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Die aus der Provinz Preussen seit 1466 hinzugekommenen Wappen . 106 A. Die preussischen Wappen 106 B. Die Wappen Pommerellens 125 IV. Der dem polnischen Adel angeschlossene Adel in Livland 141 Die regierenden Orossfürsten von Lithauen 144 V. Die Wappen Lithauens 146 Das Wappen der russischen Fürsten 159 Die Wappen der russischen Provinzen 159 Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1700 entstandene und eingeführte Wappen 167 Die Namen der aufgeführten Wappen, unter Hinweis auf die Seitenzahl . . 181 Das von dem Ahnherrn eines Geschlechts selbst gewählte oder ihm verliehene Wappen war ein äusseres Zeichen seiner, wie seiner Nachkommen Standeswürde, auch wohl seines persönlichen Verdienstes. Es wurde das Wappen ein unerlässüches Zubehör des Trägers, ein Talisman, den mit Stolz zu führen und in Ehren zu wahren als hohe Aufgabe galt. Und dieses so hochgeschätzte Wappen ist als ein in Volk und Familie verbleibendes Denkmal den Nachkommen eine ehr- furchtgebietende und an gleiches Verhalten mahnende Ueberlieferung geworden. Und ein solches Erbteil ist und bleibt, auch unter den gegen früher abweichendsten Lebensverhältnissen erhaben, da es eine durch Herz und Sitte als würdig gestempelte, in keiner Zeit eine andere Auslegung zulassende Wahrheit verkündet. Das Wappen ist in seiner unverändert gebliebenen Form ein Kennzeichen der Zusammengehörigkeit der oft zerstreut lebenden Sprossen eines Geschlechts und ein Unterscheidungszeichen von anderen, ein anderes Wappen führenden gleichnamigen Geschlechtem. Solche gleichnamigen, aber ganz verschiedenen Geschlechter bestehen vielfach auch im polnischen Adel. Es bietet das Wappen also auch einen der sichersten Anhalte bei Forschungen in die Vergangenheit hinein behufs Feststellung einer Familien -Genealogie. Bei solchen Forschungen liegt wohl auch der Wunsch zur Aufklärung nahe: Wann, wo und wie ist das Wappen entstanden? Was bedeutet das Wappen- bild, das eine Andeutung der Entstehung sein soll, für uns aber vielfach ein nicht zu lösendes Rätsel geworden ist? Bei dem Briefadel, dem das Wappen veriiehen worden ist, ist die Lösung meist zu finden, weil sich Dokumente über die Verieihung in den Archiven wohl noch auffinden lassen; beim Uradel liegt die Entstehung des Wappens meist in tiefem Dunkel. Der Stifter wählte das Motiv zu demselben, sei es aus dem religiösen oder aus dem ritterlichen Leben, vielfach aus dem ritteriichen Frauendienste, oder er wählte sonst ein Zeichen, das ihm die Erinnerung an ein ihn betreffendes, öffentliches oder in seinem privaten Leben bedeutungsvolles Ereignis bewahren sollte; eine Deutung hat sich durch kein Schriftstück, meist nur durch eine oft sagenhafte Tradition in der Familie erhalten. In den Ländern, in welchen die Ritterturniere eine Rolle spielten, wählten die Ritter als Erkennungszeichen verschiedene Farbenzusammen- stellungen, die sie auch in ihren Schild aufnahmen, der so in ver- schiedene Schilderfelder der mannigfachsten Formen geteilt wurde. Wenn sie diese Schildesteilung nicht schon als volles Wappen gelten Hessen, was vielfach geschah, setzten sie in eins dieser Felder das Wappenbild, das sich auch wohl wiederholte, auch wohl als Helmschmuck V. Z e r n i c k i , Die polnischen Stammwappen. 1 galt. An diese Feldesteilungen, die sogenannten Heroldsfiguren, knöpfte sich dann wohl oft noch die Vermehrung des Wappens, das seine Einfachheit verlor und die Deutung noch schwieriger machte. Für diese Zusammenstellungen entwickelten sich gewisse heraldische Vor- schriften. In Polen waren Turniere nicht üblich, es kamen also auch keine Heroldsfiguren in die Wappen, diese haben sich in ihrer ur- sprünglichen Gestalt erhalten und waren auch keinen heraldischen Regeln unterworfen. Das Wappenbild im farbigen ungeteilten Schildes- felde und der Helmschmuck bildeten das Wappen, Helmdecken und Schildhalter gehörten nicht zu demselben, waren nur eine vom Aus- lande angenommene, ganz bedeutungslose Nebensache. Die Kenntnis der polnischen Adelswappen erweiterte sich nur allmählich: Dtugosz, der erste heraldische Schriftsteller Polens, gab in seinem Traktat: Insignia seu Clenodia regni Poloniae (geschrieben 1466 — 70) Nachricht über 103 Wappen, von denen etwa 50 beschrieben waren, — Kromer (gest. 1589) erwähnte 115 Wappen, — Paprocki (gest. 1614) gab in seinen Hauptwerken 1578 und 1584 schon Nachricht über 220 Wappen, — Bielski (gest. 1595) nannte einige Wappen mehr, — Okolski (gest. 1654) brachte die Zahl bis auf 290, — Konopacki hinter- liess ein Manuskript über die preussischen und — Kojalowicz (gest. 1674) über die lithauischen Wappen. Aus diesen Schriftstellern schöpfte Niesiecki (gest. 1743) und beschrieb etwa 500 Wappen. Nach diesem letzteren schrieben über Familien und Wappen noch: Dunczewski, Warszycki, Kuropatnicki , Krasicki, Matachowski und Wielqdek. Was diese letzteren brachten, benutzte Bobrowicz, um in seiner Neu-Aus- gabe (1839 — 46) des Werkes von Niesiecki kritisierende, berichtigende und vervollständigende Zusätze zu machen. In dieser Neu-Ausgabe sind höchst schätzenswerte (wohl von dem Historiker Leiewel ver- fasste) Abhandlungen über die Entstehung und Entwicklung des polnischen Adels- und Wappenwesens. Als besonders wichtig, die Wappen- und Familienkunde des polnischen Adels vermehrend, sind noch die Werke zu nennen von : Sinapius, der gleichzeitig mit Niesiecki lebte, über Schlesien, — dann aus neuerer Zeit von: Milewski über Masowien, — K^trzynski über Preussen, Borkowski über Galizien, — ^ychlinski über Orosspolen. — Von ganz besonderer Wichtigkeit sind die in neuester Zeit erschienenen Werke: Franciszek Piekosinski: Rycerstwo polskie wieköw ^rednich, (Die polnische Ritterschaft des Mittelalters) Krakau 1896; Antoni Malecki: Studya heraidyczne, Lemberg und Warschau 1890. Was durch die Forschungen und Berichte der Heraldiker über das polnische Wappenwesen als festgestellt zu erachten scheint, soll in der nachfolgenden Zusammenstellung wiedergegeben werden, die nur eine Beihilfe und Anknüpfung zu weiteren Forschungen bieten will. Pankow bei Berlin, 1903. Der Verfasser. ^^>mm^t00ttt0t0^0^0^0^^*» " ' Wenn neuere Geschichtsschreiber den Polen bis kurz vor der Annahme des Christentums ein organisiertes Staatswesen absprechen und alles, was frühere Forscher über deren älteste Zustände berichtet haben, als Mythe erklären, weil ihnen keine unumstösslichen Beweise für deren Angaben voriiegen, so fehlen ihnen aber auch die Beweise dafür, dass es nicht so gewesen sei. Es kann. deshalb den durch die alten polnischen Schriftsteller weitergetragenen Überiieferungen, die uns Namen, Tatsachen und Vorkommnisse berichten, nicht jede Glaub- würdigkeit abgesprochen werden, weil sie nicht nur mögliches, sondern höchstwahrscheinliches enthalten, dem die Annahme des wirklich ge- schehenen nicht ganz versagt werden kann. Es können aber die Ober- lieferungen, wenn sie auch manches sagenhafte in sich haben, nicht als eine absichtliche Oeschichtserfindung gehalten werden, denn wenn sie es wären, dann wären nicht grössere Zwischenzeiten mit dem Ge- ständnis, dass man aus dieser Zeit nichts bestimmtes weiss, übergangen worden, sondern man hätte auch für diese etwas erfunden, um einen fortlaufenden Faden der Geschichte zu haben. Dass die Polen schon bei ihrer Niederiassung in den Distrikten der Warthe unter ihrem Fürsten Lech oder Lach, nach dem sie zuerst Lechen oder auch Lachen genannt wurden, ein Staatswesen organisierten, das Lechen -Reich, dem sich bald die angrenzenden verwandten slavischen Stämme anschlössen, muss als geschichtliche Wahrheit gelten. Wenn Mieczystew I., unter dem die Polen 963 das Christentum annahmen, von den Geschichts- schreibern als fünfter regierender Piast bezeichnet wird, so muss doch Piast, der Ahnherr dieses Dynastengeschlechts, existiert haben, er muss doch an die Spitze eines schon vorhanden gewesenen Staatswesens getreten sein; es konnten nur in einem solchen die uralten Städte Onesen, Kruschwitz, Krakau entstanden sein. Wenngleich es wohl keinem Zweifel unteriiegt, dass die Lechen bei ihrer Niederlassung patriarchalisch zusammenhielten, wie es bei allen Urvölkern der Fall sein musste; so muss doch als sicher vorausgesetzt werden, dass die Lechen schon bei ihrem Wanderungszuge eine Organisation für den Waffendienst unter Haupt- und Unterführern hatten; und eine solche Waffenorganisation musste auch weiter beibehalten werden, schon zum Schutze gegen etwaige beunruhigende Einfälle andrer in der Zeit der Völkerwanderung umherschwirrender Volksstämme. Aus der Waffen- — 4 — Ordnung, in der doch nur einer der Hauptführer sein konnte, der im Falle der Notwendigkeit das Aufgebot nach den vorher bestimmten Sammelplätzen befahl, musste sich das Dynasten wesen herausbilden, aus dem oberen Kriegsherrn ein Dynast werden, dem auch ein Befehls- recht für andre Angelegenheiten, wie richterliche Entscheidungen, Regelung des Oötterdienstes u. s. w. eingeräumt werden musste. Zur Beratung und zur Ausführung seiner Anordnungen musste er von Räten umgeben sein. Es bildete sich aus dieser Umgebung ein festes Hof wesen, das auch wieder ein Steuerwesen und eine Verteilung der Pflichten an die einzelnen bedingte. Es entstand also ein Staatswesen, eine geregelte Regierung, ohne die ein Volk nicht fortbestehen kann. Es sind uns aus der ältesten heidnischen Zeit der Polen keine ge- schriebenen Gesetze überkommen, denn es gab damals keine Schrift- sprache; wenn man die wohl bekannte, aber nur selten angewendete und zu umfangreicher Anwendung ungeeignete, schwerfällige und höchstens für den Meissel geeignete Runenschrift ausschliesst. Erst als das Christentum im 10. Jahrhundert durch die Polen angenommen war, Kirchen und Klöster gegründet wurden, wurde durch die aus dem Auslande gekommenen Geistlichen die lateinische Sprache ein- geführt und gelehrt und aus dieser wurde das Alphabet auch für die polnische Sprache entnommen. Es ist die Einführung einer lateinischen wie auch polnischen Schriftsprache in Polen also erst am Ende des 10. Jahrhunderts erfolgt. Auf geschriebene Geschichtsdokumente bis zu jener Zeit haben die Historiker nicht zu hoffen, aber es müssen ihnen die von da ab erschienenen und wenn auch nur wenigen auf- bewahrten ersten Dokumente, namentlich die Stiftungsurkunden der Klöster, die Verieihungen von Besitz an diese, Gesetzeserlasse u. s.w. einen Rückschluss auf die Vergangenheit aufdrängen, weil dieselben sich auf Verhältnisse stützen, die nur seit sehr langer Zeit begründet sein konnten, auch mit den Überiieferungen übereinstimmen, in denen sich eine, wenn auch nicht ganz sichere, so doch höchst wahrschein- liche Logik der allmählichen Entwicklung zeigt. So können die den Charakter der Nation wiederspiegelnden Traditionen nicht ganz ver- worfen werden, und namentlich für die Geschichte des Wappenwesens muss man sie als eine wichtige Beihilfe gelten lassen. Schon in den frühesten Zeiten führten die Polen, wie alle andern slavischen Völker, Volksfahnen, die an heiligen Stätten von den Priestern bewahrt und für den Fall eines kriegerischen Unternehmens feieriich dem Fürsten oder sonstigen Führer des Volkes übergeben wurden. Zum Schutze der farbigen Fahne, auf der das Wahrzeichen des Volkes gemalt war, wurde noch ein besondrer Bannerträger gewählt. Aber auch die einzelnen Abteilungen, die aus den verschiedenen Bezirken dem allgemeinen Sammelplatze zuzogen, hatten ihre besondren unter- scheidenden Fahnen, die ebenfalls das Bild eines Wahrzeichens (godto=clenodium) des Bezirks trugen. Diese Wahrzeichen waren meist Gegenstände, die auf die Hauptproduktion des Bezirks, auf die Jagd und sonstigen gewöhnlichen Beschäftigungen des Lebens hindeuteten, z. B. ein Baum, ein Hirsch, ein Vogel, ein Beil, ein Rad u. s. w. Es war diese jedem sichtbare Fahne der Zusammenhalt der betreffenden Abteilung. Zum Zusammenhalt und Zuruf im Gewirr hatte jede Ab- — 5 — teilung aber auch noch ein besondres Losungswort oder Feldgeschrei, (hasto, zawotanie, proclamacya=proclamatio), das meist dem Namen des Bezirks dieser Abteilung entsprach. Die Lechen waren schon während ihrer weiten Umherzüge, nachdem sie ihr ursprüng- liches tieimatsland Chrobatien verlassen hatten, ein Volk in Waffen und sind ein solches über 1000 Jahre hindurch bis zum Untergange ihres neuen Vaterlandes geblieben. So übernahmen sie auch die Ver- teidigung des Landes, die Waffenpflicht, als die Polanen, die fried- liebenden Urbewohner der Warthe- und Netze- Gebiete, ihnen die nicht benutzten Ländereien als Besitz überliessen. Die Lechiten haben ihre ersten Niederlassungen in dem neuen unbekannten Lande wohl vorzugsweise an den Ufern der Gewässer gesucht, die ihnen einmal die Wegweiser in der Gegend waren, dann durch ihr Wasser schon und die meist vorhandenen Uferwiesen die Erhaltung des Vieh- und Pferdestandes erleichterten, zur Ergänzung der Jagd auch noch den Fischfang gewährten. Die ersten Niederlassungen bestanden jedenfalls in einzelnen Gehöften, die anfänglich weniger, später weiter zerstreut lagen. Diese hatten noch keine besondren Namen, wohl aber hatten die Seen, die Flüsse und Bäche einen solchen, der nun zur Bezeichnung des Bezirks der betreffenden Niederlassung diente, wie auch als Feldgeschrei dieser örtlichen, eine eigne Fahne führenden Kriegsabteilung. Bei der Wahl der ersten Niederlassung und der Besitznahme weiterer Ländereien blieben die einzelnen Familien der Lechen mit ihren Angehörigen in derselben Gegend, in der sie sich bei Ausbreitung der Familie weiteren Besitz wählten, den der Fürst bestätigte oder veriieh. Diese zusammen- gehörenden Familien wählten sich einen Stammesältesten (Starost), der gleichzeitig ihr Richter, auch ihr Kriegsanführer (Wojewode) war. Da die Lechiten die Waffenpflicht allein übten, so bildeten sie auch allein im Falle eines dem Lande durch grosse Feuer signalisierten Aufrufs, die zum Sammelplatze ziehenden Abteilungen. Der Stammes- älteste führte als Wojewode die Fahne des Bezirks, die gleichzeitig die Fahne des ganzen Geschlechts war, das aus seinen Mitgliedern dann auch den Bannerträger wählte. Der Zuruf oder das Feld- geschrei war ebenso bezeichnend für das ganze Geschlecht, es wurde der allgemeine Name für den zusammenhängenden Stamm. Es war aber das Wahrzeichen der Fahne kein Wappen für den einzelnen, das Wahrzeichen kennzeichnete nur den Bezirk und den in demselben ansässigen Stamm. Wappen konnten die Fahnen- zeichen, die die einzelnen Ritter wohl auch auf ihren Schilden führten, damals nicht genannt werden, denn die Polanen, die auch weite Be- sitzungen hatten, auch wohl im Rate des Fürsten vertreten waren, waren mit den Lechiten, denen die Fahne gehörte, gleichberechtigt. Wenn die Lechiten durch ihre Waffenpflicht, wie auch durch das in Anspruch genommene alleinige Waffenrecht, nicht minder dadurch, dass sie dem Stammesfürsten und Stammeskriegsherm näher standen, den Polanen gegenüber eine einflussreichere soziale Stellung einnahmen, so waren sie immer noch kein Adel, kein privilegierter Stand. Als der Polenfürst MieczysJaw sich 963 mit der böhmischen Prinzessin — 6 - Dqbrowka vermählt hatte und das Christentum sich im Lechenlande zu verbreiten begann, traten nähere Beziehungen zu dem christlichen Auslande ein und von dort kamen manche hochgestellte Persönlich- keiten nach Polen, namentlich aus Böhmen solche, die dem Hofe der neuen Fürstin folgten, und Hessen sich in Polen nieder, wo sie von dem Fürsten mit Gütern bedacht wurden. Diese fremden Herren führten, nach dem in ihrem Heimatlande bereits üblichen Gebrauche, persönliche Wappen, mit denen sie auch siegelten. Mit diesen Herren traten namentlich die einflussreicheren, dem Hofe am nächsten stehenden Lechiten in Beziehung. Diese waren es, die dem Beispiele, des Fürsten folgend, die Gründung von Kirchen und Klöstern durch Überweisung von Grundbesitz an diese zu fördern suchten. Die Schenkungsurkunden, die sie unterzeichneten, mussten aber auch Siegel tragen, und es folgten nun die lechitischen Herren dem Beispiel der Fremden, ein solches zu gebrauchen, zu dem sie irgend ein beliebiges Emblem wählten, das sie auch nach Belieben wohl wechselten. Ja, wer noch kein Siegel besass, borgte sich ein solches für den Fall notwendigen Gebrauchs auch von einem andern. Vielfach wurde als Emblem des Siegels wohl das Bild der alten Kriegsfahne, oft aber auch der Anfangs- buchstabe des Personennamens aus der bisher nur allein bekannten Runenschrift gewählt. Aber diese Siegel waren noch keine Wappen wie die der fremden Herren, denn im Lechenlande gab es noch keinen Adel; es konnte der Fürst auch einen solchen nicht selbständig ver- leihen, weil seine Beschlüsse durch den ihn umgebenden Rat wie auch durch die Meinung der Wojewoden, also der Stammesältesten beengt waren, es dann aber auch nicht angängig war, einem Lechiten vor seinen familienrechtlich gleichgestellten, ebenbürtigen Stammesgenossen einen höheren Familienstand zu schaffen. Es wäre dies ein Eingriff in die patriarchalische Gleichberechtigung aller Stammesgenossen ge- wesen, auf welcher Grundlage das Staatswesen sich überhaupt auf- gebaut und weiter gebildet hatte. Die oben schon betonte, bevorzugte und dnflussreiche Stellung der Lechiten hatte wohl oft zu einer sozialen Überhebung gegen die Polanen geführt, welche diese als beleidigende, ungerechte Zurück- setzung empfanden, wodurch eine Spannung zwischen den beiden Volksstämmen entstand, die sich bei den Polanen zum Hass gegen die Lechiten steigerte, als diese dem Wunsche des Fürsten Mieczystaw, die Polanen, welche fest an ihrem heidnischen Glauben hingen, nötigen- falls mit Gewalt zur Annahme des Christentums zu zwingen, aus- führend dienten, dadurch eine neue Bestätigung ihres alleinigen Waffen- rechts eriangten. Die bisher sich immer noch ausgeglichen habenden Gegensätze gingen nun in offenen Zwist über. Die Polanen, denen zur Pflicht gemacht wurde, die Länder der Lechiten, während diese den Waffendienst ausserhalb ausüben mussten, zu bebauen, suchten einen offenen Kampf aufzunehmen, doch Bolestaw I. (992—1025), wollte dem Bürgerkriege vorbeugen und wusste sie da- durch zu beruhigen, dass er ihnen während der vielen Kriege, die er führte, die Bewachung des inneren Landes anvertraute, während er mit den Lechiten die äusseren Feinde bekämpfte. Es organisierten sich nun die Polanen, den Lechiten gleich, zu einer bewaffneten Macht. - 7 — Unter MieczystewII. (1025 — 1034) waren von den Lechiten gegen die äusseren Feinde viele Kämpfe zu führen und sie wurden durch dieselben geschwächt. Dieses, wie die durch die Königin Rixa im Lande verursachten Wirren benutzten die Polanen zu neuem Kampfe gegen die Lechiten. Es entstand ein blutiger Bürgerkrieg, in welchem die Lechiten unteriagen, sie kamen in die vollständigste Abhängigkeit von den Polanen, mussten diesen den grössten Teil ihrer Ländereien überlassen und aus den höheren Ämtern weichen. Als König Kazimierz 1041 zur Regierung kam, suchte er durch Vermittelung den früheren Bestand herzustellen, weil er nur unter Mit- wirkung der Lechiten wirksam regieren konnte. Da er aber bei den Polanen entschiedenen Widerstand fand, welche namentlich die festen königlichen Burgen nicht räumen wollten, versuchte er dieselben durch die Lechiten dazu zu zwingen. Es entspann sich ein neuer erbitterter Kampf, in welchem die Lechiten Sieger blieben. Die Polanen mussten die an sich gerissenen Ländereien wieder herausgeben, wurden aus den höheren Ämtern entfernt und für unfähig erklärt, solche überhaupt zu bekleiden, sie verioren gesetzlich ihre bisherige Oleichberechtigung. Von den Lechiten wurden sie von nun an nicht nur als viel geringer angesehen, sondern auch als ein dienstbares Volk, mit welchem sich ferner durch Heiraten zu verbinden, sie unter ihrer Würde hielten; ja, sie hielten die Unterdrückten nicht einmal mehr würdig den Ehren- namen Polane oder Pole, nach welchem das Reich benannt war, zu führen, sie nannten sie fortan Kmieci (Ackerbauern). Bolestaw 11. (1058 — 82) hatte auch mit äusseren Feinden zu kämpfen und wollte während seiner Abwesenheit auf dem Kriegs- schauplatze das Land nicht einem neuen Aufstande der Kmieci Preis geben. Er suchte ihr Vertrauen dadurch zu gewinnen, dass er ihnen wiederum die Bewachung der festen Schlösser im Lande übertrug. An diesen Punkten setzten sie sich fest, nahmen die Töchter der Lechiten mit Gewalt zur Ehe, und traten dem mit den Lechiten aus dem Felde zurückkehrenden Könige mit offener Waffe entgegen. So war ein neuer, mehrjähriger, blutiger Bürgerkrieg entzündet. Doch Boleslaw besiegte die Kmieci 1077 und jetzt war ihr Los für immer entschieden. Zur Strafe für ihre Rebellion wurden sie als unter- geordnetes Volk im Staate, als abhängig erklärt, verloren die Gleich- berechtigung, sollten zu öffentlichen Ämtern und Würden nicht zuge- lassen werden können, durften keine Waffen mehr tragen. Es war diese Abhängigkeit jedoch keine Leibeigenschaft, die in Polen ja niemals bestand, denn sie wurden in ihrer Person und in ihrem Besitz ge- schützt; ihre Verpflichtungen gegen die Lechiten waren genau vorge- schrieben, was sie mehr leisteten, musste ihnen entschädigt werden. Die geistliche Laufbahn blieb ihnen aber offen. So waren aus den zwei Bruderstämmen zwei Stände geworden, ein abhängiger: die Kmieci, und ein berechtigter: die Lechiten, welche nun einen wirklichen, privilegierten Adel bildeten, die Szlachta, deren jedes einzelne Mitglied Szlachcic (abgeleitet von zLachcicöw — von den Lachen) hiess. Alle ^Edelleute waren gleichberechtigte Staats- bürger, konnten zu allen Ämtern und Würden gelangen, hatten das — 8 — Recht immer Waffen zu tragen, gleiche Waffenpflicht und Waffenehre, hatten allein das Recht zur Berufung von Bezirks- Versammlungen, allein Stimme in denselben, allein das Stimmrecht bei der Wahl von Beamten; ihre Besitzungen waren unbeschränktes Eigentum, wurden zu adligen Gutern erklärt. Der Adel begann nun auch feste Familienwappen zu führen, zu solchen wählten die einzelnen Edelleute das Wahrzeichen der alten Kriegsfahne des Stammes , zu dem sie gehörten und der den Namen des alten Feldgeschreis trug. Wir haben schon angedeutet, dass das alte Feldgeschrei über- wiegend die Benennung des Bezirkes der ersten Niederlassung war. Als in dieser die einzelnen zerstreuten Gehöfte sich zu Gutshöfen und Dörfern erweiterten und Namen annahmen, wurde der Sitz des Stammes- starosten wohl ausnahmslos nach dem Feldgeschrei genannt Wenn nun die Stämme sich ausbreiteten, so wählten sie für ihre Zweige weitere Landgebiete, deren Besitz der Fürst bestätigte. Diese Zweige legten dann ihrer Ansiedelung dort einen besonderen Namen bei, und da sie von dem alten Stammesorte vielleicht zu weit abwohnten, einen näheren Sammelpunkt haben mussten, so nahmen sie, da sie als be- sondere Kriegsabteilung zusammenblieben, auch eine besondere Kriegs- fahne an, für die sie das Bild der alten Stammesfahne beibehielten, zuweilen nur eine andere Farbe wählten; als Feldgeschrei diente ihnen der Name des neuen Besitzes, der nun auch Name des Stammzweiges wurde, der in der Zukunft als besonderer Stamm galt. Der Umstand, dass sich ein Dorf nach dem Feldgeschrei, oder dieses nach einem Dorfe nannte, das Feldgeschrei dem Kriegszeichen den Namen gab, den dasselbe als späteres Wappen beibehielt, ist ein Fingerzeig, dass bei Forschungen nach dem ältesten Sitze eines Wappen- stammes die Feststellung eine Anknüpfung bieten kann, ob und wo ein Ort mit dem Wappennamen bestanden hat oder noch besteht. Und dieses gilt auch da, wo dasselbe Wappen später unter 2 auch 3 verschiedenen Namen vorkommt; diese verschiedenen Namen können wohl nur die früheren Feldrufe und Namen der Zweige der alten Stämme und deren neuer Ansiedelung gewesen sein. — Diese Doppelnamen bestanden doch nur für das Wappen eines Stammes, dem ja auch seine Zweige angehörten, und sie gingen auch oft ganz ausser Gewohnheit und wurden verdrängt durch den Namen des Wappenbildes, also durch einen redenden Namen. Hierfür gelte nur das Beispiel: die alten Feldrufe Starza und Koiki des gleichnamigen, ein Beil (topor) im Wappen führenden Hauptstammes und seines Zweiges werden gamicht mehr gebraucht, das Wappen wird jetzt allgemein mit dem Namen des Wappenbildes »Topor« benannt. Die Lechiten hatten schon seit den ältesten Zeiten durch ihre Intelligenz, ihre Waffenpflicht und Ritteriichkeit, wie durch ihre höhere Vertretung in der Verwaltung des Reiches das Wesen eines Adels repräsentiert und haben hierdurch den privilegierten Adelsstand errungen. Sie sind deshalb ein wirklicher Ur-Adel und die Wappen, die sie führen, die ihnen von ältester Zeit her ein Stammes-Erbteil waren, sind als Ur-Wappen anzusehen. — Es ist eine unrichtige Annahme, dass — 9 — der Adel und die Wappen den alten Geschlechtern von den Fürsten erst erteilt worden seien; es sei denn die Bestätigung der gewählten Kriegsfahne als Verleihung aufzufassen. Als die Stammes-Kriegsfahnen allmählich seltener wurden und auch eingingen, nach der Einfuhrung des Christentums sich der dem Auslande nachahmende Gebrauch fester Schildeszeichen einführte, die aber, wie weiter unten angegeben wird, wohl vielfach gewechselt wurden, erteilten die Fürsten bei be- sonders hervorgetretenen Ereignissen dem Betreffenden ein besonderes Erinnerungszeichen in den Schild, das als Wappen von dem Beliehenen und seinen Nachkommen später fortgeführt wurde. Meist wurde aber dieses neue Zeichen als Nebenbild zu dem alten Zeichen in den Schild gesetzt, oder das alte oder neue Bild bildete den Helmschmuck. Jede dieser Wappenvermehrungen, die auch durch Vereinigung zweier Wappen bei Vermählungen vorkam, erhielt einen besonderen Wappennamen. Bei Annahme des Christentums schmückten viele ihr Wappen noch durch ein Kreuz. Die Zahl der ursprünglich alten polnischen Stammes -Wappen war eine begrenzte. Es kamen dann später neue Wappen in das Land, dadurch, dass ausländische Edelleute, die ein besonderes Wappen bereits führten und beibehielten, von den Fürsten und seit 1602 von dem Reichstage das Indigenat erhielten; — dann, dass auch neue Nobilitierungen durch den Fürsten, später durch den Reichstag, ein- traten und besondere Wappen, die dann auch besondere Namen er- hielten, veriiehen wurden. Es kam zu dem alten Adel also ein Brief- Adel hinzu, der ebenso, wie es mit den Indigenaten geschah, in die Kronmatrikel eingetragen wurde, was bedauerlicherweise für den Ur- Adel versäumt worden war; — ferner kamen durch die Vereinigungen Preussens, Lieflands, Lithauens, und russischer Länder mit Polen weitere Wappen ins Land. Die Zahl aller Wappen in Polen wurde eine sehr grosse. Dagegen erscheinen in alten Gerichtsakten noch Namen von alten Wappen, die nur zum Teil beschrieben sind, die aber alle nicht mehr geführt werden, weil die zugehörigen Geschlechter wahrschein- lich ausgegangen sind; — es können aber einzelne dieser Benennungen auch nur jetzt in Vergessenheit gekommene Doppelnamen noch be- stehender Wappen sein. Es war vielfach Gebrauch, dass die Edelleute solche, die neu ge- adelt wurden, oder solche, die noch kein Wappen führten und doch dem polnischen Adelsstande hinzutraten, zu ihrem Wappen adoptierten, wie es namentlich auf dem Reichstage von Horodio 1413 und auf dem Reichstage von Lublin 156Q, welcher die Union Polens mit Lithauen vollzog, geschah, wo die polnischen Edelleute die lithauischen, wappen- losen Herren zu ihren Wappen annahmen. Wenn nun die Zweige der alten Stämme vom 15. Jahrhundert ab besondere Familiennamen annahmen, so muss man alle diese Familien, die das alte Stammwappen führen, als von demselben Stamme ausgehend, also als blutsverwandt erachten, — ausgenommen diejenigen, welche sich von einem zum Wappen adoptierten Geschlechte ableiten. Das Lechen-Polanen Reich hatte durch den Anschluss anliegender Länder, namentlich um das Jahr 700, durch die Vereinigung mit Nord- — 10 — Chrobatien (dem jetzigen Schlesien und Kleinpolen) weite Grenzen er- langt. Dadurch, dass die Bewohner der einzelnen Landesteile im all- gemeinen Verkehr, namentlich durch Verschwägerungen durcheinander webten, durch Erbschaft und Erwerbungen sich auch einen anderen Wohnsitz wählten, konnte der bisherige gemeinschaftliche Stammes- Besitz sich auch nicht mehr erhalten und ging durch Teilung an die einzelnen Sprossen über, die nun nicht mehr an eine feste Scholle ge- bunden waren, sich nach verschiedenen Gegenden hin zersplitterten. Es war mit der Erweiterung des Landes aber auch eine entsprechende andere Bezirkseinteilung notwendig geworden, an die Stelle der Wojewoden der sich zersplitternden Geschlechts-Stämme traten staat- liche Wojewoden, an die Stelle der Kriegsfahnen der einzelnen Stämme traten die Fahnen der staatlichen Bezirke. Durch diese Verhältnisse war unter den, wenn auch immer gleichberechtigten Lechiten, eine soziale Ungleichheit eingetreten. Die einen bekleideten hohe Ämter und Würden, die schon ihre direkten Vorfahren inne gehabt hatten, sie waren reich begütert, konnten eigne Fähnlein unter ihrem alten Kriegszeichen den Fahnen des Bezirkes zuführen, — andere, weniger begütert, fochten dann wohl auch in dieser Sonder-Fahne, oder in einer anderen, sie führten das eine oder andere Feldzeichen, je nach ihrem Belieben auf ihrem Schilde. Es schlich sich hierbei die Gewohnheit des Wappenwechsels ein, wodurch die Zugehörigkeit zu dem alten Stamme, im Laufe von Jahrhunderten vielfach verdunkelt wurde. Es traf dies also vornehmlich den weniger begünstigten Teil der Ge- schlechter. — Die Lechiten hatten alle den privilegierten Adelstand er- langt; die soziale Ungleichheit wurde 135Q dadurch beseitigt, dass die Annahme von höheren Adelstiteln, nach denen die Begünstigten strebten, verboten wurde, weil die Gleichheit aller Edelleute dadurch gestört werden würde. Es trat die frühere patriarchalische und solidarische Gesinnung allgemein wieder in Geltung. Es bildete der Adel nun eine gleichberechti^e, gleichbürtige, geschlossene Ritterschaft. Um dieser anzugehören, musste jeder Edelmann seinen Adelsbeweis führen, seine Abstammung von einem Lechitenstamme nachweisen. Da suchten dann die Edelleute, die sich fremden Fahnen und Wappen ange- schlossen hatten, ihre Zugehörigkeit zu ihrem Ahnenstamme wieder nachzuweisen, um derselben, wie überhaupt des Adels nicht verlustig zu gehen. Zum Beweise des geführten Adels gehörte das Zeugnis von sechs Edelleuten, die die Echtheit des Adels beschwören mussten. Wer diesen Beweis führen konnte, kehrte zum Stammwappen wieder zurück. Nach dem Entstehen des Adels trat wohl bald der Gebrauch der Wappen auf den Schilden ein, aber der Gebrauch des Siegeins mit den Wappen führte sich nur sehr langsam ein, gegen 1400 war er allgemein; ein Edelmann ohne Wappen und ohne Siegel war nicht denkbar. Diese abgeschlossene Wappenzahl wurde, wie schon gesagt, in der Zukunft vermehrt durch die Wappen, die aus dem Auslande ein- geführt, oder bei Nobilitierungen verliehen worden sind. Im 15. Jahrhundert und zwar von 1443—1487 haben sieben Nobilitierungen stattgehabt; es sind also alle Wappen (ausser diesen — 11 — sieben wohl neuerteilten), die bis 1500 bekannt geworden sind, als alte polnische Stammwappen zu erachten. Es sind unter denselben zwar einige aus dem Auslande, namentlich aus Böhmen, eingeführt, aber schon im 10. und 11. Jahrhundert, so dass sie nach Jahrhunderten als alte polnische gelten konnten. Wappen des Königreichs Polen. In rotem Felde ein weisser, nach vorwärts gestellter, mit dem Kopfe, auf dem eine Königskrone, rechts gekehrter Adler mit hoch- gezogenen Flügeln, gespreizten Fängen und ausgeschlagener Zunge. Es wird OrzeJ biaty (weisser Adler) genannt. Über den Ursprung dieses Wappens gilt die Tradition: Als Fürst Lech, der sein Vaterland Chrobatien mit einem Teile seines Volkes verlassen hatte, um eine andere Wohnstätte zu suchen, nach weitem und langem Umherziehen um das Jahr 550 in die Gegend kam, wo heute die Stadt Gnesen liegt, lagerte er hier zwischen natur- schönen Seen und waldigen Hügeln. Als dort das Nest eines weissen Seeadlers entdeckt wurde, hielt Lech dieses für eine gute Vorbedeutung, als ein Symbol der in Frieden sich ruhenden Macht und einer für die Zukunft zu erhoffenden friedlichen Erstarkung. Er beschloss dort eine feste Stätte zu nehmen und befahl seiner Ritterschaft auf die Kriegsfahnen, die bisher das Bild eines jungen Stiers trugen, den weissen Adler zu malen. Nach Vereinbarung mit den das Land schon bewohnenden, sprachverwandten Polanen, übernahm er die Leitung einer von ihm organisierten festen Staatsform und behielt seinen Zentral- sitz, seine Residenz in dieser anziehenden Gegend, wo er den Grund zu einer Hauptstadt legte, die er Gniezno (von gniazdo, das Nest, und — gniezdzid si^ sich nisten, niederlassen) nannte. — Hier fanden die Krönungen der Polnischen Könige, zuletzt noch 1300, statt. Der weisse Adler blieb Wappen des Reiches und seiner Fürsten. Als nach dem Ausgange des Dynastengeschlechts der Plasten in Polen Fürsten aus anderen Geschlechtern den polnischen Thron einnahmen, belegten sie in ihren Siegeln die Brust des Adlers mit den goldnen Anfangsbuch- staben ihres Namens, oder mit einem Schilde, in welchem ihr Stamm- wappen war. Als 1569 die Union mit Lithauen geschlossen war, wurden das polnische Wappen, also der weisse Adler, und das lithauische (über welches nachfolgend geschrieben wird), d. i. ein sil- berner Reiter in rotem Felde, als Staatswappen vereint, und zwar das erstere rechts, das letztere links in einem gespaltenen Schilde, über dem die Königskrone schwebte. Fügten die Könige aber ihr Stamm- wappen hinzu, so wurde dasselbe in einem Mittelschilde in einen quadrierten Schild gesetzt, in dessen 1. und 4. Felde das polnische, im 2. und 3. Felde das lithauische Wappen war, über dem Schilde die Königskrone. — 12 — Die regierenden Fürsten und Könige von Polen. 1. Lech L, um 550. Ihm folgten seine Nachkommen. Der letzte derselben war: 2. Visimir, um 690. Interregnum: 12 Wojewoden führen die Regentschaft. 3. Krakus I., Fürst von Chrobatien und Schlesien, 710—730. 4. Krakus II., 730, f 730. 5. Lech IL, 730, abgesetzt 731. 6. Wanda, Tochter des Krakus, 731, f 732. Interregnum: 12 Wojewoden führen die Regentschaft. 7. Leszek L, Przemystaw, 750—780. 8. Leszek IL, 780—800. 9. Leszek IIL, 800—815. 10. Popicl L, 815—830. 11. Popicl IL, 830—842. 12. Plast, Gründer der Dynastie der Plasten, 842—861. 13. Ziemowit, 861—901. 14. Leszek IV., 901—921. 15. Ziemomyil, 921—964. 16. Mieczysiaw L, 964 — 999, nahm das Christentum an. Könige : 17. Bolestaw L, Chrobry, 999, f 1025, 1001 als König in Gnesen gekrönt. 18. Mieczystaw IL, 1025—1034. Interregnum. 19. Kazimierz L, Mnich. 1041—1058. 20. Bolestaw IL, ^miafy, 1059—1082. Er wurde wegen Ermordung des Bischofs Stanistaw von Krakau verbannt; die Polen beschlossen, dass zur Sühne dieses Verbrechens ihre Fürsten fortan nur den Fürsten- titel führen durften, dass aber das Land selbst ein Königreich bleiben müsse, und wählten deshalb die Mutter Gottes zur Königin von Polen. Fürsten : 21. Wtadystaw, Hermann, 1082—1102. 22. Bolestaw IIL, Krzywousti, 1102—1139. 23. Wtadystaw, 1139—1146. 24. Bolestaw IV., K^dzierzawy, 1140—1173. 25. Mieczystaw, Stary, 1173—1177, entthront. 26. Kazimierz IL, Sprawiedliwy, 1177—1194. 27. Mieczystaw, Stary, wiederholt, 1194—1202. 28. Wtadystaw, Laskonogi, 1202—1206. 29. Leszek V., Bialy, 1206—1227. 30. Bolestaw V., Wstydliwy, 1227—1279. 31. Leszek VL, Czarny, 1279—1289. 32. Heinrich, 1290—1292. 40. Wtadystaw II. wurde und Lithauen mi — 13 — Könige : 33. Przemystaw, 1292—1296, nahm 1295 den Königstitel wieder an. 34. Wtadystaw I., fcokietek, 1296—1300, entthront. 35. Wadaw, König von Böhmen, 1300—1305. 36. Wtadystaw I., fcokietek, wiederholt 1305—1333. 37. Kazimierz IIL, Wielki, 1333—1370. Er war der letzte des Königsstammes der Piasten in Polen. Gewählt wurde dann: 38. Ludwik, 1370 — 1382, auch König von Ungarn. Er war ein Sohn der Schwester Elisabeth des Königs Kazimirz III. und ihres Ge- mahls Karl Robert, Königs von Ungarn, aus dem Hause Anjou. Sein Haus Wappen waren die drei französischen Lilien. Seine Tochter: 39. Jadwiga, 1382, gekrönt 1384, vermählte sich 1386 mit agietto, Grossfürst von Lithauen, der Christ Polen verbündete, als König von Polen ge- krönt, 1386 — 1434. Begründer der JagietJonischen Dy- nastie, deren Stammwappen: der lithauische Reiter. 41. Wtadystaw III., 1434 — 1444, auch König von Ungarn. 42. Kazimierz IV., 1444—1492. 43. Jan. I., Albrycht, 1492—1501. 44. Alexander, 1501—1506. 45. Zygmunt I., 1506—1548. 46. Zygmunt II., August, 1548—1572. Der letzte der Jagiet- lonen in Polen. 47. Henryk Walezy (Henri de Valois), 1573—1574. Wurde König von Frankreich. Stammwappen: Die französischen 3 Lilien. 48. Stefan Batory, bisher Fürst von Siebenburgen, 1576 — 1586. Stamm Wappen: Trzy Z^by (3 Drachenzähne über und an einander in Rot). 49. Zygmunt III., 1587—1632. Seit 1592 auch König von Schweden. Aus dem Oeschlechte Wasa. Stammwappen Snopek (ein goldnes Ährenbund in Orün). 50. Wtadyslaw IV., 1632—1648 51. Jan IL, Kazimierz, 1648—1668 52. Micha», Fürst Wi§niowiecki, 1669—1673. Wappen Korybut. 53. Jan III., Sobieski, 1674 — 1696. Wappen Jan i na. 54. Aagust IL, Kurfürst von Sachsen, 1697, entsagt 1706. 55. Stanislaw Leszczynski, 1 704, entsagt 1 709. Wappen Wien iawa, 56. August IL, wiederholt 1709—1733. 57. Stanislaw LeszczyAski, wiederholt 1733. 58. August IIL, Kurfürst von Sachsen, 1733—1763. 59. Stanislaw August Poniatowski,,1764 — 1795. Wappen Ciotek. Letzte Teilung des Reiches zwischen Österreich, Preussen und Russ- land, 1795. Krakau wurde Republik, kam 1848 an Österreich. Fryderyk Aagust, König von Sachsen, wurde 1807 Herzog von Warschau. Durch den Kongresg von Wien 1815 wurde ein Königreich Polen (Kongresspolen) wieder geschaffen, dessen erbliche Könige die Kaiser von Russland sind. desselben Wappens Snopek. — 14 — Nachstehend seien nun zuerst die alten polnischen Stammwappen, die aus der Zeit der Piasten und aus der Zeit der Jagelionen bis 1500 bekannt geworden sind, — dann die später hinzugekommenen behandelt. I. Die alten polnischen Stammwappen. Abdank (Taf. I). — In rotem Felde ein schwebender silberner Balken, der in Form eines W gebrochen ist; Helmschmuck: ein gleicher Balken. Der Ursprung dieses Wappens wird legendenhaft in die Zeit des Fürsten Krakus (um 700) zurückgeführt und darüber gesagt: Ein einfacher Mann Namens Skuba habe dem Fürsten Krakus das Mittel angegeben, den in einer Höhle des Schlossberges Wawel zu Krakau hausenden und die Umgegend verheerenden Drachen zu töten, und habe dafür von dem Fürsten ein W, als den ersten Buchstaben von Wawel, oder von W^z (die Schlange) als Wappen erhallen. Nach diesem ersten Besitzer wurde das Wappen Skuba genannt. — Dann wird gesagt: es sei dieses Wappen einem tapferen Manne Skuba ver- liehen worden, der unter den Augen des Fürsten einen kräftigen Deut- schen mutvoll besiegt habe, wohl in früher heidnischer Zeit. Es muss hierzu jedoch bemerkt werden, dass es in der heidnischen Zeit in Polen noch keine persönlichen Wappen gab, — ebensowenig hatten die Slaven zur Zeit des Krakus eine Schriftsprache, kannten also noch kein W. Es ist wohl richtiger, dass dieses Wappen ein altes Feld- zeichen war und dass das Wappenbild einen Schliessriegel vorstellen soll, wie er in frühesten Zeiten an den Türen hing, um diese er- forderlichenfalls durch Eingreifen der Zähne des Riegels zu schliessen; auch zum Verschliessen von Kasten hatten die Schlüssel eine gezahnte Gestalt. Beachtet man, dass ein solcher Riegel im polnischen skobel, auch Skubel heisst, so lässt sich daraus der Name Skuba ableiten, den das Wappen früher führte. König Bolestaw III. sendete 1109, vor der Schlacht auf dem Hundsfelde, den Jan Skuba de Göra zu dem Kaiser Heinrich V., um ihm einen Frieden anzubieten. Der Kaiser erklärte auf einen solchen unter der Bedingung einzugehen, wenn die Polen sich für ewige Zeiten lehnspflichtig unterwerfen würden, und um seinen Worten Nachdruck zu geben, zeigte er dem Gesandten einen offenen, gefüllten Schatzkasten und sprach, auf das Geld weisend: »Dieses wird die Polen bezwingen!« Diese höhnenden Worte trafen empfindlich den Polen, er zog seinen Ring mit dem Wappen Skuba vom Finger und warf ihn mit den Worten: »So geben wir noch Gold zum Golde!« in den Schatzkasten, um dadurch anzudeuten, dass Gold, soviel es auch sei, die Polen nicht bezwingen könne. Der Kaiser, diese Antwort verstehend, bemäntelte seinen Unmut durch eine gewisse Leutseligkeit und sagte kurz: »Hab Dank!« — Von dieser Zeit ab wurde das Wappen Habdank genannt, woraus in polnischer Aussprache Abdank wurde. Man findet auch mitunter die verstümmelten Benennungen Awdancz und Gewdancz. Zur Erinnerung an dieses Ereignis — 15 — wurde Jan Skuba vom Könige fortan Skarbek (von skarb, der Schatz) genannt, welcher Name nun sein Familienname, ebenso auch Name des Wappens wurde. Der Sitz des Wappenstammes war in der Wojewodschaft Krakau. Aus diesem Wappen entstand durch Ver- mehrung das Wappen Syrokomla. Das Wappen Abdank führen die: Abtamowicz, Abramowicz, Ankwitz, Bardzinski, Beszewski, Beynart, Biatobrzeski, Biatopiotrowicz, Biatoskörski, Bielinski, Bogucki, Bogustawski, Bolifiski, Borowski, Borzykowski, Eiorzyminski, Borzymski, Bram, Buczacki, Budziszewski, Bystrzejowski, Byszowski, Ceklitfiski, Celifiski, Chalecki, Chamiec, Chojenski, Choryfiski, Chorzewski, Ciekliiiski, Cieliiiski, Ciesiinski, Czachorowski, Czachorski, Czahorski, Czarkowski, Czelatycki, Czeschaw, D^browski, D^bifiski, Dtoto, I>oboszyfiski, Doliniaiiski, Dowgiato, Dowgiatowicz, Dunikowski, Chvorakowski, Eygird, Gambarzowski, Gastold, Qembar- zewski, Gorski, Grocholski, Hankiewicz, Haraburda, Hromyka, Ugowski, Jankiewicz, Jankwicz, Jaziowiecki, jedlenski, Jugoszewski, Jurkowski, Kaczycki, Kaimir, Karnicki, Karski, Kazimir, Kietczewski, Klonowski, Kobylifiski, Kotaczkowski,! Konarski, Koplewski, Korzybski, Kossowski, Kowalski, Kozietulski, Kozubski, Krobanowski, Kruszewski, Krzywifiski, Kunicki, Leszczynski, Lewikowski, Lidzbinski, Lipski, Lubiaiiski, iuisicki, llubnicki, Machowski, Magnuski, Malczewski, Malechowski, Mianowski, Mieczykowski, Mikol^ajewski, Milewski, Minkowski, Mlynkowski, Narbut, Obomicki, Oborski, Odechowski, Oporowski, Orlikowski, Ossowski, Paliszewski, P^kostawski, Piotraszewski, Piötrowski, Piwka, Pniowski, Pomorski, Posadowski, Probolowski, Przeborowski, Przezwicki, Psarski, Puczniewski, Pukoszek, Radonski, Raduiiski, Radzanowski, Radzi^tkowski, Rajmir, Razek, Regowski, Rekowski, Rogowski, Rogo- zinski, Roguski, Rohoziiiski, Rokuc, Rudzki, Salawa, Sczyjenski, Skarbek, Skoraszewski, Skoroszewski, Skuba, St^ka, Stomka, Slomowski, Stomski, Stysz, Sokulski, Starosiedliski, Starosielski, Starski, Suchodolski, Swoszowski, Szepig, Szulc, Tafilowski, Telszewski, Toczytowski, Toczynski, Toczyski, Traczewski, Trzebiiiski, Tworowski, Tworzyafiski, Ustarbowski, Warakowski, Warszycki, Wat, Wazynski, Widawski, Wielobycki, Wiserski, Wiszowaty, Wojenköwski, Wojewödzki, Wolczek,, Wolyfiski, Woszczyfiski, WoyczyÄski, Wyhowski, Zawadzki, Zytynski. Verändert führen das Wappen die Ustarbowski, Labianski und Wiserski : über dem Abdank ein goldnes Doppelkreuz, über diesem ein Stern; Helmschmuck: drei Straussenfedern, — die Machowski, Buczacki und Jaztowiecki: der Helmschmuck ist ein halbaufwachsender Löwe, der das Abdank- Wappenbild in den Pranken hält; diesen Helmschmuck er- hielt Mikotaj Machowski von dem Kaiser Karl für Auszeichnung gegen die Türken, — die Chalecki: das Abdank-Zeichen ist oben besetzt mit einer Pfeilspitze, Helmschmuck ist ein Oeierflügel, von links nach rechts von einem Pfeil durchschossen, — die JIgowski und Karnicki: das Abdank- Zeichen ist oben besetzt mit einem mit der Spitze nach oben gerichteten silbernen, ungefiederten Pfeil, dessen Schaft in der Mitte von einem goldnen Ringe umgeben ist, Helmschmuck sind drei Straussenfedern: die Vermehrung durch Pfeil und Ring erhielt ein Jtgowski von dem polnischen Könige bei einem Ringschiessen in Breslau, wo er seinen Pfeil durch den in die Luft geworfenen Ring schoss; dieses neue Wappen wird nach ihm Jtgowski genannt, — die Eygird: Feld silbern, der Balken rot, belegt mit senkrecht gestürztem Schwerte. Alabanda. — In schwarzem Felde ein silberner Halbmond, aus dem ein weisser, links gekehrter Pferdekopf mit Hals aufwächst; Helmschmuck fünf Straussenfedern. Es wird auch Albalant genannt. — 16 — Beide Namen sind augenscheinlich eine Verstümmelung von Alba Luna. Dieses Wappen führte Jasnach oder Lucidus, ein Italiener, der in Polen der erste Bischof von Kruschwitz war, Q93 starb. Auch dem 1391 auf den Bischof stuhl von Ptock berufenen Italiener Mam- phiolus wird dieses Wappen zugezählt. Es wurde bisher angenommen, dass das Wappen in Polen nicht weiter geführt worden sei, doch wird es in Krakauer Gerichtsakten vom Jahre 1448 beschrieben und dort Bei i na genannt. Es muss das Wappen aber doch als ein, viel- leicht durch Angehörige der beiden Bischöfe eingeführtes angesehen werden. Als Träger dieses Wappens legitimirten sich um 1825 in Polen die: Dul^ba, Frezer, und Koproski. Amadej (Taf. I). — In rotem Felde ein silberner, goldgekrönter, linkssehender Adler, ohne Schwanz, mit ausgebreiteten Flügeln und Fängen, im Schnabel einen goldenen Ring; Helmschmuck: fünf Straussen- federn. Es wurde auch Amadrow und Opala genannt. Es ist aus Ungarn eingeführt. Amadej, ungarischer Wojewode, unterstützte mit Geld und Leuten Wladystaw Lokietek zur Wiedererlangung des pol- nischen Throns 1320, erhielt von diesem das Schloss Pelcz bei Wi^lica und Hess sich in Polen nieder. Dieses Wappen wurde von den Raczek und Suskrajewski verlassen, die das W. Kownia annahmen. Dann führten dasselbe die: Amadej, Msurowski, Walewski, Wtostowski. Belina (Taf. I). — In blauem Felde drei silberne Hufeisen, mit den offnen Seiten je nach rechts, links und unten gekehrt, das mittelste oben mit einem gestürzten Schwerte besteckt; Helmschmuck: ein gold- gepanzerter, hauender Schwertarm. Es stammt aus Böhmen und führt seinen Namen nach der dortigen Stadt Belina. Einige dieses Ge- schlechts gingen mit der Prinzessin Dqbrowka 963 nach Polen und Hessen sich hier nieder: Zelistaw Belina war Heerführer des Königs Bolestaw III. gegen Swentopetk von Mähren, zeichnete sich in diesem Kriege aus, in dem er einen Arm verior; der König vermehrte das Wappen mit dem Schwerte und dem Schwertarm, 1103. Die vielfach angenommene Abzweigung dieses Wappens von dem Wappen Jastrz^biec ist nicht aufrechtzuhalten. Dieses Wappen führen die: Barzymowski, Belina, Borkowski, Boiyslaw, Borzym, Borzymowski, Brzozowski, Bylina, Chwal^cki, Czechowski, Fal^cki, Goleniowski, Grocki, Gruszczyiiski, Gulc- zewski, Jaszczöttowski, Kadtubowski, K^dzierski, K^dzierzynski, Kraska, Leszczynski, Lochowski, MJochowski, Naropinski, Okun, Ossowski, Podhorecki, Porudenski, Prazmowski, Proskowski, Rachowski, Sarbinski, Sekucki, Skup, Skupieiiski, Skupiewski, Stawski, Suski, Szczytnicid, Szpakowski, Tabulski, Taranowski, Tarapowski, T^goborski, Telatycki, Wandrowski, W^rowski, W^gierski, W^sierski, Wierciechowski, Wolski, Zalutyfiski, Zdanowski, Zeligowski. Betty (Taf. I). — In rotem Felde drei silberne Bolzen — Pfeile (Betty) über kreuz gelegt und zwar zwei je Schrägerechts und schräge- links mit der Spitze nach unten, der dritte senkrecht mit der Spitze nach oben stehend; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Es ist schon unter dem Fürsten Ziemowit um 880 einem Ritter, der sich im Kampfe gegen die Mähren besonders auszeichnete, erteilt worden. — 17 — Dasselbe führen die: Bett, Behowicz, Boltz, Chochonski, Chochorowski, Cirisser, Graniewski, Januszowski, Jodzieszko, Kierdej, Kol^dowski, Kolenda, Pietrzycki, Püitfiski, Potarczycki, Pozarycki, Pozniak, Pozorzycki, Smiechowski, Sniechowski, Stradecki, Strzelnicki, Wolszleger, Zwierkowski. Bialynia (Taf. I). — In blauem Felde ein silbernes, nach oben geöffnetes Hufeisen, das ein goldenes Kavalierkreuz umschliesst und oben mit einem aufrechten, silbernen Pfeil besetzt ist; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. Es ist eine Vermehrung des Wappens Jastrz^biec. Ein Ritter dieses Stammes steckte in dem Kriege des Königs Wladyslaw Lokietek gegen den deutschen Orden 1332 das Lager des letzteren durch einen geschickten Pfeilschuss in Brand, wodurch ein voll- ständiger Sieg der Polen vorbereitet war. Zum Andenken erhielt der Ritter vom Fürsten diese Vermehrung seines Wappens, das nach dem Dorfe Biafynia in Masowien, wo der Sieg stattfand, seinen Namen erhielt. Dasselbe führen die: Bialobtocki, Bordzitowski, Chotodecki, Dziedziel, Eynarowicz, iiawrynowicz, M^czkowski, Mirski, Niemski, Rzepecki, Sutkowski, Wilczek, Wojcikiewicz, Zabtocki, Zyzniewski. Bibersztein (Taf. 1). — In goldenem Felde ein rotes Hirschhorn mit vier Ästen; Helmschmuck ein gleiches Hirschhorn. Es wurde schon im ll.Jahrh. in Schlesien von den Biberstein geführt, die von dort 1310 auch nach Polen übersiedelten. Eine Vermehrung dieses Wappens ist das Wappen Rogala. Das Wappen Bibersztein führen die: Biatkowski, Bibersztein, Btonski, Boiszewski, Jazwiecki, Kazimirski, Odrodew, Odrwoiff, Radziejowski, Rydalski, Sebieiiski, Starowiejski. Boduta (Taf. 1). — In blauem Felde drei silberne, pfahlweise ge- stellte heraldische Lilien; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. Es wurde in Oerichtsakten in den Jahren 1414 und 1424 Oodula und Mozgawa genannt. Ein Ort Mozgawa liegt im Kreise Miechow und war schon im 12. Jahrh. bekannt. Dieses Wappen führen die: Bodula und Wstowski. Bo](orya (Taf. 1). — In rotem Felde zwei silberne, abgebrochene, pfahlweise über einander gestellte Pfeilspitzen, die obere aufrecht, die untere gestürzt; Helmschmuck: ein Pfau mit ausgebreitetem Schweife, in dem rechtsgekehrten Schnabel eine Pfeilspitze haltend. Als Ursprung dieses Wappens wird angegeben: Als Boleslaw der Kühne (1059 — 82) bei Snowsk die Polowcer bekämpfte, trug sein Oberst Michat Bogorya durch Tapferkeit zum Siege bei, wurde aber durch zwei Pfeilschüsse in die Brust schwer verwundet; Bolestaw zog ihm eigenhändig die abgebrochenen Pfeile aus der Wunde und gab ihm zur Erinnerung die zwei Pfeilspitzen in das Wappen, das aber den Namen Bogorya behielt. Es war dies wohl nur eine Vermehrung des Wappens, in welchem ursprünglich vielleicht nur ein Pfau war. Die Heimat des schon viel früher hervorgetretenen Geschlechts war wohl Bogorya in der Wojew. Sendomierz. Dieses Wappen führen die: Bogorya, Bohotnolec, Braczkowski, Buczkowski, Corski, Gorski, Gniazdowski, Gwiazdowski, Jamifiski, Kampka, Kolanowski, Kurzeniecki, Kwaskowski, Maciejowicz, Magnuski, Minowski, Mokronowski, Ochowski, Podlewski, Por^bny, Por^bski, V. Zernickiy Die polnischen Siammwappen. 2 — 18 — Skolnicki, Skotnicki, Staszkowski, Swiatkiewicz, Tarnowski, Tur, Wissyger, Wolowtcz, Wystynga, Zakrzewski BoAcza (Taf. I). — In blauem Felde ein silbernes, springendes Einhorn; Helmschmuck: ein halb aufwachsendes Einhorn. Dieses Wappen kam aus Italien nach Polen und zwar zuerst durch Klemens Mierzb, der als Bischof von Breslau 1027 (150 Jahre alt) starb, und dessen Bruder Bonifacius Mierzb, der schon mit Klemens 988 nach Polen gekommen war. Er wurde von Mieczystaw I. mit Gütern be- dacht und legte bei dem Schlosse Koztow in Masowien unweit Czersk ein Dorf an, das er Boficza nannte, welcher Name polnisch gleich- bedeutend mit Bonifacius ist; doch wird auch wieder angegeben, dass der italienische Familienname Bontempo (gute Zeit) gewesen und daraus Bon czas (czas: die Zeit) und abgekürzt Boncza entstanden sei, als Name der Familie, der Besitzung und des Wappens. Dieses Wappen führen die: Badeni, Badowski, Bartoszewski, Bartynowski, Barwikowski, Biatobrzeski, Bochdan, Boniecki, Braciejowski, Brzeski, Brzostowski, Bukowski, Bukszewski, . Bystrzycki, Charl^ski, Chmielecki, Chodnowski, Chom^towski, Chroscichowski, Chrosdejowski, Chyli^ski, Domagalski, Dygulski, Fredro, Gasparski, Gtuski, Gottar- towski, Gozimirski, Grochowski, Gulinski, Izycki, Jabtonski, Jacimierski, Kamodzinski, Kargowski, Klonowski, Kotarski, Krakaw, Krakowiecki, Kr^ski, Krzewski, Kulikowski, Kulwinski, Kulacki, Kunicki, Lisowski, liubkowski, Marko wski, Miaskowski Miecz- kowski, Modzelewski, Moraczewski, Moraniecki, Niedabylski, Nymp€z,01finier,Osniolski, Ottenhausen, Parchwicz, Piöro, Pokrzywnicki, Postolski, Postruski, Prawidlnicki, Przyw- ninski, Radawiecki, Radowicki, Romanowski, Rutkowski, Rybczewski, Sienicki, Skarzynski, Skoczewski, Skokowski, Skorowski, Skrzynecki, Skwarski, Socha, Solikowski, Srzebiecki, St^pinski, Stogniew, Strzebiecki, Strzebielinski, Strzeszkowski, Swaraczewski, Szabtowski, Szarewicz, Szerzenski, Szuszkowski, Tabiszewski, Tomaszowski, Tr^becki, Troszczel, Truszkowski, Turno, Turobojski, üzdowski, Wasniewski, Wilga, Wilgierd, ^eromski, Zimnoch, ^otkiewski, ^rebiecki. Es führen die Bartoszewski das Feld rot Boycza (Taf. I). — Ein goldenes dreifaches Kreuz in rotem Felde, auch wohl das Kreuz silbern, das Feld blau; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es wird auch Modzele und Piaszczna genannt. Es war schon 13Q0 in Polen heimisch. Die Heimat des Geschlechts ist in Masowien anzunehmen, wo mehrere Ortschaften Modzele liegen. Dasselbe führen die: Babihski, Borawski, Drozdowski, Lesniewski, Modzelewski, Rekowski, Zakliczewski. Boiawola (Taf. I). In blauem Felde ein nach unten geöffnetes silbernes Hufeisen, das ein silbernes Kavalierkreuz einschliesst und oben mit einem solchen Kreuze besetzt ist, unter dem Hufeisen ein nach oben geöffneter, goldner Halbmond; Helmschmuck: drei Straussen- federn. Es wird angegeben, dass einem Ritter des Wappens Lubicz, der zur Nachtzeit den Feind überfiel und besiegte, von Ziemowit, Fürsten von Masowien, diese Vermehrung seines Wappens durch den Mond verliehen worden sei und den Namen Bozawola (Oottes Wille) erhalten habe. In Masowien liegen zwei Ortschaften dieses Namens. Dieses Wappen führen die: Chrostnica, G^secki, Gorski, Goscimirski, Jemielski, Kotupajto, Komorowski, Kosciminski, Madyowski, Ostrowiec, Radzimiiiski, Reymunt, Romanowski, Rowinski, Rzeczkowski, Siesicki, Szczyrski. - 10 — Brochwicz. — Das Wappenbild ist ein Hirsch, ursprunglich wohl schwarz in silbernem Felde; doch kommen verschiedene Variationen des Bildes wie auch der Farben vor. Es ist in Polen schon vor dem Jahre 1300 heimisch und führte in Kleinpolen den Namen Opole, in Grosspolen aber Niatko. Hier war der Stammsitz des Geschlechts wohl das Dorf Niatko bei Wollstein im Grossh. Posen. Ein Geschlechts- zweig nannte sich Brochwicz (führte den Hirsch schwarz mit rotem Geweih, die linke Stange abgebrochen, die rechte mit vier Enden), siedelte sich aus Polen frühzeitig in Schlesien an, nannte sich dort später Brauchicz und Brauchitsch. Nachdem die Benennungen Opole und Niatko wegen Besitzänderung des Geschlechts in Vergessenheit kamen, trat der Name Brochwicz, aber auch die Bezeichnung Jelen (der Hirsch) an deren Stelle. Als Veränderungen des Wappens werden von den Heraldikern, unter Beisetzung einer besondren Nummerzahl, genannt: a) Brochwicz I. In silbernem Felde ein roter laufender Hirsch mit einer goldnen Krone um den Hals; Helmschmuck: ein Pfauen- schwanz. Dasselbe führen die Sobek. b) Brochwicz IL (Taf. I). Wie das Wappen Brochwicz 1., nur hat der rote oder auch schwarze Hirsch keine Krone um den Hals; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Dieses führen die: Arndt, Bomowski^ Brochowicki. Brochwicz, Broszkowski, Bryszkowski, Buja- kowski, Burgrafski, Dobrocieski, Donimierski, Dubaniewski, Fal^cki, Foltynski, Gockowski, Ooiszowski, Goszczewski, Grabania, Gustkowski, Katamaszek, K^tski, Kleman, Korczyc, Mokrza/iski, Oreski, Orzelski, Ossowski, Palbicki, Pal^cki, Para- siewicz, Polomski, Potkanski, Pruszkowski, Rogoyski, Stonski, Sobiewolski, Starory- pinski, Stockt, Stoschke, Szalowski, Szczucki, Szmakowski, Szydtowski, Szymaniecki, Trawnicki, Trembecki, Wiktor, Witowski, Wojakowski, Worakowski, Wrafiski, Wronikowski, Wronski, Zakrzewski, ^eromski, Ziele^ski, Zuchta. Es führen die Kleman das Feld blau, — die Szucki in rot einen schwarzen Hirsch mit weisser Leibbinde* c) Brochwicz III. (Taf. I). In blauem Felde ein nach der unteren linken Schildecke offener, einen goldnen sechseckigen Stern um- schliessender, goldner Halbmond, aus dessen äusserer Seite der Ober- teil eines nach rechts springenden, roten Hirsches mit goldnem Oeweih hervorwächst; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz belegt mit einem ge- stürzten Halbmond, unter dem ein Stern. Dieses Wappen führen die: Bach, Czapiewski, Gowinski, Lewi/iski, Paraski, Poblocki, Pobolski, Slaski, Zelewski, Brodzic (Taf. II). — In rotem Felde ein kleiner, goldener Ring, auf dessen äusserem Rande, gleich weit von einander entfernt, drei goldene grössere Kreuze stehen, das eine von ihnen genau nach unten ge- richtet; Helmschmuck: drei oder fünf Straussenfedern. Der Sitz des Stammes war wohl das Out Brody in der Wojew. Plock. Es wird angegeben, dass König Kazimierz dieses Wappen einem Besitzer von Brody, der ihn 1041 im Kampfe gegen den Masowischen Wojewoden Maslaus und die Jazdzwinger mit Auszeichnung unterstützte, ja ihn selbst, der von drei Feinden bedrängt war, durch tapfere Abwehr und Verjagung der Andrängenden gerettet hatte, verliehen hat. Dasselbe, Brodzic genannt, führen die: 2* — 20 - Bonikowski, Borodzicz, Brodzic, Brodzicki, Dybowski, Fr^ckiewicz, Kliczewski, Koniecki, Kulwiec, Kunecki, Kurz^tkowski, Lipinski, i::4cki, lloski, Mojecki, Noyszewski, Ostrzykowski, Pilitowski, Pilityfiski, Pifiski, Podhorski, Pokutynski, Radomski, Radziminski, Rzymski, Sieromski, Talibski, Wiplar, Wosinski, Wroczynski, Zacharkiewicz, Zawadzki, Zochowski. Es führen die Zawadzki das Wappenbild silbern. Cholewa (Taf. II). — In rotem Felde zwei eiserne, mit den Spitzen nach auswärts gekehrte Klammern, zwischen ihnen ein gestürztes Schwert; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Über den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Als Bolestaw der Kühne (105Q bis 1082) um 1065 die Preussen, welche in das polnische Land plötzlich eingebrochen waren und mit der räuberischen Beute abzogen, ver- folgte, geriet er, in der Nähe des Flüsschen Ossa (im Kulmer Gebiet) in einen dichten Wald, der seinen Weg hemmte. Dort war ein Zimmermann mit Holzfällen beschäftigt. Dieser führte den König mit seiner Schar nicht nur aus dem Dickicht heraus, sondern auch auf kürzerem Nebenwege auf den Feind, der sich im Walde umhertrieb, nun siegreich überfallen wurde. Als bei diesem Zusammentreffen einer der Feinde auf den König eindrang, schlug der Zimmermann, dessen Name Cholewa war, der nur zwei eiserne Klammern in der Hand hatte, mit der einen dem Pferde des Feindes das Bein lahm, dass es stürzte, und mit der anderen den Feind nieder, dessen Schwert ihm dann noch zu weiterem Kampfe diente. Als Belohnung erhielt dann Cholewa vom Könige den Ritterstand, Schwert und Klammern als Wappen und den halben Wald als Eigentum. Sein Geschlecht sass dann auch im nahen Masowien, auf Cholewy im Lande Lomfa. Dieses Wappen führen die: Babecki, Biatochowski, Bobolicki, Borawski, Borowiecki, Brynnicki, Charczewski, Chludzieiiski, Cholewa, Cholewicki, Cholewinski, Cholewski, Chudzinski, Ciszewski, Czarnowski, Czermienski, Daniszewski, Dobrosielski, Gazdecki, Gazecki, Gtazewski, Gniewkowski, Grzymski, Kamienski, Kitkowski, Kitnowski, Kleczkowski, Kotomyjski, Kotarski, Kramkowski, Krzybawski, Kwasieborski, Malonowski, Marszewski, Mito- drowski, Moczulski, Moraczewski, Moszewski, Nowakowski, Obr^bski, Opolski, Opatkowski, Paprocki, Pawlikowski, Petrzynski, Peszenski, Pieszkiewicz, Rojowski, Sawicki, Sawiczewski, Skarbek, Sobieszczki, Sokotowski, Stypnicki, Szawtowski, Ttuchowski, Tytiewski, Ubysz, Uminski, Wielicki, Wiskiewicz, Zakrocki, Ztowodzki. Es führen die Borawski als Helmschmuck ein silbernes, senk- rechtes Beil mit goldnem Stiel. Cieliltkowa (Taf. II). — In blauem Felde ein goldner, nach oben offener Halbmond, aus dessen unterer Mitte ein nach der rechten Schildesseite aufwärts gekehrtes Hörn eines ebenfalls goldnen Halb- mondes hervorgeht; die drei Spitzen der Monde sind mit je einem goldnen Stern besetzt. Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es wird in den Oerichtsakten von Krakau von 139Q und 1426 beschrieben und Kucze genannt. Der Zuruf Cielqtkowa dürfte wohl von dem OeschlechtsnamenCiel^tko abzuleiten sein. Die Heimat dieses Geschlechts wird in der Wojewodschaft Sendomierz oder Sieradz vermutet. Dieses Wappen führen die: Ciel^tko, fcyko, Orlewski. — 21 — Ciotek (Taf. II). — In silbernem Felde ein rotes, grosses Stierkalb mit Hörnern; Helmschmuck: ein gleiches Kalb halb aufwachsend. — Dieses Wappenbild führte schon der erste polnische Fürst Lech, ver- tauschte es aber gegen den weissen Adler. In den Oerichtsakten von Radom von 1411 ist das Wappen beschrieben und Biata genannt. Als dieser Zuruf in Vergessenheit kam, wurde das Wappen nach dem Wappenbilde Ciolek (das Kalb) genannt. Es betrifft dies wohl ein altpolnisches Wappen. — Ein Parallelwappen wurde aus Italien ein- geführt: Robert Vitellius aus Rom, der ein gleiches Wappen führte, wurde Erzbischof von Onesen Q72, starb 996. Ihm war sein Bruder Paulin nach Polen gefolgt, wo er sich niederliess, seinen Namen Vitellius in den polnischen Ciotek übersetzte, Stammvater der Familie CioJek wurde. Das alte polnische und das aus Italien nach Polen ge- kommene lassen sich wohl nicht mehr unterscheiden. Das Wappen Cioiek führen die: Bielifiski, Borkowski, Brzeski, Bzicki, Cetys, Ch^dzyfiski, Ch^dzifiski, Ciel^tko, Cio^ek, Czarnotuski, Czuszutowicz, Dobroniecki, Dobrzyniecki, Drzewicki, Eynild, Ewil, Oertachowski, Gtuski, Gorczyczewski, Goryszewski, Gutowski, Jarostawski, Jaszewski, Jazgarzewski, Jezowski, Kania, Klausgielowicz, Komorowski, Korycki, Kossowski, Koszewski, Krzytowicz, Lipowiecki, Lipowski, Maciejowski, Malinowski, Ostrot^cki, Pilecki, Podfilipski, Poniatowski, Poswinski, Powsinski, Szadurski, Wlo- stowski, Wolczynski, Woznicki, Zaleski, Za^^cki, ^ardecki, Zelechowski, Zieli^ski, Zuliiiski, 2ylinski. Czerwnia (Taf. II). — Ein schwarzer, viereckiger Schild ohne Bild in rotem Felde; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Es wurde einem polnischen Ritter, der mit seinem Schilde in der blutigen Schlacht von Orunwald 1410 gegen die Ordensritter seine Kraft bewies, von König Jagielto erteilt und Czerwnia (wohl von czerwienid, blutrot werden) genannt. Dasselbe führen die: Czerwiakowski, Czulicki, Szeczypywo. Dijb (Taf. II.) — In rotem Felde ein junger mit Wurzeln ver- sehener Eichenstamm (dqb) der sich in der Mitte, wo er auf jeder Seite ein grünes Blatt hat, in drei Äste spaltet, von denen jeder in einer goldnen Eichel endet; Helmschmuck: ein gleicher Eichbaum, doch ohne Wurzel. Stamm- und Wappennamen Dqb bezeichnen also gleichzeitig das Wappenbild. Das Wappen war schon um 1340 bekannt; es wird geführt von den: Achler, Adamczowski, Biskupski, Dqb, Dzierzek, Jachowicz, Korzelitfiski, Kulmi^ski, Skirmunt, Szewinski, Worcel, Zborowski, Zelstawski, ioia^dz. Es führen jedoch die Jachowicz in rot-schwarz geteiltem Schilde einen goldnen Ring, besetzt mit drei goldnen Eicheln. Dilbrowa (Taf. II). — In blauem Felde ein silbernes, nach unten offenes Hufeisen, das oben und an jedem Stollen mit je einem goldnen Kavalierkreuz besetzt ist; Helmschmuck: ein Oeierflügel, schrägelinks von unten nach oben von einem silbernen Pfeil durchschossen. Dieses Wappen ist eine Vermehrung und Umänderung des W. Pobog und war schon in ältesten Zeiten in Masowien bekannt. Über den Ursprung desselben wird gesagt: Zahlreich war der Feind, die Jazdzwinger, Pod- lachier, Lithauer und Preussen, in Masowien verwüstend eingefallen. Zur Abwehr sammelte sich der Adel einiger Kreise schnell zusammen, — 22 — doch, da er dem Feinde an Zahl sehr unterlegen war, so wagte der Fuhrer nicht sofort den Kampf, sondern lagerte unweit der Grenze bei Dqbrowa, um eine günstige Gelegenheit abzuwarten. Dieses Lager bemerkte der Feind, überfiel es und zerstreute die Polen. Ein Ritter des Wappens Pobog wollte diese Schmach nicht dulden, wendete sein Pferd und sprengte in den Feind, um sich durchzuschlagen, tötete auch mehrere Gegner. Dieses gewahrten die Polen, eilten Ihm zur Hilfe und es wurde der Feind zurückgeschlagen. Zum Andenken, dass zwei Ab- teilungen der Feinde des Heiligen Kreuzes besiegt worden waren, nahm der Ritter Pobog zu seinem Wappen noch zwei Kreuze hinzu, Der Helmschmuck mag die Bedeutung haben: der Geier, welcher auf den Schlachtfeldern die Leichen aufsucht, galt in alten Zeiten als ein schlechtes Vorzeichen, sobald er sich vor dem Kampfe über dem Heere zeigte; es hatte sich solch ein schlechter Vorbote auch hier den Polen gezeigt, war aber durch Pobog durch einen glücklichen Schuss getötet worden, wodurch die Zuversicht der Polen gehoben und der Sieg errungen wurde. Von dem Orte D^browa führt das Wappen seinen Namen. Dasselbe führen die: Bialoskörski, Biaty, Boczkowski, Boguta, Budzyiiski, Chociwski, Ciechanowiecki, Czechanski, D^browa, D^browicz, D^browny, D^browski, Dami^cki, Drocieski, Oarlitfiski, Otodowski, Gtotkowski, Grodkowsld, Oromacki, Jabtonski, Jaczy/iski, Jakimowicz, januszewski, Jarz^binski, Jazdowski, Karal, Karasinski, Karniowski, Kamiski, Kiszka, Kobuszowski, Kobyliiiski, Koc, Kocowski, Koldras, Kostka, Laskowski, Lauxmin, ll^pkowski, 4:o^, Mikoszewski, Mtodzianowski, Morawski, Mozerka, Mroczek, Napierski, Obidzinski, P^owski, Plodownicki, Podjaski, Podolec, Porzecki, Purzycki, Rostkowski, Rumiiiski, Rzechowski, Secymifiski, Siemienski, Sierzpowski, Sierzputowski, Smolechowski, Strumito, Szostak, ^ Tab^cki, Talko, Tymowski, Watdowski, Wdzi^k, Zalkowski, Zetkowski, Zgierski, Zukowski. Dfbno (Taf. II). — In rotem Felde ein silbernes, fast den ganzen Schild überziehendes, aber schwebendes Balkenkreuz, unten links be- gleitet von einem kleinen Abdankzeichen; Helmschmuck: zwischen zwei Büffelhömem ein goldnes Kirchenkreuz. Über den Ursprung wird gesagt: Als die Tataren 1240 Polen überfielen, plünderten sie auch das Kloster zum Heiligen Kreuze auf Lysa göra bei Sendomierz, aus welchem sie ein reich in Gold und Steinen eingefasstes Stück Holz des heiligen Kreuzes mitnahmen. Als nun die Tatarei durch unglückliche Naturereignisse und Krankheiten heimgesucht wurde und der Chan mit seinen Grossen in Beratung über die Ursache dieser Heimsuchungen trat, wurde die Meinung geäussert, dass der Christen- gott die Wegnahme dieses Kreuzes räche, dass man dieses zurück- geben möge. Der Chan entschloss sich hierzu und wählte zum Über- bringer einen in tatarischer Gefangenschaft befindlichen Polen Dembrot und eine ebenfalls gefangene Polin vom Stamme Abdank. Als diese die heilige Reliquie nach der Heimat zum Könige brachten, von dem sie dann dem Kloster wieder zugestellt wurde, erhielt Dembrot vom Könige das Schloss D^bno mit weiten Gütern und das Kreuz als Wappen. Dembrot vermählte sich mit der ihn begleitenden Jungfrau und nahm deren Wappen als Nebenfigur in das seine auf. Dieses wurde nach dem Schlosse D^bno genannt. Dieses D^bno lag wohl im Kreise Nowotarg (jetzt Neumarkt) am Dunajec. — Es wird dann aber auch wieder gesagt, dass Dembrot ein Gefangener der Skythen — 23 — gewesen sei. Es würde sich auch die Jahreszahl verschieben müssen, da das Wappen schon 1178 bekannt war. Dieses Wappen führen die: Bidzitiski, Bochotnicki, Bochotrycki, Boczarski, Borowiecki, Brodzieniec, Cie- minski, Czayka, Czaykowski, Czermieiiski, Czerminski, Czymifiski, D^biriski, Dembrot, Gemborzewski, Glowacz, Ool^ogorski, Goworzynski, Hnatkowski, Karzel, Koreywa, Krzyzanowski, Mielinski, Natkowski, Olesnicki, P^koslawski, Piekarski, Pificzowski, Potworowski, Pozowski, Siemienski, Sieninski, Siennicki, Siennowski, Skronski, Sianski, Starnawski, Stojewski, Sulimowski, Zyra. Doliwa (Taf. 11). — In blauem Felde ein silberner, linker Schräge- balken, belegt mit drei roten vierblättrigen Rosen; Helmschrauck: zwischen zwei Elephantenrüsseln drei rote Rosen pfahlweise gestellt. Einige Familien führen das Feld rot. Über den Ursprung wird gesagt: Die Polen hatten erfahren, dass die Jazdzwinger sich des Schlosses Liw in Masowien bemächtigen wollten und hatten sich in der Nähe desselben in Hinterhalt gelegt. Der Feind, der von Anweseitheit der Polen nichts wusste, sich auf der andern Seite des Schlosses gelagert hatte, schickte Einen zur Kundschaft vor. Diesen bemerkte ein Ritter des Wappens Poraj und näherte sich ihm. Im Gespräch wusste er ihn in dem Glauben zu erhalten, dass er Befehlshaber in Liw sei, und ging anscheinend auf den Vorschlag des Jazdzwinger ein, seinem Fürsten gegen hohe Entschädigung zur Einnahme von Liw behilflich zu sein, begab sich auch in das feindliche Lager, um mit dem Fürsten selber das nähere zu besprechen, der ihm nach Erfolg reiche Geschenke und Ehren verhiess. Der polnische Ritter bezeichnete dem Fürsten Zeit und Ort zur Aufstellung seiner Kräfte, während er für Öffnung der Tore sorgen würde. Der Pole begab sich darauf zurück, teilte seinem Hetman die Verabredung mit. Dieser liess, sobald der Feind an den Ort gerückt war, diesen umzingeln. Ein unerwarteter Angriff von allen Seiten überraschte die Jazdzwinger, die teils flohen, teils der polnischen Waffe eriagen. Für seine Tat erhielt der Ritter von dem Könige dieses Wappen: zu der Rose, die der Ritter im Wappen Poraj bereits führte, wurden zwei Rosen noch hinzugefügt und auf einen Balken gesetzt, der den Weg bedeuten sollte, auf welchen der Ritter zwei Parteien, Feind und Freund, zur Eriangung des Sieges geführt hatte. Dieser Weg führte do Liwa (nach Liw), deshalb wurde das Wappen Doliwa genannt. Es ist die Zeit nicht angegeben, doch war das Wappen schon 10Q9 bekannt. Dasselbe führen die: Andruchowicz, Andruszewicz, Badowski, Baicerowicz, Berith, Bieni^cki, Bl^otnicki, Bobrownicki, Bogdatfiski, Borna, Boruchowski, Brzeziiiski, Chanowski, Ciecholewski, Cieleski, Ciemierzynski, Czindalski, Daniewicz, D^bifiski, Dier, Dobiesz, Dobrot, Dobrowolski, Dobrucki, Doliwa, Drabsth, Drobot, Duniewicz, Dziecze^ski, Dzik, Falkowski, Gezek, Gtazejewski, Gtazowski, Gt^bocki, Gojski, Gonsecki, Görski, Gorzycki, Goscinski, Gozdowski, Gozdzecki, Gozdzki, Gozimirski, Grajewski, Gra- niewski, Guzowski, Iraszewski, Iruszewicz, Jamiotkowski, Janski, Jelitko, jemiotkowski, Kadtubicki, Kadtubski, Kleczkowski, Klichowski, Ktoczowski, Knot, Kopacz, Kosi^ski, Koszczyc, Koszembar, Kot, Kozuchowski, Kruszecki, Langenau, Lipski, Lubiefiski, Lutko, llukomski, ilyszkowski, Machwicz, Mi*os?awski, Mleczko, Moraczewski, Naczko, Naszyniec, Natko, Noswicki, Nowomiejski, Ochimowski, OlszyAski Paszek, P^powski, Podleski, Porzecki, Przekuleja, Purzycki, Radecki, Rozrazewski, Rozycki, Rykalski, Rykowski, Rzeszowski, Sadkowski, Sawinski, Sicinski, Sielnicki, Siemakowski, Silnicki, Sic^pski, Skarbek, Skawinski, Siesinski, Smoli^ski, Sobocki, Sokofowski, Sreczkowski, St^pczewski, Starzynski, St^pczenski, St^pski, Strawinski, Stronski, Suski, Syruc, — 24 — Szczytski, Teuto, Trzecki, Wtodkowski, Wolski, Wrzebski, Zacharzewski, Zakrzewski, Zaldiocki, Zat^ski, Zel^cki, Zembrzuski, Zieledci, Zielinski, Zydowski. Dot^ga (Taf. II). — In blauem Felde ein silbernes, nach unten geöffnetes Hufeisen, oben besetzt mit einem goldnen Kavalierkreuz, in der Öffnung des Hufeisens ein silberner gestürzter Pfeil, dessen Spitze hervorragt; Helmschmuck: ein Geierflügel, von links nach rechts von einem silbernen Pfeil durchschossen. Über den Ursprung des Wappens wird angeführt: In dem Kriege des Königs Bolestew Krzywousty (1102—1139) gegen die Preussen schoss ein Ritter Dot^ga des Jü&^appens Pobog aus einem Hinterhalte so glücklich, dass er den Führer der Preussen vom Pferde tötete, dessen bestürzte Leute dann von den Polen mit Erfolg überfallen wurden. Als Belohnung erhielt D o t ? g a zu seinem Wappen Pobog den Pfeil, und das neue Wappen wurde nach ihm genannt. Dasselbe führen die: Babicki, Baczewski, Bartnicki, Bielski, Bogaszycki, Boreyka, Borsa, Brudzewski, Burczak, Burnak, Bychawsky, Caraevalli, Chodacki, Chodakowski, Ciemniewski, Cieszkowski, Czygatfiski, Ozyndacki, D^browski, Dluzniewski, Dmitiski, Dobrzykowski, Dot^ga, Dot^gowski, Domniewski, Dusinkiewicz, Dziedzicki, Dziubinski, Dziublewski, Eminowicz, Qajewnicki, Galemski, Gizinski, Qörecki, Grabianka, Grabowski, Grabski, Grz^bski, Gzowski, Jarmutt, Jasienski, Jastrz^bski, Jerzmanowski, Jurgielewski, Kalicki, Kamietfiski, Karniewski, Kawiecki, Kliczewski, Kobiemicki, Koblinski, Komorowski, Kossowski, Kostkowski, Koszkowski, Kowalewski, Kozierowski, Kretkowski, Kretowicz, Krusitfiski, Krzymuski, Kubalski, Kuberski, Kurklanski, Kutklanski, Lamparski, Lasocki, Laszany, Leski, Lewandowski, Luboradzki, li^czynski, iiukowski, Makowiecki, Mazo- wiecki, Mdzewski, Melitz, Mlicki, Mohytowski, Monstwij, Monstwild, Mostowski, Mycielski, Mysliborski, Nalepinski, Narzymski, Nestorowicz, Niesutowski, Niewiadomski, Niski, Nitostawski, Nosarzewski, Olszowski, Osiecki, Ossowski, Ostrowicki, Otocki, Owidzki, Piskorek, Piskorski, Podlewski, Podyminski, Proniewicz, Radzimin, Radzimowski, Radziwitowicz, Roscieski, Roszkowski, Rusiehski, Rycharski, Rykas- zewski, Secemski, Sierakowski, Sktotowski, Skwarski, Stucki, Stuzowiecki, Sobiejuski, Sobierayski, Sobi/iski, Sobocki, Srebrowski, Srzeiiski, Starozr^bski, Sutocki, Swi^to- chowski, Szarszewski, Szczepanski, Szczerbii^ski, Szczutowski, Szczytowski, Szeptycki, Szomel, Szyrma, Szyszka, Tochman, Topczewski, Trupelski, Trzdnski, Turski, Ulifiski, Wermifiski, Wierzbowski, Witkowicki, Wrzosek, WypczyAski, Wysocki, Zabienski, Zakrzewski, Zaleski, ^eleski, ^elewski, Zieleniewski. Es führen die Sierakowski das Feld rot. Drogomir (Taf. II). — Drei silberne, gepanzerte und gespornte, im Knie gebogene Beine, mit den Schenkelabschnitten in der Mitte des roten Feldes zusammenstossend; Helmschmuck: drei Straussen- federn. Über den Ursprung wird angegeben: Einem Ritter Drogomir wurden in der Schlacht gegen die Deutschen auf dem Hundsfelde 1109, in der er selbst gefochten hatte, zwei Söhne erschlagen, drei blieben leben, aber schwer verwundet, einem jeden musste ein Bein abge- nommen werden. Als dann nach der Schlacht der König Bolestaw III. die Verwundeten sah, gab er dem betrübten Vater nicht nur weite Güter, sondern auch dieses Wappen. Dann wird aber wieder gesagt, dass dieses Wappen kein verliehenes sei, sondern ursprünglich den Zuruf und Namen Borzym gehabt habe. Dasselbe führen die: Drogomir, Oorsicki, Kikut, Kulikowski, Latostawski, Niesten, Potiykowski, Ramotowski, Romatowski, Rom^towski, Sadowski, Uszak. Drogostaw (Taf. II). — In rotem Felde ein silberner, nach unten geöffneter halber Ring, oben besetzt mit einem silbernen gefiederten. — 25 — mit der Spitze nach oben gerichteten Pfeil; Helmschmuck: fünf oder drei Straussenfedern. Es gleicht dieses Wappen dem Wappen Ogonczyk und wird mit diesem oft verwechselt. Es wurde um 1333 aus Schlesien von einem Ritter Drogostaw eingeführt, der sich in Qrosspolen nieder- liess. Einem Vorfahren desselben soll dieses, nach ihm benannte Wappen verliehen worden sein, weil er, von dem Feinde ganz einge- schlossen, wie in einem Ringe, mit seinem Schwerte sich mutig einen Ausgang bahnte, den Ring also durchbrach. Dasselbe führen die: Bakowinski, Bartosze wski^Buchowiecki, Bukowiecki, Bukowinski, Chetstowski, Czapliiiski, Czieniowski, D^browski, Gorzycki, Herstopski, Kuszel, Lask^l^ski, Pierzcien, Romankiewicz, Rduttowski, Skörzewski, Srzemski, Tolwifiski, Truskowicz, Truszko, Truszkowski, Wi^ckowski. Druiyna (Taf. III). - In goldenem Felde ein silberner, in Form eines umgekehrten S fliessender, schwebender Fluss; Helmschmuck: 2 Jagdhörner (Elephanten-Rüssel). Das Wappenbild wurde früher auch Krzywasn (wohl von Krzywa S = krummes S) genannt, sein Zuruf war Druzyna, und zwar nach dem Flüsschen Druzyna, das neben dem Flüsschen Sreniawa zur Weichsel fliesst. Es veränderte sich das Wappen später in das Wappen Sreniawa. Die Heimat des Geschlechts Druiyna, das später Sreniawa hiess, ist wohl in der Wojewodschaft Krakau. Dieses Wappen wird noch von einigen Familien geführt, die sich aber zum Wappen Sreniawa rechnen. Drya (Taf. III). — In goldenem Felde ein roter, linker Schräge- balken, belegt mit drei silbernen, viereckig in Oold gefassten Edel- steinen; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Der Name Drya be- deutet das Wappenbild, ist aus trzy (drei, nämlich Edelsteine) ent- standen. Es ist das Wappen ein eingeführtes, man sagt aus Böhmen, richtiger wohl aus Burgund. Als erste Ansiedlung in Polen gelten die Dörfer Lubrze, Ki^bowo, Widzim usw. an der Westgrenze Oross- polens. Ein Zweig des Geschlechtes, Mutyna genannt, hatte sich schon im 13. Jahrh. an dem Einfluss des Dunajec in die Weichsel nieder- gelassen. Nach demselben wird das Wappen auch Mutyna genannt. Dasselbe führen die: Borysowicz, Borzejowski, Bozejowski, Chlapowski, Czyzewicz, Czyzewski, Drya, Dryniakiewicz, Dryon, Dyament, Dyamentowski, Dziechtarski, Dziembinski, Estka, Gablinski, Gal^zki, Görecki, Grabienski, Grodziecki, Jenicz, Kiszewski, Kopydtowski, Kozaryn, KrepsztuI, Kwinta, Lisiecki, Lisiewski, Lukomski, Modlibowski, Modliszewski, Mroczynski, Mutyna, Orzelski, Osiecki, Radecki, Rudzicki, Runowski, Si^ski, Tawtygierd, Tomicki, Trqmbczynski, Troynik, Wysocki, iemicki. Es führen die Osiecki einen rechten Schrägebalken, die Steine grün, golden gefasst. Drzewica (Taf. III). — In blauem Felde ein goldener, nach oben offener Halbmond, oben und unten begleitet von je einem goldenen, sechseckigen Sterne; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Arkadius, ein Ausländer, leistete unter dem Fürsten von Sieradz, Czarny Leszek, Kriegsdienste. Gegen die das Land um 1282 verheerenden Lithauer als Vorhut entsendet, bemerkte er dieselben sorglos umherstreifen. Mit den ihm anvertrauten Leuten warf er sich auf dieselben mit Erfolg, beschäftigte diese, die mit Beute beladen waren, so lange bis die nachrückenden Polen, — 26 — denen er Kenntnis hatte geben lassen, sich auf die Feinde warfen und deren viele niedermachen konnten. Zum Lohn für diese Tat erhielt Arkadius von dem Fürsten ausser Landbesitz dieses Wappen, das nach dem im Kreise Oppczno gelegenen Dorfe Drzewica, wo dies Ereignis stattgefunden hat, genannt wird. — Anstatt des Arkadius wird diese Tat aber auch einem Ritter Prokop aus Drzewica zugeschrieben, der einen Stern im Wappen führte, zu demselben die Vermehrung durch Stern und Halbmond erhielt. Dasselbe führen die: Chmieliiiski, Czapiewski, Demrik, Dobrowolski, Drzewicki, Duchnowski, Gostkowski, Gostomski, Gran, Jez, Kadtubowski, Kieselewski, Kistowski, liugowski, Marcinkowski, Mikutowski, Mniszkowski, Pasz, Poptawski, Protaszewicz, Sierzchowski, Skorka, Sokol^owski, Stokowski, Wasilewski, Zaj^czkowski, ^ychcki, i^ychecki. Dziatosza (Taf. III). — In rotem Felde neben einander ein Hirsch- horn rechts und ein Oeier-Flügel links; Helmschmuck: drei Straussen- fedem. Als Ursprung des Wappens wird angegeben: Als König Bolestaw III., 1102 — 39, mit seinen Rittern auf der Jagd war und zuerst ein Hirsch aufgetrieben wurde, eilte diesem ein Ritter Dziatosza auf schnellem Pferde nach, holte ihn ein, fasste ihn beim Hörn und hielt dieses so fest, dass es abbrach; das Hom brachte und schenkte er dem Könige. An demselben Tage gelang es diesem Dzialosza einen Geier, nach welchem er in Gegenwart des Königs seinen Streitkolben warf, so glücklich zu treffen, dass er ihm den Flügel zerschlug, ihn darauf fing. Zum Gedächtnis erhielt er von dem Könige dieses Wappen, das seinen Namen führt. Die Heimat der Dziatosza war wohl das Land Wielun, wo zwei Dörfer Dziatoszyn liegen. Das Wappen führen die: Bolko, Bredicki, Burzkowski, Cyryna, Dowgiato, Eytmin, Gietgud, Hincza, Jastroniski, Kokotusza, Kokutowicz, Krummensee, Kukutkowicz, Nadobny, Nassadel, Pietkowicz, Ratutt, Ratutkowski, Rogowski, Rokuzowski, Salisz, Stanczewicz, Szybi^ski, WoJczan, Wolczek. Es führen die Dowgiato in rot- silbern gespaltenem Schilde das Hirschhorn silbern, den Flügel schwarz. Glaubicz (Taf. III). — In blauem Felde ein nach links gekehrter Karpfen; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Dieses Wappen wurde von den Glaubicz in Schlesien schon um 1361 geführt, kam von dort nach Polen. Dasselbe führen die: Garwoliiiski, G^tkowski, Glaubicz, Glaubsowicz, Gliiika, Goniewski, Gostkowski, Plonczyk, PJonczynski, Przeciszewski, Przectawski, Przutawski, Rokossowski, Sabinek. Gtowa Tnipia. — In blauem Felde ein Totenkopf (gtowa trupia), in welchen oben ein Säbel eingehackt ist, dessen goldener Griff nach links steht. Dasselbe führen die: Pszonska, Racadowski. Godziemba (Taf. III). — In rotem Felde eine Fichte mit drei grünen Wipfeln, unter denen am Stamm auf jeder Seite ein abgeschnittener Ast, mit fünf Wurzeln; Helmschmuck: ein Mann in Rüstung, die linke Hand in die Seite auf den Säbelgriff gestützt, in der rechten Hand eine gleiche Fichte haltend. Über den Ursprung wird gesagt: Als Sieciech, Wojewode von Krakau 1094 nach Mähren mit Truppen einbrach, hörte er, dass der Feind in der Nähe übernachte. Er wollte diesen — 27 — überraschen. Bei dem Vormarsch stiess die Vorhut auf einen Hinter- halt und kam mit dem Feinde in Kampf. Ein zur Vorhut gehörender Ritter Oodziemba verlor hierbei seine Waffe, ritt deshalb nach einem nahen Walde. Dorthin verfolgte ihn der Mähre, der ihm gegenüber gestanden und gesehen hatte, dass er waffenlos war. Da sprang Oodziemba vom Pferde, riss eine junge Fichte aus dem Boden und schlug damit auf den Mähren los. Dieser hieb mit seinem Säbel zwei Äste von der Fichte, diese wurde aber dadurch von Oodziemba nur leichter gehandhabt, er hieb ihn damit vom Pferde, entwaffnete ihn, nahm ihn gefangen und führte ihn dem Hetman Sieciech zu. Zur Erinnerung an diese Tat erhielt er von dem Könige dieses Wappen, das seinen Namen erhielt. Die Heimat des Oeschlechts Oodziemba war wohl im Kreise Inowroctew, vielleicht auch in den Kreisen Oostyn und Lomza, wo Orte Oodzi^by liegen. Dieses Wappen führen die: Aberwoj, Bartl, Bosakowski, Bouman, Butowcowicz, Butowicz, Buttmanowicz, Chodorowski, Cymdalski, Czekanowski, Czwalina, Czyz, D^browski, Dqmbski, Danietowicz, Falkowski, Gieduszycki, Gierowski, Glowifiski, Godebski, Godziemba, Gofaszewski, Gorzkowski, Ihnatowicz, Inszkiewicz, Jamiotkowski, Jocz, Jukowski, Kapiicza, Kobylecki, Korzenianski, Kowalewski, Kowalkowski, Kreptowicz, Kretowicz, Krylinski, Kucharski, Laskaiy, Lubczynski, LubiaAski, LubraÄski, Maleszewski, Maliszewski, Mintowt, Nizy/iski, Oborski, Paniewski, Parkosz, Paszewski, Pawtowski, Pucek, Puniewski, Radecki, Rusinowicz, Rusinowski, S^cza, Sierawski, Skrzeczynski, Stawoszewski, Snopowski, Sosnkowski, Sosnowski, Starzynski, Stcmiiiski, Sterpinski, Str^kowski, Strzatkowski, Swi^dcki, Swi^cimski, Sztembarth, W^leszynski, Wardenski, Wardyfiski, W^sowski, Wasuczyiiski, W^glifiski, Wieniecki, Wilam, Wojarzynski, Wolski, Wozuciiiski, V(^ysocki, Zaleski, 2eromski, 2örawicki, 2urawski. Gozdawa (Taf. III). — In rotem Felde eine silberne heraldische Lilie; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit einer Lilie. Der Annahme nach ist dieses Wappen einem Ritter Krystyn auf Oozdawa, der sich mehrfach ritterlich ausgezeichnet hatte, von dem Fürsten Wtedysfaw Herman im Jahre lOQO erteilt worden; die Lilie soll das Sinnbild makelloser Ritterlichkeit, der Pfauenschwanz Sinnbild der Klugheit sein. Es wurde auch Oozdowa, Ozdow und Ooidzie, nach dem Wappenbilde auch wohl Lilia genannt. Aus diesem Wappen entstand durch Vermehrung das Wappen Poronia. Die Heimat des Oeschlechts Oozdawa war wohl Masowien. Dieses Wappen führen die: Apanowicz, B^czalski, Bai, Biedrzyfiski, Bierecki, Boczkowski, Bohdanowicz, Bohnszewicz, Borowski, Bronicki, Brzozowski, Bux, Chlebowski, Chtusowicz, Chmielewski, Chrapowicki, Chroszczewski, Czekonski, Dandelski, Dedynski, Delpacy, Dobrzym^cki, Drahow, Drw^ski, Dryzna, Dydzinski, Dysztl, Dyszlewicz, Dziersznicki, Dzierzanowski, Fabiankowski, Fedorowicz, Gazdzinski, Gdeszynski, Gierawski, Gizycki, Gtowinski, Godaczewski, Godlewski, Gcrf^biowski, Gorczyczewski, Gostkowski, Gozdowicz, Gozdowski, Grajewski, Grot, Hanski, Humi^cki, Humi^ski, Humnicki, Jwaszkiewicz, Jackowski, Jarz^bkowski, Jarzembowski, Jasienski, Jawomicki, Jaworowski, Jonemann, Kawecki, Kicki, Korff, Kormanicki, Kostro, Krasniewski, Kykieric, Lebowski, Lewon, Lipinski, Matowieski, Micuta, Mikulicz, Mitkont, Moczulski, Mucharski, Muskata, Narwosz, Nerka, Niemira, Osuchowski, Ozochowski, Pac, Pacewicz, Pampowski, Pankowski, Pawtowski, Pazdziemowicz, Pepl^owski, Piasecki, Pieczyhojski, Piotrowski, Podbereski, Pomamacki, Popowski, Przedborski, Punikowski, Ramsza, Reklewski, Reut, Rossowicz, Roszkiewicz, Rubinkowski, Rusieiiski, Rymsza, Secimski, Siewruk, Sokol, Sokotowski, So^owski, Stan, Stano, Stanowski, Stawiski, St^pski, Strzemeski, Strzeszkowski, Strzyzowski, Suchszewski, Sudrawski, Sulimowski, Sutocki, Suzin, Telesnicki, Telezynski, Trypolski, Tryzna, Trzcinski, Trzemeski, — 28 — Turczynowicz, Turkowiecki, Tyszkowski, Wahanowski, Wituski, Wotczynski, Woykunowski, Zatorski, Zdzarski. Es führen die Chtusowicz, Ozochowski und Pawtowski als Helm- schmuck drei Straussenfedern, — die Pankowski in silbern-rot geteiltem Felde die Lilie mit gewechselten Farben, doch mit goldenem Bunde. Grabie (Taf. III). — In goldenem Felde auf einem grünen Drei- hügel eine aufrechtstehende rote Harke mit sieben Zinken; Helm- schmuck: fünf Straussenfedern. Dieses Wappen wurde zur Zeit des Königs Wadaw, 1300 — 05, durch einen Böhmen Grabia in Polen ein- geführt, wo es nach demselben und dem Wappenbilde Orabie, dann aber auch Kocina genannt wurde. Der Sitz des Geschlechts war wohl in der Wojewodschaft Sieradz. Dieses Wappen führen die: Arciechowski, Chocimirski, Czaplicki, Czamiawski, Czamowski, Dobrogojski, Dobrogost, Dobrogowski, Dobrowolski, Domanski, Drozewski, O^siorski, Gosciminski, Gosdmski, Grabia, Grabie, Grabski, Gzowski, Jatbrzykowski, Kocitfiski, Kozikowski, Kroczewski, KroczyAski, Lessei, Lipski, llubkowski, liuszczewski, Mazowski, Misowski, Moktok, Niepartski, Olbrachcicki, Piesciorowski, Psucki, Radzitfiski, Rytfiski, Skaszewski, Stawiec, Swierczewski, Swierkowski, Swierszewski, Swieszewski, Szczuka, Szczypierski, Wabienski, W^dotkowski, W^dotowski, Wisienski, Wiszenski, Wolinski, Wypyski, Wyszefiski, Wyszynski, Zaruski, Zawisza, Ztoczowski. Die G^siorski führen jedoch keinen Dreihügel. Groty (Taf. III). — In goldenem Felde drei schwarze, nach oben gerichtete Lanzenspitzen (Groty) neben einander; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Der Name bezeichnet gleichzeitig das Wappenbild. Über den Ursprung dieses Wappens ist nichts bekannt, doch wird es als ein altes Polnisches bezeichnet. Dasselbe führen die: Grot, Paszkowicz, Prokopowicz, WJocki. Gry! (Taf. III). — In rotem Felde ein silberner, goldbewehrter, nach links gekehrter, aufrechter, die Vorderpranken spreizender Greif; Helm- schmuck: ein mit Kopf, Hals und erhobenen Flügeln, aber die Klauen verdeckt lassender, aufwachsender Greif, einem goldenen, aus der Krone aufsteigenden Jagdhorn (Elephantenrüssel) links zugewendet. Über den Ursprung kann folgendes gelten: Leszek III., Fürst von Polen, 805 — 15, hatte 14 Söhne, von denen der älteste Popiel zu seinem Nach- folger in der Regierung bestimmt war; den übrigen Söhnen sicherte Leszek noch bei Lebzeiten besondere Teile des weiten Reiches zu, nachdem er sie vorher durch Schwur verpflichtet hatte, die Oberhoheit Popiel nicht streitig zu machen, ihm zur Sicherung der Freiheit (swoboda) des Landes jederzeit Heeresfolge zu leisten. Von diesen Söhnen er- hielten Barnim und Bogdal das Land Pommern, — Kazimierz und Wtadystew, das Land Kassuben, — Wratystaw, die Insel Rügen, — Przybystaw, Cieszymierz und Otto, die Lausitz, — Przemystaw, Zieftnowit und ZemomysI, das Land Brandenburg, — Jaxa mit einem anderen Bruder, das Meissner Land, auch Serbien genannt. Allen diesen Söhnen gab Leszek einen Greif zur Kriegsfahne. Die Lechiten führten ursprüng- lich einen jungen Stier auf ihrer Kriegsfahne, nahmen erst um 550 den weissen Adler als Reichsfahne an. Die Vereinigung beider Tierbilder zu einer Figur hat die Gestalt des Greif entstehen lassen; es ist also der obere Teil dieses fabelhaften Tieres der obere Teil eines Adlers, der untere Teil aber die hintere Hälfte eines Stiers; es ist also die — 29 — Darstellung des Greif mit Adlerfängen auch an den Hinterfüssen, oder halb als Löwe wohl keine richtige. Die Bedeutung dieser zusammen- gesetzten Figur war wohl die, dass der Stier die Zusammengehörigkeit der Brüder andeuten sollte, der Adler aber, dass sie unter der Ober- hoheit des den Adler führenden regierenden Fürsten stehen und auch verbleiben sollten. Dieses Wappen wird auch Swoboda genannt wegen der freiheitlichen Rechte, die den Brüdern veriiehen waren, aber auch wegen ihrer Pflicht der Freiheit des ganzen Landes zu dienen. Die Nachkommen des Jaxa, die von den Deutschen hart be- drängt wurden und denselben tributpflichtig werden sollten, kehrten um 900 etwa nach Polen zurück, die Rechte auf ihr Land an den Herzog von Polen zurückgebend, wofür sie von diesem Güter im Krakauischen und in Schlesien erhielten. Nach ihnen wurde ihr Wappen auch wohl Jaxa, dann nach dem Wappenbilde zuletzt Gryf genannt. Dieses Wappen führen die: Ankowski, Axamitowski, Babowski, Bqkowski, Bawotowski, Belicki, Bielicki, Bieniazewski, Bobowski, Bohr, Bobritfiski, Bobrowicz, Branicki, Brzezinski, Brzeznicki, Burzy^ski, Butowd, Bykowski, Cedro, Cedrowski, Chamiec, Chamski, Charzewski, Chroniowski, Chronowski, Chycki, Ciepielowski, Czaykowski, D^bicki, Dobek, Domaradzki, G^bski, Oetkin, Giedzinski, Otadysz, Got^bek, Grodzicki, Gryffin, Gumieniecki, Günther, Gustkowski, Hromyka, Hronowski, Ilsinger, Izyron, Jarken, Jaworski, Jaxa, Kanski, Kawecki, K^pski, Kijenski, Kilski, Kleszczytiski, Kobr, Kotaczkowski , Komomicki, Komorowski, Konarski, Kosmynowski , Kossowicz, Kowalewski, Krobanowski, Krukowski, Kiynicki, Krzeczewicz, Krzeszowicki, Krzeszowski, Krzyszewski, Kwiatkowicz, Kwiatkowski, Kwiecinski, Latoszytfiski, Lechowicz, Lesniowolski, Lesniowski, Lipowski, Loboowski, Luzeiiski, i:x)twiszynski, iiowczowski, {lupinski, M^kolski, Makowski, Maleszowski, Ma^achowski, Marcinkowski, Micherowski, Michowski, Miel^cki, Mikotajewski, Mikoszek, Milecki, Mirzowski, Molenda, Myrzowski, Nakwaski, Nasiechowski, Nast, Neczwojewicz, Nieklewicz, Noskowski, Odorski, Ossowski, Ostrowski, Otwinowski, Paciorkowski, Panterewicz, Papuski, Pobiedzinski, Podegrodski, Poylios, Prochanski, Radliiiski, Ronikier, Rotarski, Rotaryusz, Rozen, Roznowski, Sierakowski, Skrzyszowski, Stanislawski, Stojowski, Stroniowski, Strzeszkowski, Studzienski, Swiatopek, Szczepanowski, Szczukowski, Treszka, Trojecki, Trzeciecki, Turski, Ujejski, Ulkowski, Wierzbicki, Wiktorowski, Wilkowski, Wolski, Zajezierski, Zakrzewski, Zamiechowski, Zamierowskt, Zaporski, i^eromski, Znamirowski, Zukowski. Es führen die K^pski in rot- silbern geteiltem Felde den Greif mit gewechselten Farben, als Helmschmuck den Greif wachsend ohne Jagdhorn, — die Usingen in blau-golden geteiltem Schilde den Greif mit gewechselten Farben; als Helmschmuck: den Greif golden, halb wachsend, zwischen zwei Elephantenrüsseln, je golden -schwarz und blau -golden geteilt. Gryzima (Tai III). — In rotem Felde drei weisse, nach links ge- kehrte Füchse, die übereinander stehen; Helmschmuck: drei Straussen- federn. Es ist aus Pommern durch die Bork eingeführt. Diese kamen zuerst nach Schlesien, wo sie sich 1273 schon Borkowicz nannten, dann auch nach Grosspolen, wo sie 1346 im jetzigen Kreise Kosten das Gut Gryiyny (Grisina) besassen, nach dem das Wappen Gryzyna genannt wurde, das sich in Gryzima veränderte. Es wird aber nach dem Wappenbilde auch Liszki (die Füchse) genannt. Dasselbe führen die: Borkowicz, Dulski, Gostynski, Starzynski, Wilski. — 30 — Es führen die Dulski jedoch nur einen nach rechts laufenden Fuchs. Grzymala (Taf. III). — In goldnem Felde eine rote Mauer von sechs Reihen, in derselben ein Tor mit zwei nach aussen aufge- schlagenen Torflügeln und aufgezogenem Oitter, auf der Mauer drei gleich hohe Türme mit je drei Zinnen; Helmschmuck: ein Pfauen- schwanz hinter drei fächerartig gestellten Türmen. Einige wollen dieses Wappen durch einen Ritter Zylberschweg oder Zelberszwecht aus Deutschland nach Polen eingeführt wissen, allein es ist eins der ältesten polnischen Wappen, dessen Zuruf Orzymata war. Die Heimat dieses Geschlechts war ursprünglich in Masowien, im Lande Lomia. Dieses Wappen wurde später vermehrt durch einen in voller Kriegsrüstung in dem Tore stehenden Mann, den linken Arm in die Seite gestützt, den rechten mit einem Säbel bewaffneten erhoben. Diese Vermehrung erhielt Przectew Orzymata dafür, dass er 1078 die Stadt Ptock tapfer gegen die Jazdzwinger verteidigt hatte, von dem späteren Fürsten WJadistew Hermann. — Dann wurde das Wappen auch wieder vermindert: Der Fürst Bolesiaw Wstydiiwy von Polen (1 127—79), der den Ritter Orzymata, Besitzer von Oo^lice in der Wojewodschaft Ptock, im Verdacht des Einverständnisses mit dem Fürsten Kazimierz von Kujawien hatte, auferlegte dem Orzymate, aus seinem Wappen den Ritter fortzulassen und als weiteres Zeichen der fürstlichen Ungnade auch das Tor im Wappen geschlossen zu führen. — Eine anderweite Verminderung fand auch noch statt: Als die Lithauer mit den Jazd- zwingern Masowien überfielen, traten ihnen die Orzymata, Besitzer von Zielony und Slasy, tapfer entgegen, brachten ihnen eine Niederlage bei und verjagten sie. Es wurde ihnen dafür als Anerkennung die Ver- minderung des Wappens um Ritter und Tor veriiehen, so dass sie nur eine glatte Mauer mit den Türmen zu führen hatten, als Gleichnis, dass sie für jene Gegend eine Schutzmauer gewesen seien. In der einen oder andern Form führen dieses Wappen die: Baranowski, Bartold, Bieganowski, Bieszczycki, Borkowski, Borzewicki, Bossowski, Brodowski, Brogtowski, Brzozogtowski, Budziszewski, Bukowski, Bu- sinski, Bzowski, Chrostowski, Chwalikowski, Cz^mpski, Czaplicki, Czapski, Czus- zewski, E>(ugot^cki, EXugoski, D(uski, Dobiecki, Dobrodziejski, Domarat, Domas- zewski, Dominikowski, Dzierzanowski, Frankenberg, Oarwaski, G^sinski, G^ssowski, Gtogowski, Görski, Göslicki, Grabowiecki, Grabowski, Grudzinski, Grzymata, Grzymuttowski, Hataczkiewicz, Hawranowski, Hertyk, Hoffmann, Jabtonowski, Jazwinski, Jurkowicz, Kaliborski, Kamienski, Kamodzinski, Kazanowski, Kaztowski, Kobylanski, Kobylenski, Kodowski, Koskowski, Krasnopolski, Krzemienowski, LeSniowski, Litwinski, Litwosz, Litynski, Lubanski, Lubiatowski, Ludzicki, l:^giewnicki, luigiewski, LAgona, iiaszewski, liosowski, ludzicki, Machwicz, Matachowski, Mar- gönski, Meisinger, Mniszewski, Modrzewski, Modrzyiiski, Morze,. Moszczyfiski, Niecikowski, Niegolewski, Niemira, Ochenkowski, Odachowski, Oleski, Olesnicki, Ostrowski, P^chowski, Parzniczewski, P^czkowski, Pi^tkowski, Pierzchnowski, Podlecki, Podolski, Pogorzelski, Pogrell, Pokrzywnicki, Potulicki, Pr^dzetfiski, Prz^dzewski, Przeciszewski, Przejrzefiski, Przyborowski, Przybyszewski, Rachfatowski, Radowicki, Radziszewski, Raszowski, Remer, Rybczyfiski, Rybski, Rychiicki, Rymwid, Rynwidowicz, Siedlecki, Siemianowski, Skoczyiiski, Skotnicki, Slaski, Siezynski, Sliwowski, Stomowski, Smogulecki, Sobolinski, Sojecki, Starzyfiski, Str^kowski, Strzelecki, Suchywilk, Swidrygie^t, Öwiechowski, Swierad, Swiszowski, Szmerzynski, Targofiski, Troszczewski, Trusczynski, Turczynski, Turzafiski, Ujejski, Werecki, Wiel- görski, Wielogorski, Wieszczycki, Wiewiörowski, Wilamowski, Wilkowski, Wiszniowski, — 3t — Wkiynski, Wolski, Woydzbun,. Wskrzenski, Wydrzynski, Wysocki, Zaborowski, Zaleski, Zamojski, 2amowtecki, Zasadzki, Zasiecki, Zbierzchowski, Zbigniewski, Zbikalski, Zbikowski, Zderkiewicz, Zieieiiski, Zielinski, Znatowicz, Zut, Zwierzchowski. Es führen die Litynski die rote, gezinnte, oben mit schwarzem Kreuz besetzte Mauer in goldenem Felde, in dem offenen Tore einen zerbrochenen schwarzen Sperrbalken. Helm (Taf. III). — In rotem Felde ein geschlossener, silberner Helm, der auf jeder Seite mit einem silbernen Ochsenhorn geziert ist, — man findet neben den Hörnern auch wohl noch zwei grüne Eichen- blätter; — Helmschmuck: drei Straussenfedem. Über den Ursprung wird gesagt: Als im Jahre 1111 die Preussen, mit Pommern vereint, nach Masowien eingebrochen waren, wo der Wojewode Maslaus ihnen entgegenzog, war ein polnischer Ritter mit einem feindlichen Führer von riesenhafter Gestalt, der ganz in Stahl gepanzert war, mit einem solchen Helme auf dem Kopfe, in Zweikampf geraten und schlug ihn nieder, wodurch der Mut der Feinde sank, die geschlagen wurden. König Bolestaw verlieh dem Ritter diesen Helm (hetm) ins Wappen. Dasselbe führen die: Hetm, Segnicz, Starzynski. Herburt (Taf. III). — In rotem Felde drei silberne Schwerter, die von unten und von oben schrägerechts und schrägelinks einen in der Mitte schwebenden grünen Apfel durchbohren; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses ursprünglich deutsche Wappen ist 1378 durch die Herburt aus Mähren nach Polen gekommen. Die Herburt führten ursprünglich zwei Schwerter, erhielten jedoch durch Kaiser Kar) den Grossen ein drittes Schwert und einen Paradiesapfel ins Wappen, weil sie sich in Ungarn und Sachsen durch Tapferkeit hervorgetan hatten. Sie setzten sich in Ungarn und Mähren fest, wurden dort Paw^za genannt, welcher Name auch dem Wappen gegeben wurde. Von einigen Familien wird der Apfel im Wappen noch mit einem Kreuz besetzt geführt. Dasselbe führen die: Guzikowski, Herburt, Hewell, Heybowicz, Koziek, Koziet, Mierzewski, Modrzejowski, Modzelowski, Odnowski, Paw^zki, Paw^zowski, Skarga, Woronicz, Zawisza, Zyniew. Die Guzikowski, Modzelowski, Paw^zki und Skarga führen über dem Apfel noch ein goldenes Kavalierkreuz. Hotobok (Taf. IV). — In rotem Felde ein halber, mit dem Kopf nach oben gestellter Lachs; Helmschmuck: ein halber Lachs zwischen zwei Jagdhörnern (Elephantenrüssel). Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Als König Bolestaw llOQ im Kriege gegen die Pommern war und in der Gegend von Bydgo§6 (jetzt Bromberg) das Flüsschen Hotobok (später Brahe genannt) überschritt, sah er in diesem eine Menge aufspringender Lachse. Nach diesen warf ein polnischer Ritter Ratuld mit seinem Beile so glücklich, dass ein Fisch in zwei Hälften gehauen wurde. Der König hielt dies für ein gutes Zeichen, und als er am folgenden Tage die Pommern besiegte und Ratuld sich hierbei auszeichnete, gab er ihm dieses Wappen, das nach dem Flüsschen HoJobok oderOtobok genannt wurde. Es wurde später auch wohl Ktopot und nach dem Wappenbilde Lososia genannt. Dasselbe führen die: — 32 - Bierult, Borecki, Branicki, Cebrowski, Czekowski, Dqbrowski, Qtowniewski, Ktopotek, Latyczynski, Lipnicki, Lipski, Nieczwojewski, Niklowicz, Ratuld, Stud- zienski, Tarto. Janina (Tai IV). — In rotem Felde ein silberner Ritterschild mit stahlblauem Rande; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Über den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Nach dem Tode der Fürstin Wanda, um 732 wurde die Regierung von zwölf Wojewoden gefuhrt, die aber uneinig lebten, wodurch im Lande eine allgemeine Zerfahren- heit eintrat. Diese machte das Land fast widerstandslos und das be- nutzten die Böhmen und Mähren zu siegreichen Raubzügen, bei denen sie bis nahe Krakau gekommen waren. Da wusste ein Ooldarbeiter Przemystaw in Krakau die verzagten Bürger und Landleute zu sammeln und zu ermutigen. Unter seiner Anführung zog er mit ihnen nach dem Flüsschen Dlubnia (wo sich jetzt eine Meile von Krakau das Grabmal der Wanda befindet), wo die Feinde ein Lager bezogen hatten. Nicht stark genug die Feinde anzugreifen, ersann er eine List. Er gab einem geschickten Manne den Auftrag, die Bäume abzuschälen, aus den Rinden Schilde machen zu lassen und solche leuchtend weiss und gelb anzustreichen. Als dies in einem Tage geschehen war, liess er die Schilde in der Nähe des Waldrandes aufhängen, suchte aber mit seinen Leuten und den sich anschliessenden Rittern einen abge- legeneren Ort zum Hinterhalt. Einzelne, vom Orte der Schilde vor- sprengende Ritter mussten sich dem Feinde zeigen und zurückreiten. Der Feind vermutete nun, die Schilde sehend, die Polen im Walde und richtete, siegesgewohnt, seinen Angriff dorthin. Plötzlich brach Przemystew aus dem Hinterhalt hervor und der Feind wurde ge- schlagen. Neuer Mut hatte sich der Polen bemächtigt und der Feind wurde aus dem Lande verjagt. Bei der Rückkehr nach Krakau wurde Przemystew als Retter des Vaterlandes begrüsst und von den Woje- woden 750 zum Fürsten erwählt. Nun verlieh er dem, der die Schilde so schnell hatte fertigstellen lassen, einen Schild als Schildesbild. — Als in dem Kriege des Königs Bolestaw gegen die Pommern, um das Jahr 1000, ein Ritter Janik, der den Schild im Wappen führte, sich besonders ausgezeichnet hatte, gab der Fürst, nach dem Namen des Ritters, dem Wappen den Namen J a n i n a. Die Heimat des Geschlechts, aus dem der König Jan Sobieski stammt, wurde Janina im Kreise Stobnica in der Wojew. Krakau. Das Wappen wird aber auch nach dem Wappenbilde Tarcza (der Schild) genannt. Dieses Wappen führen die: Axt, Biatobtocki, Biatobocki, Biaiobrodzki, Bidzifiski, Bielecki, Bielicki, Bie- lowski, Branicki, Branwicki, Chotelski, Danczykiewicz, Doruchowski, Qabonski, Gotubicki, Gulinski, Hotubicki, Hotubowicz, Janik, Janikowski, Janowski, Jaroszewski, Jawicki, jaworski, Ka/iski, Karski, Kaszewski, Kietczewski, Kotaczkowski, Korzeni- owski, Kwasek, L^dzki, Lipnicki, 4:iib^cki, fc^cki, li^ski, Maciejowski, Mszczuj, Narajowski, Necewicz, Olbiecki, Olbienski, Olszbank, Opocki, Petka, Piasecki, Podlo- dowski, Pogtodowski, Potocki, Przezwocki, Pszonka, Rzeczycki, Rzezenski, Sadto, Smosarski, Sobieski, Srokowski, Stoinski, Stojewski, Stronski, Strzeszkowski, Suchodolski, Swi^cicki, Swierczkowski, Szczypiecki, Tarnawski, Turski, Unieszowski, Urzanowski, Urzazowski, Uszacki, Waszmuntowski, Wiemek, Wierzbi^ta, Winiarski, Wolicki, Woyszyn, Wrzazowski, Zaduski, Zawadzicki, Zawadzki, Zawieprzki, Zbiluta, Zerzytfiski, 2ulicki. — 33 — JasieAczyk (Taf. IV). — In blauem Felde ein goldner Schlüssel mit dem Bart nach oben und nach rechts gekehrt; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Als 1037 der Kronprinz Kazimierz, mit seiner Mutter Rixa, des Landes verwiesen war, nach Paris eing und dort in das Benediktinerkloster zu Clugny eintrat, begleitete ihn dorthin sein treuer Knappe Jasienek. Als Kazimierz 1041 auf den Polenthron berufen wurde, kehrte auch Jasienek mit ihm zurück und focht an der Seite des Königs gegen Maslaus und die Jazdzwinger. Das Lager der letzteren galt besonders als Schlüssel (Klucz) zur Besiegung derselben; es wurde mit Glück ein Sturm auf dasselbe ausgeführt, der Feind besiegt. Hierbei wurde der König verwundet. Auf dem Heimritt zu seinem Lager war der König durch den Blutverlust so erschöpft, dass er im Begriff war vom Pferde zu gleiten. Da war Jasienek, der sich auch bei dem Kampfe tapfer gezeigt hatte, selbst verwundet war, dem Könige, be- hilflich, nahm ihn auf seine Schultern und trug ihn zum Zelte. Für die ihm bewiesene treue Anhänglichkeit und für die kriegerische Aus- zeichnung verlieh ihm der König dieses Wappen. Der Schlüssel ist ein Zeichen zuveriässiger Treue. Die Heimat des Geschlechts war wohl Jasion in der Wojewodschaft Sendomierz. Dieses Wappen, das auch Jasieniec und Jasiona, auch redend Klucz (der Schlüssel) genannt wird, führen die: Barcikowski, Barczykowsld, Bielski, Bogurski, Boski, Bucki, Burski, Buski, Chustka, Öwikla, Oamba, Qol, Orz^bski, Orzeg^orski, Orzegorzewski, Hanow, Hayn, JaUonski, Janowski, Jasieficzyk, JasiAkowicz, Jasiiiski, Jaskowski, Jasnogorski, Karczewski, Kluczyiiski, Klukowski, Kluszewski, Kotubulski, Kowalski, Krajewski, Krulikiewicz, Lichnowski, Lukiaüski, i:ukaiiski, llychowski, Michalowski, Mi^dzy- chowski, Mijakowski, Ochotnicki, Ostoniecki, Ostowiecki, Ploski, Przeradzki, Przybys- tawski, Pstr^owski, Radonski, Radowski, Sliwowski, Stuchocki, Stocld, Strupiechowski, Warp^chowski , Warp^sz, Witowski, Woraifiski, Zborowski, Zbroski, Zbrozek, Zebrowski, 2egocki. Abweichend führen die Kowalski den Schlüssel mit einem Barte auf jeder Seite. Jastrz^biec (Taf. IV). — In blauem Felde ein silbernes Hufeisen, nach oben geöffnet, innerhalb desselben ein goldenes Kavalierkreuz; Helmschmuck: ein Habicht mit halb erhobenen Flügeln, mit dem rechten erhobenen Fusse ein gleiches Hufeisen mit dem Kreuze haltend. Die ursprüngliche Gestalt des Wappens war der Habicht (Jastrz^b) allein, woher der Name des Geschlechts Jastrz^biec, das seine erste Heimat wohl in der Wojewodschaft Sendomierz hatte, sich dann nach allen Gegenden des Landes zahlreich verbreitete. Über die Vermehrung des alten Wappens wird gesagt: Als zur Zeit des Königs Bolestaw, um 999, der Berg Lysa göra (jetzt Heiligkreuz genannt, zwei Meilen von Bof^cin) von heidnischen Feinden besetzt war, welche sich dort un- angreifbar hielten, und wie aus Hohn zum polnischen Heere sagen Hessen, es möchte doch jemand zu ihnen kommen, um für seinen Christus mit einem der ihrigen einen Zweikampf zu bestehen, dachte ein Jastrz^biec über Mittel nach, um dorthin zu gelangen und den Zweikampf zu bestehen. Er Hess sein Pferd mit Hufeisen beschlagen, die damals in Polen wohl schon lange bekannt, aber nicht gebräuch- lich waren, und konnte nun den steilen und glatten Berg hinaufreiten V. Zernickiy Die polnischen Stammwappen. 3 — 34 — Und sich zum Zweikampf stellen. In diesem besiegte er den prahlenden Heiden, der der Verabredung gemäss sich ihm ergeben musste, und den er dem Könige zuführte. Es wurden nun alle Pferde des pol- nischen Heeres beschlagen, das nun den Berg hinanritt, den Feind angriff und besiegte. Der König veriieh dem Ritter das Hufeisen mit dem Ritterkreuze ins Wappen; Jastrz^biec behielt den Habicht seines ursprünglichen Wappens als Helmschmuck. Dieses neue Wappen be- hielt den Namen Jastrz^biec. Es wurdeaberauch Bolesta, Bole^cic, Boleszczycy, Kaniowa, Kudborz, Kudbryn, Kamiona, Lubrza, Nagora und Lazanki genannt. Aus diesem Wappen haben sich die meisten Wappen, die ein oder mehrere Hufeisen haben, entwickelt. Dieses Wappen führen die: . Abrahamowicz, Abramowicz, Adamowski, Adamski, Aibinowski, Arkuszewski, Balii^ski, Banty, Baranowski, Bartoszewicz, Bartoszewsld, B^dzistawski, Bekierski, Betdowski, Betkowski, Betza, Betzecki, Beski, Beykowsld, Bialowiejski, Bielaiiski, Bielewski, BierczyAski, Bierzyfiski, Bietkowski, Bieykowski, Bilawski, Bisiowski, Bitkowskiy Bniiisld, Bobowski, Bobrowski, Bogdaszewski, Bogustawski, Bolesta, Bolesz, Borchart, Bordziakowsld, Borejko, Borowski, Borszowicz, Boruta, Eiossowski, Brodedd, Brodowski, Bromirsld, Brachowski, Brudkowski, Bnidnicki, Brzechwa, Brzeski, Brzezicki, Brzozowski, Brzuchaiiski, Buchowski, Budko, Budkowski, Budny, Bukiewicz, Bukowski, Burski, Butkiewicz, Buykowski, Buieiiski, Bylecki, Byszewski, Chabicki, Chamski, Charbicki, Chetmicki, Chetstowski, Chilefiski, Chilewski, Chmieledri, Chmielowski, Chocholewski, Chochot, Chodkiewicz, Chorczewski, Chorzewski, Choszczewski, Chromski, Chrzqstowski, Chudkowski, Chwalibowski, Chwedkowicz, Chybski, Chylewski, Chyliiisld, Ciekliiiski, Ciesielski, Cieszejowski, Cleszewski, Ciotkowski, Cioromski, Cisowski, Ciszewski, Cudzinowski, Czapiewski, Czamomsld, Czayka, Czaykowski, Czepowski, Czemiawsld, Czeraidd, Czesiejko, Czeski, Czeszowski, Czezowski, Cziszewski, Czyzowski, D^rowski, DamiaAski, D^bowski, Dobkowski, Dobrski, Dobrzytfiski, Doinaradzki, Domaszewsld, Domaszyn, Doraiiski, Dr%gowski, Drochowski, Drozdowicz, Drozdowski, Dziankowski, Dzi^ba- kowski, Dzi^delski, Dzi^gielowski, Dzierzgowsld , Dziewanowski, Dzirwanowski, Erlicki, Ezofowicz, Fabedci, Fal^cki, Fiykacz, Oaszyfiski, Oembart, Gerszewski, Oibowski, Gieraltowski, Oliiiski, Oliszcfyiiski, Gtoczitiski, Glodzinski, Gtoskowski, Godziszewski, Golafiski, Gotawski, Go^ocki, Gomotka, Gorczycki, Gorczynski, Gorecki, Gosiewski, Gostawski, Gostyi\ski, Goszycki, Grabkowski, Grabowski, Grampowski, Grazimowski, Gr^becki, Grodecki, Gronostajski, Grudnicki, Grzebski, Grzegorzewski, Grzywienskiy Guzowski, Hermanowsld, Idikowski, Iwa^ski, Iwofiski, Jaczewski, Jaczyiiski, Jakucewicz, Janczewski, Janikowski, Janiszewski, Jankowski, Janowski, Jarocinski, Jasifiski, JaSlikowski, Jastrz^becki, Jastrz^bowski, Jastrz^bski, J^drzejowski, Jewsko, Jezewski, Jodfownicki, Jodtowski, Jutkowski, Jurkowski, Kaczyiiski, Kamietfiski, Kapica, Karasowski, KardoliAski, Karski, Karsnicki, Karwacki, Kaznicki, Kaznowski, K^pski, Kierski, Kierzkowski, Kierznowski, Kiwerski, Klamborowski, Klimaszewski, Kliszewski, Kl^bowski, Kodubitfiski, Koczaiiski, Koczowski, Konarski, Konopnicki, KopaAski, Kopemi, Kopeszy, KoScielski, Korden, Kosilowski, Kosmaczewski, Kos- nowicz, Kostka, Kosztowsld, Kowalewski, Koziebrodzki, Koziobrodd, Koztowski, Krasowski, Krassowski, Krasucki, Kraszewski, Kr^pski, Kroszewsld, Krzcz^cki, Krzesimowski, Krzywa^ski, Ksi^i, Kucharski, Kuczkowski, Kuczuk, Kudbryn, Kukowski, Kui, Kulesza, Kuropatwa, Kuzmicki, Kvnatkowski, Lawdansld, Lazanski, Lemnicki, Lesiiiski, Leszczyfiski, Ugowski, Upowski, Lgodd, Lutomirski, iiagiewnicki, taxünsld, i:^icki, Lazienski, ll^tkowski, llobodzki, llukomski, llukowicz, llukowski, liuiafiski, liysakowski, Machc^ski, Maciejowski, M^czyfiski, Majer, Majewski, Makomeski, Makowski, MalczyAski, Maleczyiiski, Malewski, Matokl^dd, Maluski, Maiikowicki, Ma^kowski, Marszewski, Maskowski, Maszkowsld, Matczyfiski, Mi^zy- lewski, Mierczynski, Miemicki, Mierzyi^ski, Mietelski, Mikotajek, Milanowski, Milewski, — 35 — Mirz, Miszyno, Mniewski, Modrzycki, Modrzynskiy Morchonowicz, Morski, Mosa- kowski, Moykowski, Moyski, Msciszewski, Mszczuj, Myslinski, Myiliszewski, Mystowski, Mystkowski^ Mysyrowicz, Myszkowski, Nagora, Nagorka, Nasi^gniewski, Nasitowski^ Necz, Nemir, Niedrowski, Niegoszewski, Niemira, Niemirowicz, Niemsta, Niemy- gfowski, Niemyski, Niesiotowski, Niesmierski, Niew^gtowski, Niezdrowski, Noniewski, Nowiewski, Nowomiejski, Nowowiejski, Nycz, Obtöw, Obniski, Odeski, Olizarowski, Olszafiski, Opatkowski, Opojewski, Opolsld, Ortowski, Osiecki, Paczoski, Paczyfiski, Pakosz, Pakowski, Palczycki, Palkiewicz, Papieski, Paprocki, Pawlowski, P^dawski, Pelczewski, P^czycki, Pelka, Petkowski, Peszkowsld, P^tkowski, Pienczykowski, Pieszkowski, Pilch, PiJchowski, Piniiiski, Piotrowski, Pniewski, Polikowski, Pol- kowski, Potubinski, Popl^awskj, Porczyfiski, Por^ba, Powczowski, Preiss, Prokuli, Protaszewiczy Przedpetski, Przedpolski, Przedzynski, Przeradzki, Przestrzelski, Psarski, Pszczötkowski, Pszonka, Rachafiski, Radbor, Radborowski, Raczyüski, Radidd, Rem- biewski, Rembiszewski, Rembowski, Rodedd, Rogalski, Rogowski, Rosaiiiski, Rotkiewicz, Rozembarski, Roznidd, Roznowski, Rudd, Rudnidd, ^chlowski, I^iiski, RytwiaAski Rzestkowski, Sadio, Sadzy6ski, Salomon, Samowski, Sasimski, Sasin, Sasinowski/ Sawidci, Secemski, S^dzikowski, S^k, Seralini, Siemi^tkowski, Siestnewitowski, Simowski, Skabajewski, Sktodowsk^ Skopowski, Skorczydd, Skörski, Skoiydd Skowrotfiski,;Skrodzki, Skrzeszewski, Skrzetuski, Skrzyszowski, Skubajewski, Skubniewski' Stadkowski/ Stawedci, Stawidd, S^awiec, Stodkowski, Stugodd, Smiodowski, Smolski,» Sobiczowski, Sokolifiski, Sokolnidd, Somowski, Srokowski, Stanowski, Starczewski, Stawiiiski, Stawiski, Stawski, Stokowski, Stradiowski, Stradowski, Strupczewski, Strzeledci, Strzembosz, Strzeszkowski, Strzyzowski, Stuienski, Suchorski, Suleiiski, Sulinski, Sutaczewski, Sumowski, Swi^tedd, Swi^ddci, Szalawski, Szantyr, Szaszewicz, Szczemski, SzczepaAski, Szczepkowski, Szcz^snowicz, Szczyi, Szc2ytowski, Szebiszowski, Szeczemski, Szomafiski, Szuleiiski, Szumski, Szwab, S2ymo6skiy Taczanowski, TaAski, Tamawiedd, TembersW, Tempski, Tlokifiski, Thibidci, TJubiÄski, Tomczydd, Trzdfiski, Trzebifiski, Trzepienski, Trzeszewski, Turtaj, Tymidd, Tynidd, Udiacz, Uchanski, Ufniarski, Ulatowski, Unierzycki, Uznaiiski, Waczkowski, Wadaszyüski, W^dolkowski, Waga, W^kczewski, Waszkowski, Wawrowski, Wazyiiski, W^giowski, Welinowicz, W^sierski, W^zyk, Wierdszewski, Wierzbidci, Wierzbiiiski, Wierzbowski, Wiewiedci, Wiktorowski, Wirozepski, Witoslawski, Witowski, Wityfiski, Wnuczek, Wnuk, Wodziliski, Wojdechowski, Woledci, Wolicki, Wolski, Worainski, Wroblowski, Wydzga, Wykowski, Wyrozemski, Wyrzykowski, Wzdulski, Xi^ki, Zadorski, Zagorski, Zakowski, Zakrzewski, Zaiesicki, Zaieski, Zaiistawski, Zamie^ski, Zarski, Zarzeczny, Zawadzicki, Zawadzki, Zawidzki, Zawilski, Zawistowski, Zaykowski, Zberowski, Zborowski, ZborzeAski, Zdan, Zdanowicz, Zdunowski, Zdzierzek, Zegocki, 2ela- zowski, Zendzian, Zendzianowski, 2emowski, Zieloirka, ^ötkowski, «Zub, Wykowski, 2ymirski, 2ytkiewicz. Die Adamski führen über dem Kreuze noch einen silbernen Ring, oben besetzt mit einer Pfeilspitze; die Chylinski: das Feld rot. Jelita (Taf. IV). — In rotem Felde drei sich kreuzende, goldene Ritterlanzen, die mittelste senkrecht mit der Eisenspitze nach unten, die anderen mit der Spitze nach oben schrägerechts und schrägelinks gestellt; Helmschmuck: ein bis zu den Hinterfussen aufwachsender weisser Ziegenbock. Dieses Wappen ist aus dem Wappen KozieJ entstanden. Über den Ursprung wird gesagt: Als Wtedyslaw iiokietek im Jahre 1331 das 40000 Mann starke Heer des deutschen Ordens bei Radziejowo in Kujawien geschlagen hatte und am folgenden Tage das Schlachtfeld umritt, sah er seinen Ritter Floryan Saryusz des Wappens Koziet, das auch Koziarög genannt wurde, im Blute liegen und sich mit den Händen seine Eingeweide in den Körper zurückschieben. Als der König bei diesem Anblicke zu seiner Umgebung sagte: »Was muss dieser brave Held leiden!« antwortete Saryusz, der dieses hörte: »Das, 3* - 36 -• was Du König hier siehst, schmerzt mich nicht so sehr, als der böse Nachbar meines Gütchens mich quält.« »Beruhige Dich, ich werde Dich von Deinem Nachbar befreien,« erwiderte der König, der diesen Wunsch auch später erfüllte, nachdem Saryusz, dank der ihm ge- wordenen Pflege, wieder geheilt worden war. Als Belohnung erteilte ihm der König drei Lanzen (die drei schweren Verwundungen dadurch bezeichnend) ins Wappen, das den Namen Jelita(die Eingeweide) er- hielt. Es kamen aber auch die Benennungen Kozlarög und Nagody vor. Floryan Saryusz war Besitzer des Gutes Mojkowice in der Wojewodschaft Sieradz, im Kreise Piotrkow. Dieses Wappen führen die: Alkiewicz, Ansze/iski, Badyiiski, Biatecki, Bielawski, Bielski, Biesiadecki, Biesiadzki, Boglewski, Borzobochaty, Borzemski, Bukowinski, Chilchen, Chor%zyna, Cielimofiski, Cieszanowski, Czeczel, Czerkas, Czerkaski, Czerkawski, Czermitfiski, Czerninski, D^browski, D^bowski, Dobrzynski, Dziaduski, Dzibattowski, Dziduski, Dzieci^tkowski, Dziewattowski, Dziugtowski, Dzyiytt, Fanuel, Frank, Oabaiiski, Qajewski, Oawlikowski, Gawtowski, Geometer, Gerdud, Gierzy/iski, Glowa, Golis- zewski, Qotocki, Gomolinski, Gorlewski, Gorliwski, Hatowski, Milchen, Jaklitfiski, Jakowicki, Janicki, Jankiewicz, Jasinski, Jaworski, Jaykowski, Jelitowski, Kaczorowski, Kalinski, Kalisz, Katowski, Kamisowski, Kamocki, K^dzierzytfiski, Kicki, Kisielewski, Kobielski, Koiytko, Koiytkowski, Ko^larowski, Kossowski, Koziaroski, Kozierowski, Kozlarowski, Kozlorog, Krainski, Krasienski, Krasowski, Krassowski, Lasochowski, Lasota, Leniecki, Lganowski, Libicki, Litostawski, Litwinski, Lnezelifiski, Lochyiiski, Luczeliiiski, LutostaAski, l:4cki, iuipczyiiski, liiapinski, i:^inski, tadnidd, i:^ninski, llochyfiski, ilukowski, Madurowicz, Makowski, Malecki, Marcinkowski, Micewicz, Michatowski, Mietelski, Mirski, Misiewski, Mniiiski, Modrzewski, Mokrski, Morawicki, Morozowicz, Moykowski, Mrowiiiski, My^liborski, Neronowicz, Pacanowski, Pacho- lowiecki, Paderewski, Pajowski, Paprocki, Pieczkowski, Pieniqzek, Pietuch, Pijakowski, Piwakowski, Popczy^ski, Post^kalski, Promienski, Raciborowski, Radogoski, Rayski, Remiesz, Remiszowski , Reszczewski, Romer, Romiszowski, Rospanth, Rozniecki, Sancygniowski, Saiyusz, Secygniowski, Serny, Silnicki, Sk^pski, Skokowskl, Skor- kowski, Skrzyniecki, Sliwicki, Sfawianowski, Stowinski, Stupski, Sokolnicki, Stawowski, Stokowski, StnimieAski, Sypniowski, Szczekocki, Szczepankiewicz, Szczerbicz, Szczukocki, Szydtowski, Szypiefiski, Tarnowski, Tchorznicki, Terlikowski, W^leszyfiski, W^gles- zynski, Werburt, Wielkofucki, Wierzejski, Wilczkowski, Wilkoszewski, Wolski, Worszylo, Woyciechowski , Wrzesiiiski, Wyrzejski, Wyrzyski, Zakrzewski, Zaleski, Zamojski, Zawisza, 2elawski, 2elechenski, Zelezynski, Zeromski, Zieliiiski, Zurowski. Jei. — In rotem Felde auf grünem Boden ein zusammengerollter Igel (jei), nach links gekehrt, den sichtbaren Kopf aber rechts gewendet; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen führen die: Q^siorecki, Hiz, Jez, Lisowski, iiosowski. Jezierza (Taf. IV). — In rotem Felde ein goldenes Kavalierkreuz, auf dem ein Rabe mit einem Ring im Schnabel sitzt; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Die Heimat des Wappens dürfte Masowien ge- wesen sein. Dasselbe führen die: Bogustawski, Cwiktowski, Drozdowski, Drzymalski, Galczewski, Gronostajski, Jezierzyiiski, llojewski, Niemierza, Szczycie^ski, Szymanowski, Zaj^czkowski 2elazo. Es führen die Zajqczkowski den Raben mit dem Ringe auch als Helmschmuck. Jttnosza (Taf. IV). — In rotem Felde auf grünem schwebenden Boden ein weisser, junger, gehörnter Schafbock mit Blutflecken an der Seite; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. Das Wappen wird auch — 37 — mitunter Baran (Schafbock) genannt, das Wappenbild bezeichnend, es ist jedoch der alte Feldruf Junosza. Die Wiege des Wappens und gleichnamigen Geschlechts ist wohl Masowien. — Einige wollen den Ursprung in Deutschland suchen und stellen den Namen Junosza als eine Verstümmelung des deutschen Wortes »Jungschaf« hin, doch ohne jede Begründung. Auch wird, ebenso unbegründet, über den Ursprung gesagt: Als ein Ritter Junosza mit seinen Mannen ausritt, um den Feind aufzusuchen, lief ein junger Schafbock blökend und springend über den Weg. Dieses legte Junosza als eine gute Vorbedeutung aus, und wagte deshalb, als er den Feind gefunden, einen Angriff auf den- selben und besiegte ihn. Von dem Könige, der Junosza der Waffen- tat wegen belobte, erbat dieser nun den jungen Schafbock, der ihm zum Angriff Vertrauen gegeben hatte, als Wappen. Der König erteilte ihm ein solches und nannte es Junosza. — Dem entgegen ist das Wappen als ein bis in die Zeit des Heidentums zurückzuführendes anzusehen. Dasselbe führen die: Badytfiski, Bqdzyfiski, Bankowski, Baran, Baranowicz, Bleliiiskf, Bojan, Bojanowski, Borawski, Borcikowski, Borkowski, Borowski, Bonikowski, Borwicz, Bukar, Chabowski, Ch^drzewski, Ch^dzefiski, Chodszewski, Chodecki, Chrapufiski, ChroScitfiski, Chrusciiiski, Chudzewski, Ciesliiiski, CieszyAski, Czarnochowski, Czecha- nowski, D^browskiy Dadzibog, Dalecki, Derpowski, Dolecki, Domin, Dorpowski, Drewnowsld, Druzbic, Dubkowski, Gatecki, Gigafiski, Glinicki, Godlewski, Got^ski, Ooray, Goslinowski, Gostkowski, Gotsch, Grochowski, Gulczewski, Gzowski, Hennanowski, Humiecki, Ignaiiski, Janicz, Janiszewski, Jankowski, Jaworski, Junosic, Junosza, Kamieniewski, Kamieiiski, Karmanski, Kamkowski, Kiemoski, Kijowski, Kisie- \\fis\df Kisielewski, KH^ski, Koto, Komarnicki, Komitiski, Konopacki, Konopnicld, Korma- nicki, Koskowski, Kosmaczewski, Kowalewski, Kozak, Kozikowski, Krogulecki, Krosnowski, Krzykowski, Kurdwanowski, Kurnicki, Kurzewski, Kuszkowski, Kuszycki, Lelowski, Upicki, Lipnicki, liempicki, iiochocki, Jiojewski, liugowski, Malicki, Mi^dzo- brocki, MierzynsJd, Mi^szkowski, Mokrzski, Niewski, Niowski, Odnodzki, Omiedfiski, Oparski, Oratfiski, Ortowski, Orpiszewski, Orwitowski, Osiiiski, Ostasi6ski, Ostrza- kowski, Ostrzeniewski, Oswiedfiski, Oyrzanowski, Pelka, Piaskowski, Pieskowski, Pijanowski, Piotrowin, Piotrowski, Plawifiski, Podolski, Podoski, Polikowski, Pot- chowski, Poniatowski, Popkowski, Potoczki, Przedojowski, Prz^dzowski, Przerownicki, Przerowski, Przezwocki, Pucdrowski, Pulikowski, Racha^ski, Rachocki, Radziejowski, Ratomski, Ratowski, Rautenberg Rosdszewski, Rosperski, Rubel, Runowski, Rzefiski, Rzeszotarski, Saporowski,. Seibor, Segrowski, S^p, Sergowski, Skoruszewski, Sliwiiiski, Stuszkowski, Smlodowski, Smogorzewski, Sobafiski, Starzyfiski, Stefanowski, St^p- kowski, Stoiiiski, Stopinski, Strkwinski, Strozberg, Suchodolski, Sulerzyski, Swiszulski, Szaniawski, Szarlefiski, Szarzynski, Szetyfiski, Szymanowski, Tabasz, Trojan, Trze- bitiski, Ubniewski, Umieniecki, Uszacki, Wielecki, Wielicki, Winiecki, Wolski, Woys- faw, Woystawski, Wscislidd, Wyr^bowski, Wysokinski, Zakowski, Zaiiwski, Zatuski, Zamoscki, Zawadzki, Zawtocki, Zdrodowski, Zdrojowski, Zieleniecki, ^ukowski. Kierdeja (Taf. IV). — In langgeteiltem Schilde in dem rechten blauen Felde drei pfähl weise gestellte, silberne Lilien, das linke rote Feld leer; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen wurde einem Kierdeja, der aus der Krimm stammte, in Polen focht und sich unter König Ludwik von Ungarn und Polen 1377 bei der Erstürmung des Schlosses BeJz auszeichnete, unter Erteilung des polnischen Indigenats verliehen; das rote Feld sollte die blutige Kriegstat andeuten, die Lilien wurden als besonderes Onadenzeichen aus dem Stamm- wappen des Königs, der dem Hause Anjou angehörte, genommen. Dieses Wappen führen die: — 38 — Czaplic, Dziusza, Hoscki, Jarmund, Kierdej, Kieraidd, Kozifiski, Krzywiecki, Pohorecki, Wielhorski. Kopasina (Taf. IV). — In rotem Felde schwebend zwei silberne Flüsse, welche in zwei Windungen von oben schrägrechts und schräg- links nach unten so zusammenfliessen , dass sie zusammen beinahe die Form eines nach oben geöffneten Hufeisens bilden; zwischen beiden Flüssen ein senkrechtes Schwert, dessen nach unten gekehrte abgebrochene Spitze die Flüsse in ihrem Berührungspunkte überbrückt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Ober den Ursprung wird gesagt: Zur Zeit des Königs Bolestew des Kühnen, 1059—82, hat ein Ritter Kopasina den zwischen den beiden Dunajec-Flüssen lagernden Feind, die Pieczynger, überfallen und vernichtet und dafür vom Könige dieses Wappen erhalten, wie auch den Landstrich, auf welchem der Kampf stattgefunden hatte. — In einem Krakauer Oerichtsdokumente von 1423 wird noch ein anderes Wappen Kopasyna beschrieben: Wappenbild: zwei Kugeln, jede besetzt mit einem Kreuze. Das erstere Wappen führen die: Bt^dowski, Cz^stecki, Kopasinski, Mi^dzygörski, Sikorski, Slanka, Stenszczew^ki, Zaborski. Korab (Taf. IV). — In rotem Felde eine goldene Gondel, in deren Mitte ein silberner, gezinnter Turm; Helmschmuck: das Wappenbild. Ursprünglich war die Gondel mit einem schwarzen, besegelten Mast versehen, der später durch den Turm ersetzt wurde. Der Ursprung des Wappens ist wohl auf eine maritime Beziehung zurückzuführen, was schon aus der Übereinstimmung des Namens Korab (Gondel) mit dem des Wappenbildes anzunehmen ist. Es soll durch einen Ritter Miorsz, aus England oder Deutschland, nach Polen gekommen sein, wohl schon im 10. Jahrhundert. Dieses Wappen führen die: Adamczewski, Bielecki, Bieniedzki, Bobkowski, Bogustawski, Boguszewski, Boifiski, Bojanowski, Bojemski, Bolemski, Borzkowski, Bronowski, Brzozowski, Chaj^cki, Chociszowski, Chojecki, Chrzanowski, Ch walibowski , Chyzanowski, Czachorowski, Czachowski, Czachurski, Czartkowski, Czechelski, Czepiel, Czerniecki, D^browski, Dolanski, Droszewski, Drozdowski, Dubaiski, Dulibi^ski, Dyski, E)zie- kotfiski, Eysymont, Falibowski, O^idkowski, Gat^ski, Qliniecki, Qtoskowski, Qniazdowski, Qodzi^tkowski, Gorzycki, Orodzielski, Grudzielski, Grz^dzica, Hotowicki, Hordzie- jowski, HotowicW, Jankowski, Katowski, Karpinski, Karski, Katorowski, Kiend, Ktodawski, Kobierzycki, Kociefkowski, Kokowski, Korabiewski, Koscie^kowski, Kot- nowski, Kotowiecki, Kotwicki, Kowalski, Kozieradzki, Koztowiecki, Krqpiewski, Krynicki, Kucharski, Laskowicz, Laskowski, Lobeski, Luteiiski, Lutomski, iuib^cki, Ilaski, llobeski, kodz, llopatecki, lloza, Marski, Milczewski, MiJaczewski, Mfodziejowski, Molski, Morawski, Moszczy/iski , NadsJawski, Nawoyski, Orzeszko, Orzeszkowski, Osowski, Ostrowski, Pacynowski, Pajecki, Pawl^owski, Penza, Piqtkowski, Piecznowski, Pierucki, Ponikwicki, Poradowski, Przeniewski, Radlicki, Rayski, Rulikowski, Rusiecki, Rusocki, Saleniewicz, Skarszewski, Skulski, äliwnicki, Sfonecki, Sobocki, Sokotowski, Szczurowicki, Szczurski, Taniszowski, Tarusz, Wdziekofiski, Wojciechowski, Wojsa- nowski, Wojstawski, Wolanowski, Zadzik, Zbikowski, Zdzienicki, Zdzieiiski, Zeromski. Korczak (Taf. IV). — In rotem Felde drei wagerecht über einander liegende, schwebende, silberne Flüsse, welche von oben nach unten sich verkürzen; Helmschmuck: eine goldene verzierte Schale, aus der ein schwarzer, nach links gekehrter Jagdhund halb hervorwächst Die drei Flüsse, die auch mitunter, wie selbst das ganze Wappen, Stäbe (Wr^by) genannt werden, werden auch wohl von unten nach oben — 39 — sich verkürzend, geführt. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: In frühester Heidenzeit wurde einem reichen und ritterlichen Ungarn der Thron von Ungarn angeboten; er schlug ihn aber aus und brachte einen aus der Familie der Kaninus in Vorschlag, der auch vom Lande zum Herrscher erwählt wurde. Dieser Umstand gab zu der Fabel Veranlassung, dass die Ungarn sich einen Hund zum Fürsten erwählt hätten. Kaninus war grausam, weswegen der erwähnte un- garische Ritter ihn, dem Volksgeiste huldigend, vom Throne stiess und erschlug, seinen Leichnam im Lande umherzeigen liess. Die ihm er- neut angebotene Herrscherwürde schlug er wieder aus, nahm aber das von dem neuen Herrscher ihm verliehene Wappen an: »ein Hund in einer Schale«, als Andeutung, dass er von dem von ihm vorgeschlagen gewesenen Kaninus das Land wieder befreit hatte. Dieses Wappen führten seine Nachkommen fort, von denen Zoarda von dem Hunnen- fürsten Attila als Unterfeldherr nach Italien gesendet wurde, das er bis Kalabrien und Apulien verwüstete, wo er die Städte Katona und Regiona baute. Ein Nachkomme des Zoarda soll dann in Neapel geblieben sein und von ihm sollen die Karaffa abstammen, welcher Name ins Polnische mit Korczak übersetzt wurde. Einem weiteren Nachkommen dieses Geschlechts und Wappens, das Czasza hiess, und zwar dem Demetrysz de Bozydar gab dann König Ludwig von Polen und Ungarn um 1375 als Vermehrung in das Wappen drei Flüsse, welche die drei Hauptflüsse Ungarns, die Donau, Sau und Drau, bedeuten, zwischen denen die Familie nicht nur weite Besitzungen hatte, sondern auch dem Vaterlande viele ritterliche Dienste geleistet hatte. Dieses Wappen führen die: Bafaban, Bannyfiski, Band, Bedlewicz, Bedlewski, Bibel, Bibelski, Biemacki, Biernaszewski, Biemawski, Bierzawski, BliziAski, Bohowityn, BoratyAski, Bortnowski, Bozydar, Branicki, Brodzki, ChaAkowski, ChaAski, Choderowski, Choiiiski,* Choto- niewsld, Chotecki, Chiyczewski, Chyzewski, Cuper, Czamkowski, Czaryski, Czasza, Czemiejowski, Czupa, Czuryto, D^bkowski, Daleszyfiski, Derewitfisld, Dermunt, Derszniak, Deubell, Dobraczewski, Dobraczyfiski, Dreling, Drochowski, Drohojewski, Dryniewicz, Drzemlik, Drzewifiski, Dziechdewski, Oli^ski, Oluzitfisld, Qorajewski, Qorajski, Ooralski, Haiiski, Hotowicki, Homowski, Horodefiski, Horodyjski, Horo- dynski, Hoszewski, Hreczyna, Hubicki, Hyfiko, Ilinicz, Iwonia, Jarkowski, Jarmolitfiski, Jaroszynski, Jelefiski, Jesman, Jewtaszko, Kadtubiski, Kazimirski, Klimkowski, Komar, Komorowski, Konarzewski, Korbut, Korczak, Korczakowski, Korczmiiiski, Korytyfiski, Kotowicz, Kozieradzki, Krasnod^bski, Kr^zylowski, Krukiewnicki, Krüpski, Krynicki, Krzeczowski, Lachodowski, Leszczynski, Lipski, Luszkowski, liahodowski, iuiniewski, llawrynowicz, -Luszczewski, lluszczkowski, iluszczyiiski, ilyszczyiiski, MalczycJd, Melecho- wicz, Michalewski, Michalski, Mieleszko, Mleczko, Mogolnidd, Morochowski, Myszka, Newelski, Niwicki, Omowsld, Oscistawski, Ostrowski, Oszczystawski, Pelczycki, Ptoskonski, Podgolia, Podhorodefiski, Portanty, Porwaniecki, Porwi^ski, Prochnicki, Prokopowicz, Pruchnicki, Przytupski,, Rocimirski, Rynka, Rynkowski, Saczko, Sadlocha, Salomonski, Satadykowski, Samptawski, Saporowski, Serebryski, Sielicki, Siennowski, Silicz, Silnicki, Siwicki, Skoruta, Sledziewski, Smiotanka, Sobafiski, Sotomutfiski, Sottan, Soza^ski, Stawski, Strasz, Strus, Struszkiewicz, Sutkowski, Swarzyczewski, ^widlo, Swidtowski, Swiezy^ski, Szerebitfiski, Szumbarski, Szumlaiiski, T^kiel, Tamanowski, Tankowski, Truchnowski, Truchowski, Tur, Ulczycki, Umiastowski , Warkowski, Wasiczytiski, Wasielkowski, Wasilkowski, WasiutyAski, Wasuczytfiski, Waszczy^ski, Wereszczynski , Wesotowski, Wessel, Wierzchowski, Wofk, Wofod, Wolodyjowski, Wyiyz, Zahorowski, Zaj^czynski, Zaranek, Zborowski, Zegart, Ziotkowski, 2oratynski, 2orawidski. — 40 — Abweichend führen das Wappen die Drohojowski, Szumlahski, Kotowicz, Jelenski, Sielicki, ilaniewski, Ulczycki, Swidto und Daleszynski: als Helmschmuck nur drei Straussenfedern , — die Homowski: die Flüsse von unten nach oben sich verjüngend, über denselben ein ge- stürzter Halbmond, Helmschmuck drei Straussenfedern, — die Dermunt und Siwicki: die Flüsse verjüngen sich von oben nach unten, unter denselben ist das Abdank-Zeichen, Helmschmuck drei Straussenfedern, — die Newelski: zwischen den beiden oberen Flüssen ist ein gestürzter Halbmond, Helmschmuck drei Straussenfedern, — die Korytynski: die Flüsse verjüngen sich von oben nach unten, unter denselben ein die- selben halb umfassender Halbmond, Helmschmuck der Hundekopf, — die Konarzewski: die Flüsse sind schräge gestellt, über denselben ein Stern, Helmschmuck drei Straussenfedern, — die Strus: das Feld silbern, das Wappenbild rot Korwin (Taf. IV). — In rotem Felde ein auf einem wagerecht liegenden, schwarzen Baumstamm, der oben und unten je zwei abge- hauene Äste hat, sitzender, nach links gewendeter Rabe mit einem goldenen Ringe, dessen Diamant nach unten steht, im Schnabel; Helm- i schmuck: drei Straussenfedern. Man findet aber auch die Abweichungen, dass der Baumstamm senkrecht steht, dass der Rabe rechts gewendet ist, dass er auch, statt der Straussenfedern den Helmschmuck bildet, oder auch wohl keinen Ring hat. — Über den Ursprung, der nach -i. Italien verlegt wird, sagt die Legende: Als der römische Feldherr Marcus Valerius Messalius, um 26 vor Chr., von einem Gallier zum Zwei- kampfe herausgefordert war, setzte sich während des Kampfes ein i plötzlich heranfliegender Rabe auf des Messalius Helm und beunruhigte ^> den Galtier durch Flügelschlag und mit dem Schnabel so, dass Messalius ihn töten konnte. Nach diesem Ereignis erhielt Messalius den Bei- ^l namen Corvinus, der für seine Nachkommen Familienname wurde. Em Zweig der Corvinus wurde in der Walachei heimisch. Aus diesem dann walachischen Bojaren - Geschlechte stammte Johannes Corvinus, der spätere Kronfeldherr von Ungarn, der für seine Verdienste von dem Könige Sigismund 1409 mit der Stadt Hunyad belehnt wurde und dann diesen Namen führte. Er war der Vater des Königs Mathias von Ungarn. Dann heisst es: Diesem Könige war durch einen Raben ein Ring gestohlen, der König verfolgte und schoss den Raben, erlangte so den Ring wieder; er gab dem Raben seines Wappens dann den Ring in den Schnabel. — Ein Wawrz^ta Corvinus (poln. Korwin) kam im 13. Jahrh. nach Polen, vermählte sich mit einer Erbtochter des Hauses Pobog und vereinigte deren Wappen Pobog mit dem seinen. Wawrz^ta wurde Hetman und Hofmarschall des ^Herzogs von Masowien Konrad, der ihm 1224 den Besitz der Güter SIepowroni, Strachowa, Drozdzino und Wola im Lande Ciechanow bestätigte. Sein neues Wappen wurde nach dem Wappenbilde, auch wohl nach dem Haupt- besitz älepowron (der Nachtrabe) genannt. Da Wawrz^ta seinen Namen Korwin beibehielt, wurde sein Wappen SIepowron, wohl auch noch Korwin, genannt. Zu Anfang des 16. jahrh. trennten einige Nach- kommen, die den Namen Korwin weiter geführt hatten, aus ihrem Wappen Ölepowron den Raben wieder heraus und kehrten so zu ihrem alten Stammwappen Korwin wieder zurück. Dasselbe führen die: | — 41 — Bachowski, Bienkowski, Bierzytfiski, Boczkowski, Botowic, Cetnerski, Chromecki, Dmochowski, Dworakowski, Dzba^ski, Gacki, Q^siorowski, Qosiewski, Harazinski, Jagodziiiski, Jahotkowski, Jastrz^bski, Kalinowski, Kamionowski, Kochanowski, Korwin, Kossakowski, Kossenda, Kr^czow, Kruczkowski, Kruk, Krukowski, Lipczyfiski, Lis- sowski, Lutostanski, iiosniewski, Mataczewski, Michalski, Mietelski, Mtodnicki, Moczulsky, Morzkowski, Odolski, Olszewski, Pawtowski, Piotrowski, Prendowski, Sakowicz, Sobierajski, Sotkowski, Sozatfiski, Starzy/iski, Szawrowski, Szwaro/iski, Terajewicz, Topczewski, Truskolaski, Wasilowski, Wolmer, Zamowiecki, Zawistowski, ^orawski. Korzbok (Taf V). — In blauem Felde drei übereinander nach links schwimmende Karpfen; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Ein altes, wohl aus Polen um 1320 nach Schlesien gekommenes und von dort um 1400 in Pol^n wieder eingeführtes Wappen. Es ist das Stamm- wappen der Korzbok, die später in Schlesien auch Korczbach und Kurtzbach genannt wurden. Dieses Wappen führen die: Brzozogajski, Karchowski, Korzbok, l:4cki, Montigaito, Niesiotowski, RybieAski, Samotworski, Samowski, Stiyjkowski, ^uplica, Tucholka, Witkowski, Wostrowski, Zajdlicz, Zawadzki, Zeydler. Kokiesza (Taf. V). — In rotem Felde ein senkrecht stehender, balkenförmiger, ungefiederter, silberner Pfeil, an dem unteren Ende nach links und rechts auseinander gespalten, in der Mitte von einem Eisen, das ein Stück Säbelklinge ohne Griff bedeuten soll, durchkreuzt; Helm- schmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen wurde von dem Könige Boleslaw dem Kühnen einem Ritter KoSciesza verliehen, welcher sich in der Schlacht von Snowsk 1072 ausgezeichnet hatte. Der König sah ihn schwer verwundet liegen, mit einem gespaltenen Pfeile im Leibe, das zerbrochene Schwert in der Hand. Den Pfeil und ein denselben durchkreuzendes SchwertstOck gab er ihm als Wappenbild, nannte das Wappen nach ihm selbst Ko^ciesza. Dobiestew Ko^ciesza, wegen seines finsteren Blickes Strzegomia genannt, legte das Out Strzegomia in der Wojewodschaft Sendomierz an. Es wurde das Wappen in dieser Gegend dann auch wohl Strzegomia genannt. Die erste Heimat des Geschlechts war wohl Grosspolen, wo Ko^cieszki bei, Kruszwic und Ko^cieszyn bei Mi^dzyrzecz (Meseritz) lagen. Dann ver- breiteten sich die Ko§ciesza nach Schlesien, wo sie 1143 an der Er- mordung des Bischofs Magnus von Breslau beteiligt waren, dann auch nach Masowien, wo sie 1440 den eximierten Gerichtsstand erhielten. Dieses Wappen führen die: Alexandrowicz, Astutowicz, Bereszniewicz, BIus, Bodurkiewicz, Bolsanowski, Boreyko, Bouffatt, Branwicki, Brzezi^ski, Brzostowski, Bujalski, Chodkiewicz, Chodzicki, Chodzko, Chotowski, Chrz^stowski, Ciborowski, DaliAski, Dalwicki, Dolski, Dorohostajski, Doroszkiewicz, D^lewski, Dzieszuk, Qniewosz, Oolejewski,Ootaszewski, Qotocki, Jalbrzykowski, Jarmota, Jarmotowicz, Jaszkowski, Jawor, Jaworski, Kakowski, Karnicki, Klausgietowicz , Klimowicz, Kobelski, Kobylski, Kojatowicz, Kotakowski, Kotoz^bski, Kopytkowski, Kosciecki, Koicielski, Koscieski, KoSciesza, Kosciszewski, Kosmowski, Kossowiecki, Kossowski, Kostrzessa, Kroger, Kutakowski, Kumicki, Lazarowicz, Listowski, Ir^czynski, Mackiewicz, M^czyliski, Merto, M^zyÄski, Michat- kiewicz, Miloszewski, Miroszewski, Mniszewski, Murawicki, Nagurzewski, Nahorecki, Narwit, Narwitowicz, Nieczkowski, Nielubowicz, Olszewski, Opelewski, Oraiiski, Ozegalski, Prawecki, Przyborowski , Przybylski, Pudlinski, Pudlowski, Pukszta, Rakowski, Rakoyski, Ratomski, Reszczynski, Rudawski, Rudziejewski, Rzezynski, Saniewski, Siechmowicki, Siekierzyiiski, Skorulski, Skrobot, Stawogorski, Stonczewski, — 42 — Sopocko, Stanistawski, Stetkiewicz, Stryszewski, Strzegocki, Suliszewski, Sutkowski, Szatapski, Szkli^ski, Szytnczykiewicz, Szymkowicz, Targonski, Trojnowicz, Tronowski, Tukalskiy Wawrolisk], Wereszczaka, Wesl^awski, Wilamowski, Wnorowski, Wodynski, Wolski, Wotk, Wotkowicz, Wotodzko, WroAski, 2aba, Zakrzewski, Zaleski, Zatuski, Zambrzycki, Zberowski, Zbiruski, Zd^chowski, Zerzytfiski. Verändert fuhren das Wappen die Chodkiewicz: Schild gespalten! rechts das Wappen Ko§ciesza, links in Rot ein weisser Greif mi, schwarzen Füssen, gegen die Teilungslinie gewendet, in der rechten Vorderpranke ein zum Hauen erhobenes Schwert haltend, Helmschmuck ein gleicher, halb aufwachsender Greif, — die Skorulski, Alexandrowicz und Blus: der Pfeil ist zweimal durchkreuzt, Helmschmuck ein Pfauen- schwanz, — die Pukszta: der Pfeil ist auch zweimal durchkreuzt, aber unten in drei Stücke gespalten, Helmschmuck drei Straussenfedem, — die Wotkowicz: die Spaltenden des einmal durchkreuzten Pfeils sind je mit einem Stern besetzt, — die Dolski: der durchkreuzende Balken ist rechts gestümmelt, nur links vorhanden, — die Szymkowicz und Murawicki: der Pfeil ist nicht durchkreuzt, — die Dorohostajski: die Pfeilspitze bildet eine gerade Linie in Form eines T, — die Dalinski: der Pfeil ist nicht durchkreuzt, aber links und rechts von je einem Stern begleitet, — die Pudtowski: Helmschmuck zwei Palmen, links und rechts derselben je ein Kreuz, in deren Winkeln sich kleine Kreuze befinden, — die Gotaszewski: zwei Pfeile, schräge gekreuzt Kosy. — In rotem Felde zwei silberne, nach innen gebogene, oben auseinandergehende, mit den Spitzen unten sich kreuzende Senseneisen ; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. — Dieses Wappen führte Maslaus, Mundschenk der Königin Rixa und Starost von Masowien, welcher zur Zeit des 1034 eingetretenen Interregnums sich zum selbständigen Fürsten von Masowien zu machen versuchte und sich dieserhalb mit den heidnischen Preussen verbündete. Nach der Rückkehr des Königs Kazimierz wurde er von diesem geschlagen und kam um. Dessen Tochter, Erbin grosser Güter, gab König Kazimierz dem um dieselbe anhaltenden Hetman, welcher Maslaus besiegt hatte, zur Gemahlin Dieser Hetman führte das Wappen Prus I. und nahm zu demselben aus dem Wappen Kosy auch die Sensen, wenngleich in umgekehrter Stellung an, wodurch das Wappen Prus II. entstand. Das Wappen Kosy für sich ging ein. Kot. — In rotem Felde eine nach links gewendete, sitzende, weisse Meerkatze mil einem goldenen Gürtel um den Leib; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Ober den Ursprung und die erste Heimat desselben ist nichts bekannt. Dasselbe führen die: Kot, Swarczy^ski, Swarozyfiski, Wilkolewicz, Woysznar, Woysznarowicz. * Kotwicz I. (Taf. V). — In silbernem^ Felde ein roter Querbalken Helmschmuck: ein gepanzerter, hauender Schwertarm. Dieses Wappen kam aus Oesterreich durch die Brüder Henryk und Jan Pochner 1281 nach der Lausitz, wo sie das Schloss Kotwicz gründeten, nach dem sie sich nannten, das sie aber verloren, weil sie Feindseligkeiten gegen ihren Landesherm, den Markgrafen, übten; sie siedelten nach Schlesien über, wo sie sich auch ferner Kotwicz nannten; der Sohn des Jan |iess sich dann in Polen in dem Lande Wschowo nieder. Eine Ab- — 43 — änderung dieses Wappens wird als Wappen Kotwicz IL bezeichnet Dieses Wappen I. führen die: Bodner, Czaplicki, Dtuski, Dzieganowski, Gilewicz, Oilewski, Qotycki, Gorc- zyiiski,Grodlins1d,Hemindows1d, Herniczek, Ipohorski, Kalecki, Kaleczycki, Kalenkowicz Komorowski, Kotwicz, Krzycki, Kunigowski, LenJciewicz, Muchlifiski, Muczy^ski, Pochner, Radotnicki, Silheim, Smolik, Smulikowski, Strupiiiski, Sw^derski, Sylchanowski, Totkacz, W^zykowski, Wilkowski, Wryszkolski, Wyrzykowski, Zeceleraty, Zgorski. Es führen jedoch die Lenkiewicz und Totlcacz in Silber einen schwarzen Balken. Kotwicz IL (Tai V). — In silbernem Felde ein roter Pfahl; Helm- schmuck: drei Straussenfedem. Das Wappen ist eine Abänderung des Wappens Kotwicz L Diese muss wohl zuerst durch einen Zweig der Kotwicz, der sich Strzata nannte, angenommen sein, weil dieses Wappen auch Strzata genannt wird. Nach dem Beinamen eines Zweiges der Strzab heisst das Wappen auch wohl Siestrzeniec. Zu demselben gehören die: Bandzinski, Bohusz, Chmielik, Dulski, Geppert, Henikowski, K^sminski, Kol^cki, Kuczuk, Olbrotowski, Suchen, Siestrzencowicz, Skibi^ski, Strzala, Szykier, Zdzitowiecki. Kownia (Taf. V). — In rotem Felde drei blanke Schwerter mit den Spitzen nach unten gerichtet und mit diesen in einem Punkte zu- sammentreffend; Helmschmuck: Pfauenschwanz oder drei Straussen- fedem. Es ist das Wappen aber vielfach noch vermehrt durch einen goldenen Halbmond unter den Schwertern, einen goldenen Stern unter diesem und zwei Sternen zwischen den Handgriffen. Es wurde auch Skowinia und, vielleicht richtiger Röwnia genannt. Über Ursprung und erste Heimat ist nichts bekannt. Durch weitere Vermehrung ent- stand 1581 das Wappen Pskowczyk. Dieses Wappen führen die: Domaradzki, Juracha, Koniecki, Konwicki, liosniewski, Niszkiewicz, Pachoto- wiecki, Ptaczek, Ptak, Seredy^ski, Suskrajewski, TuchliAski, Tur, Wysiecki, Zaszczyiiski. Kroje (Taf. V). — In rotem Felde drei silberne sichelförmige Pflug- eisen, die in der Mitte zusammenstehen, mit den Spitzen nach den Oberecks und nach unten gestellt sind; Helmschmuck: ein Pfauen- schwanz. Es stammt schon aus der Heidenzeit, doch ist die erste Heimat des Geschlechtes Kroje nicht bekannt. Aus diesem Wappen entstand das Wappen Rola. Dieses Wappen Kroje führen die: Domamewski, Kopec, Kroja, Krzeszowski, Skotnicki, Taniawski. Krzywda (Taf. V). — In blauem Felde ein silbernes , nach unten offenes Hufeisen, welches ein silbernes Kavalierkreuz einschliesst, oben mit einem solchen, aber um den rechten Balken verstümmelten Kreuze besetzt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Ober den Ursprung wird gesagt, dass von zwei Brüdern des Wappens Lubicz der eine dem andern bei der Erbteilung Unrecht (Krzywda) zugefügt habe, wes- halb ihm aus dem Wappen die Hälfte des einen Kreuzes genommen und das neue Wappen Krzywda genannt wurde. Die Heimat dieses Wappens ist wohl Krzywda in Podlachien. Das Wappen führen die: Antuszewiczy Bajkowski, Bogucki, Chmura, Chrz^stowski, CzamockI, Danowski, Dembowicz, Duiiczewski, Goski, Kierzkowski, Kieszkowski, Kobylifiski, tazenski, iiazowski, llozinski, Nahojowski, Pisulski, Pogorzelski, Poleski, Polewski, Rojek» Rzewuski, Safikowski, Sienicki, Slaski, Soczycki, Swi^cicki, Szaiikowski, W^glowski Wröblewski, Zgorzelski, Znaniecki. — 44 — Krzyi (Tai V). — In rotem Felde ein goldenes Kavalierkreuz, unter welchem ein goldener, sechsstrahliger Stern; Helmschmuck: ein Kavalierkreuz. Es wird auch Krucyni oder Kruczyn genannt. Dieses Wappen, wie auch diejenigen Wappen, in denen ein Kreuz, wenn auch unter verschiedener Gestalt, ist, die auch Krzyi (Kreuz) genannt werden, sind wohl zu Anfang der Christenheit in Polen entstanden. Das Wappen Krzyi führen die: Barwitfiski, Dalewski, Korniakt, Kosztulski, Kniszyna, Kulczycki, Pitschman, Skorobohaty, Swientopetk, Szczepkowski, Wrzezewski. Larysza (Taf. V). — In rotem Felde zwei neben einander stehende, silberne Pflugscharen, mit den Spitzen nach oben, mit den Schneiden nach auswärts gerichtet; Helmschmuck: drei Straussenfedem. — Über den Ursprung wird gesagt: Jaromir, Fürst von Böhmen, von seinem Bruder Wratyslaw verjagt, suchte Schutz in Polen, der ihm auch ge- währt wurde. Wratyslaw rückte deshalb 1062 kriegerisch in Polen ein. Als König Bolestew der Kühne ihm entgegenzog, kam ihm ein Mann entgegen, der zwei Pflugscharen zum Schmied tragen wollte. Über die Gegend befragt, erklärte er sich bereit die Truppen durch den Wald zu führen, was er auch tat Jenseits des Waldes lagerten die Böhmen. Der Mann, der Larysz hiess, schlich sich vor Tages- anbruch nach dem böhmischen Lager, und es gelang ihm, da dort alle unbesorgt in tiefem Schlafe lagen, der Vorhut die Pferde fortzuführen. Der König überfiel das Lager und erreichte einen vollständigen Sieg. Zur Belohnung verlieh er dem Larysz ausser weitem Besitz in Schlesien, dieses Wappen, das nach ihm Larysza benannt, aber auch Laryssa und Larysz geschrieben wurde. Eine zweite Benennung des Wappens mit Gleszyn oder Oleszyna kam zeitweise vor. Auch findet man die Bezeichnung Larysza für das Wappen Strzemi^. Das Wappen führen die: Chocholaty, Cchochotadzki , Domaiiski, Dumafiski, Lariss, Laiysza, Lebla, tlastowiecki, Madaliiiski, M^czalski, Mendalski, Niedzielski, Palim^czyAski, Perzanowski, Szokalski, Wnuczek, Zdanowski. Leliwa (Taf. V). — In blauem Felde ein goldener, nach oben ge- öffneter Halbmond, überhöht von einem sechsstrahl igen goldenen Sterne; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit dem Wappenbilde. Es wird auch wohl ein rotes Feld geführt. Es gilt als Urwappen, und die Annahme, dass es aus Deutschland eingeführt sei, ist durch nichts begründet. Die erste Heimat des Wappens war wohl in der Wojewod- schaft Sieradz. Eine Vermehrung des Wappens durch ein Kreuz unter dem Halbmonde, die die Bobifiski führen, wird Dekaloga genannt. Dieses Wappen führen die: Adamowicz, Albicki, Anszewski, Bachrynowski, B^^dkowski, Bajer, Bakrynowski, Baszowski, Baurski, Bedlinski, Bematowicz, Besowski, Bielowski, Bl^ocki, Bobinski, Bobola, Bodzanta, Brazynski, Broniewski, Brzozdowski, Brzozogajski, Bulhak, Cerkas, Chlebowicz, Chlasko, Choborski, Chociatowski, Chruscicki, Cichowicz, Czajowski, Czapski, Czamecki, Czechowicz, Czelatycki, Czerczycki, Czeski, Czichowski, Czobor, Czubinski, Czudowski, Czulski, D^b, D^browski, Damerau, Danecki, Daszkowicz, Daszkowski, Dobrzanski, Dorohostajski, Dorpowski, Drastawski, Fryjewicz, Gang- towskiy Ointowt, Gotuchowski, Gorka, Gorkanski, Gortatowski, Gozdzki, Graniewski, Granowski, Grochowski, Gwiazdowski, Hlaska, Irzykowicz, Jaczewski, Jarostawski, Jaskmanicld, Jelec, Jerzykowicz, Jözefowicz, Juchnowicz, Jurkowski, Juskiewicz, Kalenik, — 45 — KarSnidd, Kaski, Kiewlicz, Kiski, Kokoski, Koninski, Koppet, Kopystynski, Kostewicz, Kozielski, Krajewski, Kronicki, Krzesz, KrzywoWocki, Kuchmistrzowicz, Kucinski, Kumaniecki, Kummer, Kunter, Laskowski, Leliwa, Lgocki, Lipifiski, Lisowski, Lostin, llasko, Lozifisldf tlubanka, llysakowski, Malszycki, Melsztynski, Miaskowski, Mierczyiiski, Mierzeiiski, Mtaszkowski, MIodkowski, Monwid, Monwidowicz, Morsztyn, Mütykalski, Narmunt, Niemierzyc, NiesioJowski, Ninienski, Odyniec, Oklejski, Okuszko, Olechno- wicz, Olechowicz, Osostowicz, Ostaszkiewicz, Ostrowski, Ostrzeszewicz, Ostrzewski, Paalsknis, Pacyna, Parys, Paszkowski, Pawtowski, Pawsza, Pieczychowski, Pietraszewicz, Piglowski, Pilecki, Piorun, Ptawifiski, PoWocki, Podi^ski, Pogorski, Pokrywnicki, Potonski, Pop^awski, Pruski, Pruszak, Przywidzki, Ptaszynski, R^czkowski, Radwafiski, Rakowic, Rekuc, Rezwic, Rogowski, Rohozifiski, Rykowski, I^x, Scierski, Sieniawski, Sienkiewicz, Sierpski, Skorupa, Stawiiiski, Stotwi^ski, Smoiski, Specimirski, Spiner, Sptawski, Srzedzihski, Staniewicz, Stanilewicz, Starowolski, Starzechowski, Staszkiewicz, Stiernski, Stiyjkowski, Sudnik, Sworski, SzaIkiewicz,Szaniecki,Szczepiecki,Szpiner,Tario, Tamau, Tamowski, Towgin, Trzcienski, Tutkowski, Tyszkiewicz, Urak, Ustarbowski, Virion, Wapczytiski, Ward^ski, Warnsdorf, W^sierski, Wiazewicz, Wi^ctawski, Wieros- zemski, Wietdd, Witski, Wodzicki, Wojakowski, Wojanowski, Wrzosek, Wyrozemski, Wyrzykowski, Wyskocki, Wysocki, Zaborski, Zabrzezinski, I^agtitfiski, Zaj^czkowski, 2arski, Zienkowicz, Zurowski, Es führen jedoch die Adamowicz: in Rot einen gestürzten, silbernen Halbmond über einem aufrechten silbernen Pfeile, der links von einem silbernen Stern begleitet ist; als Helmschmuck: einen offenen silbernen Adlerflug. Leszczyc (Taf. V). — In rotem Felde ein goldenes, auf vier silbernen Pfählen ruhendes Dach, also ein Heuschober (brög); Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit dem Wappenbilde, das aber halbrechts steht — Ein Urwappen, das mitunter auch Laska, und nach dem Wappenbilde auch Brög genannt wurde. Die Heimat des Wappens war wohl die Wojewodschaft Inowrodaw. Dieses Wappen führen die: Bel^dci, Biat^ski, BiegaAski, Boleminski, Boliminski, Bonczkowski, Chmieli^ski, Chodorowski, Dokowski, Donoski, Donowski, Fal^cki, Qrabionka, Oultowski, Gutowski, Holy, Jabtkowski, Jasieniecki, Jaskolsla, Juszyfiski, Klonowski, Kossowski, Kostecki, Koszutski, Krotowski, Laskary, Laskowski, Leszczyc, Lubonski, Lubstowski, llukawski, Mierucki, Mierzejewski, Mierzewski, Milaszewski, Mirostawski, Mroczek, Nagorski, Ostrorog, Piekarski, Pierzchliiiski, Piesek, Plodowski, P^omykowski, Pon^- towski, Popkowski, Popowski, Pszczyfiski, Radoli^ski, Rysinski, Siemiefiski, Siestrzewi- towski, Skarszewski, Skolimowski, Stupski, Smielowski, Stawski, Strzeszewski, Strzezymiiiski, Sulistawski, Sumifiski, Supifiski, Surmifiski, Swiecki, Swiezowski, Swiszulski, Swizowski, Szumifiski, Walderowicz, Waliszewski, W^gorszewski, Wierus- zewski, Wlosinowski, Wloszynowski, Wygrazewski, Zaleski, Zielonacki, Zyznowski. Lewart (Taf. V). — In rotem, mitunter auch blauem Felde ein rechtsgekehrter, goldgekrönter, aufrecht sitzender, naturfarbener Leopard; Helmschmuck: ein gleicher Leopard halb aufwachsend. Es ist ein ein- geführtes Wappen, das durch seinen Namen Lewart, der im Böhmischen Leopard bedeutet, auf Böhmischen Ursprung schliessen lässt; doch wird angegeben, dass es vom Rhein stammt, und unter Kazimierz dem Gerechten, um 1180, durch einen Ritter Wichfried nach Polen gebracht wurde. Dieser war aus dem Lande Köln, ein Sohn des Borgos und Enkel des Lamfried, welcher letztere dem Prinzen Kazimierz während seines Aufenthaltes am Rhein gute Aufnahme und Freundlichkeiten be- wiesen hatte. In Anerkennung dessen verlieh Kazimierz, nachdem er 1 177 den polnischen Thron bestiegen hatte, ihm auf Lebenszeit die Schlösser Sandecz, Oäwiecim und Siewierz, neben anderen Privilegien. Wich- - 46 — fried pflanzte den Stamm dieses Wappens, das auch Walny genannt wird, in Polen fort. Dieses Wappen führen die: Bakowski, Broniewski, Firlej, Gorski, Kczewski, Konarski, Krwacki, Lewar- towicz, Lewartowskiy Lewifiski, Marczuszowski, Markuszewskj, Metgiewski, Pety, Skwarc, Sztapa, Thokarski, Tretius, Wodpol, Zakrzewski. Lis (Taf. VI). — In rotem Felde ein silberner, ungefiederter, senk- recht nach oben gerichteter Pfeil, dessen Schaft zweimal durchkreuzt ist; Helmschmuck: ein nach links gekehrter, aufwachsender Fuchs mit aufwärts gerichteter Rute. — Über den Ursprung wird gesagt: Ein Ritter, wdcher einen Fuchs (Lis) im Wappen führte, hatte zur Zeit des Königs Kazimierz I. im Jahre 1058 in dem Kriege gegen die Jazdzwinger und Lithauer eine grössere Abteilung zu befehligen. Diese teilte er in zwei Teile, sendete den einen zur Umgehung des Feindes aus, der bei Sochaczew an dem Flusse Bzura, auch Mzura genannt, lagerte. Die umgehende Abteilung sollte dann einen Angriff machen, sobald er durch einen mit Brennstoff umwickelten, in die Höhe ge- schossenen Pfeil das Signal dazu geben würde. Nachdem er die Be- reitschaft dieser Abteilung sicher voraussetzen konnte, Hess er das Signal geben, die Abteilung griff an, ebenso er selbst mit der zurück- gebliebenen Abteilung, und der so von zwei Seiten unerwartet ange- griffene und dadurch verwirrte Feind wurde vernichtet. Dafür erhielt der Ritter den Pfeil in das Wappen, zweimal durchkreuzt als Hinweis auf den Angriff von zwei Seiten. Der Ritter behielt aber den Fuchs als Helmschmuck bei. Dieses neue Wappen wurde nach dem Flusse, wo die Tat geschah, Bzura, auch wohl Mzura, genannt. Nach dem ursprünglichen Wappenbilde behielt es aber auch den Namen Lis bei. Der Ritter führte dann auch wohl selbst den Namen Bzura und legte in der Wojewodschaft Krakau ein Dorf Bzura an, das er später dem Kloster j^drzejöw schenkte. Er hinterliess einen Sohn, der den Stamm fortsetzte. Lokale Bezeichnungen des Wappens waren auch Orzi-Orzi, wohl nach dem Flüsschen Orz in Masowien und Strempacz. Dieses Wappen führen folgende Familien: Biskupski, Boczka, Bolestraszycki, Borowski, Bucela, Buchczycki, Bukczycki, Bzura, Bzurski, Chom^towski, Chominski, Chrzelowski, Cieszowski, Cyrus, Czamecki, Czarnocki, Czamota, Czyz, Fulko, Gatardowicz, Giebuhowski, Oielbutowski, Gli^ski, Gotuchowski, Gottard, Grodowski, Grudowski, Grzegorzewski, Grzywa, Ilifiski, J^czynski, Jamicki, Jerlicz, Jeiewski, Jodko, Kanigowski, Kamicki, Kasicki, Kempinski, K^sztort, Kieysztor, Kniehenicki, Kolesi/iski, Komonski, Komorowski, Komunski, Konstantynowicz , Korsak, Korzeniewski , Kosmowski, Kozieglowski , Koztowski, KroiAski, Kulczycki, Kwili^ski, Upicki, Lisiecki, Lisowski, ll^cki, Makarowicz, MafuszeAski, Medeksza, Metra, Michatowicz, Michniewicz, Mickiewicz, Mieszkowski, Mikotajewski, MiroAski, Mnichowski, Naczowicz, Narbut, Nieczycki, Niemierza, Niemsta, Gehab, Olszewski, Ottarzewski, Ossendowski, Piaseczynski , Pieczonka, Pieczynga, Postnimienski, Proszczowicz, Radziminski, Rappold, Roszczyc, Roznicki, Rudnicki, Ruszczyc, Ruszel, Rymwid, Samsonowicz, Sangayto, Sapieha, Sikorski, Sipowicz, Stupski, Starzy/iski, Suwigajto, Swiatopelk, Swierski, Szkudlski, Tausz, Tymifiski, Ulifiski, Wankowicz, Wankowski, Wasiencowicz, Werbski, Wereszczaka, Wichorowski, Wiezh'/iski, Wilkanowski, Wolan, Wolski, Woronowicz, Worowski, Wröblewski, Zabieto, Zadambrowski, Zaj^c, Zaleski, Zawadzki, Zdan. Verändert führen das Wappen die Jerlicz: der Pfeil ist zweimal aber Schrägerechts durchkreuzt, — die Rymwid, Mickiewicz, Sipowicz, Tyminski, Doroszkiewicz: der Pfeil ist nur einmal durchkreuzt — 47 — Helmschmuck: drei Straussenfedem, — die Makarowicz und Wasienco- wicz: der Pfeil ist von drei Stäben durchkreuzt, die sich nach oben hin ver- jungen, — die Sapieha und Samsonowicz: neben dem etwas nach links gerückten Pfeile ist rechts ein senkrecht gestellter, mit der Spitze nach oben, mit der Schneide nach innen gekehrter Säbel, — die K?sztort: der einmal durchkreuzte Pfeil ist rechts und links von je einem Stern b^leitet; Helmschmuck: zwei Jagdhörner (Elephantenrüssel), — die Cyrus: als Helmschmuck zwei pfahlweise gestellte Sterne zwischen zwei Flügeln, — die Kosmowski haben an dem Schaft statt des Kreuzes nur einen linken halben Balken. Lubicz (Taf. VI). — In blauerh Felde ein silbernes, nach unten geöffnetes Hufeisen, in dessen Mitte ein silbernes Kavalierkreuz schwebt, mit einem gleichen Kreuze ist das Hufeisen oben besetzt; Helmschmuck: drei Straussenfedem. — Über den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: In dem Kriege des Königs Kazimierz g^en die Preussen im Jahre 1190 nahm ein Ritter, der ein Hufeisen (Podkowa) mit einem Kreuze im Wappen, das mit Podkowa bezeichnet wird, wohl das Wappen Pobog gewesen sein mag, führte, den feindlichen Führer ge- fangen und führte ihn dem Könige zu, wofür dieser dem Ritter ein zweites Kreuz ins Wappen verlieh. Nach dem Flusse Lubicz, der jetzt Drewenz heisst, wo das Gefecht stattgefunden hat, vielleicht bei dem jetzt an der Drewenz bel^enen Dorfe Lubicz, wurde das neue Wappen Lubicz genannt. Man findet es aber auch als Luba, Luby, Lubycze und Podkowa bezeichnet. Aus diesem Wappen stammt das Wappen Krzywda. Das Wappen führen die: Anczewski, Arynek, Babecki, Baczewski, Bakanowski, Bartikowski, Bartosiewicz, Baykowski, Bednarski, BialoMocki, Biafochowski , Biatynski, Biecz, Bledzewski, Bolanowski, Borchowski, Borkowskj, Borowski, Bortkiewicz, Borzechowski, Borzes- towski, Borzewski, Borzymowski, Brykczynski, Brzezitfiski, Brzowski, Brzozowski, Brzumienski, Buczyfiski, Buderaski, Budzislaw, Burzymowski, Chaborski, Chelchowski, Chojecki, Choiomanski, Chotolski, Choynowski, Chromiiiski, Chrostowski, Cichocki, Cichowski, Ciecierski, Ciesielski, Cieslicki, Ci^zadlowski , Czaplicki, Czartoryski, Czemiewicz, Czerwiiiski, Czerwonka, D^bkowski, Danilowski, Dematowicz, Dobrze- wiAski, Dobrzyjalowski, Domaniewski, Diyzdela, Duryewski, Dzierze^ski, Dzieiyc, Fedkowicz, Filicki, Oerkowski, Oieczewicz, Oierczynski, Giewartowski, Glaczy/iski, Gt^bocki, Goreczkowski, Go^Hcki, Gostyiiski, Gradowski, Greffen, Gregorowicz, Grochowski, Gniszecki, Oruzewski, Gryniewicz, Gurski, Guzkowski, Harynek, Hcrcyk, Hlebowicz, Hotowka, Horomatski, Hrehorowicz, Idzkowski, jagni^tkowski, Janczewski, januszkiewicz, Jaszowski, Jawomicki, Jaworowski, J^drzejowicz, Jurewicz, Karwosiecki, Kiewnarski, Kijowski, Ktosiiiski, Koblinski, Kobylanski, Kochaiiski, Koczowski, Konopka, Kopec, Kosmiiiski, Kozicki, Kozifiski, Koziowski, Koimiiiski, Kozmirski, Krosnicki, Krosnowski, Krzecz, Krzeczowski, Krzycki, Krzyczkowski , Krzyniecki, Krzywicki, Krzywonowski, Kucharski, Kulnow, Kurowski, Kuziemski, Lig^za, Upski, Lisowski, Lissowski, Lopienski, Lubicz, Lutoborski, Lyskowski, Lapa, l:^piiiski, l^yiiski, ll^kowski, iiopacinski, liopacki, ilopienski, lloszewski, ilozi^ski, liuba, llugowski, iluzecki, Lysakowski, Makowiecki, Mankowicz, Markiewicz, Meysner, Miecznikowski, Mierzejowski, Mierzyfiski, Milewski, Milosz, Misbacki, Miszewski, Misztott, MIodyAski, Mnichowski, Mniszewski, Mogilnicld, Monkiewicz, Murzynowski, My^lecki, Nagrodzki, Nencha, Netrebski, Nieborski, Niebowski, Nietawicki, Nieiwiastowski, Niezabitowski, Ninski, Nitowski, Nowicki, Obr^palski, Ortowski, Orzenski, Ossowski, Oszkowski, Oyrzynski, Pachowski, P^czkowski, Paj^czkowski, Piadlewski, Piadzewski, Piczkowski, Piekutowski, Pieszkowski, Pietraszko, Pinski, Piwnicki, Plejewski, Pluszczowski, Ptaszczynski , Plazowski, Plodowski, Ptotowski, Pokrzywnicki , Potocki, Prostek, — 48 — Proszyfiski, Przybystawski, Przytuski, Punikowski, Puzewicz, Racze^ski, Raczewski, Radzimiiisld, Rakowski, Rapacki, Reder, Rembieliliski, Reyczynski, Roder, Rokicki, Romanowicz, Rowicki, Rozycki, Rudnicki, Ruksza, Ruszkowski, Rymkiewicz, Rytel, Sadowski, Sammek, Sawicki, S^dzicki, Serel^ Serkowski, Sielski, Sieminski, Sierakowski, Sierkowski, Sierkuczewski, Skiwski, Skolimowski, Sko^dycki, Smuszewski, Sp^dowski, Stabrowski, Stawecki, Stawicki, Stogniew, Stojanowski, Stowerowski, Strzatkowski, Strzemeski, Strzeszewski, Styputkowski, Suchorski, Sulimirski, Sulistrowski, Supinski, Suski, Swiderski, Swiiiski, Szantyr, Szeleszczynski, Szeliski, Szerokowski, Szomowski, Szpakowski, Szretter, Sztrem,Szuinborski,Szydtowski,Szyinofiski,Targowski, Tarszenski, Tropiaiiski, Tupik, Tyborowski, Tylicki, Usciiiski, Uszytfiski, W^dotkowski, W^dotowski, Watlewski, W^grzecki, Widlicki, Wielicki, Wierzbicki, Wierzbowski, Wilpiszewski, Wiiiski, Wisigierd, Wittitiski, Wojciechowski , Wojnarowicz, Wolinski, Wolski, Wotkowicki, Wotunski, Wortkowski, Woytkowski, Wröblewski, Wyczatkowski, Wygrazewsld, Wyrzykowski, Wysocki, 2abka, Zadykowicz, Zagrzewski, Zahorski, Zakrzewski, Zaleski, Zafuska, Zaniewski, Zaorski, Zborzynski, Zbystaw, Zdzanski, 2o^citfiski, Zötkiewski, Zorzewski, 2ydowa, 2ydowicz, 2ylicz, Zylinski. Etwas verändert führen das Wappen die Hercyk, Tupik, Kopec, Mofikiewicz, Stabrowski und Wotkowicki: das Kreuz auf dem Huf- eisen fehlt, — die Piadzewski: beide Kreuze, übereinander, sind inner- halb des Hufeisens, — die 2abka: das obere Kreuz fehlt, das Hufeisen ist am linken Stollen von einem schrägelinks nach oben gerichteten Pfeil durchbohrt, dann oben und neben dem Stollen von je einem Stern b^leitet, — die Reder: das obere Kreuz erscheint mit dem unteren zusammenhängend, — die Paj^czkowski: das Feld rot, die Kreuze golden. l^ab^i (Taf. VI). — In rotem Felde ein silberner, stehender, nach links gewendeter Schwan (tab^dz) mit goldenen Füssen und goldenem Schnabel; Helmschmuck: ein gleicher, auf der Krone stehender Schwan. Dieses Wappen wurde 1124 aus Dänemark durch Piotr Dunin ein- geführt, dem der König Bolestaw die Herrschaft Skrzynno bei Opoczno in der Wojewodschaft Sendomierz verlieh. Dies war die erste polnische Heimat und Piotr der Stammvater des sich zahlreich verbreitenden Geschlechts. Der Wappenname war zeitweise Skrzynno, dann aber, dem Wappenbilde entsprechend, liab^dz. Dieses Wappen führen die: Balbas, Bataszko, Bartodziejski, Berwaldzki, Berzanski, Bielski, Blinstrub, Btaszkowski, Borkowski, Breanski, Brzezinski, Bujnicki, Damniowski, Dowgayto, Dowgird, Dunin, Oanckow, Ginwilt, Girski, Gliszczynski, Gtuszewski, Gtuszynski, Goligunt, Gotawi^ski, Gosdkowski, Grajewski, Grodzinski, Grudzinski, Hotowc- zyfiski, Horodyjski, Horoszewicz, Jagiettowicz, Jatgoldowicz, jastrz^bski, Jawgiet, Jundzit, Kamionomojski, Kaniomojski, Kamkowski, Karwacki, Karwicki, K^sinowski, K^plicz, Kieyzgayl'o, Ktopocki, Komorowski, Konczewicz, Konifiski, Kostrzejowski, Kozic, Kozicki, Kozielski, Krajewski, Kudrewicz, Kunczewicz, Kunicki, Lipczynski, Lipski, Lubsiefiski, liab^cki, Maciejowicz, Majewski, Marcinkiewicz, Markiewicz, Matuszewicz, Matyszewicz, Mieczynski, Minigailo, Missopad, Modliszewski, Monstold, Mozeyko, Niemieksza, Niemieszka, Ostrowski, Otoski, Owadowski, Pantkowski, Petnisiewicz, Pi^tkowski, Pilecki, Ploetz, Polib, Primus, Prokulbicki, Przychowski, Przystatowski, Przyszowski, Radonski, Radostowski, Rafatowski, Rajecki, Ratynski, Rostocki, Ruskowski, Rzuchowski, Sasulicz, Sebastyanowicz, Siemaszko, Siemniszko, SkrzyAsld, SlepSc, Smialkowski, Smoszewski, Stos, Studzinski, Suligostowski, Szemiot, Szempinski, Szostakowski, Szpot, Szpotanski, Szpotowski, Sztorc, Szwichowski, Talenti, Talwosz, Tanajewski, Telefus, Todt, Tomasiewicz, Trzcinski, Trzebicki, Urbanowicz, Waleszy^ski, Warszewski, W^sowicz, Weyssenhoff, Widejko, Wodziradzki, Wojenski, Wolski, Wotodkiewicz, Woyszko, Zaleski, Zawisza, Zborzynski, Zuchowski. - 40 — Etwas verändert führen das Wappen die Oirski: das Feld ist blau, der Schwan hat einen Fuss auf das Abdank- Zeichen gesetzt, auch als Helmschmuck, — die Kudrewicz: Helmschmuck drei Straussen- federn, — die Szemiot: das Feld ist blau, Helmschmuck: ein halb auf- wachsender silberner Löwe, — die Widejko: der Schwan schwimmt auf Wasser; Helmschmuck: drei Straussenfedem, — die Woyszko: Helm- schmuck: ein Halbmond überhöht von einem Stern, — die Oinwitt und Goligunt: Helmschmuck: ein bewaffneter Arm, — die Szpot: der rechts gekehrte Schwan hat eine goldene Krone um den Hals und einen goldenen Diamantring im Schnabel; Helmschmuck der Schwan oder auch ein Spiess zwischen zwei nach innen gekehrten Halb- monden. — Es wird noch gesagt, dass ein Tatar, als er sich mit einer Dunin des Wappens tab^di vermählte, zu diesem Wappen ange- nommen wurde, doch mit der Veränderung, dass in diesem neuen Wappen der Schwan goldenen Schnabel und goldene Füsse haben sollt^ welches Wappen dann deren Nachkommen führten. tada (Tal VI). — In rotem Felde ein nach unten offenes, silbernes Hufeisen, oben besetzt mit einem goldnen Kavalierkreuz, das Hufeisen rechts und links begleitet von je einem gestürzten Pfeil mit silberner Spitze, dessen schwarzer, ungefiederter Schaft oben gespalten ist, unter dem Hufeisen und unter den Pfeilen sind zwei nebeneinander stehende, mit den Mundstücken sich zugekehrte, schwarze, unbeschlagene, kleine Jagdhörner; Helmschmuck: ein Adlerflug. Es wird das Wappen dann auch etwas verändert geführt: das Feld wohl auch blau, — dann als Helmschmuck drei Straussenfedem, oder, jetzt wohl allgemein, ein auf- wachsender gekrönter Löwe mit beiden Pranken ein senkrechtes Schwert haltend. — Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein Ritter des Wappens Jastrz^biec, Besitzer auf fcada in Masowien, wurde, als er auf seinem Lande bei den Feldarbeitem war, zur Zeit des Königs Bolestaw 1248, plötzlich von den Jazdzwingern, die damals verwüstend in das Land fielen, umringt. Er verteidigte sich mit seinen Leuten und gewann den Rückzug nach einem Walde, wo er durch das Jagdhorn die Jagdleute des Herzogs von Masowien herbeirief, mit denen er den Feind verjagte. Er erhielt dafür von dem Könige die Jagdhörner und die Pfeile oder Jagdspeere als Vermehrung in sein Wappen, in dem auch die Stellung des Hufeisens verändert wurde. Das neue Wappen wurde nach dem Gute Lada ebenfalls Lada genannt Später kam auch die Benennung Mancz vor. Dieses Wappen führen die: Bartoszowicz, Bienkowski, Bilifiski, Bogdanowicz, Borzymowski, Brodowski, Cybulski, Czamowski, Czemiakowski, Czemiechowski, Dobrzyszewski, Glatowski, Gnatowski, Grj^dzki, Grodecki, Grodzicki, Janikowski, Klodnicki, Ktodzieiiski, Koby- liiiski, Kokoszka, Kopanski, Koronowski, Kotowski, Kowalewski, Krczytowski, Kroc- zowsJd, Kuczewskiy Lipski, Lada, iladowski, lladzic, iiazomski, Jlazowski, Mandecki, Moczarski, Mozarowski, Noskowski, Pilch, Proszkowski, Radonski, Radostowski, R^dzina, R^dziiiski, Skrzyfiski, Smerzynski, Sobolewski, Swidlicki, Tr^bski, Walicki, W^sowicz, W^sowski, Wtad, Zabtocki, Zaleski, Zaorski, Zarciszewski, Zawistowski, Zwolitfiski. tagoda. — Ein roth und silbern quergeteilter Schild; Helmschmuck: drei Straussenfedem. — Ein sehr reicher Herr namens Wirsing siedelte sich in Krakau an, wo er Wierzynek genannt wurde. Er wurde um V. Z e r n i c k i , Die polnischen Stammwappen. 4 — 50 — 1340 Ökonom und Schatzmeister des Königs Kazimierz, der ihn in den polnischen Adel mit diesem Wappen aufnahm. Dasselbe wurde nach seiner Besitzung il^goda bei Szadek in der Wojewodschaft Sieradz, liagoda, aber oft auch Wierzynkowa genannt Dasselbe fähren die: Garlicki, Platemberg, Werenko, Wernicki, Wemikowski, Wierzynek. iodzia (Taf. VI). — In rotem Felde eine goldne Barke, ohne Mast und ohne Segel, deren Seiten wände, vier Bretter hoch, in der Mitte parallel sind, dann rechts und links in Spitzen zusammenlaufen; Helm- schmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit einer gleichen Barke (tödz). Die erste Heimat dieses nach dem Wappenbilde llodzia genannten Urwappens war wohl die Umgegend von Posen, wo noch jetzt ein Out fcödi liegt. Dieses Wappen führen die: Baranowski, Baubonaubek, Bieczy/iski, Bieganowski, Bieniedzki, Biltnski, Bludowski, Bninski, Bobolecki, Bolewski, Borzykowski, Brocki, Brodnicki, Bylitiski, Chrz^stowski, Czarnecki, Czarnkowski, Czotczynski, Dachowski, Dobratycki, Gl^bocki, Qnoinski, Gorka, Gorski, Gr^dzki, Grotowski, Uowiecki, Iwanowski, Iwitfiski, Jalo- wiecki, Kobylifiski, KokorzyAski, Komomicki, Korytowski, Kossowski, Krz^cki, Krzeczkowski, Krzeszynski, Ksi^ski, Kunowski, Kumatowski, Lachowicki, Lachowicz, Ludomski, tab^cki, iiodzic, Maniecki, Michalski, Miczucha, Mienych, Moldfiski, Moszczefiski, Moszynski, Naramowski, Opali^ski, Ord^ga, Osypowski, Pokorzynski, Poninski, Powodowski, Przekora, R^binski, Radzewski, Rogalinski, Rostkowicz, Roszkowski, Rzeczycki, Sapkowski, Skatawski, Stabkowski, Stuzowski, ^migielski, Smogorzewski , Starczynowski , Starkowiecki , Starowolski, Sulinski, Sutkowski, Swierczewski, Szczypierski, Szkatowski, Szol^drski, Taczalski, Ttocki, Tomicki, W^gierski, VC'i^cborski, Wyganowski, 2abifiski, Zakrzewski, Zalinski, Zdziechowski, Zdzychowski, Zgorski, iyrowiecki, iytowiecki. izawa (Taf. VI). — In blauem Felde zwischen zwei nach aussen geöffneten silbernen Hufeisen ein gestürztes blankes Schwert mit goldenem Griff; Helmschmuck: drei Straussenfedern. — Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Zur Zeit des Leszek Bialy, 1206 — 27, träumte ein Ritter des Wappens Beiina im Feldlager, dass die Feinde das Lager überfallen und rief erwachend Alarm. Alle wurden aufgeweckt und eilten zu den Waffen, doch war kein Feind zu sehen. Zur Strafe für seine Übereilung, die, wenn sie als absichtlich erkannt worden wäre, seine Bestrafung mit dem Tode verlangt hätte, wurde dem Ritter aus seinem Wappen ein Hufeisen aberkannt und das neue Wappen wurde dzawa (von Jzawy, weinerlich, ängstlich zu Mut) genannt. Dieses Wappen, das mitunter auch Czawia und Czewa genannt wurde, führen die: Boturzynski, Konarski, Pironski, Pruszkowski, Swiechowski, Zyrowski. Es führen das Wappen verändert die Pruszkowski: statt des Schwertes nur eine einfache Linie; Helmschmuck: ein aufwachsender Hirsch. Mildrostki (Taf. VI). — In rotem Felde ein silberner Kesselring, nach oben geöffnet, wie im Wappen Nowina, auf demselben ein mit der Spitze nach oben gerichteter, gefiederter, silberner Pfeil, dessen Schaft einmal durchkreuzt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. — Dieses Wappen ist aus dem Wappen Nowina entstanden: Von zwei Brüdern des Wappens Nowina erschoss im Zorn der eine den andern mit einem Pfeil. Lange blieb der Täter unentdeckt. Doch durch Ge- — 51 — Wissensbisse geplagt bekannte sich der Täter freiwillig und bat um Strafe. Wegen seiner tiefen Reue wurde ihm die Todesstrafe erlassen, es wurde ihm jedoch zum Gedächtnis seiner Tat das Schwert aus seinem Wappen abgesprochen und statt desselben ein Pfeil, weil mit einem solchen die Tat geschah, in dasselbe gesetzt, und zwar durch- kreuzt als Zeichen der Reue und Busse, auch wurde das blaue Feld durch ein rotes ersetzt. Ob unter König BolesJaw, 1227 — 70? Das Wappen wurde M^drostki genannt, wahrscheinlich nach dem Ort der Tat. Dieser Ort lag wohl in Orosspolen. Auch erscheint der Wappenname Szmiara und Zmiara, der sich wohl auch auf eine Ortschaft bezog. Mehrere Familien kehrten zum Wappen Nowina zurück. Das Wappen M^drostki führen die: Borzniowski, Qotecki, Kruszyna, Lissowski, Mikutowski, Wilczek. Mi^szaniec. — In gespaltenem Schilde in dem rechten roten Felde ein an die Teilungslinie angelehnter halber polnischer, also silberner Adler, aber ungekrönt, in dem linken ebenfalls rotem Felde zwei silberne, zu 1 und 1 gestellte Rosen; Helmschmuck: drei Straussen- federn. — Dieses Wappen gab König Kazimierz, 1133 — 70, seinen mit der Jüdin Esther erzeugten natürlichen Söhnen: Pefka und Niemiera. Diese beiden starben kinderlos und das Wappen wurde ein verlassenes. Doch führen es jetzt die Salski. Mora (Taf. VI). — In rotem Felde schwebend und rechts ge- wendet der Kopf eines Mohren, mit Rumpf bis zur halben Brust, mit einer weissen Binde um die Stirn; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Das Wappen kam aus Italien mit Wenancyusz, Bischof von Kruszwic, 1034 nach Polen, wo sein Bruder oder Brudersohn verblieb. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein slavischer Ritter, der bei einem Könige in Sardinien in Diensten stand und im Kriege gegen Korsika, nach getroffener Vereinbarung, den Sieg zur Vermeidung vielen Blutvergiessens durch einen Zweikampf zu entscheiden, den Zweikampf mit einem starken, im Dienst der Korsen sich befindenden Mohren bestand, diesen Mohren bezwang, wurde von dem Könige dafür mit diesem Wappen, jedoch das Feld blau und als Helmschmuck sieben Straussenfedem beliehen. Die Nachkommen seines Bruders führten aber das Feld rot, als Helmschmuck nur drei Straussenfedem. Es wird der Urspmng des Wappens aber auch, anstatt nach Sardinien, nach Portugal verlegt. Es wird das Wappen auch wohl Murzynowa genannt. Dasselbe führen die: Busz, Cibarzewski, Qrzymata, Orzymatowski, Hossell, Kaszubski, Kobuzowski, Kobylka, Korytkowski, Korytowski, Kozuba, Kruszyna, üszawski, Mieszkowski, Mora, Morenda, Nietyxa, Skalski, Stawski, Stoessel, Sulicki, Sw^dorski, Szorc, Szulborski, Zwan. Nabram (Taf. VI). — Der Schild ist senkrecht in sechs Felder ab- wechselnd schwarz und silber geteilt; Helmschmuck: drei Straussen- fedem. Über den Ursprung wird gesagt: In Preussen hinterliess wohl im 15. Jahrhundert ein Ritter des Wappens Korczak zwei Söhne, von denen der eine Nabram hiess, der nur eine Tochter hatte, die bei seinem Bruder erzogen wurde, welcher sie auch, ohne Wissen ihres Vaters, verheiratete. Als Nabram hiervon Kenntnis erhielt, machte er dem Bruder darüber Vorwürfe und tötete ihn in dem entstandenen Streite. Wegen 4* — 52 — dieses Totschlags setzte er sich mit den Söhnen seines Bruders dahin auseinander, dass er als ewige Strafe in seinem Wappen die schwarzen Felder fähren sollte. Dieses Wappen wurde nach ihm Nabram , auch wohl Nabra und Nabry, genannt. Vielleicht war Nawra (Nabra) im Lande Kulm der Besitz des Nabram. Da die Familie Waldorf in Krakau dieses Wappen führte, wurde dasselbe in jener Gegend auch Waldorf genannt. Es kommen auch Abweichungen von die sechs Felder wiederholen sich gold, rot, silbern, sind von einem blauen rechten Schrägbalken überzogen; als Helmschmuck: drei weisse Lilien; — oder auch nur ein weisser Pfahl in schwarzem Felde; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen führen die: Boremsld, Brodelski, Chotecki, Hondorf, Jedliiiski, Kazimirski, Nadrowski, Nagorka, Pejszowski, Pielgrzym, Piels, Pielstowski, Por^bski, Preiss, Rogowski, Rosperski, Sieroszewski, Sosnowski, Waldorf, Wendorf, Wolicki, Wulwanowski. Nat^ I (Taf. VI). — In rotem Felde eine weisse kreisförmig und mit den Enden unten kreuzweise übereinander gelegte Binde; Helm- schmuck: innerhalb eines Hirschgeweihes drei Straussenfedem, diese von oben nach unten schrägerechts von einem Pfeil durchbohrt. Über den Ursprung wird gesagt: Dzieriykraj, Fürst von Cztopa (Schloppe), ein Nachkomme eines der mit eignem Lande bedachten Söhne des Polenfürsten Leszek III., Hess sich auf Veranlassung des Polenfürsten Mieczystaw 996 taufen, der auch sein Taufpate war, aus Freude über dieses Ereignis dem Täufling das Tauftuch vom Kopfe nahm und es ihm als Wappenzeichen verlieh, das Dzierzykraj nun fortan statt seines bisherigen Wappens (zwei eine Porphyrsäule haltende Greife) führte. Dieses neue Wappen wurde Natancz, später Nal^cz (von Natonia, die Binde Christi am Kreuze, abgeleitet) genannt. Die Straussenfedem mit dem Pfeil wurden einem Jan Czamkowski, Kammerherm von Posen, für kri^erische und politische Verdienste 1421 verliehen. Dieses Wappen führen nur die Czarnkowski und Morawski. Nat^ II (Taf. VI). — In rotem Felde eine weisse, kreisförmig gelegte, unten zusammengewundene Binde, deren Enden nach beiden Seiten herunterhängen; Helmschmuck: innerhalb eines Hirschgeweihes eine aufwachsende bekleidete Jungfrau, die mit den Händen rechts und links das Geweih hält, um die Stirn eine weisse Binde, deren Enden rechts und links zu sehen sind. Es unterscheidet sich dieses Wappen durch die zusammengewundene Binde, von dem W. Nat^cz I., in welchem die Enden der Binde nur übereinander gelegt sind. — Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Nach der unglücklichen Schlacht 1138 bei Halicz half der König Bolestaw selbst seine verwundeten Ritter ver- binden und gestattete ihnen, eine Binde im Wappen zu führen. Dieses Wappen wurde Nat^cz genannt, und aus diesem Namen und dem Geweih als Helmschmuck lässt sich auf einen ursprünglichen Zu- sammenhang dieses Wappens mit dem Wappen Nat^cz I schliessen, und es gewinnt an Wahrscheinlichkeit die Angabe, dass unter den Verwundeten auch ein Ritter des Wappens Nat^cz I war, dem der König ein weisses Tuch um den Hals band und der dann den König bat, diese Binde in seinem Wappen zu führen, was der König mit der Bestimmung gestattete, dass das neue Wappen Nat^cz II genannt werden solle. Schon im 13. und 14. Jahrhundert haben die Nat^cz II — 53 — hohe Ämter und Würden bekeidet, waren zahlreich verzweigt und hatten weite Besitzungen in allen Teilen Grosspolens. — Im Anfange des 15. Jahrhunderts wird in den Oerichtsakten der Wojewodschaft Lublin das Wappen Na^^cz, in dem sich ein erpicurium (?) befindet, mit dem Namen Pomloszcz, — dann in den Gerichtsakten der Wojewodschaft Posen das Wappen Nat^cz mit drei Feldern und einem Stern, mit dem Namen Protwicz bezeichnet. Das Wappen Nat?cz II führen die: Andtzejowski , B^czkowski, Beklewski, Bethune, Bielakowski, Bt^dowski, Btoniewskiy Btofiski, Bobolecki, Bobrowski, Bolochowiec, Botkofiski, Boniuszko, Borsa, Brodzki, Bradzewski, Bukojemski, Buza, Biizaiiski, Charbicki, Chettnicki, Chinowski, Chmiel, Chodakowski, Chwalibogowski, Cichocki, Ciechanowicz, Öwikli^ski, D^browski, Darowski, Dtuski, Dobroslawsld, Dobrowolski, Domaslawski, Drohiciiiski, DrohiAski, Dniibicki, Drzewiecki, DworczyAski, Dwomik, Dybowski, Dyl^gowski, Dzbafiski, Dziewierzewski, Filicki, Filipecki, Oawarecki, Oembicki, GigaAski, Oilbas- zewski, Oizycki, Oliszczyfiski, Qlowacz, Oolian, Oo^szewski, Oörski, Oorzeiiski, Oostawski, Oostomski, Or^ibczewski , Orochowalski , Orodziecki, Orzejewski, Orzymlsfawski, Herstopski, Horyszewski, Idzikowski, Ilikowski, Imbram, Jabtonowski, Jakttsz, Jafowicki, Janczewski, Janowsld, Jarczewski, Jargoski, Jarzymski, Jasieiiski, Jawecki, J^drzejowski, Jeletfiski, Jetowicz, Jezowski, Jodkowski, Kaczkowski, Kali^ski, Kaliszkowski, Kalitowski, Kamieliski, Kampiery, Kaniewski, K%sinowski, KazaAski, K^dzierski, K^szycki, Kietbasa, Ktokocki, Ktonowsld, Kobierzydd, Koczan, Koczanowski, Komornidd, Komorowski, Korzanowicz, Korzeniowski, Kostecki, Kozmian, Kraszkowski, Krachowski, Kulikowski, Kunowski, Kurowski, Kwasniewski, Lachowski, Lazafiski, LekczyAski, Lesiccki, LezeAski, Leznicki, Lipka, Lippi, Lubodziejski , Lwowski, l^czkowsld, l^czyi^ski, taszowski, i^zy^ski, ll^cki, li^kifiski, iloniecki, lloniewski, llowecki, liubkowski, liuszczewski, Majewski, Malski, Malachowski, Matyski, Maronkowski, Michalicki, Mickiewicz, Mitraszewski, Molski, MoszczyAski, Moszy^ski, MrockI, Mroczkowski, Mrozowski, Mystowski, Nat^cz, Niemierza, Nienattowski, Niepokojczycki , Niesiofowski , Niestuchowski , Ninieiiski, Niniewski, Nojewski, Nowodworski, Nowosielecki, Obiezierski, Oborski, Odachowski, Odrzywolski, Orchowski, Osiiiski, Ostropolski, Ostrorog, Ostrowski, Parczewski, Parul, Piegtowski, Pinoci, Piotrowin, Pirawski, Pniewski, Podkocki, Podlecki, Podolski, Pokl^kowski, Popiel, Poptelski, Popowski, Poradzinski, Pnisimski, Pruszy/iski, Przebora, Przetocki, PnybysYawski, Raczy^ski, Radzicki, Regacki, Rogaski, Rokitnicki, Rokszycki, Rost- worowski, Rudnicki, Runowski, Russyan, Rychtowski, Sadokierski, Sadowski, Sempel- borski, Semicki, Setnicki, Sieprawski, Sieroszewski, Sierzchowski, Skatawski, Skaleckl, Skarszewski, Skomorowski, Skubaszewski, Sl^ski, Slawiiiski, Smietanka, Sobieszczafiski, Sobocki, Socha, Sosnowski, Sozatfiski, Stanowsky, Starczewski, Starogrodzki, Stawiarski, Stramito, Suski, Swaryszewski, Swieprawski, Szadokierski, Szamotulski, Szubiiiski, Szujski, Tatfiski, Ttukomski, Tolibowski, Toplicki, Topolski, Trzyeiiski, Tupalski, Tuszyfiski, Tyminski, Tynicki, Tyrzyfiski, Udrycki, Ward^ski, W^sowski, Watkiewicz, Watkowski, Wiel^dka, Wieniecki, Wierszowsld, Wierzbinski, Wierzbowski, Wierzchac- zewski, Wilkowski, Wilkszycki, Wtyfiski, Wodecki, Wojdechowski, Wolski, Woynicz, Woyniestawski, Woyno, Woynowski, Woystawski, Wujcikowski, Zabicki, Zagajewski, Zarczytfiski, Zbaiiski, Zb^ki, Ztotopolski, 2ot^dkowski, Zorawski, 2ydowski, Etwas verändert fuhren das Wappen die Pirawski: die Binde ist oben, rechts und links von je einem Stern begleitet, — die Dybowski: unter der Binde die drei Stäbe des Wappens Korczak: Helmschmuck: drei Straussenfedern, — die Nowosielski: die Binde ist oben besetzt mit einem mit der Spitze nach oben gerichteten Pfeil; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Napiwon (Taf. VI). — In goldnem Felde ein vorwärtsstehender Hirschkopf, auf dem zwischen dessen Geweih ein rechts gekehrter, — 54 — doch den Kopf nach links wendender grauer Wolf mit erhobener Rute sitzt; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. — Über den Ursprung wird gesagt: Der König Bolestaw III., 1102 — 1139, erhielt von einem Ritter einen lebenden Hirsch, den derselbe mit grosser Anstrengung im Walde gefangen, nachdem er ihn einem denselben verfolgenden Wolfe abgejagt hatte. Der König verlieh dem Ritter dafür dieses Wappen und sagte ihm dabei im Scherze: Na piwo (zu Bier). Das Wappen erhielt hierdurch den Namen Napiwo, woraus dann Napiwon wurde. Dieses Wappen führen die: Borkowicz, Gostyfiski, Ossowski, Radzimski, Wloszakowski. Nieczuja (Taf. VII). — In rotem Felde ein senkrechter, schwebender, oben und unten abgeschnittener, schwarzer Baumstamm mit drei ge stümmelten Ästen auf der rechten und zwei solchen Ästen auf der linken Seite, in dem oberen Ende des Klotzes steckt ein silbernes Kreuz, doch wird statt des Kreuzes wohl auch ein Schwert geführt; Helmschmuck: innerhalb eines Adlerfluges das Wappenbild. — Ober den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Zur Zeit des Königs Bolestaw 111., um 1119, warteten die Böhmen, die einen offenen Krieg nicht wagten, im Hinterhalte auf eine günstige Gelegenheit zu einem Überfall. Die Polen, welche dies nicht vermuteten, schliefen sorglos, bis einer der ihrigen, der mit der Waffe in der Hand, den Kopf auf einen Baumstamm gelegt, schlief, wie durch Gottes Eingebung, im Schlafe laut rief: der Feind, der Feind! welcher Ruf alle erweckte, die zu ihren Waffen eilten und die zum Überfall bereiten, aber durch diese Wachsamkeit stutzig gemachten Böhmen schlugen. Der König veriieh dem Ritter, der den Wamungsruf erschallen Hess, dieses Wappen. — Es ist aber als sicher anzunehmen, dass dieser Ritter das Wappen Ostrzew führte (nur den Baumklotz) und dass diese Verieihung nur eine Vermehrung des alten Wappens führte, das schon früher mit dem Namen Nieczuja bezeichnet wurde; es werden jetzt auch beide Wappen nur demselben Geschlecht zugehörig erachtet. Die Heimat dieses Geschlechts war wohl in den Wojewodschaften Sieradz und Sendomierz. Dersztaw, Vorschenk des Königs Bolesfaw, war wohl der mit dem Wappen beliehene, der um 1110 das Dorf Nieczuja in der Wojewod- schaft Sendomierz anlegte, das er entweder nach seinem Wappen so nannte, oder, was wahrscheinlicher gelten mag, nach dem sein Wappen und er selbst genannt wurde. Dieses Wappen führen die: Bartlewicz, Bartosina, Biatkowski, Biczysko, Branwicki, Bystrzejowski, Byszowski, Cebulka, Chtopicki, Chustka, Czechowski, Czerniewski, Domaszewski , Dymitr, Dzierzek, Fr^cki, Qalicz, Gembicki, Gtadysz, Goty, Grabyonek, Gr^barski, Gr^bos- zowski, Grzymuttowski , Jemielski, Jurkiewicz, Kochowski, Koci^cki, Konienski, Krasuski, Krzesi^ski, Krzyniecki, Kurek, Kuropatnicki, l:askawski, t,oknicki, fiosiewski, llukawski, fiukowski, Machocki, Miniewski, Mniowski, Mroczek, Murcz, Nieczuja, Niesluchowski, Orlik, Ostrowski, P^chowski, Petka, Piotrkowski, Piotrowski, Praski, Roszkowski, Sadleiiski, Sadlewski, Sekula, Slanka, Slaski, Smolinski, Snieszek, Starzechowski , ^wider, Szutnie/iski , Szumlaiiski , Trzebski, Utanowski, UrbaAski, Wapowski, Wichorski, Wilczopolski , Wilczowski, Wilkocki, Witostawski, Wtodek, Wszeborsld, Zakowicz, Zbigniewski, Zgierski, Ziemecki, Zientecki, Zuzelnicki. Niesobia (Taf. Vll). — In dem rot-golden geteilten Schilde unten ein an der Teilungslinie hängender schwarzer Adlerschwanz, der oben auf der Teilungslinie von einer silbernen Pfeilspitze besetzt ist; Helm- — 55 — schmuck: drei Straussenfedern. Ober den Ursprung wird gesagt: Als König Kazimierz, 1041 — 58, gegen den böhmischen Herzog Wratyslaw zog, flog ein schwarzer Adler über das polnische Lager. Einer der vornehmsten Obersten des Königs, namens Krzywos^d, erklärte diesen Adler als ein Wahrzeichen und deutete dahin: wenn er den Adler er- lege, werde der König siegen, wenn der Pfeil den Adler aber fehle, dann solle er die Schlacht nicht wagen, weil er dann unterliegen würde. Der Oberst schoss, traf den Adler in den Schwanz, der herunterfiel, und rief dem Könige zu: Du wirst die Schlacht gewinnen. Als sich dieses bestätigte, gab der König dem Obersten dieses Wappen, welches nach dem Flüsschen Niesobia in der Wojewodschaft Sieradz, wo die Schlacht geschah, wo auch Krzywos^d begütert wurde, Niesobia genannt wurde, es wurde aber auch wohl mit Krzywos^d bezeichnet. Eine Abweichung im Wappen: »der Adlerschwanz von unten nach oben schräglinks von einem Pfeil durchschossen, dessen Spitze sich im oberen Felde dem linken Schildrande zuneigt«, wurde auch Niemczyk genannt. Dieses Wappen führen die: Biskupski, Doruchowski,G^szczy/isk], K^pi/iski, K^pisty, Kierzyfiski, Krzywos^dzki, Liwski, li^czycki, li^czy/iski, Mijomski, Mirowski, Niesobia, Otn^ta, Piekarski, S^pi^ski, Zlodzey. Niezgoda(Taf. VII).— In blauem Felde ein silbernes nach unten offenes Hufeisen , welches einen mit der Spitze senkrecht nach unten gerichteten, gefiederten Pfeil umschliesst. Dieses Wappenbild ist wagerecht belegt mit einem blanken, mit der Spitze nach links gerichteten Schwerte; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, doch wurden auch ein Geierflügel, oder drei Straussenfedern geführt. Über den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Zwei Brüder des Wappens Dol^ga lebten in Uneinigkeit (niezgoda), die in Streit ausartete, in welchem der eine Bruder von dem anderen getötet wurde. Diesem wurde als Strafe seiner Untat das Kreuz aus seinem Wappen genommen und das Schwert hineingelegt. Dieses Wappen, das den Namen Niezgoda erhielt, führen die: Qorsek, Ktonicki, Lewandowski, li^towski, Minkowski, Naganowski, Napolski, Radoszewski, Radziszowski, Uderski. Nowina (Taf. VII). — In blauem Felde ein nach oben offener silberner Kesselring, auf welchem ein blankes, gestürztes Schwert senk- recht steht; Helmschmuck: ein auf der Krone knieendes goldgepanzertes Bein, mit der Ferse nach links gekehrt. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: In der Schlacht gegen die Deutschen auf dem Hundsfelde 1109 gab ein Ritter des Wappens Ztotogolenczyk dem Könige Bolestaw, welchem das Pferd gefallen war, das seine und focht zu Fuss weiter, wobei er verwundet wurde. Als der König die Nach- richt des Sieges erhielt, rief er: »przyjemna nowina« (erfreuliche Nach- richt) und gab diesem Wappen, welches er dem Ritter veriieh, den Namen Nowina. Der Ritter behielt das alte Wappenbild, das goldne Bein, als Helmschmuck bei, weshalb das Wappen mitunter auch Ztotogolenczyk genannt wurde. In Masowien hatte das Wappen auch wohl die Namen Bielina und Bielizny; auch kam die Benennung Wojnia vor. Aus dem Wappen ging später das Wappen Mqdrostki hervor. Das Wappen Nowina führen die: — 56 — Axt, Bagnar, Bandoszewski, Bissifisk], Bodzanek, Borkowski, Boruta, Boynar, Boznatiski, Brzoska, Brzostowski, Brzozy, Bzowski, Chmielewski, Chrzanowski, Chrz^stowski, Czeray, Fiykacz, Oarbowiecki, Oiszowski, Olasenapp, QliAski, Gliszczyfiski, Olizmifiski, Gtowacz, Goczat, Goczatkowski, Gomor, Oosniewski, Grajewski, Hryszkiewicz, Hulewicz, Ignatowski, Jankowski, Jezierski, Jonata, K^dzierzawski, Konarzewski, Konopacki, Konopka, Kosla, Koslicki, Kowalewski, Konot, Koinicki, Krasuski, Krowtcki, Krysztoporski, Kwiatkowski, Legawski, Lestwicz, Usowski, ilab^ciu, iuiganowski, b^kawski, L^kowski, liopieAski, liolniewski, iluczycki, Macharzy^ski, Mantui, Maszewski, Maszycki, Metwiiiski, Mielzy^ski, Militfiski, Minocki, Mtoszewski, Mninoski, Moczydl^owski , MSciwujewski, Nabora, Naramski, Nar^bski, Niewieski, Nowicki, Nowoszycki, Ochocki, Öchotnicki, Orlicki, Orlik, Orlikowski, Pachofowiecki, Padniewski, Pasitfiski, Piestrzecki, Pilat, Pilchowski, Pitowski, Podleski, Popowski, Pruski, Prz^dzewski, Przanowski, Przer^bski, Przybylski, Przysiecki, Rampowski, Roznowski, Ryszkowski, Sapifiski, Sawicki, S^pi^ski, S^powicz, Skocki, Sladidnski, Stadkowski, Stodzki, StomiAski, Sokolnicki, Solikowski, Sroczy^ski, Starowiejski, Swi^tecki, Swirczyfiski, Szczepkowski, Szczygielski, Szeligowski, Szwarc, Ugyezdski, Ujejski, Wandrycz, Wükowski, Witkowski, Wojuty^ski, Wolski, Wydzierzewski, Zarczycki, Zaszc^fiski, ^eromski, Ztotnicki. Odrowi^i (Tai VII). — In rotem Felde ein silberner, unbefiederter Pfeil, dessen Schaft sich unten in zwei Enden spaltet, die nach unten herzförmig zusammengebogen sind, deren Spitzen sich aber nicht berühren, sondern ein wenig nach auswärts gebogen sind; Helm- schmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit dem nach links gekehrten Wappenbilde. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein Vor- fahr aus Mähren hatte in fremdem Lande mit dessen Bewohnern um die Wette mit dem Bogen geschossen und auch gerungen, war aber immer glücklich gewesen und hatte durch diese seine Geschicklichkeiten die Gunst des dortigen Fürsten erlangt. Einer aus dem Gefolge des- selben war darüber eifersüchtig und wollte vor seinem Fürsten mit dem Fremden um Nasenstüber wetten. Der Vorfahr, der dies für eine Schmach ansah, fasste den 0^;ner beim Schnurrbart und riss ihm diesen mit der Oberlippe aus, die er auf den Pfeil steckte und dem Fürsten zeigte. Dieser gab dem Ritter zum Andenken an seine be- wiesene Überlegenheit als Wappen: den durch den Schnurrbart gesteckten Pfeil und nannte dieses Wappen Odrzyw^s (Schnurrbart-Ausriss), woraus später Odrow^2 wurde. In dem Wappen sollten also die beiden heruntergebogenen Schaftenden den Schnurrbart bedeuten. Die Nach- kommen dieses Ritters sollen schon um 847 im Grossmährischen Reiche unter Ratistaw vorgekommen sein, um 1080 kamen sie nach Polen, 1158 nach Böhmen. In Polen war der erste Sitz des Geschlechts wohl in der Wojewodschaft Sendomierz. Dieses Wappen führen die: Abratowicz, Aramovncz, Augustynowicz, Baranowski, B^bnowski, Bialaczewicz, Bialaczowski , Bilicz, Blezowski, Btaszkowicz, Bohurynski, Brachowski, Buchta, Burkacki , Bylina , Cedrowski , Chlewicki , Chreptowicz , Chwatkowski , Cizowski, Czelo, D^binski, Duracz, Dziewi^tl, Egrodzyfiski, Gatka, Giwanowski, Qliszczyjiski, Oodowski, Gorski, GostyAski, Gostwicki, Iwanowski, Jachnowski, Jaczynic, Jaczytf^ski, Jeletfiski, Kamiefiski, Kapusci/iski, Kapusta, Kar§nicki, Kietlinski, Konecki, Kotuliiiski, Krawarski, Kruzlowski, Krzyszkowski, Kuliiiski, Kurza^iski, Kuszel, Lasota, Lewiecki, Litawor, liuskina, Matuja, Manie wsld, Mieszkowski, Miktasz, Milzecki, Minkiewicz, Minowski, Mironiski, Mleczko, Mniewski, Nieswienski, Obulecz, Odrow%z, Olsztyiiski, Ossowski, Pacanowski, Pawlowicz, P^kalski, Pieni^ek, Ptoszowski, Pniewski, Pot^cki, Potempski, Potiykowski, Praszkowski, Przed wojewski , Przedworski, Ptaszyiiski, Rembieszycki,' Rozdrazewski, Siedlecki, Siedlnicki, Skorzewski, Strasz, — 57 — Straszewicz, Strusz, Szczekocki, Sypniewski, Szydiowiecki, Tworkowski, W^dol^owski, Waligörski, Wanikowski, Weixla, Wilko^ski, Wizgerd, Wolski, Wolynski, Wysocki, 2aba, Zaranowski, Zarszyiiski. Etwas verändert führen das Wappen die Jelenski: der Schaft des Pfeiles hat einen linken Kreuzbalken, Helmschmuck: der Pfauen- schwanz ohne Wappenbild, auch wohl unter dem Pfeil noch ein rechts gestammeltes Kreuz, — die iluskina und Zaranowski: der Pfeil ist einmal durchkreuzt, Helmschmuck: drei Straussenfedern, — Die iaba: der Pfeil ist zweimal durchkreuzt, Helmschmuck drei Straussenfedern. OgoAczyk (Taf. VII). — In rotem Felde ein silberner halber, nach unten offener Ring, oben besetzt mit einer silbernen Pfeilspitze; Helm- schmuck: zwei nach oben gestreckte, weiss bekleidete^ Frauenarme. Mitunter halten die Hände auch den halben Ring. — Über den Ur- sprung des Wappens wird gesagt: der Volksstamm der Kumanen, der in Ungarn und auch in Mähren angebrochen war, führte von dort viele Leute gefangen fort. Als er im Jahre 1250 mit reicher Beute ab- zog, führte einer dieser Heiden auch die einzige Tochter des Edel- manns Odrowqi mit sich fort. Es kam durch Zufall Piotr de Radzikowo, ein tapferer Jüngling dazu, zu welchem die weinende Jungfrau um Hülfe flehend ihre Arme ausstreckte. Piotr verfolgte den davon eilen- den Heiden, holte ihn ein und tötete ihn, hob die Jungfrau auf das Pferd des Heiden und setzte sie dann an sicherem Orte ab. Die Jungfrau, von Dank durchdrungen, nahm von ihrem Finger einen Ring, brach ihn in zwei Hälften und gab die eine Hälfte ihrem Ritter mit der Erklärung, dass sie keinem anderen angehören wolle als ihm. Mit Dank nahm Piotr diese Erklärung entgegen, musste sich jedoch, weil Pflichten ihn abriefen, für die erste Zeit verabschieden. In längerer Zeit, da Piotr nicht wiedergekehrt war, Hess sie sich, obgleich ihres Versprechens eingedenk, durch ihre Eltern bestimmen, einem um sie werbenden Freier von Geburt und Vermögen, wie liebenswürdigem Wesen, die Hand zu reichen. Schon war der Tag der Hochzeit be- stimmt, als Piotr erschien und ihr den halben Ring vorzeigte und sie an ihr Versprechen erinnerte. Sie erklärte mit Freuden, ihr gegebenes Wort nun, nachdem Piotr wiedergekehrt war, diesem zu halten. Die Eltern gat)en ihre Einwilligung, sie wurde seine Gemahlin, und zur Erinnerung an die Befreiung nahm Piotr nun das Wappen Odrow^± seiner Gemahlin an, aber mit der auf die Errettung hindeutenden Ab- änderung. Dieses neue Wappen wurde Pogoficzyk (von Pogon, die Verfolgung) genannt. Piotr hatte zwei Söhne: Ogon und Powata, nach denen das Wappen später OgoAczyk und auch Powala ge nannt wurde. Die Nachkommen des Ogon kamen nach Schlesien und von dort nach Grosspolen, die des Powate nach der Wojewodschaft Sieradz und nach Podlachien. Dieses Wappen führen die: Afri, Augustynowski, Balinski, Berewski, BiatoUocki, Biechowski, Bielicki, Blikowski, Blom, Bogorski, Bonistawski, Borowiecki, Borowski, Broniewski, Bukowiecki, Butowiecki, Chmielewski, Chodorecki, Chudziiiski, Ciecholewski, Cym, Czamotucki, Czamorucki, Czamotulski, Czerski, Czyszkowski, D^browski, Dobiecki, Dobruchowski, Domajowski, Drwalewski, Drzewiecki, Dziatyiiski, Dzi^ciotowski, Gliwicz, Goczewski, Oodziszewski , Goleliski, Gotembski, Gomicki, Goryiiski, Gorzechowski, Grodzicki, Grotkowski, Hayko, Horodetfiski, Jakimowicz, Janczewski, Jankowski, Jarosz, Juszyliski, Kadzldlowski, Kamieiiski, Kijewski, Ktoczko, Ktodzki, Ktodzkowski, Kochafiski, Koncza, — 58 — Koiiczyc, Korecki, Koscielecki, Koscielski, Kostolicki, Kotlitfiski, Kraft, Kiynkowskl, Kucinski, Kuczborski, Kutnowski, Lesiowski, Leznicki, L^towski, Magnuszewski, Makowski, M^kowski, Malanowski, Markus, Marsztyn, Mierzwinski, Mijakowski, Mikotajewski , Miroslawski, Mniewski, Morawiec, Murzynowski, Mystakowski, Niedrzwicki, Niedzwiecki, Nowacki, Oganowski, Ogon, Ogonowski, Opnith, Paczyfiski, Padzewski, Paprocki, Parul, Patynski, Piqtkowski, Piskarzewski, Pogonowsld, Pogorski, Powala, ProszyAski, Pruszkowski, Radojewski, Radost, Radzikowski, Rosnowski, Roszkowski, Roznowski, Rozyiiski, Ruci^ski, Sakowski, Sangaw, Sidorowicz, Siecz- kowski, Sierakowski, Siewierski, Skarbek, Skarbienski, Skorzewski, Skrzypienski, Smogorzowski , Sokotowski, Stachowski, StaAski, Starosielski, Sulefiski, Swi^ciiiski, Sz>vykowski, Tokarski, Tolwiiiski, Trojanowski, Trzebuchowski, Twardowski, Widlicki, Wiesiotowski , Wilamowicz, Wlewski, WoU^ski, Wolski, Woyszyk, Wydzierzewski, Wysocki. Zabrodzki. Zagajewski, Zakrzewski, Zaorski, Zarpalski, Zboinski, ^egrowski, Zelski, Zottowski, Zotwinski, Zrzelski, Zwolski. Oksza (Taf. VII). — In rotem Felde eine senkrechte, mit dem langen, schwarzen Stiele nach unten und mit der Schneide nach rechts gestellte silberne Axt; Helmschmuck: die Axt mit der unteren Spitze der Schneide in die Krone gehackt. Dieses Wappen ist aus Böhmen durch die Wierszowiec eingeführt. Der böhmische Fürst Mnat, der Jagdleidenschaft ergeben, lebte fasst nur im Walde und kümmerte sich fast gamicht um die Landesverwaltung, die er dem ihm vertrauten Ritter Wierszowiec vollständig überliess. Dieser von Ehrgeiz getrieben, wollte sich die Herrschergewalt aneignen und zettelte eine Verschwörung zu seinen Gunsten an. Fürst Mnat, der hiervon Kenntnis erhielt, erschien plötzlich in Prag, berief eine Versammlung seiner Grossen und stellte diesen die Frage, was für eine Strafe der verdient habe, der seinem Fürsten, der ihm das vollste Vertrauen schenkte, hinteriistig die Treue breche? Die allgemeine Antwort war: »den Tod«! Da sprach Mnat zu Wierszowiec: »Dieses allgemein gegen dich, der du mich vernichten wolltest, ausgesprochene Urteil beseitige ich, will dir jedoch die Wahl lassen, ob du dich selbst töten oder durch den Henker sterben willst!« Wierszowiec tötete sich mit dem eigenen Schwerte. Der Fürst befahl, dass das Geschlecht des Schuldigen, das mehr oder weniger mit diesem einverstanden gewesen war, das bisher geführte Wappen Wiersza (d. i. in Blau eine goldene Fischreuse) abzulegen habe und auf dem Schilde fortan zwei gekreuzte Henkerbeile in rotem Felde zu führen habe. Dieses neue Wappen wurde in Böhmen Bradacice, auch Bratczyc genannt. Das Misstrauen der Fürsten gegen die Wierszowiec vererbte sich und diese, sich immer gefährdet sehend, flüchteten nach Polen, wo sie Landbesitz erhielten. Hier leistete Jan Wierszowiec dem Könige Bolestaw, der von dem Böhmerherzog Swiatophig in Glogau 1103 be- lagert wurde, dadurch einen grossen Dienst, dass er sich aus eigenem Antriebe in das böhmische Lager schlich und den Herzog Swiatoptug tötete; dann focht er ritteriich auf dem Hundsfelde llOQ gegen den Kaiser und wurde dafür von dem Könige mit Gütern in der Wojewod- schaft Sieradz belehnt. Um die Schmach, die die Flucht der Wers- zowiec aus Böhmen verursacht hatte, zu sühnen, sammelten Raciborz Werszowiec und andere seines Geschlechts Leute und zogen mit denselben den Böhmerherzogen Fryderyk und PrzemysI, welche mit dem Herzoge Konrad von Mähren im Kriege lagen, 1160 zu Hülfe, zeichneten sich durch Tapferkeit aus und trugen viel zum Siege bei. — 59 — Dafür erlangten Raciborz und seine Oeschlechtsgenossen nicht nur die Gunst des Fürsten, sondern erliieiten auch das Schloss Prvnda an der Bayrischen Grenze und anstatt der beiden Beile im Schilde als Wappen nur eine Axt, die zweite Axt als Helmschmuck. Dieses Wappen wurde dann Oksza (Axt) genannt. Es kam aber auch die Benennung KoJda vor. Dieses Wappen führen die: Bteszynskiy Brzeski, Chocimowski , Chom^towski, Chudziiiski, Czechowski, Domarat, Dulek, Dzierzbicki, Dziewi^cki, Gorlicki, Qostawski, Orabowski, Grochowalski, Gromacld, jackowski, Jerikowski, Ktobukowski, Kfomnicki, Miedzwiecki, Minimond, Nagtowski, Okszy/isld, Orzechowski, Ostrowski, Partheka, Pijanowski, Pt^skowski, Porowski, Radoszewski, Rey, Rokossowski, R^uchowski, Siekierka, Siemikowski, Stablewski, Strzelecki, Strzezecki, Topolski, Trzcifiski, W^trobinski , W^tröbka, W^trobski, Wielkowski, Wierszowiec, Witowski, Wlostowski, Zdrodowski, Zdrowski. Oliwa. — In grünem Felde eine halbe heraldische Lilie, unten mit Wurzeln versehen, oben von zwei zwischen den Blättern stehenden roten Rosen begleitet; Helmschmuck: ein aufwachsender gekrönter Löwe mit ausgeschlagener Zunge. Dieses Wappen soll einem Ritter des Wappens Gozdawa verliehen sein, der an dem Orte des jetzigen Klosters Oliwa die alten Preussen geschlagen hat. Man findet auch die Benennung Olawa. Geführt wurde das Wappen von Enold, Bischof von Kruswia 1157—60. Dieses Wappen führen nur die Grajewski. Orla (Taf. VII). — In silbernem Felde ein roter Adler mit nach oben ausgebreiteten Flügeln, aber ohne Kopf, der Halsrumpf oben mit einem sechsstrahligen, goldenen Sterne besetzt; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. — Über den Ursprung dieses wohl aus Ungarn ein- geführten und dort Szaszani genannten Wappens wird gesagt: Der Vorfahr, aus fürstlichem Geschlechte stammend, hatte aus Rache seinen Bruder erschlagen und wurde ihm deshalb aufgegeben, den Adler, den er im Stammwappen hatte, künftighin ohne Kopf zu führen; Nach- kommen von ihm, die sich im Felde auszeichneten, wurde dann der goldene Stern, anstatt des Adlerkopfes, verliehen. Dieses Wappen wurde in Polen auch Saszor und Szaszor, auch Opola, Opala und Zapale genannt. Dasselbe führen die: Bardzki, Bukowski, Chobieniecki, Chynka, Gietbowski, Gierahowski, Gorajski, Grabowski, Jarogniewski, Kietbowski, Lgocki, Ligocki, Mylliiiski, Olszewski, Ortowski, Osnicki, Pacewicz, Palczewski, Przetocki, Ptaczyfiski, Rogowski, Salmonowicz, Saszowski, Szarszawski, Wielamowski, Wilamowski, Wojenko, Zatoga, Ziemborowski. Osmorög (Taf. VII). — In rotem Felde ein silbernes, ausgebogenes Kreuz, dessen vier Balken bis zur Mitte gespalten sind (ein sogenanntes geankertes Kreuz), in jedem Spalt am Ende ein Apfel oder eine Orange; Helmschmuck: ein auffliegender Birkhahn. — Dieses Wappen soll zur Zeit des Herzogs MieczysTaw, 063—992, einem Ritter Gieralt, der lange dem eingeführten Christentum widerstand, sich dann aber in Rom taufen Hess, vom Papste verliehen sein. Den Birkhahn, den Oieralt bisher führte, behielt er als Helmschmuck bei. Als Oieralt nach Polen zurückkehrte, wurde sein Wappen nach dem Wappenbilde Osmorög (Achtspitz), auch wohl Osmina, dann aber richtiger nach seinem Namen Gieralt genannt. Die Heimat des Geschlechtes Gieralt, das auch Gerald und selbst Gerlach genannt wurde, war in der Wojewod- schaft Krakau. Das Wappen führen die: — 60 — DymieAski, Fasciszewski, Oieralt, Qierattowsld, Qierczynski, OterzyAski, Qinejt, Qnlewek, Koczonowski, Magnus, Mozgawski, Rzeszytiski, Siemichowski, Skr^towski, Stonecki, Surgut, Surkot, Surzycki, TowiaAski, W^cki, Wolski, Wrobilski, Wyiycki, Zemleszczery. Osorya (Taf. VII). — In rotem Felde ein goldenes Wagenrad, dem die obere Felge und auch Speiche fehlen, so dass nur sieben Speichen verbleiben, in dem vorhandenen Zwischenraum steht auf der Nabe ein Kreuz, das sich über den äusseren Kreis des Rades erhebt; Helm- schmuck: drei Straussenfedern. — Ober den Ursprung wird gesagt: Ein polnischer Edelmann Osorya bemuhte sich in Böhmen um die Hand einer Dame, die er auch erhielt, jedoch unter der Bedingung, dass er in Böhmen bleiben müsse, andernfalls er die ihm gewährte reiche Mitgift wieder zurückzugeben habe Osorya blieb dnige Zeit in Böhmen, Hess sich dann aber einen Wagen mit hohlen Rädern bauen, die er dann mit Geld füllte. In diesem Wagen fuhr er nach Polen zurück, wo er blieb und Güter kaufte. Zur Erinnerung an die geglückte Übersiedelung nahm er dieses Wappen an, welches nach ihm Osorya genannt wird. Es findet sich aber auch der Name Szar^a, woraus später Staria wurde, und auch die Benennung Ossolinczyk. In Masowien hiess dass Wappen auch wohl Po^wist (d. i. der Pfiff) und will man diese Bezeichnung dadurch erklären, dass ein Vorfahr, der sich fröhlich etwas vorpfiff, plötzlich von Feinden überfallen wurde, die er aber schlug, — dann aber auch dadurch, dass ein Vorfahr dieses Wappens, der in einer Stadt viele Menschen hatte niedermachen lassen, bei dem Verlassen der Stadt von den Bürgern ausgepfiffen wurde. Dieses Wappen führen die: BilHcki, Bochtowski, Bogdan, Boktowski, Brochocki, Bukowskl, Buszkowsti, CiepHnski, Dobiecki, Filipowski, Koto, Kotomyjski, Konarski, Kondradd, Konradzki, Kostrzecki, Kowalowski, Krzywoszewski, Kurski, Lasowski, Lazafiski, Niepoczoftowski, Petka, Pieskowski, Rus, Rusecki, Schleewitz, S^dzixnir, Stadnicki, Stensz, Swieczka« Szczaniecki, Terawski, Trojanowsld, Twerbus, Tworkowski, Tyrawski, Ztocld, Ztotnidd. Ostoja (Taf. VII). — In rotem Felde zwischen einem nach rechts und einem nach links geöffneten goldenen Halbmonde ein silbernes, mit der halb abgebrochenen Klinge nach unten gekehrtes, senkrechtes Schwert; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. ^ Es wird jetzt aber fibcf^ wiegend ein ganzes Schwert geführt — Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: König Bolestaw der Kühne (1059 — 1082) sendete dem ins Land eingebrochenen Feinde, den Böhmen, den Oberst Ostoja mit Truppen entgegen. Dieser wusste sich dem feindlichen Lager un- bemerkt zu nähern, dieses zu überfallen und alle, die nicht getötet wurden, gefangen zu nehmen. Einer der Gefangenen, dessen polnische Voreltern als Gefangene nach Böhmen gekommen waren, versicherte eidlich, gegen seine Freilassung dem Obersten Ostoja zu einem noch grösseren Erfolge behilflich zu sein. Freigelassen bc^ab derselbe sich in das Lager des feindlichen Hetmans, dem er von der Niederiage nichts mitteilte, den er aber veranlasste, dem Truppenteil, dem er angehörte und der in der Vorhut war, Verstärkung zuzusenden. Ostoja, von der feindlichen Stellung unterrichtet, umzingelte diese, verband sich mit anderen Fähnlein und überfiel in der Nacht den Feind, der teils ver- nichtet, teils in die Flucht geschlagen wurde. Für diese Tat erhielt Ostoja — 61 — vom Könige dieses Wappen, in welchem durch das gestürzte und ge- brochene Schwert wohl die Niederlage des Feindes angedeutet werden soIHe^ und durch die Monde, dass er in zwei Fällen zur Nachtzeit be- siegt wurde Ostoja, dessen Namen das Wappen führt, wurde auch mit Ofitem beschenkt. Auch der Gefangene, der zu diesem Siege be- hilflich war, erhielt dieses Wappen. Aus diesem Wappen ging später das Wappen Przegonia hervor, und w^en der Ähnlichkeit dieser beiden Wappen führten einige Familien bald das eine, bald das andere. — Es gibt mehrere Güter Ostoja, die erste Heimat dieses Geschlechts mag Ostoja bei Kroeben im Grossh. Posen gewesen sein. Dieses Wappen führen die: Baduskiy Balicki, Banczelski, Bankowski, Baranowski, B^czelski, Biestrzecki, Blifiowski, Btoctszewski, Boguslawski, Boratynski, Broniowski, Bukowski, Byjel, Bzowski, Chetmowski, Chelmski, Chodkowski, Chodorkowski, Chotkowski, Chroscicki, Chrostccki, Chrostowski, Chrz^stowski, Chudzinski, Chyzewski, Chyzytfiski, Czapiewski, Czechowicz, CzeiHikowski, Danielewicz, Darowski, Dmosicki, Dobromirski, Domaradzki, Domosicki, Dreling, Dubaniewski, Dubkowski, Fink, Gajewski, Oawtowski, Giewski, Glokman, Gl^boctd, Otogitiski, Gtowczewski, Gniady, Godziszewski, Gralewski, Helczyfiski, Hrebnicki, Rowiecki, Jaklitfiski, Janiszewski, Jerzykowski, Jotejko, Kaczanowski, Karabczewski, Kargowski, Karlewicz, Karli^ski, Kaweczy^ski, Kiedrowski, Kiedrzyiiski, Kt^bowski, Komorowski, Konczycki, Konradzki, Korabczejewski, Kostkowski, Kotkowski, Kotnowski, Kowalski, Kozak, Kozniewski, Kr^pski, Kreza, Krzelczycki, Krzel^iycki, Krzelowski, Krzesz, Krzywiec, Ksi^nicki, Kurcz, Kurosz, Lenski, Leski, Lniski, Lubochowski, Maleczkowski , Marchocki, Marchowicki, Marylski, Masz, Miedzwtecki, Mietelski, Miklaszewski , Mikorski, Mioduszewski, Modliszewski, Modrzejowski , Mosalski, MoSdcki, Mosdsz, Nagorczewski , Nagorski, Nass, Niedzwiecki, Nieradzki, Nos, Nyko, Ochocki, Okotowicz, Olewiiiski, Oliwinski, Orda, Ordy/iski, Osieczkowski, Ostaszewski, Ostojski, Owsiany, Ozi^bi^owski, Palecki, P^kowski, P^tkowski, Piaszczyiiski, Pilawski, Plat, Podgorski, Pochvysocki, Pokroszyiiski, PolitaAski, Poniecki, Potocki, Przeszmitfiski, Raczko, Radgowski, Radogorski, Rado- gowski, Redei, Rekosz, Roguski, Rokosz, Rozniatowski, Rudzicki, Rylski, Rzeplifiski, Samborski, Samorok, Scibor, Sdborski, S^dzimir, Siedlecki, Siedliski, Siemotfiski, Sieradzki, Skorka, Skrzyszewski, Stoiiski, Stupski, Stuszka, Smuszewski, Solecki, Stadielski, Stadiorski, Starzeski, Starzycki, Staszewski, Steblecki, Stobiecki, Strzatka, Strzalkowski , Strzelecki, Suchdcki, Suchorabski, Sultzen, Sutodd, Swierczytfiski, Szfntgtowski, Szyszkowski, Targonski, Telinski, Totkacz, Tomkiewicz, Tucznia, Turku*, Turznidd, Ublitfiski, UIejski, Unichowski, Ustarbowski, Wadowski, Wasilewski, Wojewodka, Wolski, Woynowski, Woyszyk, Wyrzek, Wysodci, Zahorowski, Zabierzowski, Zabokrzydd, Zaborowski, Zagorski, Zajarski, Zajerski, Zakrzewski, Zarogowski, Zawadzki, Z^bedey, Zlociszewski, Ztoszcz. Mit folgenden Veränderungen führen das Wappen die Pokroszynski: das Schwert ist von den beiden Monden nicht beseitet, sondern von zwei übereinander stehenden, gestürzten Monden belegt; als Helmschmuck nur drei Straussenfedem, — die Orda: statt des Schwertes zwei über- einander stehende Sterne zwischen den Monden, — die Lniski, Fink, Plat und Skrzyszewski: kein Schwert, statten dessen sind die einander näher gestellten Monde von einem Sterne überhöht; als Helmschmuck die Monde und den Stern in gleicher Stellung, — die Zawadzki: statt des linken Mondes neben dem Schwerte zwei über einander stehende Sterne. (Htrzew. — In rotem Felde ein senkrechter, schwebender, oben und unten abgeschnittener, schwarzer Baumklotz mit drei gestümmelten Ästen auf der rechten und zwei solchen auf der linken Seite; Helm- — 62 — schmuck: fünf Straussenfedem. Dieses Wappen soll zur Zeit des Fürsten Wtadystaw Herman um 1082 aus Böhmen in Polen eingeführt sein. Hier wurde es Nieczuja genannt und aus ihm ging durch Ver- mehrung das ebenfalls Nieczuja genannte Wappen hervor. Das Wappen wird auch wohl Piert genannt, aber durch die Worte Pien und Ostrzew, die beide einen Klotz bezeichnen, wurde nur das Wappenbild genannt und diese beiden Namen sind jetzt fast ganz ungewöhnlich und der alte Zuruf Nieczuja ist wieder allgemein. — Es wurde dieses Wappen auch wohl Cielepele genannt, aber irrtümlich, es wird im 15. Jahrh. ein eigenes Wappen Cielepele genannt, das beschrieben ist: ein Baumklotz mit drei grünen Blättern; es ist aber wohl verlassen. Das Wappen Nieczuja-Ostrzew führen die: Berkowicz, Cebulka, Dembifiski, Fr^cki, GrzymuHowski, il^towski, Nadt^towski, Wierzbicki, Wtodek. Owada. — In rotem Felde, auf grünem Boden, ein goldener Turm mit zwei offenen Toren, auf dem Turme liegt als Zinne eine goldene Adelskrone; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen wurde von König Bolestaw dem Kühnen um 1070 seinem Soldaten Owada, der ihn in Kiew zu dem sogenannten goldenen Tore gefahrlos ge- leitete, erteilt und nach ihm genannt. Dieses Wappen führen die: Jaszowski. Paparona (Taf. VII). — In blauem Felde eine weisse, auf grünem Boden sitzende Gans; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. Der Ursprung dieses Wappens wird auf den im Jahre 360 vor Chr. von den Galliern versuchten nächtlichen Überfall des Kapitols in Rom zurückgeführt, wo die Besatzung durch das Schnattern der Gänse erweckt wurde und den Überfall zurückschlug. Um die Mitte des 14. Jahrh. wurde dieses Wappen aus Italien nach Polen eingeführt, wo seine neue Heimat wohl die Wojewodschaft Sieradz war. Es wurde nach dem Wappenbilde auch G^i und G^ska (Gans und Gänschen) genannt, doch war sein vornehmlicher Zuruf-Name Budzisz (von budzic = wecken). Dieses Wappen führen die: Budziszewski, Chodowski, Kamionomojski, Papara, Parzniczewski, Parzniewski, Pstrokojiski, Rawil, Szydiowski, Tnzebicki, Wodziniecki, Wojucki. Paprzyca (Taf. VIII). — In silbernem Felde ein schwarzer hoch- gestellter Mühlstein mit einem Achs- oder Mühleisen (paprzyca) in der Mitte; Helmschmuck: die Köpfe mit Hals von^ acht jungen Jagd- hunden, in zwei Reihen übereinander geordnet. Über den Urspmng dieses Wappens wird gesagt: Einer vornehmen Dame in Böhmen wurde mitgeteilt, dass eine ihr untertane, verheiratete Frau Drillinge, und zwar drei Knaben, geboren habe und sie beschuldigte diese Frau, in der Annahme, dass soviel Knaben nicht von einem Manne sein können, des Ehebmchs und lies sie auch strafen. In nicht zu langer Zeit gebar aber die Herrin selbst auf einmal neun Knaben. Sich hierüber schämend, auch besorgt seitens ihres Gemahls einen bösen Verdacht auf sich zu ziehen, gab sie einer alten Frau den Befehl acht dieser Knaben in dem nahen Flusse zu ertränken, behielt nur einen zurück. Der Gemahl war nicht zu Hause, traf aber bei der Rückkehr die Frau auf dem Wege zum Flusse. Er fragte sie, was sie dort verdeckt trage, und erhielt die Antwort, es seien junge Hunde, die — 63 — sie ertränken wolle. Der Herr wollte nun die Hunde sehen, ob sich nicht einer von ihnen zur Aufzucht eignete, erfuhr auf diese Weise dann von der Frau das Geheimnis. Er gab nun seinem Müller den Auftrag diese acht Knaben geheim zu erziehen. Als diese herange- wachsen waren, lud der Herr ferne Gäste und Nachbarn zum Feste ein und stellte an dieselben beim Gastmahle die Frage, was für Strafe wohl eine Mutter verdiene, die ihre eigenen Kinder umbringen lasse? Alle hielten solche des Todes schuldig. Da rief der Vater mit den Worten: »Hier sind meine jungen Jagdhunde« seine acht Söhne herein, einer dem andern genau gleichend, erzählte dann öffentlich die ge- naueren Bewandnisse. Zur Gemahlin sich wendend, sprach er ihr, ob- gleich sie den Tod verdient habe, Verzeihung aus, weil Gott sie durch ihn vor Ausführung des Verbrechens bewahrt habe. Die Frau, ihrem Manne reumütig dankend, trat mit seiner Genehmigung zur Busse in ein Kloster. Es wird auch gesagt, dass diese Mutter der neun Knaben Jutta, Gemahlin eines Grafen von Querfurt, gewesen sei, dass ihr neunter, zurückbehaltener Sohn Meinhardus von Querfurt, 1286 Ordensmeister des Deutschen Ordens in Preussen war. Von den acht Söhnen wurde dieses Wappen angenommen. Es müsste dies mindestens um 1250 geschehen sein, doch erscheint das Wappen, aus Böhmen eingeführt, in Polen schon über hundert Jahre früher. Eine umständ- lichere Sage über die Entstehung des Wappen lautet: Im Jahre 1081 gebar Protislawa, die Ehefrau des Dobrohost im Dorfe Radoschof in Böhmen, welcher allgemein Weitmiller genannt wurde, hintereinander mit kurzen Unterbrechungen neun Söhne. Die bei der Geburt an- wesenden zwei alten Weiber hielten dies für eine von zwei Zauberinnen, die unlängst in dem nahen Wischegrad verbrannt worden waren, her- stammende Zauberei, legten die überaus kleinen Knaben in eine Schachtel (böhmisch Krabicze genannt), um selbige an einem heim- lichen Orte zu vergraben. Ihnen begegnete der von seinem Herzoge Wratislaw und Wischegrad heimreitende Dobrohost, dem die Weiber den Inhalt der Schachtel zeigten. Er lies die Kinder nach Hause tragen und ernähren, allesamt erhielten die Taufe, drei starben klein, sechs erreichten das Mannesalter. Einige wurden wegen ihrer Klein- heit Krabicze genannt. Von ihnen stammt in Böhmen das Geschlecht der Woltmole oder Weytmille, das als Wappen in Rot einen silbernen Mühlstein führt. Es wird dies Wappen in Böhmen noch von ver- schiedenen Familien geführt, wenn auch mit verschiedenem Helm- schmuck und verschiedenen Farben des Feldes. In Polen hiess das Wappen Kuszaba, wurde aber vereinzelt Bychawaund auch Ruchaba genannt. Dasselbe führen die: Baran, Bielicki, Bokun, Ciecholewski, Ciel^tko, Czokotd, Dqbrowski, Dul^ba, Qanowski, Grochowski, Grodzi^ski, Iwicki, Jatowka, Juicki, Koztowski, Lochowski, Lubowiecki, llochowski, Monstold, Nieprzecki, Niwinski, Oczosalski, Paparzyiiski, Paprzycki, Peperzyfiski, Petrykowski, Pieczewski, Pluta, Potrykowski, Przelmitfisk], Przesmycki, Rayski, SieklicJci, Sieprawski, Staszewicz, Swieprawski, Swiezawski, Szczeniowski , Tyski, Uchacki, Warszewicki, Wygonowski, Zaleski, Zberkmuf, Zgliczyiiski, Zglinski, ^upek. Pielesz (Taf. Vlll). — In rotem Felde zwei schräge gekreuzte, mit den Spitzen nach oben gerichtete blanke Schwerter; Helmschmuck: drei — 64 — Straussenfedem. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Nach- dem 1109 die Polen den Sieg auf dem Hundsfelde g^en den Kaiser Heinrich erfochten hatten, war dieser zum Frieden bereit und zum Abschluss desselben b^ab sich König Bolestaw nach Bamberg. Zur Befestigung der Freundschaft gab der Kaiser seine Schwester Adelheid dem Könige und die Prinzessin Kiystyna dem Kronprinzen Wtadystaw zur Gemahlin. Die Hochzeit wurde dort durch ein Turnier gefeiert, an dem alle anwesenden Ritter teilnahmen, nur der Ritter Pielesz, aus dem Gefolge des Königs, nicht, weil seine auf dem Hundsfelde er- haltenen Wunden noch nicht ganz geheilt waren. Ein deutscher Ritter legte dieses als Feigheit aus und verhöhnte ihn. Da forderte ihn Pielesz zum Zweikampf und erbat sich von dem Kaiser und dem Könige die Erlaubnis, diesen in den Schranken ausfechten zu dürfen. In diesem Zweikampf besiegte der nur kleine Pielesz den grossen Deutschen, dessen Schwert er zersplitterte, Hess ihm aber das Leben. Der König verlieh dem Pielesz dieses Wappen. Dasselbe führen die: Biatosuknia, Bieniewski, Ciborowski, Czapiewski, Dranuszwicz, Jelski, Jemielicz, Katynski, KoSnicki, Kurzyna, KwaSnicki, Kwasniewski, Mocarski, Pielesz, Pieleszyc, Praszak, Pruszakiewicz, Smoniewski, Wtoszek, Ztoty. Piestnik. — In rotem Felde zwei mit blauen Ärmelaufschlägen versehene, nach oben gerichtete Hände, welche einen goldnen Apfel halten, dessen Stengel nach unten gerichtet ist; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Es wurde auch wohl Plesni.k genannt. Es war schon um 1500 bekannt. Dasselbe führen die: Pi^tkowski. Pilawa (Taf. VIII). — In blauem Felde ein silbernes, senkrecht stehendes, dreifaches Kreuz, das um den rechten unteren Querbalken gestümmelt ist, also rechts nur zwei .und links drei Querbalken hat; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. Ober den Ursprung wird gesagt: Zyrostaw, ein Ritter des Wappens Prus, focht unter König Bolestow Krzywousty in der unglücklichen Schlacht bei Halicz 1133, dann auch später unter Bolestaw K^dzierzawy gegen die Preussen die ihre Bot- mässigkeit aufsagten und gegen welche der König drei Heeresabteilungen absendete, die siegreich in Preussen vordrangen. In einer Schlacht, die 1165 stattfand, zeichnete sich nun dieser 2yrostaw dadurch aus, dass er mit seiner Abteilung sich durch die Mitte des Feindes hieb, den Anführer desselben vom Pferde riss und tötete, wodurch die Preussen in Unordnung kamen. Durch diese Niederlage fühlten sich die Preussen zu erneuter Huldigung gezwungen. Der König Kazimierz, Nachfolger des Königs Bolestaw, wollte die Erinnerung an diese Schlacht verewigen, die Tapferkeit des Zyrostaw anerkennend belohnen und verlieh ihm eine Vermehmng seines Wappens um einen Kreuz- balken, nannte dieses neuentstandene Wappen nach dem Orte der Schlacht Pilawa (Pillau). 2yrostaw wurde auch mit Gütern in der Wojewodschaft Krakau beschenkt. Dieses Wappen führen die: Borowski, Buczacki, Chrzczonowski, Cieszkowski, Dmitrowski, Drozdowski, llkusz, Janowski, Jezowski, Jurkowicz, jurkowiecki, Kamieniecki, Kaminiec, Kliczkowski, Knoth, Kot, Lachowski, Lechowski, Uchiiiski, Lichnowski, l::4cki, Manasterski, Mastowski, Misiowski, Modzelewski, Monasterski, Moskorzewski, Murca, Myilkowski, Nagörskiy Niewiadowski , Niewodowski, P^czelski, Piec, Piecowski, Pilawski, Piotrkowczyk, Piotrowicki, Podfilipski, Pokutynski, Potocki, Rawa, Rudzki, Rynkowski, — 65 — Sfostowski, Smalawski, Stanislawski, Stokowski, Swi^cicki, Twarowski, Tworowski^ Wazy^ski, Woysza, Zagorski, Zakliczewski, Zelistawski, 2yrostaw. Pnieinia (Tat VIII). — In rotem Felde zwei nach oben gestreckte Bärentatzen, welche einen goldnen Apfel halten, der von unten nach oben senkrecht von einem silbernen, gefiederten Pfeil durchschossen ist; Helmschmuck: ein Adlerflügel, der wagerecht von rechts nach links von einem Pfeil durchschossen ist. Ober den Ursprung dieses Wappens wird gesagt, dass es von einem Herzoge von Masowien einem Jäger erteilt sei, welcher einen vielen Schaden anrichtenden Bären in dem Augenblicke, als dieser einen Apfel zum Maule fuhren wollte, durch diesen hindurch mit einem Pfeile erschossen hatte. In Masowien wurde dieses Wappen auch Knieja (die Waldung) und Czwalina genannt. Dasselbe führen die: Czwalina, Gierowski, Gr^dzki, Karwowski, Kotarbski, Olszynski, Pnieininski, Rostkowski, Starczewski. Pobog (Taf. VIII). — In blauem Felde ein silbernes, nach unten geöffnetes Hufeisen, oben besetzt mit einem goldenen Kavalierkreuze; Helmschmuck: ein halb hervorwachsender Windhund mit einem Hals- bande, an dem ein Hetzriemen ist. — Über den Ursprung wird gesagt, dass es aus dem Wappen Zagtoba entstanden sei: Von zwei Brüdern des Wappens Jastrz^biec, die im Streite lebten, erschlug der eine den anderen und floh. Wegen dieser Tat wurde ihm und seinen Nach- kommen das Wappen Jastrz^biec abgesprochen und ein neues ver- ändertes Wappen, das Wappen Zagtoba auferlegt. Ein Brudersohn des Mörders ging nach Rom, um von dem Papste Verzeihung und Gnade, und zur Auslöschung der auf die Familie gewälzten Schande, eine Um- änderung seines Wappens zu erbitten. Er erhielt eine solche dort, und gewährte der Papst ihm seine Vermittlung bei dem Könige Bolestaw Chrobry (1001 — 25). Als er nach Polen zurückkehrte, genehmigte und bestätigte der König dieses neue Wappen, dass er Pobog nannte (von pobozny = fromm). Man findet auch die Benennungen Poboze und Pobodze. Der Wappenempfänger war vermählt mit einer Ausländerin, die im Wappen einen Windhund führte, den er als Helmschmuck annahm. Der Stammort dieses Geschlechts ist wohl Pobodze im Lande Ptock. Dieses Wappen führen die: Adamczowski, Andrzejkiewicz, Baratiski, Barberius, Benistawski, Bielicki, Bielski, Bromirski, Bronak, Bronakowski, Brzuchahski , Burzynski, Catowatiski, Cebrowski, C^tkowski, Chominski, Ciekiinski, Ci^szkowski, Czenstkowski, Czetkowski, Czyzowski, D^browski, Dadzibog, Dluzewski, Dmochowski, Dmowski, Doschot, Duszewski, Duszynski, Dziengett, Eiert, Faliszowski, Fedorowicz, Filemonowicz, Filipkowski, Filipowicz, Filipowski, Fryczynski, Gadzinski, Garlikowski, Gintowski, Goszczynski, Grabowski, Gumowski,Gurski,Gwozdecki, Horwat, Iskrzycki, Jamentowicz, Januszowski, Jastrz^bowski, Jaworowski, Kalo, Kielanowski, Kierznowski, Kobylinski, Kobylski, Komorowski, Konarzewski, KonieqDolski, Kossobudzki, Kotlewicz, Kras- nod^bski, Krasnosielski, Krompole, Kruszynski, Kucicki, Kutlewski, Lakon, Lenartowicz, Lgannoski, iianiecki, l^wski, L^kawski, Malinowski, Mazurkiewicz, Miecznikowski, Miedzwiedzki, Montowt, Muchowiecki, Nesterowicz, Nieczaj, Nieprski, Nieroszynski, Olszewski, Orz^cki, Pagowski, Pakoszewski, Petelczyc, P^tlinski, Pierzchalski, Pobozanin, Pocernacki, Poianowski, Pomarzanski, Popowski, Prusinowski, Radomski, Ra*o, Remiesz, Remiszewski, Rodkiewicz, Rokszycki, Rossocki, Rucicki, Ruszkowski, Rutkowski, Rymaszewski , Ryminski, Rzyszczewski , Sawaniewski, Spendowski, Stanistawski , Staniszewski , Strzeszewski , Studniarski, Suchodolski, Surgolewski, V. Zernicki, Die polnischen Stammwappen. 5 — 66 — Sutkowski, Sutowski, Swi^iochowski, Szankowski, Szantyr, Szczepkowski, Szczesniewski, SzczQsnowicz, Szczucki, Szeptycki, Szukszta, Szydtowski, Terczikowski, Tereykowski, Totoczko, Trzcinski, Urecki, Wiekowicz, Wierzchowski, Wilkowski, Wodoradzki, Wolski, Woyczyk, Zadarka, Zaj^czkowski, Zapolski, Zarzecki, Zdzieszynski, Zengonski, Zengwirski, 2eranski, Zeromski, Zgazdzinski, Zgliczynski, Ziotecki, 2urawski. Abweichend führen dieses Wappen die Krasnod^bski : anstatt des einfachen Kreuzes ein um einen Balken gestümmeltes Doppelkreuz, — die Wiekowicz: kein Kreuz, unter dem Hufeisen ein Herz, besetzt mit einem mit der Spitze nach oben gerichteten halben Pfeil, als Helm- schmuck drei Straussenfedern, — die Szantyr: in geteiltem Schilde oben das Hufeisen, nicht mit dem Kreuze besetzt, sondern ein solches ein- schliessend, unten das Wappen Rawicz, als Helmschmuck drei Straussen- federn, — die Sutocki: unter dem Hufeisen noch ein kleiner, mit dem Kopfe nach oben gerichteter Fisch, als Helmschmuck drei Straussen- federn, — die Brzuchanski, Nieroszynski und Petelczyc: das Hufeisen anstatt des Kreuzes mit einem halben, mit der Spitze nach oben ge- richteten Pfeile besetzt, als Helmschmuck drei Straussenfedern, — die Nieczaj: das Kreuz fehlt, unter dem Hufeisen ein nach oben gerichteter, unten gespaltener Pfeil in rotem Felde, als Helmschmuck drei Straussen- federn, — die Sawaniewski und Szankowski: das Hufeisen ist mit dem Kreuze besetzt, umschliesst aber die aus dem Wappen Zagtoba beibe- haltene untere Hälfte des Säbels. Pogonia Litewska (Tit-Taf.). — In rotem Felde auf rechts jagendem Rosse, das einen roten Sattel mit Brustgurt, einen Hintergurt mit zwei diesen verbindenden Querriemen und eine rote Schabracke mit drei mit goldenen Franzen besetzten und tief herunterhängenden Enden trägt, ein Reiter in silberner Rüstung mit hochgehobenem, wie zum Hiebe gezücktem Schwerte in der rechten Hand, mit der linken Hand die Zügel haltend, am linken Arm einen Schild, auf dem in rotem Felde ein goldenes Doppelkreuz. Es wird auch Pogon (von Oonid = verfolgen) genannt. Es ist das Erbwappen der lithauischen Orossfürsten und auch Landes wappen von Lithauen. Rimund, Sohn des Oross- fürsten Trojden von Lithauen, der eine Säule und den Hippocentaurus im Wappen führte, war griechisch-katholisch und Mönch geworden. Als sein Vater Trojden durch dessen Bruder Dowmund 1282 ermordet war, trat er aus dem Kloster und sammelte Anhänger, um diesen Mord zu rächen. Er wurde 1283 zum Orossfürsten erwählt, Hess seinen Oheim töten, entsagte dann aber seiner Würde und trat ins Kloster zurück. Vorher berief er jedoch seine Untertanen und empfahl ihnen, sich nur einen tapferen und würdigen Mann (als welchen er Witenes Bui wid von Samogitien aus palemonischem Stamme bezeichnete), der das Vaterland zu verteidigen verstehe, zum Herrn zu wählen. Um dessen eingedenk zu sein, befahl er ihnen, das Bild des Reiters auf den Fahnen zu tragen. Der dann erwählte Witenes bestätigte dieses neue Wappen. Durch den 1386 zum Könige von Polen gewählten lithauischen Orossfürsten JagieHo kam dieses Wappen zuerst nach Polen und wurde nach der Vereinigung Polens und Lithauens 156Q neben dem weissen Adler im Staatswappen geführt. Ausser den lithauischen Orossfürsten führten dieses Wappen Pogort auch die von denselben sich ableitenden meist fürstlichen Familien, und zwar die: — 67 — Bielski, Boremlski, Chowafiski, Czartoryski, Giedymin, Izastawski, Kobrynski, Korecki, Koiyatowicz, Korybut, Koszyrski, Kowalski, Lingwieniewicz, ilukomlski, Nowosielski, Olelkowicz, Olgierd, Prunski, Rybicki, Sanguszko, Trubecki, Zastawski. Pogonia Polska (Taf. VIIl). — In goldenem Felde ein aus einem am linken Schildesrande befindlichen Gewölk hervorgehender gepanzerter Arm mit gezücktem blanken Schwerte; Helmschmuck: derselbe rechte, aber nach links gekehrte, auf dem Ellenbogen gestützte Arm. Ober den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: In den Distrikten an dem Meeresufer südlich der heutigen Herzogowina und Montenegros war die Bevölkerung noch bis Ende des 9. Jahrhunderts dem Heidentum ergeben geblieben, bildete ein eigenes Fürstentum, das von den Römern Pagania genannt wurde. Einer der Fürsten dieses unter byzantinischer Hoheit stehenden Landes gelobte, der Sage nach, vor einer Schlacht, dass er Christ werden wollte, wenn er siegte; es habe sich dann aus den Wolken ein Schwertarm herausgestreckt, was als gutes Zeichen den Truppen galt, die den Sieg errangen. Der Fürst wählte den Schwertarm zum Kriegszeichen und Wappen seines Landes. Michal von Paganien (flOSO) warf die byzantinische Oberherrschaft ab, ein- verleibte die umgebenden slavischen Fürstentümer in sein Reich und nannte sich König der Südserben, welchen Titel Papst Gregor VII. bestätigte. Sein Enkel Michal, vom Throne gestossen, erhielt als Ersatz Paganien, aus welchem sein Enkel Istok von Serbien verdrängt wurde. Istok floh 1175 nach Polen, wurde dort in die Ritterschaft aufgenommen, nannte sich später nach einer von ihm gegründeten Niederlassung, der er zur Erinnerung an seine alte Stammburg den Namen Plissa (später Pliszcza genannt) beilegte. Sein Wappen wurde in Polen zuerst Pogania genannt, woraus Pogonia wurde. Es hat aber auch die Benennung Zdarbozec. Dasselbe führen die: Berezko, Bielunka, Chrapkiewicz, Czarnowski, Czorb, Dziubandowski, Hauschild, Hunorowski, Kamieniczny, Kfajowski, Kokatorowicz, Minczer, Niedzieski, Odtaniski, Petka, Pliskowski, Pliszka, Poczobod, Potemkin, Radamski, Replinski, Rohland, Sando, Saniewski, Sudymont, Ujejski, Wandzon, Zatuczski, Zarski, 2urawicki. Ein ähnliches Wappen: der Schwertarm schwebend, ohne Gewölk; als Helmschmuck ein schlank aufwachsender Mann mit erhobenem Schwert in der rechten, wurde von König Stefan seinem Schatzschreiber Krzysztof Stefanowicz, der sich in dem Kriege gegen Moskau bei Potock und Wielki liuki ausgezeichnet hatte, ebenso bei der Belagerung von Pleszkow die einen Ausfall machenden Russen zurückwarf und verfolgte, 1581, gleichzeitig mit dem Adel und mit Beilegung des Namens Pleszkowski, verliehen. Pokora (Taf. VIIl). — In blauem Felde ein nach unten offenes, silbernes Hufeisen, in der Mitte wagerecht mit einem silbernen Schlüssel belegt, der mit dem Barte nach links und nach unten gekehrt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Über den Ursprung wird gesagt, dass es zur Zeit des Polenherzogs Wtadistaw Herman, um 1100, einem Vorfahren, der nach Rom ging, um dort wegen irgend eines Vergehens Busse zu tun, dort vom Papste verliehen worden sei. Es wurde Pokora (Demut) genannt. Die erste Heimat dieses Wappens war wohl Masowien. Dasselbe führen die: Chmielinski, Cichnicki, Golimuntowicz, Gutwinski, Kulinski, Lichtaiiski, Pokora, Polakowski. 5* — 68 - Pötkozic (Taf. VIII). — In rotem Felde ein grauer, vorwärts ge- kehrter Eselskopf; Helmschmuck: ein halb aufwachsender, nach rechts gekehrter Ziegenbock. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein polnischer Ritter mit Namen Stawisz, war in fremdem Lande in einem Schlosse, das Eczech hiess, von den Heiden belagert, welchen es nicht gelingen wollte, das wohlbefestigte Schloss einzunehmen und die nun die Besatzung auszuhungern gedachten. Die Belagerung hatte schon einige Zeit gedauiert, die Lebensmittel im Schlosse nahmen be- denklich ab, da Hess Stawisz einen Esel und eine Ziege schlachten, mit dem Blute eine Menge Ochsenhäute beschmieren, diese auf die Schlossmauern hängen, teils durch Wurfmaschinen in das feindliche Lager schleudern, um den Feind dadurch zu überzeugen, dass Lebens- mittel im Schlosse noch hinreichend vorhanden seien. Der Feind wurde hierdurch auch wirklich getäuscht und zog ab. Es war dies im Jahre 1022 geschehen. Der betreffende Landesherr verlieh dem Stawisz zum Danke dieses Wappen, das in Polen, wohin Stawisz zurückkehrte, Pölkozic (halbe Ziege) genannt wurde. Dieses Wappen führen die: Bietkowski, Btazowski, Bt^dowski, Bobryk, Bogumitowicz, Bogusz, Borz^ckf, BreJiski, Brzostowski, Chmielowski, Chor^zyc, Czark, Czaraek, Czamkowski, Czyiowski, Di^bkowski, Dankowski, Dtuski, Dobroszewski, Garlitfiski, Gostytfiski, Qostyowski, Gradowski, Grodowski, Gutowski, Hincza, Horecki, Jedlenski, Jurkowski, Justymont, Krzywkowski, Kukiel, Kurdwanowski , Laskowski, Lesniewicz, Lig^za, Lipnicki, Machnicki, Marszowski, Mikotajewski , Minor, Mtodecki, Mtodnicki, Moszgowy, Nasitowski, Niewiarowski , Nildel, Niwitfiski, Nowowiejski, Obt^k, Pachowski, Pawtowski, PeraWadowski , Piestrzecki, Pikarski, Plichta, Potrykowski, Pritzelwitz, Przemankowski , Przeradowski , Radziejewski , Rokosz, Rzeszowski, Sawnowski, Sepichowski, Siestrzeniec, Skotnicki, Sl^awiec, Smok, Stamirowski, Stawisz, Strzatkowski, Swenderski, Swiderski, ^widziiiski, Swieczka, Swiezynski, Tabor, Wawrowski, Wielepnicki, Wielowiejski, Wilski, Wlodek, Wojenski, Wolski, Wotczek, Wrocimowski, Zagwoyski, Zakrzewski, Zatazowski, Zaszada, Zawisza, Ziemblicki. Pomian (Taf. Vlil). — In goldenem Felde ein schwarzer vorwärts- gekehrter Büffelkopf, der von oben schräge von einem Schwerte so durchstochen ist, dass die Spitze des Schwertes auf der linken Seite erscheint; Helmschmuck: ein gepanzerter, mit erhobenem Schwerte bewaffneter rechter Arm. Es ist dieses Wappen aus dem Wappen Wieniawa entstanden und wird über seine Entstehung gesagt: Wahr- scheinlich zur Zeit des Polenherzogs Wtadystew, um 1140, ermordete Lastek Hebda aus Orabie, der das Wappen Wieniawa führte, seinen Bruder Jarand, Dekan von Onesen, in dem Dorfe Lubania, weil dieser ihm oft Vorwürfe über seinen sträflichen Lebenswandel gemacht hatte. Ausser anderer Strafe wurde dem Brudermörder auch diese auferlegt, sein Stammwappen in dieses umzuändern, welches Pomian (abgeleitet von Pomni nan, d.i. denke an ihn, oder von Pomnienianie, der Austausch, nämlich für das Wappen Wieniawa) genannt wurde. Es wird das Wappen aber auch abweichend in der Weise geführt, dass das Schwert den Büffelkopf nicht durchsticht, sondern wagerecht in denselben oben eingehackt ist, so dass es ganz zu sehen ist. Zum Wappen Pomian gehören die: Bagniewski, Besiekierski, Bi^tosuknia, Biesiekierski, Biesierski, Boczkowski, Bogatko, Bohatko, Broniszewski, Brudzewski, Brz^czewski, Brzechowski, Brzozowski, Brzuchowski, Bukaty, Chalinski, Chebda, Cienski, Cieslinski, Ciesnowski, Ciosnowski, Czapiewski, - 09 ^ D^browski, Dtuzniewski, Dziembowski , Dziengett, Gledzianowski, Qliiiski , - Qorski, Grabinski, Grabowski, Grabski, Grochowski, Haniewski, Humel, Izdebski, Janczynski, jarand, Jarant, Jazwinski, Juraha, Kaczkowski, Kaczynski, Kasifiski, K^palski, Kqsöwski, Kietczewski, Ktobski, Ktodzifiski, Ktopotowski, Kobierzycki, Kolkowski, Kotudzki, Komierowski, Kotowski, Krukowiecki, Kruszyiiski, Leszyiiski, Lewiiiski, Linowski, Lubom^ski, LsLsko, iliaszko, l:^wski, {lubiefiski, Makowiecki, Malawski, Milewskl, Modlibog, Netarbowski, Nieczatowski , Nietuchowski , Niewiesz, Niezychowski, Nowowiejski, Odrowski, Ogonowski, Olszewski, Osiecki, Ositfiski, Ossuchowski, Ostrom^cki, Pezarski, Pi^tka, Pi^tkowicz, Pi^tkowski, PJomkowicki, Plomkowski, Poktatecki, Pomian, Pomiankowski, Pomianowski, Popkowski, Preuss, Przedawski, Przystanowski, Psarski, Puklatecki, Putaski, Raci^ski, Radziszewski, Ruediger, Sagajl^o, Sakowicz, Siciiiski, Sierzpinski, Sokotewsld, Solecki, Srednicki, Stynwacki, Suleiiski, Sulewski, Suligostowski , Suski, Swierzewski, Szczepafiski , Toltzig, Warzymowskij W^dziagolski, Wichrowski, Wilkostowski, Wolski, Zagajewski, Zakrzewski, Zdanowski, Zdzenicki, Zdzienicki, Zerostawski, 2ubrzycki, Zytto. Poraj (Taf. VIII). — In rotem Felde eine silberne, fOnfblättrige Rose mit Butzen; Helmschmuck: eine gleiche Rose. Dieses Wappen stammt aus Böhmen. Dort führte dasselbe Slawnik, Herr auf Libicz, welche Stadt jetzt Mielnik heisst. Er war vermählt mit einer Tochter des Herzogs Otto des Erlauchten von Sachsen, hatte einen Sohn: Slawnik, ebenfalls auf Libicz, vermählt mit Strzezyslawa, Tochter des Herzogs Boleslaw I. von Böhmen (Q35— 67), von der er acht Söhne hatte. Von diesen wurden bei inneren politischen Wirren fünf ge- tötet. Die übrigen drei gingen nach Polen und zwar: Wojciech (Adalbertus), der 9Q7 den Märtyrertod erlitt, — Radzyn oder Oaudius, Erzbischof von Onesen 1000—1006, und Poraj. Dieser war schon mit der Prinzessin Dqbrowka, der Schwester seiner Mutter Strzezyslawa und Gemahlin des Polenherzogs Mieczystaw, Q63 nach Polen ge- kommen, wurde von dem Herzoge reich mit Gütern beschenkt und pflanzte den Stamm Poraj fort, nach dem auch das Wappen so genannt wurde. Es wurde für dasselbe nach dem Wappenbilde auch wohl die Benennung Röia (die Rose) gebraucht. — Über dieses Wappen wird femer gesagt: Nider Bär, aus dem Geschlecht der Grafen von Askanien und Ballenstädt, das eine Rose im Wappen führte, leistete um 630 dem römischen Kaiser Heraklius Hilfe gegen die Franken- fürsten Dagobert und Chlodwig, wofür er vom Kaiser das römische Fürstentum Ursini erhielt. Von seinen Söhnen übernahm Aribert, nach dem Tode der Söhne seines Vaterbruders, das Land Askanien. Einer seiner Nachfolger Ursini Witigo, slavisch Ursyn Witek genannt, eroberte die zwischen Baiem und Böhmen gelegene Provinz, ergab sich aber dem ihn bedrängenden Böhmenfürsten Wogen, behielt seinen Besitz und trat mit demselben in den böhmischen Untertanenverband und Adel. Er wurde dort nach der Rose in seinem Wappen Roiyn, dann auch Rozemberk, deutsch Rosenberg genannt. Dieser Witigo hatte vier eheliche und einen unehelichen Sohn, denen er das Wappen so zuteilte, dass die Rose von dem einen Sohne golden, von den andern je silbern, blau und rot, von dem unehelichen Sohne aber schwarz geführt wurde, wodurch sich die von ihnen abzweigenden Linien der Rosenberg unterschieden. Ebenso wurden in dieser Familie zur Unterscheidung in das Wappen auch zwei und drei Rosen gesetzt, wie dies aus den in der St. Vituskapelle in der Kirche zu Krumau in — 70 — Böhmen sich erweist. Dieses Geschlecht starb in Böhmen mit Peter Wok Ursinus a Rosenberg 1606 aus. Es wird demnach angenommen, dass alle Geschlechter in Böhmen, die eine oder mehrere Rosen führen, auch bei abweichenden Farben, einem Stamm angehören. Dieser An- nahme folgend nahmen im 18. Jahrhundert einige Familien des Wappens Poraj in Polen den Beinamen Rosenberg an. Ob das Geschlecht des Slawik nun wirklich mit dem Geschlechte Rosenberg identisch ist, ist noch fraglich, erscheint aber wahrscheinlich, weil beide Geschlechter sich mit souveränen Häusern verschwägerten, also ebenbürtig waren, dann aber auch, weil berichtet wird, dass der heilige Adalbert drei Rosen Im Wappen hatte, während sein Bruder Poraj nur eine Rose führte, die vielen Söhne des Slawik also auch sich unterscheidende Wappen angenommen haben dürften, nach Art der Rosenberg. Dieses Wappen führen die: AiantowicZy Ambroziewicz, Antoszewski, Badowski, Biemacki, Biligin, Bilimin, Boguchwat, Boiyszowski, Brzezinski, Buczenski, Budzinski, Bukowski, Buzeiiski, Chlebowski, Chmielicki, Chodcza, Chom^towski , Chomicz, Chominski, Chotecki, Chrz^nowsld, Czastawski, Czestawski, D^browski, D^bnicki, Dobrosotowski, Dobrzelewski y Dworzyszowski , Egierzdorf, Gadamowicz, Garkowski, Garlinski, Garmuchowski, Gamisz, Gamkowski, Cazuba, GedrojCj Gidzielski, Gidzinski, Gtuch, Gniewiecki, Goczal^kowski , Golemowski, Gofembowski, Gorecki, Gorski, Goryfiski, Gorzy/iski, Grochowicki, Grodecki, Gruszczyfiski , Grzybowski, Halicki, Hollak, Izbie^ski, Izkrzycki, Jaktorowski, Jakubowski, Jamiotowski, Jankowski, Jaroszkowski, JasieAski, Jelec, Jemiotowski, Jezowski, Juracha, Kadtubek, Kaiski, Kandzierzawski, Karszewski, Kaszli^ski, Kaszowskt, Kaszuba, Katerla, K^sowski, Kietpsz, Kobielski, Kodr^bski, Konarzewski, Kopec, Koszczyc, Koszyc, Kozlorög, Koztowski, KozmiAski, Kr^pski, Krolikowski, Krzepicki, Kuczewski, Kunczewicz, Kuniewicz, Kurozw^cki, Kurzewski, Latkowski, Lipitfiski, Lipnicki, Lissowski, Lodorowski, Lubanski, Lubelczyk, iiagiewntcki , l:atkowski, liyskowski, Mackiewicz, Madejski, Makowski, Malina, Matdrzyk, Malynski, Marszewski, M^cinski, Michatowski, Mickiewicz, Mieciecki, Mierucki, Mikorski, Mniszek, Mojaczewski, Mokrski, Naborowski, Niechmirowski, Nieciecki, Niemsta, Niesiecki, Niesiotowski, Nowicki, Olsztynski, Paczorek, Patuski, Patuszycki, Piorunowski, PisieAski, Ptaskowicki, Podleski, Poleski, Poraj, Porajowski, Potocki, Pr^zowski, Przedborowski, Przytupski, Pstrokonski, Pulawski, Raczkowski, Radosz, Radzi/iski, Roginicki, Rosen, Rozatfiski, Roz^cki, Roiycki, Ruczowski, Rudnicki, Rusiecki, Ruzycki, Samproch, Sielecki, Siestrzewitowski , Skotnicki, Skwyroszewski, Sobiekurski, Sobiesierski, Sokotowski, Solski, Sosnicki, Strzalkowski, Suchecki, Suchocki, Sulinski, Swierzyfiski, Swinarski, Swizyiiski, Szadlinski, Szatkowski, Szczerbicz, Szewczycki, Trebnic, Tryniszewski, Trzebinski, Tyniecki, W^gierski, Weiss, Werner, Wielewiejski , Wienskowski, Wieszczyciorowski, Wilczek, Wilczyfiski, Wilkowski, Witkowski, Wodzinowski, Wodzyfiski, Wybranowski, Wydrychiewicz, Zakrzeiiski, Zakszyiiski, Zalifiski, Zamojski, Zawadynsid, Zawisza, Zbtotnicki, Zbrozek, Zdza- rowski, Zdz^nicki, Z^obnicki, Ztotnicki, Zot^dziowski, Zymicki. Poronia (Taf. VIII). — In rotem Felde eine silberne Lilie, rechts und links von je einer silbernen, vierblättrigen Rose begleitet; Helm- schmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen wurde für ritterliche Taten gegen den Deutschen Orden 1462 von König Kazimierz dem Ritter Pawef Jasienski des Wappens Oozdawa erteilt, ist also eine Ver- mehrung des letzteren Wappens. Dasselbe führen die: Jasienski, Mucharski, Olearski, Porowski. Prawdzic (Taf. VIII). — In blauem Felde eine rote gezinnte Mauer, aus der ein goldner, links gewendeter Löwe halb aufwächst, der in seinen Vorderpranken einen schwarzen Ring hält, sein Schweif ist - 71 — ebenfalls sichtbar; Helmschmuck: ein gleicher, jedoch fast ganz auf- wachsender Löwe mit dem Ringe, ebenfalls nach links gewendet. Dieses Wappen, jedoch ohne den Ring, führte am Rhein ein Graf Andreas Dinheim, der zur Zeit des Königs Bolestaw Krzywousty an dessen Feldzägen mit Auszeichnung teilnahm und dann in Polen blieb, wo er sich um 1123 mit der einzigen Tochter des Jan Prawda, Land- richters von Oostyn, vermählte, die ihm die Güter Szczawin und Trqbki zubrachte. Das Stammwappen seiner Gemahlin war ein eiserner Ring, den er nun als Vermehrung in sein Wappen aufnahm, diesen Ring dem Löwen in die Tatzen stellend. Nach dem Namen Prawda wurde dieses neue Wappen Prawdzic genannt. Es wird mitunter aber das Feld auch silbern, der Löwe auch wohl rechts gewendet geführt, auch ist als Helmschmuck der Löwe wohl durch drei Straussen- federn ersetzt. Dieses Wappen führen die: Arciszewski, Baranowski, Bereza, Beski, B^tkowski, Biedkowski, Biegafiski, Bielski, Bietkowski, Bogacki, Bratkowski, Bratoszewski, Brochocki, Brochowski, Brudzytfiski, Brzeski, Bujaczewski, Butakowski, Chotomski, Chrybski, Cichrowski, Ciemiewski, Ciemniewski, Cietnnol^ski, Cybulski, Czebnowski, Czeczotka, D^bot^cki, D^bski, Dinheim, Domiechowski, Dominikowski, Dziatowski, Ozwonowski, Filipowicz, Gat^ski, Gidziiiski, Gietbutowski, Gockowski, Goczal^kowski, Got^biowski, Gol^emberski, Gotytfiski, Gorazdowski, Gorowski, Gorzuchowski , Gosczewski, Gosk, Goski, Gos- tomski, Gowarzewski, Gowaszewski, Gradomski, Gradowski, Gratta, Grek, Grekowicz, Grodzanowski, Gromnicki, Grudowski, Gm ja, Grzymuttowski, Gulcz, Gulczewski, Gytowski, Hunowski, Itowski, Izbicki, Izbi^ski, JaUonowski, Jaraczewski, Kargoszyi^ski , Kartowski, Kaski, Kinicki, Kinierski, Kobelski, Kobylnicki, Kokeli, Kokorski, Konojacki, Konsiadzki, Kornacld, Kozerski, Kruszyfiski, Kryski, Kucharski, Kukalski, Kuklinowski, Kuklinski, Kurski, Kuszelewski, La^ciewski, L^szewski, La- talski, Leszkowski, Lewandowski, Lichtyan, Lutotnsld, liabiszyfiski, llahiszewski, i:iihiszyiiski, l:iikoszyiiski, liaszcz, iiayszczewski, ii^niewski, liukomski, liuszczewski, Makosiej, Matfikowski, Meciszewski, M^karski, Micowski, Misiewski, Mtocki, Molski, Mukaiiski, Narolski, Nieborowski, Nieborski, Nieledewski, Niemierza, Niemiiiski, Niszczycki, Nosielski, Obalkowski, Obodytfiski, Obrociwor, Obrowiecki, Olszewski, Oryszowski, Pakoslawski, Pakosz, Palucki, Partein, Parys, Piwo, PJocki, Poczernicki, Policki, Porycki, Posienicki, Prawda, Pruski, Puiss, Radzanowski, Rauschke, Rokit- nicki, Romocki', Rubczynski, Rudzki, Ruszkowski, Rymaszewski, Rynarzewski, Sar- biewski, Sedlnicki, S^kowski, Sicinski, Sierakowski, Sierpski, Stugocki, Smaiiewski, Smijkowski, Smitkowski, Sojaci/iski, Sokotowski, Sotfohub, Sowinski, Stepankowski, Strozewski, Strzatkowski, Strzemilecki, Strzyzowski, Szamota, SzczawiAski, Szedzifiski, Szopicki, Szubski, Szymakowski , Tarzecki, Thullie, TomisJawski , Tr%mpski, Tuc- zampski, Wichrowski, Wierzbowski, Wilski, Wiszczycki, Wistostawski, Wtodek, Wolski, WoJczek, Wolkochowski, Wozniakowski, WrzedziAski, Wszelaczyiiski, Wysocki, Wyszomierski, Zabicki, Zaj^czkowski, Zaleski, Zaremba, i^elenski, Zmichowski, Zubczewski, Zubowski. Prus I. (Taf. IX). — In rotem Felde ein schwebendes, silbernes Doppel -Hochkreuz, dem aber der linke untere Balken fehlt; Helm- schmuck: ein geharnischter, mit einem Schwerte bewaffneter, mit dem Ellbogen auf die Krone sich stützender Arm. — Über den Ursprung wird gesagt: Bald nach dem Bekehrungsversuche des hl. Adalbert in Preussen, wo er 997 ermordet wurde, kamen mehrfach Preussen nach Polen, um das Christentum anzunehmen und hier zu bleiben. So auch drei Preussenfürsten, die vom Könige Bolesfaw dieses Wappen und Landbesitz in der Wojewodschaft Krakau erhielten. Dort wurden auch die übrigen Eintreffenden und auch später die gefangen ge- — 72 — nommenen. Preussen, die im Lande bleiben wollten, in Kolonien an- gesiedelt Die so entstehenden Güter und Kolonien wurden nach der Nationalität der nunmehrigen Besitzer alle Prusy (Preussen) genannt, auch wurde dies der Name des Wappens und des Geschlechts der beliehenen Preussenfürsten. Um 1500 trat jedoch die allgemeine Be- zeichnung Prus statt Prusy ein. Aus diesem Wappen gingen die Wappen Prus II und III hervor. Ein Nachkomme dieser Fürsten und Träger dieses Wappens war der heilige Stanistaw au& Szczepanowo, Bischof von Krakau, der vom Könige Bolestew 1079 ermordet wurde. Die später sehr zahlreichen, in der Wojewodschaft Krakau angesessenen Sprossen der Geschlechtslinie, welcher der heilige Stanislaw angehört hatte, nahmen zur Bekräftigung ihrer Verwandtschaft mit demselben, in ihr Wappen einen kleinen Bischofsstab auf, den sie auf die rechte Seite des Kreuzes setzten. Sie nannten dieses neue Wappen Turzyna, woraus Turzyma wurde. Doch seit dem Ende des 15. Jahrhunderts sind die Turzyna wohl zu ihrem Stamm wappen zurückgekehrt, denn diese Benennung kam ausser Gebrauch. Das Wappen Prus I führen die: Andrzejowski , Bednarowski, Biesiadecki, Biesiadowski , Biestrzykowski, Bogustawski, Botowski, Brzeiiski, Bystram, Chom^towski, Chwatkowski, Ci^linski, Cygafiski, Czamecki, Dtugojewski, Dobrocieski, Drozdowski, Druszkowski, E)ymitrowski, Frankowski, Frycowski, Garlicki, Gawlowicki, Glowacki, Gtuszyiiski, Gniewiewski, Gorski, Goworowski, Grochowalski , Grzymistawski , Grzymuttowski , Gunicki, Hladowicki, Husarzewski, Izaykowski, Jabtonowski, Jabtoszewski , Janowski, Jaroszewicz, Jezowski, Juchnowski, Julewski, jurecki, Kaczkowski, Kiwalski, Klicki, Kliczkowski, Klimuntowski , Kobieski, Kobylifiski, Korcicki, Korowicki, Konilski, Krasnosielski , Krzywokulski , Krzyzakowski , Krzyzewski, Lisicki, L^cki, Ilaski, Laszkowski, t^tkiewicz, tososifiski, Madfiski, Michalczewski, Mierzwiiiski, Mocarski, Morelowski, Motowidio, Mroczek, MIcichowski, Nadolski, Niedziiiski, Nielepiec, Nicmczynowski, Niewiadomski, Obrycki, Ogrodzinski, Ormietfiski, OraeJ, Ossowski, Otocki, Padkowski, Petryczyn, Piszczafiski, Piszczatowski, Ptofiski, Ptoski, Podleski, Polikowski, Por^binski, Prus, Przechowski, Przezdziecki, Raciborowski, Raczkowski, Rokotowski, Rozanka, Rudowski, Ruwski, Rywocki, Skarzeszowski, Skomorowski, SkowroAski, Skrodzki, Slepczyc, Stawek, Slubicki, Smolikowski, Snorowski, Spinek, Stradomski, Slrzempifiski, Studziiiski, Swarocki, Szamowski, Szczepanowski, Szuma^c- zowski, Szybalski, Szymanczewski , Tabaszowski, Tolstecki, Trembecki, Trembicki, Urbanowski, Wi^ckowski, Wiewiorowski, Wisniowski, Woliiiski, Wolski, Zajqczkowski, Zat^ski, Zaykowski, Zbierzyfiski, Zurakowski. " Es führen die Andrzejowski das Kreuz noch belegt mit einem wagerechten, nach rechts gerichteten Pfeil; auch wohl den Pfeil aufrecht links neben dem Kreuze. Prus II (Taf. IX). — In rotem Felde zwei silberne, mit den Schneiden nach innen gelegte Sensen, deren nach oben gerichtete Spitzen sich kreuzen, die unteren zusammenstossenden Enden sind mit einem goldenen Bande, dessen eines Ende herunterhängt, zusammengehalten. Die Sensen sind oben zwischen den Spitzen besetzt mit dem Anderthalb- kreuz aus dem Wappen Prus I.; Helmschmuck: ein gleicher Arm wie in Prus I. Das Wappen wurde auch wohl Wilczekosy (Wolfseisen) genannt, weil so zusammengelegte Sensen als Wolf s - Fangeisen ge- bräuchlich waren. Ober den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Zur Zeit des Königs Kazimierz des Mönchs (1041—58) empörte sich gegen diesen Maslaus, Wojewode von Masowien, um sich zum Herrn von Masowien zu machen. Den Oberbefehl über die gegen ihn -^ 73 — gesendeten polnischen Truppen übertrug der König einem Ritter des Wappens Prus I., es wird auch gesagt einem der drei Preussenfursten, denen dieses Wappen erteilt war. Dieser schlug und vernichtete den Maslaus. Als in seine Wahl gestellte Belohnung erbat er sich die Hand der einzigen Tochter des umgekommenen Maslaus vom Könige, der nichts dagegen hatte, ihn auch noch mit vielen Gütern in Masowien beschenkte. Er vereinigte nun auch das Wappen des Maslaus, die zwei Sensen (wilczekosy) mit dem seinigen. Dieses Wappen führen die: Bandkowski, Baworowski, Bielowski, Daniecki, D^bowski, Faszczewski, GHnojecki, Glinowiecki, Gtuchowski, Grochowalski, Grzybowski, JezierSki, Kobyliiiski, Kostecki, Lisicki, llazniewski, Matachowski, Misiewski, Miszkiel, Mitarnowski, Myslecki» Nakwaski, Niewierski, Nowomiejski , Olszowski, Ossowiiiski, Preczkowski, Pruski, Radomiiiski, Rogustawski, Stypüiski, Swi^tochowski , Szczutowski, Tobaczytfiski, Wi^ckowski, Wofowski, Wspinek, Zaborowski, Zglinicki. Prus III (Taf. IX). — In rotem Felde ein mit der Schneide nach innen und mit der Spitze nach unten gekehrtes Senseneisen, mit einem silbernen halben Hufeisen, dessen Stollen nach unten gekehrt ist, so zusammengesetzt, dass sie beide wie ein nach unten geöffnetes Huf-* eisen erscheinen, oben besetzt mit dem silbernen (zuweilen auch goldenen) Anderthalbkreuze des Wappens Prus I.; Helmschmuck: ein goldenes, gepanzertes, im Knie gebogenes und mit diesem auf die Krone sich stützendes Bein, dessen gespornter Fuss nach links gekehrt ist. Es wird mitunter statt des roten Feldes dieses auch rot und blau gespalten geführt. Über den Ursprung des Wappens wjrd gesagt, dass der Sohn des Preussenfursten, welcher zuerst das Wappen Prus IL führte, sich mit einer Erbtochter des Wappens Pobog vermählte und aus diesem Wappen das halbe Hufeisen in das seine aufnahm, das er, wie oben beschrieben, umformte, als Helmschmuck aber den bewaffneten Arm beibehaltend. Als ein Nachkomme, Namens Sobor, in der Schlacht auf dem Hundsfelde llOQ, ein Bein verioren hatte, schenkte ihm der Herzog Bolestew von Polen als Ersatz ein goldenes Bein, mit der Bewilligung ein solches nunmehr, statt des Armes, als Helmschmuck in das Wappen aufzunehmen. Dieses Wappen, das den Namen Prus behielt, wurde anfänglich auch wohl Nagody (na gody = zur Hochzeit), als Hinweis auf die bei ehelicher Vereinigung entstandene Umformung genannt. Dieses Wappen führen die: Augustowski, Betdycki, Blank, Bogda^ski, Byszyfiski, Chrzanowski, Czarnecki, Dawidowski, Dluzniewski, Dobrzyniecki, Glaznocki, Oluchowski, Golciszewski, Groblewski, JaMonowski, Jaruntowski, Karminski, Kaminski, Kobyliiiski, Korewicki, Kowalewski, Krzemiiiski, Kublicki, l:^nkuna, llomzski, llosowski, Manowski, Minski, Ml^cki, Mtocki, Mty^ski, Mroczek, Mroczkowski, Mrozowicki, Mrozowski, Napior- kowski, Nogatski, Ogrodzieiiski, Opacki, Osowinski, Petrulewicz, Piottuch, Pisanka, Plewinski, Preuss, Prusiecki, Pruszkowski, Radomski, Radulski, Rosochacki, Rudzinski, Rzeczkowski, Str^kowski, Stucki, Studzinski, Tyminski, Wichulski, Wi^ckowski, Wieczwitiski, Zat^ski, Zglinicki, Zielenski, Zieliiiski, Zuchorski, ^uchowski. Das Wappen Prus im allgemeinen, ohne Angabe ob Prus I., II. oder III., wird folgenden Familien zugeschrieben: BrzezaAski, Brze/ifiski, Chladowski, Cianowski, Cieszanowski, Dominikowski, Fasciszewski, Gniewi^ski, Gomy, Grot, Hurkowski, Kadtubek, Karmanowski, Klimuntowski, Kodziett, Konarzewski, Latynski, Lubiatowski, Mikotajewski, Minkowski, Monasiyrski, Mrozinski, Mystowski, Niedzielski, Opaleniecki, Patocki, Pielgrzymowski, — 74 — Pokutyiiski , Puchalski, Rosotowski, Rudawski, Rzeszek, Sobor, Sochaczcwski, St^pkowski, Strowski, Wilkoszowski, Wystobocki, 2abka, Zaleski, Zdrodowski. Przegonia (Taf. IX). — Wie das Wappen Ostoja, nur ist das Schwert nicht zerbrochen, sondern ganz; Helmschmuck: ein aufwachsender geflügelter, nach links gekehrter, schwarzer Drache mit vorgestreckten Tatzen, aus dem Maule einen breiten Feuerstrom speiend, in welchem sich das horizontal gelegte Wappenbild, also das Schwert zwischen den beiden Halbmonden befindet. — Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Als der König Bolestaw der Kühne (1059 — 82) gegen die Mähren, welche in Polen einfielen, eine Streitmacht aussendete, schickte der Hetman einen Ritter Sobor des Wappens Ostoja mit der Vorhut voraus. Sobald Ostoja die Mähren bemerkt hatte, die in grosser Anzahl anzogen, schickte er dem Hetman die Meldung zu mit der Bitte um Verstärkung, schlug sich indessen mit dem Feinde, obgleich dieser ihn mehrfach zurückgetrieben hatte. Er hielt aber Stand und machte, als die Verstärkung eintraf, einen neuen lebhaften Angriff, vor dem der Feind sich zurückzog. Für diese Tat veränderte der König ihm das Stammwappen, indem er ihm in dasselbe das ganze Schwert verlieh und als Helmschmuck den Drachen als Sinnbild des wutentbrannten und feurigen Vorgehens gegen den Feind. Um deshalb, weil Ostoja, vom Feinde mehrmals hin- und hergetrieben, dennoch den Platz nicht verliess, wurde das Wappen Przegonia tdakowski, Oski, Ostrowski, Otrembus, Owsiany, Ozarowski, Ozegalski, Ozga, Pachniewski, Pankracki, Paroski, Piasecki, Ptocki, Podczaski, Podd^bski, Podkonski, Porazyiiski, Prandota, ProsiAski, PruszyAski, Przyjemski, Przystatowicz, Pszczynski, R^blewski, Raciborski, Radomyski, Radziejowski, Rakocy, Rapcewicz, Rawa, Regulski, Reszczefiski , Roemer, Rogo- liiiski, Rojek, Rokicki, Rokotnicki, Rudzinski^ Rusiecki, Rzepiriski, Saleniewicz, Sam- borzecki, Sib, Siedlecld, Skawinski, Skinder, Skowieski, Skubisz, Stugocki, Stupecki, Smiarowski, Smorczewski, Snopkowski, Sotomerecki, Stachowski, Stanowski, Stocki, — 79 — Stokowski, Strachocki, Suchodolski, SulistFOwski, Suliszewski, Sum, Swierz- binski, Swiniowski, Szabranski, Szachtacki, Szacinski, Szantyr, Szczerba, Szczy- cinskiy Szuliszewski , Szumowicz, Szydtowski, Tadejowski, Tczynski, Tomistawski, Trzcifiski, Urzelowski, Warsz, Warszawski, Warszowski, W^grzynowski, Wiercinski, Wilkowski, Wisimirski, Wojaczynski, Wojcinski, Wolski, Wotminski, Wofucki, Woy- cicki, Woyczynski, Woznicki, Woznietiski, Wr^cki, Wroczenski, Wysocki, Wyszo- tnirski, Zabi/iski, Zaborowski, Zacwilichowski, Zaczkowski, Zagrodzld^ Zakaszewski, Zale.ki, Zatuski, Zawada, Zdembinski, Zdziechowski, Zelasowski, Zelazo, Ziemacki, Ziemak, Znamierowski, 2ot^dkowski, 2ot^owski, Zwan. Roch I (Taf. X). — In rotem Felde eine hohe steinerne (schwarze oder auch silberne), goldgekrönte Säule; Helmschmuck: eine gleiche Säule. — Das Wappen stammt aus Italien, wo es nach dem Wappen- bilde Kolumna genannt wurde. Um Q50 kamen die aus Etrurien stammenden Ritter Palemon Libo und Prosper Cesarinus, welche das Wappen Kolumna führten, mit 500 Mann Gefolge, von Süden her, von der Küste des Schwarzen Meeres, nach der wüsten Lithauischen Küste, wo sie die Stadt Libau anlegten. Sie blieben dort und Palemon gelangte zur Herrschaft über das dortige Land und ganz Lithauen, begründete die Dynastie der Palemonen. Hatto, Erzbischof von Onesen, 970—72, Prokulf, Bischof von Krakau, 986— QQ6 und Tymoteus, Bischof von Posen, 1001 -20, stammten aus Italien und führten dieses Wappen. Durch Nachkommen des Palemon und des Prosper Cesarinus, und vielleicht auch durch Verwandte der genannten Bischöfe blieb das Wappen in Lithauen und Polen. Ein Sprosse dieses Geschlechts Kolumna, namens Pierzchafa, erhielt 1238 ein anderes Wappen, in dem sich ein Schachspielturm (Roch) befindet, das Roch und auch Pierzchata genannt wurde, welche Namen sich auch auf das Wappen Kolumna übertrugen. Um diese beiden Wappen auseinander halten zu können, bezeichneten die Heraldiker das Wappen Kolumna mit Roch I, das Wappen Pierzchata mit Roch II. Es wurden auch wohl dieselben Familien bald dem einen bald dem anderen Wappen zugezählt. Das Wappen I führen nach allgemeiner Annahme die: Chraplewski, Cieciszewski, Czosnowski, Klembowski, Kozuchowski, Laiysz, Lesniowolski, Lesniowski, iLs^cki, Lazniewsld, Myszczynski, Nadolski, Oborski, P^czyfiski, Pogroszewski, Pruszkowski, Pryami, Przeciszewski, Sabin, Tokarski, Turo- wicz, Walewski, Wylaztowski, Wysocki, Zaboklicki, ^otynski. Roch II (Taf. X). — In silbernem Felde ein schwarzer Schach- spiel-Turm; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Ober den Ursprung dieses Wappens wird gesagt, dass ein Ritter des Wappens Kolumna im Feldlager mit einem Herzoge von Mosowien Schach spielte und ihn mit dem Turme matt setzte, worauf der Herzog ihm diesen Turm (Roch) ins Wappen gab, das Roch genannt wurde. Ro^cistew, Wojewode von Ptock, ein Nachkomme des beliehenen Ritters, wurde von dem Herzoge Konrad von Masowien im Jahre 1238 gegen die Lithauer und Jazdzwinger entsendet, die den Kreis Czerwinsk mit Feuer und Schwert verwüsteten. Ro^cistew, der erfahren hatte, dass der Feind ihm in etwa gleicher Stärke gegenüber stehe, griff ihn an, ohne seine Verstärkung, die sich auf bestimmtem Punkte sammeln sollte, abzuwarten. Der Feind zog sich zurück, um den nachdrängenden Roscistaw dahin zu ziehen, wo grössere Truppenmassen standen. Dieser merkte die Falle und zog sich vor der Übermacht zurück, stiess — 80 — durch Zufall auf seine inzwischen versammelte Verstärkung, mit der er dann den Feind wieder aufsuchte, angriff und schlug. Es wurde dann Ro§cistew, weil er vor dem Feinde geflohen war (pierzchat), scherz- weise Pierzchate genannt. Als Belohnung für seine Tapferkeit legte ihm Herzog Konrad den Namen Pierzchata bei, der auch auf sein Wappen Roch ausgedehnt wurde. Diese beiden Namen übertrugen sich auch auf das stammverwandte Wappen Kolumna, das zur Unter- scheidung von dem Wappen Pierzchata mit Roch I, das letztere aber mit Roch II. bezeichnet wurde. Dieses führen die: Bielicki, Brulenski, Chor^zyczewski, Dauksza, Otowinski, Grabie, Holowczyc, Kamelski, Kunczewicz, Luctawski, llukomski, Mroczek, Pawtowski, Perkowski, Piasecki, Pierzchata, Radominski, Roch, Serocki, Sienicki, Szczodrowski, Tokarski, Turowski, Umiastowski, Wiszowaty, Wröblowski, Zaniewski. Roch III (Taf. X). — In rotem Felde drei wagerechte, silberne Stäbe über einander, die sich von oben nach unten verjüngen, der obere, also längste Stab ist oben besetzt mit einer halben silbernen heraldischen Lilie; Helmschmuck: eine gleiche halbe Lilie. Über den Ursprung dieses Wappens ist nur soviel bekannt, dass es von dem Könige Kazimierz III. (1333—70) einem Ko§ciuszko verliehen wurde, dem er für Verdienst auch das Out Siechnowice schenkte. — Es wird der dem Wappen gegebene Namen Roch dadurch wohl auch zu erklären versucht, dass man annimmt, dass die Stäbe Felsstücke, und zwar die Stücke einer zertrümmerten Felssäule bedeuten sollen, deren Kapital durch die halbe Lilie angedeutet wird. Der Name Roch wäre dann von dem italienischen Rocca (der Fels) abzuleiten. — Dieses Wappen, Roch III genannt, führen die: Hurko, Karsza, Klimowicz, Kosciuszko, Przezdziecki , Rosudowski, Suzin, Waluzyniec, Wyszynski. Rogala (Taf.X). — In gespaltenem Schilde in dem rechten silbernen Felde ein rotes Hirschhorn mit vier Ästen, in dem linken roten Felde ein schwarzes Büffelhorn; Helmschmuck: rechts ein schwarzes Büffel- horn, links ein rotes Hirschhorn. — Über den Ursprung wird gesagt: Als König Bolestaw Krzeywousty im Jahre llOQ, aus dem Feldzuge in Preussen und Pommern zurückkehrend, bei dem Orte Raski ausruhte und sich mit der Jagd vergnügte, kam er in Gefahr von einem wilden Büffel überfallen zu werden. Ein im Gefolge des Königs befindlicher Ritter Bibersztein erfasste den Büffel an einem Hörn, riss ihn zu Boden und drehte ihm dabei das Hörn aus. Der König verlieh als Belohnung für seine Errettung dem Bibersztein zu dessen Stammwappen noch ein Büffelhorn ins Wappen, unter Veränderung des goldenen Feldes in ein silbernes. Dieses neue vermehrte Wappen wurde von Rög (das Hörn) Rogala genannt. Es wird dasselbe von einzelnen Familien auch etwas verändert geführt, sei es dass das Feld ungeteilt bleibt, die Stellung der Homer gewechselt ist, auch die Feldfarben verschieden sind. Zu diesem Wappen gehören die: Bech, Bechowski, Bibersztein, Bielanowski, Bolko, Bolszewski, Brzezaiiski, Butkowski, Ch^dzyiiski, Charmanski, Chrzanowski, Chynowski, Cielem^cki, Czambor, Duczyminski, Dziatkowski, Filcz, Görski, Grunenberg, Orz^bski, Harbaszewski, Hirosz, Hodicki, Iwanowski, Jarzecki, Jezierski, Jutrowski, Kaczorowski, Katuski, Kamienski, Kamiewski, Kazniewski, Kicinski, Kietpinski, Kobrzynski, Kocienski, Koczorowski, Koiczyiiski, Koliczkowski , Kolitowski, Koscinski, Kosieiiski, Kosinski, Kostkiewicz, — 81 — Kosirowicki, Krasidd, Krasowsld, Kümmern, Kunstetter, Kurz^tkowsld, Lapanowsld, Lewicki, Lewoniewicz, Lichowski, Upski, Lissonidd, Lx>ka, Luka, luipanowski, luiski, tjosldf Machcitfiski, Machnacki, Mandywel, Marszewski, Maruszewski, Mirostawski, Modrzewski, Niwicki, Nowicki, Odrzywolski, Orczytfiski, Orzechowski, Osikowski, Ostrowski, Paruszewski, Pikulski, Pilchowski, Pilko, Popietowski, Poptawski, Powalski, Przeciszewski, Punikiewski, Raszyfiski, Raykowski, R^czajski, Rembiewski, Rogala, Rogalitfiski, Rogalski, Rokicki, Rozwadowski, Rozycki, Rudgierz, I^Aski, Sanchodno^ Siecifiski, SierpiAski. Skalski, Skalka, Skomowski, Skromowski, Skulski, Stawkowski, Stodzej, Sobieicianski , Swaracki, Swierski, Szczygielski, Targowski, Tchorzewski, Tittmansdorf, Trembii^ski, Troszyiiski, Trzylatkowski, Turski, Tyrau, Uwilifiski, W^grodzki, W^^growski, Wasilewski, W^diychowski , W^grzynowski, Wencki, Wessel, Witufiski, Wybicki, Wydrazewski, Wysocki, Zaborowski, Zagorski, Zagorzycki, 2amowski, Zawadski, Zembocki, 2emicki. Rola (Tai. X). — In rotem Felde drei silberne, sichelförmige Pflugeisen y die in der Mitte zusammenstehen, mit den Spitzen nach den Oberecks und nach unten gestellt sind, in der Mitte, wo sie zusammenstehen, mit einer ^silbernen Rose belegt sind; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. — Ober den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein Ritter Rola des Wappens Poraj hinterliess nur eine Tochter, die er dem Schutze des Königs, wohl Kazimlerz 1. (1041 — 58) anempfahl, der sie mit einem Ritter des Wappens Kroje vermählte. Dieser vereinigte beide Wappen zu einem neuen, das Rola genannt wurde, später auch wohl Rolicz. Dieses Wappen führen die: Arciszewski, Bartochowski, Biataczowski, Bojanek, Bolkowski, Bork, Bonicki, Brulefiski, Chorkowski, Chrapidd, Chrosdcki, Chrzanöwski, Czemia^ski, Dangel, Danietowski, D^bski, Dobitfiski, Dobrogost, Oomanowski, Drwalowski, Dworzaiiski, Dziankowski, Dzierzafiski, Oadomski, Gajewski, Oawrofiski, Otosowski, Otoszkowski, Oocztowski, Oogolewski, Gogoliiiski, Oolski, Ooslowski, Grodzki, Oromadzifiski, Oroszkowski, Gumifiski, Qumowski, Iwanowski, Janicki, Januszowski, Jarochowski, Jaroszewski, Kaliszkowski, Kamieiiski, Kiimkowski, Ktoskowski, Ktosowski, Kobylitfiski, Kobylnicki, Kochafiski, Komorowski, Konarski, Kot, Kozieiski, Kr^ciejewski, Krz^dewski, Kucharski, Kuczek, Lubieniecki, Lubieniek, LubliAski, iiubnidd, Magnuszewski, Marcinowski, Maiynowski, Michatski, Mielidd, MiAski, Modlibowski, Modrzewski, Niegibulski, Niemojewski, Ossowski, Ottuczony, Owsiany, Parz^czewski, Piekarski, Piszczatowski, Pleszczyfiski, Ptofiski, Pniewski, Podczaski, Pruski, Pruszek, Psurski, Pucek, Rakowiecki, Rogaski, Rogilski, Rola, Rolicz, Roszkowski, Roiniecki, Rozycki, Rusienski, Rzeczycki, Rzeszewski, Sadkowsld, Skibicki, Skibiefiski, Skorwid, Skotnicki, Slubicki, Sokotowski, Stanislawski, St^ycki, Stroitowski, Styl^gowski, Styptrfkowski, Swi^tostawski , Swiezewski, Szadkowski, Szczyciäski, Tamowski, Topczewski, Truskawiecki , Ungern, Wargawski, Vl^awrzecki, W^gierski, Wioteski, Witowski, Witutfiski, Wnorowski, Wolski, Wyszczelski, Zaleski, Zaiuskowski, Zbijewski, Zbrozek, Zgleczewski. Rttdnica (Taf. X). — In blauem Felde ein silbernes, nach unten geöffnetes Hufeisen, das einen senkrechten, mit der Spitze nach oben gerichteten, silbernen Pfeil umschliesst; Helmschmuck: drei Straussen- federn. — Ober den Ursprung dieses Wappens ist nichts bekannt, es ist schon 1450 im Lande Ostrzeszow bakannt gewesen und wurde auch Nast^p (der Erfolg) genannt. Dieses Wappen führen die: Daniszewski, Kniaznin, Kostecki, Mejer, Radecki, Rudnicki, Samowski, Staizyiiski. Doch etwas verändert fuhren das Wappen die Daniszewski: das Hufeisen ist nach oben geöffnet und links von dem Pfeile von oben nach unten schrägelinks durchbohrt, — die Radecki: das Hufeisen nach unten geöffnet, aber von dem Pfeil von oben nach unten senkrecht durchbohrt y. Z e r n i c Ic i » Die polnischen Stammwappen. 5 -- 02 -- Sas (Taf. X). — In blauem Felde ein goldener nach oben geöffneter Halbmond, auf jeder Spitze mit einem sechsstrahligen goldenen Sterne, in der Mitte mit einem senkrechten, befiederten, goldenen, mit der Spitze nach oben gerichteten Pfeile besetzt; Helmschmuck: ein Pfauen- schwanz, von rechts nach links von einem Pfeile wagerecht durch- schossen, dessen linke Hälfte den halben Pfauenschwanz bedeckt, von der rechten Hälfte nur das halbe Gefieder sichtbar lässt. — Dieses Wappen stammt ursprunglich aus Sachsen, weshalb es auch Sas genannt wird. Von dort kam es nach Ungarn, wo es ein Graf Huyd führte, der sich 1236 mit einer nicht geringen Anzahl von Rittern, die ebenfalls dieses Wappen ihrer Kriegsfahne führten, dem russischen Fürsten Lew anschloss, mit diesem und den Lithauem im Verein Masowien verwüstete. Für seine Kriegsdienste wurde Huyd von dem Fürsten Lew mit reichen Gütern beschenkt, auch gab ihm dieser eine nahe Verwandte zur Gemahlin, worauf sich Huyd in den russischen Landen (Galizien) niederiiess, die später zu Polen kamen. Huyd und seine Ritter, die ebenfalls mit Gütern bedacht waren, wurden die Stammväter vieler Familien, die das Wappen in Polen einbürgerten. Dieses Wappen führen die: Baczyfiski, Badowski, Balicki, Bandrowski, Baraniecld, Batowsld, Bejowski, Bereznicki, Berezowski, Berezyiiski, Bieniewski, Biemacki, Bilifiski, Btazowski, Bojarski, Bonowski, Bosacki, Bratkowski, BraAski, Broszniewski, Bryliiiski, Brzescianski, Brzuski, Buchowski, Buszyiiski, Charewicz, ChecMowski, Chodkowski, Ciemierzy^ski , Cieszkowski, Cisowski, Czapiewski, Czamowski, Czemierzynski, Czol'hafiski, Czolowski, Danilowicz, Danitowski, Dekaiiski, Dl'ugopolski, Dobrodzki, Dobrzaiiski, Dolifiski, Drohomirecki, Dubanowicz, Dubrawski, Dunajewski, Ehiniecki, Duszytfiski, Dwojakowski, Dzieduszycki , Dziedzicki, Dziedziel, Goliiiski, Outtry, Gwozdecki, Hoiy^ski, Hordyjiski, Horodecki, Hoszowski, Hrebnicki, Hubidd, Huhemicki, Ilnicki, Izycki, Jamiiiski, Janiszewski, JasiAski, Jaworski, Jugiewicz, Kaczkowski, Kaminski, Kaniowski, Kaiiski, Karbowski, Kar<^yfiski, Kasprzykowski, K^dzierski, Kiedrowski, Kierzkowski, Kluczyfiski, Ktodnicki, Knihiniiiski, Koblaiiski, Kobylanski, Kobylinski, Komamicki, Kopystynski, Korczyfiski, Kozlowski, KraSnicki, Krasowski, Krechowiecki, Kropiwnidd, Krupicki, Kruszelnicki, Krynicki, Krzeczkowski, Kulczycki, Kumarnicki, Kunidd, Leszczyiiski, Lewandowski, Liskowacki, Utyüsld, Lubieniedd, liabinowicz, liagorzewski, liodyiiski, liopuszanski, iiucki, liukawiedd, Macewicz, Malikowski, Manasterski, Manczak, Matkowski, Medyiiski, Mikulski, Molitowskt, Monasterski, Nahujowski, Nanowski, Nehrebecki, Nowakowski, Nowosieledd, Nowosielski, Obertyfiski, Odrzechowski, Olewnicki, Opolski, Ortowski, Parytowski, Paschalski, Paslawski, Pawlikowski, Pielecki, Podhorodecki, Podtuski, Podwysocki, Pohorecki, Popiel, Porudowski, Prusinowski, Rastawiecki, Raszkowski, Rozl^ucki, Rozniatowski, Rubaszewski, Rudnicki, Rybnicki, Rybotycki, Rychlicki, Rze^niewski, Rzodkiewicz, Samowski, Sasimowski, Sasld, Sasowski, Sasulicz, Siarczynski, Siemiasz, Siemiginowski , Skotnicki, Skulski, Smolnicki, Snitowski, Somkowicz, Sositfiski, Sozafiski, Stanislawski, StrutyAski, Stiyjski, Strzelbidd, Stupnicki, Sulatycki, Swaryczewski , Swiebodowski , Swierzpot, Swistelnicki , Szandorowski, Szczombrowski , Szeniowski, Szpakowski, Tamawski, Tatomir, Terlecki, Tokarski, Topolnicki, Trachimowski, Turczyfiski, Turecki, Turzaiiski, Tustanowski, Tychowski, Tymowski, Tysarowski, Tyssowski, Tyszewicz, Tyzdrowski, Uhrynowski, Ulnicki, Uniatycki, Urbafiski, Urocicki, Uruski, Wanczatuch, Wasilkowski, Winnicki, Wistobocki, Wistocki, Witkowski, Witwicki, Wolafiski, Wcikowicki, Wo(osiafiski, Wotosiecki, WoJoszowski, Woiyski, Worytko, Wystobocki, Wyszyfiski, iäbifiski, Zaptatyfiski, Zatwardnicki, Zawadzki. Zawisza, Zeliborski, ierebecki, Zestelinski, ZieliAski, Zubr, Zubrzycki, Zukoty/iski, Zurakowski, Zuroch. - 83 - ^lepowron (Taf. X). — In blauem Felde ein nach unten geöffnetes, silbernes Hufeisen, oben besetzt mit einem silbernen Kavalierkreuze, auf welchem ein auffliegender Rabe steht, der einen goldenen, mit einem nach unten gekehrten Diamanten versehenen Ring im Schnabel trägt; Helmschmuck: ein gleicher, auf der Krone stehender Rabe. — Wawrz^ta Corvinus (Korwin) kam im 13. Jahrhundert nach Polen, vermählte sich mit einer Erbtochter des Hauses Pobog und vereinigte deren Wappen Pobog mit dem seinen Korwin. Er wurde Hetman und Hofmarschall des Herzogs von Masowien Konrad, der ihm 1224 den Besitz der Güter Slepowron, Strachowa, Drozdzino und Wola im Lande Ciechanow bestätigte. Sein neues Wappen wurde nach dem Wappenbilde und auch nach dem Hauptgute Slepowron (der Nachtrabe) genannt, er selbst führte aber den Namen Korwin weiter, weshalb das Wappen Slepowron auch wohl noch Korwin genannt wurde. Zu Anfang des 16. Jahrhunderts trennten einige Nachkommen, die den Namen Korwin weiter geführt hatten, aus ihrem Wappen Slepowron den Raben wieder heraus und kehrten so zu ihrem alten Stammwappen Korwin wieder zurück. Von Zweigen des Geschlechts Slepowron wurde dieses Wappen auch wohl Buyny und Milan genannt Dieses Wappen führen die: Adziewicz, Bagiefiski, Bagnidd, Baratfiski, BierzyAski, Bogudd, Bogustawsld, Borewicz, Bossowski, Bratkowski, Bronicki, Brotkowski, Browifiski, Bniszewski, Brzeski, Buchowiecki, Buczyfiski, Bujnicki, Bujno, Bystry, Chaliiisk], Chodzewski, Choynowski, Chudzewski, Ciederski, Ciprski, Czaczkowski, Czartoszewski, Czaykowski, Czekotowski, D^browski, Darowski, D^by, Dobrski, Drodzieiiski, Droze^ski, Dniiyliski, Drygalski, Duchnowski, Dworakowski, Dzi^cielsld, Dziekuiiski, Fal^cki, Ftatkowski, Filichowsid, Filochowski, Floryanowicz , Fr^ckiewicz, Frankowski, Gatczewski, G^siewski, O^siorowski, Gawkowski, Oiegnatki, Glinka, GHAski, Gtuchowski, GluszczyAski , Giyszyiiski, Goczanowski, Golimunt, Gorka, Gorski, Gosiewski, Gozdziewski, Grochowarski , Grodecki, Grotowski, Gryziewicz, Gumkowski, Gut, Gutkowski, Gutowski, Harbowski, Hom, Horodynski, Idzikowski, Idzifiski, Jagoszewski, Janowski, Jaruzelski, Jasiewski, Jastrz^bski, Jaszewski, Jezierski, Josiewski, Junkiewicz, Jurski, Jurzyc, Jusci^ski, Juszkiewicz, Kalinowski, Kamietfiski, Kamocki, Karulewski, K^pkowski, Klimaszewski , Klimkowski, K^opotowski, Ktoskowski, Kobyliiiskl, Kochnowski, Kochowicz, Kokoszczyiiski, Kolnarski, Komarczewski, Komecki, Komocki, Kopczyiiski, Kordecki, Korwin, Kosakowski, Kostro, Kownacki, Kozfowski, Kozubski, KrasiAski, Krasowski, Krokowski, Knikowski, Krzemieniewski, Krzewski, Krzymowski, Kuczkowski, Kuczy/iski, Kudelski, Kukowski, Kulesza, Kurp, Kurpiewski, Leontowicz, Leznicki, Upczyfiski, Lipink, Ussowski, Lutostawski, LutostaAski, lianiecki, iriisciszewski, topatytfiski, lU)puski, iiowkiaüski, lluniewski, llupifiski, liykowski, Malinowski, Marecki, Marldewicz, Matema, Medunicdd, Mierkowski, Mikucki, Mikuta, Milewski, Mitkowski, Mitob^dzki, Mitodrowski, Miroszewski, Mtodziejowski, Mnichowski, Moczydtowski, Mokowski, Morzkowski, Moscicki, Mosiecki, Mrokowski, Mrowczewski, Mrzeski, Nachtraba, Nadolski, Nasurowski, Nowakowski, Nowosielsld, Olizarowicz, Olszewski, Ostrowski, Oxtul, Padlewski, Pawtowski, Paidzierski, Perkowski, P^ski, P^za, Pienicki, Pi^tka, Piotrowski, Pisarzewski, Piski, Piskowski, Pniewski, Podczaski, Pokf otfiski, Pokrzywnicki, Pomianowski, Popfawski, Powiatowski, Pr^tnicki, Przestrzelski, Przytuski, Pi-zysiorowski, Puchalski, Puklicz, Putacki, Putaski, Raczyfiski, Ramaiiski, Ratyliski, Rembowski, Rogalski, Rogowski, Roman, Romanski, Romocki, Rosyniec, Rozanowicz, Rudziewski, Rybattowski, Rybczyfiski, Ryminski, Rz^ca, Rz^czy^ski, Samecki, Sarnowski, Sawicki, Siedmiogrodzki, Sierhiejewicz, Sipniewski, Skibniewski, Skorupka, Skotnicki, Skrodzki, Sknetuski, Sladowski, Slepowrofiski, Stawitfiski, Stawomier, Stogocki, Snidiisk], Sobobolifiski , Sobolewski, Sokotowski, Spadowski, Starzyüski, Suchodolec, Suchodolski, Swiderski, Swi^cki, Symborski, Syromski, Szczucki, 6* — 84 — Szemplifiski, Szepietowsld, Szeplewski, Szerenos, Szlubowski, Szwander, Szymanowski, Szymatfiski, Szymborski, Taraskowski, Terajewicz, Toj)czewski, Tr^bicki, Truskolaski, Truskowskiy frzciüski, Tyborowski, Tychowski, Tyszarski, Ujazdowski, Warszycki, W^sowicz, W^, W^biychowski , WierciAski, Wierzbicki, Wierzchowski, Wilk^ski, Wilkowski, Wolski, Woysiaiycz, Wroblewski, Wroniecki, Wyczatkowski, Wyczotkowski, Wyrzykowski, Wyszkowski, Xi^zopolski, Zabawski, Zaleski, Zatorski, Zawadzki, Zawidzki, Zawislowski, Zbikowski, Zbyszyfiski, Zelachowski, Zembocki, Zera, Zielefiski, Zieleznicki, Zimnoch, 2niijewski, Zuk, iyUok. Etwas verändert führen das Wappen die Jurzyc und KamieAski: unter dem Hufeisen noch einen Stern, — die Olszewski: ein zweites Kreuz innerhalb des Hufeisens, — die Suchodolski: das Kreuz auf dem Hufeisen fehlt, nur innerhalb desselben ist ein solches, der Rabe steht auf dem Hufeisen, als Helmschmuck nur drei Straussenfedem, — die Wroblewski: der Rabe steht nicht auf einem Hufeisen, sondern auf einem mit einem Pfeil belegten Bogen, als Helmschmuck drei Straussenfedem. Sokola (Taf. X). — In einem grünen Felde die silberne Vorder- hälfte eines Ebers und die Hinterhälfte eines schwarzen Bären als ein nach rechts schreitendes Tier zusammengesetzt, beide Tierhälften scheidet eine senkrechte rote, auch den ganzen Schild spaltende Linie; Helm- schmuck: ein halb aufwachsender schwarzer Bär. — Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: der König Kazimierzl. (1041 — 58) bemerkte, während der Jagd sich ruhend, einen Bären, der sich auf einen Eber warf, der ihn jedoch abschüttelte und dann angreifend verfolgte. Es entspann sich ein heftiger Kampf zwischen den Tieren, die zuletzt beide vor Ermattung hinsanken. Da eilten zwei Brüder Namens Sokol dorthin, der eine tötete den Eber, der andere den Bären. Zur Erinnerung an dieses Wagnis erteilte der König diesen Brüdern dieses Wappen, das nach ihnen Sokola genannt wurde. Dasselbe führen die: Bystrzonowski, Drozdetfiski, Galczewskf, Galczyfiski, Oorecki, Maniecki, Pig- towski, Sokot, Sokotowski, Ulewicz. ^reniawa (Taf. X). — In rotem Felde ein senkrechter, schwebender, silberner Fluss, dessen oberes Ende etwas nach rechts, das untere nach links gebogen ist, der Fluss ist oben besetzt mit einem silbernen Kavalierkreuze; Helmschmuck: zwei Jagdhörner (Elefanten-Rüssel), jedes ausserhalb behängt mit vier runden Schellen, zwischen den Jagdhörnern ein nach vorne gekehrter, goldener Löwenkopf mit langer Mähne. — Es stammt dieses Wappen aus früher heidnischer Zeit; seine erste Heimat war in der Wojewodschaft Krakau und sein Name Sreniawa ist von dem Flüsschen ^reniawa abzuleiten, das neben dem Flüsschen Druzyna zur Weichsel fliesst. Es unterscheidet sich dieses Wappen von dem Wappen Druzyna nur dadurch, dass in dem letzteren das Kreuz fehlt. Mit der Annahme des Christentums ist das Kreuz wohl in das Wappen Druiyna erst aufgenommen worden. Dieses Wappen führen die: Adamowski, Alexandrowicz, Amborski, Amfor, Arasimowicz, Bieliiiski, Bielski, Bier, Bierkowski, Biskupski, Bohun, Borystawski, Brawatfiski, Brzeznicki, Charzewski, Czemiewski, Czyemierz, Darowsld, Dobszyc, Oarbowski, Goczatkowski, Jadald, Kampowski, Klus, Kiuski, Kmita, Kotacki, Komorski, Kozl^tkowski, Krasowski, Krzesz, Kucharski, Kurczewski, Kurowski, Kurozw^cki, Kurzewski, Kwilecki, Ladajka, Langacz, Laskowski, Lasocki, Leben, Lipski, Lisi eckt, Lubomirski, Lubowicki, Lubo- wiecki, Lapka, Lapski, Madejowski, Miedzwiecki, Moniaczkowski, Mroczek, Mrocz- — 85 — kowski, Mstowski, Oraczewski, Pemirowski, Pisarski, Ptaczkowski, Poniatowski, Por^bski, Potocki, Prandota, Proaczek, Przybel, Przyt^cki, Pukarzewski, Radwan, Rahoza, Rogowski, Rozbicki, Rozembarski, Rupniewski, Rzecki, Sadto, Sadlowski, Saganowski, Sagaty/iski, Siedlecki, Skarbek, Skinder, Skotnicki, Slupski, SobieAski, Sreniawa, Stadnicki, Stawski, Strachanowski, Strzalkowski, Szow, Szykowski, Szy- powski, T^goborski, Telakowski, Treter, Trzebiiiski, Turowski, Tuszowski, Ujejski, W^gleAski, W^gorzewski, Weiyha, Wieraski, Wiewiorski, Wilkowski, Wrochey, Wzdowski, 2inigrodzki, ^mijewski. Starykofi (Taf. X). — In rotem Felde ein silbernes Pferd mit goldenen Hufen, nach rechts schreitend, den linken Vorderfuss und rechten Hinterfuss erhoben, den Schweif senkrecht erhoben, um den Leib einen breiten, schwarzen, golden geränderten Sattelgurt; Helm- schmuck: ein Beil wie im Wappen Topor, mit der Schneide nach rechts gekehrt, mit der unteren Spitze der Schneide Schrägerechts auf der Krone ruhend. — Über den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Von drei Brüdern S^dziwöj, Nawöj und legotZy welche das Wappen Topor führten, begab sich 2egota ins Ausland und verweilte dort lange Zeit Als er nach Polen zurückkehrte, hatten seine Brüder die väterlichen Güter, Sieciechowice in der Wojewodschaft Sendomierz, unter sich geteilt, verweigerten ihm nicht nur seinen Anteil, sondern verleugneten ihn auch als ihren Bruder. 2^egota wendete sich an den Monarchen unter Darl^ung der Beweise seiner Herkunft mit der Bitte um An- erkennung derselben und seiner Rechte, wie auch um Gewährung eines anderen Wappens, da er ein gleiches mit den ihn verleugnenden Brüdern, die er nun auch verleugne, nicht führen wolle. Der Monarch erfüllte seine Bitte und überliess ihm die Wahl seines ferneren Wappens, ilegota erbat sich nun in das Wappen das weisse Pferd (Kon), auf welchem er in das Ausland von Hause abgeritten war, als Helm- schmuck aber das Beil des Wappens Topor, um seine Herkunft anzu- deuten. Der Fürst bestätigte dieses Wappen und nannte es Starykon, und zwar nach dem Wappenbilde (Kofi) und nach des Wappens Topor Zuruf Staria (von stary, alt). Es wurde dieses Wappen aber auch nur Staria genannt ^egota nannte sich fortan Zaprzaniec (Verieugner), welcher Name dann auch wohl dem Wappen gegeben wurde, später in Szafraniec überging. Ober die Zeit dieser Wappenänderung steht nichts fest, nur dass sie mindestens vor 1080 erfolgt sein muss. Dieses Wappen führen die: Bochnar, Bogumit, Bystronowski, Chorzemicz, Cybulka, Czartoryski, Czebulka, Gorzycki, Grodecki, Hynek, K^olowski, Kasprzycki, Knot, Kwa^niowski, Majewski, May, Miedzwiecki, Miezwiecki, Mtodziejowski, Nahojowski, Nanayko, Nawojewski, Pietruski, Pisarzewski, Poborowski, Polanowski, Siemuszewski, Staniewski, Sulimirski, Synowiec, Szafraniec, Wielogtowski, Wielopolski, Wroniecki, Zaprzaniec, 2arski, Zawadzki, Ziemiecki. Stemberg (Taf. X). — In blauem Felde ein goldener, achtstrahliger Stern; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. — Als die Tataren nach der Schlacht bei Liegnitz 1241 in das Mährische Land zogen, bestürmte einer ihrer Anführer, Pera genannt, die Stadt Otumiec (Olmütz). Des Königs Wactew von Böhmen Hetman Jarostaw griff ihn an, verjagte die Tataren und nahm Pera gefangen. Als Belohnung für diese Tat schenkte der König dem Hetman das SchJoss Sternberg bei Olmütz und verlieh ihm dieses Wappen, das nach dem Schlosse ebenfalls — 86 — Sternberg genannt wurde, welchen Namen nun auch larostaw und seine Nachkommen führten, die schon vor 1450 nach Polen kamen, in der Wojewodschaft Sendomierz sassen. Dieses Wappen führen die: D^bski, Golaiiski, Oorski, Pomorski, Schewe, Stemberg, Temberski, Wit- kowski, Wolski. Strzemii; (Taf. XI). — In rotem Felde ein goldener, dreieckiger Steigbügel; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. — Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Als der König Bolestaw Chrobry (1001 — 25) in den russischen IJindem Krieg führte, fiel in einem Gefechte einem Ritter das Pferd und endete. In diesem Augenblicke sah sich der Ge- stürzte, dessen Fuss im Steigbügel hängen geblieben war, von einem Gegner bedroht, der ihm den Todesstoss geben wollte. Mit Kraft- anstrengung riss der Ritter den Steigbügel mit dem Riemen los, be- nutzte denselben als Waffe gegen den Gegner, den er tötete und dessen Pferd er nun bestieg. Von einem zweiten Gegner sofort angegriffen, benutzte er, da ihm die Zeit fehlte den Säbel zu ziehen, wiederum den Steigbügel am Riemen als Waffe, hieb den Feind vom Pferde, nahm ihn gefangen und führte ihn dem Könige zu. Der König verlieh dafür dem Ritter dieses Wappen, das Lawsowa genannt wurde, ob nach dem Orte der Tat oder des Besitzes des Beliehenen? Doch wurde dieser Name durch die Bezeichnung des Wappenbildes Strzemi^ (der Steigbügel) verdrängt. Auch findet man, wohl für Zweige dieses Stammes die Benennungen Larysza und Zaroi^e, diese letztere für eine Ver- mehrung des Wappens durch einen Stern. Die erste Heimat des Stammes Strzemi^ war wohl unzweifelhaft die Wojewodschaft Krakau. Dieses Wappen führen die: Bodz^ta, Bojanecki, Brostowski, BuczyAski, BurzyAski, Buszczyfiski, Chwalibog, Cl^p, Czerzawski, Czyzowski, Oarlidd, Gezowski, Gotkowski, Grabiiiski, Grzywa, Janiszewski, Janowski, Jezowski, Kania, Kapusta, Kawalecz, Kijafiski, Kl^p, Klec- zetfiski, Kleczkowski, Kleczynski, Klempowski, Koczanowski, Konwa, Korzefiski, Krölewski, Krotosz, Kulewski, Kurowski, Laeta, Lenczowski, i:4cki. iumcucki, iiyso- wiecki, Marszy/iski, Paptonski, Pieczkowski, Pierzchata, Przytkowski, Rogoz, Rud- nicki, Saliewski, Slaski, Sroczytfiski, Strepa, Strojnowski, Strzemieczny, Strzemiefi, Strzemitfiski , Sulikowski, Sutowski, Swiaborowski , Swieborowski , Swiebowski, Szalewski, Taszycki, Trzeciak, Trzedeski, Tyszecki, Wielopolski, Woynarowski, Wroblowski, Wrzosowski, Wscieklica, Wsieborowski, Wsofowski, Wszeborski, Wysocki, Zaborowski, Zagorowski, Zassowski, Zbylitowski, Zdulski, Zembocki. Suchekomnaty (Taf. XI). — In rotem Felde ein schwarzes, halbmond- förmig nach oben gebogenes, mit dem Mundstück nach rechts gekehrtes Jagdhorn mit goldenen Beschlägen und mit einem goldenen Umhänge- band, das sich oben in eine Schleife legt, auf der ein goldenes Hoch- kreuz steht; Helmschmuck: drei Straussenfedem. — Über den Ursprung des Wappens wird gesagt, dass ein Ritter des Wappens Trqby, der Hetman des Herzogs Konrad von Masowien war, einen Krieger, der sich im Feldzuge gegen die Preussen (um 1220?) ausgezeichnet und zum Siege beigetragen hatte, zu seinem Wappen angenommen hat, doch mit der Einschränkung, dass er anstatt dreier Jagdhörner, nur eins, besetzt mit einem Kreuze führen sollte. — Dann wird wieder angegeben, dass es aus Deutschland eingeführt sei. — Es ist aber wohl sicherer anzunehmen, dass dieses Wappen schon in der Heidenzeit auf der Kriegsfahne gebräuchlich war und in der Christenzeit durch das Kreuz — 87 — vermehrt wurde. Die Heimat dieses Stammes war wohl der Besitz Suchekownaty im Lande Ciechanow, nach dem das Wappen den Namen erhielt, der später als Suchekomnaty erscheint. Es kamen aber auch die Benennungen Kownaty und Komnaty vor. Dieses Wappen führen die: Beyner, B^eszy/iski, Bogdafiski, Bogorski, Chrzanowski, Dr^bifiski, Dramifiski, Grodzanowski, Hatnszej, Kaznowski, Kownacki, Upinski, tomifis\d, Mi^czyfiski, Mtlanowski, Niewodowski, Obtoczymski, Owtoczyfiski, Ozi^Wowski, Piefikowski\ Ropelowski, Rydzewzki, Skalski, Sl^owikowski, Sopota, St^pokowski, Suchekomnacki, Toczikowski, Tuczkowski, Uhrowiecki, Zakrzewsld. Sulima (Taf. XI). — In geteiltem Schilde oben in goldenem Felde ein aufwachsender schwarzer Adler mit ausgebreiteten Flügeln, den Kopf nach links gewendet, in dem unteren roten Felde drei in Oold viereckig eingefasste weisse Edelsteine, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: ein gleicher aufwachsender Adler. — Dieses Wappen gilt als aus Deutschland eingeführt und zwar durch einen Zweig des jetzt gräflichen und fürstlichen Geschlechts Solms. Aus diesem Namen entstand die Bezeichnung des Wappens Sulima. Schon im 13. Jahrhundert wurde dieses Wappen in Polen geführt. Zu demselben gehören die: Arczyiiski, Barzykowski, Bodywit, Borkowski, Bratkowski, Bratosze wski, Cellari, Chabinowski, Charbinowski, Charbowski, Chawtowski, Chodowski, Ciol'ek, DanUowicz, Deyma, Dzierzafiski, Farurej, Oajewski, Gamrat, Qarbolewski, Garbowski, Godwadowski, Gostubski, Gotuntowicz, Oralewski, Grocholi/iski, Gryiewski, Hamszej, Jadmirski, Kami/iski, Kielecki, Kiemowski, Kilewski, Konrady, Kurzyna, Jiyczko, Mitoiiski, Obidowski, Ogrodziefiski, Oporowski, Ozi^Mowski, P^owski, P^gowski, Pieczymucha, Popiel, Przejuszyn, PrzeusW, Przyborowski, Przygodzki, PrzyJuski, Rogaczewski, Rybieiiski, I^czgorski, I^ymidowicz, Samoilowicz, Samujlo, Sawicz, Stuzowski, Srobski, Stanislawski, Strawi/iski, Stromski, Suiikowski, Sulima, Sutkowski, Swiechowski, Szajowski, Szalowski, Szantyr, Szawtowski, Szrzobski, Szulczewski, TrzdÄski, Ulanowski, Uzi^Wo, W^sowicz, WJodek, Wolski, Zabtocki, Zabokrzydd, Zadamowski, Zaleski, Zat^ski, Zawidzki, Zawisza, Ziemi^dd. ^wienczyc (Taf. XI). — In goldenem Felde ein schwebendes silbernes Doppel -Hochkreuz; Helmschmuck: drei Straussenfedern. — Ober den Ursprung dieses Wappens, der wohl in die Zeit bald nach Einführung des Christentums oder in die Zeit der Kriege mit dem Orden zu veriegen sein mag, ist nichts bekannt. Dieses Wappen führen die: Chmara, Grabianski, Korczewski, Radziejowski, Sieskiewicz, Swi^cki, Swi^czyc, Urz^dowski, Wiland. ^wierczek (Taf. XI). — In blauem Felde ein grosses, balkenförmiges, goldenes, lateinisches N, dessen mittlerer Balken in seiner Mitte eine kleine Ausbiegung nach unten hat; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es wird angenommen, dass dieses Wappen aus Griechenland eingeführt sei; es war schon um 1400 in Polen bekannt. Dasselbe führen die: Arciszewski, Arciuszkiewicz, Kijewski, Kladrubski, Kraykowski, Orzek, Radzewski, Rewkowski, Streczan, Str^kowski, Swierczek, Swierczewski, Swierkowski. ^wiAka (Taf. XI). — In rotem Felde ein schwarzer, nach links gekehrter Kopf eines Ebers, dessen untere Kinnlade, aus der zwei Zähne hervorstehen, von einer rechten Hand erfasst ist, deren dazu gehöriger, blaubekleideter Arm den Abriss des Schweinskopfes bedeckt und sich in dem unteren Ellenbogen nach oben biegt; Helmschmuck: eine bis zum Knie aufwachsende, blaugekleidete Jungfrau mit aufgelöstem — 88 — Haar, die Arme in die Seiten gestutzt. — An dem Hofe des Herzogs Bolestaw IV. lebte ein bei diesem in hoher Ounst stehender Ritter, der alle ritterh'chen Tugenden besass und in den sich Judyta, des Herzogs Schwestertochter, wohl Tochter eines Markgrafen von Meissen, verliebte. Der Ritter teilte diese Leidenschaft, wagte aber nicht an die Möglichkeit einer Verbindung zu denken. Der Herzog, der diese Neigung kannte, den Scherz zuweilen liebte, hänselte ihn öfter wegen dieses Geheim- nisses, um durch diesen Scherz die Unmöglichkeit einer Verbindung anzudeuten. Der Ritter hatte keine Hoffnung. Als auf einer Hofjagd in den Wäldern von Sieradz, um 1148, ein Eber, von Hunden gestellt, sich gegen diese wehrte und einen Lieblingshund des Herzogs zu töten schien, rief der Herzog: »Wer mir den Hund rettet, dem gebe ich alles!« Schnell wie ein Blitz sprang der Ritter auf den Rucken des Ebers, wie reitend, hielt mit einer Hand dessen Ohren, riss ihm mit der andern Hand den Rachen auf, warf dann den Eber um, hielt ihn mit dem Fusse fest, zog sein Schwert und hieb ihm den Kopf ab. Der Herzog verlieh ihm seine Schwestertochter und dieses Wappen, das nach dem Wappenbilde Swinka (von Swina, das Schwein) genannt wurde, die Jungfrau im Helmschmuck soll an die Prinzessin erinnern. Dasselbe führen die: Bogusl'awsld, Bratkowski, Cholawski, Czacki, Czajewski, Danewicz, Dewkn^- towicz, Dziwosz, GawroAski, Qrzebski, Ikierat, Kaczkowski, Kakanowski, Kakawsld, Kaniewski, Krzyzanowski, M^czy^ski, Michelsdorf, Piotrowski, Porkus, Robaczyiiski, Roszkowski, Semistowski, Stwolitfiski, §wiAka, Tomistawski, Zaj^czek, Zaj^^czkowski, Zieliiiski, Zmystowski, Zwystowski. Syrokomla (Taf. XI). — In rotem Felde der silberne, gebrochene Balken wie im Wappen Abdank, in der Mitte oben besetzt mit einem goldenen Hochkreuze; Helmschmuck: wie das Wappenbild. — Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein den christlichen Namen lästernder heidnischer Preusse forderte die polnischen Ritter zum Zwei- kampfe heraus; Syrokomla, ein Ritter des Wappens Abdank, nahm den Zweikampf an und tötete seinen Gegner. Für dieses tapfere Verhalten erhielt er, wohl vom Könige Bolesfaw III. (1102 — 39), das Kreuz als Vermehrung seines Wappens. Nach ihm wurde das Wappen Syrokomla fi^enannt, dessen erste Heimat wohl in Podlachien war. Dieses Wappen fflhren die: Andronowski, Baranowicz, Beynar, Buthak, Burdzicki, Chalecki, Chybicki, Czechowicz, Dziewoczka, Grocholski, Oumkowski, Halecki, Holub, Horszewski, Rgowski, Iwanowicz, Jatowski, Janowski, Kamicki, Karoiiski, K^sicki, Kiiiiski, Kijankowski, Kondradzki, Kondratowicz , Konratowicz, Konratowski, Korzekwicki, Korzenicki, KoSdatkowski, llosowicz, Masto, Mingiel, Modzelewski, Montrym, Nieszyjka, Pudata, Pudatczyc, Pulia, Putyatycki, Sapalski, Sehen, Siwczytfiski, Sottohub, Sottan, Sopodko, Starosielski, Stawedci, Stefanowicz, Stefanowski, Swieszkowski, Szwyaszkowski, Traczewski, Wahanowski, Wasilewicz, W^sierski, Wieliczko, Witoniski, Witowski, Woyczun, Woynitowicz, Wyrwicz, Zagrodzki, Zajqc, Zaklika, Zot^dz. Mit Veränderung führen dieses Wappen die Andronowski und Wasilewicz: statt des Kreuzes einen senkrechten ungefiederten Pfeil, dessen Schaft wagerecht zweimal durchkreuzt ist, als Helmschmuck drei Straussenfedem, — die Baranowicz und Jatowski: ebenso, nur ist der Schaft des Pfeiles nicht jwagerecht,'' [sondern^ in Form eines X durchkreuzt, — die Chalecki und Sehen: statt des Kreuzes eine Pfeil- — 89 — spitze, als Helmschmuck ein Adlerfifigel von links nach rechts von einem gefiederten Pfeil durchschossen, — die Itgowski, Iwanowicz, Kamicki und K^sicki: statt des Kreuzes einen ungefiederten Pfeil, dessen Schaft in der Mitte mit einem Stechringe belegt ist, als Helm- schmuck drei Straussenfedem, — die Hohib: statt des Kreuzes eine Pfeilspitze, der die linke Seite fehlt, als Helmschmuck drei Straussen- fedem, — die Starosielski: statt des Kreuzes einen einmal durchkreuzten Pfeil, als Helmschmuck drei Straussenfedem, — die Sopodko und Wieliczko: ebenso, nur ist der Pfeil Schrägerechts durchkreuzt, — die Nieszyjka: statt des Kreuzes einen Pfeil, der aber ein Herz durchbohrt, Helmschmuck drei Straussenfedem, — die Softan und Stawecki: anstatt des einfachen, ein Doppelkreuz, jedoch der untere Querbalken etwas länger als der obere, Helmschmuck drei Straussenfedem. Szeliga (Taf. XI). — In rotem Felde ein goldener, nach oben geöffneter Halbmond, oben besetzt mit einem goldenen Hochkreuze; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. — Über den Urspmng des Wappens wird gesagt: Die Lithauer waren im Jahre 1282 in das Land Lublin eingedmngen und es zog der Fürst Leszek Czamy mit einer Streitmacht, die vorzugsweise aus dem Adel der Fürstentümer Sieradz und Sendomierz bestand, ihnen entgegen. Er hatte einen Ritter Szeliga mit der Vorhut und der Aufklämng der feindlichen Stellung und Stärke betraut. Auf dessen Bericht befahl Leszek einen Nachtüberfall des feindlichen Lagers. Dieser, von Szeliga ausgeführte Überfall glückte, es wurden viele Lithauer getötet und gefangen genommen, der Rest floh, eine reiche Beute wurde gemacht. Zur Belohnung verlieh Leszek Czamy dem Ritter Szeliga, der einen silbernen Halbmond im roten Felde als Wappen führte, als Vermehrung desselben das Kreuz, das über den heidnischen Feind gesiegt hatte, dieses golden, wie auch der Halbmond femer golden sein sollte, wegen des glänzenden Erfolges und der reichen Beute, dann als Helmschmuck einen Pfauen schwänz, der die bewiesene vieläugige Klugheit des Ritters andeuten sollte. Es behielt dieses neue Wappen den Namen Szeliga. Da dieser Krieg am Tage des Erzengels Michael, am 30. September, erfolgt war, Hess Fürst Leszek in Lublin die St. Michael -Kirche zum Danke errichten. Es wird von einigen Heraldikern geglaubt, dass in dem Wappen statt des Halbmondes ein halber Ring sein müsse, also wie in dem Wappen Ratuld, weshalb es mit diesem oft verwechselt wird. Dann wird auch angegeben, dass statt des Kreuzes ursprünglich der Mond mit einem gestürzten Schwerte besetzt gewesen sei, dass aber Bodz^ta, Erzbischof von Gnesen, der das Wappen Szeliga führte, nachdem er den Orossfürsten Wtedysfaw Jagietto 1386 zum Christen getauft hatte, das Schwert in seinem Wappen durch ein Kreuz ersetzt habe. Die erste Heimat des Stammes und Wappens Szeliga war der Besitz Szeligi in der Wojewod- schaft Sendomierz im Kreise Opatow. Dieses Wappen führen die: Biafedd, Bieie/iski, Bielifiski, Bodzanowski, Bodz^ta, Borzyszkowski, Bossowski, Bostowski, Bukraba, Charzewski, Charzydski, Chlistowski, Czamotuski, Czamotulski, Czeraicki, D^browski, Dobiesz, Dobieszewski , Dowojna, Fargow, Gerwatowski, Qorecki, Qorski, HrebiAski, Kamiefiski, Kozica, Kozierski, Krzczonowicz, Lancucki, Lasocki, Lasowski, Usikiewicz, Losowski, lu>sowsk], iiukomski, Magier, Markowski, Matkuszewski, Mirecki, Mirewicz, Mirzejowski, Nazarewtcz, Niemojewski, Pi^tkowski, — 90 — Pludfiski, PodsoAski, Potocki, PrumieAski, Przeczkowski, Pstr^g, Puztowski, RamieAsld, Ratocki, Rostkowski, Rytel, Rytelski, Serwatowicz, Sietnionowicz, Skonipski, Stawski, Stanislawski, Strawiiiski, Stnisifiski, Sufczynski, Szczerski, Szeliga (Scheliha), Szeligowski, Szeliski, Szotkowski, Szpadkowski, Trojanowski, Trzebifiski, Turczynowicz, Turzenin, Wachowski» Wysokiiiski, Zabawski, 2emicki, Zlocki, Zubrzycki, 2ychliiiski. Verändert führen das Wappen die Bukraba und Zernicki: der Mond ist nicht vom Kreuze besetzt, sondern dieses etwas erhöht, als Helmschmuck drei Straussenfedem, — die Krzczonowicz und Strawinski : ein am linken unteren Balken gestammeltes Doppelkreuz, Helmschmuck drei Straussenfedem, — die Puztowski : statt des Kreuzes ein ungefiederter Pfeil mit halbem Spitzeneisen, der Schaft in Form eines X durchkreuzt, — die Scheliha und Szotkowski: fuhren das Stamm wappen, den Mond silbern ohne Kreuz, Helmschmuck drei Straussenfedem. Tamawa (Taf. XI). — In rotem Felde ein grosses silbernes Kreuz mit gleich langen Balken, an der linken Seite des unteren Balkens von einem kleinen nach dem Kreuze zu offenen goldenen Halbmonde begleitet; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. — Die Annahme, dass dieses Wappen von der Insel Rhodos, wo der Johanniterorden ein gleiches Kreuz als Ordenszeichen trug, nach Polen gekommen sei, ist nicht haltbar, denn die Johanniterritter kamen erst 130Q nach Rhodos, während dieses Wappen schon um 1200 in Polen geführt wurde. Es wird als wahrscheinlicher dann auch angegeben, dass König Bolestaw II. (1059 — 82) dasselbe einem Ritter BogusTaw um 1068 verliehen habe, der sich ritterlich am Berge Tamawa ausgezeichnet hatte, nach welchem das Wappen genannt wurde. Dasselbe fuhren die: Borucki, Boiycki, Broniewski, Bystram, Gat^zowski, Gorzkowski, Jagninski, Kleczkowski, Kropski, Krupa, Malczewski, Patryk, Petryk, Petrykowski, Radkiewicz, Radlitfiski, Sinicki, Slanka, Stryjetfiski, Stryjewski, Tarczewski, Tarczyfiski, Targowicki, Tudorowski, Walczewski, Zaj^czkowski, Zemidd. T?pa Podkowa (Taf. XI). — In blauem Felde ein nach unten offenes silbernes Hufeisen, das ein goldenes Kavalierkreuz umschliesst; Helm- schmuck: ein Adlerflügel. — Unter den Personen, welche dem Könige Bolestaw 1079 bei der Ermordung des Bischofs Stanistew von Krakau behilflich waren, befanden sich auch die Ritter Borz)nvoj, Zbiluta, Dobrogost, Zema, J^drzej und Odolanga, alle des Wappens Jastrz^biec, denen von dem Adelssenate nicht nur die Güter konfisziert wurden, sondern neben anderen Strafen auch aufgegeben wurde ihr Wappen in das obige umzuändern, das T^pa Podkowa (stumpfes Hufeisen) genannt wurde. Diesen Rittern wurden aber von dem Fürsten WtedysJaw Herman die Güter 1084 wieder zurückgegeben. Dieses Wappen führen die: Borzywoj, Brodecki, Brzezicki, Dymowski, Dymski, Gierattowski, Janczewski, Janiszewski, Mi^czyAski, Mianowski, Modlifiski, Ostrowski, SkowroAski, Stawski, TrzetrzewiAski, Ztotaszewski. Es sind jedoch die Gieraftowski wieder zum Wappen Jastrz^biec zurückgekehrt, — die Brzezicki führen das Hufeisen mit einem Kreuze oben besetzt, das innere Kreuz fehlt, als Helmschmuck drei Straussenfedem. Topacz (Taf. XI). — In rotem Felde ein stehender, linksgekehrter, goldener Oeierfuss, oben besetzt mit einem schwarzen Geierflügel; Helmschmuck: drei Straussenfedem. — Dieses Wappen, das auch wohl Oolpacz und Kopacz genannt wurde, wurde um 1125 von König — 91 — Bolestaw einem Ritter Topacz erteilt, der auf der Jagd mit seinem Pfeile einen Oeier, der auf einem Baume sass und sich am Kopfe kratzte, Fuss und Flügel zugleich abschoss. Dasselbe führen die: Bekesz, Bl'udnicki, Borzynowski, Bydi'owski, Chalczynowski, Chalknowski, Chwalczniewski, Qederwoch, Oedrojc, Grodzicki, Halknowski, Holcznowski, Iskra, Kogkowski, Kopyciiiski, Kotuliliski, Krupski, Krypski, Kurzewski, Lubowidzki, iiuwc- zycki, Meleniewski, Miedzwiecki, Mosiewicz, Nawoy, Pl^dzicki, Siegroth, Slawikau, Sroczkowski, Szaszorski, Szygrod, Tomkiewicz, Wyst^p, Zegartowski. Es führen die Kogkowski indessen nur den Oeierfuss, doch ohne Flügel, als Helmschmuck einen aufwachsenden goldenen Löwen, — die Bekesz, ebenfalls keinen Flügel, doch ist der Fuss rechts von einem Halbmonde, links von einem Stern begleitet; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Topor (Taf. XI). — In rotem Felde ein silbernes, senkrechtes, mit der Schneide nach links gekehrtes Beil; Helmschmuck: ein gleiches, Schrägelinks gestelltes, mit der unteren Spitze der Schneide auf die Krone gestütztes Beil. — Der Ursprung dieses Wappens wird bis auf die früheste Zeit des ersten Fürsten Lech zurückgeführt. Sein erster Name und Zuruf war wohl, dem Wappenbilde entsprechend, Topor (das Beil), dann wurde es aber seines Alters wegen Starza (von stary, alt) genannt. Später wurde wieder die Bezeichnung Topor allgemein. Zweige dieses Stammes Topor führten das Beil in goldenem oder blauem Felde im Wappen und deren Zuruf war Kotka, Aus dem Wappen Topor ging das Wappen Starykort hervor. Das Wappen Topor führen die: Balicki, BarluniÄski, Betchacki, B^tkowski, Biatosliwski, Bielicki, Biesiekierski, Biesierski, Bije, Birkowski, Bogucki, Bokiewicz, Boksza, Bokszafiski, Boratyiiski, Bruniewski, Brzeski, Brzozowski, Butrym, Butrymowicz, Butrymowski, Byczkowski, Bye, Calinski, Chroberski, Chiystowski, Cikowski, Czelnicki, CzodliAski, Cryzowski, Danaborski, Decius, Dtugoborski, Dymski, Dzieiibicki, Dzierzkowski, Dziewczopolski, Faranowski, Qiergielewicz, Qolanczewski, Orabowski, Oramatski, Orocholski, Gry- lewski, Grzegorzewski, Qumowski, Hynek, Jabtotfiski, Jakubowicz, Jakubowski, Janowski, Jarantowski, Jamowski, Jasiiiski, Jewtaszewski, Jezierski, Kalifiski, Kamiiisk], Kapustyfiski, Kisielnidci, Klimuntowski, Ktobuczyfiski, Klofiski, Konarski, Kornacki, Korycifiski, Kownacki, Kozielski, Krakowczyk, Krasiefiski, Krasnopolski, Krzelowski, Krzetowski, Krzucki, Krzywczycki, Ksi^ski, Kunaszewski, Kunat, Kurzewski, Lowinicki, llabyszcki, l:u>wieniecki, iiukowski, Matomi^cki, Maizyiiski, Mardnkowski, Mard- nowski, Maslomiecki, Matuszewski, Miedzwiecki, Mi^dzygörski, Miniszewsld, Mtod- zowski, Modliszewski, Morawicki, Morski, Moszgawski, Narbut, Naszyon, Nawoy, Nekanda, Nieborski, Niedrowski, Niemirowicz, Niezna^ski, Norwid, Nos, Obodzi^ski, Obrydit, Odolikowski, OkoJöw, Okotowicz, Okulicz, Ossolifiski, Ostrowicki, Otrowski, Paczottowski, Paczyfiski, Patuka, Panigrodzki, Petka, Pianowski, Piekarski, Pilczydci, Piledd, Piotrkowski, Pisarzewski, Plaskowski, Plechowski, Pleszowski, Ptaska, Plaza, Ptocki, Poburski, Prusinowski, Przespolewski , Rakowski, R^mbczynski, Raczyiiski, Rapczy/iski, Rapsztyiiski , Rokowski, Rykowski, Rykrski, I^szkowski, Rytarowski, Ryterski, Rzeszowski, Samowski, Schaaf, Siedech, Siedechowski, Siekierzecki, Skrodzki, Skrzelowski, Skrzetuski, Sladowski, Siezanowski, Stawianowski, Slawiec, Stupowski, Stupski, Smoszewski, Solajski, Sosniecki, Star^ski, Starot^ski, Starza, Starzon, Starzewski, Straszkowski, Strazon, Subitfiski, Supitfiski, Szczawi^ski, Szol'ajski, Szylafiski, Szymanowski, Tarto, Tarnowiecki, T^czyfiski, Toporski, Tram- bczy/iski, Trepka, Trl^ski, Trylski, Trzdfiski, Tutkowiecki, WaWowsld, W^sowski, Wilkowicki, Wizinski, WtoSdborski, Wtosto, Wtostowski, Wolski, Woynowski, Wronowski, WIdeklica, Zabietto, Zagorzatfiski, Zaklika, Zakrzewski, Zal^ski, Zatuski, Zbyluta, Zbyszewski, 2egota, Zemla, Zlotkowski, Zr^cki, Zula, Zwierz. — 92 — Triiby (Taf. XII). — In silbernem Felde drei schwarze Jagdhörner, die am Mund- und Schallloch golden beschlagen sind, um die Mitte zwei goldne Bänder haben, von denen eine goldne Schnur mit einer Schlinge ausgeht; die Homer, die zu 2 und 1 gestellt sind, stossen in der Mitte des Feldes mit den Mundstucken zusammen, das obere rechte Hörn ist nach oben, das linke nach unten, das untere nach rechts eingebogen; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. — Es gilt dieses Wappen als ein wahrscheinlich aus Deutschland durch das Geschlecht der Jordan eingeführtes. Es erscheint in Polen schon 103Q. Mehrere lithauische Familien wurden an dem Versammlungstage zu Horodto 1413 von dem Unterkanzler, späteren Erzbischof von Onesen, Mikotaj Tr^ba, zu diesem Wappen angenommen. Der Name des Wappens ist dem Wappenbilde (Tr^by, die Jagdhörner) entnommen. Dieses Wappen führen die: Amfor, Bteszyiiski, Brzezifiski, Chwaleczewski, Chwaliszewski, Ciamowski, Ci%2y/iski, Ciborowski, Cyryna, Czasiiicki, Czaszawsld, Czaszyfiski, Dawidowicz, Dewicz, Dobiiiski, DoHfiski, Dotuski, Dowgielt, Dowiakowski, C^akowski, Dziewat- towski, Dziokowski, Falczewski, Oorzkowski, Orobicki, Hryczyna, Iskrzycki, Iwasz- kiewiczy Jaskold, Jaszczold, Jonakowski, Jordan, Kietkiewicz, Kierdej, Klichowski, Kolecki, Kolnicki, Kotek, Komajewski, Konkowski, Kosmowski, Kowinicki, Kownacki, Krqkowski, Krzykawski, Kumanowski, Kumorowski, Listowski, iiukaszewicz, Michnowski, Mi^kicki, Mifakowski, Narbut, Niewier, Odyniec, Olcik, Oscikowski, O^nialowski, Ostyk, Oticz, Otwinowski, Pakoszewski, Piecek, Pieckiewicz, Piekiewicz, Pienkowski, Pietkiewicz, Ptowiiiski, Pszonka, Radziwitt, Roguski, Rokosz, Rozwadowski, Rudomina, Russagowski, Russanowski, Rzeczkowski, Sadkowski, Siesicki, Sirewicz, Siruc, Skop, Sobocki, SoSnicki, Stanczykiewicz, Stecher, Stojowski, Swiatorz^cki, Swierczowski , Swi^torzecki , Syruc, Szalowski, Tokara, Tokarzewski, Walawski, Warzyki, Wierszul, Winiarski, Wtoczewski, Wnorowski, Wofk, Woyna, Wrzeszcz, Wyczotkowski, Wylam, ^agiel, Zbrawski. Es führen das Wappen etwas verändert die Rudomina: das Feld blau, als Helmschmuck drei dem Wappenbild gleiche Jagdhörner zwischen zwei Adlerflügeln, — die Sirucundjaszczold: in den Zwischen- räumen der Jagdhörner je eine rote vierblättrige Rose; als Helmschmuck: drei Straussenfedem. Trzaska (Taf. XII). — In blauem Felde zwei Schwerter mit goldnem Handgriff, die mit ihren abgebrochenen Klingen senkrecht sich zugekehrt sind, deren verstümmelte Enden sich unter der Mitte eines sie be- deckenden goldnen, nach oben geöffneten Halbmondes verlieren; Helmschmuck: ein Pfauen schwänz, belegt mit dem Wappenbilde. — Ober den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Als der König Bolestaw I. (1001—25) gegen einen Feind, der mit dem Schwerte auf ihn eindrang, in Gefahr war, parierte ein Ritter Biata den Hieb und schlug den Feind nieder, wobei ihm jedoch die Klinge seines Schwertes abbrach; er war nun ziemlich wehrios gegen die weiteren Feinde, und der König, dies bemerkend, gab ihm sein eignes Schwert, womit der Ritter die weiteren Andringenden zurückschlug und so den König und sich gesichert hatte. Doch auch dieses Schwert war ihm dabei zer- brochen. Als er dieses dem Könige wiedergab, veriieh ihm derselbe für den bewiesenen Mut das obige Wappen, das Trzaska (der Splitter) genannt wurde, wohl im Hinblick auf die zersplitterten Schwerter. Nach dem Besitz des Ritters wurde es auch Biata genannt — 93 — Als ein Ritter dieses Geschlechts in Grosspolen das Benediktinerkloster Lubien gegründet hatte, dem drei dieses Geschlechts hintereinander als Abt vorgestanden haben, wurde auch der Wappenname Lubiewa gebräuchlich. Dieses Wappen führen die: Biaty, Bielinski, Bieisld, Btazejowskl, Bogusz, Buczkiewicz, Budkiewicz, Chojnacki, Chrz^szczewski, Chrszczonowski, Ciszkowski, Czusotowicz, Dtuski, Drozenski, Drozewski, Durbski, Dutkiewicz, Glinka, Gniazdowski, QolinMski, Gotuchowski, Gotynski, Janczewski, Jarzyna, Jarzyfiski, Kleczkowski, Konopacki, Kotowski, Kotutewicz, Kotwicki, Krajewski, Kumochowski, Lubiewski, liaszewski, Meydalon, Michalski, Michafowski, Msdchowski, Nartowski, Niemirowski, Olszewski, Palmowski, Pancerzyfiskiy Papliiiski, P^tkowski, Pielasz, Podbielski, Pods^dkowski, Ponikiewsld, Poptawski, Popowski, Rojecki, Rotowski, Ryczycki, Sieklucki, Sl'upecki, Sokotowski, Swiecikowski, ^wieykowski, Szczucki, Szygowski, Tarchomifiski, Truskowski, Tniszkowski, Trzaska, Trzasko, Trzaskowski, Trzonkowsld, Tyski, Tyszka, W^drogowski, Wisniewski, Wotkanowski, Wyleiyfiski, Zabielski, Zakrzewski, Zaieski, Zimoszarski, 2orawski. Trzywdar (Taf. XII). — In rotem Felde drei silberne Hochkreuze, die in der Mitte mit den Fussenden zusammenstehen, also schächer- kreuzförmig stehen, dem unteren Kreuze fehlt jedoch der rechte Arm, die Kreuze sind von drei goldnen Sternen, in jedem Zwischenraum einer, begleitet; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. — Über den Ursprung dieses Wappens ist nichts bekannt, doch gilt es als eine Vermehrung des Wappens Brodzic, welche einem Ritter dieses Wappens, der mit wenigen Leuten während der Nachtzeit den alten Preussen eine Niederlage beigebracht hatte, verliehen war. Der Name Trzywdar wird übersetzt: tria in donum. Dieses Wappen führen die: Burzyiiski, Jedwabitfiski, Moczarski, Moczulski, Modzelewski, Poletyto, Rakowski, Rogiiiski, Schill, Wysietfiski. Wadwicz (Taf. XII). — In rot- silbern gespaltenem Schilde in jedem Felde ein mit dem Kopf nach oben gerichteter, etwas gekrümmter, mit dem Rücken nach innen gekehrter Fisch von gewechselter Tinktur; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. — Über den Ursprung des Wappens wird angegeben: Ein Ritter, Wadwicz genannt, wurde von König Bolestew III. (1102 — 3Q) zweimal als Gesandter nach Dänemark ent- sendet, musste zur Ausführung seiner Sendung eine Seefahrt unter- nehmen; auf der zweiten Rückfahrt eriitt er Schiffbruch und rettete sich nur mit schwerer Mühe ans Land. Der König verlieh dann ihm und seinen Nachkommen dieses Wappen, das den Namen, des Ritters Wadwicz erhielt; nach einem scherzhaften Worte des Königs sollte Wadwicz die Meerfische aus Dankbarkeit dafür tragen, dass sie ihn nicht verschlungen haben. Jetzt wird das Wappen vorzugsweise von lithauischen Familien geführt, welche dasselbe an dem Versammlungs- tage zu Horodto 1413 annahmen. Zu dem Wappen gehören die: Adamkowicz, Boreysza, Kamieniecki, Klimkowski, luxlziata, Matyaszewicz, M^zyk, Montygierd, Nadarzytfiski , Naruszewicz, Roski, Roszkiewicz, Stankiewicz, Wadwicz, Wandatowicz, W^stawski, Wirutowicz, Wofczek. Warnia (Taf. XII). — In silbernem Felde ein roter, senkrecht mit dem Kopf nach oben gestellter, die Scheeren, die Beine und den Schwanz ausstreckender Krebs; Helmschmuck: ein gleicher Krebs. — Über den Ursprung dieses Wappens ist nichts bekannt, es war in Polen schon 1250 heimisch. Man glaubt, dass dem Wappen der — Q4 — Name Warnia nach der unglQcklichen Schlacht bei Warna 1444 ge- geben wurde, wo sich Ritter dieses Wappens auszeichneten, dennoch in schwere türkische Gefangenschaft fielen. Dieses Wappen fuhren die: Boszkowski, Czymbajewicz, D^browski, Onoitfiski, Qnojnickiy Lekszycki, Lekszycki, Nosal, Ptaza, Raczek, Rapacki, Turski, Zarzecki. Vftjt (Taf. XII). — In rotem Felde eine schwarze Schlange, mit dem goldgekrönten Kopfe nach oben gestellt, von wo aus sie sich in senkrechter Richtung nach unten dreimal schlängelt und dann nach oben zweimal um sich selbst windet; im Maul hält sie den mit einem grünen Blatt versehenen Stil eines herabhängenden grünen Apfels; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. — Nach dem Wappenbilde (W^ die Schlange, — W^yk, die kleine Schlange) wird das Wappen W^i, auch wohl W^zyk genannt. — Über den Ursprung desselben ist nichts bekannt, doch wird es in Polen schon 1100 genannt Es kommen im 14. und 15. Jahrhundert auch die Benennungen Zachörz und Zatorza vor, namentlich in der Wojewodschaft Krakau. Diese, wie auch die Wojewodschaft Sendomierz sind wohl als die erste Heimat dieses Stammes anzusehen. Dieses Wappen führen die: Ambroiewicz, Borek, Brzostowicz, CichoAski, Cichowski, Ciechomski, Cimochowski, Czechowicki, IXotowski, Dobrzankowski, Fürs, Fursewicz, Orozowski, Jasiefiski, Koczalski, Koczelski, Koracz, Kostrowicki, Kostrowski, Koszarski, Kotuszowski, Kowacz, Koyczan, Kozanecki, Kozarski, Kuczkowski, Kurowski, Kuzarski, iioyko, Magiera, Matdrzycki, MaMrzyk, Niedych, OryAski, Osiiiski, Piasedd, Pisecki, Podolecki, Pol^ajowski, Rudzki, Rzeszowski, Siedlecki, Siemla, Skrzyiiski, Szamoszewski, Szemiosz, W^ W^owski, W^zyk, Widawski, Wielawski, ^migrodzki. Verändert führen das Wappen die Podolecki, Cichowski und W^: in goldnem Felde die Schlange ohne Krone, ohne Apfel und nur nach unten und nicht zurückgeschlängelt, — die W^iyk, Kozarski, W^owski, Osifiski, Siedlecki und Widawski: die Schlange ebenfalls nur nach unten geschlängelt, aber gekrönt und im Maule einen blauen Reichsapfel mit einem goldnen Kreuze, — die Jasiefiski: zwei gekrönte und ebenso gestaltete Schlangen mit den Mäulern einander zugekehrt, — die Kostrowski und Ambroiewicz: die Schlange windet sich um einen Spiess. — Ein andres Wappen W%i: eine gekrönte Schlange, die ein Kind halb verschluckt, führte Bona Sforca, Tochter des Herzogs Johann von Mailand, geboren 1494, vermählt 1518 mit dem Könige von Polen Zygmunt I. Wczele (Taf. XII). — Der ganze Schild ist gold- silbern geschacht, doch kommt auch eine Abwechselung von blau -silbern, auch von schwarz -golden vor. Es soll der Schild ein Schachbrett vorstellen, deshalb muss die Zahl der Reihen wohl als 8 und 8 angenommen werden; Helmschmuck: eine bis zum Knie etwa aufwachsende Mohrin mit goldner Krone auf dem Haupte und einer weissen Binde, deren Enden links und rechts abstehen, um die Stirn, mit den nackten Armen ein Schachbrett vor sich haltend, das bis zur Hälfte aus der Krone aufwächst und bis,, zur halben Höhe der weissbekleideten Brust der Mohrin reicht. — Ober den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Ein Slavonier namens Hotub kam auf seinen Reisen auch nach Spanien an den Hof eines maurischen Fürsten. HoJub, im Ritterdienste sich auszeichnend, war auch ein guter Schachspieler und wurde von der Tochter des Fürsten zum Schachspiel aufgefordert, für welches die - 95 — in diesem Spiele sehr gewandte Prinzessin, ihres Gewinnes im Spiel sich sicher fühlend, die Bedingung stellte, dass der Gewinner dem Veriierer das Schachbrett an den Kopf werfen solle. Hohib gewann, wollte jedoch aus ritteriicher Artigkeit die Bedingung nicht erfüllen, worauf indessen die Prinzessin, wie auch der Fürst, der Zeuge des Spiels gewesen war, bestanden, und so warf er ihr gezwungen das Schachbrett an den Kopf, sie dadurch leicht an der Stirn verietzend. Der Fürst veriieh zur Erinnerung an dieses Ereignis dem Ritter Hohib das obige Wappen. Dieses wurde zuerst fcebno (von teb, der Kopf), dann aber in Polen Wczele (von w czoto, an die Stirn), auch Szachownica (das Schachbrett) genannt. Nach Polen kam es zur Zeit des Königs Bolestew Krzywousty 1103. — Dieses Wappen führen die: Berkowsld, Cema, Chetkowski, Chwalkowski, Daleszyfiski , Dobiejowski, Droszewski, Dzberkowski, E>ziekczyAski, Dzieleczyiiski, Foglar, Oat^ski, Oniazdowski, Golian, Grabski, Gurowski, Herman, Hotub, Jabtkowski, Kaczanowski, KarmiAski, Karnicki, Karszanowski, Kemblan, Leben, Lechon, Ludzistawski, Luteiisld, Mielifiski, Myslecki, Naleskt, Pelcz, Pogorzelski, Pretficz, Rumiejowski, Rzegnowski, Siekowski, Szotowski, Trzecki, TumigraYa, WtoSdejowski. Wieniawa (Taf. XII). — In goldnem Felde ein schwarzer vorwärts gestellter Kopf eines Bisonochsen mit halbmondförmigen kurzen roten Hörnern, mit einem gold- schwarz gewundenen Ringe durch die Nase; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es wird das Wappen aber auch abweichend geführt, so wird der Ring mitunter ganz fortgelassen, oder Ring und Homer sind rot, dann wird auch wohl der Stierkopf in den Helmschmuck gesetzt. Die Szczepanowski des Wappens Prus ver- einigten das Wappen Wieniawa mit dem ihrigen, indem sie dieses in den Helmschmuck, den Stierkopf in den Schild setzten, — die Leszczyfiski erhielten vom Kaiser Friedrich III. 1473 als Vermehrung des Wappens in den Helmschmuck einen aufwachsenden goldnen Löwen mit einem Schwerte in den Pranken. — Ober den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Ein Fürst von Mähren wurde auf der Jagd durch einen Bisonochsen bedroht, den der in Begleitung des Fürsten befind- liche Ritter tlastek bei den Hörner ergriff und zurückriss, ihm dann eine Oerte von einem jungen Eichbaum durch die Nase zog und ihn mit dem mährischen Zurufe »Wien haw« (d. i. Komm mit) wieder vor den Fürsten führte. Als nun der Ochs einem Höflinge zum Halten über- lassen war, riss er sich los, worauf fcastek ihn mit seinem Schwerte tötete, t^stek wurde dafür von dem Fürsten mit Gütern beschenkt und mit diesem Wappen beliehen, das nach dem Zurufe wien haw seinen Namen erhielt der sich in Wieniawa veränderte. In Böhmen wurde es nach der dasselbe führenden, hervortretenden Familie Persztein genannt. Durch einen Persztein, derim Gefolge der böhmischen Prinzessin D^browka, Gemahlin des Polenfürsten Mieczystew I., war, sich 963 in Polen niederiiess, wurde dieses Wappen hier eingeführt. Dasselbe führen die: Bambelski, Bedlefiski, Biatozor, Blandowski, Bobbe, Bodz^ta, Bognarewicz, Bognarowicz, Bossuta, Brodnicki, Bronisz, Chabielski, Chmielewski, Ciswicki, Czerminski, Denowski, Dl^ugosz, Dtugoszewski, Dziekanowski, Dzierzkowicz, Elgot, Qotuchowski, Costa wski, Gozdzikowski , Orabowski, Hadziewicz, Hordziewicz, Hulewicz, Janwicz, Jundzil, Kaw^csyfiski, Klimaszewski, Kotaczkowski, Kopsowicz, Kossowski, Kozinicki, Leszczy^ski, Libiszewski, Lingk, Lubieszowski, liastek, Mankszyc, Manowski, Marktowski, M^k, Mi^ciiiski, Michatkowski, Narkiewicz, Nieprowski, — 96 — Obichowski, Pel^ka, Persziein, Pohl, Puchata, Rostkowsld, Ryto, Sacrarius, Skrzeiuski, Sienski, Siesinski, Stabosz, Soczotowski, Spargalth, Srzednicki, Strzembosz, Szczepanowski, Szymonkowski, Tszyrski, TwardaWa, W^erski, Wieniawski, Woyski, Woystawski, Zadorski, Zebrowski, Zubrzycki. Wieruszowa (Taf. XII). — In silbernem Felde ein nach links schreiten- der den linken Vorderfuss erhebender Ziegenbock, dessen vordere Hälfte schwarz, die hintere Hälfte mit den Hinterfüssen rot-silbern geschacht ist; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. — Man nimmt an, dass dieses Wappen eine bei einer Vermählung angenommene Vereinigung der von den Eheleuten geführten Wappen KozieJ und Wczele sei. Das Ge- schlecht dieses neuen Wappens sass, als Schlesien noch zu Polen gehörte, in den Fürstentümern Oswiecim und Zator, verbreitete sich von dort nach Sachsen in das Meissener Land und kam von dort schon im Anfange des 15. Jahrh. nach Polen zurück. Der Name des Wappens wird von der Stadt Wieruszow an der Przosna abgeleitet Dieses Wappen führen die: Bielski, Bokij, Oalewski, Oorecki, Hackebeyl, K^pinski, K^pski, Kostanecki, Kowalski, Michatowski, Niemojewski, Pakisz, Satecki, Stolecki, Walknowski, Wierusz. Wtoszek. — In rotem Felde zwei mit den Klingen nach oben gerichtete blanke gekreuzte Schwerter, die von vier weissen Rosen, in jedem Zwischenräume eine, begleitet sind; Helmschmuck: drei Straussen- fedem. — Dieses Wappen führte der aus Italien stammende Bischof Marcellus von Kru^wica oder Kujawien 1014 — 35, dessen Bruder sich in Polen niederliess, wo er Wtoch (der Italiener) genannt wurde, welcher Name sich für seine Nachkommen und das Wappen in Wtoszek ver- änderte. Dieses führen nur die: Smoniewski und Wloszek. Wukry (Taf. XII). — In rotem Felde drei wagerechte, schwebende, nach unten sich verkleinernde silberne Flüsse, über denen zwischen einem nach oben geöffneten und einem gestürzten goldnen Halbmonde ein goldnes, an dem rechten Balken gestümmeltes Kavalierkreuz; Helm- schmuck: drei goldne und zwei silberne Straussenfedem. — Über den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Als Juhry oder Wukry, Chan der Tartaren, erobernd vordrang und auch nach Ungarn einbrechen wollte, erwählte er Attila, tatarisch Edele genannt, zum Führer seiner Horden. Dieser überschritt die drei Flüsse Don, Wolga und Dniepr, drang in Ungam ein und setzte sich dort fest. Attila, der einen ge- krönten Vogel (Habicht oder Dohle) auf seinem Schilde führte, warf diesen ab und nahm die drei Flüsse an. Er starb am Schlagfluss, sein Sohn Chabe übernahm um 744 die Verwaltung, wurde aber in die russischen Länder zurückgetrieben, starb dort. Es folgte ihm sein ältester Sohn Kusid, diesem folgte Mokosiej, dessen Nachkommen bis zur Zeit des Kaisers Konstantin dort herrschten. Die Tataren wollten wiederum nach Ungarn eindringen, wurden aber durch innere Zwistig- keiten daran gehindert; die einen wendeten sich in die Jazyger Berge, die andern unter Mokosiej in die russischen Länder und eroberten Krzemieniec, das Mokosiej dem Polenkönige Bolestew ^mialy, (1059 — 82), unterwerfen musste, von dem er Privilegien erhielt. Dieses Wappen wurde Wukry und auch Edele und Chabe und Trzy Rzeki genannt. Dasselbe führen die: Bakowiecki, Denisko, Oorajski, Mokosiej, Nowosielski, Szybinski. - 07 - Wyszogota (Tal XII). — Schild gespalten, rechts in Rot eine an den Spalt gelehnte, halbe, silberne Lilie, das linke Feld silbern — blau geschacht; Helmschmuck: ein bis zu den Knieen aufwachsender Mann mit langem glatten Oewande mit Gürtel, ohne Kopfbedeckung, in der rechten Hand ein halbes Rad, in der linken ein blankes Schwert haltend. — Dieses Wappen auch Wyskota genannt, über dessen Ursprung nichts bekannt ist, das in Polen aber schon um 1350 heimisch war, führen die: Bendorski, Kawiecki, Poduchowski, SowiAski, Wyskota, Zakrzewski. Zabawa (Taf. XI!). — In gespaltenem Schilde ist das rechte Feld blau und leer, das linke Feld rot -silbern geschacht; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. — Dieses Wappen stammt aus Böhmen und kam wohl zur Zeit der Vermählung der böhmischen Prinzessin Dqbrowka mit dem Polenherzog Mieczystew 063 nach Polen. Ein Ritter dieses Wappens, namens Wi^limierz, war im Jahre 1000 mit der Vorhut der polnischen Streitkräfte betraut, wohl gegen die Mähren, stiess auf den im Hinterhalte versteckt gewesenen Feind und beschäftigte und ver- weilte denselben durch verschiedene kleine Scharmützel und Neckereien so lange, bis der Hetman mit der Hauptmacht herankommen konnte, dessen Reiterei den Feind dann siegreich schlug. Zum Andenken ati diese Verweilung (Zabawa) des Feindes wurde dem Wappen des Wi^limierz der Name Zabawa gegeben. Dasselbe führen die: Bniski, BrzeziAski, Bubelwic, D^browski, Drochecki, Golifiski, Koczyiisk], Piasecki, Piels, Pirucki, Spiczek, Swiracki, Szwyradzki, W^chaldowski, Wichlifiski, Wlodek, Zabawski. Zadora (Taf. XIII). — In blauem Felde ein rechts gekehrter, schwarzer Löwenkopf, der aus offenem Rachen ein fünfflammiges Feuer speit; Helmschmuck: ein gleicher Löwenkopf. — Über den Ursprung des Wappens ist nichts bekannt, es ist uralt. Es stammt aus Frankreich und kam über Deutschland um das Jahr 1000 durch einen Ritter Zadora nach Polen, nach welchem es den Namen erhielt; es wird aber auch nach dem Wappenbilde Ptomieficzyk (von plomien, die Flamme) genannt. Dasselbe führen die: Alantsy, B^k, Bartoszewski, Bichau, Borch, Borek, Borski, Brochowski, Brohomir, Bychowski, Chrz^stowski, Ciesielski, Ciminski, Ciszewski, Dowgialo, Oliszczyiiski, Hawnulewicz, Hotowczyc, Jaszkowski, Karwaczian, Karwowski, Krz^towski, Kurowski, Lanckoronski , Lechnicki, Lenczewski, Leniecki, Lipi/iski, ti^czkowski, Majewski, MarszaYkowicz, Narbut, Niwicki, Paszkowski, Paszkudzki, Piasecki, Prond2yAski, Przectawski, Rosperski, Rusakowski, Russocki, Rwocki, Siekierzyfiski, Stryk, Stiykowski, Strzyszka, Suchorzewski, Szwejcer, Walter, Wlfodzistawski, Wojakowski, Wojenski, Wrzeszcz, Zadorski, Zawisza, Zuzelski, 2ydeiiski. Zagtoba (Taf. XIII). — In blauem Felde ein silbernes, nach unten geöffnetes Hufeisen, das von unten nach oben in der Mitte von einem blanken Säbel mit goldnem Griff durchbohrt ist; Helmschmuck: ein Adlerflügel, von links nach rechts von einem Pfeile wagerecht durchbohrt. Über den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Zur Zeit des Herzogs Bolestaw V. und seines Oheims, des Herzogs Konrad von Masowien, waren 1240 die Tataren in Polen eingefallen, wurden von dem Woje- woden Wlodzimierz von Krakau bei dem Dorfe Turk in der Wojer V. Zernickl, Die polnischen Stammwappen 7 - 08 - wodschaft Krakaii versprengt und mussten sich in den Wäldern ver- bergen. Das veranlasste den Tataren Sawan, einen Abkömmling der tatarischen Fürstenfamilie Szyryn, sich dem Herzog Konrad zu unter- werfen und taufen zu lassen. Er diente dem Herzoge treu, der ihn lieb gewann und mit einer Verwandten der Herzogin, mit einer Jewsko des Wappens Jastrz^biec vermählte. Sawan nannte sich dann, durch Zusammensetzung beider Namen, Sawaniewski, vereinigte auch sein Wappen, ein tatarischer Säbel, mit dem Wappen Jastrz^biec. Als Heiratsgut hatte der Herzog dem Sawan die Besitzung Szankow ver- liehen. Von seinen Nachkommen entstand bei Teilung dieser Güter Streit, wobei einer einen seiner Brüder erschlug. Der Mörder entfloh, es wurde aber wegen seiner Tat ihm und seinen Nachkommen das Kreuz aus dem Wappen genommen, der Säbel durch das Hufeisen gesteckt, wodurch das obige Wappen entstand, das Zagroba (von grob, das Grab) genannt wurde, woraus später Zagtoba wurde. Dieses Wappen führen die: B^dkowski, Bogusz, Braciszewski, D^browski, Dubina, Duliiiski, Got^mbiewski, Grabowski, Jaroszewski, Kaniowski, Karwowski, Kleniewski, Kni^zynski, Kordaszewski, Kraykowski, Kucharski, llabunski, Matowski, Mieczkowski, Orz^cki, Sawaniewski, ^ledziewski, Smardzewski, Smarzewski, Smolenski, Sniegocki, Sochacki, Tarchalski, Trzebinski, Trzeszkowski, Uiatowski, Wierzchowski, Zagtobski, Zatonski, Zygler. Es führen das Wappen verändert die Sawaniewski: Der oben genannte Brudermörder aus diesem Geschlechte pilgerte zur Busse nach Rom und erbat im Jahre 1316 von Papst Johann XII. eine Ver- mittlung um seine Rehabilitierung und Wiedergabe des Kreuzes ins Wappen bei dem Könige Wtadyslaw I. Dieser machte die Bestätigung davon abhängig, dass der Bittsteller oder- einer seiner Nachkommen erst eine auszeichnende Waffentat vollbringe; sie erhielten alsdann das Kreuz auf dem Hufeisen, innerhalb desselben nur einen halben Säbel. Zaremba (Taf. XIII). — In rotem Felde eine die untere Hälfte desselben einnehmende silberne Mauer mit vier viereckigen Zinnen, aus welcher ein halber schwarzer Löwe herauswächst, mit ausge- schlagener Zunge, die linke Pranke über die rechte erhoben, die Schwanzspitze sichtbar; die Mauer ist belegt mit drei zu 2 und 1 ge- stellten, viereckig golden eingefassten Edelsteinen; Helmschmuck: ein halb aufwachsender Löwe. — Man nimmt an, dass dieses Wappen aus Deutschland oder Böhmen eingeführt sei, doch kommt es in Polen schon in den ältesten Zeiten vor. Die erste Heimat desselben war wohl in der Wojewodschaft Ptock. Es gehören zu demselben die: Belakowicz, Belakowski, Bielakowski, Bielawski, Boxycki, Brudzewski, Celiiiski, Cerekwicki, Cielecki, Drzewoszewski , Gimel, Ginet, Gtoskowski, Godurowski, Gorzewski, Grabowski, Jabtonowski, Jaraczewski, Jaskulecki, Jastrz^bskl, Kalinowski, Korzkiewski, Kunczewicz, Mankowski^ Milowicz, Noskowski, Pertowski, Rudzienski, Skrzynski, Skwarski, Strzyzowski, Suchorzewski, Tymieniecki, Wielewicki, Zaj^czkowski, Zar^bski, Zaremba, Zarembifiski. Es führen die Cielecki das Feld golden. Zerwikaptur (Taf. XIII). — In rotem Felde drei übereinander- stehende, rechts gekehrte schwarze Ziegenköpfe mit kurzen graden Hörnern und mit Hals; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. — Über _ 00 - den Ursprung wird gesagt: dass ein Ritter in einem Gefechte gegeri die alten Preussen, welche Ziegenfelle mit Hörnern über der Kopf- bedeckung trugen, drei Feinde getötet habe, wofür er dieses Wappen erhalten habe. Die Zeit dafür ist unbekannt, doch muss es vor 1106 gewesen sein, wo dieses Wappen, das nach seinem Bilde auch Koziegtowy (Ziegenköpfe) genannt wird, geführt wurde und ein Ritter dieses Wappens in der Wojewodschaft Krakau das Dorf Koziegtowy besass. Dieses Wappen führen die: Cieszkowski, Koziegtowski, Podbipi^ta, Zgleczewski. Es führen die Zgleczewski die Ziegenköpfe silbern. Zgraja. — In silbernem Felde ein Kriegsschild von Stahl; Helm- schmuck: drei Straussenfedern. — Dieses Wappen wurde einem polnischen Ritter Zgraja erteilt, aus welcher Veranlassung ist nicht bekannt. Dasselbe führen die: Gniewski, Kanimir, Zgraja, Zieleniewski. Ztotogoleficzyk (Taf. XIII). — In blauem, auch wohl rotem Felde ein goldgepanzertes Bein, mit dem Knie nach unten gebogen, den Fuss nach links gekehrt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. — Ober den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein polnischer Hetman und sein Rotmeister wurden in einer verlorenen Schlacht gefangen und beide aneinander gefesselt ins Gefängnis gesetzt. Um dem Hetman, dessen das Vaterland bedurfte, die Flucht zu ermöglichen, hieb sich der Rotmeister sein gefesseltes Bein ab. Der Hetman entkam. Als der König, in dessen Gefangenschaft der Rotmeister verblieb, diese Tat hörte, liess er diesen aus Hochachtung seiner Tugend und Opfer- freudigkeit nicht nur heilen, sondern schenkte ihm auch die Freiheit und ein goldnes Bein, gestattete ihm auch dieses Bein im Wappen zu führen. Es wurde dieses Wappen nach seinem Bilde ZJotogolenczyk (goldnes Schienbein), aber auch wohl Wojnia genannt. Es muss die Verleihung noch in sehr früher Zeit geschehen sein, denn ein Ritter dieses Wappens erhielt von König Bolestew III. IIOQ eine Vermehrung desselben, die Nowina genannt wurde; es wird das Wappen Nowina aber auch Ztotogolenczyk genannt. Diesem Wappen gehören an die: Konopka, Sawicki, Witkowski, Wolski, Zarzycki. Znin. — Es werden mit diesem Namen zwei verschiedene Wappen bezeichnet, das eine in Blau ein goldnes lateinisches S, das andere in Blau ein goldnes lateinisches Z, beide ohne besonderen Helmschmuck. Beide Wappen sind wohl identisch zu nennen, da die Verschiedenheit wohl nur durch den ähnlichen Laut beider Buchstaben entstanden sein mag. Es wurde schon Anfang des 1 5. Jahrhunderts in der Wojewod- schaft Krakau geführt. Ein S führen die: Dobrycz (doch das S um- gekehrt, silbern mit silbernem Bande, oder schwarz mit rotem Bande; Helmschmuck: drei Lilien), — Mesenau (das S ist schwarz, silbern und rot abgeteilt; Helmschmuck: zwei Schaufeln), und — Kustynia. — Das Z führen die: Dambrowka, Jasinski, Kamiiiski, Komanski, Motochowiec. - toö - II. In der Zeit der Jagiettonen, bis 156Q, aus Italien, Ungarn, Böhmen, Schlesien und Deutschland eingeführte Wappen. Berszten. — In goldnem Felde drei goldne Pflugräder, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: drei Pfauenfedern. Es kam schon Anfang des 13. Jahrhunderts aus Deutschland nach Polen durch die Berszten. Ein Zweig derselben nannte sich Wierzchlejski. Ein Sprosse dieses Zweiges, in Schlesien geboren, diente als Rotmeister im polnischen Heere. Er war 1563 mit einer polnischen Abteilung in der von dem Czaren Iwan Wasilewicz belagerten Stadt PoJock. Aufs äusserste bedrängt ergaben sich die Lithauer dem Czaren, der sie gefangen nahm, Wierzchlejski jedoch setzte mit den Polen die Verteidigung fort, bis seine Kräfte auch vollständig erschöpft waren und er dadurch gezwungen war, die Stadt zu übergeben. Auch der Czar ehrte die heldenmütigen Verteidiger und gewährte ihnen freien Abzug. König Zygmunt August verlieh dem zurückgekehrten Wierzchlejski eine Vermehrung des Wappens, indem er in diesem das untere Rad durch einen silbernen Staketen- zaun und die Pfauenfedern im Helmschmuck durch einen Adlerflug ersetzte. Es wird das Stammwappen mitunter als Wappen Berszten I, das veränderte als Wappen II bezeichnet. Das Wappen führen die: Berszten, Gaszy^ski, Qiebuitowski, Kamiowski, Klema, Tschapski, Wierzchlejski. Betman. — In rotem Felde ein schwebender Panzerarm, dessen nach rechts gekehrte Hand einen herunterhängenden Gebets -Rosenkranz hält; Helmschmuck: ein wachsender, gepanzerter, vorwärts gekehrter Mann, der mit beiden Händen vor der Brust einen gleichen Rosenkranz hält. Das Wappen kam um 1478 aus Deutschland nach Polen. Das- selbe führen die: Betman. Bonarowa. — In rot und silber gespaltenem Schilde eine Lilie, deren rechte Hälfte silbern, die linke schwarz ist; Helmschmuck: ein wachsender, silber- schwarz gepanzerter Mann mit einer Eisenhaube auf dem Haupte, die Hände vor dem Leibe, in jeder Hand den Stil einer Fahne in gewechselter Farbe. Dieses Wappen wurde aus Frankreich um 1435 nach der Wojewodschaft Krakau eingeführt. Es wurde dies Wappen auch wohl Ibrida genannt. Dasselbe führten die erloschenen Boner. Boiezdarz (Taf. XIII). — In blauem Felde ein silbernes, gleich- balkiges Kreuz, an jedem Balkenende mit einer schwarzen Lilie belegt; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit gleichem Kreuz mit den Lilien. Es wurde 1442 von dem Könige WtadysJaw dem Bürger und Rat in Krakau, Jerzy Szwarc, auch Czamy genannt, verliehen. Dasselbe führen die: Nieciszewski, Odejowicz, I^mkiewicz, Szwarc, Wieczorkowski. Budwicz. — In silber und rot gespaltenem Schilde zwei in der Teilungslinie senkrecht übereinander stehende gefiederte Pfeile von gewechselter Farbe, der obere Pfeil sich mit dem Schaft in Helm und — 101 — Krone verlierend, über dieser die Pfeilspitze als Helmschmuck; in jedem Felde dann auch eine Lilie von gewechselter Farbe. Das Wappen stammt aus Böhmen, kam um 1500 nach Polen. Dasselbe führen die: Blacha, Jachimowski, KopczyAski. Dangiel. — In grünem Felde ein silberner Querbalken, belegt mit zwei goldnen Weinblättem; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es wurde 1498 von Wtadystew, König von Böhmen und Ungarn, einem Ungarn Dangiel erteilt, dessen Sohn nach der Wojewodschaft Krakau übersiedelte und dort verblieb. Dasselbe führen die: Dangiel und Danielecki. D^borög. — In grünem, mitunter auch blauem Felde ein Eichen- stubben, aus dessen Mitte ein Hirschgeweih herausragt; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. — König Zygmunt August verlieh dieses Wappen 1562 seinem Jägermeister Stanislaw Bylczyfiski, aus dem Kreise Orodno, der während einer Jagd einen Eichenstamm mit eingewachsenem Hirschgeweih gefunden und dem Könige verehrt hatte. Dasselbe, auch Duboroch genannt, führen die: Bylczynski. Geschaw. — In geviertetem Schilde in dem ersten und vierten blauen Felde ein nach der Teilungslinie gekehrter weisser Kranich mit erhobenen Flügeln, mit dem linken Fusse auf einem viereckigen weissen Marmorsteine stehend und an diesen mit kleiner eiserner Kette be- festigt, in dem rechten erhobenen Fusse einen Stein haltend; in dem zweiten und dritten roten Felde ein aus einer am Schildesrande befindlichen Wolke heraustretender rechter, nackter Arm, der ein blankes, erhobenes Schwert hält; Helmschmuck: ein aufwachsender weisser Kranich mit ausgebreiteten Flügeln, mit goldner Krone um den Hals. — Dieses Wappen wurde 1555 von König Zygmunt August dem Oarde-Oberst Kasper, der einem Seitenzweige der Jezewski W. Jastrz^biec angehörte, welcher Zweig sich Oeschaw nannte, unter Erneuerung des angezweifelten Adels erteilt. Dieses Wappen führen die Geschaw, die sich auch wohl Oeschau-Oeiewski nannten. Kieflicz I (Taf. XIII). — In blauem Felde drei in Schlingen gelegte goldne Ketten, welche, zu 2 und 1 gestellt, in der Mitte zusammengeknotet sind; Helmschmuck: drei Straussenfedern. — Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein Ahnherr des Wappens Kietlicz II (s. folgend), der ein slavischer Fürst gewesen sein soll, der schon im 10. Jahr- hundert Christ geworden war, hatte vier Söhne. Da er diese aber nicht alle mit Gütern ausstatten konnte, erteilte er ihnen den Rat, der älteste sollte ihm im Besitze folgen, die andern möchten aber an fremden Höfen als Ritter ihr Glück suchen. Hiermit waren die Söhne einverstanden, und als die jüngeren sich zur Abreise schickten, nahm ihre Mutter eine goldne Kette von ihrem Halse, riss sie in drei gleiche Teile, die sie den Söhnen als Talisman verteilte. Die drei Söhne über- liessen nun ihrem ältesten Bruder den väteriichen Besitz und das alte Wappen, nahmen aber für sich und ihre Nachkommen die drei Ketten in blauem Felde als Wappen an. Dieses wurde schon 1174 in Polen eingeführt. Dasselbe führen die: Brem, Cygan, Karwifiski, Kiczki, Kietlicz, Pluzefiski, Preteszewski, Rayski, Skidzifiski, Skierkowski, Studefiski, 2egota. — 102 — Kietlicz II. — In schrägelinks geteiltem Schilde in dem oberen, etwas grösseren goldnen Felde ein aufwachsender, rechts gekehrter, schwarzer Stier, das untere Feld in rot und. silbern seh rägerechts in sechs Felder geteilt; Helmschmuck: ein halb aufwachsender Stier inner- halb eines Fluges, der rechte Flügel silbern, der linke rot, jeder belegt mit sechs Rosen in gewechselter Farbe. — Es wird aber auch be- schrieben: Schrägerechts geteilt, der Stier links gewendet, das untere Feld geteilt: schwarz, gold, schwarz, rot, silbern, rot; Helmschmuck: sechs schwarze Kapaunenfedern, rethts eine rote, links eine weisse Rose. Wohl diese letzere Form war das Stammwappen der Kietlicz. Es kam um 1550 nach Polen, nach Preussen und Liefland. Dasselbe führen die: Kietlicz und Pilli. Kizinek I. — In rotem Felde ein schwarzes, Schrägerechts ge- stelltes, mit dem Mundstück nach rechts gelegtes, nach unten ein- gebogenes Jagdhorn, oben besetzt mit drei halben silbernen Lilien; Helmschmuck: zwei Jagdhörner (Elephantenrüssel), jedes aussen mit drei halben weissen Lilien besetzt. Es kam aus Schlesien um 1550, ging dort aber nach etwa hundert Jahren wieder aus. Dasselbe führten die: Kizinek. Kizinek IL — Siehe folgend: Aus Preussen hinzugekommene Wappen. KoAczyc. — In rotem Felde sieben schwarze Straussenfedern, als Busch fächerartig zusammenstehend; Helmschmuck: das Wappenbild. Über die Entstehung wird gesagt: In diesem uralten böhmischen Wappen war ursprünglich nur eine Straussenfeder. Als dann Wandalin Mniszech sieben Jahre in dem Heere Karls des Grossen mit Aus- zeichnung gefochten hatte, habe ihm dieser weitere sechs Straussen- federn in das Wappen verliehen. Um 1550 kam Mikotaj Mniszech aus Or.-Konczyc bei Freistad in Böhmen nach Polen und verblieb dort. Dieses Wappen führen in Polen nur die Mniszech. Krupka. — In rotem Felde zwei nebeneinander stehende silberne Lilien; Helmschmuck: eine silberne Lilie zwischen zwei Jagdhörnern (Elephantenrüsseln). Peter Kreutzberg (Kruczberg) kam aus Deutschland (Franken) nach Polen, wo ihm dieses, seinen Vorfahren, wie er nachwies, von Kaiser Friedrich erteilte Wappen, von König Zygmunt I. 1515 be- stätigt wurde. Sein Name wechselte sich in Polen in Krupek, dann Krupka um. Dieses Wappen führen die: Krupka, Przedawski, Tomaszewski. . Kruszowski. — In blauem Felde ein aufrechtstehender, rechts ge- kehrter Bär, der zwei von rechts und links bis zur Hälfte in den Hals ge- schossene, gefiederte Pfeile hat; Helmschmuck: ein gleicher aufwachsender Bär mit den Pfeilen. Dieses Wappen stammt aus Ungarn, wo es die Nedecki aus Nededy führten, die sich nach Böhmen verzweigten, dort Skrauszewski nannten, von dort um 1550 nach Polen kamen, dort blieben und Kruszowski genannt wurden. Murdelio (Taf. XIV). — In rotem Felde ein goldner, nach oben geöffneter Halbmond, auf welchem ein goldnes Hochkreuz steht, unter dem Monde ein goldner, achteckiger Stern; Helmschmuck: ein aut — 103 — wachsender, rechts gekehrter Greif. Es kam mit Jerzy Karwat um 1470 aus Kroatien nach Polen. Dasselbe führen die: Dyniatynski, Karwat, Mtodawski, Oskierka, Piotrowicz, Snarski. Prowana. — In rotem Felde der silberne polnische Adler, ungekrönt, der auf seiner Brust einen gevierteten Schild trägt, in dessen erstem und viertem Felde eine gekrönte, goldne Säule in Rot, im zweiten und dritten Felde in Silber eine Rebe mit drei blauen Trauben; Helmschmuck: eine gleiche Sä\ile. Das Stammwappen des Geschlechts Prowana in Savoyen war die Weinrebe. Als ein Vorfahr den.: von dem Konzil in Konstanz zurückkehrenden Papst Martin V. gastlich bei sich aufnahm, erhielt er von diesem als Dank eine Vermehrung des Wappens durch die Säule, die die Colonna fährten. Zur Zeit des Königs Zygmunt August kamen zwei Brüder Prowana nach Polen; erhielten das polnische Indigenat und vom Könige 1557 als Vermehrung ihres Wappens noch den weissen Adler in Rot. Przestrzat (Taf. XV). — In rotem Felde ein senkrechtes Schwert, dessen Spitze ein schrägerechter, mit der Spitze rechts gekehrter, silberner Pfeil durchsticht; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Es wurde 1482 vom Könige Mathias von Ungarn dem Stefan Janicz, auf Wajnag oder Unichow, in Siebenbürgen im Kreise Husk, verliehen. Seine Söhne siedelten nach Polen über, wurden für kriegerisches Verdienst 1509 vom Könige mit Gütern im Lande Praemysl bedacht. Das Wappen wurde Przestrzat (przez strzat, durch den Pfeil) genannt. Dasselbe führen die: Berezaiiski, Lysienko, Przewtocki, Przybystawski, Stebnicki, Terlecki, Unichowski, Ustrzycki. Radoniski. — In rotem Felde ein silberner, schrägerechter Balken, oben und unten von je einer siJbemen Rose begleitet; Helmschmuck: fehlt. Es wurde aus Schlesien nach Polen eingeführt, wohl um 1650. Dasselbe führen die: Radonic und Radoniski. Samson (Taf. XV). — In blauem Felde Samson (Simson), gelb gekleidet, der einem goldnen, rechts gekehrten Löwen den Rachen aufreisst; Simson hält mit der rechten Hand den Unterkiefer, mit der linken den Oberkiefer des Löwen, auf dessen Rücken er seinen linken Fuss gesetzt hat. Es wird auch wohl Watta genannt. — Über den Ursprung ist nichts bekannt, man hält das Wappen für ein eingeführtes, doch wurde es in Polen schon 1480 geführt. Dasselbe führen die: Barczewski, Bielicki, Bl^cki, Bulewski, Chalecki, Exner, Jabto^ski, Jaromirskt, Karczewski, Kobacki, Kokalewski, Kosicki, Kosi/iski, Kurczewski, iiojecki, liuczy/iski, Mastowski, Niemieraycki, Olewi/iski, Proski, Rosicki, Rositfiski, Rychtowski,Sanisonowicz, Skrzydtewski, Toczytowski, Watta, Zakrzewski, Zawadzki. Schilling. — In rotem Felde ein silberner Ring, in dessen Mitte ein Lindenzweig mit drei grünen Blättern, die nach oben, nach rechts und nach links gerichtet sind; Helmschmuck: ein schwarzer (oder roter?) Adlerflug, jeder Flügel belegt mit dem Wappenbilde. Dieses Wappen wurde von Kaiser Maximilian 1507 den Schilling erteilt, die aus Deutschland nach Preussen, Schlesien und Polen übersiedelten, hier 1543 das Indigenat erhielten, dann auch Schyling und Szyling ge- schrieben wurden. — 104 — SröC2nilL — In rotem Felde eine rechts gekehrte Elster (sroka), die auf einem in grünem Boden steckenden Aste steht; Helmschmuck: fehlt Es soll einem Sroka für Auszeichnung im Kri^e erteilt . worden sein, doch wo? und wann? Es gilt als ein, vermutlich aus Schlesien eingeführtes Wappen, war in Polen, wo es Srocznik, auch Sroka genannt wurde, um 1550 schon bekannt. Dasselbe führen die: Brakstein, Rochcicki, Tuczkowski. Stankar. — In silbernem Felde ein schwarzer, goldbewehrter, gekrönter Adler, der auf seiner Brust einen Schild tr%t, in dessen rotem Felde ein senkrechtes blankes Schwert steht, dessen Spitze oben mit einem nach oben geöffneten silbernen Halbmonde besetzt ist. Auf der Krone des Adlers eine kleine senkrechte, einmal um den Schaft gewundene rote Fahne. Aus Mantua in Italien siedelte Franz Stankar nach Polen über, erhielt hier 1569 das Indigenat. Das Wappen führen die: Stankar und Smoczyiiski. Taczata (Taf. XV). — In goldnem Felde ein grauer, nach links gewendeter, auf dem rechten Fusse stehender, in dem linken, erhobenen Fusse einen Stein haltender Kranich, dessen Kopf bis zur Hälfte des Halses in ein schwarzes Schildeshaupt reicht, in diesem rechts und Ijnks von einem silbernen Stern b^l.eitet ist; Helmschmuck: fehlt. — Ober den Ursprung dieses Wappens, das wohl ein Sinnbild der Wach- samkeit ist, ist nichts bekannt. Es kam aus Böhmen mit Henryk Oierko um 1500 nach Polen. Dasselbe führen die: Bartkowski, Benoe, Berent, Budzowski, Fischer, Frantzius, Oerkowski, Oerszewski, Gierko, Hejdukiewicz, Krahn, Roznowski, Skrotfiski. Verändert führen das Wappen jedoch die Frantzius: nicht zwei, sondern drei Sterne zu 1 und 2 gestellt, als Helmschmuck den Kranich, — die Krahn: die Sterne fehlen, der Schild ist blau-rot geteilt, — die Budzowski und Skronski : der Hals des Kranichs ist von einem silbernen Pfeile von unten nach oben durchbohrt; Helmschmuck: ein gleicher Kranich zwischen zwei blau -gold gewechselten Jagdhörnern (Elephanten- rüssel). Trzy Ksi^iyce. — In blauem Felde drei goldene Halbmonde (Ksi^zyce), nach oben geöffnet, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck fehlt. Es wurde in Polen schon von dem Bischof Dyonis von Posen, 1088—1106, geführt. Es stammt aus Italien, von wo Hannibal und Nicolaus de Strozze aus Florenz, mit der Königin Bona 1518 nach Polen kamen, dort blieben und sich später Strocki nannten. Dasselbe führen die: Nowakowski und Strocki. Turzo. — In rot -gold geteiltem Schilde oben ein wachsender, gekrönter, goldener Löwe, unten drei zu 2 und 1 gestellte rote Rosen ; Helmschmuck: ein aufwachsender Löwe. Es stammt aus Ungarn und wurde schon 1477 von den Turzo in Krakau geführt. Wierzbna (Taf. XV). — In einem durch einen goldenen schmalen Balken geteilten blauen Felde in dem oberen wie unteren Teile desselben je drei neben einander stehende goldene Lilien; Helmschmuck: eine korinthische Säule, die in der oberen Hälfte von unten nach oben von einem Pfeile schrägerechts durchbohrt ist. Über den Ursprung des — 105 — Wappens wird gesagt: Werboslaw Oraf von Wrbna in Böhmen, der um 895 gelebt hat, hatte in den Kriegen gegen Frankreich um die Abhändgkeit Lothringens, sowie in denen um die Wiedervereinigung Deutsdilands mit Italien mit Auszeichnung gefochten. Der Kaiser verlieh ihm drei Lilien ins Wappen und der König von Frankreich, der diesem früher so gefürchteten Gegner, nach der Weise ritterlicher Tafelrunde den Brudernamen beilegte, verlieh ihm ebenfalls die drei französischen Lilien, die unter die zuerst verliehenen gestellt wurden. Als die Römer besiegt worden waren, durchschoss Werboslaw mit seinem Wurfpfeil den römischen Feldherm aus dem Geschlecht der Colonna. Darum verlieh Kaiser Otto I. dem Werboslaw die vom Pfeil durchschossene Säule (colonna) als Helmschmuck. — Aus Böhmen kamen die Wrbna schon um 1220 nach Schlesien und von dort um 1400 nach Grosspolen, wo sie, ebenso ihr Wappen, Wierzbna genannt wurden. Dieses Wappen führen die: Brantalski, Qronowsid, Oiynfar, iiaszczyfiski, Pawtowski, Itydzyfiski, Stonczyiiski, Wierzbna, Wierzbnowski, Wierzwiiiski. Es führen die Qrynfar das Feld rot. Wieie. — In rotem Felde auf grünem Boden stehen neben einander zwei silberne, schwarz gefugte, viereckige Türme (wieze), jeder mit drei zu 2 und 1 stehenden viereckigen Fenstern und mit einem spitzen Dach; Helmschmuck: drei Straussenfedem. — Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Als von dem Feinde ein Schloss an der Oder belagert wurde, schlug sich ein Ritter durch deren Linie und kam mit seinen Leuten den Belagerten zu Hilfe. Es wurde nun die Verteidigung so tapfer weitergeführt, dass der Feind abziehen musste. Dafür habe König Bolestaw III. Krzywousty dem Ritter dieses Wappen verliehen, also um 1125. Die Heimat des Wappens war Schlesien, von wo es nach Polen um 1500 kam. Dasselbe führen die: Boiyiiski, Koztowski, Nidecki, Osyfiski, Raszyc, Welczek, Weprowski, Wieprzewski, Wotk. Doch verändert führen das Wappen die: Raszyc, Boiynski, Koztowski, Osynski, Wieprzewski: einen runden Turm mit Zinnen, auf dem zwei kleine Türme mit Zinnen stehen, jeder mit einer Öffnung; Helmschmuck: das Wappenbild. Zetynian. — Ein rechter Schrägebalken, oben und unten von je einer Rose begleitet; Helmschmuck: drei Hahnenfedern. Die Farben sind nicht angegeben. Dieses Wappen kam durch Karl Guczy, der aus Florenz in Italien stammte, Hofbeamter der Königin Bona war, 1518 nach Polen. Dasselbe führen die: Ouczy, Qudowicz, Rodakowski, Zytynian. Ztota wolno^i. — In blauem Felde zwei in Form der Zahl 8 zu- sammen gewundene Schlangen, zwischen deren oben befindlichen, sich zugekehrten Köpfen ein goldenes Hochkreuz schwebt; Helmschmuck: fehlt — Ober den Ursprung des Wappens ist nichts bekannt, das Wappenbild scheint auf die Aussöhnung zweier Feinde hinzudeuten. Es war das Wappen schon im 16. Jahrhundert in Stein an dem Schlosse Brze^ny, in Galizien, das den Sieniawski des Wappens Leliwa gehörte, angebracht Dasselbe führen die: Szymatfiski und Szymofiski. — 106 — in. Die aus der Provinz Preussen seit 1466 hinzugekommenen Wappen. In der Provinz Preussen sassen vorzugsweise deutsche, dann aber auch polnische Geschlechter, welche letzteren teils die alten polnischen Stammwappen , teils diesen nicht zuzuzählende Wappeil fährten, ferner der Uradel Pommerellens, zu dem ebenfalls Deutsch^ und Polen hinzugetreten waren, mit besonderen Wappen. Diese Wappen waren teils aus dem Auslande mitgebracht, teils neu verliehene oder selbst gewählte, sie hatten, mit wenigen Ausnahmen, keinen besonderen Wappennamen, zur Bezeichnung dienen deshalb die Namen der sie führenden Geschlechter, die aber, soweit sie nicht Polen ware^i, vielfach zu polnischen Wappen sich adoptieren Hessen, ihre Namen polonisierten und auch in Zweigen polnische Namen annahmen. Teil- weise führten diese Geschlechter den deutschen Namen als Beinamen noch fort Neben diesen durch die Polonisierung deutscher Geschlechter entstandenen Doppelnamen erscheinen aber auch solche, ebenfalls halb deutsch, halb polnisch, die aber weiter nichts ausdrücken als den deutschen und polnischen Namen des Familiengutes, dessen ursprünglich polnischer Besitzer sich nach demselben deutsch genannt hatte. Es seien nachfolgend die Pommerellischen Wappen von den übrigen preussischen Wappen unterschieden. A. Die preussischen Wappen. Abstagen. — In Schwarz ein aus roter Zinnenmauer aufwachsender, goldner, doppelgeschwänzter Löwe; Helmschmuck: schwarzer, rot gestülpter, mit sechs Hahnenfedern besteckter Hut. Wappen vom Kaiser 1453 erteilt. In Polen nobilitiert 1527. Alexwangen. — Schild silbern -rot geteilt, oben zwei rote Rosen, unten eine silberne Rose, alle drei durch einen stachligen Zweig verbunden. Nobilitiert in Polen 1524. Alkiewicz. — Schild silbern -blau geteilt,* oben ein schreitender Elennhirsch, unten zwischen zwei silbernen Schrägeflüssen drei Kugeln, Auerswald. — In Schwarz zwei silberne, schreitende Löwen über einander; Helmschmuck: ein schwarzer, vorwärts gekehrter Büffelkopf. Sie stammen aus Sachsen. Austen. — Schild rot-golden gespalten, vorne ein auf grünem Boden sitzendes, silbernes Eichhörnchen, links zwei schrägerecht^ schwarze Balken; Helmschmuck: ein Eichhörnchen zwischen zwei Büffelhörnem, das rechte gold-schwarz, das linke silbern-rot geteilt Es wurde den aus Deutschland stammenden Austen von der Lemnitz 1577 von Kaiser Rudolf erteilt. Bartsch. — In goldnem Felde ein rotes, sitzendes, links gewendetes Eichhörnchen; Helmschmuck: gleiches Eichhörnchen. — 107 — Bauman. — Nannten sich Bouman Zaieski, nahmen das Wappen Godziemba an. Baaingart(en). — In Rot ein silberner, senkrechter Schlüssel mit einem Haken statt des Bartes; Helmschmuck: Schlüssel zwischen zwei Hörnern. Baysen. — In silbernem Felde ein rotes, an einer Nuss nagendes Eichhorn; Helmschmuck: ein gleiches Eichhorn. Sie nannten sich später Bazenski, hatten um 1450 in Spanien eine Wappenvermehrung erhalten: ein bis zu den Knieen aufwachsender Mohr, links gewendet, das Eichhorn auf dem Arme haltend; Helmschmuck: ein aufwachsender Mohr, den Stiel einer links gestellten weissen Fahne haltend, auf der das Eichhorn. Zweig: Pempowski. Becke, von der. — In Blau ein roter, schrägerechter Balken, belegt mit drei silbernen, runden Scheiben, die mittlere mit einem schwarzen Löwen, die andere je mit einer goldnen Krone belegt. Bem (Behm). — In silbern-rot gespaltenem Schilde rechts ein grüner, nach innen gekehrter Greif, links ein auf den Hinterfüssen stehender, silberner Schafbock; Helmschmuck: Greif, und Schafbock einander zugekehrt. Poln. Adel 1526 und 1569. Dieses Wappen führen die: Bern und M^czewski. Biatoskörski« — In Blau ein silbernes, nach unten offenes Hufeisen, oben mit einem goldnen Kreuze besetzt, innerhalb des Hufeisens ein Adlerfuss; Helmschmuck: drei Straussenfedern, blau, grün und rot. Vordem führten sie das Wappen Dqbrowa. Birken. — In Schwarz ein roter Sparren, unten von einem goldnen Stern b^leitet. Blankenstem. — In Blau zwei rate Querbalken, auf beiden ein senkrecht nach oben gerichteter Pfeil ruhend. Es wird aber auch wohl nur ein Balken und der Pfeil gestürzt geführt; Helmschmuck: zwei blaue und eine silberne Straussenfeder. Blumstein. — In silbernem Felde eine grüne nach links ausgebogene Maiblumenstaude mit zwei Blättern und fünf über einander stehenden Maiblumen; Helmschmuck: das Wappenbild. Nannten sich Quadkowski alias Kwiatkowski. Bodek. — Schild quadriert, im 1. und 4. Felde in Blau ein goldnes Balkenkreuz, im 2. und 3. goldnen Felde ein roter, schreitender Löwe; Helmschmuck: ein gleicher Löwe zwischen schwarzem Adlerfluge. Borkowski. — In rot- blau gespaltenem Schilde ein nach oben geöffneter Halbmond, auf welchem ein Doppelkreuz steht, beide vop gewechselten Farben. Brandys. — In rotem Felde eine goldne Adelskrone, aus welcher ein mit einem nach unten gekehrten Schwerte bewaffneter, gepanzerter Arm hervorwächst; Helmsdimuck: ein gleicher bewaffneter Arm. Brant. — In Blau eine schrägerechts liegende brennende Fackel (pochodnia); Helmschmuck: drei Straussenfedern, Ein Zweig, der sich Klecewski nannte, führte aber in Blau auf grünem Boden einen dreiastigen, an jedem Aste brennenden Baumstamm. Das Wappen wird auch wohl Pochodnia genannt. — 108 — Braaneck. — Schild quadriert, im 1. roten Felde drei silberne Rosen, zu 2 und 1 gestellt, im 2. und 3. Felde in Qold zwei schräglinke schwarze Balken, im 4. blauen Felde ein nach oben geöffneter goldner Halbmond, jiber demselben zwei Sterne; Helmschmuck: ein gepanzerter Schwertarm. Nannten sich auch Niepoczotowski. Braunschweig. — In Silber ein roter Querbalken, oben von zwei, unten von einer Rose begleitet, je sechsblättrig und rot; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Bniecken (von der Brücke). — In Blau zwei goldne Sparren, begleitet von sechs goldnen Lilien, zu 2, 3 und 1 gesteUt; Helmschmuck: drei grüne, blOhende Lilien. Bachwald. — In silbern -rot quer geteiltem Schilde ein gekrönter Bären- oder Eberkopf. Ein Zweig nannte sich Straszyiiski, nahm als Wappen an: ein Löwe; Helmschmuck: der Löwe wachsend. Bndricki. — Schild geviertet, im ersten Felde in Blau ein silberner Pfeil, im zweiten in Gold ein Kranich, im dritten in Blau ein rotes Kreuz, im vierten in Rot ein silbernes Hufeisen. Burchard. — In Blau ein silberner Balken, belegt mit einem schwarzen Lindwurm; Helmschmuck: eine seh warze Bärenüitze zwischen zwei Hörnern. Burtscheid. — In silbernem Felde drei rote Herzen oder Seeblätter. Sie nannten sich Borzuta, nahmen das Wappen Pomian an. Chomiito (Taf. XIII). — In rotem Felde ein schrägelinks gelegtes, silbernes Joch (Chom^to), in welches man die Ochsen vor den Wlug zu spannen pfl^e; Helmschmuck: vier Straussenfedem. — Ober den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Dobrostaw, aus Cygenberg, übergab seinem Könige, unter dem das Pferd gefallen war, sein eignes Pferd, bestieg aber selbst einen im Joch gehenden Ochsen und wusste mit demselben den auf den König eindringenden Feinden ein solches Hindernis in den Weg zu legen, dass der König der Gefahr entgehen konnte. Der König gab dafür dem Drogoslaw das Joch in das Wappen, das Chom^to genannt wurde. Über Ort und Zeit der Tat steht nichts fest, doch muss es wohl im 13. Jahrhundert gewesen sein. Das Wappen fuhren die: Bochli^ski, Budiwaldzki, Ciediolewski , Cygenberg, Czadlifiski, Knibawski, Krzybawski, Ortowski, Sdiaffter, Suchostrzycki, Wulkowski, Zaleski. CichowskL — In Rot ein silbernes Agnus Dei mit Fahne. Cietrzew (Taf. XIII). — In rotem Felde ein auf grünem Boden stehender, rechts gekehrter Birkhahn; Helmschmuck: ursprunglich ein Birkhahn, statt dessen später auch ein goldner, nach oben offener Halbmond, überhöht von zwei über einander stehenden goldnen Sternen. Es ist wohl durch die Berkhan aus Pommern eingeführt Dasselbe führen die: Berkau, Berkhan, K^trzyAski, Sikorski. dementen. — In Rot ein silberner wellenförmiger Querbalken (oder Fluss?), oben von zwei silbernen Rosen, unten von einer Rose begleitet; Helmschmuck: zwischen zwei Fahnen, auf jeder ein Kavalier- kreuz, eine silberne Rose an grünem Stiele mit vier Blättern. Sie nannten sich später Plemi^cki. — 109 — Cyremberg. — In silbernem Felde ein roter, einen grünen Hügel anspringender Hirsch; Helmschmuck: ein rotes Hirschgeweih, Czaplicki. — Schild silbern-blau gespalten, vorn drei rote Kreuze über einander, links kein Bild; Helmschmuck: ein wachsender silberner Hirsch. CzamoleAskL — In silbernem Felde eine quergel^e, schwarze Löwentatze, oben von zwei Sternen, unten von einem Stern begleitet. Deben. — Schild gespalten und fünfmal von Silber und Blau mit verwechselten Farben quergeteilt; Helmschmuck: zwei Büffelhömer, gewechselt silbern-blau geteilt. Sie nannten sich auch Samptawski. Demuth. — In silbernem Felde ein roter Lattenzaun, auf dem ein Rabe steht; Helmschmuck: der Rabe zwischen zwei Büffelhörnem. Deppen. — In Blau ein schrägerechts liegender Baumstamm, oben mit drei, unten mit zwei grünen Blättern; Helmschmuck: ein Hirschkopf, zwischen dem Oeweih die Schildfigur. Dieben. — In goldnem Felde ein Baumstamm mit drei Asten; Helmschmuck: ein Busch silberner, nach rechts gekrümmter Hahnen- federn. Oder auch: der Schild durch einen silbernen, schrägerechten, abgekürzten Zinnenbalken von Gold und Schwarz geteilt; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Auch Diban, Dieban, Dieband, Diebes, Diewen, Dywan und Diebowski geschrieben. Diehle. — In Blau ein silberner, aus einer Krone aufwachsender Hirsch mit goldnem Halsbande; Helmschmuck: der Hirsch wachsend. Oder auch: in Silber drei abgehauene, geästete Baumstämme (anstatt dieser auch wohl drei Schwerter); Helmschmuck: ein Pfauenscnwanz, belegt mit zwei gekreuzten Baumstämmen. Auch Diehlon und Dhele geschrieben. Dietz. — Mehrfach geändert: in rot-blau geteiltem Schilde ein Messer, dann eine Sense, dann in rot-silber geteiltem Schilde ein doppelköpfiger Adler, mit gewechselten Farben. Ein Zweig nahm das Wappen Topor an, nannte sich Decius. Dobenek. — In blauem Felde ein roter Kardinalshut mit herunter- hängenden Schnüren und Quasten; Helmschmuck: ein gleicher Hut mit kurzem, schwarzen Reiherbusch. Donau (Dohna). — In Blau zwei silberne, siebenendige Hirsch- hörner, die sich mit den Kronenenden unten kreuzen; Helmschmuck: eine wachsende, gekrönte Jungfrau mit offenem Haar, in langem, blauen Gewände, zwischen zwei silbernen Hirschhörnern, die sie mit den Händen hält. Drangwitz (Trankwicz.) — In rotem Felde zwei dreieckige, silberne, neben einander stehende Steigbügel, die an einem schwarzen, durch einen silbernen Ring gezogenen Riemen hängen; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Das Wappen führen auch die Wambkowski. Drozdowski. — In silbernem Felde drei rote rechte Schrägebalken; Helmschmuck: ein wachsender, linksgekehrter Hirsch zwischen zwei Büffelhörnern. DzierziAski. — In Gold ein blaues, nach unten offenes Hufeisen, das ein blaues Kavalierkreuz einschliesst; Helmschmuck: zwei goldne, je mit zwei roten Querbalken belegte Büffelhömer. — 110 — Edling. — In Blau die linke Hälfte einer Lilie, an die sich rechts eine halbe Sonne lehnt; Helmschmuck: das Wappenbild, nur die Lilie unten, die Sonne oben. Eichholtz. — In Rot zwei silberne, oben übereinander gelegte Sensenklingen; Helmschmuck; drei Straussenfedern. Ein Zweig nannte sich JaWonowski, nahm das WaJDpen Ksi^iyc an. Eilemberg. — Später Eulenburg. In golden-blau geteiltem Schilde unten drei goldne, zu 2 und 1 gestellte Sterne, oben ein schwarzer, rot bewehrter und rot gekrönter, bis an das Schulterblatt in das untere Feld versinkender Löwe, das Schweifende noch sichtbar lassend; Helm- schmuck: ein gleicher Löwe, aber halb wachsend, mit Flugein, der rechte Flügel golden, der linke blau. EKnic (Olschnicz, Oelsnitz). — In Blau ein roter rechter Schräge- balken, belegt mit drei silbernen Kugeln; Helmschmuck: ein schwarzer Adlerflug, jeder Flügel belegt mit dem Wappenbilde. Engelke. — In gold-blau geteiltem Schilde unten 3 zu 1 und 2 in einander geschlungene, goldene Ringe, oben ein auf der Teilungslinie rechts gekehrt stehender Habicht mit goldnem Ringe im Schnabel; Helmschmuck: ein gleicher Habicht zwischen zwei Elefantenrüsseln die, golden und schwarz, in der Mitte wechselnd tingiert sind. Epingen — In rot- silbern gespaltenem Schilde zwei senkrecht stehende Hellebarden, die Eisen nach oben und auswärts gekehrt, zwischen diesen und dieselben berührend ein kleiner Schild, in welchem ein Kavalierkreuz, die Bilder alle von gewechselter Farbe; Helmschmuck: das Wappenbild. Nannten sich auch Boreszowski. Esken (Estken). — Schild blau -rot geteilt, oben ein goldner sechseckiger Stern, unten ein silberner Querbalken; Helmschmuck: der Stern zwischen zwei blau-rot wechselnd geteilten Elefantenrüsseln. Ein Zweig kam nach Lithauen, nahm das Wappen Drya an, nannte sich Estka. Eysak (Eysachs). — In silbernem Felde eine bis zu den Knieen aufwachsende, schwarz gekleidete Jungfrau, deren Kleid vom Gürtel abwärts goldene Streifen hat, die zwei Hörner zum Blasen an den Mund setzt; Helmschmuck: das Wappenbild. Falken. — In blauem Felde ein fliegender, silberner Falke, der eine wilde Taube in den Fängen hält; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Dieses Wappen , das auch Oot^bek und Haubicki genannt wird, führen die: Falken, Haubicki, Ret, Ptachecki. Faikenhan (Falkenheyn). — In rot-silbern gespaltenem Schilde ein grüner Kranz mit Rosen über einem nach oben geöffneten goldnen Halbmonde, der Kranz rechts und links von je vier goldnen Sternen, zu 2 und 2 gestellt, begleitet; Helmschmuck: das Wappenbild ohne die Sterne. Felde (Felden). — In silbernem Felde drei aus dem Boden wachsende Kornähren. Ein Zweig nannte sich Kossowski, — ein zweiter ZVeig WyJDCzynski nahm das Wappen Dot^ga an. Felde. — In Blau zwei goldne rechts und links geöffnete Halb- monde; Helmschmuck: zwei gleiche Monde. — tu — Felden. — In Rot ein goldner, schrägerechts li^ehder Baumstamm, oben mit drei, unten mit zwei Blättern; Helmschmuck: zwei solche Baumstämme, unten zusammenstehend, oben auseinandergehend. Ein Zweig nannte sich Zakrzewski, führte dann im Schilde, wie auch als Helmschmuck, drei schrägerechts liegende Baumstämme. Feldstedt. — In Rot ein silberner Querbalken, belegt mit drei roten Löwenköpfen; Helmschmuck; drei Straussenfedern. Fcrbcr. — Poln. Adel 1515. In goldnem Felde drei schwarze Eberköpfe mit silbernen Hauzähnen, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit einem Eberkopf. Flanss (Pflantz). — In silbernem Felde ein schwarzer, rotbewehrter Adler mit Kopf und Hals eines Wolfes; Helmschmuck: ein offener, von Schwarz und Silber viermal quergestreifter, mit zwei roten Schwertern belegter Flug. Foller. — Schild geteilt, oben zwei schräg gestellte Keile, dazwischen eine Weintraube, unten zwei gekreuzte Keile. Forhauer (Vorhauer). — Schild blau -silbern gespalten, rechts ein silbernes Hirschhorn, links drei rote Rosen übereinander; Helmschmuck: ein wachsendes Frauenbild mit blauem Kleide, silbernem Mieder, in der rechten Hand das Hirschhorn, in der linken einen Stengel mit drei Rosen übereinander haltend. Frqcki (Frank von der Franze, Francki, Franski, Frentzki). — Schild geteilt, oben in Silber ein stehender Rabe mit einem Ringe im Schnabel, unten in drei Reihen rot-silbern geschacht; Helmschmuck: ein gleicher Rabe. Ein Zweig nahm das Wappen Nieczuja an. Freyhold. — In Silber ein roter, linker Schrägebalken, belegt mit drei goldnen Sternen; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Ein Zweig nannte sich Ustarbowski. Froben. — In Blau zwei aus silbernen Wolken kommende, rot gekleidete Arme, deren Hände einen senkrechten, goldnen Stab halten, an dem zwei grüne Schlangen sich emporwinden, auf der Spitze des Stabes sitzt eine Taube; Helmschmuck: ein gleicher Stab mit der Taube, Froebner« — In goldnem Felde ein links gekehrter, schwarzer Widderkopf mit Hals und roten Hörnern; Helmschmuck: drei Straussen- federn. Frydewald (Fredewald). — Schild geteilt, oben zwei bekleidete Arme, ein Schwert haltend, unten ein dreiblättriger Zweig. Gabelentz (Oabelenc, Oableniec, Oablenz). — In silbernem Felde eine rote, gestürzte Spitze, in welcher eine silberne Streugabel mit drei nach oben gerichteten Zinken, ohne Schaft; Helmschmuck: ein Adler- flug, der rechte Flügel rot, der linke silbern. Gi^siorowski (Helden -Gqsiorowski, Oosierowski, Ooczorowski). — Schild silbern-rot geteilt, oben ein schwarzer, laufender Hund, unten ein silbernes Hufeisen. Gaudecker (Oaudecker genannt Siegler, Wargel, Wangen). — In Rot drei silb.erne, jn der Mitte zusammenstehende Ochsenhömer; Helmschmuck: ein wachsender schwarzer Stier mit silbernen Hörnern. Geiz (Oec, Goetz, Goetzen). — Schild geteilt, oben in Silber ein aufwachsender schwarzer Adler mit ausgebreiteten Flügeln, das untere — tl2 — Feld rot-silbern-blau gespalten; Helmschmuck: ein offener Adlerflug mit rotem und blauem Balken belqg^L Gissa (Wappen). — Schild gold-blau (oder auch silbern -blau) geteilt, oben ein roter Löwe, zuweilen mit einem Schlüsselringe in den Pranken, unten zwei silberne Flusse; Helmschmuck: aufwachsend ein gleicher Löwe, mit oder ohne Ring. Dieses Wappen führen die: Oissa (Oiza), Koboska, Nowowiejski, Taubneker, Tumberg. Glasau (Glasen). — In silbernem Felde ein blauer, rechter Schräge- balken mit drei goldnen Sternen bel^. Ein Zweig nannte sich Otaiejewski. Ein gleiches Wappen führen die Uzdau. Goctawski. — Schild silbern -rot geteilt, oben ein wachsender, schwarzer Adler, unten drei silberne Rosen, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: der Adler wachsend. Gotocki (Wappen). — In Rot zwei gekreuzte, gestürzte Schwerter; Helmschmuck: eine Kolpakmütze, an jeder Seite mit einer Hahnenfeder. Dasselbe führen die: Ootocki, Osztorp, Tieffenau. GoszyAski. — In Blau drei Lanzen, die aus einem Schaft hervor- gehen, mit den Spitzen nach oben; Helmschmuck: gepanzerter Arm mit geballter Faust, aber ohne Waffe. Graben (Oroeben). — Schild silbern -rot gespalten, rechts ein roter, abgerissener, ganzer Adterfuss, links ein silberner Jagdspiess; auf dem Helme statt der Krone ein Kardinalshut mit halb roten, halb weissen Quasten, darüber vier Straussenfedem. Grctz (Oretcz, Orecz). — Schild geteilt, oben auf der Teilungs- linie zwei Adlerköpfe mit Hals, das untere Feld gespalten, rechts ein rechter Schrägebalken, auf welchem drei Knöpfe mit Knopflöchern, links in Blau zwei silberne Querbalken; Helmschmuck: zwei Elephanten- rüssel. GrzebiAski. — In blauem Felde ein nach oben geöffneter, goldner Halbmond, darüber ein silbernes, nach unten geöffnetes Hufeisen, zwischen beiden drei goldne Sterne nebeneinander; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Gulcz (von der Goltz). — In Blau ein goldner Sparren, b^leitet von drei goldnen Lilien; Helmschmuck: eine weissgekleidete Jungfrau, die Arme vom Ellenbogen ab verstümmelt, mit aufgekämmtem Haare, auf dem Haupte drei Spindeln; Schildhalter (die sonst bei polnischen Wappen garnicht vorkommen): auf jeder Seite ein Ritter mit offenem Visier, eine Lanze haltend. Dieses Wappen wurde in Frankreich dem Oeschlechte verliehen, dessen Stammwappen das Wappen Prawdzic ist. Guldensztem (Güldenstem, Gyldenstiem). — In Blau ein sieben- strahliger goldner ätern; Helmschmuck: zwei gepanzerte Arme, welche einen Ährenkranz halten, der mit sieben Pfauenspiegeln besteckt ist. Gutakowski. — In Rot ein silbernes, nach unten offenes Hufeisen, oben mit drei Straussenfedem besetzt, rechts, links und in der Mitte von je einem goldnen Stern begleitet; Helmschmuck: drei Straussen- fedem. Hacke. — In silbemem Felde ein mit den Wurzeln ausgerissener Baumstamm, an dem auf jeder Seite ein gebogener Stengel mit — 113 — Lindenblatt; Helmschmuck: fünf silberne Lilien auf grün beblatteten Stengeln. Ein Zweig nannte sich Watlewski, nahm das Wappen Lubicz an. Hanman. — In Silber ein schrägelinks gelegtes, schwarzes Hakenkreuz. Hatten (Hatyfiski). — In Blau ein goldnes, mit dem Mundstück nach rechts gelqjtes Jagdhorn, überhöht von drei goldnen Sternen nebeneinander; Helmschmuck: zwischen zwei Elephantenrüsseln das Wappenbild. Haugwitz (Haugwicz). — In Rot ein weisser Widderkopf; Helm- schmuck: drei Straussenfedem. Ein Zweig nannte sich Pawtowski, nahm das Wappen Pötkozic an. Heidenstein (H. Solecki, H. Sulerzycki). — Schild silbern -schwarz gespalten, rechts ein Adlerflügel, die Federn nach aussen, links drei nebeneinander stehende silberne Pyramiden; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Helden. — In Rot ein von einem Schwerte durchstochener silberner Schild. Den Beinamen Helden (ob als Zweige dieses Hauses?) führen die Domachowski, dann die G^siorowski mit oben ang^ebenem Wappen, die Komarczewski und Przysiorowski, die das Wappen ^lepowron, die Sarnowski, die das Wappen Korzbog, und die Qowarc- zewski, die das Wappen Prawdzic führen. Heselicht (Ezelik, Leselicht, Leski). — In blauem (?) Felde unter einer vierreihigen schwebenden Mauer zwei sitzende, mit dem Rücken einander zugekehrte weisse Windhunde mit goldnen Halsbändern, zwischen ihnen ein aufgerichtetes blankes Schwert; Helmschmuck: ein nach links springender gleicher Windhund. Dieses Wappen wird auch Goficzy genannt. Heselicht — Schild durch Zinnen rot-silbern quergeteilt, darüber ein schwarzer, schrägerechter Balken gezogen; Helmschmuck: ein schwarzer Adlerflügel. Heydek. — Schild rot-silbern-blau quergeteilt; Helmschmuck: Kopf und Hals eines Strausses, wie der Schild tingiert, im Schnabel ein silbernes Hufeisen haltend. Hosius (Hosius - Bezdan). — Schild rot -silbern gespalten, rechts sechs Semmeln, zu 1, 2, 2, 1 gestellt, links ein nacktes Bein, vom Schenkel ab; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Httnderimark. — In silbemem Felde eine schwarze Fledermaus; Helmschmuck: zwei übers Kreuz gel^e spitze Homer oder Zähne, schwarz-silbern gespalten. Huttfeld (Huettfeld, Hitfeldt). — In silbemem Felde ein roter Sparren, begleitet von drei schwarzen Adlerköpfen mit Hals; Helm- schmuck: zwischen zwei blau-gold und gold-blau geteilten Elefanten- rüsseln ein schwarzer Adlerkopf. Jaski (Koehn von Jaski, Kohn-Jaschki). — Schild geteilt, unten silbern-blau sechsmal wellenförmig quergeteilt, oben in Blau ein goldner Löwe mit goldnem Dreschflegel; Helmschmuck: der Löwe wachsend. Jungschultz« — In silbernem Felde auf grünem Boden ein springender, naturfarbener Hirsch, der einen aufwärts gekehrten Spiess im Maule V. Z er nick i, Die polnischen Stammwappen. 8 — 114 - trägt; Helmschmuck: ein gleicher wachsender Hirsch vor einem geschlossenen, schwarzen Flug& Kaganiec» Wappen. — In Blau ein schwarzes, mit Feuer gefülltes, aus Stäben geformtes Feuerbecken (Kagariiec); Helmschmuck: ein gleiches Feuerbecken zwischen einem blauen und roten Flügel. Das Wappen führen die Borck und die Prek. Kanicz (Kanitz). — In silbernem Felde ein rotes Andreaskreuz, zwischen den Balken desselben je eine rote Rose. Karwacki. — In Blau ein nach oben senkrecht gerichteter, im Gefieder gespaltener, silberner Pfeil über einem goldnen Stern; Helm- schmuck: drei Straussenfedem, bel^ mit drei horizontal von rechts nach links gerichteten Pfeilen. Kizinek (Kensing, K^sing). — Schild golden und rot gerautet; Helmschmuck: sechs Straussenfedem. Kleinfeld. — Schild silbern-schwarz gespalten, rechts drei schwarze, links drei silberne Querbalken; Helmschmuck: ein Hirschgeweih. Ein Zweig nannte sich Schoenfeld, führt die Farben des Wappens schwarz- golden, beide Häuser nannten sich dann Krupocki. Ein gleiches Wappen führen auch die: Schulz-Strainicki. Knobelsdorf. — In Rot ein Querbalken, der siebenmal blau-silbern Schrägelinks geteilt ist; Helmschmuck: ein geschlossener Adlerflug mit gleichem Balken belegt. Knoff. — Schild gold-silbem gespalten, rechts ein an die Teilungs- linie gelehnter halber schwarzer Adler, links ein schwarzer, senkrechter, auf jeder Seite mit drei gestümmelten Ästen versehener Baumstamm; Helmschmuck: an zwei fächerartig gestellten Stielen rechts eine goldne, links eine schwarze Fahne. Knut — Der Schild schächerkreuzförmig in drei Teile geteilt, in jedem Felde eine Lilie; Helmschmuck: drei fächerartig gestellte, ihre Stiele umwickelnde Fahnen. Farben ?. Dieses Wappen führen auch die Krölikiewicz. Kobersee (Kobersyn). — Schild rot -silbern quadriert, darin eine Rose von gewechselten Farben; Helmschmuck: die Rose inmitten eines gleichquadrierten, offenen Fluges. Ein Zweig nannte sich Kobierzycki, nahm das Wappen Pomian an. Kojen (Koye). — In silbernem Felde ein goldner rechter Schräge- balken, belegt mit einem schwarzen Baumstamm, der oben drei, unten zwei gestümmelte Äste hat, begleitet oben und unten von je einem schwarzen Jagdhorn mit goldnem Beschläge, jedes dem Balken zu- gebogen, das obere mit dem Mundstück nach oben, das untere mit demselben nach unten gekehrt; Helmschmuck: ein gleicher Baumstamm senkrecht gestellt, links neben demselben eine silberne Fahne, auf der der schwarze Baumstamm. Es wurde dieses Wappen von den Toydenkuss, die ausgestorben waren, ererbt. Kolbc (Kolb, Colbe, Kotba). — In Silber ein roter Querbalken, begleitet oben von zwei roten Kugeln, unten von einer roten Kugel; Helmschmuck: ein wechselnd rot-silbern bekleideter Page, der eine silberne, rot aufgeschlagene Kolpakmütze trägt, die linke Hand in die Seite stützt, in der rechten eine silberne Kolbe (Keule) hält. — 115 - Kolbitz. — In silbernem Felde 3 grüne gestürzte Lindenblätter, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: die Lindenblätter auf silbernem Pfauenschwanz. Kolmer (Cölmer). — In Blau drei zu 2 und 1 gestellte goldne Sterne; Helmschmuck: auf einem Pfauenschwanz ein goldner Stern. KomorowskL — In rotem Felde ein silbernes Hufeisen, auf dem ein Vogel sitzt mit einer Schlange im Schnabel; Helmschmuck: ein geharnischter, mit einem Säbel bewaffneter Arm. Kopycki. — Ein senkrecht stehendes Liktorenbündel, aus welchem anstatt der Beile zwei auswärts stehende Lanzenspitzen oben hervorragen. Farben ? Helmschmuck: drei Straussenfedem. Kos, Wappen (Taf. XIV). — In silbernem Felde drei rote rechte Schrägebalken ; Helmschmuck : drei Straussenfedem. Dasselbe führen die : Kalksztein, Kobylitfiski, Kos, Kosak, Mas, Ostawski, Ostowski, Plastwig, Raba, Rossen, Rz^czkowski, Stoliiiski. Es führen jedoch die Kalksztein, Ostowski und Stoliiiski: keine Schräge-, sondern Querbalken, ebenso auch die Raba, die aber als Helmschmuck einen Raben mit dem Ringe haben. Kospoth« — In Blau drei silberne, fünfstrahlige Sterne, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: statt der Krone eine spitze, blaue Mütze mit silbernem Aufschlag, mit zwei Adlerflügeln besetzt. In Zweigen nannten sie sich Lipihski und Pawlowski. Koztowski (K. von Wildenau, K. Qwiazda). — Der Schild ist durch drei Zinnen Schrägerechts geteilt, das untere Feld ist silbern, das obere durch eine rote Mauer ausgefüllt, deren drei Zinnen also unten sind; Helmschmuck: zwei rote Elefantenrüssel, an jedem aussen vier goldne Falkenschellen hängend, oder auch nur ein Adlerflügel. Dasselbe Wappen, nur das obere Feld, statt der Mauer, rot und leer, führen die Krecnowiecki. Kreutz (Kreutzen, Kreytzen, Kruczyn, Kreycz, Krajc). — In Silber ein schwarzer Pfahl; Helmschmuck: drei schwarze fächerförmig gestellte Pfähle, jeder oben besetzt mit einer Flamme Dieses Stammwappen wurde ihnen 1207 vermehrt durch ein schwarzes Burgunderkreuz, in dessen Mitte ein Schild mit dem Stammwappen silbern umstrahlt in silbernem Felde. Vermehrt wurde dieses Wappen 1520 durch das Wappen Wadwicz. Dieses Wappen wurde dann Tryumf genannt. Knimhausen. — Schild blau -golden gespalten, rechts drei über einander stehende Hirschköpfe mit Hals, links ein halber schwarzer Adler. Krygier. — Schild gold-rot gespalten, rechts ein schwarzer, links ein silberner Adlerflügel, beide mit den Federn nach aussen gerichtet; Helmschmuck: zwei gleiche Flügel. Ein Zweig nannte sich Torunski. Kwos (Quoos). — In Rot ein ,,schrägerechts liegender, silberner Baumstamm mit vier gestümmelten Ästen, von einem silbernen Pfeile Schrägelinks nach oben durchschossen; Helmschmuck: drei Straussen- fedem. In einem Zweige nannten sie sich Trzebski. Langheim (Langhemde). — In Blau ein roter Greif; Helmschmuck: der Greif wachsend. Ein Zweig nannte sich Borkowski, führte dann das Feld golden, als Helmschmuck: drei Straussenfedem. 8* — 116 — Legendorf (Lehndorf, Maul, Legendorf- Mgowski). — In Rot ein schwarzer, abgehauener Baumstamm, querliegend, auf der oberen Seite mit drei, auf der unteren Seite mit zwei gestammelten Ästen, zwischen denen je zwei und drei grüne Blätter sind; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. Lenski. — In Rot eine silberne Straussenfeder; Helmschmuck: die Straussenfeder. Lesgewang. — In Rot drei schächerkreuzförmig gestellte, gehamischte Arme, in der Mitte derselben eine weisse Rose; Helmschmuck: ein offener Flug, inzwischen die drei Arme, von denen die beiden oberen die Flügel belegen. Lewalt (Lewald). — In Rot ein gepanzerter Arm, dessen Hand einen goldnen Ring hält; Helmschmuck: eine stehende Jungfrau, bekleidet, die linke Hand in die Seite gestützt, in der rechten einen Ring haltend, auf dem Haupte eine goldne Krone, auf welcher drei schwarze Birkhahnfedern stehen. Sie verzweigten sich in die Oörski, Jezierski und Powalski, welche alle, wie auch ein Zweig, der den Namen Lewalt weiterführte, das Wappen Rogala annahmen, und in die Ptachecki, welche das Stammwappen behielten. Lichtenstein. — Der Schild ist durch sechs kleine Spitzen gespalten und durch sechs kleine Spitzen geteilt, das erste und vierte Feld silbern, das zweite und dritte rot, alle leer. Lichtfuss (Lichtefoten, Litfus). — In schwarzem Felde ein rechts gekehrter weisser Bärenkopf; Helmschmuck: ein aufwachsender, vorwärts gekehrter, weisser Bär, der mit seinen Tatzen über seinem rechts gewendeten Kopfe einen Blumenkranz hält, über welchem drei Straussen- fedem. Lichtyan. — In Rot ein silbemes Rad mit acht Zacken und vier Speichen; Helmschmuck: ein gleiches Rad. Lilien. — In Blau die linke Hälfte einer silbernen, heraldischen Lilie; Helmschmuck: ein achteckiges, blaues Schirmbrett, belegt mit der halben Lilie. Lilienfeld. — Schild geteilt, oben in Blau drei nebeneinander gestellte silberne Lilien, das untere dreimal silbern -grün gespalten; Helmschmuck: zwischen zwei Elefantenrüsseln eine silberne Lilie. Linda (von der Linde). — In Rot ein Schrägerechts gelegter goldner Lindenast, oben mit drei, unten mit zwei Blättern; Helm- schmuck: zwei aufrechte Lindenzweige, der rechte mit zwei, der linke mit drei Blättern. LiAski. — Im Wappen ein spitzer Hut, auf der Spitze ein Knauf, unten eine zusammengeschlungene Schnur. Farben ?. Lipski. — In Rot drei gepanzerte Arme übereinander, jeder in der Hand ein silbernes Hufeisen haltend; Helmschmuck: zwei gleiche Arme, die zusammen ein Hufeisen hochhalten, zwischen den Armen ein Vogel. Loc (Lohen). — In schwarz-silbem quadriertem Schilde ein goldner Querbalken; Helmschmuck: zwei nach innen gebogene Ziegenhömer. Loitz. — Schild geteilt, oben ein aufrechter Zweig mit acht Blättem, unten drei Rosen; Helmschmuck: eine Lilie. Farben ? LuziAski. — In Blau ein senkrechter, goldner Baumstamm, auf demselben oben eingepfropft drei durch einen Stengel fächerartig — 117 — zusammengehaltene grüne Blätter; Helmschmuck: eine fast ganz aufwachsende, rot gekleidete Jungfrau mit aufgelöstem Haar, die Arme halb erhoben, in der rechten Hand ein Hirschgeweih von je vier Enden, in der linken drei grüne Blätter haltend. Sie stammen aus Deutschland, wo sie von Waiden, auch Wolde hiessen. LozyaAski (Marklichenrade, Luzyan, Losainen, Lesseinem, Luzyanski- Roesselin). — In Rot zwei senkrecht stehende Hecht-Kinnladen, mit den Zähnen einander zugekehrt; Helmschmuck: ein Oeierflug, jeder Flügel belegt mit einem gleichen Kinnbacken. Ein Zweig nannte sich Lysomicki. iukocz, Wappen. — In blauem Felde eine schwebende rote Mauer von vier Reihen und mit vier Zinnen, aus welcher ein Eber halb aufwächst, der im Maule zwei Weizenähren hält; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Als Mewe in Preussen belagert wurde (wann ?), schob einer der Belagerer einem Freunde in der Stadt, durch ein Loch in der Mauer heimlich einen Eber zu, dem er Ähren in das Maul gebunden hatte, in denen ein Brief versteckt war, in welchem er den Freund fragte, ob die Stadt mit Proviant versehen sei und sich noch halten könne; dieser antwortete auf demselben Wege, dass die Stadt wohl versorgt, aber von einer bestimmten Seite aus, die er bezeichnete, leicht zu nehmen sei, er deshalb einen Sturm anrate. Die Belagerer unternahmen den angeratenen Sturm, eroberten und befreiten die Stadt. Derjenige, der den Rat gegeben hatte, wurde mit diesem Wappen beliehen (von wem ?), das nach ihm liukocz genannt wurde. Dasselbe führen die: llukocki und liuniewski. Mqkierski (Mokierski). — In Blau ein goldner Halbmond, darüber ein Jagdhorn, überhöht von einem goldnen Sterne. Marquard. — In Rot ein silbernes, aus einer goldnen Krone aufwachsendes Ross; Helmschmuck: das Ross wachsend. Melchendeiner. — In Silber ein grüner, aufrechtstehender Rosen- zweig mit Blättern, auf dessen Spitze eine halb rote, halb blaue Rose; Helmschmuck: drei solcher Rosen an Stengeln. MetdzyAski (von Alden, von Allen, Melczynski). — In silbernem Felde drei wagerechte, rote Streifen, welche zwei neben einander senkrecht gestellte, an Flügeln und Füssen gestümmelte, die Köpfe nach ausserhalb wendende, schwarze Vögel eingeflochten halten; Helmschmuck: ein beinahe ganz aufwachsender Mohr, silbern gepanzert, auf dem Kopfe eine Sturmhaube, die linke Hand in die Seite gestützt, in der rechten erhoben eine senkrechte Lanze haltend. Michorowski (M. Schmoltz, Michorzewski). — In goldnem Felde ein rotes Kameel; Helmschmuck: zwei gebogene Schwanenhälse mit Kopf, die Schnäbel oben gegeneinander kehrend. Milewski. — Im Wappen ein Vogel, darüber zwei Rosen; Helm- schmuck: der Vogel. Farben ? Milewski (von Milwe, von der Muelbe). — Schild geteilt, oben in Silber drei rote Zinnentürme, unten rot-silbern geschacht; Helm- schmuck: ein schwarzer Flügel. — 118 — Mochinger. — In Schwarz ein silberner, rechter Schrägebalken, belegt mit drei roten Rosen; Helmschmuck: ein wachsendes Einhorn. Mogytowski (Mogilowski, Magilowski). — In Rot ein hinter einer silbernen Hürde hervorwachsender silberner Widder; Helmschmuck: der Widder wachsend. Mort^ki. — In Rot zwei mit den befiederten Oberschenkeln ab- geschnittene Adlerbeine Ober Kreuz gelegt; Helmschmuck: das Wappen- bild, nur die Fänge nach oben. Dieses Wappen wird auch Orlik genannt. Mttehlheifn. — In Blau ein auf grünem Hügel nach links schreitender Hirsch, dessen Hals mit einem silbernen Pfeil schrägelinks durchbohrt ist; Helmschmuck: der Hirsch wachsend. Mumm. — In Blau zwei silberne Adlerflögel; Helmschmuck: ein blau bekleideter, auf dem Ellenbogen ruhender Arm, dessen Hand eine brennende Fackel hält. Ein Zweig nannte sich Starzewski. MurzyA. — In Rot auf grünem Boden ein mit langem, grünen Rock bekleideter Mohr, stehend, in der rechten Hand einen schwarzen Bogen, in der linken einen mit Pfeilen gefüllten Köcher haltend; Helm- schmuck: ein halb aufwachsender Mohr, bekleidet, auf dem Kopfe eine Mütze mit herunterhängender Quaste. Dieses Wappen, das Murzyn (Mohr) genannt wird, führen, wenn auch teilweise etwas abweichend, die: Oustowski, Machcewicz, Machczyüski, Machwicz, M^ckowski, Mocki. Nowakowski. — Schild quadriert, im ersten Felde in Rot eine links gekehrte Gans, im zweiten und dritten Felde in Grün je drei silberne Pfeile neben einander, im vierten blauen Felde ein silberner Baum; Helmschmuck: eine Gans. Odwaga, Wappen. — In Gold eine rote Mauer von sieben Stein- reihen, auf derselben drei Planken; Helmschmuck: eine weisse Fahne, deren Ende einmal um den schrägerechts gestellten Fahnenstock geschlungen ist. Der Ursprung des Wappens wird an die Eroberung eines festen saracenischen Schlosses zur Zeit des Kreuzzuges unter Gotfried von Bouillon geknüpft; ein Vorfahr bestieg zuerst die Mauer und pflanzte auf derselben die Fahne auf. Dieses für seine Kühnheit (odwaga) dem Ritter veriiehene Wappen wurde Odwaga, später auch Mur (die Mauer) genannt. Dasselbe führen die: Konopacki, Kossowski, Milewski. Oppenkowski (Openköwski, Op^chowski). — In Rot drei silberne Lilien neben einander; Helmschmuck: ein silberner Geier mit aus- gebreiteten Flügeln. Ostatt. — In Silber eine mit dem Ellenbogen nach oben gekehrte, also gestürzte Armschiene, begleitet oben von zwei roten Rosen, unten von einer Rose; Helmschmuck: eine rote Rose, besteckt mit einem Busch schwarzer Hahnenfedern. Ostischau (Ostichau). — In schwarzem Felde drei silberne, schräge- rechte Balken; Helmschmuck: ein Flügel, belegt mit drei gleichen Balken. Sie nannten sich später Ostaszewski, und in Zweigen: Uzdowski, die das Wappen Boncza annahmen, — Bolomii^ski, die das Wappen Leszczyc annahmen, — Frankenowski und Selesinski. Otterfeld. — In Rot auf einem liegenden Baumstamm eine Fischotter (wydra), die einen Fisch im Maule hält; Helmschmuck: zwei rote Rosen — 119 — an zwei grünen Blätterzweigen. Dieses Wappen heisst polnisch Wydra. Sie nannten sich später Rybinski. Pahl. — Schild geteilt, oben in Silber ein aufwachsender Mann in polnischer Tracht mit einem Szepter, das untere Feld ist blau-silbern geschacht. Pakosz (Pakusch). — In Blau drei silberne, mit den Spitzen fächerartig auf einen gestürzten, goldnen Mond gestellte Schwerter; Helmschmuck: ein wachsender geharnischter Ritter mit einem Schwerte in der Rechten. Perband. — In Oold ein schwarzer aufgerichteter Bär mit goldnem Halsbande auf grünem Hügel, vor ihm ein kleiner ihm zugewendeter schwarzer Bär ohne Halsband. Petrykowski. — In Blau ein auf einer silbernen Zinnenmauer laufender Fuchs, darüber ein goldner Stern; Helmschmuck: ein nach oben geöffneter Halbmond, darüber ein goldner Stern. Pilawski fPfeilsdorf, Felsdorf, Piletzki). — In Silber zwischen zwei schwarzen Adlerflügeln ein goldner abgehauener Baumstamm, der auf der einen Seite drei, auf der andern zwei gestümmelte Äste hat; Helm- schmuck: zwei Adlerflügel. Ptofiski. — Schild rot- blau durch einen silbernen Querbalken geteilt, oben ein silbern geharnischter Arm, unten ein goldner, vorwärts gekehrter, goldner Löwenkopf zwischen zwei goldnen Sternen; Helm- schmuck: ein Arm mit Säbel. Polencz (Polenz, Polentz). — In Blau ein geschlossener, mit den Federn nach links gekehrter Adlerflug, belegt mit einem kurzen silbernen Querbalken; Helmschmuck: ein bis zum Knie aufwachsender, blau gekleideter Mann ohne Unterarme, auf dem Haupte eine Krone, über welcher ein Pfauenschwanz. Poptawski. — In Blau ein silbernes Hufeisen, das einen silbernen, nach oben gerichteten Pfeil bedeckt; Helmschmuck: ein geharnischter hauender Schwertarm. Pr^tnicki. — In Blau ein den Schild teilender silberner Fluss, über demselben drei silberne zu 1 und 2 gestellte Rosen, unter demselben zwei nebeneinander stehende Kavalierkreuze; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Pudwels (Podewils). — Schild gespalten, rechts blau-gold geschacht, links in Blau ein aus der Teilungslinie springender, silberner halber Hirsch; Helmschmuck: ein Birkhahnschwanz oder drei Fasanenfedem. Putten. — Schild silbern -rot geteilt, oben ein schwarzer Adler, aufwachsend mit gesenkten Flügeln, unten drei silberne Rosen, zu 2 und 1 gestellt. Rabenstein (Rabiej). — In goldnem Felde auf silbernem Dreihügel ein Rabe. Ein Zweig nannte sich Onojnicki. RadzimiAski. — In Rot ein hinter einem silbernen Dreihügel auf- steigender, silbergeharnischter Arm, der einen silbernen Pfeil schwingt Rappe (Rapp, Rappen). — In silbernem oder blauen Felde drei schwarze oder silberne, schwebende, übereinander gestellte, also verschieden grosse Sparren; Helmschmuck: drei Straussenfedern. — 120 — Rautenberg (Rotenberg). — Ein links gekehrter, an Unterleib und Füssen geschorener Schafbock; Helmschmuck: ein aufwachsender Schafbock. Ein Zweig nannte sich Klhiski. Ranter (Rautter). — In rotem Felde ein schrägerechts liegender, die Schildesränder nicht berührender, silberner Balken mit drei Zinnen. Regawski (Regawski-Tetzlaf). — In goldnem Felde an grünem Ufer eines blauen Gewässers ein silberner, mit einem Kranze gezierter Grabstein. Rembow, Wappen. — In rotem Felde ein senkrechter Wurfspeer, der von zwei mit den Spitzen nach oben gerichteten, gefiederten Pfeilen in einem Punkte schrägerechts und schrägelinks überkreuzt ist; Helm- schmuck: ein schwarzer, geschlossener Adlerflug. Dieses Wappen führen die: Rembowicz, Rembowski, Sabifiski. Rembow. — In rotem Felde eine silberne Rose; Helmschmuck: inmitten eines offenen silbernen Fluges ein geharnischter Arm, dessen Hand mit einer Rose bedeckt ist. Ein Zweig nannte sich SzadliAski. Reszkowski (Reschken, Reszka). — In Rot ein goldnes Jagdhorn mit silbernen Beschlägen, auf das zwei nach unten zusammenlaufende, silberne Pfeile gestürzt sind, zwischen denen ein goldner Stern. Helm- schmuck: drei fächerartig gestürzte silberne Pfeile. Renss. — In rotem Felde ein schrägerechter, goldner Balken, aus welchem die schwarz gekleideten Brustbilder dreier Russen hinter- einander aufwachsen. Reyman. — In rotem Felde eine silberne, schwarz gefugte Mauer mit vier spitzen Zinnentürmchen, jedes mit zwei Luken; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Reyten (Reuten, Reitein). — In rotem Felde auf silbernem Pferde ein gepanzerter Reiter, der in jeder Hand eine Lanze hält, deren Spitze bis zur Hälfte des Schaftes in zwei Teile gespalten ist; Helmschmuck: ein gepanzerter Mann, der in der Rechten zwei solche Lanzen und einen Wurfspeer hält. Zweige nannten sich Kamicki, Kitnowski und Szynweski. Roeber. — In silbernem Felde ein blau geharnischter, aus dem rechten Obereck hervorgehender Arm, dessen Hand einen goldnen Schlüssel hält; Helmschmuck: zwei solche aufgereckte Arme, jeder mit einem Schlüssel in der Hand. Roebern. — Schild rot- blau gespalten, rechts ein halber, an die Teilungslinie gelehnter silberner Adler, links drei rote Rosen zu 2 und 1 gestellt. Sie vereinigten dieses Wappen (doch die Rosen silbern) mit dem der Berzewicz (in Blau ein aus einem roten Felsen aufwachsender Steinbock) und nannten sich Sprengel von Roebern und Borzewicz. Rokosz, Wappen. — In blauem Felde auf natürlichen Wellen ein schwimmendes Meerpferd, dessen hintere Hälfte ein Fischschwanz ist; Helmschmuck: ein gleiches Meerpferd. Es wird jedoch auch wohl nur das halbe Pferd, ohne Fischschwanz geführt. Es wird auch Hibrida und PöJkonia (halbes Pferd) genannt. Dasselbe führen die: Brajczewski, Dzwierznicki, Rokosz, Rokoszewski, Stybihen. Rolbiecki (Rolbeck). — In Rot zwei silberne, ins Andreaskreuz gelegte Pfeile über oder hinter einem goldnen Halbmonde; Helmschmuck: — 121 — ein wachsender silberner Löwe. Auch führten sie wohl statt der beiden Pfeile nur einen Pfeil über dem Monde, dessen beide Homer mit je einem goldnen Stern besetzt sind; Helmschmuck: ein senk- rechtes Schweif oben auf der Spitze mit einem Stern besetzt. Ronow. — Zwei sich kreuzende schwarze, fünfmal gestümmelte Baumäste. In einem Zweige nannten sie sich Krzynecki. Roskaa. — In Rot ein blauer, rechter Schrägebalken, belegt mit drei goldnen Sternen; Helmschmuck: ein Stern. Ein Zweig nannte sich Bajerski. Rothe (Rohte). — In Rot ein silberner rechter Schrägebalken, in dem ein roter Löwe, der Balken auf jeder Seite von drei goldnen Sternen begleitet; Helmschmuck: ein aufrechtes Schwert zwischen zwei Hörnern. Rozemberg (Rosemberg, Rosenberg). — Schild blau -silbern geteilt, oben drei goldne Halbmonde nebeneinander, unten drei rote Rosen an drei Zweigen eines beblatteten Stils; Helmschmuck: ohne Krone die drei Rosen. Roiycki. — In Blau ein goldner, nach oben geöffneter Halbmond, darüber ein kleines silbernes Kavalierkreuz; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Rubach. — In Blau drei Pflanzen zu 2 und 1 gestellt, jede mit einer Wurzel und drei aus einem Punkt ausgehenden Blättern: Helm- schmuck: drei goldne, nebeneinander stehende Ähren auf hohen Stengeln. Ein Zweig nannte sich Pluskowenski. Rublt (Rubisch, Rubicz). — In Rot ein silberner Quer- (oder auch schrägelinker) Balken, bel^ mit drei roten Rosen. Ruediger (Ridger, Rhediger, Ruedger, Rydiger). — Schild silbern- rot gespalten, rechts drei rote rechte Schrägebalken, links ein aus der Teilungslinie ragender gepanzerter linker Arm, dessen Hand ein S-för- miges Eisen hält; Helmschmuck: ein gleicher Arm zwischen zwei rot- silbern geteilten und gewechselten Adlerflügeln. Sie nahmen in einem Zweige 1552 das Wappen Pomian an. Rttnge (Rungen). — In Blau zwei übers Kreuz gelegte silberne Rungen, über denen eine rote Rose; Helmschmuck: ein wachsender, blau gekleideter Mann, der die beiden kreuzweisen Rungen vor sich hält, mit schwarzem Hut, auf dem sechs Straussenfedem. Ein Zweig nannte sich Sypniewski. Russen. — In Rot ein breiter, goldner Schrägerechtbalken, der mit den Brustbildern von drei schwarz gekleideten Russen belegt ist, oder auch wohl ein gewöhnlicher Schrägbalken mit den Bmstbildern oben befsetzt. Rustke (Rustken). — In Blau ein auf Wasser zwischen Schilf schwimmender Schwan. Ein Zweig nannte sich Rostkowski, auch Rustkowski. Ifypp. — In Silber auf einem roten viereckigen Kissen mit vier goldnen Quasten ein schwarzer Hahn. RyS, Wappen (Taf. XV). — In Blau ein rechts laufender, den gold- gekrönten Kopf links wendender Luchs (Ryä); Helmschmuck: drei natürliche Lilien an beblatteten Stengeln nebeneinander, der mittelste — 122 — Stengel bedeckt mit einem sechseckigen goldnen Stern. Dieses Wappen fuhren die: B^kowski, Drzewieeki, Jackow, Jackowski, Janicz, Kobierski, Lackorotfiski, Langnau, Lipowski, Nosiycz, l^siewicz, Tokarski. Sangerhausen. — Fuhren drei Löwen zu 2 und 1 gestellt. Sie nannten sich später Zengwirski. Sartawski. — Schild durch zwei Stufen silbern -rot geteilt; Helm- schmuck: zwei schwarze AdlerflOgel, zwischen denen zwei rote Stufen. — Aber auch: Schild geteilt, oben ein Stern, unten kein Bild; Helmschmuck: ein links ausgebogenes Jagdhorn, an dem fünf Schellen hängen. — Sie nannten sich vordem auch Seibersdorf und Seiboldsdorf. Schak (Schack, Schach von Wittenau). — Schild gespalten, rechts in Rot ein aus der Teilungslinie halb hervorspringender blauer Wolf, links in sechs Reihen rot-blau geschacht; Helmschmuck: der Wolf wachsend. Schleinitz (Schleunitz). — Schild silbern -rot gespalten, rechts eine funfblättrigegoldne (rote) Rose, links zwei silberne Rosen; Helmschmuck: zwei Büffelhömer. Ein Zweig nannte sich Plemiriski. Schlieben. — In Oold ein Querbalken in drei Reihen von je sieben Feldern silbern -blau geschacht; Helmschmuck: zwei Büffelhömer. Schmied (Schmied v. Schmiedebach). — Schild schwarz -rot quadriert, im ersten und vierten Felde je ein Pegasus, im zweiten und dritten eine silberne, gestürzte eingebogene Spike; Helmschmuck: der P^asus in offenem Fluge. Schmieden. — Schild rot-blau geteilt, oben ein aufwachsender, golden gekleideter Mann, in der erhobenen Rechten einen Hammer haltend, unten drei goldne Sterne, zu 2 und 1 gestellt Schoenaich. — In Oold ein grüner Kranz, abwechselnd mit vier grünen Eicheln und vier grünen Zweigen besteckt; Helmschmuck: der Kranz. Ein Zweig nannte sich Krasnod^bski. Schweryn ^Schwerin, Szweiyn). — In Rot eine silberne Raute; Helmschmuck: fünf Straussenf edem , belegt mit zwei Rauten neben- einander. S^pia gtowa, Wappen. — In Rot der Oberkörper einer weiblichen Person, schwarz -weiss oekleidet, mit herunterhängenden Haaren, anstatt der Nase mit einem schwarzen Oeierschnabel (S^pia Otowa=Oeier- kopf); Helmschmuck: zwei Elephantenrüssel oder auch zwei rote, nach oben gestreckte Arme, die einen Siegelring halten. Dieses Wappen führen die: Ciecholewski, Elzanowski, Samplawski. Sisslatt (Silslau). — In Rot ein goldner, senkrechter, stumpf abgehauener Baumstamm, auf jeder Seite zwei Lindenblätter; Helm- schmuck: zwei Büffelhömer. Nannten sich später Sistawski und Zelslawski. Sowka, Wappen (Taf. XV). — In Blau auf einem an einem Baum- stamme mit fünf Wurzeln befindlichen Zweige, der noch drei Zweig- enden hat, eine Eule sitzend, die Flügel zum Auffliegen erhoben; Helmschmuck: fünf Pfauen- oder auch Straussenfedem. Dieses Wappen wurde für besondere Wachsamkeit in der Nacht erteilt, wird deshalb auch Noctwa (von Noc = Nacht) genannt. Einige ersetzen die Eule — 123 — durch einen Star (szpak), darum wird das Wappen auch Szpak genannt. Es heisst aber auch Nieczuta. Dasselbe führen die: Bartlifiski, Batocki, Czarliiiski, Czemiewski, Knybawski, Piaskows|d, Schedlin, Sowi^ski, Sowka, Szedliiiski, Szpak, W^sierski. Stango (Stange, Stangen). — In Silber ein roter, schrägerechts gelegter Eichenstamm, dreimal stumpf geästet, auf jeder Seite drei rote Blätter; Helmschmuck: ein rotes Kissen mit vier goldnen Quasten, besteckt mit einem Busch schwarzer Hahnenfedern. Sie nannten sich auch Wandowski und Stembarski. Stauden. — Zwei unten zusammenhängende, oben übereinander gelegte Stierhömer. Ein Zweig nannte sich Jaromirski, nahm das Wappen Samson an. Steppholz. — In Blau ein silberner, rechter Schrägebalken, belegt mit fünf roten Rosen; Helmschmuck: eine rote Rose mit Wurzel und vier Blättern. Zweige nannten sich Liskowski, fcyskowski und Wiäniewski. Strachowski. — Ein nach unten offenes Hufeisen; Helmschmuck: eine Taube mit ausgebreiteten Flügeln, über der zwei Tauben mit den Schnäbeln eine grosse Krone halten. Strumberg, Wappen (Sztumberg). — In Rot ein silberner, senk- rechter Anker, mit dem Stiel, der keine Querstange, nur eine Tauöse hat, nach oben; Helmschmuck: drei StraussenfeSern. Das Wappen führen die: Jesiotrowski, iiopaciiisk], iu>packi, Itychler, Strumberg, Sychowski. Sttmowski. — In Rot drei goldne achtstrahlige Sterne zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: ein gleicher Stern. Swi^sicki. — Auf einem Dreihügel zwei Büffelhörner mit ab- gerissenem Stück Kopfhaut; Helmschmuck: ein Greif, zwei gleiche Homer haltend. Szachman (Schachman). — Schild geteilt, oben in Gold ein braunes Weinblatt, unten in fünf Reihen golden -schwarz geschacht. Szczepafiski. — In Blau ein grüner Palmbaum, dessen Stamm mit einem goldnen Hufeisen belegt ist, über dem ein queriiegender goldner Pfeil; Helmschmuck: ein geharnischter, hauender Schwertarm. Szembek. — In Deutschland vordem Schoenbeck und Schonberg genannt. Der Schild durch einen goldnen, mit drei roten Rosen be- legten rechten Schrägebalken blau -rot geteilt, oben wie unten je eine schrägerechts laufende Gemse; Helmschmuck: ein Adlerflug, innerhalb desselben eine wachsende Gemse. Taube. — In Schwarz eine silberne, fliegende Taube; Helmschmuck: die Taube auf einem schwarzen Flügel. Dieses Wappen, das auch die Wenecki (Venediger) führen, wird auch Goiqb (die Taube) genannt. Tettau, — In Rot drei silberne übereinander aus dem linken Schildesrande hervorragende Wolfszähne; Helmschmuck: ein offener Flug. Sie nannten sicn dann Tettau v. Kinsl^. Troczka (Troski, Troszka, Droschke, Troschke). — In Rot ein silberner Halbmond von einem silbernen Pfeile von unten nach oben durchbohrt, der mitunter auch auf dem Monde steht; Helmschmuck: ein schwarzer (mitunter auch roter) Adlerflügel, von einem Pfeile — 124 — wagerecht durchbohrt, oder auch mit dem Wappenbilde belegt. Ein Zweig nannte sich iiotyi^ski, auch Lottif^ski. Troska (Troschke). — In Schwarz ein senkrechter, nach oben gerichteter goldner Pfeil mit silberner Spitze; Helmschmuck: ein schwarzer, mit dem senkrechten Pfeil belegter AdlerflügeL Dieses Wappen nahm auch ein Zweig der Brudzewski W. Nowina an, nannte sich dann Brause. Trnchsess (Truchsess von Wetzhausen). — In Oold zwei rot- silbern in zwei Reihen geschachte Querbalken; Helmschmuck: zwischen zwei Buffelhömem ein rotgekleideter Frauenrumpf mit langem Haarzopf. Trzcieiiski (Trzcirtski, Trzifiski). — Sie hiessen ursprunglich von Canden, Kanden, vermehrten ihr Stamm wappen: in Blau zwei nach rechts laufende, übereinander gestellte silberne Jagdhunde, durch das über diese gestellte Wappen Leiiwa; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit dem Wappen Leiiwa (d. i. ein Stern über einem Halbmonde). Trzeszewski (Trzesiewski). — Ein auf einem gebogenen Aste stehender Vogel; Helmschmuck: ein Adlerflügel. Trzy Radta, Wappen (Taf. XV). — In Rot drei silberne Pflug- schare, mit den Spitzen nach oben, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dasselbe führen die: Berawski, Dtuhomil, Radtowski, Wilczewsld, Winter. Wachschlager. — In Silber ein rechter Schrägebalken, in drei Reihen blau -silbern geschacht. Wagner. — Schild geteilt, oben in Oold ein schwarzer Leopard, in den Vorderpranken eine blaue Lilie haltend, unten schwarz-gold viermal gestreift Wiuka, Wappen. — S. iukowski. Waselrot (Weisselrot, Wetzelrod, Watzelrode, Waidenroth, Walen- rodt, Waselrot -Adler). — Zwei vom Knie abgelöste Ritterbeine mit Sporen, nebeneinander gestellt, beide oben gemeinsam besetzt mit Hals und Kopf eines Adlers; Helmschmuck: die beiden Ritterbeine, doch mit den Füssen nach oben gekehrt Wedelszted (Wedelse, Wedelsted, Wedelstaedt). — In Rot ein silberner, linker Schrägebalken, oben begleitet von einem schrägelinks liegenden, nach oben gerichteten silbernen Pfeil; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es kommen aber Abweichungen vor: in Blau ein schrägerechter Pfeil ohne Balken, oder in Blau ein schrägerechter Balken, von dem Pfeil schrägelinks nach oben durchbohrt. Wensing. — In Rot ein aufrechtstehender, silberner Spiess; Helm- schmuck: ein gleicher Spiess. Ein Zweig nennt sich Watdowski. Wemsdorf. — Schild rot -golden gespalten, darin zwei ins Andreas- kreuz gesetzte Lilienstäbe In verwechselten Farben; Helmschmuck: ein Adlerflügel, belegt mit dem Wappenbilde. Weyden (von der Weiden). — In Silber auf grünem Hügel ein Weidenbaum. Ein Zweig nannte sich Butowski, ein anderer Wierz- bowski, nahm das Wappen Do^^ga an. Zanthier. — In Rot ein silberner, rechter Schrägebalken, bel^ mit drei Zanderköpfen; Helmschmuck: zwei rote, aufgerichtete, nach aussen gekrümmte Zander. Ein Zweig nannte sich Woyski. — 125 - Zie];enhals (Czeginhals). — Schild silbern -rot geteilt, darin ein stehender Ziegenbock, zur Hälfte oben schwarz, unten silbern. 2ukowski (iuchowski). — In Rot ein nach oben geöffneter, goldner Halbmond, auf welchem ein blankes, gestürztes Schwert steht, dessen Handgriff rechts und links von je einem goldnen Stern begleitet ist; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit dem ganzen Wappen- bilde. Das Wappen wird auch Walka genannt und führen dasselbe auch die Kowalewski. B. Die Wappen Pommerellens. Als in ganz Polen zu Ende des 15. und Anfang des 16. Jahr- hunderts Gebrauch wurde, dass der Adel nach seinem Besitz einen festen Familiennamen annahm, folgte diesem Gebrauch, ebenso wie in Preussen, auch der Adel in Pommerellen. Es sassen hier aber vielfach mehrere adlige Familien auf besonderen adligen Gutsanteilen in dem- selben Dorfe, nach welchem alle diese Familien ihren neuen polnischen, also einen gleichen Namen annahmen; sie behielten aber, zur Unter- scheidung von einander, ihren alten Familiennamen als Beinamen bei. Es entstanden so Doppelnamen. Wenn nun aus diesen, wenigstens überwiegend, der ursprüngliche Familienname erkennbar ist, so ist nicht zu übersehen, dass auch noch Doppelnamen anderer Art vorkamen, sei es durch Nebeneinanderstellung des deutschen und polnischen Namens eines Gutes, nach welchem sich das Geschlecht nennt, sei es zur Unterscheidung der Zweige eines Geschlechts, die auf verschiedenen Anteilen in demselben Dorfe sassen und denselben Doppelnamen, später einen dreifachen Namen führten, von dem sie mit der Zeit den Stammnamen fortliessen und nur den Unterscheidungsnamen dem neuen polnischen Namen beifügten. In späteren deutschen Verhältnissen legten manche Geschlechter, wenn auch nur Zweige derselben, die polnischen Namen ab und nannten sich nur mit den alten Stamm- namen, die aber durch die deutsche Schreibweise vielfache Umgestalt- ungen erfuhren. Auch die erwähnten Beinamen, die zur Unterscheidung der Zweige dienten, wurden dann mitunter massgebender Familien- name. Als einfacher galt auch mehrfach die Übersetzung des polnischen Namens ins Deutsche. Es hatten viele pommerellische Familien polnische Wappen, zu denen sie adoptiert wurden, angenommen, und es nahmen die Zweige eines Geschlechts auch wohl verschiedene Wappen an, um sich zu unterscheiden. In der unteren Zusammenstellung ist der Wappenname dann in Parenthese angegeben. — Einzelne Familien auf selbständigen Gütern, die sich von anderen Familien nicht zu unter- scheiden hatten, Hessen bei Annahme des neuen polnischen Namens den alten Stammnamen auch wohl fort, wodurch dieser allmählich in Vergessenheit kam. Er trat höchstens nur noch in irgend einem alten Schriftstücke als Bezeichnung eines uradligen Geschlechts hervor. Hatte dieses Geschlecht sich verzweigt, blüht es unter anderem Namen fort, — 126 — hat es ein besonderes Wappen gefuhrt? Das ist unbekannt geblieben. Hier bleiben für den Forscher noch viele Lucken auszufüllen. Erst in den letzten Dezennien haben Historiker der bisher nur wenig beachteten Familiengeschichte Pommerellens, wie überhaupt der ganzen ehemaligen polnischen Provinz Preussen, grössere Aufmerksamkeit geschenkt und wesentlich dazu beigetragen, Licht in das bisherige Dunkel zu führen. Manches Geschlecht ist dadurch der fast voll- ständigen Vergessenheit entrissen. Ergebnisvoll und darum nicht genug zu schätzen sind die Forschungswerke der Herren: Benno von Winckler: Rückblick auf die Vergangenheit West- preussens, Danzig 1873; Reinhold* C r a m e r : Geschichte der Lande Lauenburg und Bütow, Königsberg 1858; Dr. Wojciech von K^trzynski: 1. O ludno^ci polskiej w Prusiech ni^dy§ Krzyiackich (über die Eolnische Bevölkerung im ehemaligen Ordens -Preussen) emberg 1882; 2. Nazwy miejscowe polskie Prus zachodnich, wschodnich i Pomorza wraz z przezwiskami niemieckimi (die polnischen und deutschen Ortsnamen der Provinz Preussen und Pommerellen) Lemberg 1879; 3. Przydomki szlachty Pomorskiej (die Beinamen des Pommerel- lischen Adels). Dr. Stanistew von K^trzynski: Taryfy Podatkowe ziem Pruskich z. R. 1682 (Steuer- Register der preussischen Lande vom Jahre 1682), Thom 1901. Diesen Quellen ist das nachfolgende Verzeichnis der Pommerellischen Adelsfamilien und ihrer Verzweigungen vorzugsweise entnommen. Ahlebeck. — Schild geteilt, unten rot- silbern geschacht, oben in Blau ein aufwachsender silberner Hirsch. Zweige: Alebicki, Wolzowski. Anbracht (Obrach). — Schild geteilt, oben das Wappen Ksi^zyjc, unten zwei gekreuzte Schwerter in Rot. Zweige: Lipiriski, Prondzynski. Babka (Babk). — Zweige: Cz^stkowski, Oostomski, Lipi^ski. Bach. — In Blau ein aus einem auf seinen Spitzen mit je einem goldnen Stern besetzten, goldnen Halbmonde aufwachsender goldner Hirsch. Zweige: Oowinski, (W. Brochwicz 3), Kolkowski (W. Pomian; führten nach dem Wappenbilde den Beinamen Büffel), Lewifiski (W. Brochwicz 3; führen Beinamen Royk), Paraski (W.- Schild rot -blau geteilt, in der Mitte «ein Totenkopf, darüber zwei goldne Sterne, unten ein silberner Halbmond; Helmschmuck: drei goldne Sterne. — Auch wohl: in Rot ein Hirsch auf grünem Boden, überhöht von drei Sternen), PoWocki (Pobolski, PoWocki Delk (Hirsch silbern, über demselben in Blau einen mit zwei Sternen besetzten und einen Stern umschliessenden Halbmond; Helmschmuck: drei Straussenfedern), Wyszecki, 2elewski (W. Brochwicz 3; auch verändert: der Hirsch aus gewelltem Querbalken aufwachsend, der oben von zwei Sternen, unten von einen Stern begleitet ist). Balga. — In goldnem Felde ein quergezogener, leiterförmiger, roter Zaun, aus dem ein Hirsch, mit einem grünen Blatte im Maule, aufwächst. Zweig: Oartkowski. — 127 — Bartke (Asdunen, Sdunen, Sdaske, Zdun). Bartasz (Bartusch, die Bartussen). Bastian. — Zweig: Brzeziiiski. Bayan (Bajan). Bergensin (Bergefiski, Bergar^ski). Betschen. — In Blau ein goldner Bogen mit der Sehne nach unten, die mit drei goldnen Pfeilen fächerartig belegt ist, darunter ein gestürzter, silberner Halbmond, der einen goldnen Stern umschliesst Bezoch. — Zweig: Otöwczewski. Biatk (Biala, Bialcke, Bialcky). — In silbernem Felde ein goldner Stern; Helmschmuck: ein goldner Stern. Zweige: Krz^piechowski (Kr^piechowski), Podjaski, Czamowski (Weiss-Czamowski). Blankenbttrg. — In Blau Kopf und Hals eines silbernen Bockes mit langem Bart und rückwärts gebogenen Hörnern; Helmschmuck: ein Pelikan mit drei Jungen. Blekot. — Zweige: Dembii^ski, Tuchlhiski. Bobr (Biber). — In Rot ein Schrägerechts gelegter Baumstamm mit drei grünen Blättern, auf dem ein goldner Falke mit goldnem Ringe im Schnabel sitzt; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Nannten sich Pahibicki, Kr^cki. Bochen (Boch, Bochow, Bogesken, Bochen, Lausdorf). — In silbernem Felde ein grüner Papagei auf einem Baumstamme. Zweige: Bochefiski (Bochifiski), Boiepolski, Parazhiski. Bochen. — In Blau ein naturfarbener halber Fisch, überhöht von einem goldnen Stern. Zweig: Chmielhiski. Boeusz (Bogusch). Bofan. — Nahmen W.Junosza an. ZwQ^g: Pucdrowski. Botost. — Zweig: Chehnowski. (W. Ostoja). Bonin. — In Blau eine offene goldene Krone, aus welcher vier schwarze Büffelhömer aufwachsen; Helmschmuck: ein halb auf- wachsender, nach links gekehrter, weisser Ziegenbock. Dieses Wappen wird auch Korona (die Krone) genannt Zweige: Czeszewski (Cies- zewski), Sulicki (Zulicki), Sfawianowski. Bonsewicz (Bonsewske, Bonsewitz, Bonsewski). Borski (Borek, Borsken). — In Rot ein schwebendes, nacktes Bein, dessen Wade von oben nach unten von einem Pfeile schräge durchbohrt ist; Helmschmuck: ein Adlerflügel. Dieses Wappen wird auch Noga (der Fuss) genannt Borosz. — Zweig: Liphiski. Borzestowski (Borzostowski, Socha). — Ein nach oben geöffneter Halbmond, dessen jedes Hom mit einem Rehbock besetzt ist Borzk. — Zweig: Niepoczotowski. Bronk (Bronken, Bronki, Brunneken, Brunicke). — In Blau ein aus einem Brunnen aufwachsender Hirsch; Helm^cnmuck: ein goldner Halbmond, überhöht von zwei goldnen Sternen. Zweige: Bronski (Brunski), Barkowski, Lublewski, MSciszewski (W. Jastrz^biec), Niesiolowski, Pierszczewski, Puzdrowski, W^sierski. Buchon (Buchanicz). — W. Ksi^iyc, der Halbmond ist rechts geöffnet, rechts von drei Sternen, zu 1, 1, 1 gestellt, begleitet Zweig: Gliszczynski. — 128 — Bula. — Zweig: Cieminski. Burski (Borski). — In Blau eine silberne Lilie Ober einem nach oben geöffneten goldnen Halbmonde; Helmschmuck: über einem Halb- monde drei goldne Sterne, auf jeder Seite ein silberner Pfeil. Butosz (Butosch, Buetopsch). Bychow (Bichau, Byk, Pych, Pycz). — Führen das Wappen Zadora. Zweige: Bychowski, Bychow, Strzebieli^ski , Byk, Cimh^ski, Pych (Pycz), Lipifiski, Pych Pr^dzynski. Chadyn. — Wappen: ein Löwe; Helmschmuck: drei Straussen- fedem. Nannten sich Borzyskowski. Chamyr (Chamir, Chamier). — In silbernem Felde ein goldner Anker; Helmschmuck: das Auge Gottes. Zweige: Ciemirtski (änderten das Wappen: in Silber ein goldner Halbmond, darüber ein schwarzes Kreuz, rechts und links von je einem goldnen Sterne begleitet), Gliszczynski (W. Ksi^zyc, in Blau der goldne Mond nach oben oder nach rechts geöffnet, von drei Sternen oben oder rechts begleitet; Helmschmuck: drei Straussenf edern ; — in einem Zweige auch: ein Pfeil; Helmschmuck: ein gestürzter Halbmond), KamiAski. Chinan (Chinow). — In Blau ein roter Balken, darüber drei goldne Sterne. Nannten sich Chinowski. Chocewko. — Nannten sich Patubicki. Cieszyca. — Ein Halbmond, darüber ein Hufeisen, rechts und links von je einem Stern begleitet. Zweige: PieczyAski, W^sierski. Cisiewski (Ciszewski Betka). — Schild rot -schwarz geviert, ohne Bild; Helmschmuck: Göttin der Gerechtigkeit mit Wagschale und Schwert. Cyra (Cyra Milkowski). Czarnota« — Nahmen Wappen Lis an. Zweige: Bojarski, WieiliAski. Czqstek. — Zweig: 2alifiski, wohl Wappen Doliwa, doch Helm- schmuck: drei Rosen zwischen zwei Jagdhörnern. Czirzon (Cyrzon, Cyrson, Zirsam, Czyrson, Szyrsam). — In Rot ein silberner Löwe, in der rechten Pranke ein blankes Schwert, in der linken eine grosse Kron^ haltend. Zweige: D^browski, Gustkowski (Gostkowski), Studzienski. Damirke. — Nannten sich D^browski. Damnos. — Nannten sich D^browski. Dargusz (Dargupsch). — Schild Schrägerechts geteilt, unten schräge- rechts blau-silbern geschacht, oben in Rot ein aufwachsender goldner Löwe. Darzen (Darsen, Darsicke, Daisen, Darzyk, Dorzyn). — Schild rot- grün Schrägerechts geteilt, oben ein wachsender goldner Löwe; Helm- schmuck: ein Halbmond, darüber drei goldne Sterne. Zweige: Ciemiriski, Dorzynski, Rekowski, StudziAski. D^bicz. — Drei, mit den Stielen fächerartig zusammenstehende Lanzen; Helmschmuck: drei gleiche Lanzen. Depka. — (Wappen Ksi^iyc). Zweige: LipirtskI, Prondzynski. Domaros (Domarus, Damarus, Domarath, Dommer). — Wappen Ksi^iyc, doch nur zwei Sterne nebeneinander über dem Monde. Zweige: Chosnicki, D^browski, Niepoczotowski. Dor^gowski (Beiname: Gleissen). — In Rot zwei goldne, kreuz- weise mit den Mundstücken nach unten und nach innen gelegte Jagd- — 129 — hömer; Helmschmuck: ein mit Mund- und Schalloch nach oben gekehrtes Jagdhorn. Drywa. — Zweige: Borucki, Zakrzewski (Wappen Brochwicz). Dutak (Dullak). — Wappen Ksi^zyc, der Mond nach rechts geöffnet, von den drei Sternen rechts begleitet; Zweige: Plachecki, W^sierski (Wappen Leliwa). Dunajec. — D. Oliszczynski. Dzi^iö^ Wappen. — In Blau ein auf einem Baumstubben sitzender Specht; Helmschmuck: der Specht (dzi^czöt). Dasselbe führen die: Dzi^cieiski (Diezelski, Dzengelski, Ziezelski), Kiiczkowski, Persa, Poggentow, Setzke, Stawicki. Essen. — In Blau ein goldner Halbmond, überhöht von zwei Sternen; Helmschmuck: ein Schwertarm. Zweig: Kistowski (Wappen Ksi^zyc, der Mond nach links geöffnet, rechts, links und unten von den Sternen begleitet; Helmschmuck: aufwachsender Löwe mit einem Schwerte in der Pranke. Falisz (Fallis, Falisz D^browski). Felstow (Velstow, Valstowe, Samke). Finecke (Finik). — Zweig: D^browski. Fisz (Fiszk, Fiszka, Fiske, Fisch, Fischer). — Schild silbern -blau gespalten, rechts drei übereinander gestellte, die Spitze nach links kehrende, goldne Pfeile, über denselben ein goldner Stern, links zwei goldne Sterne übereinander, über denselben ein silberner Halbmond. Zweige: Zancke, Fiszka Borzyszkowski (in Rot ein nach oben geöffneter Halbmond, überhöht von einem aufrechten, oder auch wohl gestürzten Pfeile, der von zwei Sternen begleitet ist). Fisz (Fisch, Fischer). — Schild silbern-blau gespalten, rechts eine aufrechte rote Schlange, links drei silberne Karauschen untereinander; Helmschmuck: eine Meerjungfer mit einem Anker in der rechten Hand. Freza (Fryza, Fresa, Frese). — In Blau ein silberner Helm mit drei silbernen, je auf einer roten Kugel stehenden Straussenfedern geziert; Helmschmuck: drei Straussenfedern auf gleichen Kugeln. Zweig: Strzebielinski. Gabrysz (Borzyszkowski). GarczyAski. — G. Rautemberg. Wappen Sas Pruski. Gawin (Oowin). — Oostomski (Wappen Paprzyca), Niesiotowski (Wappen Naf^cz). G^sk (O^sk, Chosnicki, Niesiotowski, Podjaski). Gtusz. — Gt. Ostrowski. Goddentow. — Schild rot-silbern gespalten, rechts ein Vogel auf einem Aste sitzend, links drei rote Querbalken. Golian. — O. Niepoczotowski, G. Tokarski. Goltstein (Ooldstein, Oolsztein). — In Gold vier blaue Querbalken. Zweig: Kossowski (Wappen Jelita). Goncz (Gonschen). — Schild schrägelinks geteilt, unten rot-silbern geschacht, oben in Blau ein halbwachsender, von einem Pfeil durch- bohrter Ziegenbock. Zweig: Czerniewski. Gömy. — G. Podjaski, G. W^sierski. Gosk (Gosz, Goszk). — In Blau eine die untere Schildeshälfte ausfüllende silberne Mauer mit vier Zinnen, aus welcher ein goldner V. Z e r n i c k i , Die polnischen Stamm wsppen. 9 — 130 — Löwe aufwächst; Helmschmuck: ein gleicher Löwe, in der rechten Pranke ein Schwert haltend. Zweige: Borski, Dqbrowski, Kaminski, Podjaski. Grabia, Wappen Sas Pruski. — Zweige: M§ciszewski, Sp^gawski, Tuchlirtski. GrabowskL — G. Goetzendorf. In Blau ein goldner nach oben geöffneter Halbmond, an den Spitzen mit je einem siebenstrahtigen, goldnen Sterne besetzt, der Mond ist von unten nach oben von einem Schwerte durchbohrt; Helmschmuck: ein gleicher Mond ohne Sterne und ohne Schwert, belegt mit einem schwarzen Kreuzritterkreuz, fünf Straussenfedem umfassend. Dieses Wappen wird Wappen Zbicswicz genannt Gran (Gron, Grzon, Grzanka, Orzonka). — In Blau ein goldner Löwe mit einem goldnen nach rechts geöffneten Halbmonde in der Tatze, oben im Halbkreise von fünf goldnen Sternen begleitet. Auch wird ihnen das Wappen Drzewica zugeschrieben. Zweige: Czapiewski, 2abiriski, Zychcki. Grela. — In Rot zwei gekreuzte Turnierlanzen, oben und unten von je einem goldnen Sterne begleitet; Helmschmuck: eine wachsende, rot gekleidete, gekrönte oder ungekrönte Jungfrau, in jeder Hand eine Turnierianze haltend. Ihr Wappen wird auch angegeben: ein nach oben geöffneter Halbmond, Ober dem zwei Sterne nebeneinander. Gniba (Orubba, Gruben). — In Blau ein goldner Löwe; Helm- schmuck: ein wachsender goldner Löwe zwischen offenem, silbernen Fluge. Zweige: Krz^piechowski (Krempiechowski), Nieiuchowski, Stawkowski, W^sierski (Wappen Leliwa), Zdunowski. Gruchata (Gruchalla). — In Blau zwei gegeneinander springende, weisse Windhunde, darüber ein gestürzter, goldner Halbmond. Zweig: W^sierski. Gnimbkow (Grumbkau, Gr^bkowski, Grumkowski). — In Silber ein aufgerichteter blauer Pfeil; Helmschmuck: ein silberner Halbmond, überhöht von drei goldnen Sternen. Grzebin (Grebin, Grzebionek). — In Silber eine rote Rose, aus der drei rote Herzen hervorgehen; Helmschmuck: eine rote Rose inmitten eines offenen, silbernen Fluges, jeder Flügel belegt mit einem roten Herzen. Zweig: Borzostowski. Gut (Gutt, Guta). — Wappen Sas Pruski. Zweige: Dargolewski, Radoszewski, Zapendowski. Gynz (Oyns, Guntz, G^cz, Gonz). — Schild silbern -blau -silbern geteilt, im oberen Felde ein roter Krebs, im Mittelfelde stehen, von rechts nach links nebeneinander, ein goldner, nach oben geöffneter Halbmond, ein goldner Stern, ein gestürztes Schwert, ein zweiter Halb- mond und ein Stern, — in dem unteren Felde ein natüriicher, zum Sprunge bereiter Luchs. Zweige: Dqbrowski, Puzdrowski, Rekowski. Hagenau. — In Blau eine rote Rose auf einem Hügel. Zweige: D^bnicki (Wappen Poraj), Zaiinski (Wappen Poraj). Helma (Hetm, Elma, Podlewski). Hennik (Heniga, Podjaski, Hennik Pötczynski). Herod. — H. L^cki. — 13t — Hirsch (Hirsz). — Schild blau -rot geteilt, oben ein wachsender, silberner Hirsch; Helmschmuck: ein gleicher wachsender Hirsch zwischen einem roten und einem blauen Flügel. Zweig: Pomoyski. Holdatt (Hulda). — In Silber ein Lindenzweig mit drei grünen Blättern; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, der Länge nach belegt mit fünf gestürzten Spiessen. Zweig: Hulda Lubodzki. Jadanke (Jadumke, Jadomke). Jakusz (Jakuszek, Jakuszyk, Jakusz-Oostomski). — Ein Karpfen, aus dem drei Pfeile entspringen; Helmschmuck: ein Halbmond, darüber drei Sterne. Janta. — In Blau ein goldner, sechsstrahliger Stern; Helmschmuck: ein gleicher Stern. Zweige: Czapiewski, Lipifiski (ein Zweig führt einen Halbmond, auf dem ein aufrechtes Schwert steht, rechts und links von je einen Stern begleitet; Helmschmuck: drei Straussenfedem), Polczynski (ein Zweig führt ein laufendes Pferd auf grünem Boden). iarchow. — Nannten sich Warczewski (Warzewski). ark (Jork, Gorka, Skorka). — In Rot ein silberner, schrägerechter Wellenbalken. Führten auch wohl das Wappen Oryf. Zweige: Czenstkowski, Gostkowski (Wappen Drzewica), Gostomski (Wappen Drzewica), Gustkowski (Wappen Gryf), aber auch: Schild geteilt, unten in Rot eine silberne Lilie, das obere f^eld silbern-blau gespalten, rechts ein roter Löwe, links eine silberne Lilie; Helmschmuck: eine halbe silberne Lilie zwischen schwarzem und rotem Flügel), Lipifiski, Skorka (auch Schurik genannt; Wappen Drzewica). Jaroch. — J. Kistowski (Wappen Drzewica). Jastrz^b. — J. Tuchlinski. Jekel Oekell, Jeckel). Jc4. — J. Lipifiski. Joeden. — Schild silbern-blau geteilt, oben ein ruhender Schwert- arm, unten ein goldner Leopard, zwischen den Vorderpranken eine rote Rose haltend; Helmschmuck: ein goldner Halbmond, darüber ein goldner Stern. Nennen sich J.-Koniecpolski. Jordan. — In Rot drei schwarze Schweinsköpfe, zu 1 und 2 gestellt. Jucha. — J. Pahibicki. Jtttrzenka (Genderzika, später auch Morgenstern, M. Jutrzenka). — Schild blau-silbern gespalten, rechts ein links geöffneter, goldner Halb- mond, links sechs goldne Sterne, zu 2, 2, 2 gestellt. — Auch wohl: in Gold ein blauer, rechter Schrägebalken, belegt mit drei goldnen Sternen; Helmschmuck: ein blauer Pfahl, mit drei Sternen belegt, im offenen goldnen Fluge. Zweige: Gliszczynski, Studziefiski, Trzebiatowski (Schild blau, durch eine goldne Linie gespalten, rechts fünf silberne Sterne, zu 1, 2, 2 gestellt links ein goldner, nach innen geöffneter Halbmond; Helmschmuck: zwei natürliche Lilien fächerartig gestellt). Kabsitz (Kabiskowski Kabiszewski, Kobzerdzki). Kaldrow. — K. PoWocki, K. Tokarski. Kara§. — K. Robakowski (drei gestürzte Pfeile). K^wski (Kessowski, Keszowski, Bausendorf (Bautzendorf) K^sowski). — Wappen Poraj; Helmschmuck: Pfauenschwanz, belegt mit silberner Rose. 9^ — 132 — K^ch. — K. Przywidzki (Wappen Leiiwa). Kiemlada (Kimlada, K. Orabowski). — Wappen Przyjaciet, doch nur ein Herz, mitunter ist dieses von einem Ringe umgeben, der mit zwölf Kugeln belegt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedem, jede mit drei Kugeln pfahlweise belegt. Kikiit. — K. Koziowski. Kleist. — In Silber zwei laufende rote Füchse, getrennt durch einen roten Querbalken; Helmschmuck: drei gestürzte, fächerartig gestellte Jagdspiesse, jede Spitze auf einer roten Rose ruhend. Wopotek (Ktopotic). — Zwei laufende Hunde untereinander; Helm- schmuck: eine wagerecht liegende Flinte. Zweige: Dqbrowski (eine Linie nahm Wappen Hotobok an), Dziembowski, Otowczewski, StudzieAski (Wappen Hotobok). Kocielk. — K. Ostrowski. Koepke. Kojtala (Koytala). — K. Kiedrowski. Schild quadriert, im ersten und vierten Felde drei Sterne, im zweiten und dritten Felde drei Rosen, alle zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: ein wachsender Löwe mit einem Pfeile in den Pranken. Kotdras. — K. Waldowski (Wappen D^browa). Kompcow (Kompzow). Kord. — K. Giöwczewski. Koicianek (Ko^ciank^. — K. Pobfocki. Koss (Kos, Kosseken). — In Blau zwei gegeneinander aufspringende weisse Windhunde, über denselben ein Jagdhorn; Helmschmuck: ein silberner, nach oben geöffneter Halbmond, über welchem ein golden beschlagenes, schwarzes Jagdhorn zwischen zwei Sternen. Zweige: Borski, Siemierowski (Szemirowski), Zakrzewski. Kostka. — K. Cho^nicki, K. Oostomski (ein nach oben geöffneter Halbmond, auf dem ein Kreuz steht, das von drei Sternen begleitet ist, darüber ein nach unten geöffnetes Hufeisen), Lubanski, Msciszewski, Tuchlinski, W^sierski. Kowaiek (Kowalik). — In Blau ein goldner Halbmond, überhöht von drei goldnen Sternen (also Wappen Ksi^zyc); Helmschmuck: drei rote Rosen an Stielen. Zweige: Brzeszowski, D^browski. Kozak. — K. Otöwczewski. Krause. — In Blau drei goldne Halbmonde übereinander, der obere gestürzt; Helmschmuck: ein geschlossener, schwarzer Flug, von einem goldnen Pfeile schrägelinks aufwärts durchschossen. Krokow (Krockow, Krokowski). — Wappen Wickerau: in Rot ein schwarzes, auf zwei Adlerfüssen ruhendes Jagdhorn, mit dem Mund- stück nach links gekehrt, mit vier goldnen Beschlägen und schwarzem, eine Schleife bildenden Tragriemen; Helmschnluck: zwei Ritterarme, mit nach oben wie zum Gebet zusammengelegten Händen. Ein gleiches Wappen führen auch die Bartuszewski Bartelsdorff. Ksi^yc, Wappen (Taf. XIV). — In Blau ein goldner Halbmond, nach oben geöffnet, von drei goldnen Sternen überhöht; Helmschmuck: drei Straussenfedem. — Auch Ksi^zyc i Gwiazdy (Mond und Sterne), und Trzy Gwiazdy (drei Sterne) genannt. Es wurden die drei Sterne von König Kazimierz IV. 1466, nach dem Frieden von Thom, verdienst- — 133 — vollen Kriegern veriiehen. Als später in den Schlachten von Cecora 1620 und bei Choczim 1621 das Aufgebot aus Pommerellen, unter den Wojewoden Gerhard Denhof und Jan Weyher sich durch besondere Tapferkeit auszeichnete, wurde zum Andenken an diese glorreichen Feldzüge von König Zygmunt III. einer grossen Anzahl pommerellischer Geschlechter gestattet dieses Wappen mit Hinzufügung des Mondes zu führen, resp. in ihre Wappen Halbmond und Sterne aufzunehmen. Es wurden diese dem alten Wappen nun in passendster Weise angefügt, wodurch Mond und Sterne mehrfach verschiedene Stellung erhielten; wurde dieses Wappen als selbständiges Wappen geführt, dann wurde das alte meist in den Helmschmuck gesetzt. Dieses Wappen führen die folgenden, meist preussischen und pommerellischen Familien: Aubracht, Borne, Brodzki, Bronski, Brychta, Buchon, Ciemiäsld, Czirson, D^browski, Domarus, Dullak, Eichholtz, Gliszczytfiski, Grzebieski, Gustkowski, Ines, Jabtonowski, Juszczakiewicz, Jutrzenka, Kistowski, Kowalski , Kuyk, Upifiski, Mach, Machowski, Milwinski, Miszewski, Mroczek, Msciszewski, Napadiewicz, Pluto, Podjaski, Prondzynski , Rekowski, Stuszewski, Studzienski, Styp, Sulerzycki, Szyc, Trzebiatkowski, Wantuch, Wietcki, Wnuk, Wussow, 2muda. Kttdbrzyn (Kudbryn). — K. Msciszewski (Wappen Jastrz^biec). Kukietka (Kukyalka). — K. Samowski. Kuneza. — K. Stawicki. Kunter. — K. Petroch (Petrorch), (Wappen Leliwa). Kupi^czek (Kupieczek). — K. Lganowski. Kupin. — K. Studzienski. Kuyk (Kuike, Koycke, Kwik, Kuyk Studzienski). — In blau- silbern gespaltenem Schilde ein nach oben geöffneter, goldner Halbmond, der in jedem Felde von einem senkrechten Pfeile von oben nach unten durchstochen ist, jeder Pfeil überhöht von einem Sterne; Helmschmuck: ein silbernes Kavalierkreuz. Lab (Labbun, liabbun. Lebbin). — L. Gustkowski. Labanka (Labqka). — L. Czarnicki. Lanik. — L. Oliszczynski. Lantosz (Lantosz, Lantaw, Lantow, Lantosk). — Zweige: Lantoski, Kenstonowski. Lettow. — L, Vorbeck. In Blau ein roter Querbalken, durch welchen eine zerbrochene Ankerstange gesteckt ist; Helmschmuck: drei goldne Straussenfedern. Lindner. — Zwei sich kreuzende Lindenzweige, jeder mit einem Blatt und einer Blüte. Liniewski. Lis (Lissow, Lis Strzebielihski). Lostin (Lostke, Loistek, Lastke, Lossgen, Loske). — Wappen Leliwa. Luebtow (Libstowski). — Schild silbern -blau geteilt, oben ein schwarzer, wachsender Eber, unten drei goldne Sterne zu 2 und 1 gestellt. Lukoczyn (Lukotzin). Mach. — Wappen Ksi^iyc, doch wurden in verschiedenen Zweigen die Sterne anders gestellt. Zweige: Machowski, Milwinski, PoWocki (Wappen Leliwa), Podjaski, SJawkowski, Stuszewski. — 134 — Maczka. — M. Czamowski. Mi|dry (Mondry, Mandrey, Mundry, Mondroien, Moedry). — In Rot eine weissgekleidete Jungfrau mit fliegendem Haar und goldner Krone, in jeder Hand eine Trompete haltend, beide gleichzeitig an den Mund geführt; Helmschmuck: eine gleiche Jungfrau ohne Trompeten zwischen zwei Elefantenrüsseln, diese haltend. Es wird dieses Wappen auch meist Wappen Dqbrowski genannt. Zweige: Dqbrowski, Studzienski. Maiek (Malik). — In Blau drei silberne Pfeile, sternförmig mit den Spitzen nach oben gelegt, unter denselben ein grünes Kleeblatt mit Stiel; Helmschmuck: drei Pfeile, Zweige: ChoSnicki, Cz^stkowski, Malecki, Podjaski. Malotka (Malotki, Matotka, Mtotek, Mtotyk). — In Silber (mitunter in Rot) drei schwarze Hammer, mit den goldnen Stielen unten fächer- artig zusammengestellt; Helmschmuck: ein gestützter, geharnischter Arm mit einem Hammer. Zweige: Trzebiatowski, Zakrzewski. Malschitz (Malszycki^ auch Kokoske, Kokoschke, Kokoski genannt). — Wappen Leliwa; Helmschmuck: inmitten eines Hirschgeweihes ein Stern. Mark. — M. Modrzewski. Schild blau-rot gespalten, rechts eine weisse Rose am Stiele, links drei goldne Sterne übereinander; Helm- schmuck: ein silberner Halbmond. Marszat (Marschall). — Wappen Mora; Helmschmuck: drei silberne, fächerartig gestellte Pfeile. Zweig: Sulicki. Maryka. — M. Cz^stkowski, M. Tokarski. Massow. — In Silber zwei rote Querbalken; Helmschmuck: zwei silberne Büffelhörner, jedes belegt mit zwei roten Balken. Zweig: Czudnochowski. Mfdroch. — M. Borski. Meroszyn (Meroschin). Mfiyk (Menzyk, Menzitz). — In Silber drei schwarze Kohlmeisen; Helmschmuck: eine Kohlmeise. Metzke. — M. D^browski. Miodunka. — M. Robakowski. Misiii. — M. Sikorski. Unter rotem Schildeshaupt in Gold drei silberne Möven; Helmschmuck: eine Möve. Mistzin (Miscine, Mitzina, Msyna, Midzin). — Zweig: Modrzewski. Mitzlaf. — Schild silbern -schwarz gespalten, darin ein Adler in gewechselten Farben; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Modrzewski. — In Blau im rechten Obereck eine goldne Sonne, in der Mitte ein nach der Sonne geöffneter goldner Halbmond, links und unten von fünf goldnen Sternen bogenförmig begleitet; Helmschmuck: geharnischter Mann mit Schwert. Mroczek (Mrosecke, Mrosicke, Mrozek). — Wappen Ksi^iyc, über dem Monde nur zwei Sterne. Zweige: Oliszczynski, Rekowski, Trzebiatkowski. Myk. — M. Brzezinski. Nagacz. — N. Czenstkowski (Wappen Pobog). Nagorny. — N. W^sierski. Natemer. — In Silber ein roter Löwe mit ausgeschlagener, roter, zackiger Zunge; Helmschmuck: drei Straussenfedern. — 135 — Ocisk. — O. Trzebiatowski. Orlikowski. — In Silber ein querlaufender blauer Fluss; Helm- schmuck: ein auf dem Knie ruhendes gepanzertes Bein. Osseken. Ostrorog. — O. ^leromski. Pac (Paca). — P. Borski, R Stawkowski, P. Wiecki. Pachotek (Pacholke). — P. Modrzewski. Parzkow. — Schild rot-grün geteilt, oben drei silberne Lilien nebeneinander, unten ein laufender, silberner Wolf; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Paszk (Paske, Paschen, Pastke, Patiske, Patzke, Paszke, Packi, Paczki). — In Rot ein goldner Löwenkopf mit goldnem Nasenring. Zweige: Paczki Bialke, Paczkowski, Shizewski (Wappen Ksi^zyc; Helm- schmuck: zwei Sterne zwischen drei fächerartig gestellten Pfeilspitzen), Studzienski. Pawelsz (Pawelski, Powelski). — Schild blau-rot geteilt, oben drei silberne Rosen nebeneinander, unter denselben drei silberne, zu 1 und 2 gestellte Sterne, unten ein aus grünem Gebüsch am linken Schildes- rande halb hervorspringender, goldner Hirsch. Pai^tka. — P. Lipinski (Wappen Ksi^zyc, über einem Halbmonde ein Hochkreuz, der Querbalken an jedem Ende mit einem kleinen Halbmonde besteckt, unter welchem je ein Stern, über dem Kreuze fünf Sterne im Halbkreise), P. Piechowski (Wappen Monsztem), Pr^dzynski. Pell (P. Niepoczotowski). Pcrlow« P^tk (P. Oostomski). Piechowski (Kossobut, Piechowicz). — Wappen, welches Monsztem genannt wird: über einem goldnen Halbmonde ein silberner, fünfstrahliger Stern. Piegacz (Pigatz, P. Ciemh^ski). Pierzcha (F^rsza, Pierzchlinski, Pierzchowski, Pyrcha, Pirch). — In Blau eine silberne Karausche oder Flunder; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz zwischen zwei Schlüsseln. Zweige: Brodnicki, Kacki. Pi^a« — P. Luba^ski, Netarbowski (Wappen Pomian), Ustarbowski (Wappen Ostoja). Pioch, — P. Lipinski, P. Pöfczynski, P. Tuchlinski. Plencbow (Plenchau). Plochnicz (Plochwicz, Plochanz, Blochentz, Ptochnicki. Plumpe. Pluto (Pluta). — Zweig: Pr^dzyAski (Wappen Ksi^yc, der Mond nach rechts geöffnet, an jeder Spitze mit einem Stern besetzt). Podkladk. — P. Wyszecki. Podlaski (Podlaske). — In Blau unter einem gestürzten, goldnen Halbmonde ein goldner Stern; Helmschmuck: das Wappenbild. Polk. — P. iabinski. Pö}panek (Polpanke). — P. Trzebiatowski. Potlacki (Pottlacke). — 136 — Preftentow (Przebendowski). — In Gold ein nach rechts gekehrter, auf den Hinterfüssen sitzender Marder (Kuna). Es wird dieses Wappen auch Kuna genannt. Pruszak (Prussak, Prusak, Preus, Pruski). — Wappen Leliwa. Przeworski (Przyworski). Przewoski (Przywoski, P. Ruthendorf). — In Blau drei grüne Rautensträusse nebeneinander; Helmschmuck: das Wappenbild. Przieski (Pryziewski). — Schildesfuss schräge geschacht oder geweckt, darüber ein springender Hirsch; Helmschmuck: drei Lilien auf beblatteten Stengeln. Pr^tarski. — In Rot zwei goldne ins Andreaskreuz gestellte Schlüssel, unter denselben ein goldner senkrecht aufgerichteter Pfeil; Helmschmuck: drei goldne Ähren. Pupka. — In Blau ein rotes Herz, umgeben von einem Kranze; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Zweige: Oostomski, Lipinski, i^abinski. Rap (Rapik). — R. Oostomski. Rask (Raske). — R. Trzebiatowski. Reiske (Raiske, Reschke, Rayski, Rysk). Reka (Reck). — In Blau ein silberner Stierkopf; Helmschmuck: ein goldner Stern zwischen zwei Krebsscheren. Zweig: Trzebiatowski. Rekow (Reckow). — In Silber ein schwarzer, schreitender Bär; Helm- schmuck: drei silberne, je auf einen goldnen Stern gestürzte Jagdspiesse. Rekowski. — In Blau ein nach links gekehrter roter Krebs, über demselben ein gestürztes Schwert, begleitet rechts von einem links geöffneten Monde, links von zwei Sternen untereinander. Rekowski. — In Blau zwei goldne Sterne untereinander, von einem silbernen Hufeisen umschlossen. Repke (Rebke, Ropke, Roepke). — In Silber ein blauer Querbalken, belegt mit einem kleinen goldnen Monde und zwei Sternen, unter demselben ein Rebhuhn; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Roggenbuk. — In Silber drei quergezogene blaue Flüsse. Roggenpan. Rosen. — In Oold drei rote Rosen zu 2 und 1 gestellt; Helm- schmuck: ein Pfauenschwanz, begleitet von zwei silbernen Wieseln. Rostken. — In Blau ein vorwärts gekehrter goldner Löwenkopf mit aufgerissenem Rachen; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Rostok (Rustok). — Schild silbern -schwarz gespalten, rechts ein halber, an die Teilungslinie gelehnter schwarzer Adler, links eine halbe, ebenfalls angelehnte, silbeme Lilie. Royk (Roik). — Zweige: Lewinski (Wappen Brochwicz 3), Parszczycki. Rudgis (Rugis, Ruedgisch). — In Blau ein auf grünem Boden stehender Baum, begleitet im rechten Obereck von drei goldnen, zu 2 und 1 gestellten Stemen, im linken Schildeseck von einem goldnen rechts geöffneten Halbmonde; Helmschmuck: ein Hirschgeweih. — Auch wohl: in Silber drei goldne Sterne; Helmschmuck: der Halbmond. Rukoczin. Rulaw (Hirszgrin Rulaw). Ruman (Roman). — Wappen Leliwa. Zweig: Lipinski. — 137 — Ruicinski (Ruszczyc, Ruszcifiski). — In Rot ein silberner Löwe mit einem Straussenkopf. Ruszk. — R. Siemierowski (Wsiemierowski). R^bka. — R. Podjaski» R. Rybifiski. Sabotka (Sabotke). Sadzik. — Zweig: Puzdrowski. Sarbski (Sarpske, Szarbski, Zarbski, Zerbtiken). — In Blau auf silbernen Wellen ein halb aus denselben hervorragender, ein grünes Blatt im Maule haltender Seehund, über welchem drei goldne Sterne schweben. Saxen. — S. Nakielski. Sas Praski» Wappen (Taf. XV). — In Blau ein silberner, nach unten geöffneter Halbmond, der die Spitze eines silbernen, senkrechten, gefiederten Pfeiles umschliesst, der rechts und links von je einem goldnen Sterne begleitet ist; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit einem aufrechten Pfeil. Es kommen auch kleine Abweichungen vor. Dasselbe fähren die: Dargolewskiy Garczyiiski, O^ssowski, Gliiiski, Grabla, Gut, Husarzewski, Juszyfiski, Marczy^ski, Msciszewski, Mszanecki, Radoszewski, Somnicz, Sp^gawski, Tesmer, Zapendowski. Sawken. Schimbttren (Schinbauren). Schlieff (S. Dreso, Schlieffen). — In Silber der Rumpf eines nach rechts gekehrten, rot gekleideten, bärtigen Mannes mit weissem Hals- kragen und roter, mit Hermelin verbrämter Zipfelmütze. Schlochow. — In Blau ein vorwärts gekehrter goldner Löwenkopf mit einem Ringe im Maule; Helmschmuck: drei rote Rosen an grün beblatteten Stengeln. Schotzow (Schoetzow). — Eine Zwiebel, aus welcher drei Lilien- stengel mit Blüten hervorwachsen. Schwichow (Retzorken, Rezarger). — In Rot eine silberne Rose an grün beblattetem Stengel; Helmschmuck: zwei weissbefiederte, aufwärts gekehrte, goldne Adlerklauen. Sekret. — S. Szotnowski. SelasiAski (Seilasen, Sellosen, Zelazinski). — In Silber ein auf grünem Boden liegender, roter Ochs; Helmschmuck: ein goldner Halbmond, darüber ein goldner Stern. Sieracki (Siereke). Skoczek. — S. Piechowski. Skörka (Schuriken, Scuirken). — Wappen Drzewica. Zweige: Cz^stkowski, Gostomski, Oustkowskt (Oostkowski). Smötka. — S. L^cki. "^mukata. — S. Gostomski. inieiko. — S. Btocki. (Wappen Leiiwa). Somnicz (Wundeschen, Somnitz). — Wappen Sas Pruski. Spiczak, Wappen Zabawa. — Zweig: Brzezinski (Wappen Zabawa. Aber auch: ein Halbmond, besetzt mit einem gestürzten Pfeil, auf diesem oben eine Kugel, begleitet rechts und links von je zwei Sternen). Stal. — S. Gostomski. Starosta. — S. Kaliski. — 138 — Starschke (SiarzyAski). Stendek (Stenek). — St. Modrzewski. Stojentin. — Schild schrägelinks geteilt, unten blau- silbern geschacht, oben in Blau ein wachsender Hirsch. Zweige: Schwelzkow, — Stojentin (Stontin, Sztentyn) W^likowski (der Hirsch wächst aus einer dreizinnigen Mauer; Helmschmuck: ein Halbmond, über diesem drei Sterne), — Woyen (Woyan, Zweig von diesen: D^browski). Stoschke (Stocki). — Wappen Brochwicz II. Styp (Stiep, Stipp). — Wappen Ksi^yc, Mond und Sterne sind silbern. Zweig: Rekowski. Suchy. — S. Liphiski. Sultan. — S. Ustarbowski. Wappen Abdank, doch besetzt mit einem Doppelkreuz, über diesem ein Stern; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Zweige: Lubianski, Wiserski. Swii|tek. — S. Brzezinski. Swi^ (Szwenca). — In Blau ein gekrönter roter Greif mit silbernem Fisch (Stör)schwanz. Zweige: Podkamer (Putkamer), von diesen die Lojow, Rexin, Tuchon. Sykala. — S. Lebinski, Lembinski. Ein nach oben offener Halb- mond, von oben nach unten von zwei Pfeilen senkrecht durchschossen, jeder überhöht von einem Stern; Helmschmuck: ein Halbmond, jede Spitze mit einem Stern besetzt. Szada. — Sz. Borzyszkowski. Wappen: ein Löwe; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Szcz^ka, — Sz. Piechowski. Szela. — Sz. Piechowski. Szorfas (Szorptas). — In Rot zwei gekreuzte Schwerter, Ober den- selben ein goldner, nach oben offener Halbmond, überhöht von einem goldnen Stern; Helmschmuck: eine silberne Rose mit beblattetem Stengel. Ein gleiches Wappen führen auch die Zweige: Witczech (Witczek, Witzon, Wiczonke, Witzahn), Oustkowski, Wyczechowski. Szpak. — Wappen Sowka, doch statt der Eule ein Star. Zweig: W^sierski (Wappen Syrokomla). Szpot (Spott, Spoth). — Wappen iiab^dz, doch hat der Schwan eine Krone um den Hals und einen goldnen Diamantring durch die Nasenlöcher; Helmschmuck: der Schwan, oder auch ein aufrechter Spiess zwischen zwei nach innen offenen Halbmonden. Zweige: Gliszczynski (Wappen ilab^dz, aber auch in Rot ein goldner Halbmond, überhöht von ein oder zwei goldnen Sternen), Studzienski, Szpotanski, Szpotowski. Sztynka. — Sz. Modrzewski. Szur. — Sz. Lipinski. In Rot ein weisses Lagerzelt; Helmschmuck: ein wachsender, gepanzerter Arm mit einem Säbel. Szystek. — Sz. 2alinski. Tadden. — In Blau zwei goldne, gestürzte Halbmonde überein- ander, unter denselben ein goldner Stern; Helmschmuck: drei Pfeile und zwei Sterne. — Eine Linie führt in Rot einen silbernen Greif, unter dem ein Stern, aber den genannten Helmschmuck. Tarmen. — Schild schrägelinks blau-golden geteilt, oben ein goldner, wachsender Löwe, unten kein Bild. — 139 — Tanenzin (Towenzin, Twencitowski, Tauentzien). — Schild geteilt, oben in Silber ein aufwachsender, naturfarbener Hirsch, unten schwarz- silbern geschacht; Helmschmuck: drei naturliche Lilien auf grün- beblatteten Stengeln. Tempski (Tamski, T^pski). — In Blau zwei goldne Halbmonde übereinander, der obere gestürzt, zwischen beiden links ein goldner Stern; Helmschmuck: drei silberne, gestürzte Pfeile. Auch findet man statt des unteren Mondes eine silberne Schüssel mit dem Haupte Johannis des Täufers. Zweig: Tempski Eisedun (Schild silbern-blau geteilt, oben ein nach rechts geöffneter, goldner Halbmond, neben demselben rechts ein goldner Stern, unten ein nach oben geöffneter Halbmond; Helmschmuck: drei aufrecht stehende Pfeilspitzen). Tesmar. — In Silber ein blauer, quer gezogener Fluss. Tesmer. — Wappen Sas Pruski. Zweige: T. (Ciesmer) Bukowski, T. Tuchlinski. Tessen (Tetzen, Tesken, Tessentzen). — In Rot ein weisser Ziegen- bock. Zweig: W^sierski. Tessmar. — Wappen Przyjaciel: in Blau ein rotes Herz von drei silbernen Pfeilen durchbohrt, und zwar von zweien von unten nach oben Schrägerechts und schrägeiinks, von dem dritten wagerecht von links nach rechts; Helmschmuck: die drei Pfeile fächerartig. Thomeke. — Zweig: Tomicki. Tiedemann. — In Oold ein wellenförmiger, blauer Balken, über welchem eine kriechende blaue Schlange mit erhobenem Kopfe, unter dem Balken ein Rabe; Helmschmuck: der Rabe. Zweig: Ruediger. Tondeszkow. Trestka, Wappen. — In Silber ein roter, schrägerechter Balken, belegt mit drei goldnen Kavalierkreuzen: Helmschmuck: fünf Straussen- fedem. Es wird auch wohl Wappen Trzy krzyie (drei Kreuze) genannt. Dasselbe führen die: Cieleski, Luszkowski, Trestka, Tropp, Zembowski. Tuchotka« — Wappen Korzbog; Helmschmuck: ein geharnischter Schwertarm. Tttmo (Turnowski). — In Rot drei silberne Anker, mit den Armen nach oben, zu 2 und 1 gestellt, von fünf Sternen begleitet; Helm- schmuck: drei silberne Rosen an grünen Blätterstielen. Uklej (Ukleja). — U. Czarnowski. Uszak. — U. Kliczkowski. Waicerz. — Wappen M^ciszewski. Wannosten (Vannosten). Wedel (Wedelski, Tuczynski). — In Blau der rote Rand eines Zackenrades, innerhalb desselben, anstatt der Speichen, das deutsche Ordenskreuz; Helmschmuck: eine aufrechte, rotgekleidete Frauengestalt, ohne Arme, mit aufgelöstem Haar und einem Kardinalshut auf dem Haupte. Es wird dieses Wappen meist Wappen Tuczynski genannt. Weiher (Weyher). — In Silber unter drei nebeneinander gestellten, roten Rosen zwei rote Querbalken, die an der inneren Seite je drei rote Zähne haben; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen wird Wappen Skarzyna und auch Wappen Pomerzanin genannt. — 140 — Wentoch (W^toch, Vandoch, Wantoch, Wotoch Woytoch). — In Silber ein nach rechts gestellter, roter Krebs; Helmschmuck: zwischen blau -silbern gewechseltem Flug ein goldner Stern. Zweige: Oust- kowski, Rekowski (der Krebs von einem goldnen Stern fiberhöht; Helmschmuck: nur ein Stern; — auch: unter dem Krebs, über einem Halbmonde ein gestürztes Schwert, rechts und links von einem Stern begleitet; — und auch: Schild blau -silbern geteilt, oben ein goldner Stern, unten der Krebs, dieser zuweilen auch aufrecht gestellt). Witk (Witka, Wittk, Witke, Wyt, Wyta). — Ih Silber drei ge- stürzte, rote Pfeile; Helmschmuck: drei fächerartig gestellte Pfeile. Zweige: Borzyskowski, Cho^nicki, Czamowski (Wappen Sas), — Jeiewski (Schild geteilt, unten rot- silbern geschacht, oben in Blau ein laufender, weisser Hund; Helmschmuck: drei Straussenfedern), Niepoc- zolowski (in Blau drei silberne, heraldische Lilien, zu 1 und 2 gestellt; Helmschmuck: ebenso), — PoWocki, Tempski. Wnuk. — Wappen Ksi^yc, doch über dem Halbmond sieben goldne Sterne, zu 3, 3 und 1 gestellt; Helmschmuck: drei Straussen- federn. Zweige: Cieminski, D^browski, Lipinski. Wobeser. — In Blau ein goldnes Lindenblatt; Helmschmuck: drei weisse Lilien an grünen beblatteten Stengeln. Wodke (Woedtke, Wotike, Wotke). — In Silber zwei laufende, rote Füchse, getrennt durch einen roten Querbalken; Helmschmuck: drei fächerartig gestellte, gestürzte Jagdspiesse, jede Spitze auf einer roten Rose ruhend. Wolbrecht. — Wappen Pr^dzynski. Wolchow (Wolschow, Woltzkow, Voltzkow, Wolschewke). Wrank. — In Blau ein silbernes, nach unten geöffnetes Hufeisen, welches ein goldnes Kavalierkreuz einschliesst. Wrank (Wranka). — In Silber Kopf und Hals eines roten Hirsches; Helmschmuck: zwei gestürzte, rote Pfeile. Zweig: Deminski. Wrycz (Wrycza, dann deutsch: Fritzen, Fritschen, Ruetzen, Ritz, Rutz). — In Silber ein von unten aus sich dreiteilender Rosenzweig, auf jeder Spitze eine rote Rose, jeder Stengel mit zwei grünen Blättern; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Zweige: Wrycz (Schild geteilt, unten das obige Wappen, oben ein wachsender Hirsch), Oorczycki, Koziczkowski, Rekowski (in Silber zwei nebeneinander stehende, rote Rosen an grünen Stengeln mit je z\vei Blättern; — dann auch: Schild rot -blau -silbern geteilt, oben zwei heraldische silberne Lilien, in der Mitte ein roter Krebs, unten ein links geöffneter, goldner Mond, neben dem drei goldne Sterne, zu 2 und 1 gestellt, — dann auch: Schild geteilt, oben ein wachsender Hirsch, unten die drei roten natüriichen Rosen), Ritz (Rietze) Rybicki, Trzebiatowski. Wulff. — Msciszewski. Wussow. — Schild blau -silbern geteilt, oben ein goldner Halbmond, überhöht von drei Sternen, unten drei blaue Neunaugen untereinander; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Wzdr^ka (Zdr^ka). — W. Sobanski. 2aba« — Z. Czarnicki. Zak. — Z. Lipinski. — 141 — Zamek. — Z. Czapiewski, Z. Oliszczynski. In Rot ein silbernes Hufeisen, besetzt mit einem goldnen Kavalierkreuz; Helmschmuck: ein gepanzerter, ruhender Arm, in der Hand einen Dolch haltend. Zamory. — In Silber drei Würfel, zu 2 und 1 gestellt, die beiden oberen rot, der untere grün; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Zan. — Z. Lipii^sla. Zayca. — Z. Zychcki. Wappen Drzewica. Zdttti (Sdunen, Bartke, Sduna). — Schild rot-blau geteilt, auf der Teilungslinie ein Totenkopf, oben zwei goldne Sterne, unten ein silberner Halbmond. Zweig: Parazynski. Zielonka. — Z. Wyczlinski. Zwei Windhunde, ein Halbmond und zwei Sterne. Zinne. Zipschke. Zitzwitz (Zitzewitz, Cytzwicz). — In schwarz -silbern gespaltenem Schilde ein doppelköpfiger Adler von gewechselten Farben. Ztoszcz {Z\oi6f Ztop, Ztosz, Schlosch, Schluss, Schloesser). — Wappen Ostoja. Zweig: Ztop {Z\oi6) Czapiewski alias Czapinski (Wappen Brochwicz IV). 2mttda. — Wappen Ksi^yc, über dem Mond die Sterne zu 2 und 1 gestellt, — oder auch: der Mond nach links geöffnet, von einem Stern überhöht; Helmschmuck: drei rote Rosen an grünen Blätterstielen. 2muda. — Wappen Pietyrog, Helmschmuck: ein schwarzer Vogel. Zweige: Cieminski, Trzebiatowski. 2inada (Schmude, Schmudden). — In Blau ein goldner Querbalken, oben von vier, unten von drei goldnen Ähren begleitet; Helmschmuck: zwei Büffelhömer, jedes seitwärts mit zwei Ähren besetzt. Zweige: Dqbrowski, Oustkowski. Zuchta (Zichta, Suchten). — Wappen Brochwicz IL Zweige: Ossowski, Patubicki (Palbicki). 2uroch — Wappen Monsztern. Zweige: Czapiewski (Wappen Sas, ein Zweig: ein Einhorn, unten von einem Halbmonde und einem Stern begleitet), — i. Piechowski. | 2yla. — i. Piechowski. IV, Der dem polnischen Adel angeschlossene Adel in Livland. Der Adel in Livland und Kurland war fast ausnahmslos ein ursprünglich deutscher Adel. Seine Wappen sind in deutschen Spezial- werken behandelt und dadurch bekannt geworden. Wenn darauf hin- weisend eine Beschreibung dieser Wappen hier unterlassen ist, so wird dieser Mangel wohl ersetzt durch das folgende Verzeichnis der Adelsgeschlechter, die Polen hinzutraten. Dasselbe ist entnommen dem Werke von Kuropatnicki: Wiadomosd o Kleynocie Szlacheckim — 142 — (»Nachricht über das Adelskleinod«) Warschau 1780, dem eine von Johann V. Hylzen (Hülsen), Wojewoden von Minsk, 1757—71, extrahierte Liste der im Jahre 1624 in der Ritterbank von Livland und von Kurland eingeschriebenen adligen Geschlechter zugrunde lag. Es waren die: Ackerbaum, Ackerfeld, Ackershof, Aderkass, Ahlen, Albedyll, Alden, Alerhausen, Almen, Alten - Bockum, Angren, Anrepp, Armus, Asburg, Aschenberg, Aschermann, Bankow, Bar, Baranow, Barberius, Barclai, Bartz, Beckem, Behck, Bell, Bellinghaus, Bensfeld, Benten, Berends, Berg, Berg de Carmel, Bergen, Berghorst, Berhöffd, Bering, Berk, Binsdorf, Biring, Blanckfelden , Bluhm, Blumberg, Bocken, Bockler, Bodewitz, Boening, Bogenhusen, Bolten, Bonckendorf, Borch, Borgentreich, Brabek, Brakel, Brame, Brandt, Bredenthal, Bredow, Breidenbach, Bremen, Bretwitz, Briel, Brincken, Brochhausen, Brockhorst, Bromsten, Bruehl, Brummer, Bucholtz, Budberg, Buddenbrock, Buelaw, Buldring, Burmeister, Butler, Camby, Camunitz, Capellen, Clept, Cluewer, Cronemann, Cronstern, Dahlen, Dannenfeld, Darlen, Delwig, Derelbach, Desfeldt, Diedrichs, Dinggrawen, Dolen, Dona, Donhoff, Donneberg, Dopenbroken, Dorcker, Domenburg, Dorthen, Drachenfels, Drakenfieldt, Dranckewitz, Dreien, Dreling, Drenhausen, Drewen, Drolshagen, Duckem, Dumpian, Dunckelwald, Dungein, Dunten, Düren, Dussem, Dusterloh, Eckle, Edlenkirchen, Effem, Eichstedt, Einhorn, Eismuth, Elenhausen, Einer, Emden, Engels, Engelsdorf, Engelstedt, Engielhardt, Epdorf, Eppinghausen, Ergers, Ermessen, Esterse, Etrichhausen, Eyckeln, Falckenauer, Falckenberg, Falken, Farenholdt, Farensbach, Fegesak, Feldbrug, Felde, Felitz, Felkenzamb, Fersen, Fietinghof, Fink, Finkenaugen, Fischbach, Fischhausen, fHingeln, Focken, Foersen, Forschheim, Francken, Fransche, Freitag, Freymann, Fromer, Fuerstenberg, Funcken, Gade, Oantzkoff, Oersdorf, Gerten, Gieysztor, Gisse, Gitdenfeld, Glasenapp, Goeseler, Goess, Gordian, Grapenbrok, Grassen, Grawe, Greiffensper, Griper, Grote, Grotenhelm, Grothusen, Gruenbladt, Grundis, Guldeboch, Guntersberg, Gutheim, Guttag -Gutakowski, Gutzleff, Gylden, Gyldesheim, Hagen, Hahn, Halswich, Hamben, Hanebohm, Hardung, Hartzfeld, Hassenkamp, Hastfem, Hawestworden , Heering, Heitor, Helfrich, Helmersen, Helmershausen, Hennefeld, Henning, Herschhegt, Hertzenrade, Heyde, Heydek, Heydemann, Heydenbroken, Heyking, Hillebolten, Hilschen, Hissen, Hoewel, Hohberg, Holde, Holstfem, Holtzgrewen, Holtzschuer, Hopfen, Horlingen, Hostinghausen, Höwen, Huelsen, Hulben, Hummel, Ingenhus, Issen, Jagenreuter, Jungen, Kampenhausen, Kanewer, Kannen, Karlewitz, Karrenhorst, Karsenbrok, Karthausen, Kaszman, Kawem, Kerral, Kettler, Kilinghausen, Kinitz, Kitlitz, Kleebeck, Kleist, Klingem, Klingspom, Klodten, Knevprade, Koehler, Koenigsfeld, Kojen, Korben, Korff, Korn, Kossebuden, Koszkul, Kreidelwig, Kronen, Kruedner, Knimess, Krusen, Kulen, Kursei, Laden, Lage, Lambsdorff, Landsberg, Langelen, Leewken, Lentzberg, Lepeln, Lettmatten, Leuen- husen, Leyon, Lichtenberg, Liebenwtlde, Liebsterffen, Lietenhan, Liewen, Lindeman, Linden, Lindenstern, Linszwen, Unten, Upperheide, Lisen, Lode, Loe, Loebel, Loewenwalde, Loewestemen, Loringhove, Losberg, Low, Ludeo, Lüdinghausen, Lungenhausen, Mallinggrad, Mandem, Mannerschitt, Marin, Massawen, Massenbach, Maydel, Mecken, Medem, Medinger, Meerfelden, Megden, Meiercrantz, Meiners, Mek, Mellin, Mendstacken, Mengden, Meppen, Merbach, Mercknicht, Meyerfeld, Meyem, Meysser, Moeller, Mohl, Moller, Monheim, Mueller, Muenchhausen, Mulholm, Mumeln, Nadelstedten, Nagel, Nassaw, Neuhoff, Niebaum, Niederlanden, Niekercken, Nierothen, Nodeburg, Nodingen, Nolcken, Noll, Nonhadtken, Nordency, Norman, Ochtern, Oettingen, Offenberg, Oldenhusen, Olepe, Olsen, Orias, Orppe, Orter, Ossendorff, Osten, Osteyne, Ostinghausen, Oudemann, Owerlacker, Pahlen, Paland, Palekterkamp, Palmerberg, Palmstrauch, Parsewol, Patkul, Paykeln, Peluz, Pemegele, Persowen, Persthaw, Pfeil, Pistohlkors, Platen, Plater, Plettenberg, Pohlman, Polencz, Popen, Porten, Prekel, Probsting, Puhrgolt, Putram, Puttekower, Puttenberg, Quad, Quam, Qwiezow, Ramel, Ranschberg, Rappe, Rauthenschild, Rehbinder, Reichen, Reischen, Renneberg, Rennemann, Renschen, Rerman, Resen, Retten, Reuter, Reyher, Richter, Riebenitz, Riegemann, Riesebieter, Riesenbach, Ringmuth, Ritem, Ritter, Rodenburg, Roenne, Rohr, Römerin, Ronnewel, Ropp, I — 143 — Rosen, Rosenbaum, Rosenkampf, Rosenstrauch, Rosenthal, Roszkot, Rothausen, Rutenberg^, Sacken, Saltzen, Salys, Samson, Sassen, Sassendorff, Schaaf hausen, Schaffhofen, Schaffrad, Schall, Scharenberg, Schenking, Schilling, Schiiten, Schirstedt, Schlippenbach, Schmeling, Schoenbeck, Schoeneycher, Schomberg, Schreitenfeld, Schulte, Schnitzen, Schungieln, Schursten, Schwartz, Schwartzhoff, Schwelgen, Segebad, Seigren, Serbin, Sesswegen, Seulenberg, Sey, Siberg, Simem, Sollbach, Sollen, Spadkow, Spillen, Sprenge, Stahlen, Stakelberg, Stegeling, Steiffen, Stein, Steinrad, Steirath, Stemberg, Stemfeld, Stemhelm, Stemstrahl, Storckmann, Strahlbom, Straubitz, Streithorst, Stricken, Strokirch, Stromberg, Stromfeld, Strukman, Sturtz, Swanenberg, Szögen, Tabor, Talckenberg, Taube, Taubenheim, Tawe, Tepeln, Tepelshover, Tettaw, Thummen, Tiedewicz, Tilbach, Tile, Titwer, Todwen, Tolcks, Toreken, Tomey, Trapen, Traser, Trautweter, Treyden, Troppen, Trotta, Tulen, Twiwel, Tysenhausen, Uberfeld, Uberhusen, Uffler, Ulenbrok, Ulrich, Ungern, Uradem, Uxkuel, Vegesack, Veitz, Vergin, Vetem, Victing, Viereck, Vieren, Viricksen, Vithusen, Vitinghof, Voelckersam, Vogdten, Waem, Wahdenfeldt, Wahlen, Waiden, Waidenberg, Waidenburg, Wallengrad, Wallenrodt, Wallgarden, Walm, Walnis, Walschleben, Waltoni, Wanncken, Wartmann, Wehne, Wehren, Weichebrod, Weindte, Weipte, Welle, Werminghausen, Werthusen, Wesentaw, Wester, Westerholt, Wiecken, Wigand, Winhorst, Winhusen, Wittan, Wittenberg, Wittingen, Wittmannsdorf, Wolfenschild, Wolffstorf, Wrangel, Wulffen, Zahnen, Zeilitz, Ziegelheim, Zimmer- mann, Zweifel, Zwilling. Ausser einigen der obigen Familien, die in Kurland und Samogitien sassen, waren dort noch folgende Familien in die Ritterbank eingetragen: Adeling, Behr, Berkien, Biron, Bistram, Blohm, Blomberck, Bodendieck, Bolschwing, Bruggen, Brunnow, Brynek, Denhof, Dorthofen, Eberhardt, Elmendorf, Fischer, Friesendorff, Hahbohm, Mähren, Haudring, Hewen, Hoemer, Hoff, Holtey, Huehnen, Kerschbrok, Kleebeck, Klopman, Knerren, Knigge, Koenigseck, Kuhnrad, Manteuffel, Mayer, Meerfelden, Mirbach, Nettelhorst, Nolde, Piepenstock, Putkammer, Reck, Rehbinder^ Reihen, Rhaden, Rosenberg, Rumel, Sass, Schelking, Schoping, Schroeder, Schwerin, Stempel, Tinen, Tippeiskirch, Torhack, Tranckwitz, Werder, Weyss, Wildeman, Wocken, Wolff, Worder. Wappen des Grossfürstentums Lithauen; In rotem Felde auf rechts jagendem Rosse, dass einen roten Sattel mit Brustgurt, einen Hintergurt mit zwei diesen verbindenden Querriemen und eine rote Schabracke mit drei mit goldnen Franzen besetzten und tief herunterhängenden Enden, trägt, sitzt ein Reiter in silberner Rüstung mit hochgehobenem, wie zur Verfolgung gezuckten Schwerte in der Hand des rechten Armes, mit der linken Hand den Zägel haltend, am linken Arme einen Schild, auf dem in rotem Felde ein goldnes Doppelkreuz. Dieses Wappen wird PogpA, auch Pogonia (von Pogon, das Nachjagen, Verfolgen^ genannt. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Rimund, 5ohn des Orossfürsten Trojden, war griechisch-katholisch und Mönch geworden. Als sein Vater Trojden durch dessen Bruder, also seinen Oheim Dowmund 1282 ermordet war, trat er aus dem Kloster und sammelte Anhänger, um diesen Mord zu rächen. Er wurde 1283 zum Orossfürsten erwählt, liess Dowmund töten, entsagte dann seiner Würde und trat ins Kloster — 144 — zurück. Vorher berief er jedoch seine Untertanen und empfahl ihnen, sich nur einen tapferen und wür<^igen Mann zum Herrn zu wählen, der das Vateriand zu verteidigen verstehe. Um dessen stets eingedenk zu sein, befahl er ihnen das Bild des Reiters auf den Fahnen zu tragen. Vordem herrschten in Lithauen abwechselnd die Dyriastieen: der Litawon, die das Wappen Smok (ein schwarzer Drache in weissem Felde) führten, der Palemonen, die das Wappen Kolumna (eine goldne Säule in Rot) hatten, und der Dorszprung mit dem Wappen Hippocentaurus (in silbernem Felde auf grünem Boden ein nach links schreitender Hippocentaur, d. i. ein schwarzes Pferd, dem als Hals die Hälfte eines nackten Mannes, vom Nabel aufwärts, aufgesetzt ist; der Mann ist nach rechts gewendet und schiesst von rotem Bogen einen silbernen Pfeil gegen den blauen Pferdeschweif ab, dessen Ende einen den Mann bedrohenden Schlangenkopf bildet). Die regierenden Orossfürsten von Lithauen, Litawon oder Litaleon, um 366. Sein Bruder: Weidewut, Fürst von Preussen, um 367. Er hatte zwölf Söhne, von denen elf sich in das Land Preussen teilen, ihm folgt in Lithauen. Litawon oder Litaleon, der Jüngere um 373. Es wird dann nach Ausgang dieser Dynastie der Litawonen ein selbständiges Reich Lithauen für lange Zeit nicht genannt, es hatte sich wahrscheinlich mit Preussen oder Samogitien vereinigt. 1. Palemon oder Publius Libo, kam nach Q30 mit einem Gefolge von Rittern aus Italien in das Land, wurde dort, von Preussen oder Samogitien aufgenommen und gründete von neuem ein Reich Lithauen, in welchem seine Nachkommen, die Palemonen, regierten. 2. Borcus, Sohn des Palemon. 3. Kunas, Sohn des Palemon. 4. Spera, Sohn des Borcus. 5. Kiernus, Sohn des Kunas, um 1140. Gründet als Residenz die Stadt Kiemow. Er hatte nur eine Tochter Pojata, die sich ver- mählte mit 6. iywibund, Fürst von Samogitien, aus dem Geschlechte der Dorszprung-Dziewaltow, der Lithauen als Mitgift erhält, die Wappen Hippocentaurus und Kolumna vereinigt, um 1150. Sein Sohn: 7. MingaiH, auch Fürst von Potock, erhält Lithauen, sein einer Bruder Algimond erhält Samogitien. Sein Sohn: 8. Skirmund, um 1210. Hatte drei Söhne, die sich das Land teilten, aber kinderlos starben. Q. Kukowojtys, Sohn des ^ywibund, um 1221. Sein Sohn: 10. Utenes I., um 1227. Sein Sohn Utenes, noch minderjährig, regiert später. — 145 — 11. Ryngold, Fürst von Nowogrod, um 1235. Aus dem Geschlecht Palemon, Wappen Kolumna. Sein Sohn: 12. Mendog, 1240, wurde Christ, erhielt von Papst Innocenz IV. die Königswürde und Hess sich 1253 krönen, doch wurde ihm diese Würde wegen fernerer Verfolgung des Christentums wieder entzogen. Seiner Schwester Sohn: 13. Troynat, 1264. Sein Vetter: 14. Woysielk, Sohn des Mendog, 1264, wurde von Leo Daniel, Fürsten von Halicz, gefangen, und getötet 1265. Er war der letzte des Ryngold-Zweiges der Palemonen. 15. Utenes IL, Sohn des Utenes L, 1265 — 1267, aus dem Hause Dorszprung. Sein Sohn: 16. Swintorog, 1267—1270. Sein Sohn: 17. Oermund, 1270—1275. Sein Bruder: 18. Oiligin, 1275—1276. Sein Sohn: 19. Romund, 1276—1278. Sein Oheim: 20. Trab, Sohn des Swintorog, 1278—1270. Sein Orossneffe: 21. Narimund, Sohn des Romund, 1279—1281. Sein Bruder: 22. Trojden, 1281—1282. Sein Sohn: 23. Rimund Lauras, wurde griechisch-katholisch und Mönch, trat 1283, zum Orossfürsten erwählt, aus dem Kloster, übernahm die neue Würde, trat dann aber bald wieder ab und ins Kloster zurück. Er hatte aber vorher das Wappen Pogon gestiftet, und, da er der Letzte der Dorszprung war, zu seinem Nachfolger bestimmt: 24. Witenes Buiwid, 1283—1315. Er war ein Sohn des Fürsten Lutuwer von Samogitien, ein Nachkomme des Prosper Cesarinus Palemon des Wappens Kolumna, bestätigte das Wappen Pogon als Reichswappen. Seine Witwe heiratete 25. Oedymin, ein Orosswürdenträger Lithauens, der die Herrschaft erlangt, 1315—1328. Wilna wurde Hauptstadt. Er ist Begründer der Dynastie der Oedyminen. Das Wappen Pogon blieb dauernd: Sein Sohn: 26. Ja wn Uta, 1329—1330, wird entsetzt. Sein Bruder: 27. Olgerd, 1330—1381. Sein Sohn: 28. Jagiello, 1381, entsetzt von seinem' Oheim: 29. Kieystut, Sohn des Oedymin, 1381—1382. 30. JagieHo, wiederholt, 1382—1387. Wurde Christ und 1386 zum Könige von Polen, als Wtadysfaw Jagietto erwählt, begründete dort die Dynastie der Jagiettonen. Lithauen hat ein festes Bündnis mit Polen geschlossen. Sein Bruder: 3UKazimierz I. SkirgieHo, 1387—1392. Sein Vetter: 32. Alexander I. Witold, Sohn des Kieystut, 1397—1430. Sein Vetter: 33. Bolesiaw Swidrygietto, Sohn des Olgerd, 1430—1432. 34. Zygmuntl.Woydat, Bruder des Alexander Witold, 1432—1440. 35. Kazimierz IL, Sohn desjagietto, 1440—1492, seit 1447 auch König von Polen. Sein Sohn: 36. Alexander II., 1492—1506, seit 1501 auch König von Polen. Sein Bruder: V. Z er nick i, Die polnischen SUmmwappen. 10 -^ 146 — 37. Zygmunt IL, 1506—1529, dann König von Polen bis 1548. Sein Sohn: 38. Zygmunt III., August, 1529 Orossfürst, seit 1548 auch König von Polen, der Letzte der Oedymin-JagieBonen in Polen, vereinigte durch die Union von Lublin beide Staaten. Der König von Polen war von nun an auch jedesmal Orossfürst von Lithauen. Das Wappen Pogon wurde mit dem Wappen Orzelbiaty als Staats- wappen vereinigt. Die Wappen Lithauens. Bis zu dem von den vornehmsten Lithauem und von dem polnischen Adel vereinbarten Versammlungstage von Horodio 1413, der eine Anbahnung fester Vereinigung beider Länder zum Zweck hatte, bestand in Lithauen kein Wappengebrauch. Alle Kriegsfahnen führten das Bild der Reichsfahne, besondere Abzeichen auf denselben gab es nicht. Besondere Bilder mochte der lithauische Ritter auf seinem Schilde fuhren, es waren diese aber nur persönliche, wechselnde, keine erblichen Abzeichen, also auch keine Wappen. Der polnische Adel hatte sich bereit erklärt zu seinen Privilegien den lithauischen Adel anzunehmen. Es waren nun aber in Lithauen wohl Kniasen, Bojaren, Verwalter und Pächter grosser Landgüter, die einen privilegierten Vorrang und Einfluss hatten, sie bildeten aber keinen begrenzten Adelssüind. Es musste ein solcher dort erst geschaffen werden, dessen Geschlechter auch zu bestimmten Wappen berechtigt sein konnten. Es hatten sich auf diesem Versammlungstage zu Horodto viele der lithauischen Herren von den polnischen Herrn zu deren Wappen adoptieren lassen, die sie als Geschlechts wappen beibehielten, und ihrem Beispiele folgend nahmen in der nächsten Zeit die einfluss- reicheren lithauischen Geschlechter besondere selbstgewählte Wappen an, oder bewarben sich um die Verieihung eines solchen. Es galt nun aber noch den Adel matrikelmässig zu begrenzen, was einer langen Zeit zur Durchführung bedurfte und erst dem Grossfürsten Zygmunt August, der dort seit 1530, dann seit 1548 auch als König von Polen regierte, endgültig gelang, wodurch die Vereinigung Polens und Lithauens auf dem Unions-Reichstage zu Lublin 1569 gelang. Gleiche Verhältnisse wurden auch für die zu Lithauen und Polen gehörenden russischen Wojewodschaften giltig. Bei dieser Union wurde mehreren Geschlechtern, die ihrem in der Heimat geführten Kniasen- (Fürsten)- titel nicht entsagen wollten, was viele andere Geschlechter getan hatten, dieser gewährt, unter der Bedingung, dass dieserTitel keine Bevorzugung vor dem übrigen Adel nach sich ziehen durfte. Diese letzteren Fürsten- familien waren die: Czartoiyski, liukomski, Ostrogski, Radziwitt, Sanguszko, Wiiniowiecki, Zbarazski. Akszak. — In silbernem Felde ein rotes, schrägelinks liegendes Menschenherz, der Länge nach von oben nach unten, also ebenfalls - 147 - Schrägelinks, von einem goldnen Pfeile durchbohrt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es gilt die Annahme, dass ein tapferer Lithauer einen Anführer der feindlichen Tataren durch einen Pfeilschuss tötete, wodurch die verwirrte Feindestruppe zum Rückzuge bewogen wurde. Der Lithauer und dieses ihm vom Qrossfürsten verliehene Wappen erhielten den Namen Akszak. ^Im Polnischen hiess das Wappen dann auch Obrona, d, i. die Übersetzung des lithauischen Akszak (Schutz, Abwehr). — Man findet auch die Benennung Kara, für welche aber jeder Anhalt fehlt. Akszak und seine nächsten Nachkommen sassen in Polesien (am Prypec auf Noryn), später war das Geschlecht in der Wojewodschaft Kiew. Dieses Wappen führen die: Akszak, Szwander, Wojtasiewicz. Alexandrowicz« — In rotem Felde zwei silberne, mit den Spitzen nach oben, mit den Schneiden nach innen gekehrte, sich kreuzende Senseneisen, unter welchen zwei senkrechte, mit den Klingen sich deckende Schwerter so liegen, dass der goldne Griff des einen ^hwertes oberhalb, der des andern unterhalb der Kreuzung der Sensen liegt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen wird auch Kruki genannt. Dasselbe führen die: Alexandrowicz. Ancttta. — In rotem Felde ein senkrechter, mit der Spitze nach oben gerichteter, silberner Pfeil, rechts von einem achtstrahligen goldnen Sterne, links von einem nach innen gekehrten goldnen Halbmonde begleitet; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Über den Ursprung des Wappens ist nichts bekannt, doch ist er wohl in das Jahr 1432 zu verlegen, in welchem der Grossfürst Zygmunt dem Geschlechte Ancuta den erblichen Besitz der Ancuta genannten Güter im Kreise Bielsk in Podlachien bestätigte, die der Grossfürst Witold einem Ritter Leon 1394 für treue Kriegsdienste verliehen hatte. Baybtiia. — In rotem Felde auf grünem Boden ein senkrechter gestürzter, silberner Pfeil, um den sich von oben nach unten eine Schlange windet, deren Kopf von der Spitze des Pfeiles durchstochen wird, rechts, links und unter der Pfeilspitze stehen auf dem grünen Boden je ein Pilz. Über den Ursprung wird gesagt: Ein vornehmer Mohr, der lange Zeit an dem Hofe des Grossfürsten Witold von Lithauen gute Aufnahme hatte, begleitete diesen auf der Feldjagd; er bemerkte eine zwischen Pilzen schleichende Schlange und schoss seinen Pfeil so glücklich ab, dass er durch den Kopf der Schlange in den Boden ging. Zur Erinnerung gab der Grossfürst dem Mohren dieses Wappen, dass nach den Pilzen, die dort standen, Hrybun (der Pilz) genannt wurde. Die Benennung Baybuza wurde erst später ge- bräuchlich. Dieses Wappen führen die: Ambrozewicz, Baybuza, Biekunski, Hrybunowicz, Kostrowicki. Beczka. — In rotem Felde eine goldne Tonne (beczka); kein Helmschmuck. Dieses Wappen führen die: Beczkowicz und War^ski. Bielikoicz. — In Blau drei senkrecht nebeneinander gestellte, silberne Klammereisen. Die Bielikoicz, später Bielikowicz genannt, stammen aus Wolynien. Boreyko. — In silbernem Felde ein schwarzes Balkenkreuz, dessen rechter Arm nach unten, der linke Arm nach oben, in ihnen gleicher 10^ -- 146 - Länge rechtwinklig gebrochen sind, der obere Arm ist zuerst rechts in gleicher, dann nach unten in halber Länge rechtwinklig gebrochen der untere Arm in gleicher Weise zuerst nach links, dann nach oben; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Es ist wohl ein selbstgewähltes Wappen. Es fähren dieses Wappen die: Boreyko (deren Zweige Chodzko und Chodkiewicz das Wappen Ko§ciesza annahmen) und Borzym. Bratkowski. — In Rot ein silbernes, nach unten offenes Hufeisen, das wagerecht mit einem Schwerte, dessen Griff auf der linken Seite, belegt, und von einem silbernen Pfeile von unten nach oben senkrecht durchschossen ist; links und rechts von der Pfeilspitze ist das Hufeisen mit je einem silbernen Palmenzweige besetzt; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen führen die: Bratkowski und Braun. Bronic. — In rotem Felde zwei sich in Form eines X kreuzende S förmige goldene Degengefässe, Stichblätter (j^'ce); Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen, das auch Jelce genannt wird, führen die: Bronic, Bronicki, Bronisz, Hawszewicz, Turodowski. Brzuska. — In grünem Felde ein silbemes Hochkreuz, dessen unterer Balken sich in der Weise spaltet, dass jedes Ende ein gleich- seitiges Dreieck formt, dessen Spitze nach unten liegt, deren obere Seiten aber eine gerade Linie bilden, welche an dem Spaltungspunkte unter dem rechten Ende fortgeht, das linke Ende aber bedecW; Helm- schmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen, auch Rozmiar genannt, führen die: Brzuska, Dolmat, Dotmacki, -Losowicz, Rozbicki, Rozmiarowski. Charyton. — In rotem Felde die lateinischen, goldnen Buchstaben N und E nebeneinander gestellt, doch so dass der letzte Strich des N mit dem senkrechten Strich des E zusammenfällt, der Verbindungsstrich des N nicht Schrägerechts, sondern schrägelinks liegt, so dass der Buchstabe einem V ähnlich sieht; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. Es ist das Wappen um etwa 1416 aus Griechenland nach Lithauen gekommen. Dasselbe führen die: Charytonowicz und Obrytfiski. Drobysz. — In Rot ein silbemes Zeichen wie ein h, das von einem silbernen gefiederten Pfeile am oberen Ende von links nach rechts durchstochen ist, rechts vor der Pfeilspitze ein goldener Stem, ein zweiter Stern links neben dem Wappenbilde; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen führen die: Drobysz. Gieysz. — Schild silbern-rot gespalten, rechts ein mit den Fedem nach rechts gekehrter, schwarzer Adlerfügel, links ein grosses goldnes Kavalierkreuz, dem der rechte Balken fehlt; Helmschmuck: drei Straussen- fedem. Dieses Wappen führen die: Dzid, Eliaszowicz, Gedygold Gibasiewicz, Gieysz, Orwid, Tytow. Gieysztor. — In rotem Felde die beiden Hälften eines gespaltenen silbernen Pfeiles in schrägem Kreuze übereinander gelegt, mit den halben, rechtwinklig nach aussen abgebogenen Spitzen nach oben gekehrt, unter jeder Spitze ein goldner Stern; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen führen die: Buchowiecki, Dobkowicz, Gieysztor, Wi^ckowicz. — 149 — Gieysztowt. — In rotem Felde ein silbernes nach unten offenes Hufeisen, von oben nach unten von einem Pfeile durchschossen, dessen Gefieder gespalten ist; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen führen die: Gieysztowt Bernatowicz. Ginwitt. — In rotem Felde auf grünem Boden ein goldner Baum- stubben, auf dem ein Habicht sitzt; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen führen die: Gin will Piotrowski. Gtowa Bawola. — In rotem Felde ein schwarzer, gehörnter, vorwärts sehender Stierkopf; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dasselbe führen die: Bagniewski, Dowgird, Losen, Pobikrowski, Ryc, Siesicki, Ztotkowski. Hippocentaurus (Taf. XIII). — In silbemem Felde auf grünem Boden ein nach links schreitender Hippocentaums, d. i. ein schwarzes Pferd, dem als Hals die obere Hälfte eines nackten Mannes, vom Nabel aufwärts, aufgesetzt ist; der Mann wendet sich nach rechts unc| schiesst von rotem Bogen einen Pfeil gegen den blauen Pferdeschweif, dessen Ende einen den Mann bedrohenden Schlangenkopf bildet; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen stammt aus Italien und kam mit Palemon, der von dort nach dem nördlichen Ufer des Schwarzen Meeres und von dort nördlich nach Lithauen zog, wo er 930 zur Regiemng kam. Dieses Wappen führten die mit den ein- gezogenen Römern sich wohl verschwägert habenden Fürsten von Samogitien und Dziewahow, aus der Linie der Dorszprung, die um 1 150 auch in Lithauen zur Regierung kamen und bis 1283 dort herrschten. Die Geschlechter, welche sich von diesem Dynastengeschlechte ableiten, führten dieses Wappen, und zwar die: Dorszprung, Dubrowicki, Gedrojc, öinwiiif Oojtus, Holszanski, Homostaj, Homostajski, Jamont, Kulwiec, Mickiewicz, Mieciecki, Paliszewski, Rukiewicz, Sotomiej, Strawinski, Swirski, Szawelski, Utenuszowicz, Wiazetfiski, Zdanowicz, Zywibunt Hotownia. — In rotem Felde ein grosses, silbernes, lateinisches T; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen führen die: Hotownia, Hotynski, Jakimowicz. Hurko. — In rotem Felde ein silbernes, unerklärliches Zeichen, ähnlich zwei nach rechts und nach links geöffneten Halbmonden, die durch einen Querstab und unter demselben durch einen schrägelinken Querstab verbunden sind, so dass zwischen beiden Stäben ein Loch bleibt, das ganze einem Ochsenjoch ähnlich erscheint, auf dem mittelsten Stabe steht eine senkrechte, nach oben gerichtete Pfeilspitze; Helm- schmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen auch wohl Haki (Haken) genannt, führen die: Chocimski und Hurko. « Hutor. — In rotem Felde zwei silbeme schwebende Querbalken, die durch einen kurzen, gleich starken senkrechten Balken verbunden sind, der obere Balken ist an beiden Enden zuerst rechtwinklig, in etwa der Hälfte seiner Länge, nach oben, und dann wieder nach aussen rechtwinklig, aber kürzer, gebrochen; der untere Balken bricht sich in gleicher Weise, nur zuerst nach unten, dann nach ausserhalb; Helm- schmuck: drei Straussenfedem. Es wird das Wappen mitunter Kotwica — 150 — (Anker) genannt, weil man das Wappenbild als Anker ansieht, womit es aber gar keine Ähnlichkeit hat. Dasselbe fuhren die: Hutor und Huttorowicz. Isiora. — Der Schild silbern -rot gespalten, rechts ein mit den Federn nach rechts gekehrter Adlerflügel, links ein goldnes Kreuz, über demselben ein goldner Stern; Helmschmuck: ein gleicher Adler- flügel. Dieses Wappen führen die: Isiora und Iskierski. Jacyna. — In rotem Felde ein silbernes, nach unten offenes Hufeisen, innerhalb desselben senkrecht nebeneinander gestellt, rechts ein silberner, an dem unteren Ende gespaltener, ungefiederter Pfeil, links ein silbernes Doppelkreuz, dem der untere rechte Balken fehlt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Gardocki, Jackiewicz, Jacyna, Onoszkowicz, Onyszkiewicz. Jasieniecki. — In rotem Felde ein Eisen in Form eines lateinischen H, an dessen obere Spitzen die Spitze je eines Schrägelinks nach oben gerichteten, silbernen, gefiederten Pfeiles stösst, während die unteren Spitzen sich mit der Spitze je eines Schrägelinks gestürzten Pfeiles berühren, also vier Pfeile, von denen die Pfeile innerhalb sich in der Mittellinie des H mit dem Gefieder berühren und in gerader Linie liegen. Die Mittellinie ist oben mit einem senkrechten, silbernen Pfeile besetzt, über dessen Spitze ein silberner Halbmond schwebt, der von einem goldnen Sterne überhöht ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Dawda, Jasiecki, Woyna Jasieniecki. Junczyk. — In rotem Felde ein silbernes Doppelkreuz, dessen Fussbalken gespalten ist und die beiden Spaltenden sich rund nach oben biegen, so dass das Wappenbild auch als Anker gedacht werden kann, dessen Stange einmal durchkreuzt ist; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Es wird über das Wappen gesagt: ein kühner Soldat Junczyk hatte, als er bemerkte, wo der heidnische Feind sein Lager aufschlug, dem Christenheere davon Nachricht gegeben, sich diesem bei dem Angriff auf den Feind angeschlossen, der zerstreut wurde. Junczyk wurde mit diesem Wappen ausgezeichnet, das nach ihm benannt wird. Dasselbe führen die: Boguszewski, Bolbas, Jnnczyk, Krzyzanowski , Krzyzatfiski, Pietrzykowski, Rz^tkowski, Skrutkowski, Szulecki. Kar^a. — Schild silbern -schwarz quadriert, ohne jedes Bild; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Das Geschlecht stammt aus Sicilien, wo es de Quarto hiess. Karp. — In Blau drei goldne, zu 2 und 1 gestellte Sterne; Helm- schmuck: vier Straussenfedern. Die Karp stammen aus Italien, wo sie Carpis hiessen. Dieses Wappen führen auch die: Zimlifiski. Kirkor. — In Rot zwei silberne, schwebende Querbalken, der untere etwas länger als der obere, jeder an beiden Enden, um die Hälfte seiner Länge, nach unten rechtwinklig gebrochen, zwischen beiden Balken ein dieselben auseinander haltender senkrechter Zwischen- pfahl, etwas länger als der halbe obere Balken; Helmschmuck: drei Straussenfedern. — 151 — Klamry. — In rotem Felde zwei schwarze (auch wohl silberne) Klammereisen (Klamry), welche entweder nebeneinander stehen, wie im Wappen Cholewa, oder kreuzweise übereinander gelegt sind; Helm- schmuck: drei Pfauenfedern. Dieses Wappen führen die: Bielikowicz, Myszyfiski, Niekrasz, Niemierzyc, Niemirowicz, Nietnirycz, Niemirzyc, Rabsztyiiski, Radtowski, Siennicki, Tarkowski, Terlecki, Woronowicz, Wyskiwiec. Klucz rozdarty. — In rotem Felde ein senkrechter, silberner Schlüssel (Klucz), der keinen Bart hat, oben in Form eines T gespalten (rozdarty) ist, links von einem goldnen Sterne b^leitet; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Czeczerski, Obuchowicz, Ochrymowicz. Kotontaj. — In rotem Felde ein senkrechter, silberner Anker, dessen unten befindliches Ohr für das Seil ein Dreieck bildet, oben bilden die beiden Arme des Ankers eine wagerechte, gerade Linie, an den Enden hat jede Ankerspitze ebenfalls die Form eines Dreiecks, dessen Spitze nach unten hängt Es hat der Anker die Form eines grossen T; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es führen dieses Wappen, das auch wohl Kotwica (Anker) genannt wird, die: Kolontaj. Komar. — In rotem Felde ein goldnes Kavalierkreuz, dessen unterer Balken durch eine halbe silberne heraldische Lilie ersetzt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es ist das Wappen der: Komar. Komoniaka. — In rotem Felde drei silberne gespaltene Pfeilschafte in verschränktem Dreieck übereinander gelegt, so dass zwei sich schräge kreuzen, der dritte unten wagerecht liegt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. — Bogdan Komoniaka, Strainik von Weissrussland, wurde im Kampfe gegen die Tataren, nicht weit von Mozyr, von einer Überzahl umringt und hatte seine Leute bis auf einen verloren. Mit diesem nahm er, da auch die Pferde getötet waren, an einer Fichte festen Stand, beide verteidigten sich so lange als ihre Pfeile im Köcher ausreichten, töteten etwa 40 Tataren, wurden aber doch überwältigt und getötet. Seinen Nachkommen wurde dieses Wappen verliehen. Dasselbe führen die: Komoniaka und Pitudzki. Korsak. — In rotem Felde zwei schwarze halbmondförmig nach aussen, rechts und links, gebogene Ankereisen, die in der Mitte durch einen Ring zusammengehalten werden, wodurch das Wappenbild wie eine heraldische Lilie erscheint, der die mittleren Blätter fehlen; Helm- schmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen, das auch mitunter Kotwica (Anker) genannt wird, führen die: Borkotap, Hotubicki, Korsak, Poczapow, Udzielski. Korybut (Taf. XIV). — In rotem Felde ein silberner, gestürzter Halbmond, unter welchem ein goldner Stern, der Halbmond oben besetzt mit einem silbernen Kreuze, dessen Balken, mit Ausnahme des unteren, mitunter auch eine Kreuzform haben. Es war dieses Wappen von dem Lithauischen Orossfürsten Korybut, dem Bruder des Königs Jagietto angenommen, und es führten dasselbe dann überwiegend nur Geschlechter, welche sich von Korybut ableiteten. Es führen dasselbe die: Daszko, Daszkiewicz, llahiszyfiski, Poiycki, Sottan, Wisniowiecki, Woroniecki, Zbarazki, Zdanowicz, 2ernicki. — 152 — Kostrowiec — In rotem Felde auf grünem Zweihügel ein goldnes Hochkreuz, dessen Stamm von einem goldnen, nach oben offenen Halbmonde bedeckt ist; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. — Einem Ritter, der den Feind zwischen zwei Hügeln schlafend wusste, ihn zur Nachtzeit bei Mondschein überfiel und vernichtete, wurde dieses Wappen nach einem Feldzuge in den russischen Ländern verliehen. Dasselbe führen die: Hotowiiiski und Lwowicz. Koziet. — In rotem Felde ein silberner, nach unten offener Halb- mond^ der oben an jeder Spitze und in der Mitte, also im ganzen mit drei, die Spitze nach oben kehrenden, senkrechten Pfeilschaften besetzt Ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Jasieniecki, Kosawicz, Koziet, Poklewski. Kruniewicz. — In blauem Felde zwischen zwei übereinander stehenden goldnen Halbmonden, von denen der obere nach oben geöffnet, der untere aber gestürzt ist, ein goldnes Kavalierkreuz, das beide Monde berührt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen: Kruniewicz und Krupicki. Krzycki« — In rotem Felde ein schwebender, gepanzerter, Im Ellenbogen rechtwinklig gebogener Arm, dessen Hand einen Reiherbusch hält; Helmschmuck: das Wappenbild. Dieses Wappen ist nach Lithauen aus Böhmen gekommen, wo es einem Krzycki verliehen sein soll, der einen feindlichen Führer erschlug und dessen Reiherbusch dem Fürsten brachte. Dieses Wappen, auch Kita (der Federbusch) genannt, führen die: Krzycki. KrzyiostrzaL — In rotem Felde ein senkrecht gestürztes, silbernes Hochkreuz, dessen nach oben stehender längerer Balken von links nach rechts von einem silbernen, gefiederten Pfeil durchkreuzt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Koryzna, Proskura, Szuszczaiiski. Kuniglis. — In grünem Felde ein nach links springender Hase; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Über den Ursprung wird gesagt: Im Kriege gegen die Russen hatte der König, der einen offenen Kampf herbeiführen wollte, vergeblich versucht, die Stellung des Feindes zu erfahren, er lag untätig im Lager. Mit seiner Erlaubnis wollte sich ein Ritter durch eine Hetzjagd auf Hasen ergötzen; sein Hund hatte einen Hasen aufgestört und verfolgte ihn und durch Zufall bis an die feindliche Stellung, die der nachfolgende Ritter auf diese Weise entdeckt hatte. Er jagte zurück, brachte dem Könige die Nachricht, der einen Angriff befahl, der vorteilhaft vertief. Der Ritter erhielt zur Erinnerung dieses Wappen. Dasselbe führen die: Kuniglis, Radlicz, Zaj^c. Kurcz. — In rotem Felde ein silberner Bolzenpfeil, wie im Wappen Ko^ciesza, nur umgekehrt, der Schaft ist nach oben gegabelt, unten ist der Schaft auch gespalten, die beiden Hälften, die links und rechts auseinander gebogen sind, bilden zusammen eine wagerechte Linie, an deren Enden die halben Pfeilspitzen senkrecht nach oben stehen; der mittlere, nicht zersplitterte Teil des Schaftes ist von einem wagerechten Balken durchkreuzt, und unter diesem rechts von einem goldnen Sterne, — 153 — links von einem nach innen geöffneten, goldnen Halbmonde begleitet; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen,, das Kniai, auch Kniaznin genannt wird, führen die: Bielski, Kurcz, Kurczewicz, Mazepa, Taras. Kusza. — In rotem Felde eine gestürzte Armbrust (Kusza), die entweder gespannt, oder nicht gespannt, mit einem Bolzen belegt, oder ohne Bolzen, geführt wird; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Bumak, Bystrzycki, Koreywa, Maszkiewicz, Zmudzki, Zubrzycki. Lacku — In rotem Felde ein schwarzer, geflügelter, aber liegender Drache, dessen schuppiger, in einer Schleife nach oben gewundener Schweif als Pfeispitze endigt; der vordere Teil des Drachens ist aber der silberne Oberleib eines Greif, der seine Tatzen am Boden ausstreckt; zwischen dem Kopf des Greifs und den Drachenflügeln ist ein goldnes Kavalierkreuz. Dieses Wappen, das Smok-Oryf (Drachen -Greif) genannt wird, führen die: Lacki und Zawichojski. Limont. — In rotem Felde ein senkrechtes, gestürztes Schwert, das auf einer Kugel steht, rechts und links von je einer gleich grossen Kugel begleitet ist; Helmschmuck: ein aufrechtes Schwert zwischen zwei Straussenfedern. Dieses aus Italien eingeführte Wappen führen die: Limont und Limifiski. iopot. — ' In rotem Felde zwei kreuzweise, schräge übereinander gelegte Stangen, wie sie zum Befestigen des Stossbleches eines Säbels dienen, die eine Stange golden, die andre silbern; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen, auch Abszlang genannt, führen die: Bekowski, Bykowski, {lopata, liopatka, tiopatynski, iiopot, Ptaszewicz. huk (Taf. XIV)- — '" rotem Felde ein schwarzer Bogen (tuk), dessen unten befindliche Saite mit aufgelegtem, goldnen Pfeil, dessen Spitze nach oben gerichtet ist, zum Abschnellen gespannt ist; Helm- schmuck: drei Straussenfedern, Es soll im Kriege Lithauens gegen den Orden einem Lithauer verliehen sein, der seinen Gegner, der den Bogen auf ihn gerichtet hatte, niedermachte. Dieses Wappen führen die: Brzumieriski, Derewitiski, Eydziatowicz, Hulkiewicz, Kaminski, Kierszanski, Kosanowski, Kosarzewski, Koszycki, Kozarzewski, Krukowic, -Lukaszewicz, Narkiewicz, Paszyc, Piskarzewski, PodwiAski, Przedrzymirski, Rodziewicz, Tatarowicz, Tur. Masalski :(Taf. XIV). — In rotem (mitunter auch blauem) Felde ein grosses, silbernes (auch wohl goldnes) lateinisches M, das oben mit einem goldnen Hochkreuz besetzt ist; Helmschmuck: fünf Straussen- federn. Dieses Wappen führen die: Baka, Bakanowski, Chmielnicki, Krzywiecki, Masalski, Puciata, Suryn, Swofyfiski, Tuchanowski, Wysocki. M^k. — In rotem Felde ein auf grünem Boden stehender, silbern geharnischter Kriegsmann mit aufgeschlagenem Helme, die rechte Hand in die Seite gestützt, in der linken Hand eine auf den Boden gestützte Hellebarde haltend; Helmschmuck: ein gleicher, aufwachsender Kriegs- mann mit Hellebarde. Dieses Wappen führen die: M^k und Rubinkowski. Mikulicz. — In blauem Felde ein silberner, nach oben offener Halbmond, der mit einem silbernen Hochkreuz besetzt ist, dessen — 154 — oberster Balken mit einer silbernen, halben heraldischen Lilie besetzt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen fuhren die: Markiewicz, Mikulicz, Radecki, Skumin. Mogita. — In schwarzem Felde ein viereckiger, silberner Grabstein (mogila), dessen unterer Rand etwas vorsteht; auf dem Grabstein steht ein kleines, silbernes Hochkreuz, zwei andere gleiche Kreuze liegen der wagerechten Oberfläche parallel nach rechts und links, so dass sie nur mit dem Ende ihres Fussbalkens auf dem Steine li^en; Helmschmuck: drei oder auch fünf Straussenfedem. Es kommen kleine Änderungen des Wappens vor. Dasselbe führen die: Andruszkiewicz, Bielewicz, Billewicz, Bogdanowicz, Bychowiec, Ciechanowicz, Dowgird, Maniszewski, Monstwil, Sotouch, Stankiewicz, Szajewski, Wysocki, Zodeyko, Zygmanowski. Nalewka. — In rotem Felde eine silberne Kanne (nalewka); Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen fuhren die: Hrebnicki. Natarcz, — In rotem Felde auf einer schwebenden, roten Mauer- linie, von fünf Ziegeln Länge, auf welcher vier Planken liegen, von denen man aber nur die Kopfenden sieht, ein zwischen den Mittel- planken senkrecht stehender, befiederter, mit der Spitze nach oben gerichteter, silberner Pfeil; Helmschmuck: ein bewaffneter, wachsender Arm, dessen Hand einen wagerechten Speer hält Dieses Wappen wurde von dem Orossfürsten Giedymin (1315 — 28) dem Ritter Natarcz verliehen, der die Feste Krew gegen den Orden so tapfer verteidigte, dass dieser abzog, im Felde von dem heranziehenden lithauischen Entsatzheere geschlagen wurde. Dieses Wappen führen die: Bieniecki und Natarcz. Newiin (Taf. XIV). — In blauem Felde ein senkrechter, befiederter, mit der Spitze nach oben gerichteter, goldner Pfeil, dessen Schaft einmal durchkreuzt ist, rechts und links von dem Gefieder von je einem goldnen, achtstrahligen Stern begleitet; Helmschmuck: ein schwarzer Adlerflügel, von links nach rechts von einem goldnen Pfeile wagerecht durchbohrt. Dieses Wappen wurde von König Zygmunt August, der auch Grossfürst von Lithauen war, den Ronneberg ver- liehen, von denen sich die Brüder Szymon und Emst in der Schlacht von Newiin, wo Ernst fiel, ausgezeichnet hatten. Das Wappen wird nach dem Orte Newiin genannt. Dasselbe führen die: KH^ski, liukowicz, Mazaraki, Ronneberg, Wagner. Nietecki. — In Rot ein goldner Stem, besetzt mit einem goldnen Doppelkreuz. Sie hiessen ursprünglich Czyi, erhielten 1534 den lithauischen Adel mit dem Prädikate Nietecki. Nowicki. — In blauem Felde drei mit den Schaftenden in der Mitte des Schildes zusammenstossende, silbeme Bootshaken (Os^ki), welche mit ihren Spitzen nach den beiden Oberecks und nach dem Schildesfuss gerichtet sind; mitunter sind zwischen den Bootshaken noch drei goldne Sterne; Helmschmuck: drei Straussenfedem, belegt mit dem Wappenbilde. Es wird das Wappen auch Os^ki genannt. Über den Ursprung wird gesagt: Ein an einem Fluss befindliches, lithauisches Lager wurde von dem Feinde überrascht, man gewann noch soviel Zeit, die Rüstungen und Waffengeräte eiligst in den Fluss — 155 — zu werfen, um sie vor der Wegnahme zu sichern und sich dann zurückzuziehen. Demjenigen, der die Mittel ersann, die Sachen später mittels Bootshaken aus dem Flusse zu ziehen, wurde dieses Wappen verliehen. Dasselbe führen die: Nowicki. Oginiec (Taf. XIV). — In blauem Felde eine rote Lagerpforte, die oben mit einem silbernen Kreuze besetzt ist, dessen oberer Balken sich in zwei auswärtsgebogene Spitzen spaltet; über dem Schilde eine Fürstenmütze, oben mit einem Kreuze geziert. Ober den Ursprung wird gesagt, dass es von einem russischen Fürsten einem Mitgliede seines Hauses verliehen sei, der die durch die Lagerpforte bereits in das Lager des Hauptquartiers eingedrungenen Tataren zurückgetrieben und geschlagen hatte. Dieses Wappen wird Oginiec und auch ßrama genannt. Dasselbe führen die: Fedorowicz, Ogitfiski, Puzyna, Puzynowicz, Rafatawski. OkmiAskL — In blauem Felde das silberne Zeichen des Wappens Abdank, das von der Spitze eines gestürzten, silbernen Pfeiles belegt ist, dessen Schaft in der Mitte einen Ring trägt, oben statt des Ge- fieders mit einer zweiten Pfeilspitze versehen ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Okminski. Olszewski. — In blauem Felde zwei senkrecht stehende, mit den Spitzen nach auswärts gekehrte, silberne Klammereisen, zwischen denen das goldne Kreuz eines Säbels so gelegt ist, dass das Wappenbild wie ein N erscheint; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Olszewski. Ostroi^k!« — In rotem Felde drei silberne Abdank-Zeichen, von denen das oberste gestürzt ist, deren Mitten durch einen silbernen Längenstab verbunden sind; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Ostroi^cki. Pelikan. — In blauem Felde auf grünem Boden ein links gekehrter Pelikan, der die Flügel erhoben hat, mit dem Schnabel seine Brust öffnet, um mit seinem^ Blute drei Junge zu nähren; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Über den Ursprung dieses Wappens ist nichts bekannt, es wird als ein Sinnbild treuer Anhänglichkeit ausgelegt Dasselbe führen die: Boetticher, Ellert, Fabrycy, FoltaAski, Qerlee, Hoffmann, Jagmin, Kociet, llahitfiski, l:aki6ski, Miecifiski, Murza, Pizar, Proszczewicz, Romainville, Rychter, Thugutt. Pogonia. — Es ist dieses Wappen, das Reichswappen Lithauens, bereits voran beschrieben, auch sein Ursprung angegeben. Es wird vorzugsweise von Fürstenfamilien geführt, die sich von dem lithauischen Dynastengeschlechte ableiten, und zwar führen dasselbe die: Bielskty Boremlski, Chowanski, Czartoryski, Giedymin, Izastawski, Kobrynski, Korecki, Koryatowicz, Korybut, Koszyrski, Kowelski, Lingwieniewicz, iiukomlski, Nowosielski, Olelkowicz, Olgierd, Prufiski, Rybicki, Sanguszko, Trubecki, Zastawski. Poiniak. — In rotem Felde ein vorwärts stehender Mann, be- kleidet mit einem langen Rock und weiter Jacke über demselben, auf dem Kopfe eine Zipfelmütze, von einem Pfeile wagerecht von links nach rechts durchbohrt, so dass derselbe aus der Mitte der Brust heraustritt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Poiniak. — 156 — Pypka. — In blauem Felde zwei übereinander schwebende, silberne Kavalierkreuze y von denen das untere auf seinem oberen Balken mit einer halben heraldischen Lilie, der das Mittelblatt fehlt, besetzt und rechts und links von je einem Stern begleitet ist; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen fuhren die: Kokoszynski, Pypka, Radyszkiewicz. R^ka. — In rotem Felde ein silbergepanzerter, rechter Arm (r^ka), dessen Hand drei goldne, silbergefiederte Pfeile hält, die kreuzweise gelegt sind, der mittlere Pfeil nach oben gerichtet, die beiden andern Pfeile gestürzt. Dieses Wappen wurde, wie angenommen wird, von einem lithauischen Orossfürsten einem Ritter erteilt, den er zu den Tataren mit einer Kriegserklärung sendete, welche der Ritter durch Überreichung dreier Pfeile den Tataren versinnbildlichte. Das Geschlecht des Ritters, der nicht genannt wird, scheint erioschen, das Wappen ein veriassenes zu sein. — R^ka wird auch ein Wappen genannt: in Rot ein aus einer Wolke ragender, silbergepanzerter Schwertarm, im Schildesfuss ein grüner Dreihügel; Helmschmuck: ein Pfeil inner- halb eines offenen Fluges. Dieses Wappen führen die: W^stawski. RoiyAski. — In Blau ein goldner, senkrechter Stab, dessen oberes Ende mit zwei kleinen Hochkreuzen besetzt ist, die Schrägerechts und Schrägelinks herunterhängen, die untere Spitze des Stabes trägt eben- falls zwei solche Kreuze, die den ersteren entgegengesetzt nach oben stehen; über dem Schilde eine Fürstenmütze, auf der ein Kreuz. Es ist dies das Wappen der um 1650 erioschenen Fürsten Roiyfiski. Rubiesz. — In rotem Felde die drei sich nach unten verjüngenden silbernen Stäbe des Wappens Roch III., der obere ist besetzt mit dem Schaft eines silbernen Pfeiles, der oben eine Spitze und in der Mitte des Schaftes eine zweite Pfeilspitze hat; Helmschmuck: drei Straussen- fedem. Dieses Wappen führen die: Alabis, Alambi, Andryewicz, O^tkiewicz, Rubiesz, Rubosz. Rustejko. — In rotem Felde zwei schwarze Jagdhörner, mit den Mundstücken senkrecht nach oben und nach aussen gestellt, zwischen denselben ein senkrechtes, gestürztes blankes Schwert; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Über den Urspmng wird gesagt: Ein Vorfahr fiel gleichzeitig mit seinem Herrn in moskauische Gefangenschaft, aus der er aber bald befreit wurde. Er benutzte seine Freiheit, um mit seinem Schwerte ein Loch in die Oefängnismauer zu machen und durch dasselbe seinem Herm die Flucht zu ermöglichen, mit dem er dann nach Lithauen zurückkehrte, wo ihm dieses Wappen erteilt wurde, das nach ihm Rustejko genannt wurde. Dasselbe führen die: Rustejko, Rydzewski, Rzewnicki. Scipio. — In rotem Felde vier blaue Stäbe, zwei schrägerechts, zwei Schrägelinks gelegt, die sich abwechselnd mit einem Ende be- legen und sich dadurch zu einem schwebenden Viereck verschränken, dessen Seiten je ein Drittel der Stäbe lang sind, deren Enden dann gleichmässig überstehen; Helmschmuck: ein Pelikan mit drei seiner Jungen. Dieses aus Italien stammende Wappen führen die: Scipio. Siekierz. — In Rot ein silberner senkrechter, nach oben gerichteter, ungefiederter Pfeil, dessen Schaft einmal durchkreuzt ist, sich unten aber nach rechts und links zu einer wagerechten Linie spaltet, die an - 157 — den Enden sich ein wenig rechtwinidig nach oben bricht; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Es wird gesa^, dass dieses Wappen von einem Grossfürsten von Lithauen einem Krieger Siekierz für bewiesene Tapferkeit bei dem Sturm einer Festung verliehen worden sei. Das- selbe führen die: CichiAski, Fenikowski, Kimbar, Kuczuk, Siekierz, Siekierzynski, Siemionowicz, Wotk. Sielawa. — In rotem Felde ein schwebender, querliegender, silberner Fluss, mit seinem rechten, etwas breiteren Ende nach oben, mit dem linken Ende nach unten gebogen, oben besetzt mit einem aufrechten, ungefiederten, silbernen Pfeil; Helmschmuck: drei Straussen- fedem. Dieses Wappen führen die: Sielawa. SIeporod. — In rotem Felde ein silberner, würfelförmiger Grabstein mit unten etwas vorstehendem Rande, oben in der Mitte besetzt mit einem nach oben gerichteten, unbefiederten Pfeil, dessen Schaft einmal durchkreuzt ist und zwischen zwei nach aussen geneigten, flatternden Fahnen steht; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Von dem Gross- fürsten von Lithauen wurde dieses Wappen einem Vorfahren der ^leporod, die auch Snieporod geschrieben werden, für Tapferkeit im Felde veriiehen, es war wohl Jan Sleporod, lithauischer Oberst, der 1564 mit 2000 Mann den moskauischen Heerführer Tolkmak bei dem Schlosse Jezierzyszcze schlug. Dieses Wappen, auch Snieporod genannt, führen die: Sleporod. $li2ieii. — In silbernem Felde ein blauer Reichsapfel, der aber keinen Reifen, nur ein goldnes Kreuz hat; Helmschmuck: drei Straussen- fedem oder auch ein wachsender Arm, der von links nach rechts schräge nach oben von einem Pfeile durchbohrt ist. Dieses Wappen, das aus Siebenbürgen stammt, führen die: ^lizien. SaszyAski. — In Blau ein nach unten offenes, silbernes Hufeisen, in dessen Mitte sich zwei gefiederte, silberne Pfeile schräge kreuzen, deren Spitzen am oberen Rande des Hufeisens erscheinen. Dieses Wappen führen die: Hanussowski, Sulzy/iski, Suszynski, Swi^tkowski. Szczaplina. — In Blau ein nach oben offenes, silbemes Hufeisen, in dessen Mitte zwei gekreuzte Schwerter, die Griffe nach oben, zwischen welchen die rechte Hälfte eines gebrochenen Hufeisens, über welchem eine gfoldne Krone. Dieses Wappen führen die aus Sachsen stammenden Erdman, die schon 13Q7 unter dem lithauischen Gross- fürsten Witold fochten, von diesem Güter in den Kreisen Braslaw und Wilkomierz erhielten, die ihnen 1589 und 1633 von den polnischen Königen bestätigt wurden. Dieses Wappen wird, wohl nach einem Orte kriegerischer Auszeichnung Szczaplina genannt. Terebes2. — In rotem Felde ein schwebender, gepanzerter, links gekehrter, im Ellenbogen gekrümmter, linker Arm, dessen Hand ein erhobenes Schwert hält, auf dessen Spitze ein Manneskopf steckt; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen wurde einem Vorfahren veriiehen, der einem Feinde den Kopf abgehauen hatte. Dasselbe führen die: Naraczowski und Terebesz. — 158 - Tomkowicz. — In grünem Felde ein silberner, schwebender Querstab, der am linlcen Ende in seinef halben Länge rechtwinklig nach unten gebogen ist, an seinem rechten Ende, dieses etwas über- stehen lassend, ruht der Balken auf einem Stabe, der ein wenig Schrägelinks steht, in der Mitte ruht der Balken ebenfalls auf einem Stabe, der aber senkrecht ist und dessen verkürzter Fuss auf einer Kugel ruht. Es kann das' Wappenbild als ein Schemel mit drei Füssen gelten; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Tomkowicz. Waga (Taf. XV). — In rotem Felde ein silbernes Hochkreuz, dessen Fussbalken sich nach unten spaltet, in seinen Spaltenden dann nach oben Schrägerechts und Schrägelinks soweit gebrochen ist, dass ein wagerechter Stab, der die Enden dieser nach oben gebrochenen Teile verbindet, genau unter dem ersten Spaltungspunkte liegt. Der Fuss- balken des Kreuzes ist mit einem silbernen, gestürzten Halbmonde über- legt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: ' Abramowicz, Korzeniowski, Niepokojczycki, Pociej, Rys, Waga. Waikiewicz. — In blauem Felde ein goldnes Hochkreuz, dessen Stamm von der Mitte ab gespalten ist; Helmschmuck: drei Straussen- federn. Dieses Wappen wurde von König JagieJto für Tapferkeit g^en die Tataren verliehen. Dasselbe führen die: Wa^kiewicz. Wojeyko. — In silbernem Felde ein schwarzer, goldbewehrter, gekrönter Adler, dessen Kopf gespalten ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Wojeyko. Zatajony Miesiiic« — In grünem Felde ein silbernes, nach oben offenes Hufeisen, das einen kleinen silbernen, nach oben offenen Halbmond einschliesst; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Dolibowski, Domaradzki. Zdan, — In rotem Felde ein goldnes, nach unten offenes Huf- eisen, auf welchem ein Säbel, mit dem goldnen Griff nach unten gekehrt, steht; Helmschmuck: drei Straussenfedern. .Dieses Wappen wird auch Koile/iczyk und Zdanowicz genannt. Dasselbe führen die: Duiiskiy Koileiiski, KoziAski, Szymoiiski, Zdan. Zdzitowiecki. — In rotem Felde eine weisse Binde, wie im Wappen NaJ^cz, nur ist dieselbe oben verschlungen und die Enden gehen nach oben auseinander, auf dem Knoten steht ein goldnes Hochkreuz, inner- halb der Binde ist ein goldner Stern; Helmschmuck: drei Straussen- federn. Dieses Wappen führen die: Zdzitowiecki. Zienowicz. — In rotem Felde ein halber, nach unten offener, goldner Ring, auf welchem ein silbernes Maltheserkreuz steht; Helm- schmuck: ein auffliegender Rabe mit einem Ring im Schnabel. Dieses Wappen, das auch Deszpot, genannt wird, ist aus Serbien um 1420 nach Lithauen gekommen. Über den Ursprung wird gesagt: Die Heiden waren räuberisch eingebrochen und einer derselben raubte sogar die Tochter des serbischen Fürsten. Ein Serbe jagte dem Ent- führer nach, entdeckte ihn im Walde, tötete ihn und befreite die Prinzessin, die ihm zum Danke einen Ring gab. Bei der Abnahme der Waffen von der Leiche verlor er indessen denselben. Er bemerkte — 159 — dieses erst, als er die Prinzessin an einen sicheren Ort gebracht hatte, eilte dann zurück, um den Ring zu suchen. Er fand einen Raben auf der Leiche sitzend, der den Ring im Schnabel hatte. Er erschoss den Raben mit dem Pfeil, eilte dann mit dem Ringe zur Prinzessin zurück, deren Hand er erlangte. Er erhielt von dem Fürsten dieses Wappen, das Deszpot (im Griechischen = Jungfrau) genannt wurde, welchen Namen auch er erhielt. Von seinem Sohne Zeno stammen die Zienowicz, die kurze Zeit Hospodaren der Wallachei waren, aber verjagt wurden und nach Lithauen gingen. Dieses Wappen führen die: Kostrzenski und Zienowicz. Zyzemski. — In Rot ein godner Löwe; über dem Schilde eine Fürstenmütze mit Kreuz. Dieses Wappen führen die: Kurpski und Zyzemski. Das Wappen der russischen Fürsten. Die Dynasten aus dem Geschlechte Rurik führten zuerst als Reichsfahne und eignes Wappen: einen nackten Mann auf einem ungesattelten Schimmel sitzend und mit einem Speere einen auf dem Boden sich wälzenden Lindwurm durchbohrend, in blauem Felde. Der Grossfürst Oleg von Kiew (87Q — Q12) nahm dann, nach einem Siegesr zuge bis Konstantinopel, 907, anstatt des nackten Reiters den heiligen Georg, in ritteriicher Rüstung, auf einem Schimmel, mit einem Speere den Lindwurm durchbohrend, ins Wappen auf. Die Grossfürsten von Moskau führten den nackten Reiter wohl noch fort, nahmen aber end- gültig auch den heiligen Georg in ihr Wappen auf. Der Regierungs- stamm der Rurik schloss 1610, ihm folgten in der Regierungsgewalt die Romanow, welche das jetzt gebräuchliche Wappen führen: in goldnem Felde ein schwarzer, doppelköpfiger, dreifach gekrönter Adler, der auf der Brust ein Mittelschild trägt, in welchem das frühere Wappen, der heilige Georg, ist. — Viele Familien leiten sich von dem Geschlechte Rurik ab und führten deren altes Wappen fort; die meisten von ihnen aber, die in dem polnischen Adel Aufnahme fanden, als die russischen Provinzen an Lithauen und Polen fielen, änderten ihr Wappen in ein neues um. Die von den Rurick abstammenden Familien sind in dem folgenden Text genannt Auch die früheren russischen Teilfürsten- tümer, welche das russische (Ruski) Wappen geführt hatten und unter Polnisch-Lithauischer Herrschaft besondere Wojewodschaftwi wurden, erhielten andere Wappen. Die Wappen der russischen Provinzen. Arlamowski. — In rotem Felde drei goldne, zu 2 und 1 gestellte Sterne; Helmschmuck: ein halb aufwachsender Ritter, von einem Pfeile durchbohrt. — 160 — Baiyczka. — In goldnem Felde auf grünem Boden zwei sparreh- förmig gestellte schwarze Stützen (Stangen), welche oben mit einem silbernen Kavalierkreuze besetzt sind, dessen gradlinig verlängerter unterer Balken sich zwischen den Stützen mit einem zweiten silbernen Kavalierkreuze verbindet; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Das Ge* schlecht Baryczka kam mit diesem Wappen 1207 aus Ungarn nach Russinien. Bokij. — In rotem Felde ein silbernes, senkrecht und mit der Schneide nach rechts gestelltes Beil, das oben mit einem goldnen Kavalierkreuz besetzt ist; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. Über den Ursprung wird gesagt: Als die Tataren 1244 verheerend in das Land Przemysl eingedrungen waren, zog ihnen Fürst Daniel von Halicz entgegen und es kam am Flusse San zu einem Scharmützel, in diesem versuchte ein Tatar einen Angriff auf den Fürsten. Diesem eilte ein Ritter Bokij zu Hülfe; in dem Kampfe mit, dem Heiden ent- fiel dem Ritter die Waffe und er schien des auf ihn eindringenden Ritters sich nicht erwehren zu können, griff jedoch nach dem am Sattel hängenden Beile und hieb damit den Gegner vom Pferde. Der Fürst verlieh ihm dafür dieses Wappen, das Bokij genannt wird. Dasselbe führen die: Bokij, Godaczewski, Kotyski, Kuliski, Pecherzewski, Pieczychojski, Pieczyfortski. Chocimirski. — In goldnem Felde drei silberne Harken, jede mit 7 Zähnen, mit diesen nach dem rechten und linken oberen Schildeseck und nach dem Schildesfuss gekehrt, mit den Stielen in der Mitte in einem rojten Ringe zusammenstehend; Helmschmuck: fünf Straussen- fedem. Über den Ursprung wird gesagt: Als die Tataren beutemachend in Podolien eingebrochen waren (wohl um 1452) und die Leute fingen und fortführten, schickte der König von Polen und Grossfürst von Lithauen (wohl Kazimierz) Mannschaften dorthin, um sie zu vertreiben. Es gelang der Vorhut jedoch nicht, die raubenden Feinde aufzufinden, die sich in den Wäldern und Hohlwegen versteckten. Ein Zufall half hierzu. Drei Landleute waren auf ihrer Wiese, um Heu zusammen zu harken, als sie von drei tatarischen Reitern überfallen wurden, die von ihren Pferden gestiegen waren und die Landleute zum Mitgehen auf- forderten. Diese weigerten sich und wehrten sich gegen die Gewalt mit ihren Harken. Der älteste, Grossvater der beiden andern, wurde von dem Tataren niedergeworfen, zog aber aus dessen Köcher einen Pfeil und stach ihm denselben in die Eingeweide, entriss ihm den Säbel und eilte den Enkeln zur Hülfe; es wurde ein zweiter Tatar ebenfalls getötet, der dritte, der um Gnade bat, gebunden. Diesen brachten die Bauern zum Befehlshaber der Truppen, der durch den Gefangenen den Versteck der Horde erfuhr, die er umzingelte, dann niedermachte, so die Gefangenen befreite und die Beute zurückführte. Vom Könige wurde den Bauern, die in den Adelstand aufgenommen wurden, dieses Wappen, das auch Trzy grabie (drei Harken) genannt wird, erteilt. Sie nannten sich Chocimirski, sassen in Podolien. Chor%2wie. — In rotem Felde zwei goldne Fahnen unter einander, jede an einer wagerechten, an jedem Ende mit einem Knopf versehenen Stange hängend, jede unten mit drei viereckigen Lappen und mit Franzen - 161 - besetzt; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit einem goldenen Sterne. — Der Ursprung des Wappens wird in die Zeit der ersten russischen Alleinherrscher versetzt, es soll für die Eroberung zweier feindlichen Fahnen (Chor^gwie) verliehen sein. Dieses Wappen führen die: Bykowski, Czamobylski, Czerlenkowski, Hryckiewicz, Jelec, Knzita, Kocmierowski, Olizar, Wortowski. Chrynicki. — In rotem Felde ein gestürztes silbernes Hochkreuz, aus welchem oben ein silberner Angelhaken aufwächst, dessen zwei oben befindliche Spitzen nach unten gebrochen sind; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. Es wird als Ursprung des Wappens angegeben: Ein Ritter der auf Vorwacht war, fühlte sich vor jedem Überfall um so sicherer, als das klare Wetter ihm freie Aussicht gewährte. Er stieg deshalb vom Pferde, hielt es mit der einen Hand und warf mit der andern eine Angel ins Wasser nach Fischen aus. Plötzlich wird er von einigen Tataren überfallen, er schwingt sich aber unerschrocken auf sein Pferd, schlägt einen der Feinde nieder und verjagt die andern, nimmt aber einen gefangen, den er seinem Hetman oder Fürsten zu- führte. Es wurde ihm für seine Unerschrockenheit und Tapferkeit dieses Wappen erteilt, das auch W^da (Angelhaken) genannt wird. Dasselbe führen die: Chrynicki und Chyczewski. CzetwertyAski. — Sie führen zwei Wappen, das eine ist das ur- sprüngliche Wappen der russischen Alleinherrscher, von denen sie ab- stammen: in Rot auf nacktem, ungesatteltem, weissen Pferde ein nackter Jüngling, der einen auf grünem Boden liegenden schwarzen Drachen mit einem Speere durchbohrt. — Als sie 1569 dem polnischen Reiche angehörten, wo ihnen der Fürstentitel genehmigt wurde, nahmen sie zu diesem Stammwappen auch noch das etwas veränderte Wappen Korybut an: in rotem Felde ein goldner Stern, über welchem ein silberner gestürzter Halbmond, in welchen oben zwei Schwerter bis zur Hälfte versenkt sind. Über jedem der Wappen ein Fürstenhut. Dederkato. — In goldnem Felde ein schwarzes Schächerkreuz, dessen unterer Balken auf einem kurzen Querbalken steht; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Denis. — In blauem Felde ein auf einem goldnen Sterne stehen- des Hochkreuz; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. Dieses Wappen führen die: Denisko, Deniszewicz, Dmowski, Kasztuski, Kotyszko. Druck (Taf. XIII). — In Rot ein gestürztes Schwert, das rechts und links von je zwei silbernen Halbmonden (also im Ganzen vier) begleitet ist, von denen die oberen gestürzt sind, die Spitzen der Monde sich also zugekehrt sind. Anstatt des Helmes und der Krone ein Fürstenhut, über dem sechs Straussenfedem. Es wird von ehemaligen russischen Fürstenfamilien geführt, von den: Druck]', Horski, Lübeck!, Ojezierski, Ozierecki, Prychabski, Sokolifiski, Totozynski. Dulicz. — In Rot ein starker halber goldner Ring, nach unten offen, auf dem der Buchstabe T. steht; Helmschmuck: fünf Straussen- fedem. Es wird ang^eben, dass dieses Wappen den Dulicz verliehen V. Zernicki, Die polnischen Stammwappen \\ - 162 — worden sei, der Ring ein Zeichen der Treue sein solle und der grosse griechische Buchstabe Tau, oder ein Kreuz in dieser Form, eine An- deutung sei, dass sie zur griechichen Kirche gehörten. Es wird das Wappenbild aber oft als ein Anker (Kotwica) angesehen und deshalb auch wohl Kotwica genannt. Dieses Wappen führen die: Dulicz, Duligow, Dwemicki, Juraha. GliAski. — In rotem Felde zwei schwebende senkrechte, goldne Balken, ein jeder an dem unteren Ende um ein Viertel seiner Länge rechtwinklig nach aussen gebrochen; oben sind die Balken an ihren Enden durch einen wagerechten Balken verbunden, durch dessen Mitte ein silberner Anker geht, so dass seine Arme, die keine Widerhaken haben, sich rechts und links halbkreisförmig, über dem Balken, bis an dessen Enden biegen, die Stange des Ankers aber nach unten hängt, gleich lang mit den senkrechten Balken, und in Kreuzform endet; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Die Olifiski stammen aus dem Fürstentum Siewierz, wo sie den Kniasentitel führten. Iwanicki. — In rotem Felde ein goldner Vollmond mit Gesicht, der oben mit einem goldnen Kreuze besetzt ist, dessen Querbalken auch die Kreuzesform haben; Helmschmuck: drei Straussenfedern, neben denen links und rechts je ein blanker gekrümmter Säbel, deren Griff unten und die Schneide nach innen steht. — Als der Lithauische Fürst Lubart, der das Land Wtodzimierz besass, dort von dem Polenkönige Kazimierz 1341 bekriegt wurde, geriet das lithauische Heer in bedränge Lage, wurde umzingelt und kein Ausweg schien demselben möglich, Lubart sah sich verloren, wenn er solchen nicht finden konnte. Da entschloss sich der Ritter Bohdan aus Iwaniec, heimlich umher- zuschleichen, um die schwächste Stelle der feindlichen Stellung oder eine Lücke derselben zu erforschen. Der Schein des Vollmondes war ihm hierbei behülflich. Er meldete dem Fürsten die günstigste Stelle zu einem Durchbruch, dieser wurde versucht und gelang. Bohdan er- hielt von dem Fürsten dieses Wappen, das auch PeTnia (der Voll- mond) genannt wird. Jakubowicz. — In grünem Felde, auf einem Hügel stehend, ein nach links gekehrtes, weisses, gehörntes Lamm, das mit dem erhobenen rechten Fusse den Schaft einer von ihm getragenen Kirchenfahne hält; Helmschmuck: ein schwarzer Flügel, von einem wagerechten Pfeil nach links durchschossen. Jetowicki. — In rotem Felde ein kurzer, schwebender, schwarzer Balken, der nach unten schräg gebrochen ist und sich nach aussen hin abrundet und zuspitzt. Diese Figur soll die Umrisse eines Lager- Tors bedeuten, das oben mit einem goldnen Hochkreuz besetzt ist; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Dieses Wappen wird auch Boieniec genannt, dasselbe führen die: Chawejtowicz und Jetowicki. Jeidziec. — In blauem Felde auf weissem ungesattelten Pferde, das nach rechts läuft, ein Reiter in grünem Kleide, der mit einem Bogen nach rückwärts schiesst; nur eine Krone über dem Schilde. Es ist das Wappen der: Me^zczeryn. Kalinowa. — In rotem Felde ein mit der goldnen Spitze aufrecht stehender, silberner Pfeil, dessen Gefieder gespalten und an jedem Ende - 163 — mit einem goldnen Sterne besetzt ist; Helmschmuck: drei Straussen- federn, von links nach rechts von einem gleichen Pfeil mit Sternen, wagerecht durchbohrt. Dieses Wappen führen die: Cel und Kalinowsld. Katuszowski. — In rotem Felde zwei blanke krumme Säbel, mit den Handgriffen nach oben, mit den Schneiden nach innen gekehrt, die Säbel werden durch ein um beide Klingen gewundenes goldnes Band (oder Ring?) zusammengehalten; Helmschmuck: fünf Straussen- federn. Dieses >3^appen führen die: Katuszowski und Kondradci. Kisiel. — In rotem Felde ein auf dem Schildesfuss stehendes, offenes weisses Lagerzelt, verziert mit schwarz- weissen Franzen, mit rundem weissen Dach, auf welchem ein goldner Reichsapfel mit Kreuz steht; Helmschmuck: drei gezinnte rote Türme. — Swi^toJdycz, Hetman des russischen Selbstherrschers Wlodzimierz, um 1040, verteidigte Kiew gegen die Pieczynger. Als diese die Stadt mit Gewalt nicht nehmen konnten, schlössen sie dieselbe ein, um sie auszuhungern, Swi^totdycz, der von dieser Absicht Kenntnis bekam, liess, als der Proviant der Stadt schon sehr knapp war, den grössten Teil seines Mehles zu Brotteig einsäuren, diesen verbacken und die Brote in ein Zelt tragen, das er in das offene Stadttor stellen liess. Dann liess er, so dass die Feinde es bemerken konnten, Wagen mit Broten beladen und sendete durch Parlamentäre mehrere Fuhren nach dem feindlichen Lager als Beweis, dass in der Stadt reichlicher Vorrat an Lebensmitteln sei. Die Feinde schenkten dieser Vorspiegelung Glauben, hielten ihre Absicht für unausführbar und hoben die Belagerung auf. Wtodzimierz erteilte dem Swi^totdycz dieses Wappen, in welchem das Zelt an das feindliche Lager, die drei Türme an die Verteidigung der Stadt erinnern sollten. Das Wappen erhielt nach dem Empfänger den Namen äwi^toldycz, dieser selbst aber den Namen Kisiel (von Kisid, Brot einsäuern). Auch wird das Wappen Namiot (das Zelt) genannt. Dieses Wappen führen die: Kisiel. KliAski. — In rotem Felde eine Weltkugel, auf welcher ein goldnes Hochkreuz (oder auch ein Pfeil) steht, dessen unterer Balken (oder Schaft) von zwei silbernen Klammereisen, das obere länger als das untere, durchkreuzt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen, das auch Swiat (die Welt), mit dem Pfeile aber Okufi genannt wird, führen die: Ichnatowicz, Kliiiski, Okuii, Pienkowski. Kmicic. — In rotem Felde ein senkrechter, mit den zwei Zinken nach unten gekehrter, silberner Anker, oben neben der Tauöffnung rechts und links von je einem goldnen Sterne begleitet; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses Wappen, auch Radzic genannt, führen die: Kmicic. Kotodyn. — In silbernem Felde ein schwarzer mit dem Eisen nach oben gerichteter, senkrechter Pfeil, dessen ungefiederter Schaft der ganzen Länge nach gespalten ist; die beiden rechts und links auseinander gehenden Teile sind in der Mitte durch einen Querstab verbunden, so dass das Wappenbild wie ein lateinisches A, besetzt mit einer Pfeilspitze, erscheint; Helmschmuck: fünf Straussenfedem. 11* - 164 - Dieses Wappen wurde von einem russischen Fürsten den Ko^odynski erteilt Dasselbe führen die: Kotodyjiski und Puciata. Kornic (Taf. XIV). — In rotem Felde auf drei schwarzen Felsen- stufen ein silbernes Hochkreuz, welchem jedoch der obere Balken fehlt, auf den Enden der beiden Seitenarme ist je ein runder Laib Brot aufgesteckt; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Das Wappen soll von den russischen Fürsten einem Ritter Kornic verliehen sein, der sich durch Tapferkeit gegen die Feinde ausgezeichnet hatte. Das Kreuz und die beiden Brote sollen den reichen Segen bedeuten, welchen seine Herren ihm zum Kampfe mitgaben und der ihm auch Erfolg brachte. Es wurde nach ihm Kornic, aber auch Hospody btogostaw (des Herren Segen) genannt. Dasselbe führen die: Biesiecki, Bludowski, Dembowski, Frydrychowski , Görecki, Hunel, Kloch, Inwaldzki, Jarostewski, Jasieniecki, Koczenski, Komaszewski, Kornic, Kornicki, Korowicki, llaszkowski, Por^bski, Rymuttowski, Satacki, Stop, Sobek, Sokot, Sokotowski, Szczepanowski, Walcerowski, Wilamowski, Zborowski, ZdaAski. Kozika« — In rotem Felde ein silberner Tatarenbogen, auf dessen nach oben gekehrter Saite ein goldnes Hochkreuz steht. Dieses Wappen wurde einem Vorfahren der Kozika wegen Auszeichnung gegen die Tataren erteilt, als Deutung gilt, dass die Waffen der Ungläubigen dem Kreuze unterliegen mussten. Es wird Kozika, Kozeka, auch Zkrzyztuk (Kreuz mit Bogen) genannt, wird von den Kozika geführt. KroszyAski. — In rotem Felde ein silbernes Balkenkreuz, dessen Seitenarme, in ihnen gleicher Länge, rechtwinklig nach oben gebrochen sind, der Kreuzesfuss steht auf einem kurzen wagerechten Balken, der an den Enden schräge nach unten gebrochen und hier sich rundend und spitz nach aussen biegt, so als ob er ein Klammereisen darstellen soll. Das ganze Wappenbild hat die ungefähre Gestalt eines Arm- leuchters (lichtarz) mit drei Lichtaufsätzen, es wird deshalb auch Lichtarz genannt. Es ist das Wappen der Kroszynski. tosiatyAski. — In rotem Felde ein goldnes Kavalierkreuz, das von einem goldnen Ringe eingeschlossen ist, der oben mit einem gefiederten, mit der Spitze nach oben gerichteten, silbernen Pfeile senkrecht besetzt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Zur Zeit des Königs Ludwig (1370—82), der auch König von Ungarn war, waren die Lithauer ver- wüstend in Masowien eingedrungen. In dem ihnen entgegen geschickten polnischem Heere zeichnete sich der Ritter tiosiatynski durch grosse Tapferkeit aus; er erschlug im Kampfe einen feindlichen Führer, dessen Begleiter, um dessen Tod zu rächen, einen Pfeil gegen ihn abschoss, den er aber mit der Hand auffing, auf seinen Bogen legte und mit demselben den Schützen erlegte. Der König verlieh dafür dem Losiatynski, der aus Wolynien war, dieses Wappen, das seine Nach- kommen führen. Mikulinski. — In blauem Felde drei über einanderstehende, sich etwas umfassende, silberne lateinische M, das oberste in der Mitte mit einem kleinen goldnen Hochkreuze besetzt; Helmschmuck: drei Straussen- federn. Dieses Wappen führen die: Mikosz, Mikulinski, Milowicz. — 165 — Odyniec (Taf. XIV). — In blauem Felde ein senkrechter, silberner, unbefiederter Pfeil, dessen Schaft von kurzem Balken durchkreuzt, dann unten Schrägerechts gebrochen ist; mitunter ist der Pfeil noch von einem goldnen Sterne überhöht; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. Über den Ursprung wird gesagt: In den Kämpfen gegen die Tataren befand sich in dem russischen Heere ein Soldat, der sehr stark war, es im Ringen mit dem stärksten Menschen aufnahm, sich auch gegen die Feinde durch Tapferkeit und Erfolge auszeichnete. In den russischen Ländern pflegte man einen sehr starken Mann Odyniec (wilder Eber) zu nennen, und so hiess auch allgemein der Soldat; in einem Kampfe erschoss er den Führer der Tataren, die sich flüchteten; man fand die Leiche des Führers in der der Pfeil gebrochen war. Der Fürst verlieh dem Soldaten dieses Wappen, das er, wie ihn selbst, Odyniec nannte. Dasselbe führen die: Baiynowski, Bohusz, Brozowiecki, Brzozowiecki, Burba, Holcowski, Odyniec, OdyÄski, Szostowicki, Szyszka, Wislouch. Ostrogski. — Das Wappen Leiiwa, überhöht von dem Wappen Ogonczyk; über dem Schiide eine Fürstenkrone. Dieses Wappen wurde 1530 von Konstantyn Ostrogski, der von den russischen Fürsten ab- stammte und deren Wappen, den Ritter Georg, einen Drachen tötend, führte, angenommen, weil er, der Wojewode von Troki war, in russischer Gefangenschaft grausam behandelt worden war und mit Moskau nichts mehr gemein haben wollte. Die Ostrogski sind erloschen. Oszczewski. — In blauem Felde zwei silberne, offene Triangel, die mit den Spitzen auf einander stehen, von denen das obere ein kleines silbernes Kavalierkreuz einschliesst; Helmschmuck: drei Straussen- federn. — Es soll dieses Wappen einem der Vorfahren der Oszczewski verliehen sein, der zuerst in das feindliche, in Form dieser Dreiecke angelegte Lager drang und dadurch den Nachfolgenden den Weg zum Siege bahnte. Pietyrog (Taf. XIV). — In blauem Felde ein goldner Drudenfuss, dessen oberste Spitze mit einer silbernen halben heraldischen Lilie besetzt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Bokoinski, Cieminski, Ilnicki, Kuniowski, Malinski, Momiito, Pietyrog, Trzebiatowski, 2muda. RadoszyAski. — In rotem Felde ein wagerechter silberner Stab, der an jedem Ende rechtwinklig nach unten gebogen ist. Von diesen Enden, die etwas länger als das Mittelstück sind, endet das linke in Form eines Kavalierkreuzes, das rechte in einer halben, nur auf der rechten Seite vorhandenen Pfeilspitze; Helmschmuck: drei Straussen- federn. Dieses Wappen führen die: Radoszynski. Rudecki. — In Blau ein goldner, gestürzter Halbmond, der einen goldnen Stern einschliesst, über dem Monde sind 2 wagerecht über- einander, mit der Spitze nach rechts liegende silberne Pfeile; Helm- schmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappeh führen die: Rudecki. Ruski. — Es ist das russische (ruski^ Staatswappen und Wappen der russischen Fürsten, das vorne beschria)en ist. Diejenigen Familien, welche sich von dem Dynastenstamme der Rurlk ableiteten, führten dieses Wappen, den heiligen Georg mit dem Drachen, doch die meisten von ihnen, die in dem polnischen Adel Aufnahme fanden, als die russischen — 166 — Provinzen an Polen fielen, änderten ihr Wappen in ein anderes um, das hier im Text behandelt ist, führten dieses auch wohl neben dem Stamm Wappen. Von den Ruryk leiten sich ab die: Czetwerty^ski, Krzczonowski , iiabanowski, Mirski, Nowosielski, Odnowski, Ogitfiski, Ostrogski, Palecki, Pozarzycki, Pninski, Puzyna, Rostkowski, Starodubowski, Szuyski, Worotyfiski, Zastawski. Sienittta. — In rotem Felde eine silberne, unvollständige Kirchen- fahne, welche nur einen, rechts herunterhängenden Lappen hat, der linke fehlt ganz, der mittlere ist ersetzt durch ein blaues Kavalierkreuz; Helmschmuck: drei Straussenfedern. — Dieses Wappen wurde von einem Grossfürsten von WJodzimierz einem Ritter Sien für Tapferkeit erteilt. Dasselbe führen die: Lachowicki und Sieniuta. Sfon. — In blauem Felde auf schwebendem grünen hügeligen Boden ein stehender Elephant mit erhobenem Rüssel. Dieses Wappen führen die: Paprocki, Sierawski, Sloniewski, Warteszowicz. Stotobot. — In rotem Felde ein schwebender silberner Balken, der an den Enden zuerst rechtwinklig nach unten, dann bogenförmig nach seiner Mitte zurück gebogen ist; dieses Wappenbild, das zwei an einer Stange hängenden Dreiecken gleicht, soll die Vorderseite eines tatarischen Zeltes vorstellen, das oben mit einem hohen silbernen Pfeil besetzt ist, dessen Schaft zweimal durchkreuzt ist; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. — Dieses Wappen wurde von dem Lithauischen Gross- fürsten einem in dem moskauischen Fürstentum Siewierz ansässigen Ritter Stotobot für eine Waffentat gegen die Tataren verliehen. Das- selbe führen die: Winko, Winogrodzki, Wojnarowski. Szatawa. — In blauem Felde ein grosser goldner Ring, der in seinem Innern mit drei goldnen, zu 2 und 1 gestellten Kavalierkreuzen besetzt ist; Helmschmuck: ein wachsender, gepanzerter, hauender Schwertarm. Ober den Ursprung dieses Wappen wird gesagt: Als Wtodzimierz, Fürst von Russland, die Absicht hegte, Christ zu werden, entsendete er im Jahre 987 Abgesandte zum Kaiser nach Konstantinopel, um sich über das Wesen der christlichen Kirche zu unterrichten. Die Abgesandten, unter diesen einer Namens Halka, wurden dort Christen, und als sie zurückkehrten rühmten sie diese neue Religion vor ihrem Fürsten und seiner Umgebung. Von einigen der Hofherm wurden diese Berichte mit Hohn beantwortet und sie spotteten über das Christentum. Hierüber erbittert, forderte Halka drei dieser Spötter zu sofortigem Zweikampf und bestimmte den Ort dazu durch einen Kreis, den er auf dem Boden zog. Der Zweikampf fand statt, Halka tötete seine drei Gegner. Wtodzimierz schrieb diesen Ausgang lediglich dem Beistande Gottes zu, weil Alle Halka für szalony (verrückt) gehalten und genannt haben, einen Kampf gegen drei mit Gewalt zu verlangen. Der Fürst verlieh Halka dieses Wappen, das Szatawa (von szalony), aber auch Nawrotnik (Bekehrer) genannt wird. Dasselbe führen die: Alkiewicz, Halka, Jakuszewski, Kuczyfiski, Ledochowski, Lebiiiski, iU)pata, Nawrotytfiski, Romanowski, Skoryna, Strzyz, Swirski. — 167 — Szaszkiewicz. — In Rot ein goldnes lateinisches M, dessen linker Fuss aber nach aussen rund gebogen ist; oben auf der mittleren Ver- tiefung steht ein goldnes Hochkreuz, dessen Querbalken aber schräge- links liegt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es ist das Wappen der: Szaszkiewicz. Szeptycku — In rotem Felde ein goldnes, nach unten offenes Hufeisen, oben mit einem goldnen Kavalierkreuze besetzt und auf der linken Seite von einem silbernen Pfeile von links Schrägerechts durch- bohrt, so dass die Pfeilspitze noch innerhalb des Hufeisens bleibt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Szeptycki, Sztrem, Szystowski. Ulanicki. — In rotem Felde ein senkrechter silberner Stab, der oben mit einem nach oben offenen, unten mit einem gestürzten kleinen silbernen Halbmonde besetzt, und in der Mitte mit der Klinge eines gekrümmten, mit der Spitze rechts liegenden Säbels belegt ist; Helm- schmuck: fünf Straussenfedern. — Es soll dieses Wappen einem Vorfahren verliehen sein, der den Tataren mehrere Niederlagen bei- ^ gebracht und viele Gefangene gemacht hatte. Dasselbe führen die: Hulanicki, Ulanicki, Zabokrzycki. Wyszpolski. — In rotem Felde eine wagerechte, mit den Spitzen nach unten gekehrte silberne Eisenklammer, die senkrecht von einer kleineren, mit den Spitzen rechts gekehrten Eisenklammer durchkreuzt wird, über dieser letzteren steht ein goldner Stern, und unter derselben stehen zwei goldne Sterne übereinander, das ganze Wappenbild ist f dann rechts und links von je einem goldnen, nach auswärts offenen Halbmonde begleitet; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen die: Wyszpolski. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1700 entstandene und eingeführte Wappen. Achinger. — In goldnem Felde auf grünem Boden ein sitzendes rotes Eichhörnchen; Helmschmuck: ein gleiches Eichhörnchen zwischen zwei schwarzen Elefantenrüsseln. Es ist 1547 aus Deutschland ein- geführt. Dasselbe führen die: Achinger, Adamski, Barwifiski, Berwitfiski, Ichnatowski, Pilchowski, Ryczewski. Alemanni. — Schild gespalten, rechts in Blau zwei silberne, aus der Mittellinie hervorgehende, verkürzte, rechte Schrägebalken, links in Oold drei rote Kugeln zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: eine wachsende, bekleidete Jungfrau, einen Lorbeerkranz auf dem Haupte, einen zweiten mit der rechten Hand hoch haltend, die linke Hand in die Seite gestützt. Die Alemanni, aus Florenz stammend, erhielten 1566 das polnische Indigenat. Andrault de Buy. — Schild gespalten, rechts in Rot ein an die Teilungslinie gelehnter, halber, silberner, gekrönter Adler, ein Getreide- — 168 — bund in der rechten Klaue haltend. Dieses Wappenbild wurde ihnen von dem Könige Jan Kazimierz (dessen eignes Wappen es war) 1658 verliehen, als Vermehrung des in das linke Feld gesetzten Stamm wappens : von blau-rot geteilt, oben drei goldne achtstrahlige Sterne, zu 2 und 1 gestellt, unten drei schrägelinke silberne Flüsse, überzogen von einem blauen, rechten Schrägebalken, der mit drei silbernen Rosen belegt ist. Die A. de B. stammen aus dem französischen Orafengeschlechte Langeron, erhielten 1658 auch das polnische Indigenat. Dieses Wappen führen auch die: Antono wicz. Arcemberski. — Schild geteilt, oben in Silber ein laufender Hirsch, unten rot-silbern geschacht; Helmschmuck: drei bis zur Fahne in der Krone verschwindende, gestürzte Pfeile. Die A. stammen aus Pommern, wo sie Hertzberg hiessen, kamen 1650 nach Polnisch-Preussen. Dieses Wappen soll 1630 von dem pommerschen Fürsten, der sich während einer Jagd mit dem Schachspiel vergnügte, einem Johann Hertzberg erteilt sein, der einen vorbeilaufenden Hirsch durch drei Pfeilschüsse erlegte. Arquin. — In Blau eine silberne Lilie, die von zwei sich zu- gekehrten Hirschen gehalten wird; kein Helm, nur eine Krone. Marya Kazimierza d'Arquin de la Orange aus Frankreich war Gemahlin des Königs Jan Sobieski; ihr Bruder: Ludwik erhielt 1685 das polnische Indigenat, hatte in Polen Nachkommen. BawoK — In goldnem (auch wohl anders farbigem) Felde ein schwarzer Ochs (bawot); Helmschmuck: ein gleicher Ochs wachsend. Dieses Wappen führen die: Aulogk, Baruth, Rocewicz, Tyzenhauz, Wol^owski. Berzewicz. — In Blau ein aus einem roten Felsen aufwachsender Steinbock. Dieses Stammwappen wurde den aus Siebenbürgen stammenden Berzewicz 1583 von König Stefan durch den polnischen Adler vermehrt, der in quadriertem Schilde in das erste und vierte Feld gesetzt wurde, in das zweite und dritte Feld kam das Stamm- wappen; Helmschmuck: der polnische weisse Adler. Bes. — In Rot ein schrägerechts gestellter, gestümmelter, silberner Lindenbaum mit drei Wurzeln, auf jeder Seite ein abgehauener Ast mit einem silbernen Blatte; Helmschmuck: ein Busch von schwarzen Hahnen- federn. Die Heimat des Wappens ist Schlesien. Beziski. — In Blau ein aus einem roten Kahne aufwachsender, bewaffneter Mann, der in jeder Hand einen roten Pfeil hält; Helm- schmuck: ein roter Flug. Aus Schlesien. Biatogtowski. — Drei, zu 1 und 2 gestellte Totenköpfe; Helm- schmuck: drei Straussenfedern. Die B. hiessen früher Weiskop, erhielten 1600 das polnische Indigenat. Biatokurowicz. — In rotem Felde zwei silberne Pfeilspitzen über- einander, die obere nach oben, die untere nach unten gekehrt, zwischen beiden ein schrägerechts gestelltes Stück eines Pfeilschaftes, unter der unteren Pfeilspitze ein silberner nach oben offener Halbmond; Helm- schmuck; drei Straussenfedern. Bazyli Biatokurowicz wurde für Aus- zeichnung in dem Kriege gegen Moskau von König Stefan mit diesem Wappen beliehen, das Pociech und auch Pocisk (Wurf mit dem Speer) genannt wurde. — 169 — Bogaty. — Schild rot-blau geteilt, oben zwei schräg gekreuzte Pfeile, unten sechs silberne Münzen, zu 3, 2, 1 gestellt. Bombek. — Schild rot-blau gespalten, rechts ein aufrechter, goldner Löwe, links ein rechter silberner Schrägebalken, belegt mit fünf roten Rosen. Dieses Wappen führen die: Bombek und Matkowski. Borsnicz. — Schild in neun Feldern blau silbern geschacht; Helm- schmuck: ein Teil des Schildes. Heimat des Wappens ist Schlesien. Braun. — In Blau ein von einem silbernen Pfeil durchschossener Bärenkopf, über welchem drei ins Kreuz gelegte silberne Pfeile schweben. Die Braun erhielten 1620 den polnischen Adel und dieses Wappen. Braunschweig. — Schild rot-silbern geteilt, oben ein silberner Löwe, unten drei goldne Sterne. Erhielten 1570 das polnische Indigenat. Ein Zweig nannte sich Milczewski. Breza. — Der Schild durch drei Linien, welche von dem Mittel- punkte nach den beiden Unterecks und nach der Mitte des oberen Schildesrandes gezogen sind, geteilt, rechts rot, links blau, unten silbern; kein Helmschmuck. Aus Frankreich. Brisinowski. — Schild gespalten, rechts schwarz-silbern geteilt, oben ein silberner, unten ein schwarzer Balken, das linke Feld rot ohne Bild; Helmschmuck: zwei Büffelhömer, das rechte schwarz -silbern geteilt, das linke rot. Aus Schlesien. Bronikowski. — In Blau ein silberner, schrägerechts mit der Spitze nach oben stehender Bootshaken (os^ka); Helmschmuck: drei Straussen- federn. Die Br. hiessen ursprünglich von Oppeln, stammen aus Schlesien. Das Wappen wird auch Os^ka genannt. Buchwitz. — Schild golden-schwarz gespalten, ohne Bild; Helm- schmuck: ein wachsender, gekrönter, schwarzer Greif. Aus Schlesien. Cromer. — Sie erhielten 1552 den polnischen Adel mit dem Wappen: in rotem Felde ein naturfarbener Adler, mit aufgeschwungenen Flügeln und einem Lorbeerkranz um die Brust. Dieses Wappen wurde durch Kaiser Ferdinand durch einen roten Querbalken in silbernem Felde vermehrt; es wurde nun der Schild rot-silbern geteilt, oben der Adler wachsend, unten der Balken geführt; Helmschmuck: ein schwarzer, doppelköpfiger Adler wachsend. Czarnecki. — In Blau drei silberne, vorwärts gekehrte Adler, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Die Cz. stammen aus Deutschland, wo sie von Leiligen hiessen, erhielten 1618 das polnische Indigenat. Czeki. — Schild rot -silbern gespalten, rechts ein halber, gold- gekrönter, silberner, an die Teilungslinie gelehnter Adler, links ein auf einem grünen Hügel sitzender, rücksehender schwarzer Hund mit gespaltenem Schwänze und einem Halsband. Die Cz. stammen aus Ungarn, erhielten 1589 das polnische Indigenat. Czirn. — In Rot zwei silberne, stufenförmig zusammengestellte verkürzte, schwebende Pfähle oder Ziegeln; Helmschmuck: Brustbild eines rotgekleideten Mohren ohne Arme, mit weisser Binde um den Kopf. Aus Schlesien. Czochron. — In Silber ein roter, verkürzter Sparren, oben von zwei Eberköpfen, unten von einem Eberkopf begleitet; Helmschmuck: — 170 — auf einem schwarz-silbern gestreiften Brette ein weisses, nach links schreitendes Ross. Czorneborg. — In Blau drei goldne Gabeln, deren Stiele in der Mitte, von einer weissen Rose bedeckt, zusammenstehen; Helmschtnuck: zwei goldne Gabeln. Aus Schlesien. Dalibon — Schild rot-gold gespalten, rechts drei silberne Münzen, zu 2 und 1 gestellt, links ein an den Spalt gelehnter halber, schwarzer Adler; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Aus Schlesien. Deboli. — In Silber zwei aufrechte, nach innen gekehrte goldne Löwen, welche einen blauen Kirchenleuchter halten. Sie stammen aus Frankreich, wo sie de Beaulieu hiessen, erhielten 1662 das polnische Indigenat. Dolaczko. — Ein nach links gekehrter Ritter, in der rechten Hand eine brennende Lunte haltend, in rotem Felde. Stammen aus Sieben- burgen, erhielten 1580 das polnische Indigenat. Dotszkiewicz. — In Rot zwei gekreuzte Säbel, mit den Spitzen nach oben gerichtet, der eine mit, der andere ohne Bügel, begleitet rechts von einem goldnen Stern, links von einem nach auswärts geöffneten Halbmonde. Erhielten 1661 den polnischen Adel. Domagolicz. — Schild rot- schwarz geteilt, unten und oben ein goldner Siegelring, aus dem oberen zwei grüne, nach den Seiten herab- gebogene Eicheln hervorgehend, aus dem unteren eine Eichel gerade hervorragend; Helmschmuck: zwischen zwei rot- schwarz übereck geteilten Büffelhörnem eine grüne Staude mit zwei grünen Blättern und oben drei Eicheln. Erhielten 1642 den polnischen Adel. Donat. — In Gold ein aus einer in dem rechten Obereck befind- lichen, blauen Wolke hervorkommender, links gekehrter, schwarz geharnischter Arm, der ein rotes Herz in seiner Faust hält. Erhielten 1662 den polnischen Adel. Dönhoff (Taf. XIII). — In Silber ein Eberkopf; Helmschmuck: ein halb aufwachsender Eber. Aus Liefland. Dzianott. — In Blau auf grünem Boden eine rote Mauer mit offenem Tor und mit fünf gezinnten Türmen, auf dem grösseren mittleren ein schwarzer doppelköpfiger Adler mit goldnem Schein um den Köpfen; Helmschmuck: ein gleicher Adler. Aus Italien, erhielten 1663 das polnischen Indigenat. Ebert. — In Silber eine schwarze Armbrust, belegt mit einem silbernen, befiederten Pfeile mit blauer Spitze; Helmschmuck: ein Mannesrumpf, schwarz bekleidet mit silbernem Kragen, schwarzer Mütze mit silbernem Stülp mit einer schwarzen Hahnenfeder besteckt. Stammen aus Deutschland, erhielten 1685 das polnische Indigenat. Farensbach. — In silbernem Felde zwei voreinander stehende rote Mauern, jede mit vier Zinnen, unter denen eine goldne Gesimslinie, die hintere Mauer ragt über der unteren um zwei Ziegelreihen hervor; Helmschmuck: zwischen einem schwarzen Adlerfluge ein aufwachsender Mann mit grossem Schnurrbart, blauem, zugeknöpftem Waffenrock, die Hände hinter dem Rücken haltend, auf dem Kopfe einen silbernen, rot aufgeschlagenen Kolpack mit roter Troddel. Stammen vom Rhein, erhielten 1588 das polnische Indigenat. Dieses Wappen führen auch die: Felker. — 171 — Fegesak (auch Vegesack geschrieben). — Schild geteilt, oben in Rot ein aufwachsender, goldner Löwe, unten, ebenfalls in Rot auf grünem Rasen zwei mit den grünen Stengeln sich kreuzende blaue Blumen. Erhielten 15Q7 unter Anerkennung des Adels als Vermehrung des Wappens: in gespaltenem Schilde, in welchem das Stamm wappen, wie oben, in das linke Feld gesetzt wurde, rechts in Blau ein grün- bekränzter wilder Mann, in der rechten Hand einen runden Klöpfel, in der linken einen kleinen Sack haltend; Helmschmuck: wachsender Löwe. Fihauser. — Schild quadriert, in dem ersten und vierten schwarzen Felde auf einer auf grünem Boden stehenden Tonne ein silberner, auffliegender Reiher, im zweiten und dritten goldnen Felde je drei rote Kugeln; Helmschmuck: ein gleicher Reiher auf der Tonne zwischen zwei Büffelhörnem, das rechte rot-golden, das linke gold-schwarz geteilt, jedes in der unteren Hälfte mit den drei Kugeln belegt. Sie stammen aus Deutschland, erhielten 1633 das polnische Indigenat. Flemming« — In Blau ein auf den Hinterfüssen stehender Wolf mit hochgehobener Rute, in den Vorderklauen ein kleines, gezähntes rotes Rad haltend; Helmschmuck: ein Pfauen schwänz. Aus Deutschland. Fogelweder. — In Blau ein Schrägerechts gelegter roter Balken (oder Rittergürtel?), belegt mit vier goldnen Sternen; Helmschmuck: ein bis zu den Knieen aufwachsender Mann in langem Gewände, ohne Kopfbedeckung, mit dem Sternen -Gürtel über der Brust belegt, die rechte Hand in die Seite gestützt, auf der erhobenen linken ein sitzender Habicht. Sie stammen aus Deutschland, erhielten 1589 den polnischen Adel. Gersztorf. — Schild geteilt, oben rot, unten schwarz- silbern gespalten, ohne Bild; Helmschmuck: eine rote, mit Pelz verbrämte Mütze, auf derselben sechs Hahnenfedern. Sie stammen aus Deutschland, erhielten 1641 das polnische Indigenat. Gordon. — Schild blau-golden quadriert, im ersten Felde drei goldne Eberköpfe, im zweiten drei rote Löwenköpfe, im dritten drei rote Halbmonde, im vierten drei silberne Lilien. Stammen aus England, erhielten 1658 das polnische Indigenat. Grzybowski. — In Blau ein silbernes Balkenkreuz, an den vier Enden mit je einem goldnen Stern besetzt, über dem Kreuz ein goldner, nach oben offener Halbmond. Guldenbalk« — In silbernem Felde auf grünem Boden drei Palmen- bäume nebeneinander. Sie erhielten 1632 das polnische Indigenat und gleichzeitig als Wappen -Vermehrung: einen goldnen, gekrönten, schreitenden Löwen, der in der rechten Tatze ein Schwert hält in rotem Felde; Helmschmuck: ein gleicher, doch ungekrönter Löwe. Es wurden in quadriertem Felde das Stammwappen der Guldenbalk von Holt, also die drei Palmbäume in das erste und vierte, der Löwe in das zweite und dritte Feld gesetzt. Sie stammen aus Livland. Guttry* — Schild geviert, im ersten und vierten Felde in Silber ein roter Löwe, im zweiten und dritten in Blau eine aufgerichtete, goldne Garbe; Helmschmuck: ein wachsender goldner Löwe mit der Garbe in der Tatze. Sie nahmen wohl später das Wappen Sas an. Sie stammen aus Schottland, erhielten 1673 das polnische Indigenat. — 172 — Gwagnyn. — Schild geteilt, das obere Feld golden-rot gespalten, rechts ein schwarzer, doppelköpfiger, gekrönter Adler, links der gekrönte polnische weisse Adler, mit den verschlungenen Buchstaben SA. auf der Brust, das untere Feld ist Schrägerechts silbern-rot geteilt, unten ohne Bild, oben ein Igel. Erhielten 1571 den polnischen Adel. Haydes. — In silbernem Felde auf grünem Boden ein abgestumpfter Baumstamm, links mit einem, rechts mit zwei gestümmelten Ästen, an denen je ein grüner Zweig, um den Baum ist der untere Teil eines Schrägerechts gestellten Ankers gelegt; Helmschmuck: zwischen offenem Fluge ein Schwertarm. Sie stammen aus Deutschland, hiessen dort von Oenderych- Haydes, erhielten 1540 und 1576 das polnische Indigenat. Helt — In schwarzem Felde ein linker, silberner Schrägebalken, belegt mit einem nach oben gerichteten roten Pfeile; Helmschmuck: Kopf und Hals eines schwarzen Jagdhundes, der Hals belegt mit dem Balken, dieser mit dem Pfeil. Sie stammen aus Deutschland, erhielten 1569 den polnischen Adel. Hendreich, — In Blau ein silberner Querbalken, durch den drei silberne Pfeile und zwar zwei über den dritten gekreuzt, gesteckt sind; Helmschmuck: ein die drei Pfeile haltender, geharnischter Arm. Sie stammen aus Deutschland, erhielten 1631 und 1654 das polnische Indigenat. Kalkreufen — In silbern -schwarz gespaltenem Schilde zwei ins Andreaskreuz gelegte, goldne, zweizinkige Gabeln; Helmschmuck: eine silbern -schwarz gekleidete f^rauengestalt, in jeder Hand eine Gabel. Stammen aus Schlesien, erhielten 1676 das polnische Indigenat. Katmucki. — In grünem Felde ein goldner Löwe, in der Mitte von einem Pfeile von oben nach unten schrägerechts durchbohrt, in der rechten Vordertatze ein aufrechtes Schwert haltend; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Erhielten 1675 den polnischen Adel. Kanon. — In silbernem Schilde ein blaues Schildeshaupt, in welchem eine goldne Rose, auf jeder Seite derselben ein goldner Stern. Sie stammen aus Burgund, waren schon 1640 in Polen. Kantakuzen. — In Gold ein gekrönter, doppelköpfiger, schwarzer Adler. Sie stammen aus Griechenland, kamen 1636 nach Polen. Kierto. — In Blau drei goldne, feuerspeiende, goldne Löwenköpfe, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: ein aufwachsender Löwe oder zwei über Kreuz gelegte Jagdhörner mit silbernen Beschlägen, mit silbernem Bande zusammengehalten. Sie stammen aus Sachsen, ihr Stammwappen waren die Jagdhörner; als Ludwig Kierfo in dem Kriege der. Deutschen gegen die Franzosen einen feindlichen, vornehmen Ritter, der einen Löwenkopf im Wappen führte, getötet hatte, erteilte ihm der Kaiser Rudolf um 1300 als Wappenvermehrung einen Löwenkopf, die Jagd- hörner wurden in den Helmschmuck gesetzt. Sie erhielten 1528 das polnische Indigenat und als Wappenvermehrung noch zwei weitere Löwenköpfe. Dieses Wappen wurde Ptomienczyk Sowity genannt. Kierszejsztein. — In rotem Felde ein senkrechter Eichenstamm, rechts mit zwei, links mit drei Astenden, an welchen sich links ein aufrechter, goldner Löwe mit den Vordertatzen stützt, rechts vom Eich- stamm zwei goldne, nach links gekehrte Hirschköpfe mit Hals, über- — 173 — einander; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz zwischen zwei Adlerflügeln. Die K. stammen aus Deutschland, wo sie Kirschenstein hiessen. Die Hirschköpfe waren ihr Stammwappen, das 1437 durch den Löwen mit dem Eichenstamm von Kaiser Sigismund vermehrt wurde. Sie kamen über Preussen um 1550 nach Samogitien und erhielten das Indigenat für Lithauen und Polen. Nach dem Vornamen Kryszpin des mit dem Indigenat Beliehenen, nannten sich dessen Nachkommen mitunter auch nur Kryszpin und es wurde dies der Name des Wappens. Kleszczynski. — In Rot ein silberner Greif, der in der rechten Tatze ein goldnes Kreuz hält; Helmschmuck: zwei gekreuzte Beile vor drei Straussenfedem. Maciej Puttkamer trennte sich von seiner Familie, die ihn unter Kuratel halten wollte, weil er katholische Andachten besuchte, änderte sein Wappen in den silbernen Greif um, trat in polnische Kriegsdienste und nannte sich Kleszczynski; vom Reichstage 1685 erhielt er das polnische Indigenat und von König Jan Sobieski für Kriegs-Auszeichnung als Wappenvermehrung das Kreuz und die beiden Beile, auch wurde der angenommene Name K. bestätigt. KoniAski. — Schild rot- silbern gespalten, in jedem Felde ein Jagdhorn von gewechselter Tinktur, das vordere gestürzt; Helmschmuck: ein wachsender, geharnischter Ritter, in jeder Hand ein Hom. KreezyAski. — In Blau ein schwarzer Pfeil; Helmschmuck: ein Hirschgeweih von acht Enden, das rechte Hörn schwarz, das linke blau. Sie stammen aus Schlesien, erhielten 1685 das polnische Indigenat. Dieses Wappen führen auch die Mokrski. Kr^ki. — In schwarzem Felde unter einem Baum stehend ein weisser Jagdhund mit goldnem Halsbande. Sie kamen um 1650 nach Polen aus Schlesien, wo sie Nadelwicz hiessen, wie auch dieses Wappen genannt wird. Kruszowski. - In blauem Felde ein aufrechter Bär, der zwei bis zur Hälfte in den Hals, von rechts und links geschossene Pfeile hat; Helmschmuck: ein gleicher Bär. Sie kamen aus Ungarn, wo sie Nedecki hiessen, um 1540 nach Polen. Knizer. — In blauem Felde drei schwebende silberne Sparren übereinander, begleitet oben von zwei silbernen Bechern, unten von einem Becher .Sie stammen aus den Niederianden, wo sie Croser hiessen, erhielten 1683 das polnische Indigenat. Kur. — In rotem Felde auf schwebendem grünen Boden ein silberner Hahn mit goldnem Kamm und goldnen Lappen; Helmschmuck: ein gleicher Hahn (Kur). Über den Ursprung des Wappens ist nichts bekannt, der Hahn gilt als Sinnbild der Wachsamkeit. Dieses Wappen führen die: HorodyÄski, Karszenski, Kurak, Kurek, Kurkowski, Kurski, Kurzewski, Szaprowski. Lacyozy. — Schild quadriert, im ersten und vierten Felde in Silber je ein gekrönter, schwarzer Adler, im zweiten und dritten Felde in Blau je drei goldne fünfstrahlige Sterne zu 2 und 1 gestellt. Erhielten 1673 das polnische Indigenat. Laussen (Lauson). — Ein Sparren, in der Spitze mit einem Stern belegt, von drei Oranatkugeln begleitet; Helmschmuck: ein Stern. Erhielten 1685 den polnischen Adel. — 174 — LembiAski. — Ein nach oben offener Halbmond von zwei senk- rechten Pfeilen von oben nach unten durchschossen, überhöht rechts und links von je einem Stern; Helmschmuck: ein Halbmond, die Spitzen mit je einem Stern besetzt. Lindenowski. — Schild schrägelinks geteilt, unten von Silber und Blau viermal schrägelinks gestreift, oben in Rot ein wachsender, goldner Löwe; Helmschmuck: der Löwe wachsend zwischen zwei rot und blau quergestreiften Büffelhömern. Linkiewiez (L Pozhorski). — Ein an dem rechten unteren Balken gestümmeltes Doppelkreuz auf einem Hügel. hah^ki. — In rotem Felde ein querliegendes, mit der Spitze links gekehrtes Schwert, auf welchem ein gestürzter goldner Halbmond ruht. Megieln. — Schild quadriert, im ersten Felde drei Sterne, im zweiten ein Hufeisen mit Kreuz, im dritten ein halber Adler, im vierten vier Monde. Nobilitiert in Brandenburg 1672 als Megelin von Weissenbach, erhielten 1673 das polnische Indigenat. Melcyan. — Schild gespalten, rechts in Blau zwei graue Hasen- köpfe untereinander, links in Silber ein roter Baumstamm, auf welchem auf drei roten Weinblättern zwei blaue Weintrauben liegen; Helmschmuck: drei Pfauenfedern. Aus Schlesien, dort Maltzan genannt. Mikusz. — Schild blau-rot quardriert, im ersten und vierten Felde je drei silberne Lilien zu 2 und 1 gestellt, im zweiten und dritten Felde je drei silberne Querbalken; Helmschmuck: innerhalb eines offenen Adlerfluges eine silberne Lilie. Aus Schlesien. MIekicki. — Schild gespalten, vorne ein Löwe, hinten ein nach oben offener Halbmond, besetzt mit einem durchkreuzten Heileisen. Mocarski. — In rotem Felde im Schildesfuss ein blauer FIuss, an welchem rechts ein grüner Baum steht, dessen Gipfel links von einem goldnen Sterne begleitet ist. Mohy}a. — In rotem Felde zwei nackte, schrägegekreuzte, mit den Schneiden nach unten gerichtete Säbel, deren Spitzen einen kleinen Kreuzbalken haben; Helmschmuck: ein gleicher Säbel gekreuzt mit einem Feldherrnstabe. Es ist das Stammwappen der Wallachischen Hospodarenfamilie Mohyla, die 1593 das polnische Indigenat erhielt und nach dem Verluste des Thrones 1612 ganz nach Polen übersiedelte. Dieses Geschlecht ist erloschen, es führen dieses Wappen aber die: Maruchowicz und Stabniewicz. Montelupi. — Schild rot-golden quadriert, in dem ersten und vierten Felde je ein silberner Adler, in dem zweiten Felde ein Berg, in dem dritten drei Flüsse, von oben nach unten fliessend. Sie stammen aus Florenz, erhielten um 1580 das polnische Indigenat, nannten sich dann Wilczogörski. Morykoni. — Schild gespalten, rechts ein das Feld ausfüllendes, wallendes Meer, das vop drei silbernen, schmalen Querstreifen in gleichen Abständen überzogen ist, links in Silber ein schwarzer, ge- krönter, einköpfiger, heraldischer Adler, mit einem schrägerechten blauen Bande über der Brust, das mit drei goldnen Sternen belegt ist; zwei Helme, auf dem rechten ein nach links gekehrter, wachsender weisser Windhund, auf dem linken ein Mohrenkopf mit weisser Binde. Sie stammen aus Italien, erhielten 1673 das polnische Indigenat. — 175 — Muelverstedt. — In Oold ein halber, roter Hirsch; Helmschmuck: ein goldner, schwarzbefiederter Vogelfuss, aufwärts gekehrt, eine goldne Kugel haltend. Sie stammen aus Thüringen, kamen um 1490 nach Preussen. Muryson. — In Silber drei Mohrenköpfe, zu 2 und 1 gestellt. Sie stammen aus Orossbritannien, erhielten 1676 das polnische Indigenat. Necz. — In Gold drei silberne Halbmonde zu 2 und 1 gestellt, Ober jedem Monde eine schwebende, rote Kugel; Helmschmuck: ein silbernes und ein rotes Büffelhorn. Sie stammen aus Schlesien, er- hielten 1601 das polnische Indigenat. Neysztad. — In Schwarz ein goldner Querbalken, begleitet von drei goldnen Rosen. Sie stammen aus Deutschland, aus der Grafschaft Mark, erhielten 1673 das polnische Indigenat. Nosadyni. — Schild blau -rot gespalten, rechts ein von zwei goldnen Löwen gehaltener, auf grünem Boden stehender Wallnuss- baum, auf dem ein Reiher steht, der in der rechten Hand einen Stein hält, links der gekrönte polnische weisse Adler; Helmschmuck: ein gleicher Reiher. Sie stammen aus Venedig, erhielten 1673 das polnische Indigenat Oderski. — In Blau ein goldnes Rad; Helmschmuck: ein gleiches Rad. Sie kamen aus Schlesien um 1640 nach Poln. Preussen. Olszewski. — Ein geharnischter Arm, der eine Lanze mit aus- gezacktem Fähnlein hält; Helmschmuck: drei Straussenfedem zwischen zwei Lanzen. Sie stammen wohl aus Deutschland, wo sie Wegier hiessen, sich in Preussen um 1650 Olszewski nannten, nach Masowien übersiedelten. Orla gtowa (Taf. XIV). — In goldnem Felde ein schwarzer Adler- kopf (orla gtowa) mit Hals und einem Teil der Brust, mit offenem Schnabel und ausgeschlagener Zunge; Helmschmuck: das Wappen- bild. Dieses Wappen führen die: Owozdziedd, MySIaiiski, Nasierowski, Oppersdorff, Pikolar, Stablowski. Es führen das Wappen jedoch verändert die Oppersdorf, die 1663 das polnische Indigenat erhielten: den Adlerkopf silbern und gekrönt in Rot. Pachotowiecki. — Stanistaw P., des Wappens Röwnia, zeichnete sich 1581 bei dem Sturme auf Pskow aus, erklomm zuerst die in die Mauer geschlossene Bresche, verjagte den Feind von dort, drängte die nach dem Turm der Festung Entfliehenden nach der Stadt, wo sie eingeschlossen waren. Durch sein Wagnis trug er wesentlich zur Einnahme der Festung bei. Dafür erhielt er vom König eine Wappen- vermehrung: in dem gespaltenen Schilde vorne in Rot ein halber, an die Teilungslinie gelehnter, gekrönter weisser polnischer Adler, links das Wappen Jelita, zu welchem der Hetman Zamojski ihn annahm; auf dem Schilde drei Helme, auf dem mittelsten ein Pfauenschwanz, belegt mit dem Stammwappen Röwnia mit dem Halbmond und drei Sternen, auf jedem der beiden Nebenhelme ein runder, gezinnter Mauerturm, der rechte mit drei zu 2 und 1 gestellten, der linke ohne Öffnungen, auf jedem Turme ein senkrechter Fahnenstock mit einer nach auswärts flatternden langen Fahne, auf der rechten das Wappen - 176 - des Königs, d. i. drei Wolfszähne, auf der linken das Wappen Jellta. Dieses neue Wappen wurde Pskowczylc genannt. Peretyatkowicz. — Krzysztof P. wurde für Tapferkeit vom Reichs- tage 165Q nobilitiert und erhielt als Wappen: in blauem Felde ein silbernes, gesatteltes und gezäumtes, laufendes Ross, dessen Kopf und Mähne mit je einem goldnen Stern besetzt sind; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen führen auch die: Perkowski. Pernus« — In Blau ein schrägerechter, silberner Balken, belegt mit drei Birnen, jede halb rot, halb gold und mit einem Stengel mit zwei Blättchen; Helmschmuck: Kopf und Hals eines silbernen Hahnes. Sie stammen aus Böhmen, wo sie Kippenhan hiessen, erhielten 1589 das polnische Indigenat. In Zweigen nannten sie sich: Pyrnus, Spim, P^tkowski. Petrowski. — In Blau ein roter, mit einem silbernen Schlüssel belegter, rechter Schrägebalken, oben und unten von je einem goldnen Stern begleitet; Helmschmuck: ein gleicher, senkrechter Schlüssel inner- halb eines Fluges. Ptaga (Plagga). — Ein wachsender, geharnischter Mann mit einem Schwerte in der Rechten, am rechten Schildesrande ein nach innen geöffneter Halbmond; Helmschmuck: ein geharnischter, hauender Schwertarm. Eine Linie führt: einen Schrägebalken, belegt mit drei nach oben geöffneten Halbmonden; Helmschmuck: ein Halbmond, dahinter ein belaubter Baum. Podchociwski. — Sie erhielten 1633 den polnischen Adel, als Wappen: in Rot der weisse polnische Adler mit dem Wappen Snopek auf der Brust. Pogorski. — In Rot ein goldner Hirschkopf mit Hals, der in einen Fischschwanz endet; Helmschmuck: das Wappenbild. Aus Schlesien 1500. Dieses Wappen führen auch die: Rudzki. Potota. — In rotem Felde ein schwebender, nach links gekehrter nackter Arm, welcher Schrägerechts von unten nach oben von einem Pfeil durchbohrt ist und in der Hand eine brennende Fackel hält; Helmschmuck: zwei nebeneinander stehende Türme, jeder mit zwei Luken und einem spitzen Dach, aus den äussersten Luken der Türme weht je eine aufrechte Fahne. Dieses Wappen wurde von König Stefan an Walentyn Wqs verliehen, welcher bei dem Sturme auf Potock 1579 mit grossem Wagnis eine brennende Fackel unter einen Turm legte, dabei durch einen Pfeil in den Arm verwundet wurde. Der Beliehene nahm den Namen Pototynski an, das Wappen wurde PoJota genannt. Dasselbe führen die: Bursztin, Pcrfotyfiski, Pomaski. Raes. — Schild schwarz -rot gespalten, rechts ein silbernes Hoch- kreuz, dessen oberer, rechter und linker Arm jeder mit drei Quer- sprossen, der untere Arm mit fünf Sprossen durchkreuzt ist, links drei silberne, rechte Schrägebalken; Helmschmuck: ein schwarzer und ein goldner Adlerflügel, beide sich halb deckend, die Schwingen nach links gekehrt. Sie stammen aus dem Herzogtum Luxemburg, kamen 1642 nach Polen. Dieses Wappen führen auch die: Przedwojewski. Rarowski. — In Rot sechs goldne Ziegeln, zu 3, 2 und 1 (wohl auch zu 1, 2 und 3) gestellt; Helmschmuck: zwischen zwei mit den - 177 ^ Köpfen einander zugekehrten, den Schwanz nach oben richtenden Delphinen, der rechte rot, der linke silbern, ein Reichsapfel mit Kreuz. Ober den Ursprung wird gesagt: Als im 11. Jahrhundert die Türken die Stadt Budzynia in Kroatien sich angeeignet hatten, unternahm ein Ritter Rhor mit der ihm untergebenen kaiseriichen Mannschaft einen Sturm auf die Stadt, bestieg als einer der ersten die Stadtmauer und Hess diese durch Herunterwerfen von Ziegeln ersteigbarer machen. Dafür erhielt er vom Kaiser dieses Wappen, die Ziegel sollen an die Abbrechung der Mauer erinnern, der Reichsapfel sollte als Zeugnis gelten, dass die Stadt durch die Heldentat des Rhor dem Kaiser wieder- gewonnen war. — Jan Rohr (Rohr, Ror) aus Schlesien erhielt 1580 das polnische Indigenat, nannte sich Rarowski. Rotermund, — Ein rechter Schrägebalken, oben von einem schräge- rechten Pfeil, unten von einem schrägerechts nach oben schwimmenden Karpfen begleitet. Stammen aus Böhmen, erhielten 1585 das polnische Indigenat. Salamandra (Taf. XV). — In blauem oder auch silbernem Felde ein Flammenfeuer, in dessen Mitte sich ein nach links gekehrter Sala- mander befindet; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Der Sage nach wurde dieses Wappen von dem böhmischen Fürsten einem seiner Ritter erteilt, der das von giftigen Schlangen verheerte Böhmen von diesen durch Anwendung von Feuer, durch dessen Rauch die Tiere betäubt wurden und dann gefahrios getötet werden konnten, befreit hatte. Es wurde dieses Wappen, das nach dem Wappenbilde Sala- mandra genannt wurde, Ende des 15. Jahrhunderts in Polen ein- geführt. Dasselbe führen die: Chrz^sz, Deszkowski, Kaszyc, Kaszycki, Pielesz, SatnpoH/iski. Schampach. — In Orün ein goldner Löwe, ohne Krone, in der rechten Pranke ein Schwert, in der linken eine weisse, heraldische Rose an einem Stengel haltend; Helmschmuck: ein wachsendes Einhorn. Sie stammten aus Deutschland, erhielten 1633 das polnische Indigenat. Schlichting, — In Silber ein schwarzes Hirschgeweih von zehn Enden, auf dessen Spitzen eine Hirschstange von vier Enden ruht; Helmschmuck: drei Reiherfedern. Ursprünglich deutsches Geschlecht, erhielt 1567 in Polen von König Zygmunt August Anerkennung und Erneuerung des Adels. Sierpy. — In rotem Felde ein aus dem linken Schildesrande aus Wolken ragender mit weissem Ärmel bekleideter Arm, dessen Hand drei Sicheln (sierpy) hält, die fächerartig mit den Griffen nach unten, mit den Schneiden nach links gekehrt stehen. Dieses Wappen führen die: 5ierp und Sochafiski. Stodkowski. — In Rot ein halber, nach unten offener, goldner Ring, oben besetzt mit einem goldnen, nach oben gerichteten, befiederten Pfeil, unter dem Ringe eine silberne Rose mit vier schwarzen Butzen; Helmschmuck: fünf Straussenfedern, von einem Pfeil wagerecht durch- schossen. Die Slodkowski stammen aus dem Fürstentum Siewiers, das Wappen wird Gnieszawa genannt. Snopek. — In grünem Felde eine aufrechte, goldne Garbe (snopek). Es ist das Stammwappen der polnischen Könige aus dem schwedischen Hause Wasa (1587—1668). V. Zernicki, Die polnischen Stammwappen. 12 -- i76 -^ Sottyk. — In silbernem Felde ein schwarzer Adler mit einer goldnen Krone um den Hals und mit einem aus der Brust, oberhalb des rechten Flögeis herauswachsenden Ritterarm , dessen Hand einen krummen Säbel schwingt. Es ist dies das alte Wappen Preussens. Die Soliyk stammen aus dem alten Preussen, kamen über Polen nach Russland, von dort um 1580 nach Polen wieder zurück. SowiAski. — In Blau ein goldnes, nach oben offenes Hufeisen (podkowa); Helmschmuck: drei Straussenfedem. Die Sowihski erhielten 1591 den polnischen Adel und dieses Wappen, das Podkowa genannt wird. . Stojenski. — In blauem Felde zwei silberne, gestürzte Pfeile und in deren Mitte ein gestürztes Schwert fächerförmig zusammenstehend; Helmschmuck: ein senkrecht stehender Anker. Sie stammen aus Frankreich, wo sie Statorius hiessen, erhielten 1591 das polnische Indigenat. Stoma. — In Blau ein goldnes, lateinisches H, dessen Mittellinie mit einer halben, silbernen Lilie besetzt ist. Die Stoma stammen aus Samogitien, wo sie Stuman hiessen. Dieses Wappen führen auch die: Nomicki. Szwarcwald (Schwarzwald). — Schild schwarz -blau geteilt, oben ein goldner Eichenzweig mit drei Eicheln und zwei Blättern, unten ein rechtsgekehrter, goldner Löwenkopf mit ausgeschlagener Zunge. Die Szwarcwald stammen aus Preussen, erhielten 1658 das polnische Indigenat. Trach I (Taf. XV). — Schild blau -silbern gespalten, rechts liegt auf der Spaltlinie ein goldner, geflügelter Drache, den Kopf und die zwei Füsse nach oben gerichtet, den Schwanz aufgebogen und in einer Pfeilspitze endend, in dem linken Felde drei rote, rechte Schräge- balken; Heimschmuck: fünf Straussenfedem. Dieses Wappen stammt aus Schlesien, dasselbe führen die: Brzeski, Gninski, Proski, Trach, Traczewski, Zel^cki. Trach IL — In Rot ein silberner Adler mit einem^ Hahnenkopf. Dieses, aus Schlesien stammende Wappen führen die: Zak. Trzy Butawy. — In blauem Felde ein linker, silberner Schräge- balken, belegt mit drei goldnen Lilien und besteckt oben mit zwei goldnen, halben Feldherrnstäben (buiawy), unten mit einem Feldherm- stabe. Dieses Wappen stammt aus Ungarn, dasselbe führen die: Karboth, Moczarski, Supiiiski. Twardost. — In rotem Felde ein silbern -blau geschachtes Herz. Dieses Wappen führen die: Juszynski. Unrug. — In Gold ein roter, doppelschweifiger Löwe; Helm- schmuck: ein Mahlstein, oben mit drei Straussenfedem besteckt, umfasst von zwei roten Löwentatzen. Die Unmg stammen aus Deutschland, wo sie Unruh hiessen, kamen 1594 nach Polen. Wal. — Schild gold- silbern gespalten, rechts ein halber, an den Spalt gelehnter schwarzer Adler, links ein schwarzer Querbalken, oben und unten mit je drei roten Spitzen besetzt. Sie stammen aus Danzig, schrieben sich dort Wahl, erhielten 1658 das polnische Indigenat. Walbach. — Schild gold -blau gespalten, vorne ein schwarzer einen Felsen hinaufspringender Steinbock, links ein silberner Fluss, - 170 - senkrecht oder auch Schrägerechts laufend; Helmschmuck: ein Pfauen- schwanz. Sie stammen aus Deutschland, wo sie Wolbach, auch Wolbock hiessen. Sie erhielten 1569 den polnischen Adel. Ein Zweig nannte sich BartliAski, nahm aber das Wappen Sowka an. Waxman. — In Gold eine rote, gezinnte, mit drei Schiessscharten versehene Mauer, aus der ein silbern gerüsteter, bärtiger Mann aufwächst, den linken Arm in die Hüfte gestützt, mit dem rechten ein Schwert schwingend; Helmschmuck: ein gleicher, aufwachsender Mann. Sie stammen aus der Schweiz, erhielten 1569 den polnischen Adel. Dieses Wappen, das Zbroyny Mqi (bewaffneter Mann) genannt wird, führen auch die: Szotkiewicz. Wegner. — Schild rot- silbern geteilt, oben ein wachsendes, silbernes Einhorn, unten zwei schwarze Pfähle, zwischen denen eine rote Rose. Sie sassen in Preussen, wo sie Wegnern hiessen, erhielten 1635 den polnischen Adel. W^grzynowicz. — In Rot ein goldner Löwe, überhöht von drei goldnen Sternen nebeneinander; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Weselini. — Schild blau -silbern geteilt, oben ein auf der Teil- linie li^ender, roter Seehund mit silbernem Schwänze, mit beiden Pfoten sich an einem auf der Teillinie stehenden Baumstumpf haltend, an den er mit einer Kette um den Hals gefesselt ist, unten ein rechts gekehrter Fisch; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Die Weselini stammen aus Siebenbürgen, erhielten 1590 das polnische Indigenat. Wesota, Wappen. — In Blau, auch wohl in Schwarz ein rechter Schrägebalken, in zwei Reihen silbern-rot geschacht; Helmschmuck: drei Straussenfedem. Dieses, auch Gaudium genannte Wappen führen die: Wiese. Wiehert. — Schild silbern -blau quadriert, im ersten und vierten Felde ein aufgerichteter Pfeil, im zweiten und dritten Felde drei silberne, zu 2 und 1 gestellte Sterne. Sie erhielten 1667 den preussischen, 1686 auch den deutschen Reichsadel und auch 1686 das polnische Indigenat. Wilcza Gtowa, Wappen. — In Blau ein Wolfskopf (wilcza gtowa). Dieses Wappen führen die: Klein (Kleyna), welche 1662 den polnischen Adel erhielten. Wilkaniec. — In Blau ein nach unten offenes Hufeisen, oben besetzt mit einem Kreuze, unter dem Hufeisen ein Wolfskopf. Wilmowski. — Schild geteilt, oben in Schwarz ein goldner Löwe, unten golden -rot gespalten mit zwei einander zugekehrten, gestürzten Jagdhörnern in gewechselten Farben mit schwarzen Schnüren; Helm- schmuck: der Löwe wachsend zwischen zwei schwarzen Büffelhömern. Die Wilmowski hiessen ursprünglich Skoczowski, erhielten als solche 1553 den polnischen Adel. Winter. — Schild gespalten, rechts in Gold ein blauer, linker Schrägebalken, belegt mit zwei goldnen Sternen, links in schwarzem, mit silbernem Gitter durchzogenen Felde ein goldner Querbalken; Helmschmuck: ein wachsender Adler mit einem Eichenzweige im Schnabel. Die Winter sassen in Thorn, erhielten 1632 den deutschen Adel als Winter von Stemfeld, 1658 das polnische Indigenat. 12* - 180 - Winter. — In Blau auf natürlichem Boden links ein trockner Baum, rechts ein nach links schreitender, geharnischter Mann, der mit der linken Hand den Baum fasst, mit der rechten ein Beil schwingt. Die Winter erhielten 1650 den schwedischen Adel, dann 1659 das polnische Indigenat und gleichzeitige Wappenvermehrung: Schild ge- spalten mit einem Herzschild, in welchem in Silber die goldnen Buch- staben J. C (Joh. Casimir), über dem Herzschild eine goldne Königs- krone, in dem rechten rothen Felde über einem mit drei goldnen Sternen belegten linken, wohl blauen Schrägebalken ein aus Wolken am rechten Schildesrande hervortretender Schwertarm, unter dem Balken ein Knksgekehrter, goldner, gekrönter Löwe, im linken Felde das Stammwappen: Mann und Baum. Wizemberg. — In blauem Felde zwei schwarze, goldgekrönte, mit goldnem Halsband versehene Füchse mit hochgehobener Rute, welche nebeneinander, einer den andern halb deckend, einen vom halben Schildesfuss bis zum halben rechten Schildesrande reichenden Felsen- berg hinauflaufen; Helmschmuck: ein schwarzer, aufwachsender Hirsch innerhalb eines schwarzen Fluges. Z^by, Wappen (Taf XV). — In rotem Felde eine silberne Wolfs- Kinnlade mit drei auf der linken Seite derselben befindlichen, über- und nebeneinander stehenden Zähnen (Z^by). Es jst dies das Stamm- wappen des Königs Stefan Batory (1576—86). Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Vitus, der um QOO in Ungarn lebte, tötete einen Drachen, der in den Sümpfen beim Schlosse Eczed sich aufhielt und in der Umgegend grossen Schaden anrichtete, mit seinem Spiesse, nachdem er ihn dreimal vergeblich angegriffen hatte. Für seine Tat erhielt er die drei Drachenzähne (also nicht Wolfszähne) ins Wappen, den genannten Landesstrich als Eigentum, und wurde fortan Bator, d.i. im Ungarischen = Magnanimus, genannt. Das Wappen Z^by wird auch mit Trzy Z^by (drei Zähne) und mit Wilcze Kty (Wolfs- zähne oder Hauer) bezeichnet. Die Namen der aufgeführten Wappen, unter Hinweis auf die Seitenzahl. Abdank . . . . 14 Absziang . . . . 153 Achinger . . . . 167 Akszak . . . . . 146 Alabanda . . . 15 Alba Luna . . . 16 Amadej . . . . 16 Amadrow . . . . 16 Ancuta . . . , . 147 Awdancz . . , . 14 Baran. . . . , . 37 Baiyczka . . , . 160 Bawot . . . . . 168 Baybuia . . . , . 147 Beczka . . . , . 147 Beiina . . . . . 16 Betty . . . . . . 16 Berszten . . , , . 100 Biata . . . . , 21 92 Bialynia . . . . . 17 BIbersztein . . , . 17 Bielikoicz . . . 147 Bielina . . . . 55 Bielizny . . . . 55 Bogoiya . . , . . 17 Bokij . . . . . 160 Bole^cic . . , . . 34 Bolesta . . . , . 34 Boleszczycy , , , 34 Bonarowa . . . 100 BoAcza . . . . . 18 Boreyko . Borzym . Boycza . Boiawola Boieniec Boiezdarz Bradacice Bratna Bratczyc . Bratkowskl Brochwicz Brodzic . Brög . . Bronic . Brudne Misy Brzuska . Budwicz Budzisz . Buyny . Bychawa Bzura . . Chaby . Charyton Chocimirski Cholewa Chom^to Chorqg^ie Cielqtkowa Cielepele Cietrzew CioJek . . 147 . 24 . 18 . 18 . 162 . 100 . 58 . 155 . 58 . 148 . IQ . 19 . 45 . 148 . 75 . 148 . 100 . 62 . 83 . 63 . 46 . 96 . 148 . 160 . 20 . 108 . 160 . 20 . 62 . 108 . 21 Czasza . Czawia . Czerwnia Czewa . Czwalina D^b . . D^browa D^browski Dangiel . D^bno . D^borög Dekaloga Denis Deszpot . Doliwa . DoJ^ga . Donhoff . Drobysz . Drogomir Drogostaw Druck Druiyna . Drya . . Drzewica Duboroch Dulicz . Dziatosza Dzi^ciöf . Edele . . Gqska . Gaudium . 39 . 50 . 21 . 50 . 65 . 21 . 21 . 134 . 101 . 22 . 101 . 44 . 161 . 158 . 23 . 24 . 170 . 148 . 24 . 24 . 161 . 25 , 25 . 25 . 101 . 161 . 26 . 129 . 96 . 62 . 179 — 182 — G^s 62 Oeschaw . . .101 Oewdancz ... 14 Gieralt .... 59 Oieysz . . . .148 Gieysztor . . .148 Oieysztowt. . .149 Gin Witt .... 149 Gissa 112 Glaubicz ... 26 Gleszyn .... 44 Gtowa Bawola . 149 Glowa Trupia. . 26 Gnieszawa . . . 1 77 Godula .... 17 Godziemba . . 26 Gotqb .... 123 Gol^bek. . . .110 Gotocki .... 112 Gofpacz .... 90 Gonczy . . . .113 Gozdawa ... 27 Gozdowo ... 27 Gozdzic. ... 27 Grabie .... 28 Groty 28 Gryf 28 Gryzima. ... 29 Grzymate ... 30 Gzdow .... 27 Habdank ... 14 Haki 149 Haubicki . . .110 Helm ..... 31 Herburt .... 31 Hibrida . . . .120 Hippocentaurus 144 149 Hotobok ... 31 Hotownia . . .149 Hospody Wogostaw 164 Hrybun . . . , . 147 Hurko . . , . . 149 Hutor . . . , . 149 Ibrida . . . . . 100 Isiora. . . . , . 150 Jacyna . . . . 150 Janina . . . . 32 Jasienczyk . . . 33 Jasieniec. . . . 33 Jasieniecki . . . 150 Jasiona . . . . 33 Jastrz^biec . . . 33 Jaxa . . . . . 29 Jelce . . . , . 148 Jelen . . . . . 19 Jetita . . . . . . 35 Jei. . . . . . 36 Jezierza . . . . 36 Jünczyk . . . . 150 Junosza . . . . 36 Kaganiec . . . 114 Kaja . . . . . 76 Kamiona . . 34 Kaniowa . . 34 Kara . . . , . 147 Kar^ga . . . . 150 Karp . . . . . 150 Kierdeja . . . . . 37 Kietiicz . . ' 101 102 Kirkor . . . . 150 Kita . . . . . . 152 Kizinek . . . . . 102 Kiamry . . . . . 151 Kiucz. . . . . . 33 Klucz rozdarty . 151 Ktopot . . , , . 31 Kniai. . . . , . 153 Kniainin . , . . 153 Knieja . . , , . 65 Kocina . . . . . 28 Koilenczyk . . , . 158 Kolumna . ,79 144 Kotda . . . . 59 Kotka. . . . . 91 Kotontaj . . . . 151 Komar . . . . 151 Komnaty . . . . 87 Komoniaka . . . . 151 Konczyc. . . . . 102 Kopacz . . . , . 90 Kopasina . . . . 38 Korab . . . , . 38 KorcT^k . . . . . 38 Komic . . . . . 164 Korona . . . . . 127 Korsak . . . . . 151 Korwin ... 4 83 • Korybut. . . . , 151 Korzbok. . . . . 41 Kos . . . . , . 115 Ko§ciesza . . , 41 Kostrowicz. . . . 78 Kostrowiec. . . , 152 Kosy , 42 Kot .... , , 42 Kotwica 149 151 162 Kotwicz ... 4 i2 43 Kownaty . . , . 87 Kownia . . . , , 43 Kozieglowy . . , 99 Koziet . . . . 152 • Kozika . . . . . 164 Kozlarög . . . , 36 Kroje . 43 Kruczyn . . . , . 44 Kruki , 147 Kruniewicz . . , . 152 Krupka . . . . . 102 Kryszpin . . . . 173 Krzywasn . . , . 25 Krzywda . . . . 43 Krzy wosqd . . . , 55 Krzyz . 44 Krzyzostrzal . , , 152 183 Ksi^iyc . . . . 132 Mi^szaniec . . . 51 Ogonczyk . . , . 57 Ksi?iyciGwiarzdyl32 Mikulicz. . . . 153 Okminski . . , . 155 Kucze . . . . 20 Milan. . . . . 83 Oksza . . . . . 58 Kudborz. . . . 34 Modzeie . . . . 18 Olawa . . . . 59 Kudbryn . . , ■. 34 Mogita . . . . 154 Oliwa . . . , . 59 Kuna .... . 136 Monsztem . . , . 135 Oiszewski . . , . 155 Kuniglis . . . . . 152 Mora . . . . . 51 Olobok . . . , . 31 Kur ... , , . 173 Mozgawa . . , . 17 Opala . . . 16 59 Kurcz . . , , . 152 Mur . : . , . . 118 Opola . . . . . 59 Kusza . . . , . 153 Murdeiio . . , . 102 Opole . . . . 19 Kuszaba . . . , . 63 Murzyn . , . , . 118 Orla . . . . . . 59 l.acki .... , . 153 Murzynowa , . 51 Orla Olowa , . 175 Larysza . . , , 44 86 Mutyna . . . , . 25 Orlik . . . . , . 118 Laska. . . . , . 45 Mzura . . . . 46 Orzet bialy, . , . 11 Lawsowa . , , . 86 Nabra . . . . 52 Orzi-Orzi . . . . 46 Lazanki . . . , . 34 Nabram , . . . 51 Orzywqs . . , . 56 Leszczyc . , . . 45 Nadelwicz . . . 173 Os^ka . . . . . 169 Lewart . . , . . 45 Nagody . . . 36 73 Os^ki . . . . 154 Lichtarz . . , . . 164 Nagora . . . . . 34 Osmina . . . . . 59 Lilia .... . . 27 Nalewka . . . , . 154 Osmorög . . , . 59 Limont . . . , . 153 Nat^cz . . . . 52 Osorya . . . . . 60 Lis .... . . 46 Namiot . . . . 163 Ossolinczyk . . . 60 Liszki . . . , . 29 Napiwon . . . 53 Ostoja . . , . 60 Luba .... , . 47 Nast^p . . , . 81 Ostrzew . . . , . 61 Lubicz . . . . 47 Natarcz . . . . 154 Ostroi^cki . . . 155 Lubiewa . . , . 93 Nawrotnik . , . 166 Owada . . . . , 62 Lubrza . . . , . 34 Newlin . . . . 154 Paparona . . . . 62 I'jjb^dz . v . , . 48 Niatko . . . . 19 Paprzyca . . , . 62 tada .... , . 49 Nieczuja . . . . 54 Paw^a . . . . 31 Lagoda . . . . . 49 Nieczula . . . , . 122 Pelikan . . . , . 155 fcebno . . . . . 95 Niemczyk . . , . 55 Pelnia . . . , . 162 Lodzia . . . , . 50 Niesobia . . . 54 Persztein . . , . 95 fcopot . . . , . 153 Niezgoda . . , . 55 Piaszczna . . , . 18 Lososia . . , . 31 Noctwa . . . . 122 Pielesz . . . . . 63 fcuk . . . . . . 153 Noga. . . . , . 127 Pien . . . . . . 62 Lukocz . . . , . 117 Nowicki , , . . 154 Pierzchate . . , . 79 Lzawa . . . . 50 Nowina . . . . . 55 Piestnik . . . . . 64 M^drostki . . . 50 Obrona . . , , . 147 Pietyrog . . . . 165 Mqdry . . . . 134 Odrow^i . , . . 56 Piiawa . . . . 64 Mancz . . . . 49 Odwaga . . . . 118 Ple^nik . . . . 64 Masalski . . 153 Odyniec . . . . 165 Plomienczyk . .97 172 M^k . . . . . 153 Oginiec . . . . 155 Pnieinia . . . . 65 — 184 — Pobodze . . 65 Ratuld . . . . 77 Sokola . . . . 84 Pobog . . . . 65 Rawicz . . . . 77 Sowka . . . . 122 Poboze . . . . 65 R?ka . . . . . 156 ^reniawa . . . 84 Pochodnia . . . 107 Rembow . . . 120 Srocznik . . . . 104 Pociech . . . . 168 Roch . . . . 79 80 Sroka' . . , . 104 Pocisk . . . . 168 Rogala . . . . 80 Stankar . . . . 104 Podkowa . .47 178 Rokosz . . . • . 120 Starykon . . . 85 Pogania . . . . 67 Rola . . . , . 81 Staria . . 6( ) 85 91 Pogon . . .66 143 Röwnia . . . . 43 Sternberg . , . 85 Pogonczyk . . . 57 Roza . . . . . 69 Stolobot . , . 166 Pogonia . , . . 143 Rozmiar . . , . 148 Strempacz . . . 46 Pogonia Litewska 66 Rozynski . . . 156 Strumberg . . . 123 Pogonia Polska . 67 Rubiesz . . . , . 156 Strzata . . . . 43 Pokora . . . . . 67 Rudnica . . , , . 81 Strzegomia . . . 41 Pöfkonia . . . 120 Ruski. . . . , . 159 Strzemi^ . . . . 86 Pötkozic . , . . . 68 Rustejko . . , . 156 Suchekomnaty . 86 Potota . . . . . 176 Ry^ . . . . . . 121 Sulima . . . . 87 Pomerzanin . . 139 O . . • . 1 , . 99 Suszyfiski . . . 157 Pomian . . . . . 68 Salamandra . , . . 177 Swiat. . . . . 163 Pomloszcz . . . . 53 Samson . . . . 103 äwienczyc . . . 87 Poraj . . . . . 69 Sas . . . , . . 82 ^wierczek . . , . 87 Poronia . . . . 70 Sas Pruski . . , . 137 ^wi^toldycz . 163 PoSwist . . . . 60 Saszor . . . . 59 ^wii^ka . . . . 87 Powaia . . . . 57 Schilling . . . 103 Syrokomla . , . . 88 Poiniak . . . . 155 Scipio . . . . 156 Szachownica . . 95 Prawdzic . . . 70 S^pia Gtowa . . 122 Szatawa . . , , . 166 Pro^na . . . . 75 Siekierz . . . . 156 Szar±a . . . . . 60 Protwicz . . . 53 Sielawa . . . . 157 Szaszor . r , , . 59 Prowana . . . 103 Siestrzeniec . . 43 Szczaplina . , . . 157 Prus . . . . 71 73 Skarbek . . . . 15 Szeliga . . . . . 89 Przegonia . . . 74 Skarzyna . . 139 Szmiara . . . . . 51 Przerowa . . . 74 Skowinia . . . 43 Szpak . . . . 122 Przestrzat . . . 103 Skrzynno , . . 48 Taczala . . . . 104 Przosna . . . . 74 Skuba . . . . 14 Tarnawa . , . . 90 Przyjaciel . . . 75 Öleporod . . . 157 T^pa Podkow« 1 . 90 Pskowczyk . . . 176 ^lepowron . . . 83 Terebesz . . . 157 Puchata . . . . 76 ^lizien . . . . 157 Tomkowicz . . 158 Pypka . . . 156 Slon . . . . . 166 Topacz . . . . 90 Radoniski . . . 103 Smok . . . . . 144 Topör . . . . 91 Radwati . . . . 76 Smok-Gryf . . 153 Trqby , . . . 92 Radzic . . . . 163 Snieporod . . . 157 Trach . . . . 178 Ramutt . . . . 77 Snopek . . . . 177 Trestka . . . . 139 185 — Tryumf . , . . .115 Trzaska . . . . 92 Trzy Bulaw y . .178 — Grabie , . . 160 — Gwiazc ly . . 132 — Krzyie . . 139 — Ksi^yc :e . .104 RacUa . . . 124 — Rzeki . . . . 96 — Z?by . . . 180 Trzywdar , , . . 93 TuczyAski . , . .139 Turzo . , , . . 104 Turzyma , . . 72 Twardost , . . .178 Wadwicz , . . . 93 Waga . . . 158 Waldorf . . . . 52 Walka . . . . .125 Walny . , , . . 46 Wamia . . . . 93 Wa§kiewicz . . 158 Watta . . . .103 W^ . . . . . 94 Wczele . . . . 94 W^a . . . .161 WesoJa . < . . .179 W?iyk . . . . . 94 Wickerau . . . .132 Wieniawa . , . . 95 Wieruszowj i . . 96 Wierzbna , . . .104 Wierzbowa . . 76 Wierzbowci cyk . 76 Wietzynkov /a . . 50 Wiete . . . . .105 Wilrra Gto^ Ära . 179 Wllrze Kty . . . . 180 — Kosy , . . . 72 Wtoszek , . . 96 Wojejko . . , . . 158 Wojnia . . , . 55 99 Wr^by . , , . . 38 Wukry . , . . . 96 Wydra . . . . .119 Wyskota . . . 97 Wy szogota . , . . 97 7 Art • • • 1 , . . 99 Zabawa . , . . . 97 Zachörz . . . . . 94 Zadora . . . . . 97 Zagtoba . . , . . 97 Zagroba. . . . 98 Zapale .... 59 Zaprzaniec . . . 85 Zaremba . . . 98 Zaroie .... 86 Zatajony Miesi^c 158 Zatorze .... 94 Zbicswicz . . . 130 Zbroyny M^ . . 179 Zdan 158 Zdanowicz . . . 158 Zdarboiec . . . 67 Zdzitowiecki . . 158 Z^by 180 Zerwikaptur . . 98 Zetynian . . . 105 Zgraja .... 99 Zienowicz . . . 158 Zkrzyihik . . . 164 Ztota Wolno^d . 105 Zlotogolenczyk 55 99 Zmiara .... 51 Znin 99 Zyzemski . . . 159 I Druckfehler. Seite 17 Bodula (Taf. I) — (Taf. I) muss fehlen. „ 25 Dniiyna (Taf. Ili) — (Taf. III) „ „ 28 Groty (Taf. III) — (Taf. III) „ n ff In gleichem Verlage ist erschienen und durch alle Buchhand- lungen zu beziehen: Der polnische Adel und die demselben hinzugetretenen andersländischen Adelsfamilien. General- Verzeichnis von Emilian von Zernicki-Szeliga. Das über 1000 Lexikon -Oktav Seiten umfassende Werk enthält ausser einem Verzeichnis der benutzten Quellen und einer in die Geschichte des Polnischen Adels einfuhrenden Abhandlung, die alphabetische Auffuhrung der einzelnen Familien , wie der Pol- nischen Stammes- und sonstigen Gesellschaftswappen, Bei jeder Familie ist, soweit es zu erforschen war, angegeben: das Wappen, Ort und Zeit, wo die Familie zuerst genannt wird, etwaige Verzweigungen, Beinamen einzelner Zweige, Erlangung höherer Adelsprädikate und dann alle Quellen, welche die Adelsqualität der Familie be- tonen und sonstige Notizen über dieselbe enthalten. Der Deutsche Adel ist zu keinem Adel irgend eines Landes in so vielfache und intime Wechselbeziehungen getreten wie zu dem Polnischen Adel. Die alten schlesischen, jetzt deutschen Geschlechter haben vorwiegend ihre Wurzel im alten Polen, ebenso pflanzten schon im 11. und 12. Jahrhundert Deutsche ihre Stämme in Polen fort, die jetzt zu den Altpolnischen gezählt werden, der in Preussen und Lief- land sesshaft gewordene Adel polonisierte bei dem Übergänge unter polnische Hoheit vollständig, nahm polnische Namen und vielfach auch polnische Wappen an, auch die Adels- und Indigenatsverleihungen betrafen vorzugsweise Deutsche. Es gibt verhältnismässig nur wenige polnische Stammbäume, in denen nicht die Namen deutscher oder ursprunglich aus Deutschland stammender Geschlechter vorkommen, und umgekehrt sind auch die polnischen Namen in den deutschen Stammbäumen nicht vereinzelt zu finden. Viele polnische Geschlechter sind ganz germanisiert, der früheren Muttersprache nicht mehr mächtig, und diesen, wie überhaupt den bezeichneten deutschen Geschlechtem durfte dieses Werk für genea- logische Forschungen ein nutzbarer Führer, den Heraldikem ein will- kommenes Nachschlagebuch sein. m 2 Bände Preis Mk. 20, in 2 feine Halbfranzbände geb. Mk. 25. Einige Urteile der Presse. . . . wird es zur ersten Orientierung bei familiengeschichtlichen Forschungen sehr brauchbar sein, besonders da es das trsit derartige Werk in deutscher Sprache ist und auch den Adel der Nachbarländer in viel umfangreicherer Weise heranzieht, als es die polnischen heraldischen Werke tun. Historische Monatsblätter für die Provinz Posen. 1901. No. 2 Vor allem aber finden die nach Auskunft über ihre Familie Forschenden bei jedem Namen mit gewissenhaftester SoiigifaH die Werke zusammengestellt, dem weitere sie interessierende Nachrichten zu entnehmen sind. Wochenblatt des Johanniter- Ordens. 1901. No. 51. f Das Werk muss als eine grossartige Leistung bezeichnet werden und wird fortan ein unentbehrliches Hilfsmittel, für jeden in diesem Zweige der Historiographie tätigen Forscher und überhaupt für Jedermann bilden, der sich in diesem Betreff Rats erholen will. Welch immense Mühe die Ausarbeitung und Zusammenstellung dem Verfasser gekostet haben mag, lässt sich wohl aus dem Einblick in diesen Wald von Namen und Daten einigermassen erkennen. Das Vaterland. 1901. No. 107. Es ist ein Quellenwerk, dass von grossem Sammelfleisse Zeugnis ablegt und das niemand entbehren kann, der sich für den polnischen Adel und seine Geschichte interessiert Der Reichsbote. 1901. No. 146. Der Herr Verfasser hat mit grossem Fleiss und Ausdauer einen wirklichen Schatz von heraldischen und genealogischen Angaben über den polnischen Adel zusammengetragen. Das im Druck wie im Papier vornehm ausgestattete Werk . . . Der Wappensammler. 1901. No. 8. Ces deux gros volumes constituent un repertoire, apparement tr^s complet, des familles de la noblesse polonaise, pr6cede d'une dissertation fort interessante sur rhistoire, la royaut^ et la noblesse de Pologne . . . Bref, c'est un vaste compendium, qui signale aux int^ress^s les sources imprim^s oü ils pourront puiser des ^i^ments sur Fhistorie de la noblesse polonaise . . . un livre comme celui que nous avons sous les yeux a sa raison d'etre et peut etre fort utile k qui sait s'en servir. Revue bibliographique Beige. 1902. No. 12. / Druck von Oebr. Vogt, Papiermühle bei Roda S.-A. { Mnrdelia NewHn. Ogjnfw. OrU gtowa. Pittymg. >l i ; 1 1' 1 Zigtpba. Zefwilnptnr Ztoh^eAczyk. l i la Wuhrict Wamia. Wicniawa. Wicruszowa. Wafay. ( Staemlc. Sucbekomnaty Swi^eg«. Swierczek. I Syrolcoinla. T^M Podkowa. Ibpan. Topdr. Slcpowron. Sokola. StaiykiA Sternbeis. Prz^onu. PrECTOwa. Przyjadel. Puchati. { Pobog. Pogonia Pohka. Pokora. P6tkozic Pomlaui. Poronia. Prawdzic; i JaniiUL JasklicE]^. Jastrz^lriec. Jelita. Jezicrza. Kierdcia. KopMJna. Konb. Korczalc. I Dtya. Orzymala. O17& y Cholewa. Ciel^lkowa. Dtriwt Drogomir. Drogoitaw. X Abdrnk. Amade]. BiatynU. Bibersztein. Boiawota. Brochwicz II Brochwicz 111. > THE BORROWER WILL BE CHARGED AN OVERDUE FEE IFTHIS BOOK IS NOT RETURNED TO THE LIBRARY ON OR BEFORE THE LAST DATE STAMPED BELOW. NON-RECEIPT OF OVERDUE NÖTIGES DOES-^OT EXEMPT THE BORROWER FROM OVERDUE FEES. 77513/7