 49 = UPZ 62, 23 (164—1583'). toOs ev ttii ttöAei (Alex.) Par. 63 = UPZ iTo, 87; ebenda 198 o! ev Trji rröAei lidxipoi (164*). eis Se Tf]v rröAtv (Alex.) KcxraTTAeövTCOv oük öAiycov Par. 61 = UPZ 113, 6 (156*). KaAcos TTOiriCTeis Trapocyevöpievos eis tt^v ttöAiv (Alex.) Lond. I nr. 42 (p. 31) = UPZ 59, 29; nr. 43 (p. 48) = UPZ 149, 6; Vat. A = UPZ 60, 9 (168*). ToTs dvaTTopeuoiJEVois ek Tfis

35 TTÖAecos (Alexandreia) Teb. 5, 28 (118*). töv eis ttiv ttöAiv (Alex.) KCcrdTrAouv Teb. 28, 14 (114*). pexa töv ek Tfis ttöAecos (Alex.) dvÖTTAcuv Teb. 61 (b) 97 (118— 17*); 72, 55 (114 13*). TCOV dTTÖ Tfis TTÖAecos (Memphis) 'ISoutiai'cov Or. gr. 737,4(11*). In einer Privatrechnung: Ixco Trapd 'AfipiEivig Eis ttiv ttöAiv k6 (am 29. d. M.) (5paxnds) 5 Teb. 120, 73; iio (97 oder 64*). Ebenso stets: daTu:

40 evTÖs Toö doTEcos Hai. i, 95; 89 e^co toO dorecos (III*).

b) TTOTanös und 6 rroTaiiös = Nil, doch überwiegt das letztere. Hib. 27, 126 ö TTOTaiiös dpxETOi dvaßaiveiv, 168 = 174 Kai ö TTOTapiös ETTiarinaivei Trpös ttjv dvdßaaiv (Kalender 301 240*). ocürfiv tt^v dvccxcopiiaiv toö TTOTaiioO Petr. II 13 (19) 9 (um 2528-). cöpioad aoi töv TrdTpiov opKov erri toö TTOTa|ioö (beim Flußgott

45 Nil) Petr. III 56 (d) 12 (HI*). Zen. pap. 59443, 3 (III*). sis töv TTOTapöv EvaAEaOat P. Cairo = W. Chr. 11 A 42, aber 43 Kai KaTd TTOTaiaöv oük öAious (= öAiyous) 5ia90apfivai (123*). toö te TTOTaiioö ttgte evAitteotepov dvaßdvTos Kanop. Dekr. 13; 37 f) toö TTOTapoö dvdßaais (237*). t[oö] TTOTapioö dvaßdvTOS PSI V 488, 14 (258—57*); ETTi TÖV TTOTaiiöv ebenda 545, 12 (III*). Tfis oiKias Tfjs ouaris

TTpös Tcöi TTOTapicöi Par. 22 = UPZ 19, 10; 11 dTTOKoAupßfiaavTos Eis töv TTOTaiiöv (um 165*). Evyüs TOÖ TTOTaiioö Par. 23 UPZ 18, 8; 9 Eis töv TTOTapiöv, 10 Eis

I) Wilcken. GGA 1895 S. 157.

§ 58. Lokalbezcichnunfjen. 29

vf]aovev ttotqucoi (165^). toO 5p6nou toö <pepovTos ettI iroTaiJiöv Par. 15, 16 (120*); Tor. I I, 28; II 25 (116^); aber Par. 15 bis (p. 225) 4 toö Tfjs "Hpag 5pö|iou ürrayov- Tos IttI töv TTOTaiiöv (i2iä). UTTÖ [toö TTOTjapioö BGU VI 1216, 124 (c. IIO^). c) oupavos kommt nur mit Artikel vor; tcöv Otto töv oüpavov xwpwv Leid. G 14; H 13 = UPZ 106 u. loS (Qga). 5

4. Einige Lokalbezeichnungen wie aOAri (königl. Hof), 5pöpos (Tempelallee), Itnropiov (Markt), TrpuTavelov,TÖTrosund piEpis (Distrikt), T8lxos (Ringmauer), 9poüpiov (Wachtposten), (puAaKri (Haftlokal), vpuypös (Trockenplatz) können wie Gattungsnamen mit Artikel oder wie Eigennamen ohne Artikel behandelt werden ^). 10

Sö^avTC d5EÄ96v aOroö ev Tfjt auAfii elvai Par. 49 = Witk. ep. pr.^ 38, 17 (164— 58a). Trapexopevcüv Se tös ev Tfji aüAfii XP^'^^S Or. gr. 168, 38 (115*). eisBoaiv irotEl eis auArjv Lond. I nr. 23 (p. 41) = UPZ 14, 113 (158^). Mit kanzleimäßiger Küize in Titeln: tcov Trspi aüAriv ettiAektcov pocxiljcov (Hofgarde) Or. gr. 731, 5 (205— iQS^'). TCOV iTEpi aüAfiv äpxuirripETaiv Par. 10 UPZ 121, 18 's (156a'). Tcöv TTEpi aüA-qv 5ia56xcov Par 15, 9. (120^); Tor. I i, 15 {116^). oi TTSpi cxuAr|v Preis. Samm. 1568 Inschr (H'^) usw. scos 5p6|iou (in einer Maßangabe) Or.gr. 178, II (95^). Im Zusammenhang: E^ d|J90T£pcov ^IEpcöv toO 5pöpiou Kanop. Dekr. 52 (237^). eiri toö 5p6tiou Par. 11 = UPZ 119. 28. 31. 44 (156^). Über die Maß- angabe piETpcoi Tcoi Trpös TÖEiri TOÜ5pö|JOU (sc. crunpEpArmevcoi) s. S. 165,13.43. eis £ PTT ö p 1 o V Zen. pap. 50 025, 8 (IH^). £li rrpuTavEicoi Or. gr. 49, 13 (285 47*). ev TT] TTpoCTTdSt ToO TTpuTavEiou 51, 22 (um 250^). iva KCTOC TÖTTOV (im Bezirk) e^dyr|Tai TCt Korrd ttiv ypaiJiJiaTeiav (die Ausgaben für die Schreibstube erledigt werden) Hib. 82, 19 (239— 38^). 5id tcöv Korrd töttov TrpOKExeipio-pevcov Par. 65, 7 (146— 135a); P. Heidelb. = Preis. Samm. 5675, 4 (184— 3a). töv [auTÖv 25 TpÖTTOv, ov Kai] TrpÖTEpov EiöiCTiiEVOi EV TÖTT015 fjoav P. Louvre 10632 = W. Chr. 167, 15 (131'*). Tecos °ü3pou cpuAcxKiTTis töttou 'Apiacovieiou Or. gr. 85 (221 05). BGU 1141,18 09' cb5 (= d9'oö) aoi £9iAiaaa, oO KCfTsAiya töttov (c. 14*). In Quittungen auf Scherben: teAos töttou Wilck. Ostr. 1344 (H^); |J6(neTpriKev) ÜTrep töttou (für seinen Distrikt) W. Ostr. 723, 3; 735 (139^); 1342 30 (II*); 1521 (131^); 1524 (127^). Aber ÜTTEp toO töttou 724 (unb. ptol.); 725; 734; 736(139^); 1312 (11^); 1350, 3 (11^). oüSevös övtos etti tcüv töttcov (in der Gegend) Magd. I, 5 (222*). öttcos dv \ir\ KaTa96EipriTai ich TrAoia etti tcov töttcov Magd. II, 10 (221*). ou5' 'Imouötii tcöi uicoi etti tcöv töttcov HETaSeScbKorre Petr. II 38 (b) 3. 8 (243a). ETTi Tqv ETTI Tcöv töttcov (im Distrikt) TpÖTTE^av Rein. 7, 35

9; 17 TWl ETTI TCÖV TÖTTCOV CTTpOCTriycöl, 35 TCÖl ETTI TCÖV TÖTTCOV ^EVIKCÖI TTpÖKTOpi

(141a'). 6id Kai OE |ifi Trapeivai etti tcöv [töttcov] Wilcken Teb. 38, 17 (114^^) usw. tcöv kotö pepiSa e9Ö5cov (Distriktsaufseher) Teb. 32 = W. Chr. 448, 18 (um 145*). Aber TCÖV 5idTfis pepiSosdaxoAounEvcov Or. gr. 177, 6; 179, 11 (95^). (JKoAoüöcos TOis UTTÖ OToKOs CTTpocTriyoO Tfjs tJiEpiSos ETTECTTaAiJEVOis Lond. II nr. 256 40 (p. 96) 2 (11 15 p. C). TÖV EKTÖ5 Teixous Tfjs ttöAecos ßcopöv Or.gr. 52 (258^). TTaoT09Öpiov evTÖs Teixous Eleph. 20, 53 (223*). Ähnlich evTÖg 9poupiou peydAou 'Epnaiou, vuvi 9poupiou ßaoiAecos BU (III) 1002, 6 (55^); aber evtös TOÖ ev Tols Menv(oveiois) 9poupiou Leid. M I 23 (114^). ovvexoiaat £|J 9uAaKfit Petr. II 19 (i*) (Ilia). s[x 9uAccKfii eotco Rev. L. 13, 13 (258^). elxev ev 9uAaKf]i 45 Zen. pap. 59368, 25; aber 59369, 6 öttcos PT) ev tt^i 9uAaKfii KorTa96apcö (beide 240=^). KOTE^EAerii £K 9uAaKfis Lond. II nr. 220 (p. 6) col. 2, 3 (138^). eTTi 9uAaKfis

1) Die Stilgattung der einzelnen Stücke darf nicht übersehen werden: im Kontext herrscht der Artikel vor, in der Breviloquenz fehlt er am häufigsten, ohne daß man freilich ganz streng scheiden kann. Präpositionalausdrücke überwiegen.

30 Der Artikel. § 58.

ypaniJiomKÖv (SpaxMcci) 5 auf der Wache, im Wachthaus Schreibgebühren 4 Dr. Hib. HO, 23 (nach 270^). Aber Otto tcöv ettI Tris 9uAoo<fjs Zen. pap. 59392, 3 (III'^). öpäv TÖv OdvccTOv ÜTTOKeinevov [sv] Tfit 9uAocKfit Petr. III 36 (a) recto 8; verso 29 (III^). ccTTOÖEaeai eis TT] V 9UÄaKr)v Eleph. 12,2 (223^). TrpoaaTrriyayev 5 UH EIS T-qv cpuAccKriv Magd. 42, 7 (221*). ToTs ev Talg 9uAaKaTs dTTTiyiievois Ro- settast. 13 (196^). ecos «fuyiaoO als Bezeichnung einer bekannten Örtlichkeit Or.gr. 176, 10 (gS^). TÖV yuynöv Petr. II 32 (2^^) 7. 9 (um 240^). Zen. pap. 59531» 7 ^"Tfi "ro*^ V4;uyy|jio0 (sie) (III^) i).

Anmerkung. Auch bei anderen bekannten oder genannten Örtlichkeiten

10 kann im Tabellenstil der Artikel fehlen: Teb. 86, 2 'Apya(iTi5os) Sicöpu^; ebenso

7. 12. 17. 23. 30. 40. 46; aber 37 Trapa tt\v 5icbpuya (11^^); 120, 17 5id rTaruviog

26oTfiTos TEpTu(viTOu) EIS Kcb^Tiv, 126 TTüppcoi E-rTiCTTdrrii Kcö(pris) (97 oder 64^).

5. Naturbegriffe, Stoff bezeichnungen und nur in einer Form vorhandene Dinge (ccAs, yfi, ödAaaaa und TTsAayos, u5cop) können in

IS manchen Verbindungen und Formeln den Artikel entbehren; ebenso OävaTos; ttAoTov, 9uAri und 5f)iJiosmit Attribut.

öAös [ETTJi (oder [Ka]i?) TpaTTEjris (JiETa^ü övtcou (=övtos)2) P. Cairo = W. Chr. II A 57 (123^) unbestimmtes Quantum, nicht Stoff bezeichnung im all- gemeinen. Toü dAös teAgs Salzsteuer Hai. i, 264 (IH'^). toc |J£V UTTsp

20 yfjs, TCCU0' ÜTTÖ yfis Eudox. col. 6, 5 (H^)- Ksy yf]i kev daAdaar)! Artemisiapap. = UPZ I, 6 (IV^). TTpo9Epö|ji£voi Kai Tals dTToaKEuals aÜTCov £iny£ypd96ai yfiv d. h. auch dem (von ihnen daheim gelassenen) Troß (vgl. Dikaiomat. S. 86 f.) sei Land (im Sinne von Landbebauung) auferlegt worden Par. 63 = UPZ HO, 199, auch hier (wie oben bei dAs) unbestimmtes Quantum mit präg-

25 nanter Bedeutung (164^). ctcoöeIs ek TreAdyous Or. gr. 74 (III^). MEXP' toO u5cop {iplpayrivai Petr. II 23 (i) 11 (IH^). yi'vcoCTKE Öe Kai öti u5cop EKaaTOS TTpÖTspov 5elu 9aaiv (= -rrdvTES 9aCTiv) UTrdpxeiv Petr. I 29, 13 (III^). Aber Td EyßsßpEypEva Otto toü OSotos Petr. III 43 (2) recto col. 3, 25 (245^). Aapßdveiv Td aiTdpia 5id t6 uScop Par. 32 = UPZ 61, 10 (161^). ek OavÖTOu

30 a£aco|Jiai Par. 12 = UPZ 122, 18 (157^). 6av[dTC0i jjrmioüaöai Teb. 5, 92 (iiS^). öaudTCoi Euoxov Eivai Inschr. v. Batn-Herit = W. Chr. 70, 18 (57—561). Aber öpav TÖV OdvaTov ÜTTOKEiiaEvov Petr. III 36 (a) 7 (Ilia^). XP"<^°^^ ttAoTov E^dyETai (das bekannte vergoldete Fahrzeug des Osiris, das beim TTEpiTrAous des Gottes im Frühjahr gebraucht wird) Hib. 27, 61 (Kalender 301 240^). Vgl. dvaycoyn toO

35 lEpoO ttAoi'ou toö 'OaEipios Kanop. Dekr. 61 (237^). KOTOXCOpiaai cojtöv eis 9uAfiv riToAEiJaiiSa Kai Si^iJov BEpeviKea Or. gr. 49, 15 (285— 47^). eis Sfiiiov MaOpiiEa Petr. III 6 (a) 11. 44 (237^); 11, 7. 28; 21 (a) 10 (235^).

6. Nomina abstractas). Der. Artikel kann ohne wesentlichen Unterschied der Bedeutung stehen oder wegbleiben; bei den Nomina

1) Wenn auch in manchen der angeführten Beispiele der Einfluß der Präpo- sition als wirksam für den Ausfall des Artikels angesehen werden kann, so wird man doch, da dieselben Präpositionalausdrücke auch mit Artikel vorkommen, diese Lokalnamen für sich behandeln dürfen, jedenfalls aber die jeweilige Stilart (ob Kon- text oder Tabellenstil) im Auge zu behalten haben. Am ehesten noch den Eindruck festgewordener Präpositionalwendungen machen TTEpl oüAriv und ektös (evtös) TEi'xous (vgl. außerhalb Etters).

2) Vgl. unten § 134, 11.

3) Krüger § 50, 3, 4. 5. Kühner-Gerth I 606 i. Gildersleeve Synt. II §565—67. Winer-Schmiedel §19,11. Schmid Attic. IV 65. Blaß-Debrunner N. T.5 § 258.

§ 58. Naturbegriffe, nomina abstracta, Zeitbestimmungen. dl

actionis wird die Tätigkeit durch den Artikel als auf ein bestimmtes Ziel gerichtet bezeichnet.

a) Abstracta mit Artikel: TrapaKoAouöriaavTä as Tr^i äÄT^Oeiai (der Begriff gleichsam personifiziert) Par. 46 = UPZ 71, 19 (152^); 47 = UPZ 70 verso Trpös ToOs TTiv dAf)6eiav Aeyovreg (sie) (152^). Tqi (3iat (gewaltsam) ä-rrriveyKavTO 5 P. Heidelb. = Preis. Samm. 4638, 19 (147 oder 136^); aber 9 EVcbiKtiaav ßiat. armfivai [loi tt]v 9iAoTiiJiiav Par. 63, 11 = UPZ 145, 12; 16 Tfii ocAriOefai (165^). KOTaTTscpEuyÖTas 5id ttiv driSiav Par. 11 = UPZ 119, 23 (156^). äv£iT£ppcü|a£uog Ttii ToAiir)piai Tor. VIII 66 (119^). Maßbezeichnungen u. dgl.: hectgs twi HeyEÖHi (s. unten Z. 25) Petr. III 4 (2) = I 13 (2) 5 (237^). TrActTos (irrixcöv) 10 r\ Petr. III 43 (2) recto col. 3, 20. 23. 25. 29; aber verso col. 4, 7 irAdTos kötco (tct]- Xcöv) ^; 8 \J^JO<;^, 11 pifiKOS eis ^i^ios (245^1). tcx ßaaiAiKÖ 69£iAri|J0CTa, övTa TToAAd Tcoi iTAr)6ei (so wohl mit Recht von Dittenberger or. gi. 90 bezogen), a(fr\- KEV Rosettast. 13 (196^). y£U05 Züpog Par. 10 = UPZ 121, 4 (156^). No- mina actionis: 5id te tt^v yvcoaiv (wegen der bevorstehenden Gerichtsent- 15 Scheidung der Chrematisten) Petr. II 16 = Witk. ep. pr.* 4, 3 (HI^). TrposTrapa- KaAECTat NiKCOva Trepi xfis Aoye(i)as (wegen der vorgeschriebenen Steuerkollekte) Teb. 58 = Witk. ep. pr.^ 61, 55 (iii^) usw.

b) Abstracta ohne Artikel: iv' &> teteuxcos <piAav6pcoTrias (statt der gev.-öhnlichen Phrase ti^s Trapd ctou 9iAavepooTTias) Teb. 30, 20 (115^). Ebenso 20 TEU^oiJiai dvTiAri|Ji<|'£COS Rein. 7, 36 (i4i3'). ETTiaripaCTias (Wohlwollen) TSTevyivax ocÜTÖv Teb. 23,6 (119 od. 114^). etti Se toctoötov EÜy vcoiaoauvris eAtjAuöccte Par. 63 = UPZ iio, 83; ebenda 78 TTdvTcov 6i\ivT\aTioiv EaxtlKccre (164^). toIs f)y£iJiovias aüroOs d^ioOatv P. Freiburg = SB 5942, 11 (251''^). Maßbezeich- nungen u. ä. iJiECTOS IJEyEÖei Petr. III 2 = 15, 6; III 6 (a) 46; III 7 = II p. 23, 7 25 (237^); III 9 = I 12, 3; III 14 I 17 (i) 5. 17 (235a). HEarii lAEyeÖEi Petr. III i =

I 21 col. 2, 19 (237a). |jiEy£0£i [jiECTOs Par. 10 UPZ 121, 5; 19 jieyEÖEi ßpaxus (145'*). ToTs eyyiaxa yEVEi oöcti Genf. 21 + Oxf. + Monac. 20 (11^). eÖo^ev aÜTCoi (pucrt (von Natur) öuti oiuoTtÖTrii paOupfiaai Leid. U = UPZ 81 col. 4, 21 (11^). irAdTos [xkv ToO öpüypccTOs TTrix^iS S, ßdOos Be ß Lille i recto 8; verso 28 (259— 58'!). 30 cuAt] Trpös ßoppdv pifiKos ixrixwv 16, trAdros irrixtöv \r\ Petr. II 41, i; 8 auAfi irpös vÖTOv TrAdTos rrfixeiS 3i IJtikos Trfixe'S le, 12 aüAfi irAdTos TrrixsiS la. ^iiKos Se ke (III^). TÖTTOv Tivd |iOi CTTEVÖv ETTi (ifiKOS (einen schmalen Streifen der Länge nach) ÖeBcokev Magd. 29, 6 (218a). 150605 "Cüpou f] ecttiv ■TT(riX£is) ß e'n'i pifiKOS Teb. 164, 20 (11^). Nomina actionis (allgemein): ecos KpiaECOS Magd. 35 = W. Chr. 35 56,7 (217^). ecos yvcöaECOS Hib. 92, 13 (263^). ecos dvatiETpriCTECOs Petr. II 12 (4) 4 (241^) usw.

7. Der Artikel bei Zeitbestimmungen (ohne Präposition) ^).

I. Der Artikel fehlt

a) bei allgemeinen Zeitangaben: 40

a) im Genitiv (Zeitraum): vuktös Hib. 36,5.10 (229^); 37,5.13 (253*^); Petr. III 28 (e) 5. 15 (221*). cbpas ecoötvfis (allgemein von der Morgenzeit) Hib. iio, 65; 109 bloß Ecoöivfis (255^); ebenso Petr. II 45 W. Chr. i col. 2, 21 (um 246^). iypa^)ä ao\ 6 5eT SoOfjvai eis EKacrrov dpyoü (während der Ruhezeit) Petr. II 4 (2) 7 (255a). Anders erklärt Wilcken: ,,an unbearbeitetem Material" -). Vgl. 4S aber töv dpyöv toO xpövou Rev. L. 46, 12; 47, 4 (258^). AtocTKOupiSou Trapou-

') Krüger § 50, 2, 12. Kühner-Gerth I 606 g. Winer-Schmiedel § 19, 6. Gildersleeve Synt. II § 571.

') Vgl. Band II S. 3 Fußnote 3.

32 Der Artikel. § 58.

das (während der Anwesenheit des D.) Tab. 121, 95 (94 oder 61^); 253 descr. (96 oder 63^).

ß) im Akkusativ (Zeitstrecke): Sionrpiifas vOkto Kai f)|ji£pav Petr. II

23 (i) 4 (III^)- ■rrapaßaAelu (einkehren) copas MÖptov (auf ein Stündchen) Petr.

s II 13 (5) 4 (258—53=1). (dvaipoÖCTiv Tov pLiaGov) xpövov f\dr\ (schon geraume

Zeit) Leid. B = UPZ 20, 20 (164*). TTapoyevonEvou Kai eaTriKÖTos fmepav Petr.

II 18 (2a) = III 23 (Wilcken) 5 (246^) usw.

b) bei Datierung nach Jahren, Tagen, Stunden, wenn die Ordinalzahl nachsteht.

10 a) Jahresdaten: Die Datierung nach dem Regierungsjahr des Königs am

Anfang oder am Ende der Urkunden und Briefe wird zu allen Zeiten ausgedrückt nach der Formel exous 5euTepou Kai eiKOCTToO, z.B. Hib. 92, 2 (263^); Petr. I 19 =: III 19 (a) 17 (225a). Oft werden Jahr und Zahl durch Sigle und Zahlzeichen wiedergegeben, wie L i9 Hib. 66, 5 (228^). Im Zusammenhang eines Textes be-

15 gegnet hin und wieder der Dativ (etei) oder Akkusativ (exos) mit artikellos nach- gestellter Ordinalzahl, wodurch das Regierungs- oder Amtsjahr oder sonst ein Dauerzustand bezeichnet wird: so 'AAe^övSpou ßaCTtAeOovTOS etei £ß5ö|icot, ÜToAEnaiGU aaTpcnTEÜovTOS etei TEaaapEaKaiSEKdTCOi (= als Alex, im 7. Jahr König, Ptol. im 14. Satrap war) Eleph. i, i (311^). ßaaiÄEÜcvros TTTOÄEnaiou (etos)

20 (SEÜTEpOv) Eleph. 5, I (285 843-). TCÖV OVTCOV £V KaTOXfil ETOS TTEtiTTTOV Loud. I

nr. 24 (p. 32) 3 (161*); Par. 36, 3 (163^). Häufiger noch etos toüto SsKaTOV Leid. B = UPZ 20, 24 (163a); UPZ 24 = Lond. 21, 3; UPZ 33 = Leid. E II 3; 34 = Dresd. verso II 2; 35 = Par. 30, 4 (alle 162^); 9 = Par. 39, 4 (161^) usw. ß) Das Tagesdatum wird durch das Femininum einer Ordinalzahl (mit zu 25 ergänzendem fi|i£pa) oder durch ein Zahlensubstantiv (TETpds, eiKÖs usw.) aus- gedrückt. Steht das Tagesdatum hinter dem Monatsnamen (mit oder ohne priv), fällt der Artikel immer weg: Schema lavSiKoO irpcÖTrii piivös 5av5iKOÖ TETpöSi. Belege s. oben S. 20,24; 21, jo.

y) Stundenangaben: copas TTpcoTris Petr. II 10 (2) 5 (nach 240^); eben- so so Hib. 110,65. 100; copas iot 75. 79; copas (ektt^s) 70.97; copas 106 (nach 255a). Ähnlich irpcoTTis 9UÄaKfjs «pX^tJ'^^TiS (zu Anfang der ersten Wache) Petr. II 45 = W. Chr. i col. 2, 17 (um 246^).

IL Der Artikel steht

a) bei bestimmten Zeitangaben

35 a) im Dativ: Tfii vukti Tfii 9Epo0arii eis tt^v ke toü 006091 Teb. 54, 7

(86^). Tfji vouiariviai toö rfccüvi Kanop. Dekr. 39 (237*). Tfji TrapaAripvpEi Ttis ßaaiÄEias (beim Regierungsantritt) Rosettast. 45 (196*). Tfji dvaßdaEi (zur Zeit der Nilschwelle) Oxy. (IV) 742, 5 (2^). Über den Dativ bei Festen mit und ohne Artikel vgl. oben S. 19.

40 ß) im Akkusativ:Tds EirayoMEvas fipiEpas e (während der 5 Schalttage)

ouk iÄr|9aCTi Lond. I nr. 18 = UPZ 54, 2. 14. 24 (i6ia). ectoi Tuxeiv Kai töv UGTEpov xpovov EÜiAdTou TOÖ ßaaiAscos Petr. II 13 (19) 2 (um 252») usw.

b) bei distributiven Zeitangaben im Genitiv und Akkusativ. Belege s. unten S. 42, 42.

45 c) bei Jahres- und Tagesangaben, wenn die Ordinalzahl vor-

angeht:

a) Jahresangabe: toü KaSriKOVTOs TrpdaaEiv Tcöi TETdpTOOi etei Teb. 5, 96(118»). Tcöi (ektcoi) etei TTpooyivETai (sie) ai KOTEpyaaÖEiaat öpoupai Teb.

§ 58. Zahlwörter. 33

154 descr. (112 11*). £9' iepecos 'AttoAAcoviSou toö Moaxicovos t6 (Seute- pov) (etos) Petr. III 2 = I 15, 10. 12 (237*). eiri Kavri9Öpou MevEKpaTeias Tfjs <t>iA- dpiiovos (sie) t6 P etos Petr. I 14, 4 (237*). iJiiaöwaas töv Niki'ou KAfjpou öeOte- pov (etos) = fürs 2. Jahr Magd. 3,4 (222^). ö Tfji ßouAfit ypappa[T£Ocov] t6 Sekcctov etos Or. gr. 728, 4 (238/7a). töttos tcöv t6 ß (etos) £9r|ßEUK6TCOv Or. gr. 5 176, 5 (98a). Ecp' lEpEcos EOpEOU ToO FFpoiTOU Tcoi y (etei) als Eureas im 3. Jahr Priester war Eleph. 3, i (284^). Der Schreiber hat zuerst tcoi L y geschrieben und in beiden Exemplaren seinen Fehler verbessert.

ß) Das Tagesdatum für sich allein stehend hat den Artikel: Tf^i TETpctÖi Kib. 65, 10 (nach 265^). Tfji irEia-TTTrii Kai EiKaSt Tfji toö ßaaiAECOs fipEpai 10 (der Regierungsantritt des Königs) Or. gr. 49, 8 (285 47a'). Tf^i 5e rj (am 8. des Monats) fiAOov eis T0Ö91V, Tfit 5e 6 eis ZOpcov Kcönriv, i (der Artikel wirkt fort) eis riToAEMiaiSa, la eis tov AaßOpuvOov (sie) Lille i verso 30 (259^). 5teyvcoKa e^o- Seuaetv (sie) t^i ff Teb. 55, 3 (11'''^). Folgt der Monatsname nach, so ist die Formel: Tfit ö toO rTaOvi Petr. II 40 (b) 4 (IH*^), wofür Belege oben S. 20,41. Aus- 15 nahmen kommen nur bei Präpositionen im Tabellenstil vor (vgl. unten S. 36, 35).

8. Der Artikel bei Zahlwörtern^).

a) Ein mit einer Kardinalzahl verbundenes unbestimmtes Substantiv (wie 5uo äv5pes, Sekq Spoxpai) hat keinen Artikel. Dagegen steht der Artikel: 20

a) wenn auf einen vorher genannten oder als bekannt vorausgesetzten Begriff zurückgewiesen wird;

ß) bei Brüchen, deren Zähler größer als i ist;

y) bei Summierungen mehrerer Posten und bei Komparativen;

5) bei appositioneUer Zusammenfassung schon genannter Begriffe; 25

e) bei prozentualen Angaben.

a) PSI IV 353,9 fiiTEi \is TÖc ttevte <jöi\J~aTa mit Rücksicht auf die vorher genannten Sklaven (254^); 378, 3 TTposo9EiAEi riiaiv 'ApTEiJiiScopos (Spax- piäs) 2, 8 oüv KoAcos TroiriaEts auvTCt^as 5oövai fiiiiv Tcts 3 (SpaxMcts) (250*). Rev. L. 41, 8 KomjECTÖcoaav tccs TitJÖs V^'h E^£A0ouacöv tcov ttevte T\\xtpwv mit 30 Beziehung auf kcxtcc TTev6rm£pov Z. 7 (258a'). Lille 15, i eKopiiaänriv tt^v irapcc aoö ETTiCTToAfiVTrEplTcöv (die bekannten)s' pvaieicov (242/1*). Eleph. 13,4 TrepiSETCOVEiKoai SpoxiJcöv ouTTCo EKEKÖtiiaTO OiAcüv (223—2*). Lond. I nr. 28 '(p. 43) = UPZ 73, 6 SeScoKa riToAEiJiaicoi TÖts (5paxiJäs) 2 (c. 162*). Durch einen Relativsatz be- stimmt Par. 44 UPZ 68, 4 tös p£v (Spaxpicts) 'A, äs SeScokcs rTETevfiSi XH^o^ 3S dycopdj£t(v) (sie), ti keAeOeis TTEpl toOtcov; (152*).

ß) Zen. pap. 59243, 15 AaßETco Zrivcov Tct 5uo |i£pri (sc. tcov Tpicov) (2/3) Kai Tcöt KUpicoi y (1/3) (252*). Petr. II 38 (a) = III 34 (b)ii (240*). Ro- settast. 18 (196a'). SB 7267, 4 TTÖacov ä5£A9cov övtcov tos 50o piepiSas cbs TTpea- ßurepos eiATi96 (226*). Petr. III 107 (d) col. I 12. 18. 23; col. II 25 (Tpia) ti£pr| 40 (3/4) (III*). Ohne Artikel: P. Weil = UPZ 56, 8 Tpi'a liEpTi (160*).

y) Hamb. nr. 27, 11 laTlv yöp y£vri|ia ai p tcöv Kp(i0fis) äp(Tapcöv) Kai ai k tcöv Ttupoö dp(Taßcöv), 16 eialv eis dp(oüpas) tcöv 5 (SpoxtJicöv) Tcöt piaOicot es kommen auf 12 Ar. (als Gesamtbetrag) 4 Dr. für jeden Lohnarbeiter (250*). Tor. I 5, 30 dvaAoyijoiiEvcov tcöv xpövcov auvTpExeiv Itt] irpös Td irri wenn man 45 den ganzen Zeitraum zusammenrechnet, ergeben sich als Gesamtsumme 88 Jahre

,') Krüger § 50,2,8—10. Kühner- Ge r th I 637, 13 f. Gildersleeve Synt. II § 535.

Mayser, Papyrusgrammatik. Ha. 3

34 Der Artikel. § 58,

(ii68'). Zen. pap. 59157,2 ottcos päÄiaxa |aev 9UTä irAsiova, ei 5s \ir], pf] sAdaaco Tcöv T KorTa9UTEUCTEis (256'i); 59184,4 PT1 sAdaaco tcöv T (255=1).

5) Hamb. nr. 24, 19 'AvTiyevrjs "EpiJicov FTepaTis oi 5üo tcöv ÜToAeiiaiou Toü 'Execovecos, IcoCTTpaTos 6päi§ Aifis [. . . vris] 'Axaiös oi TpEls tcov Mtttto-

5 KpdTOUs, oi TTEVTS (alle 5 zusammen) Tf)5 5£UTEpas [iTTTrapxiccs] (222»). Nach 4 Namen v^on Zeugen folgt Zen. pap. 59003,9 und 21 oi TECTaapes tcöv iTEpi 'AttoAAcoviov (259*), ebenso 59133, 7 (256^). Bad. 2,37 nach 5 Namen: oi ttevte TETapTopiEpiTai (130*). Lond. I nr. 26 (p. 20) = UPZ 28, 3 Td ÜTTOiivriiaaTa Td SapaTTicovi Td 5üo die beiden Eingaben an S. (162 61^). Teb. 29 = Mitt. Chr. 24, 5

10 'AKOuaiAaos Kai rTToAEiJiaTos oi 5üo 'HpockAeiSou (c. iio^-). Vgl. auch § 72.

e) Ein prozentuales Verhältnis: Mich. Zen. 28 = SB 6798, 14 TrposEÖCüKaiJEV Tals p dp(Tdpais) y (3 vom Hundert) (256^). PSI IV 372, 16 ai Seko tcTs EKaTÖv (.sc. dpTdßais) (250^). Zen. pap. 59421, 8 (IH^). Hai. i, 244 TaaaioQw tcöv EKcrrov 5pa)(Mds £ (HI^).

15 Über den distributiven Artikel bei Kardinalzahlen vgl. § 61 d

S. 43, 39-

b) Bei Ordinalzahlen mit oder ohne Substantiv (wie pspos, poTpa, pEpis) sowie bei numerierten Gegenständen schwankt der Artikel- gebrauch. In der Breviloquenz fehlt meist der Artikel.

2o a) Steuern und Abgaben, die durch eine weibliche Ordinalzahl mit zu er-

gänzendem poipa, HEpis bezeichnet werden (Belege Bd. II i, 22 f.) stehen meist ohne Artikel, jedenfalls in der Breviloquenz der Rechnungen und Quittungen. Auf Scherben: Wilck. Ostr. 337 TETdpTTis dAiECOV (142^); 346 (130a'); 1347 (11^). teAos EKTTis dxpoTpOcov (sic) ebenda 1278 (unb. ptol.). 1344. 1346 (11^) usw. Aber

zs auch Tcb (sic) teAos ttjs TETdpTr|s 1363, 3 (27/6^). Im Kontext häufiger der Artikel: Petr. II 11 (2) 4 iva ek toctoütou 9EpcotJi£V ttjv EiKoaTriv (Iliam) Eleph. 20, 61 TTiv (E^rjKoaTriv) (223'^). Hib. 66, i tt^v (EKaTOCTTriv) Kai (5iaKoaioaTriv), aber 2 ettei oüv ttitttei aoi EiKOorri (2283'). Rev. L. 54, 5. 12 ttjv ekttjv; aber 24, 9 ÖEKdTT^v (258a). Also grundsatzloser Wechsel.

30 ß) Ebenso schwankt der Gebrauch bei iJEpos und pspis mit einer Ord-

nungszahl in der Art, daß in der Breviloquenz der Aufschriften, Übersichten und Tabellen der Artikel fehlt, im Kontext der Urkunde meistens gesetzt wird. Durch- greifend gilt auch hier keine Regel. Lond. III nr. 881 (p. 12) 3. 20 amSoTO Tf]v üirdpxouaav aÜTCOi TTEiarrTriv (jiEpiBa d-rro TETdpTrjS pEpiSog (loS»'); ebenda

35 nr. 882, 22 yfis fiTr(£ipou) UEpous TpiTOU in der Breviloquenz einer Bank- quittung (loi^); dagegen im Kontext T 6 TpiTOv MEpog ... toOtcov kcct' etos t6 eßSopiov iJEpos . . . Kai ^Epos EßSouov aAAris pids ripepas eis TrAripcoCTiv toO Eß5ö|aou iJEpous . . . Kai tcöv sTrayoiJiEvcov öpioicos EßSopov pispos BGU (III) 993 III 5 ff. (127^). Also auch hier keine Konsequenz. BGU 995 I i = III 2

40 ötteSoto TETdpTriv iJiEpiSa (ein Viertel) CT9pa(yi5cov) ß (109^). Grenf. II 20 col. 2, 12 (114''). Lond. III nr. 880 (p. 9) 13 (113^); nr. 883 (p. 21) 5; (p. 22) 20 (88^). Par. 15, 51 irap' EKdaTou lispog £ß5o|jiov Tfjs oiKias (120^). Theb. Bk. III I, 2 UTTOuvripa, 5i' 09iaTaTO (ein Angebot stellte) ÖEKdTOU pEpous yfis (130^) usw.

45 Im übrigen werden Brüche als neutrale Substantiva (wie TETapTOv, sßSo-

liov) ohne Artikel ausgedrückt. Belege s. Bd. I S. 320.

y) Numerierung durch Ordinalzahl: Petr. III 73, 7 liEpiaöcopai TaniElov EisiövTCOV EVÖE^ia öy5oov (ein Magazin rechts vom Eintritt Nr. 8) (III'^) '). SB 1436 (Weihinschrift) 7rpösypa90i TpiTtis ar^Eas (der Kompagnie Nr. 3) (H^).

I) Preisigke WB s. v. evBe^ic übersetzt: ich habe gemietet den acljten Teil eines Lagerraumes belegen rechter Hand, wenn man eintritt.

§ 59- ' Fehlen des Artikels nach Präpositionen. 35

Über die Datierung nach Jahr, Tag und Stunde mit Ordinalzahlen vgl.

S. 32,45-

Über den Einfluß der Präpositionen in derartigen Ausdrücken s. unten

S. 36, 35-

§ 59. Fehlen des Artikels nach Präpositionen'). 5

Mehr noch als die klassische Sprache hat die Koiuf) die ausgesprochene Neigung, in der Verbindung eines Nomen mit einer Präposition den Artikel fallen zu lassen, wodurch der Präpositionalausdruck einen formel- haft-adverbiellen Charakter annimmt. Dies führt zu einer Menge von phraseologisch festgewordenen präpositionalen Wendungen. Aber auch in freien, nicht formelhaften Verbindungen wird der Artikel nicht selten unterdrückt, namentlich in der knappen Kürze der Ta- bellen und Rubriken.

I. Formelhafte Präpositionalausdrücke ohne Artikel.

a) Ortsbestimmungen (mit Substantiven)-): 15

OTTO diTriAicbTOU, ßoppa, Aißös, vötou (von den Himmelsrichtungen, ur- sprünglich Winden) siehe oben S. 18, „. Ott' oiKi'as: SB 3925, 5 TrapriyyEÄKÖTes TccycÖTt |Ji£v evcoTTicoi (persönlich), 'ECToporipei 5e dir' oiKiag d. h. vom Hause aus, durch Boten (149 48a oder 137 13(>^)- 69' ccAco frisch von der Tenne weg (neben ÖTTÖ Tfi5 dAco) s. oben S. 24, 41. 20

5id x<^paS im Land herum (ttcoAgOutes) Rev. L. 40, 18 (258^).

KorraßdvTOS \xov eis dypöv Magd. 38, 3 (221^). Zen. pap. 59798, 9 (HP). HiS Öeoüs (direAOeTu, ^ETsAGeTv) s. oben S. 25. -j. eis KißcoTÖv (TreTTTCOKs) von amt- lichen Eingaben, die in den Einwurfkasten geworfen wurden, s. Bd. II i S. 90. Dazu weitere Belege UPZ I S. 603 f. Ähnlich eis tömov in den Aktenband P. Gradenw. 25 5, 9 (230a). £1$ oIkov (stehend bei Kornlieferungen). Übersis ttoAiv s.oben S. 28, 5. eis AoyiaTripiGv (Rechenkammer) PSI IV 417, 4 eiseScoKEv pe eis A. 69eiAovTa (IH^).

ev dyopdi Hai. i, 194 (III^); aber Bad. 48, 5 ev ttj dyopä (126a'). ev dypcöi auf freiem Feld Edg. 106 = SB 6989, 5 (III'*). Zen. pap. 59462, 3 (111^). ev yf)! ev OocAdaarii (S. 30, :o). e v Arjvcoi Teb. 120, 57 (97 oder 64a'). ev oikcoi exeiv Teb. 117, 10. 31. 58. 66. 75 (99*); 118, 8. 15 (11*^); 120, 53. 71. 116 KCtTaAi(iTOVTai) ev oiKCp (97 oder 64a). Häufig oi ev oikcoi die Hausbewohner (Bd. II i S. 16). £V irepiaTdaei (in der Umgebung) Teb. 27, 6. 50 (113^). ev 9uAccKfji (in Ge- wahrsam) s. oben S. 29, 44.

i^ dyopäs Zen. pap. 59591,5 (HI"'). e^ dypoü Eleph. 13, 6 (223a). 35 Zen. pap. 59462,5 (111^). e^ oiKOU Zen. pap. 59044, 23 (257^). Grenf. I 17, 19 (nach 147 oder 136a). Teb. 120, 7 (97 oder 64a). Leid. O = UPZ 125, 15 (89a). £K TreAdyous (acoOeis) s. oben S. 30, 25. ektös und evTÖs teixous, 9poupiou (S. 29, 41). e^co iepoö Kai Träaris aKerrtis (stehende Formel) Hib. 93, 4 (nach 250^). e^co iepoO, ßconou, Tepievous, aKeirris rrdoris P. Gradenw. 3, 10 (227 26a); 4, 19 (Illa). 40 Teb. 210 descr. (107— io6a). Vgl. Oxy. 785 Iktös iepoö, ßconoü (röm. Zeit).

eTc' dTTTiAicoTriv, ßoppSv usw. s. oben S. 18, 14. eiri ßdöos eigentlich in die

I) Krüger § 50, 2, 12 16. Kühner-Gerth I 605/6, f u. g. Gildersleeve Synt. II §569. Winer-Schmiedel § 19, i f. Völker §18.

^) Belegstellen sind, wenn nicht hier, unter den einzelnen Präpositionen 112 ff.) aufgeführt.

3*

36 Der Artikel. § 59.

Tiefe, von Grund aus, im Ernst Par. 64 = UPZ 146, 8 (11^™). etti aKT\vr[V (an Bord) Hib. 86, 8 (248*). ev 'AAs^avSpeiai Kai eiri x^P"' (}■ X'^P'^'i^) (^^ AI. und Umgebung) Teb. 6, 26 (140 139^); \iive\v eiri x<^P°5 Rosettast. 16; 33 SioreTfipriKev Eiri X- (196*). £9' opiaou (am Ankerplatz) Lille 3, 2 (nach 241^). 5 Toüs KOTÖc Kdo\xr\v Kcopdpxas SB 7179,3 (239^). toc kqt' oiKiav (im

Haus) ccÜTOU ETTiTTÄa BGU (III) 993 III 10 (127^). KQTd TTpÖCTCOTTOv (gegen- über) TOÜ iepoO Petr. III i = I 21 col. 2, 8 (237a). kotoc töuov (am Platz, im Distrikt) s. oben S. 29, 2:.

Ttap' aiyiaAöv (am Ufer) Zen. pap. 59119,6 (256^). Trapä Är)v6u (ander jo Kelter) Amh. 48, 7 (io6a).

TTEpi aüXr)v (am Königshof) s. oben S. 29, ,4.

TTpös dirriAicbTriv, ßoppäv (ßoppä?), Ai'ßa, vötgv s. § 127 A und C. irpös eOpas Petr. II 4 (6) 7 (255a).

aOv TTEpiCTTäCTei (samt Umgebung) Teb. 60, 4 (ii8a). IS ÜTTEp yfis ÜTTÖ yfis s. oben S. 30, 39.

b) Zeitbestimmungen.

aua riHEpai (neben ä. Tfii r\.) s. oben S. 24, ,8. 5ict ßiou (zeitlebens) s. unten § 120. 5id 5ixonr|via5 (bei Vollmond) Leid. U = UPZ 81 col. 2, 2 (H^); die Lesart, vorgeschlagen von Wilcken, ist unsicher. Siä vuKTog Kai fjtiEpas; Sict

20 teAous (für immer, vollständig) s. unter 5id § 120. fiAiou TpoTrai eis ÖEpos (Sommersonnenwende) Hib. 27, 120 (Kalender 301 240^). £15 teAos (schließlich, vollständig), ek rraiSös (von Jugend an) Par. 63, 8 = UPZ 144, 19 (165a). e^ dpxfis- EV dpxni. EV TÖXEi (s. die betreffende Präposition), ev copai zu rechter Zeit Zen. pap. 59500, 7 (III'^).

25 erri teAos (dyEiv) Rein. 18, 13; 19, 11 (io8a). KaT" dpxr|v (im Anfang).

kot' dpxds (in den Anfangsstadien), kot' evOttviov (im Traum) Leid. U = UPZ 81 col. 2, 6 (11^). Kaxd ÖEpEiav (den Sommer über, zur Erntezeit) Teb. 27, 60^ (113a). Kaxd Kaipov (bei Gelegenheit, zu geeigneter Zeit) Teb. 124,35.37 (nach ii8a). Kaxd TpüynTOV (zur Zeit der Weinlese) Teb. 120, 132. 139 (97

30 oder 64a). KOTd x^it^^^ct Lille i recto 14 (259a); aber Kcrrd töv x^^tJ^ti^vcc Par. 63 = UPZ 1 10, 108 (164a). fiAiou TTEpi KaTa9opdv ovtos Petr. II 45 = W. Chr. I col. 4,20 (um 246a). Trpö usariußpias Inschr. einer Sonnenuhr Preis. Samm. 358, 9; ebenda 17 sy pECTrmßpias (IH^). üttö X^^P" (sofort) Petr. II 20 = III 36 (b) col. 2, 7 (252a); Teb. 71, 15 (114a).

35 Anmerkung i. Insbesondere bei Ordinalzahlen in Zeitangaben (nach

Jahren, Tagen, Stunden) ist der Einfluß der Präposition unverkennbar, nament- lich im Tabellenstil (vgl. oben unter Zeitbestimmungen ohne Präposition S. 31, 38). In einer Tabelle Teb. 72, 451 eca^s A6 (etous) ; aber 453 ecos toO A0 (etous) v. Jahr 114a. diTÖ Evdrris (sc. TjUEpas) Hib. 72,6 (241a). Aber Rev. L. 16,4 -nrpö Tfjs

40 SeKdxris (258a). Lille 25, 25 (Rechnung) dirö Se 5 Ecog fi, 33 dirö Se 6 ecos id, 48 diTÖ ky ECOS ktTi 52 d-rrö Se ecos £TTOtyo|J£vcov i (Hia). Teb. 5, 4 ecos 6 TOÜ OappoöQi (ii8a). Bei Stundenangaben findet sich in Präpositionalausdrücken, wie übrigens auch ohne Präposition, niemals der Artikel: TTEpi 6y56r|v copav Petr. II 45 = W. Chr. i col. 2, 17 (um 246a). TTpö ekttis copas Hib. 60, 4 (nach

45 245a). TTEpi copav ÖEKÖTriv Petr. II 38 (a) = 34 (b) 26 (240a). copas £u5EKcrrris Zen. pap. 5961 1, 9 (111*^). TTEpi Se copav ß Teb. I 138 descr. (H^). cbaEi TTEpi copav (evSeköttiv) Teb. 15, 2 (114a) usw.

c) Anderweitige modale Präpositionalwendungen ohne Artikel, die formelhaft gebraucht werden.

50 I . Präpositionen mit substantivierten Adjektiven oder

§ 59- Formelhafte Präpositionalausdrücke ohne Artikel. 61

Partizipien, meist neutr. sing, oder plur. (die Belege unter der be- treffenden Präposition).

dvöc HEaov (teils adverbial teils mit Gen. gebraucht), Belegstellen I. Band S. 485 und unten §114. 6.1x0 ßsÄTiaTOU (aufs beste), häufiger äirö toü ßeATiaTOU. drrö ßpocxEcov (seit kurzem). 5iä Sriiaoaicov (von Amts wegen?): Fay. 12,34 "^^9^ s aÜTCÖv yevopEvris [öJvdyKris äppiojoOCTTis 5id 5Tiiioaicov (um 103^) '). 5i' eyypdTT- Tcov (auf schriftl. Wege). 5ict Kevfjs (vergebens; die Nominalergänzung unsicher). Sr öAiycou (mit kurzen Worten). 5id TravTÖs (durchgängig), Belegstellen I. Band S. 485 und unten §120. 5iä TrAeiövcov (wiederholt, ausführlicher), eis ksuöv (ins Blaue hinein), eis OaTepov (für später), s^ dpicrrepöjv und ty Se^icöv. ey ßaai- 10 AiKOÖ (neben sk toü ßaaiAiKOÖ) aus der königl. Kasse (vgl. oben S. 24, 28). sy 5r|- liOCTi'ou (aus dem königl. Magazin, nicht von Amts wegen) töv Aoittov ouvayopd- <7ai aiTOv Hib. 65, 25 (nach 265^). e^ sOSokoüvtcov (mit gegenseitigem Einverständ- nis). E^ iCTou (zu gleichen Teilen), ek koivoO (gemeinsam), ey peaou (d9aipeTv). ey vecov (dTTOKoOioTTmi, dirotiETpeco, exco vom frischen Korn bei Getreideliefe- 15 rungen). ek TrAripous (vollzählig, eigentlich aus dem Vollen), ek au^9cbvou (ii£- pijetv, im richtigen Verhältnis, proportional), e^ üyioös (richtig, in gehöriger Weise), e^ uoTepou (nachträglich), ev 5rmoaicoi (in der Öffentlichkeit), ev eAa- Xfo-Tois (auvdyeiv). ev EToipcoi (in Bereitschaft): tcöv Aonrcöv ev eTOi'iicoi övtcov Eleph. 10, 7 (223 2»). e|i tJieacoi (Belege I. Band S. 485). eir' dyoöcöi (zum Heil). 20 eTTi ßeATiov (TrposeTrivoelv). ett' eoxdTcoi (TSTCtKTai). ett' laxaTov (dva9£p£iv). eiri jjiefjova (jrpodyeiv). etti -rrAeiov (ou^eiv), aber auch eiri t6 TrAeiov (in weiterer Ausdehnung). KCTd ßpcrxO (AoyijeaOai, nur ein wenig). Kaxd Oeiov dvaAeyöiaevot Tds fiiaepas (zur Bezeichnung der natürlichen Zeiten) Eud. 3, 26 (II*). Blaß liest Kocrd öeöv. koct' iSiav koct' i5iov. Kcrrd Kevöv (vgl. 5id Kevfis und eis kevov). 25 Korrd Koivöv (vgl. eK koivoO). Kaxd laiKpöv (euOuiaeiaOai ein wenig; AapßdvEiv in kleinen Portionen). Kccrd au|jißaivov (bei Gelegenheit), irpös ßaaiAiKd (nach den königlichen Verordnungen).

2. Präpositionen mit Substantiven 2).

Mit 5id: ypapipdTcov (brieflich). Saveiou (in der Form eines Darlehens). KTTivcov (Sidyetv vom Transport mit Lasttieren). öttAcov (pidx'nv auvicrraCTÖai). Trapeupeaecos ((tkOAAeiv, heimtückisch ausplündern). TTpoypdiJi|aaTOS (durch Ver- ordnung). auiaßöAcov (£yAoyi;5ecr6ai, mit Quittung verrechnen). X^'P°5 (ex<j^, dTTexco, ö(peiAco, Hand in Hand = bar).

Mit eis: dudyucoaiv (Soövai, vorlesen lassen). dTTÖAoyov (äyeiv, zur Ab- 35 rechnung veranlassen). eKTiaiv (eyyvos, eyyudaOai, auf Schadenersatz). ETriyvco- CTiv (dyeiv, zur Kenntnis bringen). eTTiArm^/iv (dyeiv, verhaften). KocrdaTaaiv (SiaAeyeiv, zur Verhandlung auswählen). Korrepyaaiav (piiaOoöv, zur Bebauung). Kpiaiv (xpriiaaTi^eiv, zur richterlichen Entscheidung befördern). laapTUpiav (KAfi- ais, KoAelv, zur Zeugenaussage). Ö9eiATi|Jia (-rriTTTeiv, zur Schuld fallen). rrAripcoaiv 40 und aupTrAripcoaiv (um die Zahl zu füllen, in summa). TrpSaiv (-rrpoTiöevai, Ikti- Oeaöai). 9OAA0V (iroTi^eiv, TroTiatiös vom Wässern der Saaten, bis sich Blattknospen zeigen). X^pa. (5i5övai, exeiv, cf. 5id X^'P°5' ^"^^ X^'P")- '%pT\\x(XT\a\x6v (evTda- ceiv, ins Registrierbuch eintragen, cf. ev XP- und Kccrd XP-)-

Mit eK: e^ dvTi5iaypa9fis (laeTpEiv eis töv öriaccupöv, als Gegenzahlung?). 45

>) Möglich freilich auch die Auffassung als Masculinum = durch öffentliche Beamte (,,by public officials"), wie die Herausgeber erklären.

2) Die Sammlung beschränkt sich auf solche Redensarten, die für die Papyrus- sprache besonders charakteristisch sind. Die Einzelbelege siehe unter den betreffen- den Präpositionen.

38 Der Artikel. § 59.

yscopETpias (nach der Land Vermessung). 5taip£a£C0S (nach Auswahl). 5iKr|S (in der stehenden Phrase KaOccirep ly 5iKris, nach Fug und Recht, eigentlich = wie auf Grund eines Rechtspruchs). lOous (nach Gewohnheit, vgl. £V £Öei). EiKaaias (nach Berechnung). ETTißouAfis (mit Hinterlist). £Tnax£^;£COS (nach dem Augen-

5 schein). EuOuSiKias (auf Grund eines direkten Verfahrens) Tor. I 6, 13 (116^). Kpia£Cos (nach dem Urteilspruch, vgl. rrpo und icos Kp.). HEpous (für seinen Teil, zum Austausch). öpKOU (5äv£iov eiArjfpE, unter Eid erhalten; vgl. ijieO' opKOu). Ti|jiri- CTECog und auvTi|ATiaEC0 5 (nach der Schätzung).

Mit £v: ey yaaTpi (ex^'v) von einem trächtigen Schwein Magd. 4, 6 (222^).

10 Zen. pap. 59328, 21 (248*). eSei (vgl. e^ eOous). AEUKcbpaTi (EKeEiuai, schwarz auf weiß veröffentlichen). In einer großen Anzahl von Ausdrücken bezeichnet £v einen Zustand, eine Kategorie oder Qualität: Iv dTTOcycoyfii (verhaftet), ev dppcoaTiai (krank), ev ETtipiEAEiai (versorgt), ev Kccroxfii (selten £V Tf^i Kccroxfii, s. oben S. 24, 4). EV KAripouxiai (ävaypä9Eiv). ev <puT£iai (exeiv). ev xpTlPicmCTiacöi (ex^iv,

15 in amtlicher Behandlnng haben, vgl. eis XPO- Hierher gehören namentlich die Kunstausdrücke für die Bodenqualität, wie t] ev dvaTTocüiiccTi yf] ; ev dpExfii; ev dcpEaEi ; EV 5copEai ; £V ETTiaTdaEi Kai dTToAoyiCTiicöi ; ev Trposö5coi tcöv tekvcov toO ßaaiAECos; ev ovyKpi'aEi; ev OiroAöycoi i). Daß auch der sog. prädikative Ge- brauch der Präposition ev (vgl. unten § iio) meist auf den Artikel verzichtet,

20 ist fast selbstverständlich: z. B. ev SiEyyufmcrri UTTOTiÖEaöai (als Bürgschaft hinter- legen); EV BcopEdi EXEiv (als Geschenk besitzen); ev eEiicrri ^X^w (als Depot bei sich haben); ev AriPiJiom dva9£p£iv (als Gewinn registrieren); ev 69£iAriiJicm 5i- Sövai (als Schuld übertragen); ev Trapaypa9fii, ev TrapaOriKrii, TTapoKccTCc6r)Krii EXEiv (als Anweisung, als Depositum haben); £v tticttei TiÖEaöai (als Pfand

25 hinterlegen); ev irpoSöiaccTi, UTT£p5aTravrinaaiv, UTTOÖriKrii, 9uAaKfit exeiv (als Vor- schuß, unter der Rubrik der Defizits, als Hypothek, in Verwahrung erhalten haben); k\x 9£pvfii Trpos9£p£0-6ai (als Mitgift beibringen) usw.

Mit ETTi: Genit. ett' dAriÖEias (in Wahrheit) neben e. xfjs dA. etti övö- laccTOS (ETTicTTEAAEtv, ausdrücklich auftragen), ol etti TTpccyiadTCov, etti xP^'^^

30 TeToypEvoi (die Beamten). 6 etti auvrä^ECOS (ein Steuerbeamter). Dat. ett' dSiKiat (zu Unrecht), aiox^vrii (zur Schande). ßAdßTii (zum Schaden). EyAoyfii (nach Auswahl). E^aycoyfjt (zur Ausfuhr). ÖEpcnTEiai (zur Kur, vgl. eis 6.). TrapaAoyiaiicöi (zur Täuschung). paiSioupyiai (als Scheinmanöver). can<c9avTiai Kai CTEiaiicöi (aus Angeberei und zur Erpressung). acoTTipiai (zum Dank für die Rettung, in

35 den TTposKÜvriiJia-Inschriften). tökcoi (auf Zinsen, vgl. ctüv tökcoi). Oßpei (zum Hohn). Akkus, etti pfJKOS (der Länge nach, s. oben S. 31, 33). £9' wiJaAiav (= opiaAiav) durchschnittlich, gleichmäßig.

Mit £cos: Ecos yvdbaEcos iTEpi Tfjs SiKris Hib. 92, 13 (263^). ecos KpiaEcog (bis zur Entscheidung) Magd. 35 = W. Chr. 56, 7 (217a). Vgl. ek, irpö KpiaEcos.

40 Mit KQTd: kot' dyxicrTEiav (auf Grund naher Verwandtschaft) P. Hei-

delb. = Preis. Samm. 4638,7 (H^); ebenda Kaxd 5 ia0riKr| v (testamentarisch). kot' dAriÖEiav (wahrheitsgemäß), kot' dv6pcoTTOv (nach menschlicher Berech- nung): £dv Ti Kax' dvöpcoTTOv y(vr|Tat Petr. II 13 (19) 5 (252*). yvcönr|v (nach Wunsch). 5iaypa9riv (neben T-qv Sioyp., vgl. oben S. 24, 13) nach Anweisung.

45 Süvapiv (nach Vermögen, Leistungsfähigkeit). £|jßa56v (irriXEiS K. £. = tttixeiS oiKOTTESiKOi, Flächenellen). ETXEVEXUpov (auf ein Pfand hin). ETTicrroAriv (nach Auf- trag). Euxrjv (nach Gelöbnis). Kpdros (nach Kräften). Aöyov (d-rravTäv, nach Wunsch verlaufen). (iEpos (oi Kaxd pEpos yEcopyoi nach Rostowzew, Kolonat 55 ff. soviel als oi Korva pEpiapiöv y., d. h. die entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit 50 herangezogenen Bauern), vötiov. vö|jious. voOv. irapoxcopriCTiv (AapßdvEiv, durch Zession übernehmen). TTpoai'pECTiv (nach Wunsch), k. TrpösTayua (auf Befehl)

I) Vgl. zu diesen Ausdrücken Wilcken Grdz. 272 ff. und unten § 116 I b.

59.

Freie PräpositionalausdrUcke ohne Artikel. ^v

ßaaiAecos Bad. 47, 9 (127a); Toij 0£oö r. Edg. 89 == SB 6S04, 7, 5 (Illa). airouSriv (mit Eifer). auyypa9fiv (kontraktlich). CTÜpßoAov (mit Quittung), awpa (eKaaTos, separativ jeder für seine Person). Tpörrov (in der gehörigen Ordnung). xP'Hl^ot- TiCTUÖv (nach amtlichem Erlaß, cf. £15 XP-> ^^ XP-)- ^o" distributiven Ausdrücken mit KaTÖc, die überaus häufig auftreten, seien als besonders charakteristisch ange- 5 führt (t6) Karr' dv5pa (Verzeichnis nach Köpfen) und (tö) Korra 9ÜAA0V (Flur- register), wofür Belegstellen gegeben sind I. Band S. 485.

Mit tJi£Tä: |J£0' öpKOU (cf. e^ cpKou). |Ji£TCt X^P"^ (^X*^» unter der Hand haben, vgl. Sioc x^ipös, EIS X^'Pct» ^"""O X^'PO')-

Mit Tiapä: Trap' ct^iav (wider Gebühr). 50va|Jiiv (über die Kraft). Aoyov 10 (wider Erwarten).

Mit TTpö: Trpö Kpiaeco? (vor der gerichtl. Entscheidung, vgl. ek KpiaECOS, Ttpös KpiCTEi). 696aA|acöv (AaßEiu).

Mit irpos: Dat. irpös KpiCTEi (vor Gericht). x^'Pi^t^'oi^ (bei der Verwaltung). Akkus. Trpös dpyüpiou (Form der Steuerentrichtung, vgl. Ott' dpyupiou 15 S. 40, 11). dacoTEiav (im Überfluß, in verschwenderischer Weise), ccu^qaiv (dyEiv, föidern). ßiav (gewaltsam). £K9Öpiov (gegen Pachtzins). eOxEpsiav (zur Bequem- lichkeit). UEpos (für seinen Teil, vgl. £y ijspous, kotö PEpog). crKETrriv (zur Sicher- heit). TpdiTEjav (durch Bankanweisung). X'^^'^öv (Form der Steuerentrichtung, vgl. irpos dpyüpiov). X'^P'^ (zu Gefallen). 20

Mit aOv: ovv f]iJiioAiai (neben tt]! fi.). öi^covicoi (mit der Löhnung) Theb. Bk. VI IG (134 133*). TÖKCOi (vgl. ETTi tökcoi) samt den Zinsen. OrroAdycoi (mit dem Abzug) Theb. Bk. V 9 (134 33'^).

Mit ÜTTEp: ÜTTEp TÖTTOU (neben toü töttou, s. oben S. 29, 30)

Mit Otto: üttö SiaaKopTTiaiaöv (dyEiv, verschleudern). Ki'ipuKO (= Otto Kfjpu- 25 KOS, unter Heroldsruf). axEpEaiv (dyEiv konfiszieren).

Mit X'^P'S- X'^P'S K£pd|iou (ohne Gefäß gewogen).

IL Freie, nicht formelhaft gebrauchte Präpositionalaus- drUcke, in denen der Artikel vermißt wird.

TTapEy£vri6rm£v eis dTTdvTr|CTiv (zur Bewillkommnung) Tcb. 43, 7 (iiS^). 5ÖS eis öxOpcoCTiv Lille 3,21 (nach 241*). TrapaCTXcbu eis TTapaa9[payiauöv] Rev. L. 26, 7 (258*). iy AoytaTTipiou (neben ek toO A., s. oben S. 24, 27). £K eavdTou aicjw\j.a\ Par. 12 = UPZ 122, 18 (157a). Vgl. S. 30. Iv aAArii Tpi- priviai (im nächsten Vierteljahr) Rev. L. 22, i (258a). Trap£0£|Ji£9a £V iEpcöi (in dem Heiligtum) irapa norroÖTt lEpEi Grenf. I 14, 2 (150 oder 139*). e|J irpuTavEicoi 3S (s. oben S. 29, ;i). evtös xP°^°^ innerhalb der vereinbarten Frist (in Verträgen), wobei die Ergänzung von toö unnötig erscheint: z. B. BGU 11 26, 16 (8a). eOöOs £^ EopTf^s (gleich nach dem Fest) PSI IV 403,20 (Illa). 9riCTavT£S ett' evex^- pcCTiav (zur Zwangsvollstreckung) fjKEvai Par. 35 = UPZ 6, 30 (163^). TTEaovTa ETTi KoiAiav (auf den Bauch) Leid. U = UPZ 81, 2, 16 (IIa), sehr vulgärer Traum- 40 bericht. dTToysypomaai etti teAcoviov (beim Zollamt) Petr. II 11 (2) 3 (Illa). ETTI 9uAaKfis (in der Wachtstube, vgl. S. 29, 47). oi kqO' iTTTrapxiccv ETriaTaxai Petr. III 72 (d) 10 (Illa). tcöv Kaxd pEpiSa £9Ö5cov (s. oben S. 29, 38). kotö tto- Taiiou (vom Nil, s. oben S. 28, 46).

Anmerkung 2. In Verbindung mit einem attributiven Genitiv ist der 45 Ausfall des Artikels (nach Kühner-Gerth I 607 k) an sich verständlich und dem klassischen Gebrauch entsprechend, wenn der Ausdruck einen Gesamtbegriff darstellt: so ohne Präposition Hib. 34, 3 ETTavoyKdaai Toy KaAAiSpo^ov f| t6 0TTO30yiov dTToSouvai f| Tinf)v toö övou (243 2^). Häufiger mit einer Präposition: ÖTTÖ ycovias 9upi5os BU 1002, 5. 10; 11 piEXpi yoovias Tfis oiKi'as 30 (55*)- £is ETriaKEufiv iTTTroTpc9icov Hib. 162 descr. (228^); eis £Tr(iaK£ufiv) yE9upwv Petr. 1113(2)6 (258a); III 112 verso (f) col. 2, 9 (221a). eis 9UTEiav

40 Der Artikel. § 59.

901VIKCOV Amh. 31, 8(112»). ly KpoKoSIAcov ttöAsgos tteSicoi Grenf. II 20 col. i, 3 (114a). liEXpi teAeuttis ßiou Tor. I 7,28 (ii6a). Doch fehlt der Artikel ge- legentlich auch da, wo kein gemeinsamer Begriff zugrunde liegt, wie etti kotc- aToAfiv Tfis örißaiSos W. Chr. 12, 15 (88a). KOTCt (püaiv tcov x'J^IJ^Ö't^^ (der 5 natürlichen Anlage der Deiche entsprechend) Lille i verso 20 (259a'). irpos 5ia- 96priCTiv Tcöv Tfis irposöSou TrpoßäTCOv (wegen Tötung der steuerfälligen Schafe) Teb. 72, 239. 259; 231 TTpös 96pov (Versteuerung) TrpoßäTcov (114^).

III. Von den überaus zahlreichen artikellosen Präpositionalaus- drücken, wie sie in Tabellen, Rechnungen, Verzeichnissen vor- 10 kommen, seien nur einige typische Beispiele hergesetzt.

octt' äpyupiou, TrupoO usw. (in Silber, Weizen usw. von der Form der Bezah- lung) sehr oft. drrö 5ieyyuriCTecos (für Bürgschaftsleistung) Hib. 114, 14 (244'!). ÖTTÖ Tiiifis (im Wert von, als Kaufpreis, vgl. eis Tiijf)v). Am häufigsten bei eis, das den Zweck bezeichnet, für den Geld oder Naturalien geliefert oder gefordert werden : IS Ets ävriAcoiaa Sakk. 3 (111^). eis ccTToaToAr|v Teb. 112, 6 (112^). oivou eis OepaiTEiav (zur Kur) ebenda Introd. (p. 473) 13 (112*). eis Aivcoviav (Flachskauf?) Petr. II 28 col. 5, 9; 8, 21; 9, 31 (Illa). apTOOv EIS 65ÖV (Brot auf den Weg) Teb. 121, 32.

41 (94 oder 61»). EIS oIkov (fürs Hauswesen) ebenda 27. eis Trapa9puyaviaM6v (zum Faschinenbau) Petr. III 112 verso (f) col. i, 2 (221*). eis irpäaiv (behufs

20 Verkauf) Teb. 117, 18 (99a) usw. Bemerkenswert der prädikative Gebrauch von eis in stehenden Ausdrücken wie eis Tmriv (vgl. ccttö Tiiafjs = im Betrag von, als Preis); ähnlich eis Aöyov (als Gesamtbetrag); Eis EKKpouaiv (als Abzug) Teb. 121, 135 (94 oder öi^i). eIs dT]aoxip6v (d. h. an den Staatsspeicher) (eisMETpEiv) Ostr. ApoUinop. = Preis. Samm. 4634 (142^); P. Meyer, Gr. T. Ostr. 46, i (115a'); 47, 3

25 (77 p. C.). £K Oriaaupoö Par. 60 (bis) = W. Chr. 30, 31 (um 200a); ebenso Lond. II nr. 227 (a) p. 4, 2 (177=^) statt ek 9aiaa . . . (Wilcken). Zen. pap. 59269, 11 (c. 250*). £y Aoyou (laut Rechnung) Teb. 112, 30 (112»). yf] ektös niCT9cba£oos (unverpachtetes Land) sehr oft. yfi ektös 9opoAoyi'as (das nicht in der Ertragssteuerliste steht) Lond. II nr. 401 (p. 13) 14 (116 iiia). evOriaaupcoi Zen. pap. 59732, 8 (III^^).

30 Ev Aoycoi Zen. pap. 59489, 30 (III'^). ctüko ett' dpiCTTOU (beim Frühstück) Teb. 116, 36 (Il^f); 112, 74 (112^). ovfou ett' dpiaTCOi 121, 93. 99. (94 oder 61»). koctoc 9UAA0V (Trpo5iaAoyiCT|aös) etti K£9aAaiou Liste (Voranschlag) über die zu erwartende Rente Teb. 67, 2 (ii8a); 89, 2 (113*); 174 descr. (nach 112*). Vgl. Crönert, Wchschr. f. kl. Phil. 1903, 457. ecos dvaiJieTpr)aecos (bis zum Vollmaß, d. h. zusammengerechnet)

35 Petr. II 12 (4) 3 (241^). In ähnlichem Sinn wohl auch ecos dpi(OiJifia£Cos) Teb. 112, 92 (112»), wofür nach Hib. 47, 11 ecos toö cäpiöiioO (256») vielleicht besser dpi (0|JioO) einzusetzen ist. ecos Aoyou (als Ratenzahlung, eigentlich = bis zur Abschlußrechnung als Abschlagszahlung) Zen. pap. 59743, 19 (HF). Teb. 112, 38. 43 (112»). Der Aus- druck steht im Gegensatz zu ettI Aöyou (auf Rechnung), das Wilcken Ostr. I 323 erst

40 aus römischer Zeit belegt. Vgl. Crönert, Wchsch. f. kl. Phil. 1903,486. rrpös Aöyov (Ö9£iAco) Petr. III 136 col. i, 4 (III»). ümp c. gen. sehr häufig von Ein- zelposten einer Rechnung: z. B. Teb. 118, 8 ÜTTsp dvri(AcbuaTOs) (II'^O: ^^9. n UTrep dpTaßiri(as) Kai aT£9ävou Kai koivcovi(kcöv) (105 01»); 112, 57. 120 OiTEp KCOMoypapipiaTeias, 84 ÜTr(£p) £TTi|i(£piatJoO?) (112») usw.

45 Anmcrkung3. In Verbindung mit einem attributiven Genitiv verliert das

übergeordnete Nomen im Tabellenstil regelmäßig den Artikel: eis dvaßoAfiv vaußicov Petr. III 112 verso (f) col. i, 13; col. 2, 3 eis TOiifiv Kai Trpoaaycoyfiv XdAiKos (221»). eis ETrißoAfiv TraAaioö x^Motos Petr. III 37 (a) col. 2, 3. 5. 17 usw. (257^)- EIS XP'"^'^ eAaiou Kai TrapdKauaiv Petr. II 25 III 61 (a) 13; (b) 15

so (III»). Eis AuTpcoaiv TTOTtipicov Teb. 120, 41 (97 oder 64») usw. Vgl. oben S. 39 Anm, 2.

§ 6o. Genereller Artikel. 41

§ 60. Der generelle Artikel.

Das Wesen des (im Gegensatz zum individuellen) generisch gebrauch- ten Artikels besteht darin, daß ein bloß gedachtes (beliebiges) Indivi- duum gleichsam als Musterbild und Typus zum Vertreter der ganzen Gattung erhoben wird i). s

1. Der generelle Artikel verbindet sich selten mit einem Substan- tivum im Singular, gelegentlich mit distributivem Nebensinn = der betreffende, jeweilige.

Tor. I 8, 36 eiTTep ye 5fi Evöiai^ev ex^jv ti SiKaiov, 81' SOvcrrai tov KpiTf]v TTElaai (ii6a). Nicht ein bestimmter Richter ist gemeint, da ja zudem das Chre- 10 matistenkoUegium mehrere Richter umfaßt, sondern generell = der jeweils zu- ständige Richter. Vgl. auch Lit. 2. Rev. L. 25, 4 ff. ÖTav oi yECopyoi oivoTTOieiv ßoüXcovTai, TTapaKaAEiTCoaav töv tt^v cövtjv StoiKoOvTa Kai TTapay£vo|i£vov; (sc. aÜTOö) oivQ-TTOieiTCo 6 yecopyos, d. h. der betreffende Bauer (258a). BGU VI 1202, II Tcöi TOTTO ypaiJ^aTei dem jeweiligen Bezirksschreiber (ißa-). 15

2. Weit häufiger steht der Artikel generisch bei substantivierten Adjektiven und Partizipien (im Singular oder Plural), im letzteren Falle gewöhnlich im Sinne von ,, jeder der" 2).

In der Gesetzessprache des P. Halensis i (Dikaiomata) häufen sich derartige generisch gebrauchte substantivierte Adjektiva neben wirklichen Substantiven: 20 z. B. 186 eäv 6 eAeuOepos tcöi sÄEUÖEpcoi ETravorrEiuTiTai aiSripov; 188 eäv 6 5[oöAos f| fj] 5ouAti toutcov ti iTOifjarii tcöi lAEUÖEpooi f\ Tf}i EAEUÖspai, pacmyoOaOco . . . fi TTiv jriiJiiav SiirAaCTiav dTroTEiaäTCo 6 ÖEarrÖTris toO TroiriaavTos tcöi TraOövTi f| {f|) TCÖI eAEUÖEpcoi ysypooTTai, iäv Siktii viKriOfii; 196 eccv ö 5oOAo5 f| r\ SoüAr) ixa- Tä^rji TÖV £AEÜ0£pov fi TTiv lAEuO^pav, dTTOTEiaäTco ö SEarrÖT'ns urrEp toO 5ou- 25 Aou; ähnlich 203; 219 ö AAE^avSpEUS tööi AAE^auSpEl [it\ SouAeuetco ^tiSe f) AAE^avSpis TCÖI AAE^avSpEi lariSs tt]! AAE^avSpiSi (111^"^).

Participia: E^saTCO tcöi ßouAoiiEvcoi ÜTTEpßäAAEiv Eleph. 14, 23 (2233^). liTivÜEiv TÖV ßouAöiJiEVGV Tols TTopä ToO aTpccTfiyoü Par. 10 = UPZ 121, 15 (156^). Im gleichen Sinn der Plural: toTs pouAouEvois ÜTTEpßäAAEiv E^EOTai Par. 62 = 30

UPZ 112, 3, 14 (11^). UTTSp ToO liTjÖEV Ö9EiA£lV TÖV ETTl TTjV aipEaiV TCÖV ETTl-

yevriiJiäTcov TrapocyivöiiEvov Teb. 27, 65 (113*). An dieser dunkeln Stelle fassen die Herausgeber den Singular generell == alle, die zur Übernahme des Getreideüber- schusses sich einfinden (d. h. die yECopyoi). [oi 5'] ävTE^dyovTES (hinausjagen) töv eisßiajö|i£vov (jeden unberufenen Eindringhng) Teb. 105, 36 (103a). töv Se (pavr)- 35 aö|i£vov OavöcTcoi evoxov eIvci Inschr. von Batn-Herit = W. Chr. 70, 18 (57 56^). Sehr häufig ist das Participium mit Artikel im Sinne von ,,der betreffende, jeweilige", wobei gelegentlich ötEi oder ttös dazutritt: 6 tJiapTupias ETriAapßavö- PEVOs (jeder, der eine Zeugenaussage anfechten will) Hai. 1,24 (III^™). ö Tipid- PEVOS Eleph. 14, 12 (223a) ist nicht ein bestimmter, sondern der betreffende, even- 40 tuelle Käufer; so wiederholt in d. Rev. L. ö tt^v covi^v dyopäaas, riyopccKcös, ex^v usw. 3). TCÖI [Se (Jiri JvücravTt eotco TpiTOv nspos •iTpa6£[vTOs] toO ävSpcoröSou

1) Krüger § 50, 3 und 4. Gildersleeve Sj-nt. II § 563 f. Kühner-Gerth I 589, I. Blaß-Debrunner N. T.^ § 252.

2) Krüger § 50, 4.

3) Vgl. zur Sache A. Steiner, Beiträge zur Interpretation des Steuergesetzes von Ptolemaios Philadelphos, Diss. Heidelberg (1910) 10 ff.

42 Der Artikel. § 6i.

Hib. 29, 5 (um 265a). TÖv 5e \xi] eupovTa a £911 jrjTeiv E^eaTco tcöi jriToupievcüi (dem betreffenden, bei dem Haussuchung gehalten wird) opKi'aai Rev. L. 56, 7 (258a). Eine in Verträgen häufig wiederkehrende Phrase ist f) t' £90605 tcöi

ETTITTOpeUOlJlEVCOl QKUpOS EaTCO Kol TTpOaOTrOTEiadTCO 6 ETTeAGcOV ETTlTlIiOV Hib. 96, 10.

5 27 (259a). Eleph. 3. 4 = 4. 5 (284a). Lond. III nr. 880 (p. 9) 29 (113a). Tor. IV 23 (117a). Rein. 11, 18 (iiia); 12, 11 (iii— 110»); 13, 14 (110*). Grenf. II 25, 19; 26,17; 28, 17 (103a); 30, 21 (102a). BGU 998 II 9(101») usw. Dazu tritt manch- mal ÖEi (= jeweilig): tcöi oei ümp auToö ETTiiTopEUopEvcoi Rein. 25, 13 (105a); oder ixäs: rravTi tcöi £TTi9£povTi Rein. 28, 19; 29, 19 (Ila^). Vgl. Krüger § 50, 4, i.

3. Zu unterscheiden von den obigen generellen Fällen ist der soge-

nannte qualitative Gebrauch des Artikels mit Particip. (meist fut.), durch den einer unbestimmten Person eine für sie eigens bestimmte Handlung zugewiesen wirdi).

"rrpös ToOs ETriiiEÄriTas £TTeiJTro|JiEV T0Ü5 evteu^ oiiEvoug (Leute, die sich ^5 beschweren sollten) Par. 26 = UPZ 42. 17 (163 2a). Trapot (da) nf^ ex^iv töv TTiv EVTUxiav TTOiriaötJiEvov (einen, der meine Eingabe befördern könnte) Lond. I nr. 44 (p. 34) = UPZ 8, 25 (i6ia). oÜK Exco tous KaöapouuTds ^oi t6 a-iTEpiJia Zen. pap. 59494, 13 (IHa). Vgl. Band II i S. 221. Beim Part, praes. Par. 34 = UPZ 120, 17 EXOtJiEV T0O5 TTjpoövTas ocÜTOÜs et TTOioüaiv wir haben Leute, die 20 die Aufgabe haben, sie in dem was sie tun zu beobachten (Ha).

§ 61. Der distributive Artikel 2).

I. Der distributive Gebrauch des Artikels ist verwandt dem gene- reUen, durch den ein typisches Individuum als Vertreter seiner Gattung generalisiert wird, nimmt aber am individuellen Gebrauch insofern teil,

=5 als ein einzelner Gegenstand aus mehreren hervorgehoben und als solcher zu dem Prädikat in Beziehung gesetzt wird. Die in den Pap. über- aus zahlreichen Aufzählungen von Leistungen und Lohnarbeiten, Kauf- verträge, Steuer- und Strafansätze, Zins- und Ratenberechnungen u. dgl. geben vielfach Anlaß zu diesem Gebrauch, indem die Gesamtansätze

30 nach persönlichen Klassen und sachlichen Abteilungen, nach zeitlichen, metrologischen, numeralen Gesichtspunkten detailliert erscheinen.

a) Persönliche und sachliche Subsumierung: ooctte ouvteAeTv acöiaa (jeder Mann) Tfis fi|j£(pas) (jeden Tag) [folgt Zahl] Petr. III 40 (a) col. 3, 12; 4, 8; 5, 8; (b) col. I, 12 (Illa). Eiaiv eis äp(oOpas) tcov 5 (Spoxiacov) tcöi |jiicr6icoi

35 = es kommen auf 12 Aruren 4 Drachmen für den Lohnarbeiter Hamb. I nr. 27, 16 (250a). 59' c&i EpyccTai TTiv riHEpav (täglich) acbiiaai p (mit 100 Personen) IpyajoiJEvou toO acbiiaTOS dcoi'Aia y Petr. III 43 (2) verso col. 3, 3 (245a). etteiBti yap ürrctpxouCTiv 9pc(:Tpai 5cb5£Ka tcöi Sripcoi (dahinter EKdaTCoi vom Schreiber selbst getilgt) Hib. 28 = W. Chr. 25, 14 (265a). ütto uspos toO

40 Euo9£iAop£vou OTToypayäTco (unter jeden Posten der Schuld soll er eine Bemerkung setzen) Rev. L. 19, 2 (258a).

b) Zeitliche Ausdrücke: UTrapxouacov [Se Eijg töv EviauTÖv fiHEpcöv Tpta- Koafcov E^riKovTa Hib. 28, 19 (265a). SB 6994 = P- Edg. iii, 11. 24; aber 7 eis

') Krüger § 50. 4. 3-

=) Krüger § 50, 2, 5 und 3, 2. Kühner-Gerth I 593, 3. Völker § 5.

§ 6i. Distributiver Artikel. 43

(£T05) (III^). ä^ioOiJEv EKÖEivai fiuiv sAaiou iJETpriTriv iva töv evioutöv Lond. Im. iz = UPZ 17, 9 (164a). £)(£i (BpaXMctg) % tökou TÖii nfjva Hib. iio, 46 (nach 270*). ETrißäAXEt Tcöi iJir|vi (kommt auf jeden Monat) Hib. 115, 3 (nach 250*); Rev. L. 56,17 (258a). ToTs ETTi Tcov TrAoicov xpTlP'CtTije EKdaTcoi ToO piTi(v6s) (xäAavTa) T) Grenf. II 23 = W. Chr. 159, 17 (108»). (yivETai) xfis fmepas 'Axoßs"' Petr. III 5 37 (b) col. 4, 3 (257a). xpdav EXopEv Tpig Tf\s nuspas Petr. II 4 (3) 10 (255— 54a); Rosettast. 40 (196^). Tf^g Tipspas (Spoxiaai) 5 Lille 25, 24. 36. 47 (IH^). äiTO- TEicröcTCO Tfis |Ji£V fiiiEpag (TpicbßoAov), TTJs vuKTÖs [.] Hib. 148 descr. (IIl^'). ets TTjV f]ia£pav (sc. wird berechnet) Petr. III 95 col. 2, 6 (III^) usw.

c) Metrologische Angaben (bei apoupa, dpTdßTi, 5paxiJni, |i£TpriTr|S, pv5, CTTQTrip, CTxoiviov, TäAavTOv u. dgl.): xfig dTroTETayuEvris äpTäßris Tfii dpoüpai Tfis lEpds yfis Kai öpoicos KEpdiaiov Tf)i dpoüpai Rosettast. 30 (196^). ToO \xkv ariadpou ttiv dpTdßrjv (5paxP<2iv) t\, toO 5h KpoTcovos tt^v dpxdpqv (SpaxiJ.) 5 Rev. L. 39, 2 (258a). irposiaETpEiTco toö ijiev ariadijicu tqTs ekotov (sc. dpTdßais) dp(Tdßas) 3 Rev. L. 39, 10; ähnlich 46, 18 (258*). ö^oAoyEi IIa- is paiiEVTjs ex^iv Tiiafiv (als Kaufpreis) -rrupcöv (dpxaßcov) ek ß (sc. Spaxucov) oßoAoö (zu je zwei Drachmen und i Ob.) tt\\ dpräßrit (5pax^ds) pva (TETpdbßoAov) Hib. 99, 6 (220a). TTpax9f)vai laoi auTÖv T-qv cbpiaiJiEvriv T\\i.\\v ttjs dp(Täßris) (rpisxiAias) (5paxiids) Fay. 11,29 (nach 115a). eTr{Tt|jiov Tfis (dpxdßris) (5pax- Hai) (TptsxiAicci) Rein. 14 Überschrift 2 (iioa) usw. AapißavETCoaav Se eis tös 5üo 20 Spaxiiccs TQS AoyEuonEvas dirö toü ariad|jiou (auf je 2 Dr., die vom Sesam er- hoben werden) Kai ttiv SpaxMTlv (liiav) toö KpÖTCOvos afiaopov Kai KpÖTCova Rev. L. 39, 13 (258a). TTIV SiSpox^iav (Zweidrachmenabgabe) tcov (von je) k (SpaxMcöv) Teb. (II) 281, 9 (125a). dTroTivETCo toTs ttjv cövfiv e'xouctiv Tfis dTTO- poi'pas TTIV Tit^Tiv TOÖ |i £ (TprjTOÖ) TOÖ (6KTd)x(ou) (5paxijds) (Zahl) Rev. L. 25 31, 6 (258a). ö TOKOS ecttIv Tfis tiväs Ton pfiva EKaoTov (5paxpai) ß SB 6771 = Edg. 65, 3 (244 43a). priSEva ttAeTov TTpdaCT£i{ai}v Tfis pvds (für jede Ge- wichtsmine) dpyu(piou) (5paxtias) V- Teb. 35,-4; 16 \i.T\ ttAeTov 5iaypd9£iv Tfis IJiväs (iiia). TÖKOus 5i5pdxiJous Tfis laväs Grenf. I 20, 15; II 18, 17 (127a); 21, 17 (113a); 27, 16 (103a). Amh. 50, 20 (ip6a) usw. tiOeijev EOEoGat (sc. Td £pya) eis o vccüßia TOÖ aTCTfipos = wir berechnen die Arbeiten auf 70 Naubien für je einen Stater, d. h. daß für 70 Naubien ein Stater bezahlt wird Lille i recto 14 (259*). yivETat EIS t6 ctxoiviov voOßia rrs' (es kommen auf jedes Schoinion 86 Naubien) Lille i recto 10; verso 28 (259a). KOTaycoyipou tcöi (TaAdvTCOt) Fuhrlohn für jedes Talent Teb. 35, 5; 18 KOTaycoytov (sie) tcöi (TaAdvTCOi) (m*^). 35 Hib. 51, 5 CTupias AdiaßavE E^aSpdxnous Kai ETraAAayfis (ößoAöv) (fipiiooßEAiov) TOÖ fiiJiiCTOUs TCOV 5 (Spaxuööv) für 6 Dr. mit Agio auf die Hälfte, von je 4 Dr. i'/z Obolen (254a).

d) Numerale Bestimmungen: Trpös TrriAoTTOuav Tfjs ii(upid5os) (sc. ttAivöou) = jeder Myriade (Ziegel) (SpoxiJds) Petr. II 12 (4) 3 (241^); ebenso 40 Kord TTIV EpyoAaßi'av (nach dem Arbeitskontrakt) Tfis n(upid5os) (sc. ttAivOou) (5pocxiJias) IS Petr. II 14 (i b) 5 = III 46 (i) 18; 24 im Wechsel damit EKdoTris p(v;pid5os) (5paxM.) i (Ula). coctte Kaöi'aTaaöai (zu stehen kommt) ttjv laupiav (sc. SEaiarjv = je 10 000 Bündel) TrAEiaTOv c e (3/4 Ob.) tcöi dycoyfcoi (für jede Fuhre) Peti. III 41 verso 9 (III a). fiyopoKEvai Tf]v X'^'c^v SEapriv (Spaxpcöv) 45 5[£KaTT]£VT£ Oxy. (IV) 742, 14 (2a). Über den Singular vgl. Bd. II i § 10 S. 43.

2. Bemerkenswert ist der in Detailberechnungen nicht seltene Ge- brauch des distributiven Artikels in Verbindung mit der Partikel cbs, die in diesem Fall den Maßstab der Berechnung bezeichnet.

U£Mi'a0co|iai TaiiiEiov cos toö larjvös (5paxpcöv) <i (zu einer Monatsmiete 50 von 6 Dr.) Petr. III 73, 9 (III^). Epoi aiTopETpia (Gehalt) d-rrö XoiaK ecos Me- CTopfi cbs TOÖ |Jir|v6s a jL (bei monatlicher Berechnung mit ii/j Artaben) (yivETai)

44 Der Artikel. § 62,

Hfives 6 (dpTCtßai) lyL. (13'/-) Petr. III 141, 15 (III'^). TlToAEtiaicoi cpuAccKiTrit Tfis üoÄepicovos ii£pi5cs cos toü Ptivös tt (bei monatlich 80 Dr.) ^aQ^KOv) p^ Petr. III 128, 5. 7. 8. 9 (III^i). ttAivOou 'B Tiiaf) cbs ttis |a(uptd5os) tt 15' (Spoxpai) = für 2000 Ziegelsteine Preis bei So Dreh, für 10 000 Stück 16 Dreh. Petr. II 14 5 (3) 3 (III*); ähnlich III 46 (3) 11 (III*). TÖ^ovTat Aoittöv xot(''^'<oö) (in Kupfer) Kai TTiv Ei8ia|ievriv dAAaynv (Agio) cbg Trii livcti (für jede Mine) 13 6[poAoüs] Eleph. 14, 5 ff. (223a). TÖöv 5s TTpös dpyupiov cbvcöv Trpos5iaypdv|;ouatv dAayfiv (sie) cos ttIs MvSs 1 = c (10 Dreh. 21/3 Ob.) Par. 62 = UPZ 112 col. 5, 16 (203 2*). fi^icoKsi eKTElaai aÜTÖv tös 6A(upcöv) (dpTdßas) o[i cbs t^IS (öpTÖßris) dpyupiou

lo (Spaxpäs) ß Tor. XIII 13 (130*). Ti|jiobpi£0a cbs ttis (dpTdßris) (TpicoßöAou) Zen. pap. 5926g, 13 (c. 250*); ebenda 59112,5 ^üAa Ay cbs tcöv 5 (Spaxucöv) ^üAa la (11 zu je 4 Drachmen) (257*). TreteaudyKTis Trposax6eiaris TTEpi toü KaöriKOVTOS TtposriiJiou cos t^S (dpoOpas) xaAdvTCOv 1 (bei einem Ansatz von 10 Tal. für jede Arure) Amh. II 31, 11 (112*). syEuovTO diaa^ai Kpi(efjs) Ske

IS cbs Tfis diid^ris dvd Kpi(9fis) (dpxaßcov) s' (d. h. jeder Wagen mit 6 Artaben) Grenf. I 39 col. i, 3. 6 (IT I*). drroTEiCTdTco toü ÜTTEpireaövTos XP°^°'-' to^s TOKOUS cbs foO CTTaTfjpos x^^^°^ SpaxMcöv E^riKOvra = für jeden Stater 60 Kupferdrachmen Leid. O 22 (89*). Edg. i = SB 6707, 8 tökou cbs [5üo] 5pax- pcbv Tfii \xv&\ EKdaTrjt TÖ|i nfiva EKacrrov (274/3*).

20 3. Das distributive Verhältnis wird außer durch den Artikel min-

destens ebenso häufig durch eKoaTos oder Präpositionen (Kard, dvd, ek) ausgedrückt. Wenn Völker 1. c. S. 8 das Vorkommen und allmähliche Überhandnehmen letzterer Ausdrucksformen lediglich auf die Ab- schwächung der distributiven Kraft des Artikels zurückführt, so ist doch

2S zu bedenken, daß EKaaTos als stärkerer Ausdruck schon der klassischen Sprache sehr geläufig ist. Gleich zu Beginn des Hellenismus, im III. Jahrh. V. Chr., kommt iKaaros (teils mit, teils ohne Artikel) in den oben er- wähnten Verbindungen mit stos, \i-f\v, fmEpa, dpoupa, dpTdßii usw. häufiger vor als der bloße Artikel (z. B. in Rev. L. nicht weniger als 25mal gegen-

30 über etwa 10 Fällen mit dem distributiven Artikel); im II. und I. Jahrh. V. Chr. allerdings tritt der bloße Artikel gegenüber kaaTos (jetzt ohne Artikel) immer mehr in den Hintergrund. Genaueres hierüber siehe unten §71. Was die distributiven Präpositionalausdrücke betrifft, so steht von Anfang an Kaxd in Verbindungen wie Kcrr' Ivicxuröv, kcct' etos, Korrd nfiva,

35 Ka9' fiiiEpav (auch Korrd ufjva EKaaTov, Ka9' ^KdaTT^v fiiJLEpav), Korrd piEpos, Korrd 9UAA0V, kqt' dvSpa usw. entschieden im Vordergrund, während dvd, wie es scheint in adverbieller Verwendung, nur in zahlenmäßigen An- gaben vorkommt; vereinzelt begegnet auch ek im gleichen Sinn. Belege siehe unter den einzelnen Präpositionen.

§ 62. Der Artikel im Sinn des Possessivpronomen ')•

I. Vermöge seiner deiktisch-anaphorischen Grundbedeutung kann der Artikel einen Begriff (Person oder Sache), zu dem er tritt, als einer

I) Krüger §50,2,3. Kühner-Gerth 1593,2. Gildersleeve Synt. II § 534. Völker § 4. M. Johannessohn, Die Präp. in der Sept. S. 369 ff. (Anhang).

§ 62. Der Artikel statt des Possessivpronomen. 45

bestimmten Person oder Sache zugehörig bezeichnen, womit er die Stelle des Possessivpronomen vertritt. Die Rückbeziehung kann direkt oder indirekt sein. Der Gebrauch erstreckt sich über alle Perioden und Stil- gattungen; er betrifft in erster Linie Verwandtschaftsnamen, dann aber alle möglichen Gattungsbegriffe. s

Seltener vertritt der bloße Artikel das Possessivpronomen in einem selbständigen Satz ohne Beziehung auf ein regierendes Verbum, wobei die possessive Bedeutung aus dem Zusammenhang hervorgeht.

a) Direkt reflexiv:

a) bei Verwandt Schaftsnamen, teils mit teils ohne Eigennamen. Stehender lo Typus in Briefeingängen: <DiAcovi5ris tcöi TraTpi xaipsxv Petr. I 30 (i) i; II 11 (i)

i; (2) I (IIl^). Lille I 26, i (Ilia). 'EaöAdSas tcoi uaTpi Kai rr\\ UTiTpl xcti(peiv) Witk. ep. pr.* 52, I (131 30»). 2coai9ävei Kai xfii yuvatKi Kai tcoi -rraiSicoi Xai'peiv Petr. III 53 (o) i (III^). koAcos av Troifiaais auvxd^as twi ui<cöi> (dei- nem Sohn) Zen. pap. 59015 (verso) 43 (259a'). SiaßdvTos |iou 8TriCTK£<|'aa0ai Tf]v 15 (meine) d5£A<|)fiv Lille 6, 3 (III^). iav 5e ti KaKOTexvoüo'a dAiaK-qTai ett' aia- XOvr|i Toö dv5pös Eleph. 1,6(311*). Oirep aürou Kai Tqs yuuaiKÖs Kai tcov iraiSicov (sc. dvEÖriKev) Or. gr. 31 (285 247^). Trds Tis TTEipÖTai TaxECOs irapa- yiVECTÖat Kai dorrd^EaBai tt]v yuvaiKa Kai rraiSia Kai toOs 91A0US Vat. A = UPZ 124, 18 (i68a). dtrESoTO Nexouttis Kai rTETEapofjpis dTrö Tfjs ÜTrapxoüaris 20 oütoTs Kai Tols d5£A9oTs TraCTT09Öpiov (1. toO üudpxovTos . . . TTaaT09opiou) Grenf. II 35, 6 (98a). Bad. 15, 30 eitte Se if\i d5eA9fjt (deiner Schw.) (I^).

Bei Eigennamen in der Apposition: AioCTKOupiSris Aio9dvEi tcöi TTaTpi xccipeii' Petr. II 2 (3) i (260^). Par. 59 UPZ 93, i (160^); 60 = UPZ 65, I (154a); 44 = UPZ 68, I ; 47 == UPZ 70, I (um 153a). Grenf. II 38 (1*^) usw. 25 'ApiaTdpxoi (= -x^oi) TCÖI uicöi Kai MiKKdArji ttii OuyoTpi xaipsiv Lille 17, i (Illam). "AvSpcov MiAcovt Td5£A9cöi xotipsiv Eleph. 13, i (223a). Lond. nr. 42 = UPZ 59, I (i68a); nr. 28 = UPZ 73, i (um 162*). Par. 45 = UPZ 69, i ; 46 = UPZ 71, i; 48 = UPZ 72, I (um 153a). Grenf. I 43, i (II*). Teb. 55, i (II^O- Auaijiaxos TTToAEpiaicoi Kai 'AttgAAcovicoi toIs d5£A9oT5 x^^'P^'^ P^-r. 32 = 30 UPZ 61, I (162a); 43 UPZ 66, I (154*^). ßaaiAtaarii KAEOTrcrrpat Tfit dÖEA- 9fji (sc. xof'P^iv) Vat. E = UPZ 15,31; F = UPZ 16,1 (156a). y£ypa9a Kai ÜTTEp 2apcnTid5os ti^s lirjTpös Rein. 16,46 (109a).

ß) bei anderen Gattungsbegriffen: KorraAEi-TTCo töv iTTTrov (mein Pferd) Kai to oirAa rTToAEpaicoi Petr. III 12 = I 11, 9 (235a). Ähnlich Grenf. I 21, 3 35 (126a). dTToyEypapiJiai t6 oiKÖTFESov (meinen Bauplatz) Petr. II 11 (2) 3 (Ilia). toOto 5' Exe Trii Siavoiai (in deinem Sinn) Petr. II 13 (19) 12 (um 252a). Eußa- Aoü EIS rrAoTov Hib. 152 descr. (um 250a). EyßEßArjKE |i£ ek tcöv sticöv pepcöv Tfis aüAfis tt)! (seine) ßiai xp^ue^os Lond. III nr. 887 (p. i) 6 (III*). Vgl. Tfit TTEpi EauToüs ßiai xpwMevoi Par. 15, 17 (120*). to övötJiaTa (ihre N.) eis 40 Toüs Aöyous ypa9£Tcoaav Rev. L. 7, 2 (258a). auiaßaAAfiaöco t6 |i£pos EKacTOS Hai. I, 108 (Illa). ÖTav t6 aup9£pov Kcnauocöai koivov voni^öiiEvov ,, wenn sie mer- ken, daß ihr Interesse als allgemeines Interesse angesehen wird" (Wilcken) Par. 63 = UPZ 110, 190 (164a). EuAoyEi Tov ÖEÖv ITToAEnaTos Aiovuaiou 'iouSalos Or. gr. 73 (III*). Interessant, daß der Jude seinen Gott ohne Namen anruft. 45 ToTs ÖEoTs TTiv ETTiTpoTTf) V 5i5op£i (sic) = schcuke mein Vertrauen Par. 45 = UPZ 69,4; 6 öpcö £v TCO UTTVcp (in meinem Traum) töv SpooTESriv (sic) Meve- 5rmov (153a). E^Eis £9Ö5iov eis yf^pas Lond. nr. 43 = Witk. ep. pr.* 59, 9 (11*) usw.

b) Indirekt reflexiv (nur bei Verwandtschaftsnamen): AapßdvEi 'Hpa- KAei5T)s AriiiriTpiav yuvalKC irapa toü (ihrem) iraTpös Aetttivou Kai Tfjs priTpös

46 Der Artikel. § 62.

OiAcÖTiSos Eleph. I, 2 (311a). ei ti eKTiÖEvrai (in Auktion kommen) FFivöpis 'Eax- 9r)uios, 'Htivöcs f) yuvri (seine Frau) Kai YeuTefis Eleph. 18, 2 (223^). t6 KaOfiKOu Tuxiv oycbviov KaAöös TTOiriaeis auvrä^as äpiGiifjaai 'Inou0r|i tcoi (unserem) uicoi Lille 3, 42 (nach 241^). ouOeu fiiJiiv TTpocnT£9cburiTai oü5' 'l|aoü6rii tcoi uicöi Petr. II 5 38 (b) 3; 7 ypd9£iv irpös rinas f) 'Ino06r)i tcoi v/icoi (2^^^). tcov Se Tfjs (unserer) priTpös 9iAcov dvcrrrsiCTävTcov fipäs Par. 22 = UPZ 19, 24 (um 165»). KaTaÄEifrco id AoiTTCt (sc. CTcbiüLorra) 'ATroAAcoviai Kai Tals (ihren) d5£A9aTs Grenf. I 21, 7; i8 56tco 'EaöAäSas 'ATToAAooviai eis TP09TIV cxü(Tfjs) Kai Tals OuyaTpdaiu (i263'). Eycb ouveiAKuaiJEVos (Tf^i) irpös ok Kai töv TtOTEpa aipECTEi herangezogen zur freund- 10 schaftlichen Gesinnung gegen dich und deinen Vater Par. 64 = UPZ 146, 4 (H^). y£ypa9EV f\\nv OiAö^evos ö d5£A96s (mein Kollege Ph.) W. Chr. 12, 4 (88^).

c) Ohne Rückbeziehung auf ein regierendes Verbum oder ein davon ab- hängiges Nomen oder Pronomen: Zen. pap. 59236,1 dSiKEiTai 6 (mein) ttottip STpÖTiTTTTOs (254 53^); 59052,9 'ApioTcov Kai f\ d5£A9r) (seine Schwester) dv-

15 r)yyEAov (257^); 59059, 6 (verso) 10 'AttoAAöSotos 9iAdv6pcoTrov (sc. ETTiCTToAfiv (?) lypaifE) TTEpi Toö TraTpös (über meinen Vater) (257^). [TTpÖT£]p6v aoi ev- £9dviaa iTEpi tt^s CT9pay!5os toö lEpoO, 5iöti [entnommen hat oüttiv Xsatifivis] Kai ZepiöeOs 6 uiös (sein Sohn) Hib. 72, 5 (241^). koI cojtt] 5' üyiaivov Kai t6 (mein) TraiSiov Lond. nr. 42 = UPZ 59, 5 (168^). EppcoTai ßaaiAEÜs TTToAepaTos

2o KCl paaiAEÜs rFToAEiJiaTos 6 d5£A96s Kai ßaaiAiaoa KAEOirdTpa fj d5£A9fi Kai la TEKva (164a). ßaaiAEÜs rTToAEpaTos Kai ßaaiAiaaa KAEOTidTpa f) d5£A9fi d9ici:ai Teb. 5,1 (ii8a); 6,12 (140— 139a).

In Aufschriften und Tabellen: 5öa£iv (= Söaiv)- Taafiiiis Kai f] MrjTrip: eine Schenkung, Tasemis und ihre Mutter (sc. sind die Beschenkten)

25 BGU (III) 997 I 2 (127a). KaTaßoA-n TTiiöiTos Kai twv d5£A9cöv Grenf. II 19, 15 (118a).

Anmerkung i. In der Breviloquenz der Datierungen, Tabellen, Kontrakte kann der possessive Artikel fehlen: z. B.ÜTTEp ßaaiAEOOs TTToAEiiaiou Kai ßaaiAiaaris BEpEviKris yuvaiKÖs Kai d5£A9fis Weihinschr. v. Krokodilopolis =; W. Chr. 51

30 (244 21^). £X£Tco 'Ea6Ad5as Korrd (fipicru), 'AlToAAcovia Se Kai d5£A9oi Kccrd (fipiicru) Grenf. I 21, 15 (126a). Weitere Belege S. 48, 10.

2. Das wirkliche Pronomen possess. begegnet auch in Fällen, in denen der Artikel allein genügen würde, ein Beweis dafür, daß der Artikel seine prägnante Bedeutung mit der Zeit eingebüßt hat. Völker 3s 1. c. S. 7.

In gleichbedeutenden Ausdrücken: ottcos SOvcoijai ettiteAeTv tos Ouai'as ÜTTEp üiiGov Kai Tcöv TEKVCov (euere, d.h. die königlichen Kinder) Lond. I nr. 23 (p. 38) = UPZ 14, 28 (158a); Teb. 6, 49 (140—393); Or.gr. 139, n (146— ii6a). iva Td voiai^oiJEva IttiteAooijev Ottep te uiacov Kai tcov üiJETEpcov tekvcov Par.

40 26 = UPZ 42, 48 (163a); 22 = UPZ 19, 3 (um 165a); 29 = UPZ 41, 24 (i6oa). MAapicov {a} "AAiti Tfii d5£A9fii TrAsTaTa xotip^i^ Kai BEpoÜTi tt] Kupia pou Oxy. (IV) 744, I (la), mit Übergang von der 3. Person in die erste.

Mit ängstlicher Genauigkeit wird oft in Testamenten und anderen Rechts- urkunden das reflexive Verhältnis durch Pronomina ausgedrückt, wo man nur den

45 Artikel erwarten sollte: Td5£ Sieöeto ■vr\x aÜTOÜ yuvaiKi Eleph. 2, 2 (285 4»). KcyTOcAEiTTCo TC UTTdpxovTd |ioi TrdvTtt TTJi EiaccuToO yuvaiKi Petr. III 6 (b) 8; I 12, IG (237a); III 13 (a) 3. 28; III 14 = I 17 (i) 22 (235a); Tcöi EpauToü uicöi Mapcruai Petr. III 11, 19 (235a); [Tfii] yuvaiKi liou Petr. III 19 (c) = I 20(2)16 (225a); Tfii Eiafit yuvaiKi Grenf. I 21, 17 (126a). auvEypd'^'avTO (= crro) dTronEtiE-

50 piKEvai Tfii EauTOÜ OuyoTpi TaariiJiEi Tfji ek TaEwriCTios Tfji (= tt^s) eoutoO yuvai- Ki (^= -KÖs) BU 993 II 12 (127a). öiJioAoyEi irapaKEXcopriKEvai riETOCTipEi tcöi

§ 63. Wiederliolung des Artikels. 47

ecxuTo[ö uiwi] Goodsp. 6, 3 (129^); Grcnf. I 27, 8 (126^). öiaoAoyel SiEipfjaöai Tols Eoarroü uiois Lond. III nr. 880 (p. 9) n; i8 Tlccvo^ycivvex tcoi TrpeaßuTepcoi uiwi auToO pepiSas 50o, 19 Tals £oa;ToO OuyaTpäaiv |jepi5a jjiiav (123*). 6|jioAoycö doTEXEiv UTTep ° üdpoxj Toö äv5p6s pou Rein. 11,4 (m*) usw.

Anmerkung 2. Wenn in solchen Fällen der Artikel fehlt, wie Aiovüaios Kai s auTOÖ yuvr] 'Aörjuais in einem Kaufvertrag Teb. 109, 2. 12 (93^) oder in einer Subjektsdeklaration Lille 27, 2 Aetttivtis Kai yuvf) aÜToO 'H50Ar| (III^'), so er- klärt sich dies aus der Kürze des Amts- und Tabellenstils oder aus der Übertragung demotischer Originale, worüber unten § 71.

§ 63. Wiederholung des Artikels bei zwei oder mehr Substantiven'). 10

I. Der Artikel wirkt fort bei zwei oder mehr Nomina, wenn sie eine begriffliche Einheit bilden oder auch nur als solche vor- stellbar sind. Dies tritt am häufigsten ein

a) bei gleichem Geschlecht und Numerus.

ETTi Tcöi "Attei Kai MvriÜEt Kanop. Dekr. 55 (236^); eisttiv Ta9fiv toO "Attios 15 Kai MvriCTios (= Mvriüios) Teb. 5, 77 (iiS^) häufig verbundenes Götterpaar (vgl. aber unten 2^). tov QeuSotov Kai 'Ayä6cova (die beiden Angeklagten) Magd. 13, II (218a). Ebenso t6v AcopöÖEOv Kai Ni[K6paxov] Magd. 35 = W. Chr. 56, 9 (217a) 2). ETrißoriOriaävTcov tcov iTEpi tov TTuOayöpav Kai 'ApiaTOKAfi(v) (die beiden Feldherren) Petr. II 45 = W. Chr. i col. 2, 10 (um 246»). tt^v Kpöxriaiv 20 Kai Kupiei'av (vollkommene Besitzübertragung) Tor. I 7, 17 (116^). toO 'ETr£l9 Kai MEaoprj Eleph. 14, 20 (223a). toö k^ Kai Kr[ (etous) Hib. 83, 5 (nach 258»). tt^v 3UTripdv Kai viTpiKr)v Teb. 40, 4 (117^). toOs irpös Tais CTiToAoyiais Kai dvTiypa- (pEiais Teb. 5, 85 (ii8a) Oberbegrifi , .Ämter". Tfji 5k f\ (sc. fmEpai) fjAÖGV eIs T0U91V, Tf[\ Se e EIS iüpcov Kcöjjriv, 1 eis TTToAEiJiaiSa, eis tov Aaßüpuvöov (sie) 25 Lille i verso 30 (259 58a).

Anmerkung i. Daß bei mehreren Appositionen, die einer und der- selben Person beigelegt sind, der Artikel niemals wiederholt wird, ergibt sich aus dem Obigen als selbstverständlich. Z. B. 'Eppiai tcoi auyyEvsT Kai axpaTriyw! Kai vouäpxrii Tor. I i, 12 (ii6ä). tcoi sttI tcov rrposöScov Kai paaiAiKcÖi ypap- 30 HOTEi Leid. G 3 (99^). AuCTaviou toO auyyEvoös Kai aTpcrrriyoö Kai ettI tcov rrpos- ö5cov Or. gr. 179,3 (95^); 194,4 (42^)- £"""' EiprivaTov tov auyyEvel (= f)) Kai 5ioiKTiTriv Teb. 7, 7 (114a). ettI ÜToAEiialov tov CTuyyEvf) Kai aTpcrrriyov ebenda 15, 14 (114a) usw. Vgl. unten § 77 Ende.

b) seltener bei verschiedenem Geschlecht und gleichem 35

Numerus.

UTTÖ TCOV dvSpcöv Kai yuvaiKcöv Teb. 6, 28 (140 39*), d. h. von allen. Er- leichternd wirkt die Gleichheit der Artitelform. Ebenda 33 und öfter twv yEpcöv Kai TTpo9r|T£icöv Kai ypapiiaTEicöv. Etwas härter bei Götterpaaren toö SoKvoTraiou Kai "Ictios N£9opafiTos Amh. 35, 3. 32 (132a); 41, 2 (H^); 6 Tfjs 4^

1) Krüger § 58, 2, I. Kühner-Gerth I 611, 2. Blaß-Debrunner N. T.^ §269. Radermacher N. T.2 115. Gildersleeve Synt. II § 603— 5. Winer- Schmiedel § 18, 7. Völker § 24.

2) Nach Wilcken z. St. könnte freilich Nikomachos auch eine Vertrauens- person sein; aber jedenfalls sollen beide zusammen zur Kpiais vorgeladen werden und bilden in diesem Sinne ein Paar.

48 Der Artikel. § 63.

"Ictios Kai 'Oaipios uios Rosettast. 10 (196^). Fruchtsorten werden gelegentlich unter einem Begriff zusammengenommen: tov KpÖTCoua Kai KvfiKOv (fem.) Rev. L. 42, 4; Tou ar)adpiou (neutr.) Kai KpÖTCOvos (masc.) Kai kvtjkou (fem.) 53, 10; äiTO ToO 5o6riao|i£vou ariadijou Kai KpoTcouos 57,11; 59,12 (258^). tcoi ßaaiAei Kai 5 ßaaiAeiaris (statt ßaCTiAiaarji) Leid.C verso (p. 22) = UPZ 31, 13 (162*) in einem sehr schlecht geschriebenen Stück. Im Mumienverzeichnis Par. 5 col. 29, 3 r\ piriTrip Kai TraTrip; col. 39, 2 Tfjs uriTpos Kai TraTpös (114^).

c) bei verschiedenem Numerus ganz vereinzelt und fast nur in Tabellenform.

10 Im Mumienverzeichnis Par. 5 steht wiederholt t] yuvn Kai u(ioi) : col. 7, 4;

8, 2. 8; 9, I. 3; 18, 10; 21, I. 8; 22, 4; 23, 6; 25, 6. 10; 33, 10; 34, 4. 8 10 usw. im Wechsel mit t\ yu(vri) Kai oi u(ioi) col. 2, 8. 9; 3, 12; 4, 8; 20, 5 oder yu(vf)) Kai u(ioi) col. 6, 2. 4. 5. 7. 12 ; col. 8, 3 (ävfip Kai uioi) ; ja sogar yu(vfi) Kai et u(loi) col. 3, 10; 4, 4. 5. 6; 9, 2. 4; ferner 6 dvfip Kai u(ioi) col. 20, 11 ; 21, 3. 10; 22, i. 7. 9;

15 45, 10; TÖv äuSpa Kai u(ioüs) col. 48, 2 (ii43'). Sehr ungewöhnlich ist [Trepi] tt\s OßpECog Kai irAriycöv AfiiJUfoiiai Trap' aürcov t6 SiKaiov Par. 14, 45 (127a). Dage- gen Tor. IV 12 korrekt rrepi Oßpscos Kai TrAriycov (117'*).

2. Die Wiederholung des Artikels ist Regel, wenn die Einzel- begriffe selbständige Bedeutung haben, insbesondere auch wenn 20 das gleiche Nomen wiederholt wird. Zur schärferen Scheidung der No- mina wird hier statt Kai gewöhnlich te Kai, in negativem Sinn oute ouTe, prjTE lariTE gebraucht.

a) Bei gleichem Geschlecht und Numerus:

Die Beispiele sind zahllos: TTopct tcov MouSaicov Kai tcov 'EAAr)vcov Petr. I

25 Introd. p. 43 = W. Chr. 55, 6 (III*). Die beiden Nationalitäten stehen zu einander im Gegensatz und werden auch rechtlich unterschieden. Toug aTpaxTiyoüs Kai Tous liri Tcöv irpoaoScov Kai tous ßaaiAiKOÜs ypaiipaTsTs Teb. 5, 88 (iiS*) 3 verschiedene, selbständige Klassen, toü te "Attios Kai toü Mvriüios Kanop. Dekr. 9 (236*); tcoi te "Attei Kai tcoi Mveüei Rosettast. 31 (196^). Hier ist (im

30 Gegensatz zu den oben angeführten Beispielen, vgl. 1 a) jede der beiden Stiergott- heiten für sich genommen. t6v te TTEpiTav Kai t6v riToAEualov Kai töv 'Epniav Kai TÖV TrpEaßÜTEpov Tfjs Kconris (Einzelverhör?) Leid. A = UPZ 124, 34 (150^). In den Rev. L. stets: ö te gIkgvoijigs Kai ö dvTiypacpEÜs 13, 3; 16, 2; 25, 6. 11; 28, 6; 29, 4; 30, 17; 32, 6; 42, 7; 43, 22; 44, 12; 45, 16. 19; 46, 9; 47, 10; 48, I. 5 I); 49,

35 II. 14. 22; 50, 22; 51, 14. 20; ebenda 47, 2 pr)TE 6 oiKovöpos ptiTE 6 irpayua- T£uö|ji£vos; 41, 6 6 TE voiadpxtis Kai ö Toirdpxtis Kai 6 oiKOvöiaos Kai 6 dvTiypacpEus; 48, 16 £v TE Tfit iJriTpGTroAEi Kai EU rf\\ Kcbprii; 50, 18 ö te dTtoSöpiEVGS Kai ö irpid- HEUGS; 51, 20 Toö TE KiKiGS Kai TGÖ fiAaiou (258a). t6 te EAaiGu Kai kTki Lond. I nr. 21 (p. 13) =^^ UPZ 24, 24 (162a). EIS TE rrpÖGCOTTGU Kai EIS aöopa Petr. II 18 (i)

40 10 (246a). 6 TE ypapiiaTEUs Kai ö teAcoviis Hib. 29, 7 (265a). f\ te TTEiiTTTr) Kai fi EudTT) Kai f] TTEiiTTTr) ett' EiKdSi Kanop. Dekr. 34 (236a). KaTÖ te Tfjv ÖdAaaaav Kai TTiu fiTTEipov Roscttast. 20 (196a). Wiederholung desselben Worts: tgö e (etous) Kai tgO f (etgus) Teb. 58, 22 (m*) usw. Ausnahmen nicht selten: auu-

TTapÖVTCOV ETTl TE TTJS TTpOKTipO^ECOS KOi KUpobcECOS FlTGAEpaiGU, MEyiCTÖEUGUS (sic) , 45 ApEvSwTGU BU (III) 992 I 9 (162*). TTpOKEipEVGU ßAdßoS TGÜ TE TTUpOÖ Kai

XaAKGÖ Teb. 50, 30 (112^). Otto te tcöv ettimeAtitcöv [Kai oiKjovöpicov Teb. 61

') Wilck. ehrest. 299, 5 = Rev. L. 48, 5 ist ö te g{kov6|jgs Kai dvTiypa9E0s abgedruckt; bei Grenf. ö dvTiypa9£VJS.

§ 63. Wiederholung des Artikels. 49

(b) 21 (ii8a). 6V Te Tcoi riepiOriPas Kai naÖupiTrit Lond. II nr. 401 (p. 13) 8

(116 iii»). TÖov TE ixpcoTCOv kpcöv Kai SsuTEpcov Kai TpiTcov Kanop. Dekf. 75

(237a). iT]v KaTaAi9riv Kai Koviaaiu toü iepou Or. gr. 737, 10 (11»). eis te tös öuaias Kai AOxvcov äcf&s (pap. dcpwv) Teb. 88, 12 (115 14a).

b) Bei verschiedenem Geschlecht und gleichem Numerus s

regelmäßig.

ToOs TG cbt5ous avSpas Kai tos yuvalKas Kanop. Dekr. 75 (237a). a^iovToö T6 ßaaiAEcos Kai Tfjs ttöAecos Or. gr. 49, 3 (285 47a). t6 te K£9dAaiov Kai tov TÖKOv Magd. 13, 13 (217a). TTiv TOÜ iEpoö Kai Tfi5 oiKias öüpau Teb. 39. 19 (114a). TE ariaaijov Kai t6v KpÖTcova Rev. L. 57,10; 59,11 (258a). Par. 63 = 10 UPZ HO, 65 £v TE Talg lariTpoTröÄEaiv Kai toIs aAAois tois £Tn9auEaTäTOts töttois (c. 164a) usw.

Ausnahme: In einer Aufzählung Rev. L. 31, 9 iv Tfji 'Apaßiai Kai Boußa- aTiTTii Kai TaviTrji Kai M£|Ji9iTrii (258a). Die Gaunamen auf -ittis haben sonst regelmäßig den Artikel, dessen Ausfall jedoch vor BoußaaTiTTii usw. im Tabellenstil 15 nichts Auffallendes hat. Vgl. oben S. 15, 3.

c) Ganz ausnahmslos wird in diesem Fall (bei tg Kai) der Artikel wiederholt bei Gegenüberstellung von Substantiven, die verschiedenen Numerus haben. Schema: 6 Aaög Kai oi dAAoi irdvTEs Rosettast. 13 (196*) oder Td irAriÖTi Tfjs yqs Kai t6 dvriAcoiJia Lille l verso 3 (259*). 20

Scheinbare Ausnahme: eis te ttiv ypa|JiMaT£iav Kai x«PTas (für die Kanzlei und für Papier) Lille 3, 45 (241a). Ersterer BegriflE bestimmt, letzterer absichtlich unbestimmt gelassen.

3. Beide Ausdrucksformen in einer Phrase verbunden sind in guten Texten geeignet, die Regel zu illustrieren. Schwankungen und 25 unbegründeter Wechsel sind Kennzeichen des niederen Stils.

a) T0Ü5 ETTiaTdTas twv lEpcöv Kai toOs dpxiepels Kai ispETs Teb. 5, 62 (ii8a). Die ETTiCTTdTai stehen den dpx. + iEpeis gegenüber. Ähnlich toü te töttou Kai Tfis AEiTOupyias Kai upooTaaias Theb. Bk. II 6 (130a). toüs uttoteAeTs Tfii te ix6ur)pai Kai jUTTipdi (Fisch- und Biersteuer bilden ein Ganzes) Kai Tals dAAais wvals Par. 63 = UPZ 110,97 {^^4"')- ^ds te öuaias Kai arrovSds Kai KaüoEis AOxvcov Kai ToAAa Td voyijöiJiEva Inschr. von Batn-Herit = W. Chr. 70, 9 (57 56a). Teb. 24, 35 5id te toü oTpaTTiyoü Kai xpniJ^ctTiaTcov Kai TcövdAAcov (117a). Feldherr und Chrematisten bilden eine Einheit, wobei der Feldherr individuell bestimmt, die Chrematisten allgemein als Kollegium bezeichnet sind, te ö<^- 35 cbviov Kai aiTopETpiav (als Einheit gedacht) Kai t6 l'Aaiov PSI IV 443, 4 (HI^)- Aber Zen. pap. 59654, 3 Tr|i; te aiToiJiETpiav Kai ö^f^couiov (III^).

b) Der Verfasser desselben Stücks Par. 26 = UPZ 42 wechselt ohne sichtlichen Grund zwischen tcoi te ZapairiEicüi Kai tcoi 'AaKAr)TTi£icoi 11 und toü SapooriEiou Kai 'AffKAriTTiEiou 6; 19 ev tcoi ZapaTriEicoi Kai 'AgkAtittieicoi (163 2a). Der Ge- 40 brauch dirö Koivoü fällt an sich nicht auf, da beide Heiligtümer hart nebeneinander lagen und als Einheit leicht vorstellbar sind. t6 toü ifj Kai toü (sc. etous) eAaiov Dresd. II = UPZ 34, 4; aber in den Dubletten Leid. D = UPZ 36, 9 und E II = UPZ 33, 6 TOÜ rn Kai i0 (etous) lAaiov (um i6oa). Td te iJiETpa Kai Tds yEiTvias (korrekt) Amh. 31, 14. 21 (112a). Fehlerhaft dagegen Teb. 14, 10 Td te 45 IJiETpa Kai yEiTvias (114*)-

Anmerkung 2. Wiederholung derselben Artikelform unmittelbar nacheinander kommt zwar im Genit. sing, und plur. vor, wird aber häufiger aus euphonischen Gründen durch Unterdrückung des einen Artikels vermieden;

Mayser, Papyrusgrammalik. II 2. 4

50 Der Artikel. § 63.

manchmal tritt dissimilatorischer Lautwandel ein. Häufung von drei Artikelformen findet sich nicht ').

AtjiJiriTpiou Toü ToO napnevicouos uiou Hib. 47, 2 (256^). uTräpxovTOS Ss toi- Xou Tivos ava peacv toö Te nocopios (sc. töttou) Kai toü toü ccu5p6s pou Magd.

5 2, 3 (222^). TTgpi 5s TÖbv Tcöv TTpoÖEOiiiciöv TTapccKEipiEvcov TTposTayiJiäTCOv (Über die die Verjährungsfristen betreffenden Erlasse) Tor. I 7, 22; ebenda 9, 15 öttö tcöv Tcov cruyypa9cöv xpövcov (ii6a). Haplologische oder haplographische Ver- kürzungen: irpösTTiv cruvTa^ivToü ct)acÖ9i gAaiou (= toütoü O. eAaiou) Lille 9, 7 (III*). eis Tct TOÜ ariiJiaivopievou OiAovauTou KAfi(pou) x^l^^'^cc Teb. 13, 14

10 (ii8a). Das logisch erforderliche toü toü ist vermieden. Otto 'ATToAAoScopou Kai TOÜTOU uioü Teb. 16,8 (114^). Der Kakophonie wegen hat der Schreiber TOÜ vor TOÜTOU weggelassen. Sonst töv toOtou uiov Teb. 15, 10(114*); 6 toO- Tou d5eA9Ös 43, 4 (iiS*) usw. In derselben Verbindung tritt dissimilatorischer Lautwandel ein: CTUveTTiKeAsüovTOS tco (statt toü) toOtou uioü 'ApTrarjaios BU 998

IS I 5 (loi*). Ebenso Mappeous tcoi (für toü) toü T£cr£vou9ios TraTpös Amh. 30 = W. Chr. 9, 39 (zw. 169 und 164*). Eine merkwürdige haplologische Verkürzung erlaubt sich in seinen Eingaben der Glaukiassohn Ptolemaios: ev tcji SapaTTieicoi 'AoTapTieicoi statt ev tcöi ev tcoi 2ap. 'Aot. d.h. in dem im Sar. befindlichen Ast., so UPZ 6,3; 13,8 (beide 163a); 15,4/5 (156*).

20 Anmerkung 3. Zur Stellung des Artikels (vgl. Kühner-Gerth I

610 f.), die im übrigen keine Abnormitäten aufweist, seien besonders starke Sper- rungen notiert: Lond. 1 nr. 45 (p. 36) = UPZ 10, 20 ff. in dem auch sonst ziemlich manirierten Satz einer Bittschrift des Glaukiassohnes Ptolemaios: ETrei oöv t6v ^ev rrepi tcöv Sievrjveynevcov 9opTicov Süvopai (sie) §Tri toü TrapövTog Aoyov Trpög

25 aÜToOs rroirioaCTÖai (160*). In einer amtlichen Korrespondenz: ecos toü, ectv ÜTtäpxcoaiv aÜTCÖi uiof, eTriypa9fivai Lille 4, 32 (218 17*). Derartige Fälle sind im Papyrusstil selten. Als eine vom klassischen Sprachgebrauch abweichen- de und (nach Kühner-Gerth I 611) nur bei Dichtern belegte Stellung des Artikels in Verbindung mit einer Präposition ist bemerkenswert: 5icx 5e |ifi iaxueiv (statt

30 5ia 5e t6 [ii] iax. oder 5td \xt\ icrx. 5e) Eleph. 17, 22 (223 2*) in einer Ein- gabe. Ebenso rrapä 5e oüveyyus elvat töv 'ApaivoiTr)v Magd. 11, 5 (222*) in einer Beschwerdeschrift. Weitere Belege § 130. Ebenda wird gehandelt von der Stellung oOx ö TUX<J^v = ungewöhnlich.

Weiteres über den Artikel siehe im Abschnitt über attributive und 35 prädikative Stellung und über die Apposition.

I) Vgl. Kühner-Gerth I 611.

§ 64. Adjektivische Attribute. 51

II. ATTRIBUTIVES VERHÄLTNIS:

BILDUNG DER ATTRIBUTE UND STELLUNG IHRER BESTANDTEILE.

§ 64. Adjektivische Attribute i).

I. Substantiva statt Adjektiven erscheinen nach klassischem Vorgang in attributivem Gebrauch 2) s

a) bei Personenbezeichnungen, die Alter, Stand und Beruf, sowie nationale Zugehörigkeit ausdrücken:

aüv TraiSapfois acoiiaaiv (jugendliche Sklaven, Sklavenkinder) Petr. II 4 (2) 12 ff. (255 54*). TTaiSiaKTiv 5oOAr|v (junge Sklavin) Petr. 1 12 =111 9, II (III*); ebenso Giss. I i col. i, 13 (173'*). SecnroTa ßaaiAEÖ (königlicher 10 Herr) SB 6155, 10 (69 68»). dvTi twv EiKoat ßouÄEurcöv iepscov (priesterliche Räte) Tcöv aipounsvcov kcct' evioo/tov eiKoai Kai irevTE tous PouAeutocs ispEls Elvai Kanop. Dekr. 29 (237*). Mit Übertragung auf Tiere, die eine bestimmte Eigen- schaft besitzen: ovous ßaSiaTds (Paßgänger, Zelter) Grenf. II 14 (b) 5 (225a). Zen. pap. 59458, i (III»). ßoös OripEÜTpia ein, wie es scheint, zur Jagd (auf 15 Wildochsen?) gebrauchtes Rind Zen. pap. 59292, 298 (250»). Völkername: tcöi TToAiTEOnom Tcöv KpTiTcöv dv5pcöv Teb. 32 = W. Chr. 448, 17 (ca. 145»).

b) bei Götterattributen, namentlich bei theriomorphen Gott- heiten :

'HAiE ßaaiAEÜ = Sonnenkönig UPZ 15 = Vat. E 33 und UPZ 16 = Vat. F 20 22 (beide 156»). Tfjt Osät paaiAiaar|i Inschr. v. Batn-Herit = W. Chr. 70, 2 (57 56*). Oecov jcöcov (göttliche Tiere, wie Ibisse, Falken usw.) Ostr. SB 6034,9 (72»). Häufig Oeös KpoKÖ5iAos als Attribut verschiedener Götter: des Petesuchos Teb. 62, 14; 63, 25 (116 115*); 84, 73. iii (118»); des Phembroeiis Teb. 87, 108 (Iiaf); des Pnepheros Inschr. v. Batn-Herit = W. Chr. 70, 8 (57»). 25 ÖEcöv KpoKo5EiAcov (= foCTVCcÜTGS KQi rivecpEpcoTOs) SB 6154, 9 (69»). Vgl. auch die Götterattribute der ptol. Könige wie 6£oi 'A5£A9oi, EuEpyETai, ScoTfjpEs usw.

c) bei leblosen Begriffen:

ßopEai öpvi0{ai (Nordwinde, welche die Zugvögel im Herbst nach Ägypten führen) Hib. 27, 59 (Kalend. 301 240») 3).

1) Krüger § 57, 2. Kühner-Ger th I § 404 405. GildersleeveSynt.il §608 613. Winer-Schmiedel § 20. Blaß-Debr u n ne r N. T.^ § 270.

2) Krüger § 57, i. Kühner-Gerth I §405. Brugm.-Thb.* S. 473 f. Radermacher N. T.^ 107. iii (ccvSpa (povsa). Gildersleeve Syat. II § 487. Schmid Attic. II 92; IV loi. 632. Blaß-Debrunner N. T.^ § 242.

3) Preisigke WB s. v. schreibt öpviOiai = opviÖEiai, also rein adjektivische Form. Vgl. aber Hippocr. Epid. VII 105 01 opvtOi'at errvEuaav ttgAAgI Kai ^^uxpoi. Aristot. mund. 4 p. 395a, 4 dvEtiOt 6pvi0iai (Nordwinde im Frühling, mit denen die Zugvögel ankommen). Ar. Ach. 876 Bgk. xeiptov dpa öpviöi'as eis thi' dyopdu EiSriAuöas d. h. wie ein Sturmwind, der die Vögel verscheucht bzw. ein Winter, in dem die Vögel vom Himmel fallen. Die Herausg. zitieren zu Hib. 27, 56 Geminus EtCTaycoyri ed. Manitius p. 226 ('IxöUES 5.) Eu5ö^cp 5b 'ApKTOÖpos oKpö- vuxos ettiteTvAei Kai Oetös yivETai Kai x^AiScov <paivETai Kai tös ETTopEvas fiMEpag A ßopEai TTVEOUCTi Kol nöAioTa ai irpoopviOiai KaAcOtiEvai, und zu 58 Gemin.

4*

52 Attributives Verhältnis. § 64.

2. Attributives Adjektiv mit Nomen und Artikel. Das als Attribut mit einem artikulierten Substantiv verbundene Adjektiv (Partizip, Zahlwort) steht wie im Klassischen entweder zwischen Artikel und Substantiv nach dem Schema I 6 dyaOös ctvrip

s dies die normale, natürliche und häufigste Stellung, bei der prinzipiell das Adjektiv betont erscheint, was jedoch in den wenigsten Fällen fühl- bar wird , oder nach dem artikulierten Nomen mit Wieder- holung des Artikels (Schema II 6 dvfip 6 dyaöös), wobei das Substantiv zuerst als Hauptbegriff in die Vorstellung tritt und das

10 Attribut mit einem gewissen Nachdruck und rhetorischer Absichtlich- keit hervorgehoben wird, so daß auf beide gleich viel Ton fällt '). Nicht selten hat im Hellenistischen das nachgestellte Attribut auch eines artikellosen Substantivum den Artikel (Schema III dvfip 6 dyaeös), wenn das zunächst unbestimmt gefaßte Nomen erst nach-

15 träglich durch einen attributiven Zusatz determiniert werden soll. Dieser Fall kommt namentlich oft bei einem Partizip vor, das einen Be- stimmungssatz vertritt -).

Betont erscheint das adjektivische Attribut zwischen Artikel und Substantiv im ausgesprochenen Gegensatz, wie Zen. pap. 59172, 32

20 dTTÖ Tfi5 ueydAris 5icbpuyos ecos Ttjs piKpäs Sicbpuyos (256 255^). Vgl. Petr. III 27 (a) col. 2, 19 und 42 F (c) 3. 6 Tfis peydAris Sicöpuyos (IIP). Ähnlich in der überaus häufigen Verbindung kv Twt peydAcoi SapormEicot, z. B. UPZ 7, 3 (163 162''); 19,22 (160''); 72,12 (154'') U.S.W. Stehender Ausdruck toIs iSiots dvriXcbpaaiv (auf eigene

^5 Kosten), z. B. Hib. 86, 7 (248''). Teb. 10, 3 (119^) u. o. Verstärkt TOis iSi'ois T\\iü)V dvfjAcöiJiaai PSI X IO99, 9 (6 ^^). toTs iSiots aurcov dv- TiXcbnaCTi Rein. 26, 25 (104^). Ebenso eis tös iBia? carrcöv (sc. Kobnas) pe- TotKioöfivai Tor. 8, 27 (119*). Ipiaöcocrev ek tou l5iou KAripouTf]v vfjaov Hib. 90,4 (223^). Zu i5ios vgl. unten S. 73,23- Gewöhnlich bei Kompa-

3orativen und Superlativen: z.B. ev toTs dvayKaioTdTots Kaipols

(MxöOes) 8V 5e tt^ kcc EüSöfcp 2Te9avos ÖKpovuxos ettiteäAei. dpxovxai öpvtöiai TTVEOVTeg. Zur sachlichen Erklärung von 6pvi6iai J. Partsch, Gott. Gel. Anz. 1909, 224 ff . Analog gebildet ist ETTjaiai (Passatwinde), das ebenfalls Hib. 27, 125 und singularisch als Spitzname des nach kurzer Regierung entthronten Make- donierkönigs Antipatros Zen. pap. 59019 = PSI IV 444, 6 vorkommt: 'AuTiTTccrpov Tov 'ETtjCTiav (260— 58^) da die Passatwinde jährlich nur 5 Tage wehen.

■) Kühner-Gerth I 613 f. Blaß-Debrunner N. T.^ § 270. Robertson N.T. (Gr. Gr.) 776 ff. Gildersleeve Synt. II § 609 bezeichnet die Voranstellung des adjektivischen Attributs als 'the most simple, natural and straight forward', die Nachstellung mit dem Artikel als 'more deliberate, more rhetorical, pompous, passionate". Winer- Schmiedel § 20 schreibt bei der normalen Voranstellung dem Attribut ,,im Prinzip" mehr Betonung zu, während bei der Nachstellung mit wieder- holtem Artikel Nomen und Attribut gleichmäßig betont sei.

2) Radermacher N. T.^ 114!., 116 f. bezeichnet es als besondere Eigen- tümlichkeit der KCl VT), daß auf ein unbestimmtes Substantiv eine Bestimmung mit dem Artikel folgt.

§ 64. Adjektivische Attribute. 53

Par. 46 --= UPZ 71,7 (153^). Tcöi vecoTepooi pou ä5eA9cöi UPZ II, 22 (160''); 14, 10; 15,9 (158''); 52,8=53,8 (161''). Toüs TTiv ttAeicoi yfiv exovTa? Tfis KaöriKoÜCTris Teb. 5, 39 (118'') u. s. w.

Wie wenig übrigens der Unterschied zwischen der Stellung I und II empfunden wurde, kann man daraus ersehen, daß gelegentlich von 5 demselben Verfasser hintereinander im gleichen Ausdruck gewechselt wird: Rev. L. 27, 5 t6v opKOv töv ßaaiAiKÖv, aber 14 t6v ßaaiAiKÖv opKov; ebenda 32, 12 5id Tfis Tporn-63ris Tfis ßaaiAiKfis gegenüber dem gewöhnlichen Tfis ß. Tp. (258*), wie Zen. pap. 59022, 11 (258 57"^) u. o. Im gleichen Stück Zen. pap. 59015 liest man Z. 3 oi iraiSes oi d-n-oSpctvTes, aber 58 ToOs önroSpdvTas iraiSas (258'') ohne jeden Unterschied der Bedeutung.

Anmerkung i. Zu den häufigsten Verbindungen eines attributiven Partizips in der Normalstellung Artikel + Partiz. + Appellativ gehören die Aus- drücke 6 KaAoü(JiEvos, 6 ÄEyöpisvos, 6 siriKaAoütJievos im Sinne von ,,so genannt, mit Beinamen". In der Breviloquenz der Präskripte und Tabellen kann 15 der Artikel fehlen ').

a) Normal:

III»: Petr. II 17 (2) 4 [d-rrEvavjTi Korrd ti HEposTcöv 'ApiaTiTTirou Asyo - [liEVCüv Trpos9Öpcov] teilweise gegenüber einem Platz mit Namen 'Ap. Trpos- «popa (III*). Ergänzung sicher nach (3) 3 [tois 'ApiaTiTnrou AEy]otJievois irpos- 20 9Öpois und 6 tcovte 'AptaTiTTTTou AEyo|jievcovTrpoCT9Öpcov. Petr. II 45 = W. Chr. i col. II 20 EIS 9po0ptov t6 KaAou(ji£vov rTcafSEov (c. 246a). Petr. III 73, 4 Tfis Ae- yoMEvris 'ApTEpiiScbpou auvoiKias (III^'). SB 7245, 15 f) AsyoiJEvri auToö yuvri (221a').

II I*: Leid. U = UPZ 81 col. 3, 19 = col. 4, 6 £V Twi dSÜTCOi tcöi kcAgu- PEVcoi <t)£pacoi (geschr. c. 2oo3'). Teb. 6, 28 ek tcov £TTiKaAou|i£vcov d9po5iaicov 25 (140 39*); 13, 7 EVTCöi G£(|iiaTOu) A£yo(|ji£vcoi) TTEpixcbiiaTi (ii8a); 61 (b) 135 drro Tfis KoiAris A£yo|iEvr|S Sioopuyos (118 117*); 84, 66 ev tcöi KaAouiieucoi 5 iTEpixco- (mocti) (ii8a); 86, 4 Toü AEyoiiEVOU ßaAavEiou (11^^); 151 descr. £V tcöi KaAouiJEVcoi KEpKEoOpEi dTrri(AicoTOu) Tr£(pixcö|iaTi) (IP*). Am häufigsten riToAEiiaiou toö iTTiKaAoupEvou 'AAE^dvSpou: Teb. 105, 8 (loi*); 109, 6 (93 oder 60*); 166 (S. 182) (107—101»). Amh. 51, 19 (88a). bGU (III) 998 I i (loi*) = 999 I i (99a). Grenf. II 35, i (98a). Lond. III nr. 1207 (p. 17) 14 (99a); nr. 1208 (p. 19) 6 (97a); nr. 883 (p. 21) 16 (88a). Rein. 22, 2 (107a) usw.

b) In der Breviloquenz ohne Artikel:

Goodsp. 9, 3 Tfis vriCTOU KoAcuiJEvris rTEpxMacraivriiT (119 ii8a). BGU (111)35 993 II 4 ToO EV naöupEi MaiEi'coi (1. -ou) AEyo|JiEvris (= der sogenannten) "IctiSos NEpfiTos; 8 dTTtiAicÖTOu KoiAds vriaou KaAouiJiEuri niTßtos (127a). Grenf. I 33, 20. 44 dirö Tfjs ÜTTapxouaris cxOtgTs yns A£yc|ji£vris T|jiouvapfii (Flurname), 37 Tfis piids (sc. a9pctyi5os) AEyopiEvris "Aiipcovos das sog. Ammonsgewann (103a). Häufig rTToAEiiaiou ErriKaAouiJiEvou 'AAE^dvSpou: BGU 997 II i (103a). 40 Fay. 12, I (c. 103a). Grenf. I 34, i (102 la); 36, i (107a); II 23 (a) col. 2, i (107a). Lond. III nr. 1206 (p. 16) 14 (99a). Rein. 22, i (107a); 24, 2 (105a) usw. Teb. 53, 15 TTETEppioOOis OE|jßporipios ETTiKaAcüiJEvos TTaTaalais (iioa).

Der Frequenz nach ist die normale Stellung des attributiven Ad- jektivs und Partizips zwischen Artikel und Nomen auch in den ptol. 45 Papyri aller Jahrhunderte weitaus überwiegend.

^) Krüger §51,12,3. Kühner-Gerth I § 404 Anmerk. Gildersleeve Synt. II § 635.

54 Attributives Verhältnis. § 64.

Als Stichprobe für das III. Jahrh. v. Chr. bieten die Hibeh-Pap. Nr. 27 120 im ganzen 20 Beispiele der Normalstellung: 7 Adjektiva (TÖv2alTr|V vonöv, TOts dvayKaias f)iaEpas, tt^v ßaaiAiKTiv Tpcnrejav 2mal, 8k ttis ßaCTiAiKf^s yfjg, toü i5{ou KÄripou, Tois i5iois dvaAcöiiao-tv) ; 13 Partizipien (eiri toö önroSeSety- 5 nevou KpiTripiou, TÖt ytvönEva TeArj, t6v eiTiTeTayiJiEvov aiTov, ÜTrdpxov eAaiov, Tous £Triyeypapi|jevous öepiaTds, Kcxrd tt]v 5oeeiaav CTuyypa9fiv, tcöv Siriyyuriiaeucov kAtipcov, Tois ÜTToyeypappeuots 09dvTais, Td iTEpiovTa xp^l^ocra, -rrpös xdg ypa96ri- ao^Evas ETriaToAds, Kccrd tt^v ypa9£TCTdv pot eTriCTToAriv, tcöv üirapxouacöv aiycöv Kai Tpdycov).

10 Demgegenüber stehen 10 Belege mit wiederholtem Artikel, und zwar

5 Adjektiva: 27, 25 ek toö oAiiou toö Aiöivou (unbetont); ebenda 47 mit besonderer Betonung spezialisierend Tds |Ji£v oöv EopTds dyouaiv kot' eviccutov Tfii otÜTfii fipEpai Tds TrAEiOTas (Kalend. 300 240a'). 47, 18 tcov yivopsucov twv ETraudyKcov von den notwendigen Einkünften (256a). 49, 12 Tds eAaias ras KCcAds (em-

15 phatisch betont) (nach 257»). 50, 5 tccüttiv tt^v öAupav tt^v AoiTrr|v (nach 257*). 5 Partizipien: 27,200 ev Tals e fipEpais tqTs <äTr)ayopi£uais, 222 ev TTii TTOpEi'ai Tfji Siopijouarn (Kalender 300 240a'). 44, i TTEpi tcöv (jocxiucov tcöv

ÖVTCOV £V TOTs ÖTTÖ CTE TOTTGIS (253^). 55, 3 TOV TTOllJEVa TOV sAEy^CVTa (250*).

90,9 [tq £K]96pia Td auyyEypapiJEva (222*). Die Beispiele gehören teils halb- 20 literarischen Stücken an (wie der Kalender Nr. 27), teils amtlich redigierten Ur- kunden, teils sorgfältig stilisierten Privatbriefen.

Ganz anders ergibt sich das Verhältnis im II. I. vorchristlichen Jahrh., wofür die Pap. Tebtunenses Nr. 5 124 als Probe gelten mögen. Hier stehen der normalen attributiven Stellung mit etwa 40 Adjektiven und über =5 100 Partizipien (zusammen gegen 150 Fälle) nur 4 5 Beispiele mit Wiederholung des Artikels vor einem attributiven Partizipium und Zahlwort (Adjektiva fehlen ganz) gegenüber: 54, 7 Tfii vuktI Tfii 9£pouarit eis ttjv ke; ebenda 11 oi toütou d5£A9oi oi TpEls (86a). 58, 44 oi ly KcoiaoypaniJccTEls oi KaTorrrAEÜaavTEs (m*). 76,8 Trpös vaößiov t6 £9' £[KdaTcoi] TrapoKEi'pEvov (iia^'). Mit 2 Attributen 30 (worüber unten S. 60, 31) 61 (b) 89 Tf^s dvEU cruvaA<A)d^£Cos (sc. yns) ttis ev tcöi (Itei) TrposayyEAEiaris (ii8a). Über ö dAAos und ö Aonros mit nachfolgendem Artikel s. unten S. 56 Anm. 3 und 60,34).

Man sieht daraus, daß die in der klassischen Zeit gebräuchhchere, um- ständlichere und mehr rhetorische Form (Statistik bei Gildersleeve 3S Synt. II § 609) sich noch teilweise bis ins III. Jahrh. im gewählteren Stil erhalten hat, dagegen vom II. Jahrh. an fast ganz aufgegeben wurde. Dies bestätigt eine Zusammenstellung der in allen drei Jahrhunderten V. Chr. beobachteten Fälle mit wiederholtem Artikel, wobei zwischen adjektivischen und partizipialen Attributen zu unterscheiden ist '):

40 a) Adjektivisches Attribut hinter dem Substantiv mit Nachnahme des

Artikels (ohne weitere Zusätze):

III*: Eleph. 5, 25 toö ctitou toö Kpiöivou Kai Trupivou diTEXCo toös Aöyous (284 83a). Hai. I, 237 KOTd TÖv vöpov töv daTUvopiKÖv (IH*^). Hib. 5 Fälle (s. oben Z. 10). Rev. L. 21, 11. 14 ek tcöv vöiacov tcöv teAoovikcöv; 27, 6 t6v öpKOV töv

45 ßaaiAiKÖv; 32, 12 5id Tfis TpaTiEjTis Tfjs ßaaiAiKfJs ttis ev tcöi voncöi; 39, 2. 4 tt^v dpTdßrjv TTiv TpioKovTccxoiviKov; 45, 4. 16 TOÖ (jiETpriTOÖ TOÖ ScoSeköxou; 46, 8 lAaiov CTrjodiJiivov; 57, 17. 20 = 59, 19. 23 EiriyEvriiia Taov (258). Petr. I III enthalten kein Beispiel, PSI IV (Nr. 321— 445) nur ein einziges:

I) Auf eine vergleichende Statistik der normalen Stellung kann nicht näher eing3gangen werden.

§ 64. Partizipialc Attribute. 55

406, 40 TT^v ovov Tf]v örjAeiav Kai tov aypiov (III'^) ein Ausdruck, der durch die Verbindung zweier Attribute und die geschlechtliche Unterscheidung veranlaßt er- scheint. PSI V 536, I TTiv yfiv TTjv KaOapdv (III^); 543, 56 töv ovov ötTreSoTO töv pdyav CTTOTripcov 3, töv piiKpöv (Spaxuoov) 5(111^); 486, 10 6 Kaipös 6 ßsATiaTos (258a). Zen. pap. 59048, 2 trepi t&öv ^^lAoTaTTiScov twv iraporroiicov (257^); 5 59078, 5 TÖov 5e nöaxcov Kai tcov iepsicov tcöv Oikcov Kai tcov Aoittcov tcov riyopaCT- pevcov (257a); 59172, 2 ÖTTÖ Tfjs Ö5o0 xfis (iscrris (256a); 59244, 5 ev T0T5 KopiJioTs ToTs A5 (252a). Mit 2 Attributen 59021, 11 t6 te ETTixcopiov vöpnana ccKpißES (258a).

Im II. I. Jahrh. : Lond. III nr. 879 (p. 7) 11 toö ßrmaTos toO xP^o'o^ (123a) alter formelhafter Ausdruck. Ebenso zu ergänzen Grenf. II 15 col. i, 6 statt ToO ßrm[aTos AioPJvüoou (139^).

b) Das attributive Partizip, das hinter einem artikulierten Substantiv (oder substantivierten Adjektiv) steht, erhält regelmäßig den Artikel, wenn es einen Bestimmungssatz vertritt, der den Umfang des Nominalbegriffs beschränkt 15 und determiniert oder ein wesentliches Merkmal und eine integrierende Eigenschaft desselben ausdrückt.

IV*: P. Artem. = UPZ i, 7 tcov 6ecöv tcov £|ji TToaepäTTi KaOrmevcov, 8 twv ÖECov [tcöv] liETCt toü 'OaEpocTnos KaOriiiEvcov = 10 (IV*).

III*: Alex. (Botti) 6, 19 ccTTOKäOapais toö oitou tou e^evexöe^t^os (Illa). 20 Eleph. 17, 12 = 18, 4 TTjv yfjv Tf)v oüaav ev Tfji kötco TOirapxiai (223*). Hib. 5 Beispiele (s. oben S. 54, 16). Lille i verso 4 t6 duf)Acona ttAeico EaöpiEVOv, 19 tcöv 5icopuycov tcöv EVTrnrrövTCov £15 tös TTEpixwaEis (259—58*); 28, 18 itEpi Tf)5 AEi'as Tfis yEyEvrjiJiEvris £v tt]! 'HpaKAEi'5ou; 29 I 10 Kcrrä toOs vöiJioug toOs

TTEpl TCÖV oiKETCÖV ÖVTOS, 21 TCÖV SouAcOV TCOV liapTUpTlCTOCVTCOV ; II 20 = 23 TT^V ^Tipiau 25

Triv KaTa5iKaa6f)aav (= Elaav) (III*). Lond. I nr. 106 (p. 61) 23 okeüt) to dTropt9£VTa jaou (261 oder 223*). Magd. 22, 3 eiri tt^v TrapäoToaiv ti^v ye[vo- pevr|v] (221*). Petr. I 12,11 = III 6 (a) 26 tt\v oiKiav Tf)v üircipxouadv laoi (238 37*). Petr. II 2 (i) 6 = W. Chr. 337 töv KAfjpov aÜTOö töv [ovTa] TTspi EÜTiiJiEpiav (222 21*); 4 (6) 5 5id Td £pya Td EVi^cTriKÖTa (sie), 13 o! TrpEcrßÜTEpoi oi irapEaTEKÖTES (sie); 4 (9) i oi AocTÖliOl oi ev FTaaTCÖvTi EpyajöpiEvoi ; 4(11) i Ttis E^oycoyoü Tfis 9£pouaris ek TePetvoö eis KEpKEf^aiv (alle 255 54*); 6, 5 tt^s KAecovos 5tcbpuyos Tfis SiaaxijoMsvris (255*); 12 (i) 11 = W. Chr. 449 tcöv oikicöv

TCÖV TTpÖTEpOV ETTECTTaOpiEUtiEVCOV (24I*); 20 = III 36 (b) COl. 4, 12 TTEpi TOÜ CTITOU

TOÖ drroCTTEAAoiJiEvou eis M£|ji91v (252*); II 29 (b) III 104, 2 = 105 col. 2, 5 = 35 106 (b) I TOÖ 'AAketcu KArjpou toö dvEiAriiiHEuou eis ßaaiAmöv (244 43*); II 40 (a) 16 Ol Kuvriyoi EiriAEAEyiiEvoi Eiaiv oi peAAovtes TrapccyEVEaOai (223*). Petr. III: 21 (g) 24 tcov EixiTiiacov tcöv ctoi TEToynEvcov, 32 ev tcöi SiKoaTripicoi Tcöt övTi (Ortsangabe) (III*); 37 (a) col. 2, i toö X'^'I-'cctoS "^^^ dyovTOS dirö vö- (tou) eis ßo(ppdv); 42 H (8) f 6 oi Kuvrjyoi oi ixpcoi Trapay£v6|ji£voi (c. 25*); 43 40 (2) recto col. 4, 2 Eiri Tfjs 5icbpuyos Tfjs ayoüaris £is AuaipiaxiSa (Hl*). PSI IV 329 verso TTEpi toö pcxyEipou toö diToSpdvTOs (258*); 335, i irEpi toö ctitou toö yivopiEvou 'AAE^iiidxcoi (257 6*); 344, 8 tous cpuAoKiTas toOs töv vo[ijiöv? Kai Td yjEvriiaaTa 5iaTr|poövTas (256 55*); 354, 6 töv x^Ptov töv ouvriypEvov (254 3*); 430, II TOÖ oivou TOÖ KOTTiynEvou (III*). Rev. L. 3, 2 oi dvTiypa9£is oi 45 KorracrraOEVTES üttö toö oikovöijiou; 17, 13 Ik tcöv Eyyöcov tcöv äyyEypafJinEvcov Eiri Tf^i cövfii; 20, 14 oi Ttap' auTcöv oi Td ßacriAiKd -irpaytiaTEUÖMEVot ; 25,8 toIs \xi- Tpois ToTs EV EKdoTcot TCOV vo|icöv UTrdpxouoiv ; 32, 4 Tcoi oivcoi TCÖI crvvayoiJiEvcoi ; 43, 7 irAfieos 5iaypa9£v, 8 Td ETriTtpia Td yEypamiEva, 10 tcöv yEcopycöv tcov f|TTEi6ri KÖTCO v; 45, 16 tt^v lyÖEiav Tf)v yEvoiievrjv; 46, 8 ö dvTiypa9EUS ö KorraaTaeEis '5° UTTÖ TOÖ OIKOVÖIJIOU; 51, 18 kIki duTiAioxönEvov (258*). Zen. pap. 59015, 3 oi TTalSEs oi drroSpdvTES (258*); 59021, 9 01 te ^evoi oi EiaTrAEOVTES Kai oi EiiTro- poi (258*); 59027, 2 ToTs CTcbnaaiv toIs diroAEAEipiiiEvois (258*); 59044,9 Td dpyu-

56 Attributives Verhältnis. § 64.

pcbijaTa Toc ü-iroyeypaMpiEva (257a); 59176,45 eis tös aijd^as Tag Trposayayoüaas, 116 Tols Aafols ToTs Epyajopeuois (256a); 59179, i TTspi tcöv d|jiTr£Acbvcov tcöv d|J9i3ßriTOUnevcov (255a); 59265, 5 t6 Sdveiov t6 ev tt]! cruyypa9fii ysypaniievov Tf^i KEipEvrii Trapä auyypa909ÜAocKi (251^). 5 II la; BGU (III) 992 I 3 Kcrrd ttiv Trapct ripcoTdpxou 5icxypa9r)V ttiv

ypa9eiCTav ETOug Te (162a). Genf. 21 + Oxf. + Monac. i6tcöv tekvcov tcöv gaoiaevcov otuToIs 8^ dAAr)Acou (11*). Grenf. I 33, 25 oi toOtou d5£A9oi oi dTro5ötJ£voi (103 02a). Rein. 17, 4 Tf^i vukti ttJ! 9epouCTrii eis ttiv toö 'Aöüp (iio 109a). Tab. 4 Beispiele, s. oben S. 54, 23. Tor. I i, 19 tcöv toOtcov d5EA9CÖv tcöv tqs 10 AEiTOupyi'as ixapEXOiJiEvcov, 28 toO Spöuou toO 9£povTos etti ttotopiöv (ii6a). UPZ 7, 5 d5iKoO|jiai Otto tcöv ev tcöi lEpcöi koAAuvtcöv Kai dpTOKÖTTCov tcöv vuvi £9-

TlPEpEUÖVTCOV (163a); 12, 13 ETTI t6 OpOlOTTÖAlOV (sic) TO UTTdpXOV EU TCÖl au(TCÖl) lEpCÖ

(158a); 14, 45 EIS TTIV Ae^iAögu ariHEav tt^v TETayialvriv k]s M£(i9£i (158a); 19, 9 Tfis oiKias auToö tt^s ouar)s Trpos tcöi TroTapcöi (150a); 20, 53 tcöv Trpös Tals 15 TTpccyiiotTEiais ttposkAtiSevtcov tcöv TTposo9£iAövTCov lAaiov (164a); 64, 4 Td Kcrrd TOÜs dAdaTopas toüs SiTjAiiEvous ek ■xr\<; 9uAaKf)s (156a); 72, 5 Td TTEpi aoü auv- ßEßriKÖTa TTEpi TOÖ dvOpcoTTOU ToO Trpös CTE TT[V äT\5i.iav TTOTiaavTos (152a). SB 7188, 18 TÖv E^cxycoyöv töv eis pupiov 9£povTa (151a).

Demnach verhält sich die Häufigkeit der beobachteten Fälle im =oIIP: IP = 3:11).

Anmerkung 2. Der sogenannte qualitative Artikel mit einem Partie, fut. (vgl. oben S.42, loundBandll i, 221) steht, wenn es sich um bestimmte Personen handelt, hinter dem artikulierten Nomen in finaler Bedeutung: Hib. 55, 2 TTapayEvoü eis TaAacbv r]5T\ dycov Kai töv iroiiJEva töv E^EAsy^cvTa TTEpi cbv

2S ^oi EiTTOs (250a). Vgl. Meisterh.-Schwyz. S. 231, 31: dTTECTTdAKaaiv Trpös töv 5fiMOv TrpEaßEiav ttjv 5iaA£^o|ji£vriv CIA II 323, 15 (277a).

Anmerkung 3. Nach dem substantivierten ö dAAos und ö Aoittös wird wie im Klassischen ein hinzutretendes adjektivisches oder partizipiales Attribut regelmäßig mit dem Artikel eingeführt: Petr. III 57 (b) 15 TÖAAa Td KaöriKOVTa

30 (Illa); ebenso BGU (III) 992 II 11 (162a). Eleph. 5, 25 Td AoiTrd Td KaOriKOVTa (284 83a) =: 20, 61 (223a) 2). Par. 63 = UPZ iio, 29TOis aAAois tois ev tcöi ysvEt 9EpoM£vois, 89 ToOs dAAous TOÜS dSuvcrroüvTas, 132 tcöv dAAcov tcöv dSuvorrouvTCov, 169 TOÜS dAAous TOÜS TTapaTrAriaious, 174 tois dAAois toTs CTTporrEuopiEvois, 197 TCÖV dAAcov TCÖV ETTiTfiSEicov (164a). Grenf. I 37, 4 toTs dAAois toTs Td ßaaiAiKd

35 TTpccyiaocTeuoiJEuois (II la). Teb. 5, 38 toüs dAAous toüs ti^v ttAeicoi (sic) yfjv exovtos, 55 TdAAa Td auvKEKpEpEva (= KpiiJEva) (ii8a); 27, 8 tcöv dAAcov tcöv ÜTrapxövTcov (113a); 105,9 TCÖV dAAcov TCÖV ypa90|jiHvcov ev 'AAE^auSpsiai (103a). W. Chr. 12 (= Bull. corr. hell. 21, 141) i toIs dAAois toTs KaToiKoüoi (88a). SB 7172, i TdAAa Td vopujÖMEva, 45 Td AoiTrd Td vojjiijopEva yiuEaöai (217a). Ebenso Trapd koG-

40 fiKOv 6|iotov im Widerspruch mit der gebührenden Gleichheit SB 7259, 26

(95— 4*)-

Anmerkung 4. Als Abnormität und nachlässige Ausdrucksweise seien ver- einzelte Beispiele notiert, in denen ein attributives Adjektiv auf ein mit dem Artikel versehenes Substantiv ohne Artikel (in scheinbar prädikativer Stellung) 43 folgt: In einer Rechnung Par. 60 bis = UPZ 149,2 öttö tcöv TrAripcoiJdTCO v dpxoticov = von den alten Schiffsmannschaften (Illaf); Verschreibung oder

') Damit ist freilich bei der Ungleichheit des Materials in den beiden Zeit- räumen eine genaue Statistik nicht gegeben.

2) Im Ausdruck TdAAa auvKÜpovTO Grenf. I 21,8 (126a) wird auv- KÜpovTa als Substantiv empfunden, wie öfters ÜTrdpxovTa, z. B. Teb. 5, 228 ek tcöv dAAcuv ÜTTapxövTcov (11 8a).

§ 64. Adjektivische und partizipiale Attribute. 57

Haplologie ist denkbar. Tob. 53, 5 tcöv üixapxövTCOv toTs £K Tfjs Kcburis irpo- pötTCOv Ispcöv (i lo») die Nachstellung vielleicht durch die doppelten Attribute vermittelt. BGU (III) 997 II 5 eTTiaxäjcov (-- iinaKäjcov) röv TTÖ5a 5e^iöv (103a) = 998 I 5 (loi^). Aber Grenf. I 36, 4 oüXfii (sie) töv 5e^i6v -rroSa (107*^) '). Dagegen hat das Partizip, seiner verbalen Natur entsprechend, die Fähigkeit, 5 auch ohne Wiederholung des Artikels in attributivem Sinn einen relativen Nebensatz zu vertreten, so daß manchmal artikellose Partizipien neben solchen mit dem Artikel in derselben Phrase auftreten 2). In einem Ausgabenverzeichnis Zen. pap. 59172 lautet die regelmäßige Form 106 toIs Aaxöpiois ToTg epyajopeuois TT^v y£9Upav = 216; ebenso 172, 179, 199, 260, 279 toTs Aa^oTs toTs EpyajoiJievots Tf]v y£9upav ("rrpös ttJ! yeqjüpai); aber 300 = 312 toIs Aa^ols Ipya 3 o |ji evo t s TfjV y£9upav (256»). Petr. III 43 (2) recto col. I 12 = col. II 33 cos ot^ auvTEAEaöfii Toc £pya dyovTa tov laov aTaOpiöv (III*), wobei freilich das Partizip auch prädikativ aufgefaßt werden könnte. Statt des geläufigen Ausdrucks OiAnrirov TÖV i^£iAr|9ÖTCC TTjv ccTTÖiiOipav (der die Einziehung der Abgabe gepachtet 15 hat) Petr. III 57 (a) 8 (200*); 'AttgAAcoviou toO £^£iAri96TOS 9(uAaKiTiKÖv) Petr. II Append. p. 3, i (III*); 'AttöAAcovos toü £§EiAri9ÖTOs tt^v ÖidÖEaiv (den Verschleuß) Lille 9, 2 (III'*); Teb. 38, 10 (113a); 40, 3 (117*) begegnet in der Art einer Titelapposition Teb. 39, 2 die nachlässige Form Trap' 'ATroAAoScbpou e^eiAt)- 96T05 TT)V SidÖECTiv (114*) und Fay. XIII i [.]eA0oOs £^EiAr)9cbs tt^v juTrjpdv der 20 die Eintreibung der Biersteuer gepachtet hat (c. 170*). Statt des gewöhnlichen Aus- drucks Ti^v olKiav TT^v ÜTrdpxouCTdv |iOi (wie z. B. Petr. I 12, 11) begegnet die weniger korrekte Form tt^v £V 'AAE^avSpEiai oiKiav noi ÜTidpxouaav (ohne prädikative Bedeutung) Petr. III 6 (a) 26 (beide 237»). PSI IV 349, 4/5 Otto tcöv

AlVS^pCÖV OUX Cbs ETUXEV UTToAÖyOUS fjlilV dva9£pÖVTCOV (254a). 25

Die 3. Form der Verbindung eines Substantiv mit einem Attribut nach dem Schema dvfip 6 dyaOös, wobei einem artikellosen Nomen ein Adjektiv oder Partizip durch den Artikel angegliedert wird, ist in der Papyrussprache viel häufiger als im Klassischen. Der Gebrauch be- schränkt sich nicht auf solche Fälle, in denen ein zunächst unbe- 30 stimmt gefaßtes Substantiv durch das Attribut näher bestimmt wird, sondern es erscheint geradezu als eine schriftstellerische Manier der damaligen Zeit, daß auch als bekannt vorauszusetzende, eigentlich den Artikel erfordernde Begriffe artikellos eingeführt und nachträglich durch ein artikuliertes Attribut ergänzt werden 3). 3s

a) Adjektiva:

III*: Petr. II 4 (11) 5 dTTOcrrEiAcv f)|iTv Kai ^OAa Td Aoirrd Hölzer und zwar die noch übrigen (255a); III 43 (2) recto