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Entomologische Zeitung.

56. Jalirgang*.

STETTIN 1895. Druck vdii R. Grass mann.

Entoniologische Zeilmig.

Herausgegeben

von dem

entomologiscilen Vereine

STETTIN.

SeelisiindfUnfzisster Jahrsans:.

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Stettin 1895.

Diuck v(ii) K. G rasa 111 a 11 n.

Entomologische Zeitung

herausgegeben von dem

eiitoiiiolos:isclieii Vereine zu Sleüiii.

II e d a c t i o ii: ^" (ouiniissioii bei den I^ucli-

rw II 1. rk !._ \- t A liandl. Fr. Fleischer in Leipzig u.

Dr. Heinrich Dohrn, A oisUzender. ^^ priedländer & Sobn in Berlin.

No. 1—6. 56. Jahrgang. Jannar— Juni 1895.

Einige neue Luzon-Curculioniden

des Museum Tring

von J. Faust.

Die nachfolgenden neuen Arten, mit Ausnahme der mit einem * verselienen, wurden im nördHchen Theil der Insel Luzon in einer Höhe von 5 6000 Fuß gesammelt, Myllocerus interruptus. Amorphoidea dorsalis.

Isopterus nov. gen. Balanimis pertinax.

signatus. bicolor.

* ,; irrorotus. axillaris.

Pachyrhynchus gloriosus. Acythopeus Pascoei.

Apocyrtus miser. * jacanicus.

gibbicollis. Laodia bilineato.

sparsus. trisfis.

Lixus luzonictts. Centrinopsis ebeninus.

OpToctetorus nov. gen. Theogama Jordani.

scntellaris.

Myllocerus interrnptus. Oblongus, eonvexus, nigro-piceus, dense cinereo- squamosus; antennis pedibusque dilutioribus; fronte puncto parvo impressa; rostro brcvi supra nonnihil transversim convexo; antennis gracilibus; prothorace sub- quadrato, medio ad latera rotundato-ampliato, basi vix bisi- nuato, intra apicem late transversim impresso, punctis sat grossis sparsim obsito; eljtris humeris rotundato-rectangulatis, obsolete punetato-striatis, interstitiis seeundo et quarto nonnihil convexis ac cristulis obsoletis brunnescentibus obsilis: femoribus dente parvo armatis. Long. 3.7 4.5, lat. 1.2 1.5 mm.

Stett. enlomol. Zeit. 1895. \*

Eine durch das unebene Deckenspalium 2 ausgezeichnete Art. Fühler schlank, ihr Schaft gekrümmt und fein beborstet,. Geifeelglieder 1 und 2 gleich lang und die längsten, die übrigem kfirzeren unter einander an Länge wenig verschieden: jedes- von ihnen noch doppell so lang als breit, die Keule so lang; als die drei letzten Geißelglieder und doppelt so dick, ani beiden Enden zugespitzt. Augen kura oval und etwas gewölbt. Thorax an der Basis schmäler als am Vorderrande, in der gerundeten Mitte am breitesten, der breite Quereindruck auf dem Rücken flacher. Schildcheu klein rundlich und etwas ^ erhaben Decken beinahe 2^io mal so lang als breit, bis zumi Spitzendrittel geradlinig, aber sehr wenig verbreitert, hier am breitesten und höchsten, dann gerimdet veiengt und spitz gerundet, ihre Längswölbuugslinie von der Basis kurz gerundet, dann bis zur höchsten Stelle fast geradlinig ansteigend, zur Spitze schräg gerundet abfallend; Spatium 2 mit mehreren länglichen stumpfen Erhabenheiten, von denen die vorderste die Basis erreicht und die bräunlich beschuppt auch mit kurzen abstehenden Borstenliärchen besetzt sind; ebenso dunkle, aber nicht oder kaum erhabene Flecke sind auch auf Spatium 4 bemerkbar, das überhaupt etwas gewölbter als die anliegenden erscheint. Schenkel gekeult mit kleinem spitzen Zahn.

Isopterus nov. gen. Scythropinarum Lac.

Mentum maxillas haud obtegens. Mandibulac breves. Scrobes laterales trianguläres. Corbulae tibiaruui i)oslicarum cavcrnosae: uugiiiculi liberi. Coxae anticae contiguae. Uostrum angulatum cum eapite contiuuatum. Oculi ovati a prothoraee distantes in fronte uonnihil approximali. Antenuae elongatae scapo uiarginem anticiini prolhoracis superantes. Prothorax anticc posticeque truucatus. Scutelluiu haud conspicuum. Elytra decemstriata liiimeris nullis. Feniora clavata, postica deutata apiccni corporis vix superantes. Metasternimi lati- tudine coxarum intermediarum aequilongum episternis an- gu.-tissiniis. Processus abdominalis latus, truncatus. Segmentum seciindum abdomiiuile tcrtio el quarlo simul siimptis aequi- longum.

Außer durch die fehlenden Scliiillern unterscheidet sich die neue Gattung von den vier bisher beschriebenen Cecractes, Cafnchaenns, Eiignathiis und Scythropus besonders noch durch die dreieckige Fülilerfiirclie (die Basis des Dreiecks ist gegen die Aiigenmittr gerichtet und parallel der Rüsseloberkante), durch die längeren gezäiuiten Hinterschenkel sowie durch die kaum sichtbaren Hinterbrustepisternen. Von diesen Gattungen

Stell, eiilomol. Zeil. iS95

sind Catochaenus uud die neue auf den Philippinen heimisch ^ ersteie hat lange beschuppte Mandibeln und kurzen, letztere kurze kahle Mandibeln und langen Fühlersehaft; beide haben einen ovalen Mittelbrustfortsatz. Im Habitus gleicht Isopterus der Gattung Copforhi/nchus, ist aber der seitlichen Fühler- furchen wegen nicht mit ihr zu verwechseln.

Der parallele, an der Spitze ganzrandige Rüssel ist an der Basis nicht quergefurcht, dagegen zur Spitze hin niedriger werdend. Fühlergeißel so lang als der Schaft, ihre zwei ersten Glieder verlängert, das siebente nicht breiter als diese, die Keule oval zugespitzt. Schienen gerade, die vier vorderen unten auf der Spitzenhälfte leicht gesclnveiffc und fein ge- zähnelf, an der Spitze mit einem Dorn. Abdominalsegment 1 hinten gerade abgestutzt und beim Männchen in der Mitte mit zwei, beim Weibchen die vier letzten Segmente in ihrer ganzen Breite ohne Naht mit einander verwachsen.

Isoptetus signatus. Oblongo-ovatus, niger, nitidus, supra parce viridi-albido-squamosus, fusco-setosus; fronte inter oculos uonniliil convexos quam rostri apice dimidio angustiore, medio sulcata, cum rostri basi squamosis; prothorace ad latera rotundato, apice oblique truncato, sat fortiter punctato, utrinque vitta abbreviata subalbido-squamoso; elytris ellipticis convexis, fortiter ])iinctato-substiiatis, interstitiis dorsalibus uniseriatim fusco hirtis, margiiie exteriore postice, fascia transversa angusta anicmediaua interius interrupta, sutura postice puiictisque nonnullis viridi-albido -squamosis; pedibus corporeque subtus albido-pubescentibus, hoc squamis paucis adsperso. Long. 4.5 .5.5, lat. 2 2.y mm.

Die Seitenbinde des Thorax ist gewöhnlich nur an der Basis angedeutet, erreicht zuweilen aber auch die Mitte. Von den Pnnktmakeln stehen gewöhnlich drei auf Spatium 2 und zwar die vorderste gleich hinter der Basis, die mittlere in der Hohe der bis zum Außcnrande reichenden Querbinde und die dritte hinter der Mitte; eine größere Makel nimmt hinten die Vereinigungsstelle der Spatien 4 und 5 ein; etwa sonst noch vorhandene l'unktmakeln sind unregelmäßig zerstreut. Unter- seite mit zerstreuten gröberen Punkten und längeren anliegen- den, beim Weibchen mit feinen Pünktchen und kürzeren Haaren. Zahn der Hinterschenkel spitz dornförmig. Decken mit der größten Breite und Höhe in der Mitte, die Punkte in den kaum vertieften Streifen noch größer als die auf dem Thorax, die Spatien zur Basis hin weniger gewölbt, die ab- stehenden dunklen Haare auf ihnen lang und zugespitzt, der

Sictt. enlomol Zeit. 1895.

Außenrand von der Spitze bis beinahe zum Hinteirande des ersten Segments mit feinen Härchen schräg gewimpert, die Basis nur in der Mitte nicht fein gerandet; hinten und von oben gesehen sind die Decken beim Männchen gerundet-, beim Weibchen geschweift-zugespitzt, von der Basis an beim Männchen flacher ansteigend und hinten schräger abfallend. Thorax länger als breit, an der Basis kaum breiter als an der Spitze, in der Mitte am höchsten gewölbt, jeder Punkt mit einem querliegenden kurzen und hellen Borstenhärchen. Rüssel etwas länger als breit, seine Seitenkanten etwas stumpf. Fühlerschafl leicht gebogen und weißlich behaart, alle Geißel- glieder länger als breit, 1 und 2 von gleicher Länge. Kopf unten und Beine grünlich weiß behaart. Gegen das Licht gesehen stehen die Haare auf dem Thorax nicht ab.

Isopterus irroratus. 1^. Ovatus, niger, nitidus, squamulis flavo-viridibus irroratus, fusco-setosus; pedibus rufo-brunneis; fronte rostroque postice longitudinaliter impressis et parce squamosis, hoc antice leviter biimpresso; prothorace nonnihil elongato ad latera rotundato, dense punctato, squamulis paucis adsperso; elytris breviter ellipticis apice rotundato-acuminatis, profunde punctato-substriatis flavo-viridi-irroratis, macula magna marginali nuda antice fascia dense viridi-squamosa terminata .signatis. Long. 5, lat. 2.4 mm.

Luzon.

Ich erhielt ein weibliches Stück dieser Art vor Jahren als Psomeles irroratus^) Eyd. Von der vorhergehenden unterscheidet sich unsre Art besonders durch die diclitere Beschuppung der Oberseite und durch die auch auf dem Thorax etwas abstehende Behaarung. Die Decken sind, ab- gesehen von der zwischen den Streifen 6 und 9 liegenden nackten und von der diese vorn begrenzenden dicht beschuppten Querbinde, mit einzelnen oder kleine (truppen bildenden grün- lichen, auch mit einzelnen eingemisciiteu kupferrötliiichen Schuppen ziemlich dicht bestreut, wobei wenigstens auf den Dorsalspatien sich insofern eine gewisse Regelniäßigkeit er- kennen läßt, als die Gruppenbildung, überhaupt die Dichtig- keit der Schuppen an der Außenkante der Spatien eine größere ist als an der Innenkante. Auf dem etwas kürzeren

') Wedor die „pattoö nsscz greles" in Eydoux's sehr kurzer Be- schreibung de3 irvoraiiis noch die Größe entsprechen der vorliegendea Art. Die Galtunp Psmurlcs Guör. muß sicli ül)rigens dnrch die lange Fühlergeißel (viel länger als der Schaft), sowie durch die lange schmale, von der Geißel au Diciie wenig verschiedene Keule aus- zeichnen.

Stell, entomol Zeit. 1S95.

Thorax ist die Piinktirung dichter, die den Punkten entspringen- den quer urelegten Haare sind länger und stellen wenigstens aul dem Rücken ab, die schmalen Räume zwisclien diesen Punkten, wie auch die zwischen den Punkten auf der Hinter- briist sind mit einzelnen wenigenJSchuppen bestreut,

Pachyrhynchus gloriosus. Oblongus, convexus, splendide cupreu;< aeruginoso-vittatus et fasciatus; rostro fronteque remote punctatis, hac inter oculos macula triangulari, illo ad latera vitta usque ad prothoracis basin continuata aeruginosa: pro- thorace paulo transverso lateribus rotundato, spars'm vix eonspicue punctulato, utrinque vitta basali abbreviata maeulaque transversa apicali signato; elytris seriatim punctatis^ in utroque vittis tribus quarum prima cum intramarginali basi apiceque, cum mediana ante apicem conjuncta, fasciis duabus trans- versis sutura interruptis maeulaque lineari sulurale ante apicem aerugineis; femoribus bimaculatis. Long. 10 13, lat. 4 5.3 mm.

Zur gemmatus GruTp\ie gehörig, mit modestior Bhr. und mit dem mir in natura unbekannten inclytus Pasc, verwandt; von ersterem durch den küi-zeren Körper, die fehlende Thorax- mittelbinde, durch die lineare Makel vor der Spitze sowie durch die beiden Querbinden auf den Decken, von letzterem gleichfalls durch diese Querbinden, von beiden aber durch die Färbung verschieden.

Alle Schenkel zwischen Spitze und verdickter Stelle mit einem breiten, auf dem Rücken unterbrochenen Schuppenring, die zwei vorderen unten an der Basis mit einer Makel, die vier hintersten unten im Basaldrittel mit einem Längsstrich und außen mit einei- länglichen Makel von derselben t^pan- grünen Färbung wie die der Zeichnung auf der Ober- und Unterseite.

Die beiden horizontalen Qiu'rmakeln am Thoraxvorder- raude sind ebenso weit von einander entfernt als die beiden bis zur Mitte reichenden basalen Längsbinden, und haben die Neigung, sich mit der Längsbinde neben den Vorderhilflen zu vereinigen. Von den beiden durch die Naht unterbrochenen Querbinden iht die voidere basal, die zweite dicht vor der Mitte gelegen aber in dem zwischen den beiden äußeren Läugsbinden gelegenen Theil schräg nach hinten gerichtet. Bei einem der vier vorgelegten Stücke fehlt der quere Steg zwischen den beiden inneren Längsbinden vor der Spitze. Alle Scliienen punktirt und fein behaart, innen mit weitläufigen spitzen Körnchen besetzt. Die Körperunterseite ist bis auf die Färbung genau wie bei modestior gemäkelt.

Stctt. entümol. Zeil. Ibyi.

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Apocyrtus miser. Oblongo-ovatiis, subrufus, opacus, subtus lateribusque nigro-piceus. squamis albo-eoeruleis sparsim obsitus; pedibus uitidis lufis, üeniculis tersisque nigris; fronte rostroque punctato-rugosis, illa usqne ad verticem canaliculata, hoc supra a capitc vix distincto; oculis breviter elliptieis; protborace latitudine vix longiore, supra confertim uitido-granulato; el^'tris basi band m?irgiiiatis, crebre subseriatim grauulatis, in decli- vitate postica pilis arciiatis erectis obsilis. Loug. ?>.5 6.6, lat 2—2.3 mm.

Kürzer und anders gefäi'jat als .1. pro/anys Watrh., viel spärlicher beschuppt, die Decken dicht,er und deutlicher ge- körnelt, der Rüssel vom Kopf nur durch eine undeutliche Querfurche abgesetzt u. s. ,w.

Schuppen sind mehr an den Seiten des Körpers und unten bemerkbar, dagegen Irägt jeder Punkt und jedes Körnchen ein anliegendes, jeder Punkt der Naht auf der abschüssigen Stelle ein abstehendes und gekrümmtes Borstenhärchen. In beiden Geschlechtern sind die Decken breiter als der Thorax, in der Mitte am höchsteu und breitesten und ihre Längs- w^ölbungslinie ist oberhalb der Spitze flach ausgebucht et. Thorax beim Männchen höher längsgewölbt als beim Weibchen und höher als beim profanns $, wenig länger als breit, mit der größten Breite und Höhe dicht hinter der Mitte, zur Spitze viel mehr verengt als zur gerandeten Basis, die Seiten gerundet, der Rücken zuweilen mit angedeuteter Mittelrinne. Die Beine unterscheiden sich von denen des profanns um- durch ihre rothe Färbung.

Apocyrtus gibbicollis. Oblüugo-ovafus, couvoxiusculus, rufus, opacus, squamis parvis coeruleis parce obsitus; margine antico et postico prothoracis, margine basale elytrorum, corpore subtus, geniculis tarsisque nigricantibus: rostro cum fronte rugoso-punctatis, illo sulco transvcrso a capite distincto; protborace alte pulvinato crebre nitido-grauulato; elytris pro- tborace maris vix angustioribus, feminac nonnihil latioribus, punctis subseriatis vage impressis ac minute obsolete remoteque granulatis. Long. 7, lat. 2.6 mm.

Etwas größer als der vorhergehende und von allen bisher beschriebenen Arten durch den in beiden Geschlechtern hoch kissenartig gewölbten Thorax ausgezeichnet. Mit A. itnpius Er. am nächsten verwandt, aber der Thorax viel länger und viel höher gewölbt, der Rüssel viel länger auch gröber hkulptirt, die lang elliptischen Decken hinten nicht ausgezogen lind anders skulptirt.

Mietl. entüiiiol. Zeit. 1395.

Hei den vorliegeudeu heideu Mäunchen sind nur hinter dem Basalrande, bei dem Weibchen auch uocli in der Mitte der Decken einige Schuppen bemerkbar, die hier und dort eine sehmale Querbinde andeuten, sonst lindeu sich auf der Oberseite de? Körpers nur feine, sehr kurze und anliegende, auf der Naht der abschüssigen Stelle schräg abstehende längere Borstenhärchen, die den Körnchen entspringen. Die seitliche Furche des Rüssels vor den Augen vereinigt sich an der Spitze mit der F'ii hierfurche. Geißelglied 1 das längste, 2 etwas kürzer aber länger als 3 und 4 zusammen genommen. Thorax etwas länger als breit, seine Seiten kreisförmig gerundet, mit der größten Breite und Höhe in der Mitte, nach vorn mehr verengt als nach hinten, die Räume zwischen den nach den Seiten zu und unten kleiner werdenden Körnern auf dem Rücken kleiner als diese, bei einem Weibchen mit feiner aber deutlicher Mittelrinue, unten , neben den Vorderhüftea mit einzelnen kleinen bläulichen Schüppchen. Decken hinten wenig spitz gerundet, ihre Basis wenigstens un den Seiten und scharf gerandet, ihre Höhe etwas geringer als die des Thorax, die Läugswölbungslinie oberhalb der Spitze beim Männchen sehr wenig, beim Weibchen etwas mehr geschweift; jeder der flach eingedrückten Punkte am Vorderrande mit einem beim Weibchen kräftigeren Körnclien. Beine wie bei der vorhergehenden Art,

Apocyrtus sparsus. Oblongo-ovatus, couvexus, uiger, supra inaculalim roseo-vel siibalbido-squamosus; fronte eanali- culata, punctata, squamis nonnullis obsita; rostro rugoso- punctato basi transversim sulcato; prothorace elongato, basi apiceque marginato, granuloso-punctato, medio sulcato utrinque vitta angusta interrupta squamosa; elytris prothorace latioribus basi haud marginal is punctis sat grossis seriatis., interstitiis nonnihil convexis rugulnso-granuhitis, alternis pustulis squamosis ornatis. Long. 6 9, lat. 2.3 3.5 mm.

Eine durch ihre rugose Oberfläche und ihre Zeichnung auffallende Art. Die seitliche Furche des Rüssels vor den' Augen vereinigt sich an der Fühlereinlenkung mit der Fühler- furche. Die zwei ersten Geißelglieder etwas länger als die übrigen zusammen oder als die Keule, Glied 1 so lang als 2 und 3 zusammen. Thorax mit der größten Breite und Höhe in (,^), oder vor der Mitte ($), hinter dem Vorderrande mit ringsum flach eingedrückter Querfurehe; der Vorderrand selbst aber viel weniger erhaben als der Hiuterrand, beim Männchen zii^mlich gleich quer- und längsgewölbt, ziemlieh runzlig-, beim Weibchen weniger läugsgewölbt, aber mehr

Stett. entomol. Zeit. 1895.

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köruig-puuktirt, die Mittelfiirclie meist hinter der Milte ab- gekürzt- die naher dem Seitenrande gelegene, etwas gebogene und beim Männchen breiter beschuppte Längsbinde ist ein- oder zweimal unterbrochen; eine zweite Längsbinde liegt unten neben den Vorderhüften. Decken wenig (^) oder bedeutend ($) breiter als der Thorax mit der größten Breite und Höhe in der Mitte, hinten stumpf ((J) oder spitz (?) gerundet, die Längswölbungslinie höher als die des Thorax, hinten schräg (^) oder steiler gerundet abfallend und mit einer deutlichen Buchtung oberhalb der Spitze; jeder Punkt auf den Decken mit einem kurzen anliegenden, jeder auf der Naht im abschüssigen Theil mit einem schräg abstehenden hellen Härchen, Spatium 2 mit einer Makel hinter der Basis, einer in der Mitte und mehreren, zuweilen theilweise zu- sammenfließenden gegen die Spitze; Spatium 4 mit einer Makel in und einer etwas hinter der Mitte, 6 mit einer größeren dicht unter der Schulter und einigen kleinen hinter der Mitte, zuweilen noch mit einer kleinen gegenüber den HinterhUften. Seite der Hinterbrust mit wenigen etwas gold- glänzenden Schuppen. Unterseite und Beine sonst nur mit etwas abstehenden greisen Härchen. Wie bei den meisten Arten dieser Gattung ist die Skulptur der Oberseite beim Weibchen schärfer ausgeprägt.

1^ Das erste Abdominalsegment ist flach eingedrückt und dichter mit längeren Haaren besetzt; wie bei allen Arten ist das Analsegment hinten stumpf abgerundet und die Hinter- scheukel überragen etwas den Apex.

Lixus luzonicus. j Elongato-oblongus, niger, subnitidus, pubt! cinerea inaequalifer adspersus; antennis rufo-piceis: fronte intcr oculos transversim impressa; rostro brevi crasso, oonico, arcuato; protliorace elongato eonico, dense obsoleteque ruguloso- )»unctato, linea media obsoleta utrinque ad latera transversim impressa; el}'tris ellipticis antice protliorace paulo lutioribus, pone scutellum et ante apicem utrinque impressis, punctato- striatis, interstitiis planis minute punctiilatis. Long. 7.5, lat. 1.4 mm.

Zur worfw/?/s- Gruppe gehörig, viel kleiner als rhom boidalis Boh , die Decken mit der größten I>reite nicht hinter, sondern in der Mitte nn«! im hinteren Drittel schlank gerundet- verengt, an der Spitze äußerst flaclnvinklig ausgeschnitten, beinahe abgestutzt, die Streifen an der Basis, an der Spitze und an den Seiten vertieft, die Punkte in ihnen viel gröber, die Behaarung keine ausgesprochene Zeichnung bildend, Thoiax länger, dicht und fein runzlig punktirt, sein Vorder-

Srell. cnlomol. Zeit. 1895.

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raod hinter den Augen gebuchtet, Augenlappen gerundet, an den Seiten wie bei hinodulus eingedrückt, und mit einer dichter behaarten Längsbinde, die vertiefte Mittellinie mit- unter furchenartig, zuweilen nur auf der hinteren Hälfte deut- lich. Rüst^el kürzer, überall fein und nicht dicht punktirt.

Die quer eingedrückte Stirn, die kurzen Fühler und die lang elliptischen Decken unterscheiden unsre Art von hinodulus.

Ontoctetorus nov. gen. Anthonominarum Lac.

Ungiiiculi appendiculati. Segmenta intermedia abdominis postice truncata duobus primis medio subcoalescentibus, secundo quam tertio pauIo longiore. Rostrum cylindricum arcuatum. Antennae ab apice remote insertae; scapus oculos attingens; fiiniculus septem-articulatus articulis duobus primis elongatis. Oculi laterales nonnihil convexi rotundati. Prothorax basi subrolundatus, apice truncatus, subtus late emarginatus. Scutellum conspicuum. Elytra prothorace latiora decem-striata, apice singulatim obtuse rotundata. Pygidium feminae obtectum, maris liberum. Coxae anticae contiguae post medium pro- sterni insertae. Metasternum inter coxas diametro coxarum intermediarum aequilongum. Femora nonnihil clavata fortiter dentata; tibiae intus plus minusve bisinuatae.

Die Gattung ist mit Acalyptus Seh. und mit Diapelmus Er. (mir in natura unbekannt) verwandt, von ersterem durcli die am Grunde gezähnten Krallen, von letzterem durch den Zahn an allen Schenkeln zu unterscheiden; mit Thamnobius Seh. hat sie die in der Mitte verwachsenen beiden ersten Abdominalsegmente, mit den beiden ersteren Gattungen die der Prosternumsbasis genäherten Vorderhütten gemeinsam. Auch mit Minyrus Seh, kann die neue Art nicht verwechselt werden, weil Abdominalsegment 2 nur sehr wenig länger als 2 und Geißelglied 2 nicht kürzer als 1 ist.

Augen oben und unten gleich weit von einander entfernt. Fühlerfurclien schräg unter die Augen gerit htet und an der Basis nur durch einen Kiel getrennt. Die hinten einzeln sehr stumpf abgerundeten Decken bedecl<en beim Weibchen das Pygidium bis auf eine geringe Spur, lassen aber beim Männchen das ziemlich große, fast vertikale Pygidium ganz unbedeckt; letzteres auch olme Falz. Die vier Voiderschienen zeigen an der S|)itze einen kleinen Dorn. Abdoininalfortsatz so breit als die Hinteibrust zwischen den Hüften lang. Hinter- brustepisternen zur Spitze hin erweitert.

Ontoctetorus scutellaris. Ovatus, paulo convexus, niger, subopacus; rof^tro dense rugulot^o-punctato; prothorace anlice

Siett. entomol. Zeil. 1895.

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sinuato-iuigubtato, denst' sat fortiteiqiie punclato; soiitello ovuto deiise albidopubesceate; eljtris humeris oblique rotundatis, lateribus parallelis, punctato-slriatis, interstitiis planis, granulato- rugosis pilisque obscuris brevibus parce obsitis; corpore subtus pedibusque sat dense punctatis, breviter albido-pubescentibus; iemoribu!^ deiitatis. Long. 2.;") 3.5, lat. 1 1.6 mm.

Einem Tachyerges Stigma Germ, in Größe und Körper- f'orm ähnlicii. Kopf fein und spärlicii punktirt. Rüssel etwas dünner als der Vordersclienkel, beim Männchen kaum länger als der Thorax, beim Weibchen länger als Kopf und Tliorax zusammen, von der Basis bis zur Fühlereinlenkung unregel- mäßig mehrkielig, an den Seiten vor den Augen mit einem flachen Längseindruck über der Fühlerfurche, an der Basis oben und an den Seiten durch eine flache Einschnürung vom Kopfe abgesetzt. Geißelglied 1 nicht länger als 2 aber etwas dicker, die übrigen kürzer als breit, die Keule so dick als der Augendurchmesser. Thorax nur wenig breiter als lang, die Seiten in der Basalhälfte wenig gerundet, die Spitze etwas breiter als die helle Basis. Decken kaum um die Hälfte länger als breit^ um ein Viertel breiter als die Thoraxbasis, hinten sehr wenig gerundet verengt, die Spitze sehr flach abgerundet, die Streifen an der Basis tiefer, die Punkte in ihnen viel kleiner als die auf dem Thorax: die flache Läugs- wölbungslinie der Decken imd die des Thorax an der Basis kaum unterbrochen.

o- Fühler im Spitzend riltel des Rüssel eingelenkt, Hinter- schenkel etwas gebogen, Abdomen horizontiil, Pygidium groß; dreieckig mit gerundeter Spitze grob und sehr dicht punktirt.

$ Fühler in der Mitte des Rüssel eingelenkt, Hinter- schenkel gerade, Abdomen aufwärts gegen die Spitze gewölbt, Pygidium kaum sichtbar.

Amorphoidea dorsalis. Uvatu, paruni convexa, tlavida, subsericeo-pubescens; pedibus, rostro, vitta lata mediana prothoracis, scutello, elylris, pygidii medio brunuei^, metasterno dilutiore; capite prothoraceque dense minuteque punctatis; rostro prothorace breviore (q) vel aequilongo, |)arun) aicuato, j)iinclato-sliiolato: j)rothorace transverso, antiee valde rotundato-auguslato, lafoiibus den.se llavo-sericeo- pubescente; scntello parvu trianguläre; elytris latitudine non- nihil longioribus, serialim i)unctatis, interstitiis latis planis confertim puuclulatis, basi cum scutello suturaque i)Ost scutellum tlavo-sericen-j)ub('sceiitibiis: femoribus dentatis. Long. 2.8, lat. I.IJ mm.

StetL enloiiiol. Zeil. 1&95.

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Dem A, basalis Mots. älmllcli, aber flacher gewölbt, Fühler, Thorax und Rüssel kürzer, letzterer dunkel gefärbt, die Unterseite feiner und viel undichter behaart.

Die gelben seidenartigen Haare sind dicker als die den Punkten der dunklen Thoraxmitte und den Deckenspatien ent- springenden gelbbraunen. Thorax mit in der Mitte breit gerundeter und jederseits flach geschweifter Basis, der abge- stutzte Vorderrand beinahe nur ein Drittel so breit als letztere, die Seiten bis zur Mitte weniger, dann schnell gerundet vör- engt. Augen etwas gewölbt. Decken etwas breiter als der Thorax, parallelseitig, die Schultern und die Außenecken des fast abgestutzten Spitzenrandes breit, der Nahtwinkel jeder- seits kurz gerundet, jeder der gereihten Punkte mit einem gelblichen Seidenhaar. Pygidium dreieckig mit gerundeten Seilen, flach quergewölbt und wie der Thorax punktirt. Schenkel dick, kräftig gezähnt.

Balaninus pertinax. Niger, opacus, subtus flavo-albido-, supra nigro -squamosus; prothoracis basi, scutello, regione siMitellari ehtrorum, sutura fasciaque mediana transversa flavo- squamosis: rostro basi punclato-striato et carinulato; pro- tiiorace transverso autrorsim rotundato-angustato, basi bisinuato, dense punctato: eljtris suturae maxima parte impressis, punc- tato-striatis; femoribus dentatis. Long. 5, lat. 2.2 mm.

Mit Ji. C nlbnm Fabr. und ßavoarcuatu.f Desbr. ver- wandt, von beiden besonders durch die größeren, etwas ge- wölbten Augen, kürzeren und anders skulptirten Rüssel sowie durcli schmälere helle Zeichnung verschieden.

Rüssel beim Mäunchen so lang als die Decken, bis zur Fühlereinlenkuug im Spitzendrittel gerade, dann gebogen, beim Weibchen länger als die Decken, gleichmäßig gekrümmt und mil der FUhlen^inlcnkung in der Mitte, in beiden Geschlechtern zur Hasis liin etwas verdickt. ol)en mit einem sich bis auf die Stirn liinuui'ziehenden Mittelkiel, seine Längswölbungslinie und die des Kopfes nur durch eine sehr geringe Einsenkung unterbrochen, jeder Punkt auf der liasalhälfte mit einer gelben Scliupi)enb(»rste. (ieißeiglieder 1 4 an Länge allmälig ab- nehmend, jedes der gleiclilangen folgenden länger als dick, die Keule beinahe so lang als die vier letzten Geißelglieder. Die großen runden Augen etwas gewölbt. Thorax an den Seiten in der Basalhälfte flach gerundet-, dann flach geschweift veiengt, Vorderrand etwas breiter als die halbe Basis, diese in d(>r Mitte schmal, zu den Hinicrecken breiter Liclb gesäumt. Schildclieu iiindlich, schmal umfurclil und außerdem mit einen» schmalen gelben Schuppenbande umgeben, das sich seillich

SteJf. entomol. Zeit. 1895.

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bis zum dritten Deckenstreifen und auf der Nalit bis zur Deckenspitze erstreckt. Decken vorn gerundet erweitert, dann ziemlich geradlinig verengt, flach gewölbt, auf der Basal- häiflc mit einem gemeinsamen Längseiudruck, der auch Spatium I erfaßt, die hellbeschuppte Naht durch eine kahle Linie gespalten und hinten mit etwas abstehenden pfriemen- fbrmigen Borstenhaaren besetzt; genau in der Mitte liegt eine, gewöhnlich die Naht und den Außenrand erreichende gerade Querbinde, die nur wenig breiter als die Naht ist. Die gelben Schuppen sind dicker und dichter liegend als die schwarzen der Oberseite. Unterseite des Kopfes, das Prosternum, Mitte und Seitenstücke der Mittelbrust, Seitenstücke der Hinterbrust und Seiten der ersten Bauchsegmente dichter und gelber be- schuppt als die übrigen Theile der Unterseite und als die Beine. Analsegment des Männchens mit einem Längseindruck und zwei dornartigen Verlängerungen am Hinterrande.

Balaninus bicolor. Niger, subnitidus, albo-griseo-squamosus, pallide lateritio-plagiatus: rostro antennisque rufo-brunneis, illo elongato in utroque sexu usque ad insertionem antennarum subreclo tum arcuato, fronte puncto impressa; prothorace conico dense punctato; elytris antice prothorace parum latiori- bus, punctato-striatis, punctis in striis squama elongata albida; femoribus dentatis; plagis duabus hasalibus conicis in dorso prothoracis, plaga triangulari majori prosterni, fascia latissima elytrorum sutura interrupta, episternis et epimeris mesothoracis episternisque metathoracis postice lateritio-squamosis. Long. 4, lat, 2 mm.

Von der Form des vorhergehenden, nur die Decken im Verhältniß zum Thorax weniger breit. Alle Schuppen sind stabförmig, die grauen jedoch dünner als die ziegelrotheu; von letzteren sind wieder die auf dem Thorax die dünneren und stehen daher scheinbar weniger dicht als die auf der Deckenquerbinde, welche den größten Theil der Decken in gleichem Abstände von der Basis und der Spitze einnimmt. Geißelgliedor länger als breit, 1 und 2 gleichlang, 3 etwas länger als 4, dieses und 5 sowie auch 7 gleichlang, 6 das kürzeste; Keule nicht länger als die drei letzten Geißelglieder. Augen so groß wie bei pertinax aber nicht gewölbt. Rüssel auch beim Männchen zur Basis kaum verdickt, in den Kopf eingepflanzt, seine Basis fein gekielt, beim Männchen kürzer als der Körper mit der Fühlereinlenkung dicht vor der Mitte, beim Weibchen länger als der Körper und mit der FQhler- eiolenkung näher dem Basaldrittel als der Mitte. Die hell- rothe Zeichnung sticht von der grauen Farbe nicht sehr ab.

Stett. entomol. Zeit. 189S.

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Analsegmeut des Männchens gegen die Spitze gefurcht und mit zwei Haarzipfeln.

Balaninns axillaris. Elongato-ellipticus, nigei-, snbnitidus, deose flavo-vel flavo-aibido-sqamdsiis; seutello liuea sutiirali postscutellari, humeris, rostro antennisque nudis; eapite dense puDCtuiato tenuissintie tlavo-pubesceute; rostro elytris longiore arcuato ab insertione antennarum usque ad basiu aitiore. crassiore et ad latera ante ociilos magnos rotundatos obsolete impresso; prothorace transverso basi vix bisinuato, medio subcarinulato, eljtris antice prothorace uonnihil latioribus, latitudine iere duplo longioribus. subcuneatis, obsolete remoteque punetato-lineatis, sutura in dimidia parte basali impressis; femoribus dentatis. Long. 6, lat. 2.7 mm.

Von der Körperform des B. elephas Gjll. aber kleiner, die Decken weniger gewölbt und in den Schultern schmäler. Einfarbig gelb oder gelblich weiß beschuppt, die Beschuppung stellenweise mit etwas Seidenglanz. Kopf und Rüsseloberkante bilden in beiden Geschlechtern eine ununterbrochene Bogen- linie. Rdssel gleichmäßig gebogen und hinter der Fühler- einlenkung bis zur Basis leicht comprimirt, hier die Punktirung dicht. Die Fühlerfurciien laufen in beiden Geschlechtern schräg zum unteren Augenrande und sind unten an der Basis nur durch einen schmalen Kiel getrennt. Der Fühlerschaft erreicht beim Männchen nicht ganz das Auge, Geißelglieder l und 2 gleicli lang, jedes von ihnen doppelt so lang als 3, von den übrigen ist das sechste das kürzeste aber noch so lang als breit, die Keule kräftig und so lang als die drei letzten Geißel- glieder. Thorax mit breit gerundetem, wenig vortretendem Mittellappen, Vorderrand schmäler als die halbe Basis. Decken von den Thoraxhintereken ab schräg aber wenig erweitert, nach hinten allmälig tmd wenig gerundet verengt, wie der Thorax etwas querijewölbt, die Streifen sehr fein und meisten- theils durch die Beschuppung undeutlich, die Basalhälfte der Naht eingedrückt mit kahler Nahtlinie. Das runde, gewölbte und kahle Schildchen umfurcht. Die Tarsen sowie die Schienen- spitze schwärzlich dünn behaart. Schenkelzahn nicht recht- winklig. Fühlereinlenkung etwas hinter der Mitte ((^) oder hinter dem Basaldrittel. Analaegment ohne Auszeichnung. Pygidium klein und kahl 0^) oder kaum sichtbar ($).

Durch den an der Basis comprimirten Rössel sowie durch die unten an der Basis genäherten Fühlerfurchen weicht diese Art von den mir bekannten Balaninvs Arten ab; sie bietet aber .sonst keine Unterschiede, die die Aufstellung einer neuen Gattung rechtfertigen könnten.

Stett eatomol. Zeil. 1895.

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Acythopeus Fascoei. Oblongus, paulo depressus, ater, opaous, supra maculatim et lineatim ftave^centi -squamosus; rostro femnrum anticorum loogitudine ($), vel longiore (,j), eiirvato, basin versus altiore ac nonnihil compresso, basi gibbpso, (lense ruguloso-pimctato; artieulis duobus primis iuniculi aeqiii- longis; protliorace ad liüera plus minusve rotundato-ampliato, reticulato-punetato, maculis duabus oblongis basalibus tlaven- centibus signato; elytris relrorsim sensim angustatis, Unealim sulcatis, intevstitiis planatis punctis transversis dense impressis, secundo vitta postice abbieviata interdum intenupta llavescenti- squamosis; corpore sublus flavo-albido-maculalo; proeessu prosternale niaris transversim cristato. Long. 3 5, lal. 1 1.7 mm.

Baris bilineata olim.

Die Mitte der Vorder- und Hinterbru-t, die Mittelbrnst zwischen den Hüften, die Seiten und die Mitte der beiden ersten Bauchsegmente, die Epistcrneu der Hinterbrust sind dicht, die Hüften, die Spitze der Mitteibrustepisternen und beim Männchen der Rücken der Hinterschenkel weniger dicht, der übrige Theil der Unterseite und der Beine undicht gelbhch beschuppt; eine dichter beschuppte Makel auf der Unterseite des Prosternums seitlich hinter dem Vorderrande scheint nur dem Männchen eigen zu sein.

Kopf viel feiner und undichter |)unktirt als Rüssel und Thorax, Geißelglied 1 kaum dicker und nicht länger als 2, die übrigen zur kurz ovalen Keule hin an Länge ab-, an Breite zunehmend. Der quere Thorax an den Seiten beim Männchen mehr, beim Weibchen sehr wenig gerundet er- weitert, mit der größten Breite in der Mitte, an der Spitze kurz halsförmig, der Antiskutellarlappen ausgerandet, die dichten Punkte am Vorderrande feiner, Jeder von ihnen und von den auf den Deckenspat ieu mit einem äußerst kurzen und feinen Bürstchen, an den Hinterecken mit einer großen kurz ovalen Makel. Schildcheu dreieckig, ))unktirt, Decken mit schräg abfallenden Schultern und hier nur wenig breiter als der Thorax, zur einzeln stumpf abgerundeten Spitze allmälig und Hach gerundet verengt, die schmalen und scharfen Furchen zur Basis tiefer und hier undeutlidi punktirt, die Spatien im vorderen Drittel scheinbar zwei, hinten deutlich einreihig punktirt, die schmalen Stege zwischen den Punkten etwas gebogene und glänzende Querkiele bildend. Pygidium grüber punktirt (,^); Fühlereinlenkung in (Jj) oder bald hinter (V* der Mitte des Rüs«els.

Stelt. enloniol. Zeit. \^<)i.

1?7

Allen mir bekanoteD Arten dieser Gattung ist die in beiden Goschlerhtern verschiedene Entfernung der Fühler- seliaftspitze vom Aiiue eigen; diese bleibt nämlich beim Mannchen um den Augendurchmesser von ihnen entfernt, während sie beim Weibchen beinahe den Augen vorderrand erreicht. Dagegen tindet sich der spateiförmige Vorderbrust- fortsatz des Männchens, wie es scheint, nur bei einigen Arten. i)

Laodia lineata. Oblongo-ovata, depressa, nigra, sub- opaca; vitta elvtrorum in interstitio quarto antice posticeque abbreviata, striga basali in secundo episternisque metathoraeis e squamis condensatis flavo-albidis; rostro arcuato cylindrico dense punctato, medio oarinulato, basi a capite dislineto; prothorace antrorsim rotundato-angustato, apice breviter tubulato, parum convexo, sat dense ad latera densius punctato, medio linea inipunctata iudicato; elytris lineatim punctato- subsulcatis, interstitiis planis, punctis crebris transversim im- pressis .subseriatini obsitis. Long. '3.2 3.8, lat. 1.2 1.5 mm.

Der kuglige Kopf i>t äußerst fein netzaitig gerunzelt, un- punktirt. Rüssel in beiden Geschlechtern etwas länger als der Vorderschenkel und leicht gebogen, mit der Fühlerein- lenkuug vor der Mitte. Thorax wenig kürzer als breit mit seiner größten lireite hinter der Mitte, die Punkte der Ober- seite (auch die auf den Deckenspatien) im Grunde matt und ohne Härclien. Schildchen klein rundlich. Decken reichlich imi die Hälfte länger als breit, in den schräg abfallenden Schultern deutlich breiter als der Thorax, nach hinten allmälig gerundet verengt, an dci- Spitze gemeinsam stumpf abgerundet, die queren Punkte auf den Spatien größer aber llacher als bei der vorhergehenden Art. Jeder Punkt der Unterseil c und der Heine mit einem hellen anliegenden Schuppenbörstchen, die Punkte auf dem Abdomen am weitläuligsten. Die Mitte der Vorderbrust und ihr Fortsatz hinter den Hüften sind ziem- lich diciit weißlicii [uscluippl.

') Zu (lie.-feii gchf)rt .1. juctuiüus von Java in meiner Sammlung. Das Miuniclicn dieser Art unterscheidet sich von Pasvoti Männchen durch in der Ha.sulhäirte stark comprimirten und an der IJasis noch höheren K,üssel, durch einen hingeren, parallelseitigen und vorn plötz- licli liiilsrörmig /.usammengezogenen Thorax, durch sclimiilerc Körper- lonn und dadurch, dal> die beiden Längsbinden auf Spatium 2 weiter nach iiinlen reichen, griWilenlheils auch aus zwei Reihen gelblicher Schuppen liestelien und dalJ die Mitte des Abdomens unbeschuppt ist, dagegen alle seine .Scgmenle an den Seiten eine dicht beschuppte gelbliclie Makel zeigen. Dieser Art muC) der A. Iiixalus Pasc, von der In.-Jel I.abuan Ann. Mag. 1883 p. 100 sehr ähnlich sein, sicli von ihm jedoch durch lungere Decken und an der üasis nichl com- primirten Hiissel unleracheidcn lassen.

Sielt. enirjiiKil. Zeil. IS'.IS. O

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Die Gattung Laodia^) Pasc, ist ^icj^ffeopeiis Pasc, äußerst ähnlich und von diesem hauptsächlich durch das in beiden Geschlechtern bedeckte Pygidium und durch die unten ge- furchten Schenkel verschieden.

Laodia tristis. q Praecedenti similis et affinis sed parum convexus, esquamosus; rostro prothorace nonnihil longiore; capite disperse punctulato: prothorace dorso densius punctatoi ail latera oblique ruguloso: elytris minus profunde subpunctato- striatis, interstitiis planis uni-, secundo et quarto bibcriatim punctatis; corpore subtns minus dense punctata. Long. 2.5 3.7, lat. 1 1.7 mm.

Außer dem Mangel an Schuppen sind es besonders die stärkere Wölbung und die Skulptur der Oberseite, die unsre Art von der vorhergehenden unterscheiden. Der Kopf ist zerstreut punktirt. Thorax beinahe so lang als breit, die Punkte auf iimi kleiner und flacher als bei jenem und die Räume zwischen ihnen an den Seiten, namentlich vorn zu feinen und etwas glänzenden Schrägrunzeln zusammenfließend. Die Decken sind nach hinten mehr verengt, die Streifen viel weniger tief; von allen an der Basis zweireihig punktirten Spatien sind 2 und 4 die breitesten und bis zur Spitze zwei- reihig punktirt, die Punkte rund eingestochen und kaum größer als die auf dem Thorax, die Räume zwischen ihnen nicht erhaben; die .schmale Naht einreihig und am feinsten punktirt. Die Skulptur der Unterseite weicht von der der lineata nur insofern ab, als die Punkte weder haar- noch schuppen- t ragend sind.

Centrinopsis ebeninus. Oblongo-rhomboidalis, nonniliil convexus, niger, nitidulus; rostro prothoracis longitudine, arcuato, confertim punctalo: capite disperse punctulato: prothorace basi bisiuuato, anticc siuuato-angustato, remote dorso obsolete ad latera sat fortiter puuctato; elytris antice prothorace lalioribus, obsolete striatis, in striis remote punctatis, interstitii.'* planis remote punclulatis. Long. 4, lat. 1.5 mm.

Unter scharfer Lupe zeigt sich die Oberseite des Käfers äußerst fein netzartig gestrichelt und ihr Glanz durch diese Skulptur etwas beeinträchtigt. Rüssel oben an der Basis vom Kopfe leicht abgesetzt, auf dem Rücken feiner, au den Seiten gröber fast runzlig punktirt. Thorax sehr wenig kürzer als breit, von den Hinterecken bis vor die Mitte geradlinig und sehr wenig verengt, dann gerundet zusammengezogen und ge- schweift verengt, die Basis jederseits neben dem vorgezogenen

») Journ. Linii. Soc. 1873 p. 63. Stett. entomol. Zeit. 1895.

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und flach geruudeten Antiskulellarlappen kaum aus^erandet, der Rücken flach längsirewölbt und beiderseits am Hinterrande etwas niedergedrückt, die weitläufigen Punkte auf dem Rücken nicht gröber als die auf dem Rüssel, zu den Seiten hin gröber und dichter. Decken mit flach schräg gerundeten Schultern, um die Hälfte länger als hier breit, nach hinten flach gerundet verengt, an der Spitze gemeinsam abgerundet, hier jederseits neben der Naht der Länge nach, an der Basis jederseits quer niedergedrückt, die Streifen ähnlich wie bei Baridius timidus Rossi, die weitläufigen Punkte in ihnen etwas breiter als die Streifen, die flachen Spatien sehr fein, an der Basis unregel- mäßig zwei-, später einreihig punktirt. Auf der Unterseite nehmen die Punkte von vorn nach hinten an Größe ab, stehen aber auf der Hinterbrust am dichtesten. Vorderbrust mit flach eingedrücktem Rüsselkanal, dieser also ohne scharfe Ränder. Beine dicker als beim japanischen nitens Roelofs, jeder Punkt auf ihnen mit einem äußerst feinen und kurzen hellen Borsten- härchen. Fühlerkeule kurz oval, ihr erstes Glied hornig und so lang als die folgenden zusammen.

Theogama Jordani. Subcylindrica, nigra, opaca: vitta lata laterali prothoracis, lineis duabus elytrorum, episternis latis metasterni, vitta laterali abdominis sternique medio dense flavo-albido-squamosis; rostro fere corporis longitudine, subrecto, maris dense ruguloso-punctato opaco, feminac in maxima parte impunctato nitido; articulo primo funicidi secundo parum longiore; pruthorace elongato-quadrato margine antico nonnihil producto, antice ad latera sinuato-contracto, longitudinaliter paulo convexo, sat dense punctato; elytris prothorace nonnihil longioribus apicem versus gradatim angustioribus, apice singulo subrotundatis. acute |)unctato-striatis, interstifiis planis punctis magnis dense serialis, secundo linea j)0stice abbreviata bise- riatim flavo-albido-squamosis; pygidio ovato subverticale; corjjore subtus pedibusque dense sat fortiter punctatis; tibiis anticis .'«ubtus apicem verus, articulis tribus primis tarsorum ad latera pilis longioribus fimbriatis. Lons. 4.6 6. lat. 1.8—2.2 mm.

Von dem mir in natura unbekannten Th. lugubris Pasc.^j schon durch andere Zeichnunu verschieden. Obiifleich Pascoe

') Der Autor heschroibt in Ann. Mud. Civ. Gen. 1885. p. 295 diese Gattung und Art otTenhar nach männlichen Stucken und bildet die Art auf Tafel 3 Fig. 1 ab. Zur Erkennung der Gattung wäre noch hin/uzufügen: Vorder- und Mittelhüften gleich weit und um den Hüftendurchmesser, die Hinterhüften breiter und um ihre Breite von einander entfernt-, Bauchsegment 2 langer als 3 und 4 zusammen.

Sletf. entomol. Zeil. 1895. 9*'

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in der Gattungsbesehreibung das etwas vorragende Pygidium nicht erwähnt, so glaube icli in Jordani doch eine Theogama vor mir zu haben, weil alle vom Autor erwähnten Merkmale dieser Gattung, ja sogar die Merkmale des Männchens gleich- sam unsrer Art entnommen zu sein scheinen.

Nach der Abbildung ist Ivgubris 14 mm lang und ~> mm breit, unsre Art also um die Hälfte kleiner. Der Korper des. /ordaw« ist mit Ausschluß des Rüssels etwa 2i|2 "lal so lang als breit. Die gelblich weißen rundlichen Schuppen füllen nicht nur ilire Punkte aus, sondern bedecken auch die Räume zwi^^chen und neben diesen. Die helle Beschuppung der Körpermitte unten \<t seitlich bis zu den Hiilten, vorn bis zur Prosternumsspitze, hinten bis zur Basis des dritten Bauchsegmentes, die der Bauch- seiten nur übi-'r die drei mittleren Segmente ausgedehnt. Der Rüssel ist fast ganz gerade, vom Kopfe oben und an den Seiten durch eine Furche abgesetzt, beim Männchen zur Basis hin allniülig und geradlinig aber nur wenig erhöht und bis zur Spitze dicht rauh punktirt, beim Weibchen gegen die Basis hin mit einer Schweifung ansteigend, nur hier dicht punktirt und matt. Fühlereinlenkung in (q) oder iiinter der Mitte eingelenkt. Der Fühlerschaft, zur Spitze verdickt aber nicht dicker als die Geißel, erreicht beinahe den Augenvorder- rand (^) oder bleibt um die Rüsselhöhe au der Basis von ihm entfernt; die (ieißelglieder werden zur Keule hin allmälig dicker, 3 7 sind gleich km-z und quer, die Keule so lang als die Geißel und in der Mitte so dick als die Rüsselbasis. Kopf fein punktirt und matt. Augen kurz oval. Thoiax mit etwas vorgezogenem und hinter den Augen leicht gescliweiriem N'orderrande, dieser ziemlich laug tubuliit, nur ein drittel so breit als die tief zweibuchtige Basis und kaum punktirt. der breite Antesktitellarlappen wenig vorgezogen und fa^-t abgestutzt, die Seiten sehr Mach gerundet: die weiße, an der Basis breitere vSeitenbinde erreic^lit die vordere Abschnürung niciit und i.^t von dben nur theilweisc sichtbar. Schildchen dreieckig, punktirt, matt. Die Decken vorn weniu breiter als die Thoraxbasis mit verrundeten Schultern und abgetlachteni. hinten sehr wenig schräg abfallendem Rücken, die Punkte in den leinen scharfen Streifen wie diese zur Basis hin gröber, Spatium 2 zur Basis

Hiiitcrl)rust Iuul;' .il» I!;iuchsegim'iit 1 in der Mitie. AWr Schienen mit einem HdnihiiUcn nnd etwas kürzer als die Schenkel-, drittes Tarsonglied tief /.weilapiiis und an den Vorderbeinen fast d(ii)[)elt so Inoit alt» an den vier hinteren, Glied 1 niiudestena so lang als ij und da« Krallenglied so lang als die drei ersten Glieder znsaminen. Vorder- und Mitteihrust liegen in einer Ebene.

Sieil. entomol. Zeil. 1R9:>.

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liin breiter, hier drei-, daoa zweireihig beschuppt; die großen oberfläehhchen Paukte der übrigen Spatien erscheinen durch, die flacli kielfiirmigen Stege zwischen ihnen viereckig. Auf der Unterseite sind die hoch aufsteigenden Mittelbrustepimeren am gröbsten punktirt. Vorderschenkel und Schienen niclit ganz doppelt so lang als die mittleren; jeder Punkt auf den Beinen mit einem kurzen hellen Borstenhärchen jeder auf dem Rücken der vier hinteren Schenkel mit einem gelblichweiBen länglichen Schüppchen; Vorderschenkel gegen die Basis hin wadonförmig verdickt, runzlig punktirt.

.j Vorderschienen unten in der größeren Spitzenhälfte, die drei erweiterten Tarsengliedcr an den Rändern langhaarig' gewimpert.

Rleinscliniettcrlinge der loreley-liegend

voll Pfarrer A. Fnohs in Bornich bei St. Goarshaiisen a. Rhein.

Vierte Besprechung. "

(Fortsetzung zu Jahrgang 1886, S. 39—83.)

Nachdem seit meiner letzten Publikation über den be- reglen Gegenstand längere Jahre verflossen sind, in denen neue Beobachtungen gesammelt werden konnten, möge es ver- .stattet sein, der Reihe früherer Arbeiten einen weiteren Artikel folgen zu lassen. Die Einrichtung ist die alte geblieben: zur Vergleichung sind aus dem bekannten Heinemann'scheu Buch die hierher gehörigen Notizen angezogen worden, vor allem al-er in noch größerem Umfange die Angaben Roesslers, der ulleinigen einheimischen Autorität bezüglich der Microlepidop- teren. Die neu hinzugekommenen Arten, welche auch der letzten Arbeit dies(is verdienten Forschers, den .„Schiippen- flügleru'*, noch fehlen, sind, um den Fortschritt der Wissen- schaft seit Roesslers Tod hervorzuheben, mit einem * be- zeichnet. Nur den Titel glaubte ich etwas verändern zu sollen, um die Lage des Ortes, auf den sich die gemachten, Beobachtungen bezieh(ui die nächste Umgebung von Bornich klarer als früher erkennen zu lassen.

Stctt eutiimni. Zeit. 1893.

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1. Fyrausta (Botisj ferrngalis Hb. (cf. Hn. II, 1, 2, p. 76. Schweiz, Baden, Schlesien im Juli, von Zinekeo-Sommer auch bei Braunschweig gefangen. Roessl. Verz. p. 272 (172), No. 930. Kam in dem Jahr 1861 in 2 Generationen Ende Juni und Mitte August sowohl an Sumpfstellen als auf trockenem Wald- und Sandboden häufig vor. Vorher war der Faller nie gefunden worden und ist auch seit 1863 wieder ganz verschwunden (so daß er sich also nur 2 Jahre lang gehalten habe). Professor Barbieux hatte ihn in früherer Zeit bei Hadamar getroffen. Ders. Schuppflgl. p. 203, No. 975: In einzelnen Jahren, z. B. 1861, überall und häufig in 2 Generationen, sonst selten. Die Raupe fand Eppelsheim an Wurzelblättern von Aster Amellus.)

Sie trat, wenn auch vereinzelt, einmal Anfangs der acht- ziger Jahre zu Ende des August und Anfangs September nach Roessler also in zweiter Generation allerwärts nicht bloß in unsern Rheinbergen auf, wo die von Eppelsheim als Nahrungsflanze der Raupe bezeichnete Aster Amellus wächst, sondern besuchte sogar die zum abendlichen Fang mit Köder bestrichenen Bäume meines Hausgaitens. Seitdem kam mir am 12. September 1892 noch ein frisches 2 im Rieslingberge vor, wo übrigens keine Astern wachsen. Ich muß also die frühere Angabe Roesslers im Verzeichnisse, mit der auch meine eignen Beobachtungen stimmen, um so meiir lür die genauere halten, als auch in den Schuppenflüglern ausdrück- lich auf das Jahr 1861 zurückgegangen und die damals gemaciite Wahrnehmung offenbar nur etwas zu sehr ver- allgemeinert wird. Dennoch ist die Richtigkeit der Bemerkung auf S. 106 (6) des Verzeichnisses (in der Einleitung), daß trotz dieses bei Ferrugalis und anderen Arten nur in Zwischen- räumen konsfalirten und dann gewöhnlich häufigeren Auf- tretens ein Fortbestehen des Artstammes auch iu unseren Gegenden anzunehmen sei, unbestreitbar.

2. '"' Fyrausta (Botis) cyanaUs Lah.

(Hn. II, 1, 2, p. 79 und 80. Schweiz, Wolfenbüttel, Ende

Mai bis Juli.)

Nach Staudingers Bestimmung.

Zwei $ dieser bei uns noch nicht getroffenen Art wurden in zwei verschiedenen Jahren: das erste am 26. Juni 1882, das zweite am 10. Juni 1885, jenes schon etwas verblaßt, dieses ganz frisch, im Riesiinuhorgc! gefangen, wo sie bei Tage unter überhangenden Felsen ruliten.

•Slctl. cntomol. Zeil. JS95.

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3. '^ Ephestia Kühniella Z.

( Zeller. Stett. ent. Zt«. 1879, p. 406 ff.)-

Ein im Ausupt 1893 aus einem hiesigen Kramladen, wo en triseh aussiegangeu gefangen wurde, mir überbraehtes großes $ beweist die infolge der Verarbeitung amerikanischen Weizens in unsern deutsehen Mühlen stets fortsciueilende Verbreitung der Art, die nun auch bis zu uns vorgedrungi-n ist.

4. Ablabia (Sciaphila) osseana Scop,

(Hn. I, 1, 1, p. 54. In Gebirgsgegenden im Grase. Ende Juni und Juli. - Roessl. Verz. p. 290 (190), ohne fortlaufende Nummer eingeschaltet. Von Vigelius einmal gefunden. Nach Koch (Schmelterl. d. südwestl. Deutsehland, insbesondere der Umgegend von Frankfurt a. M.) einmal Anfangs November bei Frankfurt gefangen, Ders. Schuppcnflgl. p. 236 No. 1231, wo die Angaben des Verzeichnisses einfach wiederholt werden).

Zwei Exemplare von zwei verschiedenen Orten während eines so langen Zeitraumes in einem von sachkundigen Lepi- dopteroiogen fleißig durchstöberten Gebiete: das ist wahrlich nur eine geringe Ausbeute. Ich selbst tino; ebenso viele ia dem einen Sommer 1894: 2 wohlerhaltene (^ mit ganz grau angelaufenen Vorderflügeln, gegen welche die zart weißlichen Franzen abstechen, dunkler und an allen Flügeln mit einer schärferen Spitze versehen als meine von auswärts erhaltenea Sfücke, wurden am 24. und 26. Juni 1894 an zwei räumlich weit auseinander gelegenen Stellen der hiesigen Gegend ge- troffen — ein Beweis, daß sich die Art in nächster Nähe inimerliiu einer gewissen lokalen Verhreilung erfreut, wenn aucii an ihrer Seltenheit kaum zu zweifeln ist.

5. '' Ablabia (Sciaphila) Gouana L. (argentana S. V.).

Hein. 1. c. p. 54. Ziemlich verbreitet, auf feuchte Wiesen, besonders in Berggegenden. Ende Juni und Juli).

F2in schönes ^ dieser von keinem der heimischen Autoren, weder von Koch noch von Roessler, erwähnten Art wurde am 7. Juni 1893 am Rande einer in unsere Rheinberge eingeschobenen sonnigen, aber stellenweise feuchten Wiese, wo auch die weiter unten zu besprechenden Fcnthina f'ulgi- daua iin. und Nemotois mimmellus S. V. fliegen, gefangen. Weder früher noch später kam jemals ein weiteres Exemplar hier oder anderwärts in ini'^f'ren Rheinbergen vor, trotzdem

Stett. entomol. Zeit. 189^.

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ich ticillitT gfuau auf die wegen ihrer irläuzend silberweißen Färbung leicht zu bemerkende Art aehfete. Also bei uns jedenfalls sehr selten.

6. '' Sciaphila chrysantheana Dap. (Hn. I. e. p. 58. Wien, Juni. Juli).

Nach Staudingers Bestimmung.

Ich habe meine bisherigen 2 ,j dieser von Heinemann gut gekennzeichneten Art im Sommer 1894 nach Wunsch ver- mehren können: die Schmetterlinge, beim Auffliegen kenntlich an ihrem weißlichen Charakter, der eine Folge der licht gelbgrauen Färbung ihrer Hinterflügel ist, welche Färbung sich auch auf den Hinterleib und die Unterseite aller Flügel ausdehnt, wurden zu Ende des Juni und Anfangs Juli zahlreich aus den am wärmsten gelegenen Hecken des Rieslingberges aufgescheucht, waren aber nicht leicht zu fangen, da sie im heißen Sonnenschein gemeinhin hoch durch die Luft setzten und, den schmalen Weg verlassend, nach wenigen Augenblicken in den nebenan liegenden Weinbergen verschwunden waren, wohin sie nicht verfolgt werden konnten. Weder in Rücksicht ihres Flugplatzes noch ihrer Flugzeit. fallt Sciaph. chrysantheana mit der gemeinen Wahlbomiana zusammen, da sie im Gegensatz zu dieser auch bei uns überall verbreiteten Art nur die wärmsten Stellen des Kieslingberjjie^ bewohnt und hier nie vor Ende Juni, in kühlen Sommern sogar noch später auftritt, während sich l\ ahlbomiana schon von Anfang Mai an findet und nach Roessler (cf. Verz. p. 290 (190) und Schuppflgl. p. 236, No. 2j3) sogar 2 Generationen hat: im Mai und Juli.

Obwohl Roessler im Verzeichnisse p. 290 (190), No. lObl unter den hei Wiesbaden vorkommenden Varietäten di^r Sciaph. Wahlbomiana L. auch Chrysanthemana Dup. aufliihrt, so be- zweifle ich (loch, daß er die wahre Sciaph. chrysantheana Dup. gekannt hat, da meine 2 ersten Exemplare, die ich .•><lion vor langen Jahren fing, nach seiner Sammlung nicht bestimmt werden konnten. In den Schuppenflütilern ist -denn auch bei Besprechung der Sc. Wahlbomiana Chrysantheana weggeblieben und nur gesagt, daß die erstere mit allen Ab- änderungen, insbesondere Communana H.-S. und Vascuana Hb. im i\Iai und Juli gemein sei. Im Mai tindet sich Sciaph. chrysantheana naeh meinen Beobachtungen bei uns nie, wohl, aber im Juli. Daß ihr Vorkommen in unserer Rheingegend nicht über den einzigen von mir bis jetzt ermittelten Flugplatz

Stelt. eaioniul. Zeit. 1895.

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hinausreie-ht, darf nicht angeuommeu werden; j-ie wird aber nur um die heißesten Hecken unserer Rheiuberge gesucht werden können.

7. Conchylis atricapitana Stph.

(Hein. II. 1, 1, p 87 uud 88. Hei Regensburg, Jena, Braun- «chweiü, Woifenbüttel auf trockenen Waldwiesen, im Mai und wieder im JuU. Roessl. Verz. p. 294 (194). No. 1117. Wurde Ende Mai 1863 bei Lorch an einem Bergabhange im Walde gefangen. Ders. Schuppflgl. p. 240, No. 1260, wo die Angabe des Verzeichnisses nur wiederholt wird.)

Bis jetzt in unserm Gebiete nur bei Lorch und Bornich, also in ihrem Vorkommen nur auf den unleren Rheingau beschränkt.

Endlich hat das von Roessler in beiden Bearbeitungen seiner Fauna erwälmte früher einzige Exemplar einen Genossen gefunden: ich fing am 20. April 1893 ein prächtiges ,^, über dessen Zugehörigkeit zu dieser Art Heinemanns oben citirte Beschreibung keinen Zweifel läßt, an den lieißen Berglehnen des Leiselfeldes, zwischen Loreley und Lennig. nur wenige Schritte von der bei Ablabia Gouana L. [argeiitana S. V.) beschriebenen Bergwiese entfernt.

8. Phtheochroa (^Conchylis adhuc) aeneana Hb.

(Roessl. Verz. p. 292 (192), No. 1100. Der Schmetterling lliegt Vormittags gegen 11 Uhr und Abends nach Sonnen- untergang mit pendelartig hin- und herschwingendem Flug auf sonnigen Waldstellen bei Kloppenheim und Dotzheim, immer nur in wenigen Exemplaren. Er erscheint nur einmal im Jahre: Ende Mai und Anfangs Juni. Ders. Schuppflgl. }). 239, No. 12.')0, wo die Angaben des Verzeichnisses wieder erscheinen mit dem Zusatz: -auf Waldwiesen, wo viel Senecio jacobaea wächst. In den Wurzeln dieser Pflanze nach Doubleday die Raupe.^)

In unserem Gebiete um Wiesbaden und in der Loreley- Gegend.

War für diese schöne und werthvolle Art bisher nur die Umgegend von Wiesbaden als Fundort in unserm Gebiete bekannt, so kann den von Roessler genannten Stellen bei Kloppenheim und Dotzheim nun auch Bornich zugesellt werden: ein prächtiges ,^ flog mir am 29. April 1893 am Rande eines Waldwie.-^enthales zwischen Bornich und Dorscheid, wo nahebei Senecio jacobaea wucherte, Nachmittags ins Netz,

StctU entoinol. Zeit. I39i.

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oliue daß ich von dem pendelartig sich hiu- und lierschwingeu- «len Flug, den RoesHler für diese Art beiiauptet also wohl ähnlich wie bei Hepialns lupulinus o etwas bemerkt hätte. Das frühe Erscheinen der Art darf nicht Wunder nehmen, da in dem damaligen ungewöhnlich schönen, gegen das Ende sogar heißen April, auch andere Arten vorzeitig auftraten, z. U. Bntalis parcella H.-S., die am 22. und 23. April 1893 an den Berglehnen des Leiselfeldes gemein war. In dem Heinemann'schen Buche wird Phtheochroa (Con- chylis) nencana Hb. nicht behandelt.

9. "' Penthina fulgidana Gn.

Ich hielt diese ansehnliche Art, von der ich an einer eng begrenzten Stelle jährlich einige Exemplare linde, zunächst für die von Roessler in den Schuppenflüglern p. 246, No. 1319 als riesenhaft groß bezeichnete Penthina textana H. G., von welcher er sagt, daß die Besciireibung Heinemanns I, 1, 1, p. 113 {Textana Frl.) nicht passe, da sie das Ausmaaß um die Hälfte zu klein angebe. Aber Bang-Haas, dem ich eins meiner Exemplare vorlegte, belehrte mich, daß es Penthina fulgidana sei. Eine Penthina Art wird von Heinemanu unter diesem Namen nicht beschrieben, wohl aber behandelt er auf S. 130 Sericoris gigantanu H.-S., die nach dem Katalog mit Penthina fulgidana Gn. identisch sein soll. Der Name paßt gut zu meinen Exemplaren: auch die Besehreibung läßt sich auf sie deuten, wenn man annimmt, daß von Heinemann kein reiches Material der etwas veränderlichen Art vor sich hatte. Sericoris gigantana ist nach von Heinemann bei Jena und Regensburg selten im Juni.

Ich linde von Penthina fulgidana jährlich um Mitte Mai, z. B. 11. und 13. Mai 93, 18. Mai 94, einige Exemplare auf der bei Ablabia Gouana L. geschilderten Wiese, aber nur an einer eng begrenzten Stelle derselben, wo jedenfalls die Nahrungspllanze der Raupe zu suchen ist, von welcher sich die Thiere nicht weit zu entfernen scheinen. Sie müssen an warmen Tagen aus dem Grase aufgescheucht werden und sind dann leicht an ihrer Größe kenntlich. Aber man darf sich die Mühe, die kleine Stelle öfter zu begehen, nicht verdrießen lassen, weil bisweilen noch ein Stück, das sich beim erst<,'n Absuchen ruhig verhielt, auffliegt. Da ich das ^ erst einmal gelungen habe, noch dazu in verletztem Zustande, während die zwei Tage vorher gesammelten ,^ sich frisch erwiesen, so seheint es noch verborgener zu leben als das 3 und dadurch auf (Km Roden im dichten Grase sein Gewand zu schädiaen.

Sicll. entonicl. Zeit. 1895.

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10. Grapholitha pallifrontana Z.

(Hein. II, 1, 1, p. 185. Steiermark, Sciilesien, Wollenbüttel, Ende Juni und im Juli. Roessl. Veiz. -IQ4 (304) in den Nacliträsen auf Grund der Beobaclitunuen Anton Sclimids. Bei Frankfurt a. M. .selten zu Ende des Mai. Ders. Scluipptlgl. p. 253, No. 1878. Am 25. Mai 1873 einmal an dem nach der Platte führenden Fußpfad gefangen.)

Die Combinalion der angeführten Citate ergiebt, da auch Bornich hinzukommt, für un.ser Gebiet eine ziemlich ausgedehnte Verbreitung: um Frankfurt a. M., "Wiesbaden und in der Loreley-Gegend. Ich fand sie 1893 zuweilen auf kräuterreiehen Triften selbst nahe beim Dorfe gegen Ende Juli, viel später als die verwandte Graph, composifella, also wie man beim Blick auf die Flugzeit der in den obigen Citaten besprochenen Falter vermuthen könnte, wolil in einer zweiten Generation, worüber ich übrigens in der mir zugäng- lichen Literatur nichts angemerkt linde. Auch schon aus früheren Jahren besitze ich Stücke in meiner Sammlung.

11. Grapholitha fissana Frl.

(Hein. 1. c. p. 187. Wien, Mai bis Juli. Roessl, Verz, p. 306 (20()). Wurde bei Lorch auf einer Waldstelle Anfangs Juni 1865 in mehreren Exemplaren getrolTen. Ibidem p. 404 (304). Bei Frankfurt a. M. Ende Juni selten. Ders. Schuppflgl. p. 252 und 253, No. 1374, wo nur die Angabe des Verzeichnisses mit dem Zusatz: y,um Sarothamnus^' wieder- holt wird.)

Ich führe in meiner Sammlung zwei in früheren Jahren hier gel'angeiie Exemplare. Die Art hat daher, wie man nach den oben zusammengestellten Citaten über ihr Vorkommen urtheilin muß, in unserm Gebiete eine gleiche Verbreitung mit der Vorigen. Jedenfalls weist der Roessler'sche Fund bei Lorch, mit ihrem hiesigen Vorkommen zusammengehalten, darauf hin, daß sie speziell im unteren Rheingau verbreitet ist.

12. "* Tinea columbariella Wk.

Der im Taubenmist verborgene Raupensack ist hier und in der Umgegend in allen Taubenschlägen häufig. Ob aber die aus diesen Säcken erzogenen Schmetterlinge, die mir Hering als Tinea columbariella Wk. bezeichnete, eine eigene Art bilden oder als Varietät zu Tinea pellionella L. gezogen werden müssen: darüber enthalte ich mich trotz meines nicht

Siett. cnlomol. Zeit. 18<>:,.

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unbeträchtliclien Malerirtlö des Urtlieils. da mir Wocke*; Be- schreibung, obwohl ich sie seiner Zeit eins-ah, im Augenblick nicht zur Vergleichung vorliegt.

Roessler, der Tinea ' columbariella vom Autor selbst besaß, führt die Art noch nicht als bei uns heimisch auf, obschon ich nicht zweifle, daß sie in Wiesbaden und überall, wo in unserer Gegend Haustauben gehalten werden, sich ebenso häufig findet als hier.

13. Hyponomeuta irrorellus Hb.

{Hein. II, 2, 1, p. 109. In Schlesien, bei Regensburg, Berlin, im Juli. Die Raupe auf Evonymus europaeus. Roessl. Yierz. p. 405 (305) im Nachtrage. Die Raupe bei Darm- stadt auf Zwetschenbäumen. Ders. Schuppflgl. p. 2t)4, No. 1474. Selten und nur einzeln unter Jlyp. econymellus Scop. um Evonymus europaeus, auch als Raupe. Diese ist nach Ragonot (Ann. soc. d. Fr. 1879) kenntlich an den hoch- gelb gefärbten 2 ersten Ringen. Zufolge E. Hofmann lebt die Raupe ebenso an Schlehen unter Hyp. variabilis Z., nach Anton Schmid auch an Z welschen, vgl. oben die Angabe des Verzeichnisses.)

In unseren Rheiubergcn verbreitet, doch für gewöhnlich selten. Aber am 19. Juni 1889 waren die Falter auf der bei Ablabia Gouana L. beschriebenen Wiese um einen in ihrer Mitte einzeln stellenden Evonymus-Strauch so gemein, daß vor- wiegend von ihren Raupen der ganze Busch sich entlaubt er- wies und nur noch ilie nackten Aestc in die Luft starrten. Beide Geschlechter saßen an den Zweigen oder flogen um den Strauch, ohne sich von dem Orte, der ihnen das Leben ge- geben, zu entfernen. Von der um diese Zeit noch lebenden Raupe des gemeinen Hyp. eroitynn'flus Scp. (cagnagellus Hb., cognateUus Tr.) fand sich an einigen grün gebliebenen Wurzel- schößlingen nur eine vereinzelte Raupengesellschatl vor, welche dieses völlige Zerstörungswerk, für das auch die Einzelraupe des am folgenden Tage daselbst frisch ausgegangen gefundenen Jlyp. plumbeJIns 8. V. nicht in Betracht kam, nur zum ge- ringsten 'riicile v«'rscliuld«'t haben konnte. Da ich an jenen) Tage Eile halte, so nahm ich nur eine beschränkte Zahl von Faltern mit in der Voraussetzung, das augenblicklich nicht zu Aendernde an jedem Tage wieder gut machen zu können. Allein schon am 20. Juni waren die ,3 durch den Flug ge- schädigt und nur noch die 4. frisch; auch ließen sich viel weniger Falter erblicken als Tags vorher.

Stett. entomol. Zeit. 1895.

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Hatte ich gelioftt. den J889 so willkommenen Fang im nächsten Jahre wiederholen zvi können, 80 fand ich mich, als ich zu geeigneter Zeit nachsah, um womöglich in den Besitz^ der Raupe zu gelangen und aus ihr den Falter zu erziehen, unangenehm enttäuscht: die gesuchten Raupen fanden sich gar nicht vor und nur wenige Puppen, die sich als zu dieser Art gehörig erwiesen. Statt dessen zeigte es sich, dali an die Stelle des Hypon. irrorellus diesmal die Evonjmus-Uaupe getreten war, welche in einer ganzen Reihe von Gesellschaften an dem Husche nagte, ohne daß es indessen weder damals noch seitdem je wieder zu einer völligen Entblätterung ge- kommen wäre: der Strauch, der im Juni 1889 schon aus der Ferne durch seine Kuhlheit aufgefallen war, blieb in der Folge stets grün; und nur wenn man näher hinzutrat, zeigten sich einzelne von einer Raupenfamilie des gemeinen Hypon. crony- melius abgeweidete Aeste. Den letzten Ii'rorellus-Schn\ctter- ling erzog ich um 30. Juni 1891, also im Vergleich zu dem 1889 so massenhatteu Auttreten nur zwei Jahre Jspäter.

Die Puppe unserer Art ist übrigens nicht ganz schwarz, wie oben nach Roessler angegeben; vielmehr sind die ersten lliuterleibssegmente gelb und nur auf dem Rücken mit je 2 schwarzen Flecken verselieu. Alle übrigen Theile: Kopf, Rückenscliild, Flügelscheiden und die letzten zusammen- geschobenen Segmeute des Hinterleibs sind schwarz. Durch diese so prägnante Färbung unterscheidet sich, uanz abgesehen von ihrem viel früheren Vorkommen, die zudem un verhüllt liegende Puppe unserer Art von der in ein weißes (iespinnst eingekapselten ganz honiggelben Puppe des als Raupe an dem gleichen Strauche lebenden Hypon. evonymellus * ).

14. Nemotois minimellus S. V. (Hein II, 2^ 1, p. 86. Sehr verbreitet, die Raupe auf Scabiosa .uccisa. Rocssl. Verz. 8. 323 (223), No. 1348. Die S f;(ud icii in der zweiten Hälfte des Juli und im August öfter

'■) Dai; die Ecoiiiiniclhis-\la.\i\w. auch die in uiiöcrcii Rheinbcrgcu überall wachsciiden Weichselljüsche bewohnt, hat schon Ruesslor im VeraeichniU Ö. 825 (225), No. 1360 und in den 8chiippenllii<:lcru ö. 264, No. 1472 angemerkt. Kineii Unteröchied /.wischen den von Evouymus und Prunus uiahaleli erlogenen Schmetterlingen, deren llaupoii ich wegen des Hi/iimi. imtlidlcl i-lliis streng von einander abgesondert hatte, kann ich nicht aul'linden: auch die Falter von dem zuletzt ge- nannten Strauch sind unverkennbare lli/pon. evoui lucllus. Da alle Mühe, den Hyjjon. maluilvlnllus hier aulzutreilten, i»is jetzt nur ein negatives llesnltat geliefert hat, sd wird man wohl annehmen dürfen. dal5 diese Art bei uns fehlt, trotzdem wir andere, dem Süden anj^e- hörige Arten unserer Fauna zuzählen dürfen.

Sfctt. entoinol Zeit. 1K95.

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auf Blütheii des Tanaeetum vulgare, die V ^^'i^ denen der

Seabiosa sueeisa in Wiegen. Ders. Scluipi)flgli p. 272,

No. 1542. Einzeln und selten auf Succisa pratensis.)

Diese bei uns seltene Art war nur lfc93 an einer Berg- lehne des Leiselfeldes, oberhalb des Spiiznacks, zwischen Len- nig und Loreley, und am Rande des dortigen Wiesencomplexes vorhanden, damals aber öfter. Die Schmetterlinge, im Sonnen- schein leicht auffliegend und sich rasch dem Auge entziehend, saßen ebenfalls auf Scabiosen, wie es auch die anderen Autoren fanden. Aber meine Beobachtimgen über die Flug- zeit stimmen gar nicht mit Roesslers Angaben, der die letztere viel zu spät ansetzt: von den 2 ^^ in deren Besitz ich 1893 gelangte, ist das späteste am 15. Mai gefangen, das erste noch früher, und ich sah die Art gar schon um den 7. Mai also zu einer Zeit, wo an die bei uns sonst zuerst auftretende Nemotois - Avt^ an den dem Minimellus ähnlichen Nemot. DumonlieUus Dup., welcher sich um Mitte Juni einzustellen j)flegt, noch niclit zu denken war. Bringt man nun auch die außergewöhnliche und anhaltende Wärme des damaligen Früh- lings in gebührenden Anschlag, so bleibt doch die starke Ab- weichung meine)' Beobachtungen über die Flugzeit von den Angaben Anderer auftauend. Dennoch gehören meine Exem- ])lare bestimmt zu dieser Art, da von Heinemanns Beschrei- bung völlig auf sie paßt: sie führen, von anderen Merkmalen abgesehen, den für Nefiiot. minimellus charakteristischen kurzen schwarzen Strich auf der vorderen Mittehippe der Vorder- ilUgel nahe der Wurzel.

15. ■•' Lita proclivella Fuchs. (Stett. ent. Ztg. 1886, p. ü8).

Ich gebe in dem Folgenden die Beschreibung der Raupe: Größe 6 mm, rundlich, blaß grünlicligeli) oder graugrün- licli, glasig, Kopf und Nackenschild gelbbräunlich, letzteres dunkel gefleckt. RücUenlinie gerade, zusammenhängend, roth- biiiunlich; Nebenrückenlinie viel dicker und plumper, in den Gelenkeinschuitten ist diese verdünnt, dagegen in der Mitte der Segmente seitwärts verdickt, wodurch sie etwas gezackt erscheint. Ihre Farbe ist ebenfalls rothbräunlich. Eine dritte fleckenartige Linie von gleicher Färbung durchschneidet die Seilen, Jedes Segment führt auf dem Rücken 4 schwarae, mit je einem kurzen, borstenförmigen, aufwärts gerichteten Härchen besetzte Warzen, die, wenn man ihre Verbindungs- linien gezogen denkt, die Eckpunkte eines Paralleltiapezes

Stell, entomol. Zeit. 1895.

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bilden würden; und zwar .>ind die vorderen Wärzchen ein- ander irenäliert, sodaß also iiire Verbindungslinie die kürzeste der beiden Parallelseiten bilden würde. Die auf solsche Weise in der Idee vorhandene Figur wird von der Rückenlinie dnrchschnitleu : je eine vordere und eine hintere Warze stehen in dem Räume zwischen der Rücken- und der Subdorsal- oder Nebenrückenlinie.

Die Raupe ist äußerst (lU('htig und läßt sich, wenn in ihrer Wohnung gestört, sehr geschickt au einem Faden nieder, indem sie sich hin- und lierwindet, um zu entweichen. Ich länd sie in verschiedener Größe den 29. Juni. Erwachsen waren sie Anfangs Juli. Die aus den zusammengesponnenen Blattenden der Nährpflanze gebildeten Raupenwohnungen sind um diese Zeit von ansehnlicher Größe, an beiden Enden zu- gespitzt und an den Absinthbiischen, an denen sie ausschließ- lich gefunden werden, leicht wahrzunehmen. Zum zweiten Male finden sich die Raupen gegen Mitte Oktober, gewöhnlich schon erwachsen; bei günstiger Witterung leben einzelne, die um diese Zeit noch klein sind, bis in den November. Di«- von der zweiten Raupengeueration stammenden Puppen über- wintern und liefern die Schmetterlinge je nach der Beschaffen- heit des Frühjahrs früher oder später im Mai. z. B. 1892 vom 22. 28. Mai, 1891 aber (Mst Anfangs Juni. Diese sind von Uta halonella H.-S., welche nach Manu bei Wien auf Arlemisia campestris lebt, sehr verschieden, wie mir ein von Staudinger auf meine Bitte zur Ansicht erhaltenes Pärchen dieser .Art, das luis Lederers Sammlung stammte, bewiesen hat.

16. Xystophora (Doryphora) pulveratella H.-S.

(Hn. II, 2, 1, p. 300. Bei Wien im Juni und Juli; von Hof- mann bei Marksteft Ende Aj)ril und im Mai erzogen, die Raupe an Coronilia varia und Medicago sativa im September und Octobcr. - - Rocs^l. Verz. p. 31.5 (24.5). No. 1500. (ielechia pulveratella U.S. Anfangs August bei Biebrich selten. Ders. Schuppflgl. p. 298, No. 1797. Doryphora pulvera tella H.-S. Sclimetterling Ende April und Anfangs August bei Biebrich und Mombach).

Sie muß im Gebiete des Mittelrheins weiter verbreitet sein, als bislier angenommen wurde, da ich auch hier ein frisches Stück fand (im Rieslingberge). Also von Mombach (das auf dem linken Rheinufer liegt) abwärts wohl noch au anderen günstig gelegenen Stellen zu beiden Seiten des Stromes in seiner nächsten Umgebung.

Stett. enfomoU Zeit. 1899.

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17. Xystophora (Doryphora) sepicolella H.-S.

(Hein. II, 2, 1, p. 304 und 305. Bei Wien im Juni. -

Fuchs, Statt, ent. Ztg. 1886, p. 70).

Von dieser schon früher am südlichen Abhänge des Len- nig gefangenen und mir von Wocke bestimmten Art traf ich neuerdings wiederum an derselben Stelle im Juni ein Jrchöues Stück, das zu Heinemanns oben citirter Beschreibung so guti stimmt, daß auch Hering, dem ich es vorlegte, seine Zugehörig- keit zu Xysthophora sepicolella anerkannte.

18. * Xystophora (Doryphora) rumicetella Hofm. (Hein. 1. e. p. 306. Bei Prag im August, die Raupe minircnd in den Blättern von Rumex acetosella Ende Juli und Anfangs i

August).

Am südlichen Abhänge des Lennig, also an derselben Stelle, woher ich auch die Vorige habe, iing ich in früheren Jahren einige Stücke einer Xystophora-Arl^ die nach einem mir durch Herings Güte mitgetheillen Exemplare der Xystophora rumicetella Holm, zu dieser Art gehören. Da meine Stücke, wenn ich mich recht erinnere, im Juni flogen, so müßte man in diesem Falle wohl an eine doppelle Generation denken, die Roessler ja auch für Xystoph. pulrerafella H.-S. behauptet (cf. die Citate zu No. 16).

Auch diese Art ist eine Bereicherung unserer Fauna.

19. Anacampsis remissella Z. (Hein. II, 2, 1, j>. 314. Bei Regenshurg und Wiesbaden im Juni. Roessl. Verz. p. 344 (244). Bei Biebrich und Mom- baeh in der ersten Hälfte de.^ Juni. Devs. Schupptlgl. p. 298, No. 1795, wo die Angabe des Verzeichnisses wieder- kehrt mit dem Zusätze: ..Raupe vielleicht an Onouis'').

Sie ist in unseren Rheinbergen an felsigen, mit Moos und Kräutern bewachsenen Orten allerwärts verbreitet, z. B. um die Felskuppen des Leiselfeldes, des Hcimhachthaies und des Lennig, und fliegt, was bisher nicht bekannt ge- wesen zu >ein scheint, zwi-imal im Jahre, wenigstens bei uns: um Mitte Juni (z B. noch am 21. 6. 93) und Je nach der Sommerwärme von der zweiten Woche des August an bis Anfangs September.

Früher war auch mir nur die y'r^i^ Generalion bekannt, die ich alljährlich zur oben angegebenen Zeit um die Fels- kupjten des Leiselfeldes einzusammeln pflegte, wo die Falter, tlie bei Tage entweder gar nicht oder nur selten aufgcscheuohL

Stell. CDiüiiiol. Zeit. 1805.

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werdoii küuueu, mit Einbiucli der Dämmerung, nielit IVülier, freiwillig aus Moos und niederen Pflanzen auftauchen und dann zalilreicli sind. Aber am 1. September 1893 sah ich an den Herglelinen dt-s lleimbacbthales wälirend der Dämme- rung kleine F'alter uniherlliegen, die sich, als ich den ersten einting, schon in dem trüben Lichte als zu dieser Art gehürig erwiesen. Die 3 mitgenommenen sind etwas düsterer gefärbt als die Glieder der ersten Generation, aber sichere Anac. remissella. An den folgenden Abenden blieben die Versuche, die Falter auf dem Leiselfelde in Mehrzahl ein- zufaugt'u, erfolglos; aber 1894 traf ich die zweite Generation wiederum zahlreich, diesmal im Lennig, wo die Schmetter- linge gegen Mitte August an mehreren Stellen flogen, doch nur an besonders günstigen Abenden. Einzelne waren um diese Zeit schon beschädigt, so daß sieh die oben festgestellte Flugzeit ergiebt.

Wenn man eine genügende Zahl von Exemplaren bei- sammen hat, so erkennt man, daß die Art recht veränderlich ist. Einzelne Stücke, und zwar aus jeder der beiden Geue- rutiüueu, stimmen so gut zu Heinemauns Beschreibung der Auac. vetusteUa H.-S. 1. c. p. 314 und 315, daß ich mit Heinemann in dieser Anac. celustella nur eine dunkle, schwarz- braune Form der Jiemissella sehen kann, ohne das lebhafte Lehmgelb, welches gewöhnliehe Exemplare an der Wurzel der Vorderflügel in ziemlicher Ausdehnung führen. Es kom- men aber auch, und zwar ebenfalls unter beiden Generationen, SlUcke vor, welche in entgegengesetzter Richlung variiren : Die gruui)raune Färbung der Vorderflügel ist bei ihnen auf wenige Spuren vor dem Saiime eingeschmnkt, sodaß solche Stücke, da auch ihre Flügelwurzel nur schwach oder gar nicht lehmgelb ungeilugen ist, ein ziemlich eintöniges Aus.^ehen iiabeu: lieht gelblicligrau mit wenig vortretender Zeichnung 1111(1 etwas brüiiuliclier Kinnnsehung gegen die Flügelspitze hin.

Koesslers in den Schuppeullüglern au.'<gesprocheue Ver- muiliuug, daß die Raupe vielleicht auf Ononis leben möge, ist nur ein Ratlien. welches gewiß nicht der Wahrheit enl- -priclit.

20. ^' Anacampsis ligulella Z.

(lifin. 11, 2, I. |). ."jld und 'l[7. N erbreitet, im Juni und Juli: die Kuiipc im .Mai an Lotus eorniculatue).

Obwohl nu'ine ersten Slüekc, die i«-li von dieser Art hier fand, den Namen von Koesslers eign(,'r Hand beigeschrieben zeigen, ist die Art. (»ircubar aus Versehen, in den Schuppeu-

Sietl. ciiioiiiol. Zeit lb90. Q

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flüglern doch übergangen; ich reihe sie dalier an dieser Stelle unserer Fauna ein. Neuerdings kamen im Juni 1892 auf kräuterreiclien Triften nahe beim Dorfe wiederum oini«e Exemplare vor.

21. Oecophora (Lampros H.-S.) lambdella Donov.

(Hein. II, 2, 1, p. 383. In Sachsen, Mecklenburg, Oesterreich, bei Fraukfiirt a. M., Raibl., im Juni. Roesnl. Verz. p. 41(5 (316), No. 181j5 auf der letzten Seite der Nachträge. Die Form Lambdella (Joch hier irrthünilich als Lunaris bezeichnet, wiewohl diese bereits auf p. 351 (251), No. 1548 abgehan- delt worden ist) von doppelter Breite der Flügelspannung im Vergleich zu der bei Wiesbaden nicht seltenen Oec. Metz- nerella Tr. und wohl eigne Art, Mitte Juni 18(i7 bei Hessloch am Waldrand. Ders. Schuppflgl. p. 280, No. 1618 unter Oecoph. lunaris Hw. Die größere Form Lambdella Donov. fand ich Mitte Juni an alten Sarothamnus-Öträuchern sowie an einem alterskranken Baume von Cytisus laburnum, an letzterem auch Uebergäuge zu jMiiaris Hw. ).

Ich fand sie bis jetzt nur einmal: am 3. Juli 1894 (frisch) im Rieslingberge, aber mit charakteristischer Breite der Hinterflügel, während die viel kleinere und mit ganz schmalen Hinterflügeln versehene Oecoph. lunaris nicht gar selten ist und sich ebensowohl an dem morsch gewordenen Geländer meines Hausgartens fand wie in unsern Rheinbergen.

Roessler. der bei Abfassung seines Verzeichnisses noch au Artversehiedeniieit gedacht hatte, zieht in den Schupi)en- flüglern Oecoph. lambdella Donov. als Varietät zu Lunaris Hw., weil er an einem im Absterben begriffenen Goldregenbaume Uebergänge zwischen beiden gefunden zu haben glaubt, v(»r- züglich in Hinsicht der Größe. Da mir das auch von Roessler als maßgebend anerkannte Charakteristicum einer echten Oec. lambdella: die breiten Hinterflügel, hiermit noch nicht beseitigt zu sein scheint, so schließe ich mich der iui Verzeichniß geäußerten Auffassung, die auch von Heinemann theilt, au.

22. Ochromolopis ictella Hb.

(Hein. II, 2, 2, p. 413. In Süddeutschlaud und der Schweiz, im Juni bis August. Die Raupe an Thesium monlanum im Mai. Roessl. Verz. 410 (310) in den Nachträgen auf Grund der Beobachtungen des Frankfurter Anton Schmid. Bei Frankfurt a. M. selten. Anfangs August gefangen. Die

SteU. entoinol. Zeit. 1895.

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Raupe nach Hofmaun im Mai in den zusammengesponnenen

Endtrieben des Thesium montanum und pratense. Ders.

Schuppflgl. p. 320, No. 2003. Den Sclimetterling fing ich

am 25. Mai 1871 auf einer Waldwieise bei Wiesbaden.)

Sie i!?t in unseren Rheinbergen auf Wiesen, z. B. auf den öfter citirten des Leiselfeides, und an kräuterreiehen Rainen verbreitet und rückt sogar bis nahe an's Dorf heran.

Nachdem ich Hnksseitlich von dem in den Lennig führen- den Weg, kaum einige Schritte liinter den letzten Häusern, schon am 23. Juni 1891 ein schönes ,^^ welches um Sonnen- untergang an einer kräuterreiehen Stelle flog, gefangen hatte, sammelte ich ein Jahr später, vom 7. 11. Juni 1892, eben hier nach und nach ein Dutzend meist frischer Exemplare beiderlei Geschlechts. Die später an verschiedenen Stelleu des Leiselfeides getroffenen waren schou abgeblaßt, wobei das Orange der Vorderflügel verloren geht und die Thiere kaum kenntlich bleiben. Meine Beobachtungen bezüglich der Flug- zeit stimmen also im Ganzen zu Roesslers citirter Angabe, während mir die Frankfurter Angabe für ein frisches Exemplar zu spät gegriffen scheint, wenn man nicht etwa, was aller- dings noch zu ermitteln wäre, und durch Heinemann-Wocke's Bemerkung wenigstens nicht ausgeschlossen Avird, an eine zweite Generation denken will.

Da bei uns nur Thesium pratense vcirkommt, nicht aber montanum, an welchem die Raupe in der Schweiz gefunden wird, so muß sie sich hier zu Lande an der erstgenannten Thcsium-x\rt genügen lassen.

Die hiesigen Schmetterlinge stimmen mit den von Zeller erhaltenen, welche bei Bergün gefangen sind, überein.

23. "^ Cyphophora (Laverna) idaei Z.

(Hein. 1. c. p. 416. Besonders in bergigen Gegenden, Ende

Mai und im Juni. Die Raupe an Epilobium angustifolium, in

der Wurzel und im weichen Stengel junger Pflanzen).

Einige Exemplare dieser von Roessler auch in den SchuppenflUglern noch übergangenen großen Art fing ich Ende Mai und zu Anfaug des Juni an den heißen Berglehnen des Leiselfeides und auf dem sich anschließenden Wiesencomplexe, wo das von Heinemanu als Nahrungspflanze der Raupe an- gegebene Epilobium einzeln wächst.

SieU. enlomol. Zeit. 1895. 3

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24. Tinagma perdicellum Z.

(Hein. II, 2, 2, p. 511. Verbivilet, im Juni und Juli. Roessi. Verz. 357 (257), No. 1590. Scliwärmt üt'lei' gt^sellig von Mitte Juni bis Mitte Juli im Walde um Erdbeeren, auch im otleuen Felde au Rainen um Potentella cinerea. In diesen PHauzon dürfte die Raupe zu tiuden sein. Ders. ScliiippÜgl. )). 324, No. 2029, wo die Anjiaben des Verzeichnisses wieder- liolt werden, doch mit Auslassung des Passus über die Raupe, bezüolich deren nur bemerkt wird: Raupe unbekannt).

Sie ist auch bei uns im Felde an kräuterreichen Rainen ailtiemein verbreitet, und fliegt den Juni liindurch, gewölmlich in den letzten Strahlen der Abendsonne. Sie kann aber auch, gleich den au den gleichen Orten lebenden Bvtalis Artcn^ mit noch größerem Erfolge, als wenn man nur auf die freiwillig lliegenden Falter achtet, mit dem Netze geschöpft werden. Fuhr ich an solchen Orten, wo die Falter, wie ich wußte, zu linden waren, mit dem Netze mehrmals über das Gras hin, um dann nachzusehen, so saßen fast stets Falter darin, zuweilen gar mehrere, auch wenn ich freiwillig lliegeude vorher nicht bemerkt hatte. Auf diese Weise habe ich es 1892 dabin gebraclit, daß meine Sammlung mit dieser hübschen Art reich Hell versehen ist.

25. Butalis flavilaterella Fuchs. (Stott. cnt. Ztg. 1886, p. 71).

Vom 5. 1(1. Juli 1889 Hng ich am >U(i westlichen Ab- hänge des Lennig um Helianthemum vulgare, bekanntlich eine Pllanze, welche die Raupen mehrerer lUilalideii nährt, sccli> frische :r i'U<J am 14. .\ugust 1S92 auch am .-üdlicheu Ab- hänge des Lennig noch ein .^chon geflogenes 4: einer Butalis Art, deren Vorderflngelzeichnung sie in die Gruppe der Bat. hnochella Fabr. zu verweisen schien: sie führen aus der Wur/el eine mehr oder weniger deutliche matt \\ eißlichgelhe Strieme; zwiscjien ihr und dei- Spitze steht ein kleiner weiß- licher Fleck, in der Spitze sflhsl eine Art gelblicher Winkel, der aber nicht völlig ausgebildet ist. l)ie Grundfarbe der Vorderllügel ist diejenige des Bul. jUicUatcrella J, iler Vorder- rand der Vorderflügel ist aber von der Basis aufwärts aul- fallend steil gebogen. Der Hauch ist in den Seiten scharf gelblichwciß, längs der .Mitte bis vor das letzte Glied (also niciit bis zur Spitze) hräunlichgrau. Zu keiner der Heschrei- bungen, die Heinemann von den Arten dieser Butalis G\u^\ni entwirft, |(assen meine ICxeniplare: Bang-Haas, dem ich die

Siett. cnloiiiol. Zeil. 1S95.

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sechs Stück mit der Bitte um seiue Angabe vorlegte, neigte zur Annahme einer neuen Art; da aber ihr Fundort die Stelle ist, wo zu derselben Zeit Butalis JlamlatereUa q fliegt, und da ich erstens bis dahin nie das zu dieser Art gehörige ^ hatte finden können die eine Zeitlang dalür gehaltenen erwiesen sich längst als zu einer andern bekannten Art g-e- hörig und da ich zweitens trotz aller seit 1889 auf- gewandten Mühe an der Fundstelle nie eine männliche Butalide trat', welcl'.e so wie die beschriebenen $ gezeichnet wäre, so ist der Schluß unabweisbar, daß meine Stücke nicht eine neue Art bilden, sondern die so lange gesuchten $ zu But. flavilaterella ,^ vorstellen, die sich auch um Sonnenuntergang, wenn die ,j freiwillig fliegen oder wenigstens leicht auf- gescheucht werden können, zweifellos sehr verborgen halten, weil ich außer dem am 14. August 1892, also sehr spät im Sommer, noch gefundenen $ seitdem kein Stück mehr auf- zutreiben vermochte. Ist meine Schlußfolgerung richtig, so wird Butalis Jlacilaterella in eine auffallende Parallele zu der bekannten But. cuspidella gerückt, die ein Bindeglied zwischen den zwei von den Autoren bei diesem Genus unterschiedenen Gruppen mit und ohne Vorderflügelzeichnung bildet und wegen ihrer Eigenthümlichkeiten an die Spitze der zweiten Gruppe gestellt wird: während Cuspidella in beiden Ge- schlechtern neben gezeichneten Stücken ganz zeichnungs- lose hervorbringt, lernen wir in But. ßavilaterella eine Art kennen, die im männlichen Geschlechte immer zeich- uungslose und im weiblichen immer gezeichnete Vorderflügel hat! Durch diese Eigenschaft werden die zwei bisher üblich gewesenen Gruppen des Genus Butalis noch mehr, als es schon durch Cuspidella geschehen war, über den Haufen geworfen; denn es gehörte danach das ,^ eigent- lich in die erste Gruppe und das ^ in die zweite. Da man aber diese Trennung unmöglich durchführen kann, so muß But. Jlacilaterella ihren Platz folgerichtig zwischen beiden Gruppen augewiesen erhalten und noch vor But. cuspidella zu stellen kommen, zu welcher sie übrigens trotz der vorhin geltend gemachten Parallele in keinem Abhängigkeits- verhältnisse steht, wie die weißliche Vordertlügelstrieme der weiblichen Flamlaterella ausweist: diese entspringt näm- lich aus der Wurzel des Vorderflügels und läuft in der Falte hin, während bei (Uispidella der Basalfleck vom Vorderrande ausgeht und in schräger Richtung bis an die Falte zieht. Also muß But. Jlacilaterella mehr sein als etwa eine streng durchgeführte dimorphe Form der Cuspidella.

Slolt. cntoiiiol. Zeit. 18'J5.

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Die weißgelben Bauchseiten heben sich bei dem $ unserer Art immer scliarf ab, bei dem ,^ ist der Fleck, von welchem der Name hergenommen ist, zu Lebzeiten des Thieres am deutlichsten: man kann ihn dann last immer gut .«eben. Durch das Eintrocknen des getödteten Insekts reduzirt er sich oder geht ganz verloren; es kommen aber atich lebende Schmetter- linge vor, welche den Fleck nicht zeigen, und da man diese doch nicht nach einem Merkmal, das sie nicht haben, das also für sie kein Merkmal ist, Flavilaterella nennen kann, so ist es zur Vermeidung von Irrthümern, die sonst hei Bestim- mung der Art gewiß nicht ausbleiben, vielleicht gerathen, solche Stücke als var. ,^ immaculata zu bezeichnen (mit ungefleckter Bauchseite).

26. Coleophora Alcyonipennella Koll.

(Hein. II, 2, 2, p. 548. Verbreitet, von Mitte Mai bis in den August, Die Raupe im Frühling bis in den Juni an Centaurea- Arten. Roessl. Verz. 3G6 (266), No. 1059. Einige Male im Mai gefangen. Ders. Schuppflgl. p. 310. Der Schmetterling noch Mitte Mai einzeln auf grasigen unbe- bauten Orten).

Sie kam, von einem vereinzelten Funde in einem der 70er Jahre abgesehen, nur 189.'i vor, war aber damals schon vom 15. April an einzeln vorhanden und seit dem 26. April in allen in unsere Rheinherge eingezwängten Wiesen! hälern bis herauf gegen das Dorf hin so gemein, dab ich, mit dem geöffneten Netz über das Gras hinfahrend, zuweilen ein halbes Dutzend schöner Exemplare abstrich und unmöglich alle, die zu haben gewesen wären, mitnehmen konnte; ja auch von den mitgenommenen spannte ich schließlich nach getroUener Auswahl nur noch die ganz tadellosen. 1894 sah ich da, wo sie im Jahre vorher so gemein gewesen, die Art gar nicht mehr, obschon ich auf sie Acht hatte weniger in der Absicht, neue Exemplare einzusammeln, was nicht nöthig war, als zur Bereicherung meiner Beobachtungen. Daraus folgt, daß jenes massenhafte Auftreten 1898 nur eine Folge der außergewüluilich günstigen VVitterungsverhältnisse, vor Allem des warmen Vorfrühlings (vgl. dazu die oben citirte Angabe von Heinemanns über die Erscheinungszeit der Raupe) gewesen sein kann. Ist dieser Schluß richtig, so ergiebt sich aus ihm auch ein Rüekschliiß auf das große Gewicht der die Entwicklung der Falterarteu schädigenden Einflüsse und daraus wieder die rechte Antwort auf die Frage, warum

.Sielt, enlomol. Zeil. 1805.

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von mancher wertlivolK'ii Art. obwohl ihre -;_ zahheiihc Eier lepen, nur .«o wenige Exemplare gefunden werden, d. h. warum die Art selten ist.

27. Coleophora leucapennella Hb.

(Hein. 1. e. p. 555. Ziemlich verbreitet, im Mai, Juui; die Raupe an den Samen von Ljchnis viscaria. Roessl. Vei'?:. 369 (269), No. 1679. AlbifusceUa Z. bei Mombach im Mai und No. 1680 Leucapennella Hb. (die zusammen geliören) zu Hachenburg von Seheuck gefunden. Roessl. Schuppflgl. p. ri08, No. 1887. Bei Mombach und Hachenburg. Der Schmetterling im April, Mai).

Roessler hat meine ihm gelegentlich mitgetheilten Beobach- tungen, nach denen die hiib.sche Art auch bei uns vorkommt, in den Schuppentlüglern nicht verwerthet und nur die alten Angaben des Verzeichnisses wiederholt, d. h. die im Ver- zeichnisse für zwei vermeintliche Arten gemachten Angaben gichtig combinirt. In Wirklichkeit ist Coleoph. leucapennella auch bei uns am südlichen Waldtaume des Lennig, wo Lychnis viscaria später ihre brennend rothe Blüthenpracht entfaltet, gar keine Seltenheit; und da diese Pflanze hier am Rhein weiter verbreitet ist, so kann kein Zweifel sein, daß» auch Col. leucapennella diese Verbreitung mit ihr theilt. Die Flug- zeit des Schmetterlings bestimmt Roessler in den Schuppen- flOglern richtig, wenn er ihn schon im April auftreten läßt: ich fand gegen Ende dieses Monats zuweilen schon Exemplare, die nicht mehr brauchbar waren.

28. '■■' Coleophora genistae Stt.

(Hein. 1. c. p. 559. Bei Hannover von Glitz und von mir

(Wocke) in Schlesien gezogen, Ende Juni und im Juli. Die

Raupe bis Anfang Juni an Genista anglica und pilosa).

Zu den zwei von Wocke angeführten deutscheu Fund- orten tritt nun auch unsere Rheingegend hiuzu: Anfangs September 1891 flogen auf der den südlichen Waldsaum des Lennig begrenzenden Haide, wo ich schon früher eine wahrscheinlich noch namenlose, den zu Rathe gezogenen Autoritäten unbekannte größere Art dieser Verwandtschaft gefangen, mehrere frische Exemplare, welche sich von einem durch Hering's Güte erhaltenen französischen Stück der Col. genistae Stt. in nichts unterscheiden. Die Nahrung ihrer Raupe kann nur in Genista pilosa bestanden haben.

SteU. entoinol. Zeit 181)5.

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Die ganz erliebliclie Differenz, welche zwifcheu Wockes Angaben über die Flugzeit und meinem eignen Funde bestellt, muß auffallen.

29. Coleophora vulnerariae Z.

(Hein. 1. e. p. 569, Verbreitet, von Ende Mai bi> Juni. Die Raupe in Antbvllis vulneruria bis Mai. Roc^tl. Verz. 367 (267), Fliegt Mitte Mai zahlreich gegen Sonnenuntergang um die Blüthen von Cytisus sagittalis und ruht auf ihnen, sodaß ich die Raupe daran vermuthe, obgleich der Sack nach Zeller auch an Anthvllis vulneraria leben s^oli, die an den hiesigen Fundorten fehlt. Der». Schuppflgl. p. 30(). No. 1894, wo zu den aus dem Verzeichniß heriibergenommenen Worten nur der Zusatz gemacht wird: Hier war alles Suchen nach der Raupe

vergeblich).

Sie ist bei uns um Mitte Mai au allen warm gelegenen Rainen und Abhängen, die mit Cytisus sagittalis bewachhcn sind, die gemeinste Coleophora, sodaß man ^\a für gewöhnlich nicht mehr mitnimmt wolier mag es nur kommen, daß sie in die neueste Staudiuger-Bang-Haas- Liste .so hochpreisig eingestellt ist? Den Vermutliungen Roesslers über die Leltcns- weise der Raupe schließe ich mich an.

30, '■- Coleophora albidella H.-S.

(Hein,-Wk. 1, c. p. ."»83. No. !)11. am Schlu.^seJ.

Diese bei Roessler nirgends erwähnte Art oder Form, welche Wocke a, a. 0. sowohl als Sack wie als Schmetter- ling im Unterschiede von Col. anatipennella Hb. gut gekenn- zeichnet hat, ist auch bei uns heimisch, wiewohl, soweit es bis jetzt scheint, nur als Seltenheit: aus 2 Säcken, die ich im Mai 18b9 au die Zweige eines Saalweidenbusche.«, fest- gespounen fand, erschien der einzige Schmetterling, breittlüg- liger und daher ansehnlicher als die von Cotnneaster erzog<>nen Stücke der Col. anatipennella Hb., den 24. Juni. Zur ße- urtheiluug der von Wocke angezweifelten Artrechte reicht dieses geringfügige Material natürlich nicht aus.

31. Coleophora robustella n. sp.

Schon 1879 ting ich auf dem OdinsnaoU, Minuten vom Dürfe entfernt, eine ganz frische Coleopiiora aus der »Vt7e/j^//rt Gruppe, auf welche sich keine der von Heinemann- Wocke zu den Arten dieser Gruppe gegebenen Beschreibungen beziehen läßt. Zeller. dem ich sie zur Meinungsäußerimg vor-

Stett. enluiuol. Zuit. 1S95.

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legte, erklärte sie iür eine daliio gehürige ueue Art. Das Stück blieb lange Jahre iu meiner Sammlung vereinsamt. Nachdem ich aber, den 13. Juni 1891 auf den sonnigen Ge- filden des Leiselfeldes 2 uud 8 Tage später, den 21. Juni, un den Abhängen des Heimbachthales ein weiteres Stück er- beutet hatte, sandte icli 2 meiner 4 Exemplare, die sämmtlich ganz tVi.-ch sind, gelegentlich an Herrn Bang-Haas ein, welcher Zellers Ansicht beipflichtete mit dem Hinzufügen, daß die Art in der Staudinger'schen Sammlung nickt vorhanden sei.

Col. robustella ist vor allen Arten der S ilenella-G niytpe durch ihre Größe ausgezeichnet, bezüglich deren sie diese Art weit überragt, sowie durch ihre dunklen Hinterflügel (und Hinterleib;, welche bei keiner Verwandten so dunkelgrau sind wie bei ihr.

Vorderflügel 9 10 mm lang, breiter als bei der zunächst verwandten Col. silenella H.-S., aber von ähnlicher Färbung: licht lehmgelblich, nicht bräunlich, mit einer weißen, bis an die VorderrandiVauzen reichenden und vor diesen verschmälerten Vorderrandslrieme und breiten, wenig bestäubten weißen Linien. Die Franzen sind V(m der Färbung der Flügel, die am Vorderrand stehenden haben eine lichte Spitze, oberhali) des Hinterwinkels sind sie grau, Hiuterflügel dunkelgrau, ihre Franzen wenig lichter, besonders am Vorderrande. Das End- glied der Palpen kurz und spitz, weißlich, das zweite Glied oben ebenfalls weißlich, unten kurz und dicht gelbbräunlich behaart, sein eng anliegender Busch erreicht fast die Spitze des letzten Gliedes. Fühler weiß, bräunlich geringelt, am schärfsten vorn, gegen die Spitze hin nur verloschen. Hinter- leih dunkelgrau mit lehmbräunlichem Afterbusch.

32. Coleophora simillimella Fuchs, eine gute Art.

(Fuclis. Stelt. rnt. Ztu. 1881 p. 407 ff. Herinu, Stett. «Mit. Ztg. 1893 p. 112).

Herr Major Hering theilte in dieser Zeitschrift eine brief- liche Aeußerung des Herrn Dr. Wocke über Col. simillimella mit, aus deren Begründung heivorgeht, daß Herr Dr. Wocke bei meinem Urlheile diese Art nicht vor sich gehabt haben kann. Bei dem Gewichte, das dem ürtheile eines Kenners wie Wocke zukommt, ist die Richtigstellung eines ihm trotz- dem untergelaufenen Irrthums um so dringender geboten.

Wocke bochreibt, um darzuthun, daß Col. simillimella Fuchs identisch mit Col. artemisiae Mhlg. sei, 2 Formen des Raupensackes der Artemisiae: eine Form, bei welcher der Sack, wie allgemein bekannt, mehr oder weniger in einer

S'elt. cniomol. Zei». 1895.

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Hülle abgenagter Samentheilclien steckt, und eine nuckle Form, die jeder, der die Col. artemisiae sclion erzogen liat, auch kennen wird. Diese letztere, al?o nackte Form, erklärt Wocke iilr den Sack der Col. simillimella; und wenn nun au.s diesen Säcken Schmetterlinge schlüpfen, von denen ge- sagt wird, daß sie von Col. artemisiae Mhlg. nicht zu trennen seien wen wollte das Wunder nehmen? Es kann Ja gar nicht anders sein: aus den zu einer Art gehörigen Kaupen- gäcken müssen sieh auch Schmetterlinge ein und derselben Art ergeben. Aber die Deductionen des Herrn Dr. Wocke leiden an einem Grundfehler, und dieser ist entscheidend: Col. simillimella Wk. 1. c. ist nicht Col. simillimella Fuchs. Die letztere ist eine ganz verschiedene Art, die nicht einmal in die nächste Verwandtschaft der Col. artemisiae Mhlg. ge- hört, sondern anders wohin.

Der Raupensack der Col. simillimella ist nie von den Samentheilchen der Raupe umgeben, weder im ersten noch im letzten Stadium seiner Entwicklung, also auch nicht so, daß er, wie Wocke will, erst nach der Ueberwinterung nackt würde; sondern er ist stets mit einem lichtgrauen Filze bekleidet und der Länge nach gestreift; dieser Filz ist aucli nach der Ueberwinterung noch sichtbar, der Sack ist also nie nackt, der Mund 1—2. Durch alle diese Merk- male unterscheidet sich der Rau])ensack der Col. simillimella von denjenigen der Artemisiae Mhlg. so völlig, daß, wenn man nur beide Arten wirklich vor sich hat, eine Verwech- selung undenkbar ist.

Als Schmetterling ist ja Col. simillimella der Artemisiae ähnlicli, aber das sind eben alle Arten dieser Gruppe untei^ einander. Trotzdem lassen sich auch die Schmetterlinge der zwei verglichenen Arten unterscheiden und zwar auf den ersten Blick durch ilire verschiedene Fiirhung, die bei Arte- misiae stark in Grau zieht, bei Simillimella dagegen viel lichter lehmgelblich ist Außerdem iülirt Col. simillimella auf den Vorderflügeln breitere weiße Linien, die unter dem Vorderrande zusammenfließen und nur sparsam dunkel bestäubt sind, was bei Col. artemisiae in viel rpicherem Maße der Fall ist*). Durch das Aulgclührte wird Col. simillimella

*) Ich besitze Col. inirtufsnic Mhljr. vom Autor selbst und von hier. "Nach Keniitnißnnluix.- des von Wocki- abiregebemn Urtheils er- bat ich von Baii<;-Haad 2 SU'u-k ans <ler mir sti ts mit großer Liberalität zur Verfüguurr gestellten so unifaiigieicben Standingerschen Sammlung und erhielt daraufhin ein v(jn Wocke selbst mit gewohnter Eleganz prhparirtes Stück, dessen Raupensack ohne Umhüllung ist, und ein

Sloll. enliiniol. Zeit. IS'^S.

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von der letzteren Art so sehr getrennt, daß sie trar in eine andere Verwandtschaft zu stellen ist, nämlieli zu Argentula Z. oder noch besser zu Succursella H.-S. und Absinthii Wk., Arten, denen sie i*i der Grundfarbe und dem reichlicheren Weiß uleiciit, von welchen sie sich aber, ganz abgesehen von den so unähnlichen Raupensäcken dieser Arten, auch als Schmetterling wieder trennen läßt. i;. .

Es ist nach dem Gesagten ganz undenkba;i-:j Öa'ß Wocke, als er an Hering so, wie dieser niittheilte, schiieb, die wirk- liche Col. simillimella, wie ich sie seiner Zeit in dieser Zeit- schrift bekannt machte, vor sich gehabt haben kann. In den Sammlungen der Microlepidopterologen mllssen also Schmetter- linge als zu meiner Art gehörig geiührt werden, die ich nicht als Col. simillimella anzuerkennen vermag. Slaudinger hat diese Art nie von mir zum Weitertausch erhalten, weil ich sie überhaupt nicht in solcher Anzahl zog. Die ersten Stücke, die er offerirte, waren ihm, wie er mir auf meine Anfrage mittheilte, aus Frankfurt a. M zugesandt, also wohl von dem inzwischen verstorbenen Mühlig, der danach den Irrthum verschuldet haben könnte. (Vgl. Jahrg. 1881 d. Zeitschr. p. 469, wo nachgewiesen wird, daß Mühlig auch schon früher diese Art verkannte.) Um so erwünschter ist es, daß ich gerade im letzten Herbste (1894) durch consequentts He- klopfen der Artemisia absinthium ein halbes hundert Raupen zusammenbrachte, sodaß ich, wenn ihnen der strenge Winter nicht gescliadet hat, hoffen darf, den Interessenten im nächsten Herbste die wahre Col. simillimella miitheilen zu können. Die Raupe war 1894 nur auf Wermuth zu finden, nie auf Artemisia campestris, an deren Blüthen und Samen ich sie in einem der früheren Jahre auch einmal in Mehrzahl ge- troffen hatte. Sie ist Ende September und Anfangs Okiober erwachsen, also zu einer Zeit, wenn die ylHemisiae-Raupe noch in ihrer Blüthenknospe steckt und mit dieser Umhüllung umherkriecht, ohne ihren Sack schon gebildet zu haben. Dieser findet sich bei uns erst 3 Wochen später. Ich habe seine Entwicklung 1894 gut beobachten können, da ich von Artem. campestris eine Anzahl Säcke dieser Art einsammelte; aber es waren hier nur Col. artemisiae vorhanden.

von Eppelsheiin lierriihrendes, dessen Raupeneack die bekannte Be- kleidung führt. Hiernach ergeljen sich die ol)en kurz namhaft ge- machten Unterschiede, die sirh aber auch schon auf Grund der gut gerathenen Beschreii»ung der Col. arlimisinc Mhlg. in Ileincmann- Wocke II, 2, 2, p. 610 feststellen lassen. Von CW. simillimella ver- gleiche ich 10 Exeniplarc.

Steif, entomol. Zeit. 1895.

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Demgemäß erscheint Col. simillimella aucli als Schmelter- ling frülier im Jalire, und zwar scliou im Juni, während Artemisiae erst Ende Juli und im August ausbchlüpl't. Roess- 1er, der übrigens die Erscheinun^szeit der Raupe für unsere Gegend zu früh angiebt (vgl. Schupptigl. p. 314, No. 1950), erhielt den Artemisiae FeMer am 3. August 1876 aus der Puppe. Wockes Stück (s. oben) führt auf der ihm beigegebenen Etikette die Bemerkung 7. 78, das Eppelsheimsehe giebt aucli über den Erscheinungstag Gewißheit: 30. Juli.

33. "' Elachista festucicolella Z.

(Hein. II, 2, 2, p. 473, No. 721. bei Glogau Ende Juni.;

Sie ist hier an gra.sigen Rainen verbreitet und lindet sich sogar in der Nähe des Dorfes, aber bis jetzt selten. Wocke giebt a. a. O. im Vergleich zu meinen Beobachtungen «lie Flugzeit zu spät an: meine Exemplare sind gegen Mitte Mui gefangen, z. B. 11. 5. 93, und beweisen durch ihre Ueber- einstimmung mit Wockes guter Beschreibung die Richtigkeit des mir von Bang-Haas gegebenen Namens. Aber vielleicht gilt von unserer Art dasselbe, was von der nächstverwandten EL argentella Clerck (ci/gnella Tr.) gilt, die eine lange Flug- zeit hat; denn diese letztere lindet sich bei günstiger Witte- rung schon Ende April, um ohne Unterbrechung bis tief in den Juni vorzuhalten. So früh scheint Festucicolella niciit aufzutreten; wenn ihre FluGzeit dufUr länger dauerte, so würde dies der Gewohnheit ihrer sie an Größe ganz erheblich über- ragenden Verwandten nur entsprechen.

34. ^ Elachista pollutella H.-S.

(Hein. 1. c. p. 474 und 47."). No. 72(>. In Oesterreich, im April und Mai).

Nach Bang-Haas" Bestimmung.

Ich habe aus hiesiger Gegend 4 Exemplare, die um Mitte Mai 1893 an den grasreichen Berglehnen des Leiselfeldes ge- fangen sind.

Auch diese Art ist eine Bereicherung unserer Fauna.

35. Elachista anserinella Z (Heiu.-Wk. I. c. p. 47(5 und 477, No. 7o(». In Böhmen und bei Wien, im Mai und Juni. Roessl. Verz. j). 383 (2g3j. Bei Dotzheim einzeln in der ersten Hallte des Mai au Wald- rändern; auch hinter der Walkmühle bei Wiesbaden. Ders. Schuppllgl. ]). 3'.i(), No. 2050. In der ersten Hälfte des Mai an Waldrandern. Raupe unbekannt).

Stell, enldinol. Z,-U. 1S95.

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Obwohl sclioi) das Verzeicliiiiß diese Art als bei Wies- baden vorkommend kennt, so werden doch, wie aus dem ersten der obigen Citate ersichtlich, in dem viel später er- schienenen, von Wocke verfaioten Schlußbande des Heinemaun- scheu Werk&s nur Wien und Böhmen als ihre Heimat ge- nannt. Sie ist aber auch in unseren Rbeinbergen an crras- reichen Waldrändern, z B dem südlichen Waldsaume des Lennig, und an ebensolchen Berglehnen, z. B. an denen des Leiselfeldes, allgemein verbreitet und an günstigen Abenden kurz vor und während der Dämmerung bi.'^weilen so häutig, daß icli sie in dem Wunsche, mir den Raum für andere Arten nicht zu versperren, mitzunehmen verschmähte. Der in der Stand ingerschen Liste fortgesetzt beibehaltene höchste Preis spricht nicht dafür, daß sie anderwärts so verbreitet \\\u\ Imufig sei wie bei uns in der Rheingegend.

36. •' Elachista collitella Dup.

(Heiu.-Wk. 1. c. p. 476, No. 783. Bei Wien. Regensburg,

im Juni).

Ein den 1. Juli 1892 an einem grasigen Raine nahe dem Dorle gefangenes Stück wird von Bang- Haas zu dieser Art ge- zogen. Seitdem kam sie nicht wieder vor.

37. Trifurcula serotinella H.-S.

(Hn.-Wk. 1. c. p. 726, No. 1166. Bei Regensburg zu An- fang des Juli an Cjtisus. Roessl. Verz. j). 395 (295j, No. 1872. Anfangs Juli IStiij auf einer freien Waldfläche mit besonders reichem Pflanzen wiicli.s gegen Sonnenuntergang, 1866 den 12. Juni ein frisch entwickeltes ,j an Cytisus .sagittalis. 186 7 zaidreich um die Pflanze lliegend. Ders. Schu[)pll. p. 3o5, No. 2167. im Juni nicht selten um Cytisiis sagittalis und daran ruhend. Die Raupe zu linden oder aus eingetragenen Pllanzen den Schmetterling zu erhalten, gelang bis jetzt nichtj.

Die BL'Obachtung der um C'vtisus sagittalis lliegendeu Tii/urcula- Arien der schwierigen /'«//«rfe/to-Gruppc hat mich in den letzten Jahren zur Flugzeit dieser zarten Thierchen vorwiegend beschäftigt. Als ich 1879 das erste Exemplar, das erst seit 1891 vi(?Ie (ienossen gefunden hat, zulallig iing, gab Zt'ller, dem ich es .schickte, naclidem er die Unterschiede von der zunächst steht-nden Tri/. palUdella Z. erörtert lialte, sein Schlußurtheil dahin ab: mir ganz unbekannt; und wie mir. so wird es noch mehreren ergehen: ich erkläre sie für

Stelt. entomnl. Zeil. 18P5.

4f>

neu. lu diet^er VermuthuQg täuschte er sicli nielit: auch Wocke und Frey, denen ich mein Exemplar vorlegte, pflicli- teten bei, der erstere mit dem ausdrücklichen Anfügen, daß es Trif. serotinella H.-S., auf die ich hingewiesen, nicht sei. Trotzdem trug iih Bedenken, mich diesem Urtheile hervor- ragender Autoritäten anzusehließen, sondern mußte Roessler, der dieselbe Art, die ich vor mir hatte und jetzt in einer langen Reihe von Exemplaren in meiner Sammlung führe, von HerrichSchaefter selbst als Trif. serotinella H.-S. bestimmt erhielt, in seiner Ueberzeugung Recht geben, daß wir hier nichts anderes als eben diese Herrich-Sclmeflersche Art besäßen, und dies um so mehr, als auch Wockes a. a. 0. nach Herrich -Schaefler gegebene Beschreibung ganz auf unsere Exemplare paßt. Es scheint mir danach nicht angänglich, Trif. serotinella H.-S., wie neuerdings von Wocke geschieht, zu Trif. immundella Z. zu ziehen, die eine ganz verschiedene, mit dem, was wir hier unter Berufung auf Herrich-Schaetfers Autorität als Trif. serotinella H.-S. ansehen, nicht zu ver- wechselnde Art ist. Hätte Wocke Recht, so wOrde ja nach Zellers ürtheil unsere Art neu benannt werden müssen: aber es bliebe in diesem Falle unerklärlich, wie eine Art, die Her- rich-Schaeffer irrthümlicher Weise als seine Art anerkannte, mit Wockes auf (rruud Herrich-Schaefferschen Angaben ge- machten Beschreibung der Trif. serotinella H.-S. stimmen kann. Ich halte also mit den Herren Dr. Staudinger und Baug- Haas, welche die Art in den letzten Jahren von mir erhalten und verschickt haben, für Trif. serotinella H.-S. diejenige Art, die Herrich - SchaelVer meiuem verstorbenen Freunde Dr. Roessler als diese bestimmt und Wocke a. a. 0. so kenntlich beschrieben hat, daß kaum etwas hinzuzufügen ist: „Wenig über halb so groß wie Pallidella, noch bleicher, die Fühlermuschel weiß, die Vnrderflügel wenig gelblicher mit einzelnen breiteren dunkleren Schuppen, besonders au der Wurzel der Franzen.'*- Das stimmt alles so gut zu unseren Exemplaren, daß an ihrer Zugehörigkeit zu der Art, die liier als Trif. serotinella gekennzeichnet wird, nicht gezweifelt werden kann. Faßt man die eiuzelueu Worte der Beschreibung genauer ins Auge, so erkennt man, daß der i^usdruck: dunklere Schuppi^n besonders an der Wurzel der Franzen, auf eine gewisse Veränderlichkeit der vou Herrich SchaefFer beschriebenen Exemplare hinweist, wie sie an hiesigen eben- falls beobachtet wird : ihre Beschuppung ist nicht ganz gleich, aber niemals so dicht, daß dadurch die sehr lichte Grund- farbe verdeckt würde. Auch die Größe wechselt etwas, aber

Stett entomol. Zeit. 1895.

stets bleibt Tri/, serotitiella weit hinter Pallidella ziirilck. Danach ergeben sich als augenlallige Unterschiede von dieser: ihre constaiite Kleinheit und noch bleichere Färbung. Der Färbung der Kopfhaare, die bei Wecke a. a. 0, für Serotinella so beschrieben werden: .,lehmgelb, in der Mitte braungrau,*^ kann ich eine erhebliche Bedeutung darum nicht zuerkennen, weil selbst frische Exemplare in dieser Hinsicht nicht übereinkommen.

Das V, deren ich 7 habe, scheint noch unbeschrieben zu sein ■■■'), da die citirten Angaben Herrich-Schaeffers nur auf das j, nicht aber auch auf das andere Geschlecht passen. Diese sind noch kleiner als die (^, einzelne kaum halb so groß, also nur winzig, aber sie sind entschieden dunkler gefärbt: ihre Vorderflügel blaß ockergclblich, grobschuppig, also die weißliche Grundfarbe ganz durch grobe, ockergelb- lichc Schuppen verdeckt, HintertlUgel grau, die Franzen an di-r Spitze wenig lichter, Hinterleib duukelgrau.

Trifurcula serotinella war in den beiden Jahren 1891 und 92 an einem mit Cvtisus sagittalis dicht bewachsenen Rain 5 Minuten vom Dorfe gegen Ende Juni bis tief in den Juli an 2ünstigen Abenden bisweilen gemein; ihre Flugzeit begann in beiden Jahren am 23. Juni. Seitdem ist sie an dieser Stelle verschwunden. Dafür Hnde ich sie jetzt an anderen Rainen nördlich des Dorfes, hier aber viel seltener, so daß man schon manchen Gang thun muß, um nur ein Dutzend Exemplare zusammenzubringen. Das $ habe ich seit 1892 überliaui)t nicht mehr zu Gesicht bekommen.

38. ■' Trifnrcula confertella n. sp.

Unter der Vorhergehenden flogen namentlich 1892 zu Anfang des Juli, also später als Serotinella beginnend, einzelne mit auflallend gelben Vorderflügeln ausgestattete Exemplare beiderlei Geschlecht.s, die, bei gleicher Größe und gleichem Bau mit Trifurcula serotinella H.-S., doch nicht mit dieser An vereinigt werden können, wenn man nicht die Diagnose, welche Herrich-Schaell'er von seiner Art gegeben hat, in einem wesentlichen Punkte umstoßen und bei Serotinella Stücke unterbringen will, die dieser Autor offenbar nicht unter seiner Art befaßt hat. Betrachtet man diese gelben Stücke durch eine gute Lupe, so erkennt man die Herkunft ihrer gelben Färbung: der weißliche Gruudton der Vorderflügel wird durch ziegelfbrmig gestellte ockergelbliche Schuppen fast ganz ver-

*) Eben dasselbe scheint auch von dem PaUidella ^ zu gelten.

Stelt. eutoiTiol. Zeit. 1895.

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(leckt. Diese Schuppen sind an ihrem breiten Ende bisweilen dunkel anfgeblickt, wodurch die Beschuppung grob erscheint. Einen andern Unterschied von Trif. scrotinella habe ich an dem männlichen Geschlechte nicht auftinden können; aber das $ ist größer als dasjenige dieser Art und fast ebenso groß wie das ,j^, während Serotinella ^. rücksichllicli der Größe betmchtlich hinter seinem o zurückbleibt. Auch ist es noch lebhafter ockergelb, so daß es, abgesehen von seinen dunkehl Hinterflügeln und dem dunkelgrauen Hinlerleib, aucli im Punkte der Färbung mehr mit seinem ebenfalls gelben rj übereinstimmt, als dies bei den beiden Geschlechtern der Trif. serotinella der Fall ist, die in Größe und Färbung sehr von einander abweichen. Hang-Haas, dem ich 2 meiner q vor- legte, wollte in ihnen sehr kleine Tri/. pullideUa Z. sehen; aber nach 2 männlichen Exemplaren dieser Art, die mir Herr Major Hering auf meine Bitte aus seiner Sammlung zur An- ,'<ieht mittheilte, können sie unmöglich mit der Zeller'scheu Art vereinigt werden, von der sie sich constaut, ohne jeden Uebergang, durch ihre auffallende Kleinheit unterscheiden.

Daß die Raupe der neuen Art ebenfalls an Cvlisus sagittalis lebt, wie dies Roessler von der iSero^if/je//« Raupe annimmt, ist nicht zu bezweifeln; gelänge es, die Natur- geschichte beider aufzuklären, so würde sich am Ersten Sicher- iieit über ihr gegenseitiges Verhältniß ergeben.

39. Oxyptilus Loranus n sp.

(Roessl. Veiz. p. 263 (_1()3), No. 8()7 unter Ox\ obsciirus Z. Die P'xemplare von Lorch und aus dem Dcnnelbachthal bei Wiesbaden sind vielleicht eine eigene Art? In der Gröiie erreichen sie manchmal Uieracii, doch meist kleiner, graue Farbe von Tristis. im Uebrigen mit Obsciinis stimmend, doch ausgezeichnet durch die schwarze Begrenzung aller weißen Zeichnungen nach dem Körper zu. Die Spitze der Hinlerfedern im A'erhällnifc zu Obscurus in läniiercm Räume mit schwarzen Seluipiieii beiderseits besetzt und überhaupt größer. Ders. Schuppllgl. [). 222. No. 1123 unter 0. parriilarlylus Hw. {obscurus Z. ). Zwei meiner Exemplare sind größer und haben an den Unterilügeln längere Hinterfedern, deren dunkle Spitzen durch Weiß wie ein Köpfchen von dem größeren dunklen Tlieile abgesondert sind. Dabei sind die weißen (Juerstriehe der Flügel nach dem Köiper zu schwarz begren/.l, wie auf Heirich-Schaeflers Bild von Maryincllus. Da sie nicht weil von Teucrium scorodonia gefansen sind, so dürften sie

Stell. cnloiDol. Zeit. 18!>5.

49

entweder zu einer neuen, noch nicht bekannt gemachten, von

A. Schmid bei Regensburii als Raupe an Teucrium gefundenen

oder zu der als Schmetterling mir fremden englischen Art

Tencrii gehören).

Hiermit soll eine Art aus der Parvidactylus Y erwdndt- schaft zu ihrem Rechte kommen, die wir hier zu Lande, d. h. Roessler und ich, schon fast seit einem Menschenalter kennen. Den besten Unterschied von Parvidactylus, dem die Art zu- nächst steht, giebt Roessler im Verzeichniß an, indem er ihre graue Färbung betont, in der sie mit 0. tristis überein- stimmt. Leider ist in den Schuppenflüglern dieser Sachverhalt wieder verdunkelt, insofern hier die graue Farbe, die doch das wesentlichste Merkmal der Art ist, ganz unerwähnt bleibt und auf Teucrii^ welche übrigens nicht bloß in England vor- kommt,' sondern von Reutti und anderen Karlsruher Klein- faltersammlern auch im Badischen gefunden worden ist, ge- rathen wird. Tencrii ist es nach 2 badischen Exemplaren, die ich der Güte des Major Hering verdanke, bestimmt nicht: diese ist nicht bloß dunkler als Loramis, wie Bang-Haas, dem ich 2 meiner 8 Exemplare zur Begutachtung einsandte, er- widerte, sondern zeigt auch das entschiedene Rothbraun des 0. parvidactylus, das 0. Loramis eben nicht zeigt. Außer- dem ist Tencrii größer.

Danach muß es zur Charakterisirung unserer Art bei dem, was im Verzeichnisse als das Wesentliche angeführt ist, verbleiben: 0. Loranus hat hei aller unleugbaren Verwandt- schaft mit 0. parvidactylus doch stets die gleichmäßig graue Färbung des 0. tristis ohne Beimischung von Rothbrauu. Die Querbinden der Vorderflügelzipfel sind niemals rein weiß, sondern gelblich, wodurch sie sich von der lichten Färbung des Flügels lange nicht so scharf abheben wie bei 0. parvidactylus. Die schwarze Begrenzung wurzelwärts, von der Roessler redet, sehe ich an meinen Exemplaren nicht; sie ist also keinenfalls entscheidend. Auch die Größe giebt keiuen Unterschied ab, da diese wechselt. Dagegen scheint ein biologischer Unterschied zu bestehen, den Roessler nicht kannte: 189H flog nämlich 0. Loramis zweimal im Jahre: zum ersten Male um Mitte Mai und zum zweiten Male in Mehrzahl nach Mitte August, während ich von Parvidactylus nur am 18. Autru'^t 1803 ein unter dem Einflüsse der Sommer- hitze vorschnell entwickeltes x traf, bei dem die Unregel- mäßigkeit seiner Entwicklung schon in der auffälligen Klein- heit, die es wie verkümmert erscheinen läßt, zum Ausdrucke

Stett. entonidl. Zeil. 1895. *

50

kommt: die August-Exemplare des Loranus dagegen stehen in keiner Hinsicht gegen die im Mai gefangenen zurück.

Ueber die Verbreitung des 0. Loranus selbst in unserem Gebiete kann, da Roessler die ursprünglichen Angaben des Vei-zeichnisses in den Schuppenflüglern insofern eingeschränkt hat, als er hier nur von 2 Exemplaren seiner Sammlung redet, zur Zeit noch nichts Bestimmtes mitgetheilt werden. Daß Koesslei' die Art bei Lorch a. Rhein gefangen, also in meiner Nähe, weiß ich von ihm persönlich: die Zugehörigkeit der ans dem Dennelbachthale stammenden Stücke muß ihm danach später wieder zweifelhaft geworden sein. Zunächst wird also nur gesagt werden können, daß sich 0. Loranus von Lorch abwärts im Rheinthale findet. An eine andere Raupen- nahrung, als sie für 0. parvidactylus konstatirt ist, denke ich nicht: 0. Loranus, wenn auch nach den bisherigen Beobach- tungen nur lokal vorkommend, hat doch keine im Vergleich zu jenei" Art streng gesonderten Flugplätze.

40. Oidaematophorus lithodactylus Tr.

(Hein.-Wnv. II, 2, 2, p. 799 und 800. Verbreitet, im Juli. Die Raupe an Inula salicina).

Ein wohlerhaltenes $ saß Anfangs August 18B9 Abends

auf blühender Haide am westlichen Abhang des Lennig.

Früher nie weder bei uns noch in der Frankfurter Gegend gefunden.

41, Leioptilus tephradactylus Hb.

(Hein,-Wk. 1. c. p. 80/i. Wenig verbreitet, im Juli. Die Raupe an Solidago virgaurea. Roessl. Verz. 400 (300) in den Nachträgen: Mitte Juni an der Mainkur bei Frankfurt, Raupe Mitte Mai an der Unterseite der Blätter von Virgaurea, die sie durchlöchert. Ders. Schuppflgl. p. 223, No. 1183. Nach Anton Schmid wird die Raupe bei Frankfurt Mitte Mai an Virgaurea gefunden).

In unserer Gegend an grasigen Feldrainen, wo Solidago virgaurea einzeln wächst, selbst in der Nähe des Dorfes all- gemein verbreitet, doch nie häufig. Die Schmetterlinge fänden sich 1894 von der zweiten Juliwoche an, geflogene Exem- plare 1893 noch im August.

Die hiesigen Stücke, von Baug-Haas für diese Art erklärt, stimmen, besonders was die Piinktafion der VorderflUgel an-

Rtett. entomol. Zeit. 189&.

51

langt, nicht ganz mit der von Woeke am angeführten Orte gegebenen Beschreibung.

42. Leioptilus carphodactylus Hb. (Hein.-Wk. 1. c. p. 804 und 805. Verbreitet, über nicht überall häutig, im Juni und Juli. Die Raupe an Conyza squarrosa. Roessl. Verz. p. 265 (165). Fliegt Ende Mai und wieder im August. Ders. Schuppflgl, p. 223, No. 1131. Die Raupe bis Mitte Mai zwischen Blätter der Conyzu squar- rosa eiugesponnen. Im Juli in den Astwinkeln der Stengel eingebohrt, nach Eppelsheim auch in den ßlüthen, woselbst auch die Puppe aufrecht stehend sich findet. Am Neroberg an einer Stelle nicht selten. Schmetterling Ende Mai und im

August).

Obschon Roesslers Verzeichniß vor dem Schlußbande des Heinemannschen Werkes erschien, so hat doch die in jenem enthaltene Angabe von der doppelten Generation des L. car- phoductylus, die wenigstens für unsere Gegenden zutrifft, keine Verwerthung darin gefunden. 1894 zeigten die Falter der zweiten Generation durchweg einen uutfälligen Unterschied von denen der ersten: sie waren erheblich kleiner und auch bleicher gefärbt. Da ein älteres $ der Sommergeneration, welches ich von früher her in meiner Sammlung führe, diesen Charakter ebenfalls trägt, so scheint derselbe constant. Doch habe ich darüber keine weiteren Beobachtungen, da ich der bei uns um Conyza verbreiteten Art seit langer Zeit erst 1894 wieder nachgestellt. Die Falter kommen gegen Sonnen- unlergang freiwillig aus ihren Schlupfwinkeln hervor; man kann sie um diese Zeit auch da, wo man sie eine Stunde vorher noch nicht sah, in der Nähe der Nahrungspflanze ihrer Raupe mit leichter Mühe zuweilen zahlreich einsammeln. Frische Exemplare fanden sich bis zum 8. September.

43. Aciptilia baliodactyla Z.

(Hn.-Wk. I. c. p. 808. In den süddeutschen Gebirgen und in der Schweiz im Juli. Roessl. Verz. p. 265 (165), No. 879. Die grüne, mit weißen Stachclhaaren besetzte Raupe entdeckte ich Ende Juni 1861 auf dem Blatt von Origanurn vulgare. Die Puppe wurde wie die eines Tagfalters an der Spitze hängend befestigt. Der ziemlich seltene Schmetterling erschien am 26. Juli. Ders. Schuppflgl. p. 224, No. 1238, wo die thatsächlichen Angaben des Verzeichnisses einfach wiederholt werden, nur mit Weglassung des ein nicht moti- virtes Urtheil enthaltenden Zusatzes: y,ziemlich selten").

Sfett. entotnol. Zeit. 1895. 4*

52

In unserem Gebiete bis jetzt nur je ein Exemplar bei Wiesbaden und Bornich.

Roessler hat in den Schuppenflüglern bei seiner Wieder- holung der dem Verzeichnisse entlehnten Angaben den Zusatz: „Der ziemlich seltene*' sc. Schmetterling, weggelassen, da es sich ihm ofi'enbar nur um ein einzelnes Exemplar, das er er- zog, handelt, also der ganze Zusatz in diesem Falle nichts be- deutet. Zu diesem in unserem Gebiete bisher vereinsamt ge- bliebenen Stücke kommt nun ein zweites hinzu: am 2. Juni 1893, also schon früh im Sommer, fing ich in einem Wiesen- thaie zwischen hier und Dürscheid, welches mir vorher auch schon Phtheoch. (Conchylis) aeneana gegeben, ein frisches ;^, welches sich von einem durch Roesslers Güte erhaltenen in nichts unterscheidet. Wie der frühe Faugtag zu erklären sei: ob durch außergewöhnliche Witterungsverhältnisse, wie sie 1893 allerdings vorlagen, oder ob er auf eine doppelte Generation der Falter hinweisen kann, bezüglich deren bei Wecke nichts bemerkt wird: die Entscheidung über diese Frage muß in Anbetracht des aus hiesiger Gegend nur un- genügend vorliegenden Beobachtungsmateriales offen gelassen werden.

üescriptions

of

new species of Phytophagoiis Coleoptera

Irom ihe

Indo- and Austro-Malayan-Kepons*)

Martin Jacoby.

Sagra abdominalis sp. n.

Entirely black, antenuae long, thorax not longer thau broad, impunctate, the anterior angles thickencd, elytra sub- opaque, linely and closelj punctured and wrinkled, abdominal Segments clothed with yellow pubescence.

Mas. Posterior temora long and slender with a long tooth near the apex, tibiae curvecl at the base, the apex with a stout and long tooth.

Leugth 91/2 lines.

*) All the species described here arc cuntained in raj' coUection. Stett. cntomol. Zeit. 1S95.

53

Head impuuctate except iiear tlie eyes, antenuae extea- dinu to tlie niiddle of the elytra, black, third and fourth Joint equal, tlie following gradually increasing in length, tliorax slightlv broader than long, the sides slightly concave, the anterior margiu nearly straight, the angles thickened in shape of a round and thick tubercle, the surface extremely fineiy punctured anteriorly and at the sides with a central groove, scutellum narrowly traa&^verse, deeply concave at the base, elytra deeply depressed within the Shoulders, rather closely punctured with two rows of stronger punctures at the side§ and two or three narrow smootli longitudiual Spaces near the suture intermediate. femora thickened, their tibiae strongly curved.

Hab. Pura, Mount Ator (Doherty).

The Single male specimen eontained in my collection ditfers in several particulars from any species of Sagra with which I am acquainted, in regard to coloratiou it can only be compared Avith 8. nigrita Fab. but the thorax in that species is longer and without the anterior blunt tubercles, the posterior femora in the present insect are elongate and but slightly widened at the niiddle being of nearly equal width, lastly all the abdominal segments are furnished with a row ol' yellow thick pubescence whicii I have not seen any other species to posess,

Macrolema longicornis sp. n.

Flavous, the basal joints of the antennae and the tibiae and larsi steelblue, head with one, thorax with two piceous spots, tinely punctured, elytra black with violaceous gloss, strongly punctate-striate, the interstices sparingly punctured.

Length 4 4i|.) lines.

Of elongate, parallel and convex shape, the head nearly impunctate, with a piceous spot on the vertex, flavous, the apex of the mandibles and the terminal Joint of the palpi black, antennae more ihau two-thirds the length of the elytra, black. the basal joints metallic blue, third Joint shorter than the fourth, the latter equal to the fifth in length, thorax al»uul one half broader than long, narrowed at the base, without distinct lateral margin. the anterior augles produced outwards, the surface very sparingly and fineiy punctured, flavous, with an obscure piceous spot at each side, scutellum narrow and elongate. Ilavous. elytra with a shallow fovea below the base and a deeper one below the Shoulders,

Stett. entomol. Zeit. 1S95.

54

violaceous-black, regularly punctate-striate, the inlerstices finely punctured, underside and legs flavous, the knees, tibiae and farsi steel-blue, claws simple.

Hab. New South Wales.

This is the second species of this apparently rare t>eaus which has come to my uotiee, the lirst having been described by Baly more than thirty years ago (Journ. of Entomol. 1861). The present species does not differ in an}' way in regard to structural characters l'rom the type but entirely in the colour of the elytra, in the absence of the two deep thoracic foveae and in other details. I received two specimens from Dr. Stau- dinger, in one of them the head and thorax is without spots.

Lema sumbawaeusis n. sp.

Black, above flavous, thorax with a basal Iransverse black band, elytra deeply punctate-striate, flavous with a trans- verse subquadrate band before the middle and the apex, black, basal joints of the antennae and the legs flavous.

Length 3 lines.

Head flavous, impunctate, very shining, the vertex not divided, the lateral grooves deep, the space surrounding the eyes, rugose, the latter very prominent, deeply notched, antennae not extending to the middle of the elytra. black, the lower four Joints flavous, the third Joint slightly longer than the second but shorter than the fourth Joint, the tifth and foUowing joints opaque, pubescent, the others shining^ thorax not longer than broad, the anterior portion strongly widened, deeply constricted below the middle, the sides strongly oblique, the anterior angles furnished with a very small tubercle, bearing a Single hair, the basal suicus deep, the space below it in shape of a narrow trausverse band, black, the anterior portion flavous, the disc with .'^ome rows of very minute punctures- ehtra much broader at the base than the thorax, slightly depressed below Ihe former, very deeply and rather closely punctate-striate, the punctures rather liner posteriori}' where the inlerstices are also costate, the disc flavous, with a subquadrate band immediately before the middle and not quite extending to the suture and the apex black; legs flavous, the underside and the tarsi (the latter obscurely ) black.

Hab. Sumbawa.

Of. this pretty and peculiarly marked species. Iwo ?-peci- mens are contained in my collection.

Statt, entomol. Zeit. 1895.

Eiiinolpidae Aulexis phüippinensis sp. n.

P'iilvous, denselj pubesceut, apex of the antennae and tlie elytra black, thorax not visibly punctured, elytra densely clothed with golden yellowish pubescence.

Length 3 liues.

Head densely clothed with yellowisii pubescence, fulvous, antennae slender, the lower t'our joints lulvous, the rest black, third and fourth Joint equal, thorax twice as broad as long, the sides with three distinet teeth, the surface clothed with long yellowish hairs, obscuring auy punctuation, elytra blackish, pubescent like the thorax, legs entirely fulvous.

Hab. Philippines.

This species does not agree with any of those diagnosed bv Lefevre inhabiting the Philippine islands, it seems closely allied to A. pnberula bat that species is described as haviug the elytra lougitudinally chanelled at the sides and with black tibiae and tarsi. In the preseut insect no eculpturing is visible on account of the long pubescence; a single specimen is contained in my coUection.

Fiomera ornik.tipennis u. sp.

Black, with whitish spots, thorax subcylindvicus, vugose with two longitudinal whitish bands, elytra coavsely punctured, the interstices convex, a spot at the base, a curved band froni the Shoulder to the middle, two spots near the suture and an annular mark at the apex, whitish, femora dentate.

Length 2^1 4 lines.

Head clothed with whitish scales occupying almost the entire surface, clypeus without scales, black, linely punctured, its anterior margin emarginate at the sides and at the middle, labrum fulvous, palpi tlavous, antennae rather slender, exten- ding nearly to the middle of the elytra, second and third joints equal, following joints slightly longer, scarcely thickened, thorax subcylindrical, without lateral margins, the sides slightly rounded and widened at the middle, the surface rugose, black, the sides with an elongate ringlike band composed of white scales, scutellum small, its apex truncate, elytra slightly widened towards the apex, the latter pointed, the entire surface strongly rugose and deeply punctured, black, the white spots composed of scales and arrauged in the following way, a trausverse spot at Ihe basal margin, followed by a roundish spot before and bv another below the middle, near

Stetf, enlomol. Zeit. 1895.

56

the öuture. au S shaped band placed on tlie Shoulder sending off a short brauch at riiiht angles below the middle and lastly a large ringshaped mark near tlie apex: uuderside aud legs likewise but rather sparingly elotlied with whit^ scales, femora rather loug. armed with a slrong tooth, claws bifid. Hab. Flores (collectiou M. Oberthur and my own.) I have received t%vo speeimens of tliis handsome species froni M. Obevthur.

S,hyparida limbatipennis ^i*. n.

Piceous. the head. antennae. thorax and leg'^ iulvous, thorax impunctate. elytra stmugly aud dosely puuctale-striate, the iüterstice.-^ costate, black, the lateral and apical margins narrowly fulvous.

Var. Elytra fulvous. a spot on the Shoulders and two or three short stripes at the sides. black.

Length 2^1 o lines.

Head broad, tinely grauulale, fulvous, clypeus more distinctly puuetured, separated from the face by a shallow transverse groove, transverseh' subquadrate, labrum fulvous, mandibles black, eyes very large, sinuate at the inner mar- gin, antennae very short (^) not extending to the middle of the elytra, fulvous, the second Joint proportionately long, but elightly shorter than the third. following joiuts more elongate, thorax twice as broad as long, of nearly equal width, the sides strougly rounded, fulvous. the surface seulptured like the ver^x of the head, scutellum fulvous, elytra scareely perceptibly depressed below the base, black, very strougly puuctate-striate, the punetures closely approadied, the inter- stices strougly costate at the sides and at the apex, those at the former place joined before the apex and abbreviated, the extreme lateral and apical margins fulvous. uuderside i»iceous, legs fulvous.

Hab. Australia. Cape York.

At tirst sight, the variety or the speeimens upou wliich I look as such, seems to represeut aoother species. but I fail to lind any other difl'ereuee than that of coloratiou; of eaeh form I possess four speeimens. those with black elytra mar- giued with fulvous, 1 have takeu for the type, in the variety, of the black colour, notliiug is leü but two or three short streaks at the sides of eaeh elytron and a small spot on the Shoulder, the species may be kuown by the eutirely impunc- tate thorax, costate lateral elytral interstices and system of coloratiou. although the latter i.- probably subject to greater

Stett. entoinol. Zeit. 1395.

57

Variation llian is shown in the material before me, ihe sculp- turing of tlie thorax cau also not always be relicd ou as iu a Single speeimeu belouging to the variety. this part is spariugly and finely puuctured, no trace of this being visible in the eight otlier speeimens.

Rhyparida coriacea sp. n.

Piceous, the antenuae and legs fulvous, head linely strigose throughout, thorax closely and more strough' punc- tured. opaque, elytra dark fulvous very deeply and closely liuuctate-striate.

Length 2^1^ 3 liues.

Head opaque, brownish-pieeous, very fiueh' lougitudinally strigose and punctured, the clypeus separated from the face by a transverse groove, subquadrate, more strongly and less closely punctured than the head, its anterior margin deeply emargiuate at the middle, eyes ver}' large, labrum aud palpi fulvous. auteunae extending beyoud the middle of the elytra, fulvous, all the joints, with the exception of the shorter second Joint, of nearly equal length, thorax twice as broad as long; of equal width, the sides evenly rounded, the angles not produeed, the surface very closely punctured at the sides, more finely and remotely at the middle of the disc, piceous, opaque, scutellum broad with a few fine punctures, elytra without basal depression, fulvous, with closely approached rows of deep punetures which get very tine near the apex, the two rows below the Shoulders are abbreviated anteriorly and posteriorly and of more irregulär shape, the interstioes at the sides are also slightly costate, underside piceous, im- punctate, legs robust, fulvous.

Hab. New Guinea.

Of this species I received two speeimens from Dr. Stau- dinger, the opaque colour of the head and thorax aud their sculpturing as well as the very deep elytral punctuation will help to distingnish the species from its uumerous allies.

Rhyparida depressa sp. u.

Black, two spots on the head, the autennae aud the legs partly fulvous, thorax flatteued, impuuctate, elytra finely puuctate-striate, black, the sides and the apex more or less flavous.

Leugth 3 lines.

Stett. entoinol. Zeit. 1S95.

58

Head impunctate iit the vertex, the latter witli (wo briülit tlavoiis spott;, clypeus separated t'rom the face^ broad, very linely punctured, its anterior edge btit slightly emar- ginate, labrum lulvoiis, palpi flavous, antennae extending beyoud the middle of the elytra, piceous, the base and apex of each Joint pale, third Joint scareely shorter than the folknving joints, thorax uearly twice as broad as long, the sides rounded, the angles in shape of a small tooth, the surface flattened, black, with some obsolete depression, not pereeptibly punctured, scutellum scareely longev than broad, impunctate, black, elytra rather flattened at the anterior half, slightly widened and more convex towards the apex. finely striate-punctate, black. the sides and apex more or less flavous, interstices flat and impunctate, underside, the apex of the femora and the tibiae and tarsi to a greater or smaller degree, black, basal portion of the femora fulvous, the anterior ones with a distinct tooth {,^).

Hab. Java, 8500 feet (Fruhstorfer).

This is a species of rather flattened shape and peculiar coloration which was obtained by Herr Fruhstorfer at a high elevation; the three specimens before me do not differ from each other in any marked degree, the ehtra are finely striate and the Striae scareely visibly punctured, this, their colour and that of the head will help to distinguish the species: in the female the anterior femora are unarmed.

Rhyparida iridipennis sp. u.

Obscure metallic greenish or aoucous, antennae fulvous, head and the sides of the thorax reddish-cupreous, the disc Temotely punctured, elytra deeply longitiidinally sulcate, the interstices convex, the sutural und lateral mari:ins more or less cupreous, legs piceous, unarmed.

Var. Above dark greeu, legs fulvous.

Length 3 lines.

Head impunctate, with a short central groove between the eye.«, the latter very large, clypeus distinctly separated from the face, wedgc-shaped, impunctate, labrum and palpi fulvous, antennae long and slender, , l'ulvous, thorax twice as broad as long, the sides rounded, the angles dentiform, the disc sparingly impressed with iine punctures, tlie sides nearly impunctate, scutellum very broad, uearly subquadrate, elytra scareely pereeptibly depressed below the base, deeply sulcate without punctures except at the sides where the sulci are abbreviated below tlie Shoulders, tlie latter prominent: under-

Stett. «rntoMiol. Zeit. 189:..

59

side blackish, more or less stained with metallic L>veea or aeueous as well as the femora, libiae and tarsi fiUvous. Hab. Borneo.

Nodostoma stigmosum n. sp.

Piceous or more or less flavou;?, liead aud thorax rugo- sely punetured, the sides of the latter subangulate, elytra with deep basal depression, flavoue, with deeply punetured piceous Striae, legs flavous, spotted with black.

Var. Elytra uearly black, the inavgins lighter.

Length 2 lines.

Head strongly rugose, flavous, more or less stained with piceous, clypeus scarcely separated from the face, its anterior edge concave, palpi flavous, antennae long and slender, fuscous, the lower joints flavous at the bai^e, third and fourth joints equal, thorax twice as broad as long, the sides angulate below the middle, the entire surface strongl}' rugose-punctate with a transverse groove near the anterior margin, the disc generally piceous, the margins testaceous; elytra pointed at the apex with a deep depression below the base, the Shoulders promi- nent, the sides with a short oblique costa, the disc deeply punctate-striate, the Striae of piceous colour, underside of the same colour or varied with flavous, legs of the latter colour, the apex of the femora, part of the tibiae and tarsi more or less piceous.

Hab. Java, Gede Mountain 6000 ft. (Fruhstorfer).

A good many specimens were obtained by Mr. Fruh- storfer at this elevation, it is a very distinct species well distinguished by the piceous Striae of the elytra, although the colouration is rather variable, specimens ocurring with partly or entirely confluent Striae; the species is further distinguished by the rugosely punetured head and thorax. I have preser- ved the name given to it by the late M. Lefevre whose untimely death prevented the description of the species by this author.

Lindinia Lefevrei sp, n.

Obscure fulvous or piceous, head aud thorax closely longitudinally strigose, elytra strongly longitudinally costate, the costae flavous, spotted with black, the interstices closely punetured.

Length I1/2 Hne.

Head fulvous, the vertex with lougitudiual ridges or strigae, the clypeus not .-eparated from the face, strongly

Stelt. enfomol. Zeit. 18C»ö.

60

rusose, eyes with a iiaii(»\v sulcut, auleauae two-thiids tlie length of ihe body, t'ulvoup, tlie terminal four or live joiuts black, slightly tliickened, second Joint shorter than the third, thorax twice as broad as long, the sides slightly rounded, narrowed towards the apex, the surface rather eonvex and subcylindrical. dark fulvous or piceous. entirely covered by longitudinal strigae. the interstices dosely and strongly punc- tiired, öcutellum somewhat raised, not louger than broad, elytra eonvex, distinctly transversely depressed below the base with about ten very strongly raieed longitudinal tostae, generally of flavous colour, the interstiees strongly punctured at the sides only, the others nearly impunetate, the costae varying in colour, fulvous at the sides, tlavous and with some black spots near the suture and at the base, below fulvous, the breast more or less black, the four posterior tibiae emarginate at the apex, claws bifid.

Hab. Philippine Islands.

The genus Lindinia was eslablished by Lefevre on some Eumolpidae from the Philippine Islands, having the appearance of a lihyparida or Nodostoma but differing in the deutate femora and the shorter second Joint of the antennae, both characters which do not seem to me to be sufficient for the establishment of a new genus, since they are variable and ofteu show iutermediate stages of development, I have never- theless retaiued Lefevres genus for the present, L. Lefecrei seems closely allied to L. cornigata Lefev. but differs entirely in the sculpturing and colour of the elytra and other details; the specimens before me have unarmed femora which does not agree with the tApical forms. Three epecimeus are contained in my collection.

Phytorus Fruhstorferi sp. n.

Testaceous, varied with black. head nearly impunetate, Hnely granulate, antennae nearly as long as the body. tiiorax strongly transverse, impunetate, black and testaceous, elytra testaceous, longitudinally sulcate, the base with a transverse depression, niore or less maiked with hiack, anterior femora with toolli.

Length 2 iiuo.^.

Of ovale .>hape aud very variable in coloralion, the head minutely granulate aud extremely finely punctured at the Vertex, the latter black, the sides flavous. clypeus distinctly separated from the face, wedge-shaped, srulptured hke the head, eyes large, strongly indented. surrounded by a narrow

Stell, enioinol. Zeit ISHö

6t

sulcus; labrum fulvous, antennae nearly extendiog to the end of the eljtra, the lower three joints fulvous, the others blaek, each Joint with the apex fulvous, third Joint distinctly shorter than the fourth, thorax rather move thau twice as broad as long, the sides distinctl}^ narrowed towards the apex, .slighll}^ rounded at the base, uearl}' straight in front, the angles acute, forniiug a small tooth, the surface with some very minute and remotely placed punctures, the disc to a greater or smaller degree black, the margins more or less flavous, scutellum not longer than broad, its apex pointed, impunetate, elytra with a shallow transverse depression below the base, sulcate- striate, the interstices slightly eonvex, more so at the sides, the eighth and ninth sulcus abbreviated anteriorly and posteriorly, the elytral depression marked with a narrow black band, more or less interrupted, the suture and the base also spotted or marked with blaek, underside and legs black, more or less marked with flavous, sometimes entirely of this colour, the anterior femora with a small tooth, the anterior margin of the thoracic episternum slightly eonvex.

Hab. Java (Fruhstorfer).

To be t^eparated from its allies by the length of the antennae and the finely granulate head and thorax as well as by the markings of the elytra.

Heteraspis borneensis sp, u.

Below obscure cupreous, above dark aeneous, antennae black, the basal joints fulvous, thorax short and transverse remotely punctured sparingly pubescent, elytra remotely punc- tate-striate near the suture, the sides irregularly punctured, pubescent iike the thorax.

Length 'S^j^ lines.

Of a dull aeneous colour, the head extremely linely punctured and pubescent, the base of the antennae and the clypeus anteriorly bright metallic aureous, labrum and palpi fulvous. antennae long and slender, extending to the middle of the elytra, black, the basal three joints fulvous, terminal joints elongate, not thickened, thorax more than twice as broad as long, rather short, the sides rounded, the angles acute, the disc rather concex, remotely impressed with strong punctures and clothed with short grey pubesccnce, scutellum broadcr than long, subpenlagonal, elytra punctured Iike the thorax, the {)unctuation arranged in rows near the suture. more dosely and irregularly at the sides, the interspaces

Stett. entomol. Zeit. 1895.

62

spariogly clothed witli short grey pubeseence: legs violaceous, underside obscure cupreons. clothed witli long pubescenee. Hab. Borneo.

Tlie Single specimen which I possess of this species is quite distinct from the majority of its oongeners, on account of the verv linely punctured head and the remote punctuation of the thorax, the width of the latter and the general dull aeueous colouv of the upper surface in connection with that of the lea:s ect.

Heteraspis celebensis sp. n.

Metallic green, clothed with long white pubescenee, basal joints of the antennae fulvous, thorax subquadiate closely rugose-punctate, elytra coarsely and closely rugosely punctu- red, the interstices tinely punctate.

Leugth 4 lines.

Head tlat. closely obliquely strigose at the sides, witii a short cupreous gioovc at the middle, the clypeus strougly punctured, its anterior margin slightly eniarginate, labrum and palpi nearly black, antennae black, the baeal Joint metallic green, the following two joints fulvous. fhird and fourth joints nearly equal, terminal joints bul slightly widened; tho- rax tiansverse, subquadrate, the sides straight, the surface with a distinct tubercle near the anterior angles, clothed with long greyish pubescenee, ver}' closely rugose-punctate at the sides, the disc closely but not rugosely punctured. scutellum obscure cupreous, elytra much broader than the ihorax. the Shoulders very prominent, the surface much more coarsely and strongly punctured than the thorax, the inter- stices also minutely punctured: underside and legs slightly less metallic than tlie upper surface, scarcely punctured.

Hab. Celebes.

The specimens contained in my collection were examined and named by Lefevie but not described to my knowledge; the species is very closely allied to the well known H. hirtus Eab. from which it seems to difler in the longer antennae and the more strongly and rugosely punctured upper surface, the general colour above is also less bright, of a darker green and the thorax is but little metallic, owing to the dense pubescenee; in one specimen the labrum is not black but cupreous.

Stett entomol. Zeit. 1896.

63

Cleorina nigrita sp. u.

Black, tlie anteiiuae, tibiae and tarsi fulvout^, thorax very deeply puoclured, tlie punctures elongate, coufluent at the sides, elvtra deepiy punctate-striate the interstices costate at the side^.

Leogtli i liue.

Head very remolely but strougly pimetured, the elypeiis uearly ^mooth, labrum fulvouB, auteuoae slender, exteodiiig: beyoud the base of the elytra, fulvous, the basal Joint piceous above. thiid and fonrth joints equaL terminal joints scareely thickeued, thorax twiee as broad as long, tlie sides stmighl, slightly narrowed anteriorly, the surface deeply impressed with oblong punctures, which at the sides are more or less contluent and the interstices convex, the anterior margin is accompaiued by a row of tine punctures, the base in front of the seutellum nearly impunctate, scutellum broader than long, elytra with a rather deep transverse depressiou below the base, strongly puuetate-striate at the sides and within the depressiou, tinely punctured near the sutuve, the Shoulders very prominent, the interstices at the sides raised into three or four strong iongitudinal costae, the tibiae and tarsi fulvous, prosternum transverse, the base with some deep punctures.

Hab. Borneo.

Allied <o C. fukipes Lefev. (Notes Leyden Mus. Vol. XII,) but diflering in the entirely black not greenish-aeneous colour, the similar coloiired l'emora and the lateral costae of the elytra: (\ fulritarsis Lefev. (Notes Leyd. Mus. Vol. IX) is anotiier closely allied species but dilfers equally in colour, in having the thorax densely punctured at the disc and in the apex of the tibiae being fulvous only.

Abirus speciosus sp. u.

BeloM- metallic bluish, above bright reddish-cuj)reous, head and thorax strongly punctured, elytra finely punctate- striate near the suture; the sides strongly transversely rugose.

Length 8 lines.

Head strongly and closely punctured, cupreous, the dypeus slightl}- separated from the face by a transverse deprcssion, antennae purplish, the terminal joints broadly tlatteued and dilated, secoud Joint ilavous; Üiorax twice as broad as long, the sides strongly deflexed, the lateral margins greatly rounded, rather strongl}^ produced at the middle, the antei-ior angles acutely produced, posterior margin nearly straight, the surface bright cupreous, the sides strongly and

Stett, entornol. Zeit. 1895.

64

closely punctured, the diso more finely so, the extreme lateral margins metallic blue, scutellum as broad as long, smooth, elytra with about six rows of line punctures at the inner diso, the sides very strongl}' transversely rugoee, the lateral margins metallic blue, rest of the surface bright aureou?; underside and lege metallic blue and more or les!< purplish.

Hab. New Guinea.

I have preserved the name given to this species by Letevre who had it for examination, it much distinguished by the bright enpreous colour of the upper surface.

Corynodes hirsutus sp. n.

Metallic green, above cupreous, linely pubeseent, antennae and legs purplish, thorax extremely closely and finely punctu- red, pubeseent, elytra more strongly but as closely punctured, finely pubeseent, the sides with an obsolete costa.

Length 4 liues.

Head wilh a deep central groove, very closely and rather finely punctured, as well as the supra-ocular grooves, clypeus transversely subquadrate, rugoseh^ punctured, man- dibles black, antennae purplish, the last five joints broadly flattened, the dilatation gradually increasing, thorax twice as broad as long, of nearly equal width, the sides straight at the base, rounded in front, the surface extremely closely and rather linely punctured, greenish - cupreous, the interstices closely covered with short greyish pubescence, scutellum broader thau long, elytra with a deep transverse basal and inlrahumeral depression, reddish- cupreous, punctured and pubeseent like the thorax, the sides and the base more strongly punctured, with a lougitudinal ridge from the Shoul- ders to the apex, the lateral margin rather broad, transversely strigose, bluish; legs purplish, claws appendiculate.

Hab. Borneo.

Tliere will he no difliculty to recognize this species on account of the general colour and the short pubescence of its Upper surface which is only possessed by another species fC. Dohrni).

Corynodes sumbawaensis sp. n.

Metalhc purplish, above obscure greenish-purplish, head and thorax coarsely and subremotely punctured, elytra without depression, closely and strongly semi-regularly punetate, claws bilid.

Length 41/2 li»es.

Stett. entomol. Zeit. 1895.

65

üf broad, oblong-ovate shape, the liead witli a deep central groove, verv coarsely and subconfluently punctured, the clypeue separated hy a deep groove, subquadrate, closely and subrugosely punctured, its anterior edge nearly straight, labrum black, antennae purpbsh, the last six joints broadly tlattened, thorax one half broader than long, the sides nearly straight, the anterior margin not produced at the middle, the surface irregularly impressed with deep punctures, the margins nearly impunctate, the interior of the punctures purplisli, the ground colour greenish, elytra with an extremely obsolete depression below the base, rather less strongly punctured than the thorax except at the base, the punctures arranged in irregulär closely approached rows, the interstices finely aciculate, the sides more deeply and irregularly punctured; underside and legs purplish, linely and closely punctured.

Hab. Sumbawa.

Corynodes Lefevrei sp. n.

Bright metallic green, antennae purplish, thorax long, sparingly punctured, elytra depressed below the base, closely punctate-striate, claws appendiculate.

Length li/o lines.

Head rather closely punctured, the clypeus separated tVom the face by a deep groove, wedge-shaped, closely punctured, labrum metallic green, antennae extending below the middle of the elytra, purplish-blue, the terminal tive joints l»roadly dilated. thorax scarcely one half broader than long, Ihe sides very strongly deflexed anteriorly, the lateral margin straight at the base, slightly i-ounded in front, the anterior angles strongly produced; the anterior margin produced at tlie middle, the.surface sparingly and rather finel}' punctured, the |)unctures irregularly distributed, the sides entirely im- ])unctate. scutellum ]turi)li.--h, oblong, with a central ridge, elytra parallel: transversely depressed below the base with closely approached rows of tine punctures, distinct to the apex, the sides plightly tuberculate below the Shoulders, inter- mediate femora with a distinct tooth, the tibiae dilated at the apex, clotlied with thick fulvous pubescence, prosternun» broader than long, longitudinally strigose and punctured.

Hab. Java.

The thorax in this species is longer than in any of the Eastern forms wilh which I am acquainted, this character, the ßparing piinctuation and the tine and closely approached rows nj punctures ofthe elytra will help to distinguish the species.

Siett. cntomol. Zeit. 1890. 5

66

Corynodes multicostatus s.}». n.

Below metallic blue, above aureous or brassy. thorax transverse, coarsely punctured, elylra subquadrale, closely and ßtronglj" punctate-striate, the interstices longitudinally costate throughout.

Var. Entirel}^ violaceous blue.

Leugth 31/2 lines.

Of broadly subquadrate sliape, the head strongly but not closely punctured, the clypeus separaled b}' a deep traus- verse groove, blue or greeu, closely punctured, antcuuae scarcely extending beyond the base of the thorax, purplish, the terminal tive joints broadly flattened; thorax twice as broad as long, short, the sides evenly rounded, the anterior rnargiü not produced at the middle, the surface moderately convex with a narrow anterior deep groove accoinpanying the anterior margin, the diso coarsel}', irregularly and rather closely punctured, the extreme sides nearly impunctate, scutellum slightly longer than broad, elytra strongly convex, with a shallow trausverse depression at the sides below the Shoulders, witli about eighteen or twenty rows of deep, closely approached punctured, all the interstices longitudinally costate, the last ones moi'e strongl}' raised than the others: undorside and legs entirely violaceous blue, claws appendiculate.

Hab. Borneo.

I know of no other species with which to coniparc the present oue, the short snbquadrate shape, the equally short antennae and the numerous elytra costae will help in its recoguitiou, the male does not seem to differ exccpt iu the slightly less strongly raised costae of the elytra; there are four specimens conlaiued in my collectiou of which three reprcseut the briglit metallic aureous form und tiic »»liier the dark blue variety.

Corynodes rug^ipennis sp. u.

Metallic green, antennae purplish, head strongl}' and closely, thorax more iiuely punctured, elytra closely rugose- punetate and sparingly pubescent, subopaque.

Length 5 lines.

Of parallel and moderately convex shape, brighl green, the head strongly and moderately closely pimctured, clypeus transversc, very closely punctured, labrum metallic green, anteimae not extending to the middle of the ehtra, the terminal five joints broadly ilatteued, purplish, thorax twice as broad as long, snbquadrate, the sides slightly rounded

Stett. entumol. Zeit lä9S.

67

before tlie middle. nanowly marginale as well as tlie anterior and basal margin, tlie surface irregularly and subremolely punetured, the margins with a row of vStronger punctures, scutellum ratlier longer than broad, elytra elongate, much broader than the thorax, very strongly and closely rugose punctate, the interstiees wrinkled and ^paringl) clothed with greyish hairs towards the apex, the sides with a narrow biit strongly vaised costa not extending to the base nor apex.

Hab. Siam.

Of this species, much distiuguished by the eiitirely rugose surface of the elytra five specimens are contained in my collection.

Chrysochus siamensis sp. n.

Metallic green, the ba8e of the head purplish, thorax coarsely punetured, with a round purplish spot on the disc, elytra strongly und closely punctate-striate, the suture poste- riorly, the lateral margins and a broad transverse band before the middle, purplish.

Length 'S^l.^ Jij^ lines.

Head strongly and closely punetured, the upper half purplish, the lower one metallic bright green, the middle with a longitudinal short groove, cly])eus not separated from the face, more coarsely punetured, labrum fulvous, antenuae black, the lower four joints fulvous, the basal Joint metallic gi*een above, tliird Joint longer than the fourth, terminal joints slightly widened, not extending to the middle of the eh'tra. thorax twice as broad as long, of equal width, the sides slightly lounded at the middle, straight at the base, the disc convex, very strongly and rather closely punetured, metallic green or brassy.^ the middle with a large purplish patch, scutellum purplish, elytra very closely and rather strongly punctate-striate, the punctures stronger at the sides below the base, the suture from the middle to the apex with a narrow posteriorly gradually widened purplish band, the lateral margin broadly of the same colour and a similar band placed transversely oblique before the middle and widened towards the sides: the breast and legs metallic green, Ihc base of the femora and the ubdomen purplish, claws bitid, anterior margin of the thoracic episternum convex.

Hab. Siam.

Two specimens of this very handsome species are contained in my collection, in one the elytra are of a more cupreous tint.

Sietf. eutomol. Zeit. 1895. 5*

68

Chrysomelidae. Stethomela Balyi i^^p. n.

Reddish-fulvous, antennae (the basal Joints excepted) black, thorax strongly aud remotelj piinctured, elytra metallic greeu or cupreous, strongly punctate-striale, the interstices (inely punctured, tibiae and tarsi metallic green.

Leogth 4 lines.

Head impunctate, fulvous, clypeus very short bonnded above by a transvevse deep depression, antennae extending to the base of the elytra, black, the basal two or three joints fulvous, terminal joints tlattened, louger tliau broad, thorax three times broader than long, the sides rounded at the middle, the anterior margin deeply concave, the surface rather convex, very sparingly punctured on the disc, the sides more closely punctate, scutelium fulvous, triangulär, elytra subquadrate, metallic green, strongly punctate-striate, the interior of the punctures purplish, the rows sometimes with extra punctures or the latter displaced, the interstices finely and sparingly punctured, underside aud femora fulvous, the tibiae and tarsi metallic green, the posterior tibiae strongly curved, claws appendiculate, the inner division pointed, proster- uum emarginate at the base, the apex scarcely produced, anterior coxal cavities open.

Hab. Australia, Cooktown.

Closely alhed to S. julmcollis Jac. likewise from Australia but smaller, of brighter metallic green colour and the elytra with single not double rows of punctures as well as the interstices linel}' ])unctured, there is also a round small fovea visible at the lateral margin below the Shoulders. 1 have seen three specimens of this species.

Stethomela viridissinia sp. n.

Metallic bluish-black below, above bright metallic green,- the clypeus, basal joints of the antennae and the legs fulvous, thorax strongly punctured uear the base only, elytra regularly punctate-striate, the base with two or three foveae below the Shoulders.

Length 3 lincb.

Head impunctate, witli a deep triangulär fovea, the clypeus in shape of a narrow transverse ndge, fulvous, labrum fulvous, terminal Joint of the paipi transverse, truncate, antennae black, the Iower three joints iulvous, terminal joints scarcely widened, elongate, thorax three times broader thaa

Sfett. eatomol. Zeit. 1895.

69

loim. the sides rouiided betöre the middle, sliglith' uarrowed at the base, tlie surfaee neurly impunctate anteriorly, the base with some deep punetures inegularly distributed, the anterior anulefi- fulvous within, elytra very regularly and rather strongly punctate-striate, the Shoulders prominent and tbllowed at the sides by several deep foveae, placed trans- versely, the interstices very minutely punctured, legs fulvous, the l'our anterior tibiae strongly eurved, claws appendieulate, prosternum emarginate at the base, longitudinally sulcate.

Hab. Queensland.

To be distinguished IVom olher allied species by the Julvous elypeus, the punctures at the base only of the thorax, the ^hort autennae and the general bright metallic green coloration of the upper surfaee; in both the specimens before me, the anterior angles of the thorax are fulvous at the inner side.

Stethomela olivacea sp. n.

Fulvous, anteunae (the basal joints excepted) black, thorax strongly punctured at the sides, the disc sparingly punctured. elytra olivaceous-green, very deeply punctate- striate. the lateral margins purplish.

Length S^jo lines.

Head with a i'ew punctures at the lower portion, the elypeus separated from the face by a transverse groove, antennae extending nearly to the middle of the el^'tra, black, the lower two joints fulvous, terminal joints elongate. thorax niore than twice as broad as long, the sides nearly straight, the anterior margin deeply concave, the disc sparingly and rather tiuely, the sides strongly and rather dosely punctured, fulvous, el3'tra metallic green, of an olivaeeous tint, the mar- gins more or less distinctly purplish, the Striae very deep aud regularly punctured, the interstices minutely punctate, the Shoulders moderately prominent, bounded by a transverse depression below, the punctures within this depressioii larger than the others; underside and legs fulvous, prosternum emaiginate at the base, th.e apex truncate and perpendicularly produced.

Hab. Queensland.

Allied to S. Bahji but the sculpturing of the thorax and that of the elytra quite ditferont as well as the colour of the latter.

Stett. enloiiiol. Zeil. 1S95.

70

Chalcomela fulvipes sp. u.

Metallic green. the labrum, antennae and legs IuIvoun, thorax linely and closely punctured, elytra strongly and regu- larly punctate-striate, the sides strongl}^ lobed at the base, elaws simple.

Length S^j^ lioes.

Head impunetate, clypeus not separated from tlie face, the Space above the insertion of the antennae in shape of a strongl}^ raised short ridge, labrum, maudibles and palpi ful- vous, terminal joiut of the latter nearly as long as the prece- ding one, antennae extending to the base of the elytra only, fulvous, all the joints ^^hort, the iifth and following ones tvansversel}" widened, thorax three times broader than long, slightly widened at the middle, Ihe sides nearly straight, the surface closely and linely punctured, with a row of deep punctures on the basal margin, scutellum triangulär, elytra with a strongly produced lateral lobe, ver}' regularly punctate- striate, the punctures closely placed, nearly obsolete at the apex, Shoulders not very acute, bounded by a deep depressiou witliin, the last two rows with some deeper punctures below the Shoulders, legs fulvous, prosteruum narrow, not raised, longitudinally chanelled, claws simple.

Hab. Queensland.

Distinct from any of ils allies by the colour of the antennae and legs.

Halticidae

Simaethea dimidiata sp. u.

Elongate, broad, robust, black, head, antennae and tho- rax bright fulvous, thorax strongly and remotely punctured, elytra deeply punctate-striate, the anterior half fulvous, the posterior one, black.

Length 4'|o lines.

Head impunetate, fulvous, frontal elevations strongly raised, clypeus narrowly transverse, palpi incrassate at the penultimate Joint, tlavous, antennae not extending to the middle of the elytra, flavous, third and fourth joints equal, terminal joints slightly shorter aud thicker, thorax twice as broad as long, subquadrate, the sides rounded in front, straight at the base, the surface rather convex, coarsely and remotely punctured, fulvous, scutellum black, elytra transversely depressed below the base, coarsely punctate-striate, the third interstice with some extra punctures, the anterior half fulvous, the

Stett. entomol. Zeit. 1895.

71

other blaek, undevside and the posterior legs black, the anterior ones fulvous below.

Hab. Java (Fruhstorfer).

Nearly allied to S. Laportei Baly bat of dilTerent colo- ration and the elytral punctuatiou deep and large instead of fine as in that !^peeies. A Single Jrpecimen was obtained by Herr Fruhstorfer,

fialerucidae.

Malaxia maculicollis sp. n.

Black, linely pubescent, the basal joints of the antennae more or less testaceous, thorax flavous with a black spot, linely rugose, elytra bright green, very finely rngose; legs flavous.

Length 2— 2i|. lines.

Head broad, rugose at the vertex, the latter black as well as the labrum, clypeus flavous, antennae as long as the body, black, the third Joint shorter than the fourth, the latter and the intermediate joints very elongate, terminal joints shorler, the basal two joints testaceous below, thorax twice as broad as long, the sides narrowed at the base, anterior angles entirely obsolete and rounded, the surface transversely rugose and sculptured like the head, flavous with a rounded black spot at the middle of tlie disc and another at the sides below, scutellum black, elytra parallel and narrow, bright metallic green, finely rugose and transversely wrinkled, the extreme lateral margin purplish; underside black, legs flavous.

Hab. New. Guinea.

This is a rather smaller species and of more slender shape Ihau most of its congeners, and priucipally distinguished by the tlavous thorax, spotted with black on the disc and at the flanks below.

Anthipha (Dercetis Clark) quadrimaculata sp. n.

Flavous, the head black, thorax very sparingly punctured, elytra distinctly semipunctate-striate, a transverse band at the base and a smaller rounded spot below the middle, black, breast more or less fulvous, the sides black.

Length 21/2 '^ lines,

Head impunctate, the vertex black, frontal tuber«-les oblic|uely transverse, carina widened in front, labrum flavous, the third Joint one half longer than the second in tlie male, twice as long in the female and half tlie length of the fourth

Stelt. e.ntomol. Zeit. 1895.

72

Joint: thorax more thaa twice as broad as long, the sides neavly straight, the anterior angles slightly oblique, anterior margin nearly straight, posterior one roiinded, the surface sotnewhat eonvex, flavous, with a few tine punctures near the anterior angles and at the disc, ^cutelkan tlavous, elytra •with a slight depression near the suture, rather elosely and diptinctly piinctiired in regulär rows which become more obsolete near the apex, the base to the extend of one third is occupied by a transverse black band interrupted by the sutinal margin and slightly narrowed near that place.^ a rounded spot is also placed below the middle, both these markiugs are sHghtly edged with fulvous, the underside and legs are flavous, the breast reddish fulvous more or less black at the sides.

Hab. Java (^coUected by Mr. Fruhstorfer).

Allied to A. iplagiata Alld. bul differing in the eolour of the head and of the breast and in the more regulär punctuatiou of the ely(ra, in some specimens the posterior elytral spot is nearlv obsolete or of a dark fulvous eolour as well as the sutural margin.

Anthipha nigra Allard,

The type of this species is of au eutirely black eolour <^the autenuae excepted) and a variety described by M. Allard has the apical third portion of the elj'tra rufous, I possess however eight specimens from Borueo in which only the base of the elytra is black, the rest being rufous, as I canuol distinguish Ihese specimens in any other way from the typical form I must look upon them as another variety, similar in coloration to so many other species belonging to diftereut genera iuhabiting the Malayan Islands. The species is also found at Perak and Öingapoor. A very closely allied (if not identical) species i.s A. abdominal h Jac. in which however the cntire abdomeu is fulvous as well as the apex of the elytra, but it is quite possible that A. nigra is but a black variety of that species.

Anthipha marginicoUis sp. n.

Fulvous, Ihe inlermediale joiuts of the anteunae and the tibiae and tarsi black. thorax nearly iminiuctate, margined with black, elytra cou^ ex. metallic dark greeu, lincly and closely puüt'tured.

Leugth 3 lines.

SteU. eutomoL Zeit. lad:.

73

Head lulvou», the frontal tubeicles aud tlie clypeus slrouül.v raised, the latter triaugiilar, aüteuuae extcnding beyond tlie niiddle of the elytra, black, the tirst aud third Joint and the apical two joints fiilvous, third Joint nearly as long as the lirst but sligj)tly shorter than the fourth, thorax more thau twice as broad as long, rather convex, the sides nearly straigiit, the anterior angles oblique, the diso not perceptibly puuetured, fulvous, all the margins navrowly black, scutelluin lulvou.-, elytra convex, not depressed below the base, broader thau the thorax. very fiuely aud closely punctured, dark metallif green; uuderside testaceoiis, legs fulvous, the tibiae and tarsi black, the metatarsus of the posterior legs longer thau tlie following joints together.

Hab. Borneo.

Principally distiugnished by the colonr of the untennae and thorax.

Anthipha Fruhstorferi ^p. u.

Testaceous, the anteuuae (the basal joints excepledj and the tibiae and tarsi black, thorax impunctate, elytra distinctlj puuetured in closely approached senii-regular lines.

Length 2'j2 lines.

Head impunctate. the frontal elevations distinct, anteunae long and sleuder, black, the basal Joint (and sometimes the followiug two joints) fulvous, the second and third Joint short, equal in the male, the third slightly longer in the feinale, the fourth Joint very long, thorax more than twice as broad as long, the sides very slightly rounded at the middle, the angles promiueut, the surface smooth aud shining, impunctate willi the exceptiou of a few tine jtunctures anteriorly uear the angles, elytra with an obsolete depressiou uear the suture below the base, distinctly punctured in rows, tibiae and tarsi black: male organ long and slendcr, curved upwards, the poiut divided.

Hab. Java (Fruhstorfor).

Closely allied to A. Javana Jac. but the thorax without any depressiou, the elytra more strongly punctured with a basal deprepsion aud the uuderside entirely testaceous. Three sjiecimens are contained in my collection.

Anthipha subrugosa sp. n.

Testaceous, the anteuuae. tibiae aud tarsi bla(;k, thorax impunctate, shining, elytra very strongly and deeply punctured

Siett. entoiiiol. Zeit. 1S95.

74

in closfly approached rows. testaceou?, the extreme »nar- siri"^ blaek.

Length 21/2 lines.

Head impunctate, the frontal tubercles oblique, antennae tili» aud slender, black, the third Joint twiee as long as the sei'ond biit one half shorter tlian the fourth Joint, thorax Iwice as broad as long, the sides straight, the anterior augles obliquely thickened, the surface with a few minute pimctures at the sides, testaeeoiis, shining, eljtra not depressed below tl»e base, coarsel}' and elosely punetured in semi-regular rows, the Spaces between the punetures not larger than the pune- tures themselves, with sonne traces of longitudinal smooth lioes, all the margins very narrowly black, underside testaceous, the breast also margined with black, tibiae and tarsi of the latter colour.

Hab. Borneo.

This Anthipha may be known from other almost sinnilarly coloured species by the strong and almost rugose punctuation of the elytra, the specialen in my collection is probably a female.

Aenidea longicornis sp. n.

Metallic green, the antennae (the apical Joint excepted} and legs fulvous, thorax bifoveolate, minutel}- granulate and very linely punetured, elytra more strongly and elosely pune- tured in semiregular rows.

,j. The head with a deep excavation below the antennae.

Length 2i'2 lines.

Of narrow and elongate shape, metallic green, impunctate at th(! Vertex, the entire low er portion occupied by a deep excavation in the male, the interior of which is furui^hed with some stiff bristles, eyes large and prominent, »-lypeus and labrum black, antennae extending to the end of the elytra, fulvous. the last Joint fuscous, the second Joint extremely small, moniliform, third Joint Ihe longest, siender, fourth and following joints thicker aud shorter: thorax scarcely twice as broad as long, subquadrate. the disc very deeply bifoveolate, minutely gi-anulate and very linely and sparingly punetured, seutelhim broad, trigonate, elytra with a shallow depression below the base, very elosely and rather strongly punetured with some obsolete longitudinal Striae at the sides, tlic punctuation at the apex tiuer and more remote. under- side metallic ureen: impunctate. legs siender. fulvous, tibiae

St«tt. «DKiinol. Zti!. IfeSS.

75

unarmed, the tiist Joint of the posterior tarsi longer than the following joints together, anterior cotyloid eavities closed.

Hab. Madura.

Allied to A. metallica Jac. from Borueo, but the head entirely metallie green, tlie apical Joint of the antenuae blaok, the thorax without punctures and tlie metatarsus of the posterior legs much longer, the general size of the insect also smaller; the female has a simple head and the third and fourth joints of the antennae are of eqnal length.

Sermyloides philippinensis sp. u.

Oblong-ovate, convex, fulvoiis, the antennae and the four anterior legs llavous, underside and posterior legs black, tliorax impunctate, elytra rather strongly punctnred.

Length 31/2 lines.

Head impunctate, the frontal tubercles narrowly trans- verse, antennae flavous, the second Joint extremely small, moniliform, the third shorter than the fourth, like the following Joints tlattened and of somewhat eiougate triangulär shape, thorax narrowi}- transverse, the sides narrowed in front, the anterior margin concave, the posterior one parallel, the anterior angles oblique, the surfaee impunctate, fulvous, scutellum broadly triangulär, fulvous, elytra convex, rather dosely and strongly punctured; underside and the posterior legs black, their tarsi fulvous, the four anterior legs flavous.

Hab. Philippines.

The shape and struetural characters of this species agrees with tlie typical form S. hasalis Jac. from Sumatra which is itself extremely variable in eoloration, but the shape of the antennae in the present species of which I possess a Single apparently female specimen differs from those of the same sex in S. basalis in which the joints are not flattened and widened and much less robust, moreover I have not Seen amongst the many specimens from Sumatra I had before me, one, coloured like the present insect in regard to the legs.

Buphonida philippinensis sp. n.

Pale fuscous, closely pubescent, the intermediale joints of the antennae black, head linely punctured, thorax short, transversely sulcate, pubescent, elytra linely rugose-punctate, closely pubescent.

Length 'S^j^ lines.

Stett. entomol. Zeit. 1895.

76

Kariowly eloogate, pale teslaeeous or fuscous. tlie liead clos-ely punc'tiired, broad. tlie IVoutal elevatioüt^ transverse, clypeus nanow, triangulär, sliining, autenuae lather long, filiform, the lower and the terminal three joints more or less testaceous, tlie others black, tbird Joint sliorter tban tbe fourtb, thorax sliort. transverse, tbe sides straigbt, sliobtly subangulate before tbe middle. tbe anterior angles dentiform, the posterior ones oblique, surface transverseh" but ratber .sballowv sulcate, finelv punctured, tbe punctuation nearly obseured bv tbe close greyisb pubescence. elytra elongate, tbe apieal augles acute, tbe sides vvitb a iongitudinal sballow sulcus, tbe surface sculptured and pubescent like tlie tborax, epipleurae indi^tinct below tbe middle, tibiae unarmed, tbe fir?t Joint of tbe posterior tarsi longer tbaii tbe foUowing joints, claws bitid. anterior eoxal cavilies closed.

Hab. Pbilippine Islands.

Candezea discoidalis i>j). n.

Obloiig-ovate, coiivex. fiiivou>. tbe intermediate joints of the antennae and tbe legs black, bead and tborax rufous, impunctate, elytra minutely punctured, black, tbe disc with a trausver,-e pale yellow band or spot, the apex fulvous.

Mas. Elytra with a basal fovea, the last abdominal Segment trilobate, the intermediate lobe concave.

Length 2 lines.

Head impunctate, rufous, the eyes very large, occupying the entire side of tbe head. IVoutal tubercles distinct. poiuted. palpi Idack, antennae slender, the tlrst Joint very long and .elender, the second one short, the third twice as long, the fourtb double the length of the preceding one, the lower three or four joints more or less fulvous (sometimes nearly black) the three apieal Joints flavous. terminal Joint more or less black: thorax subquadratc, scarcely hmger than broad, the margins straigbt. the surface cxtremely minutely and closely punctured, reddish fulvous; elytra broader than the thorax strougly convex aud wideued posteriorly. slightly more strongly punctured than the thorax aud nearly as closely so, black, the anterior portion occupied by an ovate pale llavous |)ntch of variable size not extending to the niargin-. the apex more or less rufous. epipleurae narrow but continued below the middle. legs black. posterior lirst Joint of the tarsi exlre- melv Ions.

* Hab. Perack.

Sictl. euioinoi. Zeit. lyib.

77

Cerophysa (l) facialis n. sp.

Fulvous, the apex of tlie elytra and the abdomen black, antennae tlavous, thorax trausverse, impuuctate, transversely sulcate, elytra finely and closely pnnctured.

Mas. The loM-er portiou of the face deeply exeavated, furnished witli bristles, palpi greatly dilated, the fourth Joint of the antennae aagularly emarginate.

Length 31/2 lines.

Elongate and parallel, reddish-fulvous, the head impuuctate the frontal tuberi-les trigonate, distinctly raised, flavou;^, the eatire lower portiou of the face deeply exeavated, the mav- gins of the cxcavation furnished vvith long curved bristles, the top provided with two hornlike projections, palpi flavous, the terminal Joint enormously dilated, truncate at its apex with a very short appendage inserted at the top, antennae flavous, extending beyond the middle of the elytra, the firsl. Joint long and slender, the second extremely short, the third longer than the fourth, the latter deeply and angularly emarginate, the apex projected into a point, the following joints nearly equal; thorax twice as broad as long, the sides widened and strongly rounded anteriorly, the angles not })roduced, the surface with a rather shallow- transversa depression, not extendig quite to the sides, impuuctate , fcfutellum broad, its apex somewhat truncate, elytra very tinely and closely punctured, fulvous, the apex black, their epipleurae very broad at the base, extending nearly to tiie apex, tibiae unarmed, the first Joint of the posterior tarsi as long as the following joints together, claws appendioulale, the anterior cotyloid cavities open.

Hab. New Guinea.

It is probable thal this curious species of which 1 posess two male specimens forms the representative of a new genus, allhough I have at present placed it in Cerophysa with which it agrees in most structural characters except in that of the antennae, which in the male insect of Cerophysa have some strongly dilated joints. The present species bears a great resemblance to Platyxantha paUipes Fab. from which it only differs in the structure of the antennae and in the open anterior coxal cavities.

Cerophysa borneensis u. sp.

Metallic bhie, apical joints of the antennae flavous, head and thorax metallic green, the latter bifoveolate, elytra dark blue, closely and strongly punctured.

Stett. entomol. Zeit. 1895 .

78

,^. Anteunae \viih ihe Ihiid Joint strongly wideued and thickened. its surtace deej)ly t-oneave. the toiiitli Joint Irans- verse, hollowed out.

9.. Antennae simple, the apical two joints tlavous, thorax remotely punctured.

Leugth 2 3 lines.

(^. Head metallic green, tlie vertex convex, longitudinally grooved: impimctate, eyes very large, frontal tiibercles absent, clypeus narrowly transverse, palpi thickened, antennae black, pubescent, the apical Joint flavous, tirst Joint rather long, second very short, moniliform, third mach widened, deeplj sulcate above, fourtli tninsversely placed, spade-shaped, the iollowina joints nearly equal, the seventh slightly curved, thorax one half broader than long, the sides subangulate at the middle, the diso deeply transversely sulcate, metallic green, impimctate, scutellum broad, metallic blue, elytra elongate, wider at tlie base than the thorax, dark biiie, closely rugose- punctale, the punctures somewlmt arranged in rows, the inter- stices slightly wrinkled, underside metallic blue or green, legs nearly black: tibiae unarmed, üvM Joint of the posterior tarsi as long as the following three joints together, anterior cavities open.

Hab. Kina Bahi, Borneo.

This species diflers tVom C. nodicnrnis Wied. in iuiving the third and fourtii joints of the antennae difformed instead of the sixtli and seventh Joint, the thorax in the female is remotely but dislincily punctured, the elytra are closely and deeply punctured without being exactly rugose and the two apical joints of the antennae are ilavons instead of the ter- minal one.

Platyxantha rufomarginata n. sp.

Rufous, the antennae, tibiae and larsi black, thorax impunctate, bifoveolate, elytra exiremely linely punctured, black, the extreme lateral margin and the apex obscure ful- vous or rufous.

Length 3 lines.

Head rufous, impunctate, frontal tuberdes transverse, palpi moderately robust, antennae extending to the middle of the elytra, black, the basal two joints rufous, the third and following joints nearly equal, rather short and stout, the terminal joints a little more elongate and thickened, thorax about one half broader than long, the sides straight at the base. subangulately rounded before the middle, the surface,

Stett. entomol. Zeit. 1895.

79

detlexod neur the anterior aagles. thf latler obtu.'-e. Ihe disc with two foveae. impunctate, vufous, scutellum rufous. elytra witli a distinct depres.sion below the base, the latler raised, the surfaee verv miuutely puiietured, a httle more ^trongly !^o withiu tlie depressiou, black, the sides narrowly and the apex more broadly, obscure rufous, underside aud pjgidium of the latter colour, tibiae and tarsi black, the first joini of the posterior tar?i as long as the tollowing three joints.

Hab. Java.

AUhough I pot*8ehs three speeimens of thi» species, tliey seem uufortunately all to be females, the males may probably varv much in regard to the structure of the head and the antennae, these latter in the specimeus before me have comparatively short and thickish joints; the species can therefore not be mistakeii for a variety of Mefelhis fulvicollis which has long slender and fulvous antennae, Platyxantha nigripennis Jac. is another allied species but has slender antennae of fulvous colour as well as the legs and entirely black elytra.

Yulenia bicolor n. sp.

Black, antennae fulvous, thorax (ransverse, impunctate black, elytra reddish-fulvous, very iiuely punctured in irregulär rows. breast more or less fulvous, claws bilid,

Length 3^ ., lines.

Hcad black, convex at the Vertex, impunctate, eyes prominent and round, frontal elevations strongly raised, sub- quadrate, nearly contiguous, dypeus strongly raised inlo a triangulär ridge, labruiu fulvous. mandibles robust, black and red. palpi fulvous, tliickened, antennae nearly extending to the apex of the elytra in the male.^ fulvous, the terminal joints rather darker, the basal Joint very long, curved and thickened, the second, one third the length of the first, the third Joint nearly as long as the latter one, longer than the fourth, terminal joints much thinner and slenderer, thorax twice as broad as long, the sides strongly widened and rounded at the middle, the anterior angies slighlly prominent, the anterior and posterior margins straight, the surfaee rather convex, black, with a small round fovea at each side, impunctate, scutellum black, broad, elytra rather convex, parallel, reddish- fulvous, finely punctured in irregulär not very closcly approached rows, underside and legs black, the breast fulvous, the anterior tarsi in the male broad, tibiae unarmed, claws biiid, anterior coxal cavities closed.

Hab. Perak.

Stett. entomol. Zeit. l->95.

80

This is the third species of this genus known to me, agreeing with the others in all structural details, the most important of whicli ave the biiid claws, the long antennae and the transveipe thorax; three specimens ave contained in my eollection,

Coeligethes unicolor n. sp.

Eiongate, eonvex, eotireh" tebtaceous, the apii-al joiuts of llie antennae piceous, thorax impunetate, elytra distiuctly and irreoularly punctured.

Length 4 6 iines.

(^. Entirel}^ flavous, the head impunetate, with a fovea between the eyes, the latter very large, the space dividing them, smaller than their diameler, clypeus triangulär, strongi}' raised, palpi thickened, antennae very long and slender, Havous, the apical three joints black, the second Joint small, third Joint more than twice the length of the preceding one, fourth Joint one lialf longer than the third, all the ibllowing joints ver}' eiongate and slender, i)ubescent, thorax short, parallel, more than twice as broad as long, the sides slightly rounded, the angles obtuse, the .surface impunetate, elytra linely and rather closely punctured witli some larger punc- hires intermixed, the interstices smooth and shining, their epipleurae extending below the middle, tibiae unarmed, the first Joint of the posterior tarsi longer than the following joints together, claws appendiculate, anterior coxal cavities closed; the last segment of the abdomen trilobate, the median lobe longitudinally sulcate.

Hab. Java, (Fruhstorfer).

There are now three species of this genus (deseribed by me in the Leyden Museum Notes 1884) known to me; one of them is C. robustus Allard Cplaced erroneously in Steno- plalys); the present species is of very eiongate and almost ugly shape, the female being of much larger and more robust size.

Stett. enioniül Zeit. 1895.

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üüsselkäfer ans dem Malayischen Archipel

von J. Faust.

Dermatodina nov. gen. ■~ mtiosa.

^ Sphaeropterus elegans Guer.

* suaüis.

■"' turbidus.

'"' Gnerini.

■" batjanensis.

" subtilis.

'" Kükenthali.

'" migrans.

^' altirostris.

";• granifer.

■" Episomus celebensis.

ßmbriatus Pasc.

nobilis.

,, Kraatzi. ■" Rhinoscapha insignis Guer. ^ neglecta.

^ Heydeni.

* lunnlata Vollnh. '" Pachyrhynchus Waterhousi.

* Spenomorpha fasciata.

"^ Aleides albocinctus Blanch.

^^ Aleides proßuens Pasc. * Mechistocerns sollicitus. '■^ Cyamobolus tricinetus

Omotemnus nigrocrinitus. ■" vicarius.

cinctus.

^' Protoeerius praetor. '■' Diathetes Kükenthali. Prodioetes genieulatus Chvrl.

singhalensis.

oetopustulatus.

lineanigra Chvrl.

borneanus.

quinquepustulatus.

Fruhstorferi. ^^ Kirschi.

Dehaani Gyll.

torridus Pasc.

geminus.

fallax.

gemellus.

carinensis.

tnterjectus.

Die mit einem * bezeichneten Arten sind ein Theil der mir vom Senckenberg'schen Museum zur Bestimmung vor- gelegten und von Prof. Dr. Kükenthal gesammelten Rüsselkäfer.

Dermatodina nov. gen. Cneorhininornm.

Corbulae tibiarum posticarum anguste cavernosae. Seg- mentum seeundum abdominale tertio parum longius, primum postice truncatum. Processus intercoxalis quam coxis posticis aequilatus apice obtuse rotundatus. Metasternum diametro coxarum intermediarum aequilongum, Articulus tertius tarsorum dilatatus bilobatus; unguiculi basi connati; tibiae apice intus mucronatae, quatuor anticae antice parum arcuatae. Elytra

Btett entomol. Zeit. 189S. 0

82

basi haud latiora, decemstriata, humeris nullis. Prothorax basi vix bisinuatus, apice triincatus. Scutellum nullum. Rostrum subquadraugulatum, basi traasversim canaliculatiim. Oculi vix prominuli. Scrobes lineares postice uouuihil arcuati suboculos flexi, Scapus antennarum medium oculi attingens funiculo brevior.

Von Gyponychus Pasc, durch die den Augenuuterrand tangirende Fühlerfurche und die erhaben umrandete, dreieckig eingedrückte, nicht ausgeschnittene Rüsselspitze, von Ectatops Seh. durch kürzeren Fühlerschaft, von beiden durch die beiderseits leicht geschweifte Thoraxbasis verschieden. In der Körperform gleicht Vermatodina der Gattung Proictes Seh.

Dermatodina vitiosa, Oblongo-ovata, convexa, dense obscure ciuereo-vel vinaceo-squamosa, albo-viridi-maculata, supra setis crassis erectis obsita; fronte canaliculata; rostro latitudine paulo longiore, antice carinulato; prothorace qua- drato lateribus rotundato, basi vix bisinuato, obsolete punctato- granulato; eljtris ellipticis convexis, apice acute rotundatis, punctato-striatis, interstitiis paulo convexis, dorsalibus uni- seriatim remoteque setosis, singulo ante apicem vitta fascia obliqua albo-viridi, intus abbreviata decoratis. Lg. 3 4.8, lat. 1.4—2 mm.

Java. (Dr. Kükenthal.) Auch von Fruhstorfer gefangen.

Bei vier mir vorliegenden, nicht gut conservirten Stücken ist die Beschuppung der Unterseite und der Beine heller als die der Oberseite. Aehnlich wie bei Vermatodes stibfasciatus Gyll. sind die Decken gegen die Spitze heller und hinter der Mitte liegt auf jeder Decke eine helle Schrägbinde, die innen bis zum vierten Streifen und nach außen breiter werdend bis zum Außenrande reicht. Auf dem Thorax scheinen zwei helle Längsbinden ein dunkles Mittelfeld einzuschließen.

Fühlerschaft an der Spitze verdickt, Geißelglieder 1 und 2 gleich laug und so lang als breit, die übrigen quer, die Keule kurz oval. Thorax dicht vor der Mitte am breitesten und hier gerundet erweiteii, Vorderraud und Basis gleich breit, die Seiten zu letzterer hin sehr flach geschweift; oben körnig punktirt, jeder Punkt (auch auf Kopf und Rüssel) mit einer kurzen keulenförmigen Borste. Decken in der Mille am breitesten und doppelt so breit als der Thorax, der Länge und Breite nach gewölbt, hinten fast senkrecht abfallend; die Punkte in den feinen Streifen nicht dicht, etwas länglich, stellenweise undeutlich. Beine abstehend beborstet, Schenkel ziemlich schlank, die hintersten den Apex kaum erreichend. Stett. entomol. Zeit. 189S.

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Sphaeropterus elegans Guer. Von Dr. Kükenthal bei Oba auf Halmaheira gefunden. Eine in der Länge zwischen 3.5 und 7.5 Millimeter schwankende Art.

Die Thoraxsculptur ist in der Mitte feiner als an den Seiten und besteht hier aus größeren Punkten, an deren einer Kante ein kleines Körnchen mit einem kurzen quergelagerten Börstchen liegt; ebensolche Körnchen stehen sehr weitläufig einreihig auf den Deckenspatien, tragen aber ein längeres, nicht ganz anliegendes und zugespitztes Borstenhaar. Der Decken- rücken, die Spitze in größerer Ausdehnung, die Naht von der Spitze bis zur hinteren Querbinde sind beschuppt, die zwei hinteren kahlen Querbinden sind entweder am Seitenrande durch die hinterste Schuppenbinde getrennt oder sie hängen hier zusammen. Die vier Hinterschenkel zeigen auf der Außen- seite eine dunkle Makel.

(^. Naht am Anfange der hinten weniger steil abfallen- den Stelle mit fünf bis sechs abstehenden, leicht ab- brechbaren Stachelborsten; Augen flach und con- centrisch gewölbt; Fühlerschaft unmittelbar an der Wurzel schnell verbreitert und bis zur Spitze nahezu gleich breit. $. Naht hinten an der steil abfallenden Stelle ohne Stachelborsten; Augen etwas gewölbter, ihr höchster Punkt dem Hinterrande genähert; Fühlerschaft dünn, zur Spitze allmälig und wenig verdickt. Ein einzelnes, von Dr. Kükenthal am Baram-Flusse auf Borneo gefundenes Männchen unterscheidet sich nicht spezifisch von den Halmaheira-Stückeu.

In einer Reihe von Halmaheira-Stücken meiner Samm- lung linden sich einige Stücke beiderlei Geschlechts, bei denen die typische grüne oder goldgrüne Beschuppung durch eine röthlich-weiße ersetzt ist.

Sphaeropterus suavis ist eine neue, dem elegans Guer. sehr ähnliche aber schmälere und daher gestrecktere Art, von der Dr. Kükcnthal zwei Weibchen auf der Insel Batjan ge- funden hat. Bei ihr sind die nackten Binden auf Thorax und Decken verwischt, auf ersterem ist nur eine dunkle, zur Basis breitere Längsbinde deutlich; auf den Decken ist die vordere Hälfte mit unregelmäßig vertheilten grünglänzenden Schuppen- flecken bestreut, so daß nur eine grün beschuppte und am Hinterrande durch eine nackte Makel abgehobene Querbindc hinter der Mitte einigermaßen deutlich hervortritt.

Bei 13 vorliegenden Stücken des elegans ist die Zeich- nung recht konstant und verräth keinerlei Neigung iu die des Stott. entomol. Zeit. 1895. Q*

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suavis überzugehen, dennoch ist nicht ausgeschlossen, daß letzterer eine lokale Abänderung des elegans ist (da er keine weiteren Unterschiede von der Guerin'schen Art aufweist), wenn nicht die Form des männlichen Fühlerschaftes eine von der beim elegans Männchen verschiedene ist.

Sphaeropterus turbidus. Oblonge -ovatus, nouniliil eon- vexus, niger, supra coeruleo-vel viridi-argenteo-et nigro-varie- gatus; rostro ut fronte depresso supra squamosa: prothorace remote dorso obsolete granulato, utrinque vitta lata antice abbreviata viridi-squamoso; elvtris lateribus aequaliter rotun- datis, postice acute ($) rotundatis, punctato-striatis, interstitiis paulo convexis remote seriatim granulatis et setulis fere adpressis, inaequaliter viridi-squamosis, squamis rotundatis planis in maculam basalem et apicalem magis conc;estis. Lg. 7—8, lat. 3.5—3.9 mm.

Von Soakonorra auf Halmaheira und von Ratjan (Dr. Kükenthal).

Dem Sphaeropterus dives Boh. recht ähnlich; durcli fehlenden Stirnpunkt, kürzeren und ungekielten Rüssel, unten und an den Seiten unbeschuppten Kopf und Rüssel leicht von jenem zu trennen.

Von der Seite gesehen, bilden Stirn- und Rüsseloberkante eine uuunterbrochene flache Schweifung, die vorne durch die hinten wulstig-halbkreieförmig abgesetzte Spitzenlläche begrenzt ist. Fühlerschaft in beiden Geschlechtern zur Spitze allmälig verdickt i), Geißelglied 2 das längste. Thorax so lang als breit, seithch ilach und gleichmäßig gerundet, Rücken mit mehr Punkten und weniger Körnern, neben den Vorder- hüften weniger dicht, die beiden weit vor der Mitte abge- kürzten Längsbinden dichter hell beschuppt. Decken in der Mitte am breitesten, ihr Außenraud vor der Spitze von der Seite gesehen kaum (rj) oder wenig ($) gebuchtet, von oben gesehen die Seilen vor der Sj)itze in beiden Geschlechtern etwas eingezogen, die glänzenden Körnchen auf den Spatien rund und regelmäßig, Spatium 2 an der Basis sowie das Spitzendrittel (dieses eine unregelmäßige dunkle Makel ein- schließend) diditer grün beschuppt, Bauchsegment 1 an den 1 Seilen, 2 überall weniger dicht, die letzten drei unbeschuppt und spürlicli i)unklirt, Seilen der Brust und die Beine bis auf eine dunkle Makel auf der Außenseite der vier Hinterschenkel dicht beschuppt. Alle Schuppen rund, tlach uud auf den

') Wie bei allen folgenden Arten. Stett. entomol Zeit. 189B.

I

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dichtesten Stellen etwas übereinander greifend, die auf dem Fühlerschaft mit feinen gekrümmten Börstchen gemischt; die Geißel lang weißlich behaart.

,^. Bauchsegment 1 und 2 flach und von den übrigen kaum verschieden qiiergewölbt, aber auch nicht ein- gedrückt, Analsegment hinten wie auch die Decken- spitze breiter gerundet. $. Bauchsegment 1 und 2 gegen die übrigen hoch beulig gewölbt, letztere steil nach oben unter die Decken gezogen und schwer sichtbar.

Sphaeropterus Guerini. Oblongo-ovatus, nonnihil cou- vexus, niger, nitidus, inaequaliter viridi-squamosus; pedibus rufo-castaneis femoribus dilutioribus subargenteo-squamosis; rostro latitudine paulo longiore basi angulato-canaliculato, dorso antrorsim nonnihil angustato transversim convexo nee non a latere iuspecto fronte parum altiore, cum illa remote squamoso; fronte inter oculos canicula insculpta, juxta oculos densius squamosa; prothorace sat dense granulato, in inter- stitiis dense squamoso; elytris late ellipticis, postice acuminato- rotundatis, longitudinaliter minus convexis, dorso granulato- striatis, interstitiis parum convexis granis et setis adpressis sat dense seriatim obsitis, inaequaliter, margine exteriore fasciaque postmediana dense squamosis. Lg. 8 9, lat. 3.5 4 mm.

Bei Oba, Todate, Patani auf Halmaheira und auf Ternate in Mehrzahl von Dr. Kükenthal gesammelt.

Der vorhergehenden Art recht ähnlich, aber die dunklen Stellen der Oberseite kahl und glänzend, die Sculptur gröber, namentlich aber durch den quergewölbten und etwas höher als die Stirne liegenden Rüsselrücken sowie durch die rothen Beine und die deutliche Körnerreihe in den Deckenstreifen von jener verschieden.

Rüssel an den Seiten unter der Fühlerfurche und der Kopf unter den Augen mit einer dicht beschuppten Längs- binde, die sich über die Vorderbrust bis zum Hinterrande der Hinterbrust fortsetzt: die nur von einzelnen glänzenden Körnchen durchsetzte Querbindc im Spitzendrittel der Decken ist durch die Naht nicht unterbrochen und hängt mit dem ebenso dicht beschuppten Außenrande zuweilen auch mit der Spitzenbeschuppung zusammen, schHeßt dann aber auf letzterer eine dunkle Makel ein; auf dem vorderen Theil wechseln be- schuppte und nackte Stelleu unregelmäßig ab, die beschuppten bilden mitunter auf der vorderen Hälfte von Spatium 3 eine Längsbinde; die Körner auf den Spatien sind auf dem

Stett. entofflol. Zeit. 1895.

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mittleren Theil der Scheibe größer, zuweilen auch quer, da- gegen zeigen die äußeren Spatien keine Körner und die pie einscliließenden Streifen sind einfach punktirt. Tliorax etwas länger als breit, an den Seiten wenig gerundet, die Räume zwischen den Körnern durchschnittlich kleiner als diese. Die abgeschrägte Spitzenfläche des Rüssels ist nach hinten stumpf dreieckig verengt und durch keinen Wulst vom weitläutig punktirten Riisselrücken abgesetzt. Auf der Unterseite sind die ganze Hinterbrust, die Seiten und der Vorderrand des ersten Bauchsegments dichter, das zweite Segment ganz aber weniger dicht beschuppt.

Die Geschlechtsunterschiede liegen wie bei der vorher- gehenden Art in der Deckenspitze und in der Wölbung des Abdomens; erstere ist beim Weibchen des Giierini schnabel- förmig nach unten gezogen, während das dritte, wahrschein- lich auch das vierte Bauchsegment quernadelrissig und mit langen abstehenden Haaren besetzt ist.

Sphaeropterus batjanensis. Oblongo-ovatus, uiger, sub- nitidus, sat dense viridi- squamosus; rostro striga arcuata a capite distiucto cum fronte canaliculata haud dense punctato et squamoso; prothorace elongato lateribus rotundato dense obtuse granulato; elytris ellipticis poslice acute rotundalis, punctato-striatis, in striis dorsalibus granulatis, interstitiis parum convexis granulis porosis et setis haud adpressis seriatim obsitis; corpore subtus dense squamoso. Lg. 9, lat. 3.6 mm.

Ein Männchen auf Batjan von Dr. Kükentlml gefimden. Von Batjan und Amboina in meiner Sammlung.

Der mir unbekannte ostentatus GjU. muß unsrer Art ähnlich sein, soll aber einen kissenartig hochgewölbten Thorax, vor der Mitte verbreiterte Decken mit tiefen Furchen und beschuppten Vertiefungen haben.

Bei batjanensis liegt die grüßte Breite des Tiiorax und der Decken in der Mitte, der Thorax ist flach gewölbt, die Tiefe der Deckenstreifen auf dem Rücken ist durch kleine Körnchen stark beeiuträchtigt und die Schuppen auf der Ober- seite liegen weder in den Streifen noch in den Punkten, son- dern umgeben nur auf den nicht vertieften Stellen die zahl- reichen eingestochenen Körner. Rüssel um die Hälfte länger als breit, der Rücken zwischen den seitlifheu Eindrücken schmal und beinahe parallelseitig und von der Seite gesehen ein wenig höher als die in der Mitte gerinnte Stirne und zur Spitze in stumpfem Winkel abfallend. Die drei ersten Geißel- glieder die längsten und gleich lang. Auf dem Thorax fließen einzelne der flachen und nackten Körner zuweilen zusammen

Stett. entomol. Zeit. 1895.

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und auf der vorderen Hälfte der Deckenspatien bilden die Körner auf die Streifen übergreifende Querrunzeln. Unter- seite (auch Kopf und Rüssel) bis auf die drei letzten Bauch- segmente dicht grün beschuppt. Die Geschlechtsunterschiede sind dieselben wie bei der vorhergehenden Art.

Sphaeropterus subtilis. Oblonge -ovatus, nitidus, niger, sat densc supra viridi-et coeruleo-, subtus pallido-squamosus squaniis chryseis immixtis; prothorace punctis vadosis squama repletis dense, fronte rostroque minus dense obsiti.s; pedibus tarsis exceptis rufis, femoribus dilutioribus; rostro latitudine nonnihil longiore, basi sulco arcuato profundo a eapite distincto, lateribus ante oculos tumidulo inter antennarum inserliouem subito coutracto, dorso interdum obsolete tri- carinulato, parte declivi apicali postice triangulariter angustato ; fronte sulco profundo exarata; articulis tribus primis funiculi aequilongis; prothorace oblongo lateribus rotundato; eljtris ellipticis postice subsinuato-angustatis, obsolete granulato-striatis, intcrstitiis subplanis dorsalibus granulis parvis nitidis basin apicemque versus miuoribus medio hinc inde rugula trans- versa efticientibus, nee non setulo adpresso seriatim obsitis; segmeutis abdominalibus tribus ultimis vix squamosis. Lg. 7,5, lat. 3.5 3.8 mm.

Minahassa auf Celebes (Dr. Kükenthal).

Diese und noch vier verwandte neue Arten wurden von Dr, Kükenthal bei Minahassa gesammelt; sie haben folgende Eigenschaften mit einander gemeinsam: Körper schwarz, Beine bis auf die Tarsen roth, die Schenkel heller, mitunter die Knie angedunkelt; Kopf und Rüsselseiten ebenso wie die Körperunterseite, mit Ausnahme der drei letzten Bauch- segniente dicht und wie die Beine heller grün oder blaugrün beschuppt als die Oberseite; Seitenstreifen der Decken punk- tirt, Körnchen auf den Deckenspatien mit von hinten ein- gestochenen beinahe anliegenden Börstchen, Deckenspitze mit Haaren gewimpert; die abgeschrägte Spitzenfläche des Rüssels geht ohne "Wulst stumpfwinklig in den Rüsselrücken über; FUhlerschaft in beiden Geschlechtern zur Spitze etwas verdickt.

(^. Deckenspitze stumpfer gerundet, nicht nach unten gezogen, Bauchsegmeute flach gewölbt, mitunter 1 . und 2 flach vertieft.

-V. Deckenspilze schnabelförmig nach unten gezogen, Bauchsegmente 1 und 2 hoch geschwollen, 3 und 4 quergestrichelt, auch mit längeren abstehenden Haaren besetzt und wie das Analsesmcnt nach hinten auf- steigend und in die schnabelförmige Spitze eingezogen.

Stett. entomol. Zeit. 1S95.

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Die ihrer Zeichnung wegen zu einer Gruppe gehörigen vier Arten haben gemeiusam: eine deutlich zvveibuclitige Thorax- basis, am Anfang der abschüssigen Stelle eine gemeinsame dunkelbraune Querbiudc, eine gemeinsame herzförmige Makel vor der Spitze, den Außenrand der Decken von der Basis bis mindestens zur Hinterhüfteuhohe sowie zwei basale, vor und mit der Querbinde zuweilen zusammenfließende birn- förmigc Makeln von derselben Färbung.

11. Schildchen vorn von der Naht umschlossen 5 Geißel- glied 7 länger als breit, zur Keule hin dicker; Decken- naht bis zur Basis hell beschuppt, die basalen birn- förmigen dunklen Makeln sind hinten und an den Seiten von helltraubenkernlarbiger Beschuppung begrenzt; 2i. Decken von den Thoraxhinterecken ab schräg er- weitert, die Schtilterecke durch eine Schweifung hinter ihr abgehoben, Außenraud von der Basis bis zu den Hinterhüften dimkel gefärbt, Marginalstreifen vertieft fimbriatus Pasc.

2. Decken ohne Schulterecke erweitert, Außenrand und Spatiiim 9 von der Basis bis über die Hiuterhiiftcn hinaus dunkel gefärbt, Marginalstreifen nicht vertiel't. Borneo nobilis n. sp.

1. Schildchen, wenn sichtbar, vorn von der Naht nicht umschlossen; Geißelglied 7 kaum länger als breit und zur Basis hin kaum verdickt; die helle Beschuppung der Naht erreicht nicht die Basis, Außenrand und Spatium 9 von der Basis bis zum zweiten Bauch- segment dunkel gefärbt. 31. Die basalen birnförmigen dunklen Makeln hängen nir- gend zusammen, die Schulterecke ist durch eine Schwei- fung hinter ihr abgehoben, die grüne Beschuppung, welche die herzförmige Makel vor der Spitze einschließt, ist nach vorn auf der Naht nicht erweitert; Schildchen nicht sichtbar celebensis u. sp,

3. Die basalen birnförmigen dunklen Makeln hängen hinten unter sich sowie mit der dunklen Querbinde auf der Naht und Spatium 1 zusammen, die Schulterecken sind durch keiue Schweifung abgehoben, die grüne Be- schuppung, welche die herzförmige Makel vor der Spitze einschließt ist auf der Naht nach vorn und hinten spitz ausgezogen; Schildchen deutlich, dunkel beschuppt. Borneo Kraatzi n. sp.

Rhinoscapha insignis Gu^r. ist von Dr. Kükenthal in großer Anzahl (mir liegen über 60 Exemplare beiderlei Ge-

Stett. entomol. Zeit. 1895.

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schlechte vor) bei Galela, Oba, Patani, Soakonorra, Kan auf der Insel Halmaheira und auf Ternate gesammelt. Die Länge der Thiere schwankt zwischen 15 und 25, die Breite zwischen 6 und 11 Millimeter, die Färbung von grün oder goldgrün über himmelblau bis weiß mit bläulichem oder rosa Anllug oder bis silberweiß, ohne jedoch an bestimmte Lokalitäten ge- bunden zu sein. Am häutigsten ist jedenfalls die typische grüne, am seltensten die rein blaue oder die weiße Färbung mit rosa Antlug. Ein Pärchen mit grüner Schuppenfärbung liegt mir aus meiner Sammlung auch von Batjan vor.

Die Sculptur variirt in geringen Grenzen. Die Mittel- furche des Rüssels ist meist ungekielt, die Stirn zeigt fast immer einen flachen Quereindruck am Augenhinterrande und eine unpunktirte Mittellinie. Thorax selten kürzer als breit, sein Vorderrand hinter den Augen flacher oder weniger flach gebuchtet; der mittlere Längseindruck zuweilen vorn tiefer, im Grunde ge\vöhnHch mit unpunktirtcr Mittellinie, die selten in kurzer Ausdehnung kielarlig wird; der Rücken beiderseits nicht selten mit einem kurzen Quereindruek zwischen Mitte und Basis. Decken gewöhnlich mit ziemlich grob, tief und dicht punktirten Streifen, die Punkte zur Basis hin gröber, mehr eingedrückt und gewöhnlich kahl, zuweilen auch mit Schuppen undicht besetzt, die Spatien fast immer gewölbt, fein punktirt, stellenweise auch gerunzelt, jedes Pünktchen auf ihnen mit einem kurzen weißlichen Schuppenbörstcheu. Die Beine bald feiner, bald etwas gröber und dann scheinbar dichter gekörnt.

Bei der typischen Zeichnung der Decken ist die Be- schuppung des Spatiums 2 nur zweimal unterbrochen, es kommen aber auch Stücke namentlich männliche vor, bei denen sie noch einmal hinter der Querbinde unterbrochen ist. In beiden Fällen sind die Spatien 2, 7, 8, mitunter auch 6 hinter der Querbinde dicht beschuppt und die übrigen kahl. Endlich kommen gedrungenere Stücke vor mit nur einer breiten Unterbrechung vor dieser Querbinde, dann aber ist die dichte Beschuppung der Spatien 2, 6, 7 hinter der Quer- binde mehr oder weniger in einzelne Flecke aufgelöst, die sich auch auf die zwischenliegenden Spatien ausdehnen; bei solchen Stücken erscheint eine gemeinsame breite _L förmige nackte Makel auf den Decken. Beim Weibchen ist Spatium 8 von der Basis bis zur Spitze fast ununterbrochen, bei den meisten Männchen vor der hinteren Querbinde zweimal unter- brochen beschuppt; überhaupt ist beim kleineren und schmä-

Stett. entomol. Zeit. 1895.

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Die ihrer Zeichnung wegen zu einer Gruppe gehörigen vier Arten haben gemeinsam: eine deutlich zweibuchtige Thorax- basis, am Anfang der abschüssigen Stelle eine gemeinsame dunkelbraune Querbindc, eine gemeinsame herzförmige Makel vor der Spitze, den Außenrand der Decken von der Basis bis mindestens zur Hinlerhüfteuhohe sowie zwei basale, vor und mit der Querbinde zuweilen zusammenfließende birn- förmigc Makeln von derselben Färbung.

11. Schildchcn vorn von der Naht umschlossen; Geißel- glied 7 länger als breit, zur Keule hin dicker; Decken- naht bis zur Basis hell beschuppt, die basalen birn- förmigen dunklen Makeln sind hinten und an den Seiten von helltraubenkernfarbiger Beschuppung begrenzt; 21. Decken von den Thoraxhinterecken ab schräg er- weitert, die Sclnilterecke durch eine Schweifung hinter ihr abgehüben, Außenraud von der Basis bis zu den Hinterhüften dunkel gefärbt, Marginalstreil'en vertieft fimbriatus Pasc.

2, Decken ohne Schulterecke erweitert, Außenraud und Spatinm 9 von der Basis bis über die Hiuterhüften hinaus dunkel gefärbt, Margiualstreifen nicht vertieft. Borneo nobilis n. sp.

1. Schildchen, wenn sichtbar, vorn von der Nalit nicht umschlossen; Geißelglied 7 kaum länger als breit und zur Basis hin kaum verdickt; die helle Beschuppung der Naht erreicht nicht die Basis, Außenrand und Spatium 9 von der Basis bis zum zweiten Bauch- segment dunkel gefärbt. 31. Die basalen birnförmigen dunklen Makeln hängen nir- gend zusammen, die Schulterecke ist durch eine Schwei- fung hinter ihr abgehoben, die grüne Beschuppung, welche die herzförmige Makel vor der Spitze einschließt, ist nach vorn auf der Naht nicht erweitert; Schildchen nicht sichtbar celebensis u. sp.

3. Die basalen birnförmigen dunklen Makeln hängen hinten unter sich sowie mit der dunklen Querbinde auf der Naht und Spatium 1 zusammen, die Schulterecken sind durch keine Schweifung abgehoben, die grüne Be- schuppung, welche die herzförmige Makel vor der Spitze einschließt ist auf der Naht nach vorn und hinten spitz ausgezogen; Schildchen deutlich, dunkel beschiippt. Borneo Kraatzi n. sp.

Rhinoscapha insignis Guer. ist von Dr. Kükenlhal in großer Anzahl (mir liegen über 60 Exemplare beiderlei Ge-

Stett. eatoniol. Zeit. 1S95.

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schlechts vor) bei Galela, Oba, Patani, Soakonorra, Kan auf der Insel Halmaheira und auf Ternate gesammelt. Die Länge der Thiere schwankt zwischen 15 und 25, die Breite zwischen 6 und 11 Millimeter, die Färbung von grün oder goldgrün über himmelblau bis weiß mit bläulichem oder rosa Auilug oder bis silberweiß, ohne jedoch an bestimmte Lokalitäten ge- bunden zu sein. Am häufigsten ist jedenfalls die typische grüne, am seltensten die rein blaue oder die weiße Färbung mit rosa Auflug. Ein Pärchen mit grüner Sehuppenfärbung liegt mir aus meiner Sammlung auch von Batjan vor.

Die Sculptur variirt in geringen Grenzen. Die Mittel- furclie des Rüssels ist meist ungekielt, die Stirn zeigt fast immer einen flachen Quereindruck am Augenhiutcrraude und eine unpunktirte Mittellinie. Thorax selten kürzer als breit, sein Vorderrand hinter den Augen flacher oder weniger flach gebuchtet; der mittlere Längseindruck zuweilen vorn tiefer, im Grunde gewöhnlich mit unpunktirtcr Mittellinie, die selten in kurzer Ausdehnung kielarlig wird; der Rücken beiderseits nicht selten mit einem kurzen Quereiudruck zwischen Mitte und Basis. Decken gewöhnlich mit ziemlich grob, tief und dicht punktirtcn Streifen, die Punkte zur Basis hin gröber, mehr eingedrückt und gewöhnlich kahl, zuweilen auch mit Schuppen undicht besetzt, die Spatien fast immer gewölbt, fein punktirt, stellenweise auch gerunzelt, jedes Pünktchen auf ihnen mit einem kurzen weißlichen Schuppenbörstchen. Die Beine bald feiner, bald etwas gröber und dann scheinbar dichter gekörnt.

Bei der typischen Zeichnung der Decken ist die Be- schuppung des Spatiums 2 nur zweimal unterbrochen, es kommen aber auch Stücke namentlich mänuliche vor, bei denen sie noch einmal hinter der Querbinde unterbrochen ist. In beiden Fällen siud die Spatien 2, 7, 8, mitunter auch 6 hinter der Querbiude dicht beschuppt und die übrigen kahl. Endlich kommen gedrungenere Stücke vor mit nur einer breiten Unterbrechung vor dieser Querbinde, dann aber ist die dichte Beschuppung der Spatien 2, 6, 7 hinter der Quer- binde mehr oder weniger in einzelne Flecke aufgelöst, die sich auch auf die zwischenliegenden Spatien ausdehnen; bei solchen Stücken erscheint eine gemeinsame breite J_ förmige nackte Makel auf den Decken. Beim Weibchen ist Spatium 8 von der Basis bis zur Spitze fast ununterbrochen, bei den meisten Männchen vor der hinteren Querbinde zweimal unter- brochen beschuppt; überhaupt ist beim kleineren und schmä-

Btett. entomol. Zeit. 189S.

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leren Männchen die Deckenzeichnung weniger vollständig als beim Weibehen.

Unabhängig vom Fundort, von der Schuppenfärbung und vom Geschlecht steigt bei der Mehrzahl der Stücke die Längs- wölbnngslinie des Thorax und der Decken bis zur Mitte der letzteren in ununterbrochener Linie an und fällt zur Spitze ebenso in ziemlich gleichmäßigem Bogen ab. Gedrungene Stücke mit etwas kürzerem Rüissel uud kürzeren Beinen, bei denen diese Linie von der Deckenbasis mit einer Schweifung bis zum höchsten Punkt etwas hinter der Mitte ansteigt, ließen sich von ert>teren durch keine specifischen Merkmale trennen, zumal sich in Bezug auf die Längswölbuugslinie Stücke mit Uebcrgängen fanden.

Khinoscapha neglecta. Nigra, nitida, subtus pedibusque griseo-vel caesio-squamosus, supra squamis argenteis fere glaucinis maculatim et fasciatim, in punctis pilo albido adpresso obsita; prothorace inaequaliter vadoso -impresso ex parte ruguloso, medio longitudinaliter late impresso, vitla lalerali squamosa antice abbreviata signato; scutello rotundato albo- cinereo; elytris striato-punctatis, punctis antice foveiformibus, postice gradatim minoribus, interstitiis parce punctulatis, secundo quarto et sexto convexioribus, primo et alternis dor- salibus ex parte coriaceis, opacis, nee non squamulis albo- cinereis haud dense obsitis; singulo elytro maxima parte mar- ginis exterioris, sutura apicem versus, maculis duabus auticis transversim positis fasciaque parum obliqua postmediana in intcrstitio secundo retrorsim et arcuatim suturam versus llexa densissime albido-vel viridi-argenteo-squamosis. Lg. 15 22, lat. 5.5 9 mm.

Batjan, Halmaheira (Dr. Kükenthal).

Man konnte geneigt sein, diese wie es scheint häufige Art für eine Abänderung des hatjanensis Vollenh. zu halten, bei der die charakteristische, mit der Querbinde im Winkel zusammenhängende und ein Drittel der Flügeldecke einneh- mende äußere Seitenbinde fehlt; aber einmal haben die mir vorliegenden 36 Stücke beiderlei Geschlechts eine recht kon- stante Zeichnung, d. h. bei keinem von ihnen verräth die Querbinde eine Neigung sich an der Außenecke astförmig nach vom zu erweitern und zweitens ist die graugelbe Be- schuppung auf den zur Basis hin scheinbar vertieften Deckeu- spatien 3, 5, 7, oder bei abgeriebenen Stücken die gegen die sonst glänzende Oberseite abstechende matte Bodentläche dieser Stellen zu aufiallend, als daß Vollenhoven sie in der Be- sten, entomol. Zeit. 1895.

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Schreibung des batjanensis i) nicht erwähnt haben sollte, zumal ihm nach seinen Worten: ^jCette espece parait tres commune'^ doch eine größere Zahl von Stücken bei der Be- schreibung vorgelegen haben.

Die matt erscheinenden Stellen liegen auf Spalium 1 eine kurze Strecke an der Basis, auf 3 von der Basis bis zu zwei weißen Makeln im Basaldrittel der Spatien 2 und 3 und dann wieder von der Querbinde nach hinten bis zur Schwielen- steile, auf 5 von der Basis bis zur hinteren Querbinde, auf 7 eine kurze Strecke hinter der Schulterschwiele; in den dünnen Schuppen auf diesen Stellen hängt gewöhnlich ein gelblicher pollenartiger Staub, der sie gegen die weiße oder grünliche Zeichnung aiitTallend erscheinen läßt; die zweite dicht be- schuppte Makel im Basaldrittel liegt quer auf 6, 7, 8 oder auf 6 und 7 oder auf einem dieser beiden allein; die Quer- binde dicht hinter der Mitte beginnt meistens am Streifen 8, selten schon auf dem halben Spatium 9, läuft wenig schräg nach hinten bis zum halben zweiten, hier plötzlich in einer vorn oftenen Bogenlinie bis auf die halbe Naht; der Spitzen- theil zwischen dem weiß beschuppten Außeurande (von den Hinterhüften ab) und der ebenso beschuppten, oberhalb der Spitze leicht klaffenden Naht ist zuweilen imdicht weißlich beschuppt und mit kleinen Punktmakeln bestreut; Schulter- schwiele ohne beschuppte Makel. Die Längswölbungslinie von Thorax und Decken bildet einen ununterbrochenen Bogen, ihr höchster Punkt liegt wie auch die größte Deckenbreite hinter der Mitte. Brust in beiden Geschlechtern, Abdomen des Weibchens überall, des Männchens nur an den Seiten der vier ei-sten Bauchsegmente dichter grau-, grünlich- oder bläu- lich-weiß beschuppt und mit Borstenhärchen tragenden Punkten bestreut. Namentlich sind es die punktirten Beine, die diese Art von abgeriebenen insignis stets sicher unterscheiden lassen.

Wie bei allen Rh inoscapha Arien zeigt das zugespitzte weibliche Analsegment an der Basis zwei schräg eingeritzte kommaförmige Striche, die dem breit abgerundeten männ- lichen fehlen.

Rhinoscapha Heydeni. Niger, opacus, supra dense nigro- squamukitus, albido-maculatus et fasciatus; rostro frontoque sulcatis ut anteunis nigro squamulosis et setulis albidis in illis adspersis; articulo secundo iuniculi primo longiore; prothorace

') Ich besitze ein Farcheu einer Jlhinoscapha vüii Batjan, auf das Vollenhoven's Beschreibung ausgezeichnet paßt, nur liegt die vordere äußere Malcel nicht sous sondern sur le calus humeral. Vielleicht hat sich der Autor verschrieben oder ungenau ausgedrückt.

Statt, entomol. Zeit. 1896.

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fere quadrato rüde foveato -impresso, impressione apicale utrinque albido-squamoso; scutello rolundato ocln-aceo-tomen- toso; eljtris antice oblique ampliafis, basi transversim im- pressis, margine basale reflexis, punetato-striatip, interstitiis latis planis, secundo quarto et sexto alte acuteque carinatis, sutura postice elevatis, singulo macula majori basali fasciis duabus transversis abbreviatis hamoque ante apicale albido- squamosis. Lg. 15 16, lat. 5.5 6 mm.

Oba auf Halmaheira (Dr. Kükeuthal).

Die nur in einem Pärchen vorliegende Art ist mit carinatiis i) und scalaris Pasc. ^) verwandt. Mit letzterer Art von Halmaheira hat Heydeni das weiß gemakelte Ab- domen gemeinsam, kann aber mit keiner von beiden schon der schwarzen Beschuppung wegen verwechselt werden.

Die breite und tiefe Rüsselfurche zieht sich allmälig ver- flachend auf die Stirn bis zur Augenhinterrandhühe hinauf, die Stirne hier mit einem flachen Quereindruck. Thorax mit größter Breite vor der Mitte, zur Basis geradlinig und wenig, zur Spitze gerundet verengt, die Augeulappen sehr breit und flach gerundet; am Vorderraude steht ein groß und gruben- artiger Eindruck und beiderseits am Vorderraude eine weiß- liche Makel. Decken kaum doppelt so lang als breit, der Vereinigungspunkt der Spatien 6 und 8 hinter der Basis winklig, die flachen Streifen wie auch die länglichen ein- gedrückten Punkte glänzend, jeder der Punkte im Grunde mit einer kleinen weißlichen Borstenschuppe; eine kleine T förmige Makel an der Basis innerhalb der Schulter, drei kurze Strichmakeln im basalen Quereindruck auf den Spatien 2, 3 und 4, außer der hakenförmigen Makel vor der Spitze und zwei Querbinden weiß beschuppt; die letzteren liegen zwischen den Streifen 1 und 8, die eine in der Mitte, die andere am Anfange der abschüssigen Stelle, beide aus ungleich kurzen Makeln zusammengesetzt und auf dem flachen Spatium 5 unterbrochen; von drei glänzenden Kielen reichen die auf Spatium 2 und 4 vorn bis zum Quereindruck, der auf 6 bis zur Basis, alle drei hinten bis naiie zur Schwielenstelle; die Naht auf der abschüssigen Stelle mehr, an der Spitze weniger erhaben; die hakenförmige weiße Makel liegt vor der Spitze auf den Spatien 2 und 8. Die kleinen und gerieften schwarzen Schuppen liegen neben-, die größeren weißen etwas übereinander, zwischen ersteren, besonders gegen die Spitze

>)'Jour. Lin. Soc. 1873 p. 5.

2) Ann. MuB. civ. Gen. 1885 p. 205 Tab. 1 F. 12.

Stolt. entomol. Zeit. 1896.

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sind einzelne weißliehe Schüppchen und anliegende Borsten- haare eingestreut. Die Mitte der Unterseite, die Basis der Schenkel und die Vorderschienen auf der unteren Seite sind bläulich, eine Seitenmakel auf allen Bauchsegmenten und ein Strich am Außenrande der Hinterbrust weißlich beschuppt., sonst die Beine mit weißlichen und bläulichen Schuppen bestreut.

Diese Art ist meinem verehrten Freunde Dr. L, von Heyden in Frankfurt a. M. gewidmet.

Rhinoscapha lunulata Vollcnh. wurde von Dr. Küken- thal in einem Pärchen bei Patani auf Halmaheira gefunden. Sie wurde ursprünglich als Danaii (später im Münchner Katalog in Laodice umbenannt) beschrieben, ist aber nicht von Rhmoscapha zu trennen, denn ihr Fühlerschaft überragt ebenso weit den Augenvorderrand als der der Rhmoscapha Arten und der ungefurchte Rüssel ist nur ein spezifisches Merkmal. Chevrolat hat in Ann. Fr. Bull, seances 1880 p. 140 zwei und im Naturaliste 1880 p. 330 eine dritte Laodice beschrieben, von denen wenigstens die fmiebris und die consueta unzweifelhafte Rhinoscapha-Arteu sind.

Pachyrhynchus Waterhousei. Splendide nigro-cyaneus, margaritaceo-fasciatus; epimeris mesosterni pedibusque viridi- aeneis, femorum maxima parte rufa; fronte prothoraceque disperse punctulatis, hoc transversim bifasciato; elytris obsolete remoteque seriatim punctatis, fasciis duabus transversis (antica medio interrupta) annuloque apicale subelliptico maculam nudam transversam includente denee squamosis. Lg. 10.5 12.5, lat. 4.9 5.5 mm.

Halmaheira (Dr. Kükenthal).

Von der Körperform des Forsteni Vollenh., in der Zeich- nung dem latifasciatus W^aterh. ähnlich, von letzterem durch die nicht unterbrochene hintere Deckeubinde, die bis auf Basis und Spitze rothen Schenkel und andere Thoraxzeichuung ver- schieden. Mit der beschuppten Vorderbrust hängen die beiden dicht hinter dem Vorder- und dicht vor dem erhabenen Hinter- rande liegenden Querbindeu auf dem Thorax zusammen. Auf den Decken sind beide Querbinden an den Seiten nach hinten gebogen und setzen sich auf die Unterseite, nämlich die vordere schmälere hinter der Basis auf die Hinterbrust, die hintere breitere in der Mitte auf das zweite Bauchsegment fort, so daß der Hiuterkörper gleichsam zweimal geringelt erscheint; der hintere Ring ist nicht, der vordere oben und unten gleich weit unterbrochen; Außenraud von der nicht unterbrochenen Querbinde bis zur Spitze dicht beschuppt und

Stett. entomol. Zeit. 1896.

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mit ihm zusammenhängend auf jeder Decke ein in die Breite gezogener Anteapicalring, der gewöhnlich vorn einmal unter- brochen ist. Der zur Stirn hin flachere Eindruck auf dem Rüsselrücken, der Rüssel an den Seiten hinter der FUhler- furche, der Kopf unter den Augen, der Mittelbrustfortsatz, die Seiten des ersten Bauchsegments, theihveise auch die Mittel- brustepimeren sind beschuppt. Fühler, Beine und der unbe- schuppte Theil der Körperunterseite fein und spärlich punktii-t, die fein gekörnelte Unterseite der Schienen dichter weißlich behaart.

Sphenomorpha fasciata. Nigra vel aeneo-micans, nitida, squamulis isabellinis variegata; fronte rostroque subtilissime remoteque punctatis, illa inter oculos canalicula impressa, hoc dorso late impresso; capite sub oculos parce squamoso; pro- thorace praesertim feminae minus globoso vix puuctulato, margine antico toto, basali extus nee non lineis duabus dor- salibus litteram 0 formantibus haud dense squamosis; elytris eUipticis ante apicem contractis, striato-punctatis, punctis basin versus evanescentibus, fascia transversa communi extus abbreviata, macula suturali basali suturaque in declivitate, margine exteriore postice nee non macula parva postmediana in interstitio quarto densius squamosis; femoribus interdum rufescentibus. Lg. 9.5 10.5, lat. 4 4.7 mm.

Soakonorra (Halmaheira). Dr. Kükenthal.

In beiden Geschlechtern noch etwas breiter als nitidula^) Pasc, hinten mehr zugespitzt und vor der Spitze zusammen- gerafft, die Decken hinten mit deutlicher Schweifung ober- halb der Spitze abfallend, beim Weibchen leicht aufgebogen und die Naht stumpf zweispitzig, die an der Basis erloschenen Punktreihen an der Spitze leicht furchenartig. Thorax beim Männchen so lang als breit mit der größten Breite in der Milte, beim Weibchen breiter als lang mit der größten Breite vor der Mitte, der Vorderraud viel weniger erhaben als die Basis, eine gebogene Längsbinde dicht neben den Vorder- hüften und die Mitte der Vorderbrust dichter beschuppt als die scheinbar leicht abreibbare Zeichnung ' der Oberseite; so sind z. B. bei dem einen Stück ($) die beiden gegen- einander gekrümmten Längsbinden bis auf zwei kleine Makeln am Vorderrande erloschen. Dadurch daß der Rüssel nur sehr flach eingedrückt ist und dieser Eindruck auch noch in die Spitzenfläche hineinragt, geht letztere allmälig in den Rüsselrücken über. Auf der Unterseite sind noch der Mittel-

») Jouru. Lin. Soc. 1871 p. 157. Stett. eotomol. Zeit. 1895.

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brustfortsatz sowie die Seilen der Mittel- und Hinterbrust dichter beschuppt, die Seiten des ersten Bauchsegments mit wenigen Schuppen bestreut. Der Außenrand der Decken ist nur von den Hinterhüften bis zur Raffung und hier bis zum siebenten Puuktstreifen nach oben gebogen dichter beschuppt.

Von allen bisher beschriebeneu Arten der Gattung durch die gemeinsame, außen bis zum Punktstreifen 8 reichende Querbinde ausgezeichnet.

Aleides albocinctus Blauch. Von Dr. Kükenthal bei Oba auf Halmaheira gesammelt; auch von Ternate in meiner Sammlung.

Diese ziemlich häufige Art ist in Größe, Zeichnung und Färbung der Beine etwas veränderlich. Beim typischen albo- cinctus hängt die vordere Quermakel auf den Decken mit der Scutellarmakel nicht zusammen; mit bicinctns habe ich Stücke meiner Sammlung bezeichnet, bei denen ähnlich wie bei Bohemani Jekel und Bu7'meisteri Bob. die Verbindung dieser beiden Makeln durch eine schräge Binde hergestellt ist, und mit Blanchardi eine Abäuderung des bicinctus, die, von Kükenthal bei Galela und Soakonorra gesammelt, bis auf die Knie und Tarsen rothe Beine hat.

Aleides profluens i) Pasc. Stücke von Soakonorra (Dr. Kükenthal) ^ind von meinen Stücken von N. -Guinea und Batjan nicht verschieden; die Basis der Schenkel wird mit- unter röthlich. Pascoe giebt in seiner Diagnose dem Thorax nur eine beschuppte Mittellinie und bezeichnet nur den Zahn der Vorderschenkel als crenulirt, während bei sämmtlichen mir vorliegenden Stücken der Thorax zwei breitere "Seiten- und eine mitunter undeutliche schmälere Mittelbinde aus gelblich-weißen, einem Punkt entspringenden und fächerförmig ausgebreiteten Schuppenhaaren zeigt und die Zähne aller Schenkel crenulirt sind. Ob meine Bestimmung richtig, scheint mir demnach zweifelhaft.

Meehistoeerus sollicitus. Oblongo-ovatus, niger, squamulis cinereis, cervinis, nigris dense tectus; antennis brunneis; pro- thorace transverso antice subito contracto, fortiter punctato, margine laterale erecto-setoso, dorso vittis duabus subnudis signato; scutello rotundato nudo; eljtris dorso obsolete punc- tato-striatis, singulo fascia obliqua ramosa nigra antice albido- terminata ornatis; femoribus ante apicem obsolete albido- annulato. Lg. 7.5 9, lat. 3.2 3.5 mm.

Minahassa auf Celebes (Dr. Kükenthal).

>) Ann. Mus. civ. Genuva 1885 p. 239. Stett. entomol. Zeit. 1896.

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Unsre Art ist dem molatus ^) Pasc, in Form, Größe und auch darin ähnlieh, daß der Thoraxseitenrand abstehend be- borstet ist, von jenem aber hauptsächlich durch den parallel- seitigen, vorn plötzlich gerundet-zusammeugezogeueu Thorax, durch einfarbig beschuppte Schienen und andre nicht ganz scharfe Deckenzeichnung verschieden; letztere besteht aus einer schwarzen Schrägbinde, die hinter der Mitte beginnend sich zwischen den Streifen 2 und 7 bis zur Mittelhüftenhöhe erstreckt, hinten in zwei Zipfel auf den Spatien 2 und 4, vorn in einen Ast auf 2, theilweise auch auf 1 erweitert und vorn auf 3 und 5 durch eine weißliche Makel begrenzt ist; auch an der Spitze von Spatium 4 ist eine weißliche Punktmakel bemerkbar. Wie bei violatns trägt jeder Punkt in deu Deckenstreifen eine kleine mit der Umgebung gleich- gefärbte Borstenschuppe, diese Punkte sind aber bei sollicitus au den Seiten kleiner und dichter, auf den dunklen Stellen weniger bemerkbar, weil die ihnen entspringende Borsten- schuppe von ihrem dunklen Grunde nicht absticht.

Cyamobolus tricinctus. Oblongo-ovatus, uiger, opacus, squamis cervinis et uigris sat dense obsitus, albido-signatus; scutello parvo convexo ochraceo-squamoso; fronte foveola parva impressa; antennis piceis; rostro usque ad antennarum insertionem densius punctato medio carinulato; prothorace transverso ad latera subrecto antice sinuato-angustato utrinque basi macula angusta transversa, margiue apicale et vitta laterali postice abbreviata albidis; elytris parallelis postice rotundato angustatis, dorso paulo depressis, antice foveolato- striatis, interstitiis convexis, fasciis tribus angustis, sutura postice utrinque macula commaeformi ante apicali albidis; femoribus elongatis muticis.

Var. fasciis tribus elytrorum in puncta parva solutis . . solutus.

Auf der Insel Uliasser und bei Soakonorra auf Halmaheira (Dr. Kükenthal).

Von dem ähnliehen bicinclus 2) Pasc, hauptsächlich durch eine dritte Querbinde und die kommaförmige Makel auf der Vereinigungsstelle der Deckeuspatien 4 und 5 verschieden.

Der Rüsselkaual ist von weißlichen Schuppen eingefaßt, die Einfassung auf den Thoraxvorderrand bis zur Ausrandung hinter den Augen fortgesetzt und hier winklig nach hinten umgebogen in eine die Thoraxmitte beinahe erreichende Längs- binde erweitert; ebenso weit von einander entfernt wie diese Längsbinden sind auch die beiden basalen Quermakeln; alle

') Jüuni. Lina. 8oc. 1873 p. 44. ^) Jouru. Liun. Soc. 1873 p. 36. Stett. eatomoL Zeit. 1896.

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übrigen von dieser weißen Zeiclinung nicht berührten Punkte der Ober- und Unterseite des Thorax sind durch eine flache schwarze Schuppe nicht ganz ausgefüllt, mit Ausnahme einiger neben den Vorderhüften, wo gelblich ausgefüllte Punkte eine keilförmige Makel bilden. Tarsen sehr dicht, Mittelbrust- epimeren, Mitte der Hiuterbrust und des Aualsegmeuts sowie die Hinterschenkel außen weniger dicht gelblich-weiß beschuppt, sonst nur mit einzelnen eingestreuten hellen Schuppen. Decken mit einer basalen und einer postmedianen, außen den Punkt- streifen 9 erreichenden, und zwischen beiden noch mit einer dritten weißen Qiierbinde; die letztere ist einmal vom Spatium 2 ab nach hinten gebogen, also der hinter ihr liegenden ge- nähert und zweitens nach vorn zwischen den zweiten Punkt- streifen in einzelne Punkte bis zum ochergelben Schildehen erweitert; vor dieser Mittelbinde stehen außen im achten oder neunten Streifen noch eine oder zwei weiße Punktmakeln. Die schwarzen körnerartigen Schuppen scheinen leicht abreib- bar und liegen lange nicht so dicht als die flachen weißen. Die Furchen sowohl als die Grübchen in ihnen werden zur Spitze hin allmälig feiner.

Bei der Abänderung soluftis sind die vorderste und hinterste Deckenbinde vielfach unterbrochen, die mittlere aber in soviel unregelmäßige Punkte aufgelöst, daß von einer Querbinde keine deutliche Spur mehr vorhanden ist.

Omotemnus nigrocrinitus. q. Om. principi^') Helleri simillimus; rostro a latere inspecto medio late acuteque emar- ginato; prothorace convexiore etiam lobo antiscutellare latius rotundato, nee elevato- nee nitido-marginato, dorso maculis duabis oblongis medianis nigris signato; eljtris sutura juxta scutellum vix angustatis; femoribus tibiisque subtus longius, margine apicale pjgidii nee non margine laterale segmenti analis apicem versus brevius nigro-cihatis. Lg. 40, lat. 17 mm.

Kina Balu (N. 0. Borneo).

Diese Art gehört wie princeps zur sei'rirostris-Gruppe. Der oben in der Mitte gleichsam eingeknickte Rüsselrücken, der breite ungerandete Antiscutellarlappeu sowie die schwarze Bewimperung der Schenkel, Schienen und der des Äualsegments in derselben Ausdehnung wie bei serriroslris 2) genügen das

1) Entom. Nadir. 1894 p. 100.

^) Der typische seniruslris Fabr. hat zwei abgekürzte schwarze Längsbinden auf dem Thora.x: bei der Abänderung scnhostris Oliv., den ich in Olirieri umzubenennen vorschlage, ist jede dieser beiden Binden in zwei Makeln aufgelöst. Charakteristisch für beide ist der außer der Thoraxbusis auch glänzende schmale, zum Schildcheu hin breiter glänzende Nahtrand.

Stett. entomoL Zeit. 1896. 7<»

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Männchen dieser Art von dem des princeps und des serri- rostris zu unterscheiden. Das mir unbekannte Weib der neuen Art muß sich von dem der letzteren beiden Arten durcli die schwarze Bewimperung des Analsegments^ den un- gerandeten und nicht glänzenden Antiscutellarlappen und von dem Weib des princeps noch durch die vom Vorder- und Hinterrande gleich v^^eit entfernten beiden schwarzen Längs- binden auf dem ThoraxrUcken sicher trennen lassen.

Omotemnus vicarins. ^. Om. Swierstrae Rits. simiUimus^ ab lllo praecipue corpore breviore, prothoracis lobo anti- seutellare minus producto nee non lata nigro- sed haud elevato-marginato, elytrorum macula postmediana marginali deficiente, pygidio vix conspicue punetato sed maculis duabus rubris notato, epimeris mesosterni, episternis vittisque duabus metasterni, articulo ultimo funiculi, rostri basi nee non magna parte abdominis rufis distinctus. Lg. 30 43, lat. 12 17 mm.

Buitenzorg auf Java. Zwei Männchen von Dr. Küken- thal gefangen.

Den (Rhynchophorus) Swierstrae i) Rits. von Ambarawa (Ost-Java) kenne ich nicht, der Autor beschreibt den Mann aber so ausführlieh, daß die Erkennung des vicarins als eigene Art nicht schwer fiel. Beide Arten haben den Cyrtotracheltis-fövm\oen Körper. Der geringste Nachdruck bei Unterscheidung beider Arten ist jedenfalls auf das Fehlen der schwarzen makelförmigen Erweiterung des Außenrandes gleich hinter der Mitte zu legen, da mir z, B. ein unzweifelhafter serrirostris vorliegt, bei dem die analoge Makel verschwunden ist ohne daß die rothe Färbung sich auch auf andre Körper- theile ausgedehnt hätte. Nach dem nicht unbedeutenden Omo^e/n/iMS-Material meiner Sammlung zu urtheilen, ist anzu- nehmen, daß bei einer Variabilität der Zeichnung auf der Oberseite, die Farbenvcrtheilung auf der Unterseite bei der Art konstant ist.

Während die Beine beider Arten gleich gefärbt sind, soll die Unterseite bei der Ritsema"schen Art bis auf einen braunen Fleck an den Seiten des ersten Bauchsegments ganz schwarz sein, bei nicarius dagegen zeigen die Seitenstücke der Brust eine rothe Makel, die Hinterbrust jederseits der Mitte eine rothe Längsbinde, ferner ist das Analsegment ganz, 3 und 4 bis auf den Hinterrand, 1 und 2 an den Seiten breit roth; letztere beiden Segmente sind an den Seiten fein gekörnelt, die übrigen fein punktirt, 5 mit einem flachen dreieckigen

>) Not. Leyd. Mus. 1891 p. 151. Statu entomol. Zeit. 1895.

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Spitzeneindruck, dessen Seitenrand wenigstens hinten mit roth- uelbeu abstellenden Haaren gewimpert ist; mit etwas dunkleren Haaren ist auch die Spitze des Pygidiums gewimpert. Bei beiden Arten ist der Rüssel in der Mitte kaum lialb so hoch als an der Basis, der Rücken also wie bei der vorhergehen- den Art in der Mitte breit und tief stumpfwinklig eingesenkt; der Rüssel des vicarius weicht aber von dem des Swierstrae dadurch ab, daß die Basis an den Seiten eine kurze Strecke und oben bis zur Höhe der Fühlereinlenkuug punktirt und roth ist, daß bei dem einen Stück der comprimirte zahn- förmige Hocker hinter der Rüssclspitze eine etwas nach hinten gebogene Spitze hat, nach vorn steil abfällt, nach hinten in einen allmälig an Höhe abnehmenden stumpfen und flach runzlig gekörnten Kiel erweitert ist, also flach und schräs abfällt; beim zweiten kleineren Stück ist der Rüssel insofern anders und anormal gebildet, als letztere kielartige Erweiterung ohne zahnförmige Erhöhung zur Spitze hin allmälig verläuft. Das siebente Geißelglied ist wie bei der Ritsema'schen Art schmäler dreieckig als beim serrirostris, aber wie bei diesem roth. Die beiden schwarzen Thoraxlängsbinden sind dem breit schwarz gerandeten Vorderrande mehr genähert als dem Hinterrande, bei dem kleinen Stück schmäler, bei dem großen breiter als der sie trennende Zwischenraum. Das Pygidium zeigt außer den beiden rothon Marginalmakeln sehr Hache und weitläutige, mit Schuppenmasse ausgefüllte Punkte, die bei Sipierstrae very dose together stehen sollen.

Omotemnus cinctus. 0. Fleutiauxi^) Fst. simillimus; supra rubro-velutinus et nigro-cinctus, subtus niger nitidus rufo-variegatus; rostro nigro dorso rufesceute, parte basali incrassata remote punctato, lateribus ante oculos sat profunde impresso; capife antice nigro postice rufo, medio area parva impunctato; prothorace ovato basi scutellum versus rotuudato- |)roducto tenuiter nigro-elevato-marginato, lobo utrinque vix sinuato, parte antica tubulata obscure rufo, margine apicale angustc nigro; scutello lanceolata medio vitta nigro-brunneo- velutino; elytris anguste nigro-opaco-cinctis. margine exteriore nigro pone coxas posticas et basi supra humeros expansis; pygidio rubro lateribus vitta cuneata nigra notato; femoribus basi apiceque, tibiis apice, tarsis totis nigris. Lg. 30 33, lat. 10—13 mm.

Java. Ein Pärchen.

Schildchen, Fühler, Kopf und Rüssel sind denen des Flentiauxi fast gleich, nur ist letzterer an den Seiten vor den

0 Ann. France 1893 p. 520. ätett. entomol, Zeit. 1895.

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Augen eingedrückt. Thorax nach vorn allmälig gerundet- verengt, an dem vorderen halsförmig abgeschürten Theil nur der Spitzenraud oben schmal schwarz gesäumt, die stumpfe Seitenkante etwas gröber und dichter punktirl, die Quer- wülbung beim Mann flacher als bei dem des Fleutiauxi. Decken nach hinten noch etwas mehr verengt, an der Spitze in der Mitte gemeinsam ausgebuchtet, die Streifen gegen die Basis tiefer eingeritzt und deutlich punktirt, sonst schwärzlich durchscheinend, Streifen 1 dem Schildchen, 3 und 4 einander genähert, alle Ränder bis auf die Basis gegenüber dem Anti- seulellarlappen Jtchmal schwarz gesäumt, der Außenrand gegen- über den Mittelbrustepimeren in eine quere Makel über der Schulterschwiele und von den Hinterhüften bis zur abgerundeten Außenecke des Spitzenrandes über den neunten Streifen hinaus verbreitert, beide Erweiterungen wie auch die schwarze Fär- bung auf den Thoraxseiten von oben theilweise sichtbar. Das Pygidium ist in beiden Geschlechtern ziemlich breit, beim Mann breiter (aber schmäler als beim Fleutiauxi M&nn) stumpf gerundet, dichter, besonders auf den Seiten sehr dicht und fast körnig punktirt und wie der Spitzen rand mit kurzen gelbrothen Börstchen besetzt. Prosternum am Vurderrande mit einer breiten gemeinsamen und jederseits neben den Hinter- hüften mit einer schrägen rothen Makel. Hinterbrust jeder- seits zwischen Mittel- und Hinterhüften mit einer rothen Längs- binde, die hinter den Mittelhüften nach außen umgebogen bis zu den Episternen reicht. Bauchsegmenle 1 und 5 bis auf den Vorderrand ganz roth, die drei mittleren bis auf eine rothe Makel an ihrem Außenrande schwarz; Seitender letzten Segmente, das Analsegment auch vor dem schwärzlichen, beim Mann erhabenen Spitzenrande viel kräftiger auch dichter punktirt als bei Fleutiauxi und beim Mann mit gelblichen Börstchen besetzt. Die Körperseiten unten beim Mann fein und ziemlich dicht gekörnelt, beim Weibe einfach und weit- läufig punktirt.

Von dem javanischen miniatocrinitus ^) Chvrl. durch die größtentheils schwarze Unterseite, den erweiterton schwarzen Seitenrand der Decken, das nur in der Mitte rothe und in beiden Geschlechtern stumpfspitzige Pygidium. den viel kürzeren Thorax mit stumpferem und weniger nach hinten vorgezogenem Mittellappen hauptsächhch verschieden.

Protocerius praetor. Elougato-ellipticus, niger, supra rufus; rostro, antenuis, scutello et limbo prothoracis elytrorum-

1) Loc. c. 1883 p. 560. Stett. entomol. Zeit. 1895.

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que nigris; prothorace feminae punctulis minoribus et majoribus sat dense obsito, maris densissime minutissime grauulato, dorso niedio obtuse subcuriuulato; elytris octo-bruaneo-striatis, quatiior iuternis feminae et quinque maris acute scarificatis, exterioribus obsolete striolato-punctulatis, interstitiis feminae lemote punctulatis maris densius minutissime granulatis, callo humerale obsolete iufuscatis, limbo exteriore late nigris sed dcsuper liaud conspicuis; corpore subtus lateribus punctulis minoribus et majoribus maris densissime obsito. Lg. 41 51, lat. 14 20 mm.

Bei Buitenzorg auf Java von Dr. Kükenthal in vier Exemplaren gefangen.

Schmäler als der heros Oliv., von der Körperform des fervidiis i) Pasc, und laetiis Vollenh. Bei den beiden letzten ist der Deckenaußenrand nur schmal schwarz gesäumt und die schwarze Färbung des Prosternums erreicht nicht die Seiten, ist also nicht wie bei praetor von oben, wenn auch nur wenig sichtbar; dieser ist von laetus außerdem durch das Felden der schwarzen Thoraxmakeln, von fervidus noch durch die bräunlich durchschimmernden Punktstreifen auf den Decken verschieden. Rüssel beim Mann etwas weniger gebogen als beim Weib, sein Rücken bis zur Fühlereiuleukung flach gedrückt und ziemlich dicht punktirt, dann bis zur Mitte mit einer flachen unpunktirten Furche, jede der beiden Seiten- kanteu aber bis zum dicht punktirten Spitzenviertel mit einer Reihe verschieden großer Tuberkel besetzt; der Rüssel des Weibes ist überall